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Thema: Eternal Legends - The Demon Saga (2006 Remaster) [RPG2003]

  1. #21
    Als allererstes möchte ich sagen, dass ich mich freue ein Urgestein der Makerszene wieder aktiv zu sehen.

    Du bist an einem Scheideweg, so wie ich die Sache betrachte. Du musst dir selbst die Frage beantworten, ob du das Spiel für dich machst, für die Community oder für eine Spielerschaft.

    Machst du das Spiel für dich, so schätze ich das als einen Wunsch nach kreativem Ausdruck ein. Diesen kannst du auf verschiedene Arten ausdrücken.
    Du kannst EL1 remastern, diese Kreativität in den zweiten Teil hineinstecken oder ein von Grund auf neues Projekt angehen. So wie ich es heraus lese, möchtest du in dieses Hobby erst einmal wieder reinschnuppern und da bietet sich ein Remaster am besten an.

    Wenn du das Spiel einfach nur einer Spielerschaft zur Verfügung stellen möchtest unabhängig welcher Spielerschaft und wo, so schließe ich mich Davy Jones an. Es reicht, das alte Spiel zu etwas aufzupolieren.

    Wenn du das Spiel für die Community machst, solltest du wirklich die KI generierten Grafiken reduzieren, einfach weil die Leute es immer wieder ansprechen werden.
    Dazu muss ich sagen, dass sich die Community dahingehend sehr verändert hat. Es wurden immer weniger Spieler und immer mehr Spielentwickler. Spielentwickler sind jedoch oftmals mit ihren eigenen Projekten beschäftigt und daher nicht das beste Publikum was Feedback angeht. Es wird also nicht mehr dieser Hype, um ein gutes Spiel gemacht wie früher. Wie sogar noch vor 10 Jahren.

    Hier ist wie ich die Sache sehe: Ich sehe die Situation als eine zweite Chance, einen zweiten Frühling. Es ist Potenzial für ein großes Comeback da und das würde ich ehrlich gerne sehen.
    Ich möchte ein paar Dinge nennen die ich gerne als Spieler sehen würde. Dazu muss ich direkt betonen das ich KEIN Fan von dem Spiel war. Ich mochte es damals einfach nicht.
    Die Final Fantasy Bezüge, die Art wie die Figuren geschrieben waren und die Kampfanimationen waren klare Anzeichen eines Teenagers am Werk, oder zumindest eines jungen Menschen.
    Dennoch würde ich einer verbesserten Version mit Freude eine zweite Chance geben.

    Ich habe damals schon das extra Menü gehasst! Hier der Grund: Es war langsam und sperrig. Sagen wir deine Figuren sind vergiftet. Dann musst du ins extra Menü, warten bis es lädt, dann ins normale Menü, dann entgiften, dann wieder zurück ins extra Menü und dann raus. Das sind zu viele Extraschritte. Entweder du lässt das extra Menü weg oder du gestaltest es besser und vor allem schneller.
    Die Animationen der Figuren müssen besser werden, als ich im Trailer sah wie Phil sich wegdreht, um sich am beschämt Hinterkopf zu kratzen, musste ich kurz zucken.

    Außerdem würde ich das Intro verändern. Die Information aus dem Prolog sollte Stück für Stück in der Spielwelt ergründet werden und man sollte als Spieler nicht volle Kanne in eine Textwand hinein brettern. Das war damals eine normale Herangehensweise, den Spieler mit einer Lore Textwand zu begrüßen. Gefüllt mit Inhalten die ihn zu dem Zeitpunkt noch garnicht interessieren.
    Am besten noch mit einem unüberspringbaren Intro. Das war auch damals schon nicht in Ordnung, aber so war's halt damals (kurz nach'm Krieg) Heute schütteln wir mit dem Kopf darüber.

    Ich würde an deiner Stelle die Figuren nochmal besser schreiben. Eternal Legends ist ja eine Art Final Fantasy Fan Game. 2006 war das auch noch in Ordnung.
    Damals waren wir alle noch im Final Fantasy Fieber, aber heutzuge sind diese JRPG Stereotype etwas angestaubt. Ich meine damit nicht, dass du die Figuren komplett umschreibst, sondern sie nochmal aufpolierst und mit deinem inzwischen erwachsenem Auge über die Texte drüber gehst. Das schreibe ich übrigens zum Teil auch, damit mir Yoraiko nicht an den Hals geht

    Was die KI angeht so schlage ich folgendes vor. Mach doch ein Mittelding draus: Trainiere die KI, die Chipsets, die eh schon im Spiel sind zu begreifen und mache einheitliche Chipsets für das ganze Spiel daraus. Ich empfehle die Refmaps/Mac&Blue dafür. Das selbe machst du mit den Facesets. Vor allem eignen sich "verbesserte Stardards" dafür den alten Stil neu aufzulegen.
    Als nächsten Schritt editierst du diese Grafiken selbst und verleihst ihnen einen eigenen Touch. Und ich meine wirklich so sehr wie es nur geht.
    Zum Schluss soll man nicht merken, dass es KI ist.

    Ein besserer Weg ist es, wenn du Pixelkünstler findest. Das kannst du sogar hier im Forum, so hat Yoraiko auch mich hier gefunden und inzwischen mache ich Grafiken für ein Unterwegs in Düsterburg Remaster. Das ist alles möglich und realistisch. Vielleicht kannst du auch auf diese Weise Musiker finden.
    Der Remaster Prozess wird auf jeden Fall mehrere Monate kosten, ob nun mit KI oder menschlichen Mitarbeitern. Stell dich schonmal darauf ein.
    Ich könnte dir zwar in VIELLEICHT auch unter die Arme greifen, aber erst ab Juli oder August.

    Ich wünsche dir in jedem Fall alles Gute und freue mich auf das Spiel.

  2. #22
    Nichts gegen die Ratschläge - den meisten stimme ich sogar zu, aber ein paar Punkte muss ich leider kommentieren...

    Zitat Zitat von Lordan - MBM Beitrag anzeigen
    Was die KI angeht so schlage ich folgendes vor. Mach doch ein Mittelding draus: Trainiere die KI, die Chipsets, die eh schon im Spiel sind zu begreifen und mache einheitliche Chipsets für das ganze Spiel daraus.
    Ein KI-Tool (es wäre btw auch nur fair, offenzulegen, mit welchem Tool überhaupt gearbeitet werden soll - gerade wenn der große Kritikpunkt an KI die unklaren Datenquellen bei den gängigen Anbietern sind. Nachvollziehbare Crediteinträge bekommen wir in der Szene hin, da sollte so eine Angabe ja keine Hürde darstellen) kann aber halt nichts "begreifen". Es merkt sich nur, welche Kombination du anhand welcher Prompts für gut befunden hast und wird dir daraufhin immer etwas ähnliches ausspucken.
    Was ein Chipset oder dessen Inhalt nun überhaupt sein soll, das weiß die KI nachher genauso wenig wie vorher.

    Zitat Zitat von Lordan - MBM Beitrag anzeigen
    Ich empfehle die Refmaps/Mac&Blue dafür. Das selbe machst du mit den Facesets. Vor allem eignen sich "verbesserte Stardards" dafür den alten Stil neu aufzulegen.
    Du hast das bestimmt nicht so gemeint, aber vielleicht sollten wir uns gegenseitig nicht dazu animieren, die Arbeit anderer aus der Szene einfach in ein - nicht näher bestimmtes - KI-Tool zu werfen?
    Sorry, aber entweder wertschätzt und respektiert man die Arbeit anderer Kreativschaffenden oder man wirft sie achtlos in den nächstbesten Datenschredderer - beides geht ohne kognitivie Dissonanz nicht.

    Zitat Zitat von Lordan - MBM Beitrag anzeigen
    Als nächsten Schritt editierst du diese Grafiken selbst und verleihst ihnen einen eigenen Touch. Und ich meine wirklich so sehr wie es nur geht.
    Zum Schluss soll man nicht merken, dass es KI ist.
    Er kann sich auch einfach den Zwischenschritt mit der KI sparen und sich einfach erstmal mit den Zusammenstellen und (leichten) Editieren von Chipsets befassen.
    Ich bin mir sicher, dass das Ausschneiden, Kopieren, Einfügen und Umfärben von Pixeln auch mit geringen künstlerischen Fähigkeiten möglich ist und gute Ergebnisse erzielen kann.
    Dafür bieten die Sets von Refmap ja mehr als genug Material und beliebt sind sie ja dazu auch noch in der Szene - es gibt also bereits diverse frei verfügbare Edits.

    MfG Schilderich
    Team FervorCraft

  3. #23
    Ich kann nur sagen: Das ist ja wunderbar, dass du wieder daran arbeitest. Alleine eine Maker-Legende wie dich hier wieder zu lesen freut mich. Das hatte ich wahrlich nicht auf dem Schirm.

    Bzgl KI-Einsatz bin ich natürlich nicht so begeistert, aber es gibt auch durchaus Möglichkeiten, das einzusetzen, ohne das ganze Spiel zum seelenlosen AI-Slop zu machen. Hier und da bei einer Pose helfen lassen oder eine Bodentextur machen oder an's Gesamtbild anpassen - meinetwegen, auch wenn ich Handarbeit jederzeit bevorzugen würde. Ist halt auch die Frage, wo man dann Stop sagt. Für mich persönlich ist diese Grenze überschritten, sobald man KI essentielle Teile eines künstlerischen Endprodukts übernehmen lässt. Ich vertraue aber auf dein Gespür als eine der Legenden der deutschen Maker-Szene, dass du genau hier die richtige Balance nicht überschreiten wirst.

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