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  1. #21
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Linda³ Again


    (Wichtelspiel von Ὀρφεύς)
    Wow, ich weiß gar nicht was ich dazu soll, das klingt alles sehr sehr spezifisch, ein spielbarer Snuff Film...?
    Dass es unterschiedliche Szenarien mit unterschiedlichen Zielen gibt, klingt aber sehr interessant, gerade wenn die Spielstruktur deutlich mehr open-ended ist. Da du nur das Nötigste gemacht hast, dient die Review als guter Einstiegshappen, man weiß jetzt worauf man sich einlässt und kann sich ggf. in den anderen Szenarios noch weiter investieren und wer weiß was für WTF?! Erkenntnisse gewinnen.

  2. #22
    Nach dem Lesen davon ist vollkommen klar, warum Orpheus das ausgesucht hat

    Ist aber schon ziemlich spannend. Nicht nur ein Kind der Zeit (den 90ern), sondern auch absolut unique. Heute würde man sowas ja kaum rauskriegen.

    Wie schnell warst Du denn etwa mit dem Fangen durch, gemessen an der recht kurzen Spielzeit von 9 Stunden? Irgendwie klingt das so, als hättest Du bereits nach 3 Stunden nix mehr zu tun gehabt *g*
    Kommt mir auch nicht so einfach vor, in unter 10 Stunden 120 Tierpaare zu fangen - oder hast Du irgendwas getan, dass das Spiel schneller vorbei ist?

    Weil man Tiere killt, wenn man zu stark ist, kommts mir sogar wie ein Puzzlespiel vor, bei dem man sich überlegen muss, in welcher Reihenfolge man was erledigt. Kann durchaus seinen Reiz haben.
    Was aber definitiv seinen Reiz hat ist der rohe Ton und der UNGLAUBLICHE Edge, den das Spiel hat. Das ist wirklich totaler Hammer, was Du da zeigst. Und es gab ja noch Gebiete, die Du gar nicht besuchen konntest. Der Vergleich mit den 90s OVAs sitzt da auf jeden Fall hart, die ja irgendwann ausgestorben sind. Dabei hatten die ja nicht nur krassen Content, sondern waren auch von der Produktion oft sehr stark.
    Zitat Zitat von Narcissu
    Besonders in Zeiten ohne Internetlösungen muss es cool gewesen sein, sich mit anderen Spielern auszutauschen, was man wie und wo findet.
    Du meinst mit der einen anderen Person, die das noch gekauft hat? *g*


    Was hat es mit dem Titel Linda³ eigentlich auf sich?

  3. #23
    Stand eine Weile auch auf meiner Liste, bis ich mich aus irgendwelchen Gründen näher damit befasst habe und es stante pede mit 'nem Rotstift wieder dick durchgestrichen habe. Nennt mich 'prüde' und 'Weichei', aber das, was ich an Ausschnitten im Netz gesehen habe, fand ich einfach nur widerlich und ekelhaft. (sinnlose und explizit dargestellte Gewaltexzesse, aus Geschlechtsteilen zusammengebastelte Monster... ... Denkt euch an dieser Stelle bitte einen kotzenden Smiley in XXXXL.)
    BITE ME, ALIEN BOY!

    Spiele gerade: The Cruel King and the Great Hero, Mana Khemia: Student Alliance
    Zuletzt gespielt: Nekketsu Tairiku: Burning Heroes, Wild Arms 3, Das Geheimnis von Brownsea Island
    Best games ever: Paper Mario: The Origami King, Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII & XI, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12

  4. #24
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Wow, ich weiß gar nicht was ich dazu soll, das klingt alles sehr sehr spezifisch, ein spielbarer Snuff Film...?
    Dass es unterschiedliche Szenarien mit unterschiedlichen Zielen gibt, klingt aber sehr interessant, gerade wenn die Spielstruktur deutlich mehr open-ended ist. Da du nur das Nötigste gemacht hast, dient die Review als guter Einstiegshappen, man weiß jetzt worauf man sich einlässt und kann sich ggf. in den anderen Szenarios noch weiter investieren und wer weiß was für WTF?! Erkenntnisse gewinnen.
    Ja genau Ich bin mir nicht sicher, wie sehr sich die Szenarien untereinander ähneln. A und B wohl sehr, aber C scheint dann doch einige Unterschiede zu haben. Wenn man alle gemeistert hat, gibt es in der PS-Version sogar noch ein Szenario D – eine Art True End.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Wie schnell warst Du denn etwa mit dem Fangen durch, gemessen an der recht kurzen Spielzeit von 9 Stunden?
    Irgendwie klingt das so, als hättest Du bereits nach 3 Stunden nix mehr zu tun gehabt *g*
    Tatsächlich hatte ich das Ziel von 30 Monstern geschafft, bevor ich überhaupt den zweiten Punkt in der Story gemacht habe, schlicht und ergreifend, weil ich den Ort nicht gefunden habe, zu dem ich hinmusste
    So nach 5h war ich mit dem Fangen fertig und die anderen 5h waren dann hauptsächlich Story. Ich hätte aber noch etwas mehr von der Welt erkunden können, aber auf 20h wäre ich auch so vermutlich nicht gekommen in Szenario A.


    Zitat Zitat
    Kommt mir auch nicht so einfach vor, in unter 10 Stunden 120 Tierpaare zu fangen - oder hast Du irgendwas getan, dass das Spiel schneller vorbei ist?
    Man hat zwar ein Zeitlimit (7 Jahre oder so? bin mir nicht ganz sicher), aber das muss man nicht ausreizen. Wird man in Szenario A/B auch vermutlich nicht. Man kann aber tatsächlich den letzten Storypunkt inkl. Endboss in Szenario A ignoriere und schon ins All aufbrechen, was auch ein bisschen lustig ist Habe ich aber nicht getan.

    Zitat Zitat
    Weil man Tiere killt, wenn man zu stark ist, kommts mir sogar wie ein Puzzlespiel vor, bei dem man sich überlegen muss, in welcher Reihenfolge man was erledigt. Kann durchaus seinen Reiz haben.
    Ja genau, am Anfang geht es noch, weil man einfach schwächere Waffen ausrüsten kann. Später ist man auch damit zu stark, dann kann man höchstens noch niedriglevelige Hunde die Arbeit machen lassen. Außer man spielt auf Hard, dann kann man nicht mal Hunde als Partner haben D:[/QUOTE]

    Zitat Zitat
    Du meinst mit der einen anderen Person, die das noch gekauft hat? *g*
    Damals in Japan gab es vermutlich ein paar Verrückte – sonst hätte es vermutlich keine zwei Ports/Remakes bekommen

    Zitat Zitat
    Was hat es mit dem Titel Linda³ eigentlich auf sich?
    Ich vermute, es kommt daher, dass es drei Szenarien gibt (und um Linda dreht es sich ja eh immer)^^


  5. #25
    Root Film



    Root Film ist der spirituelle Nachfolger von Root Letter, einem der dümmsten Spiele, in deren fragwürdigen Genuss ich jemals kam.

    Doch obwohl Root Letter so dumm war, mochte ich die Prämisse und das Setting doch recht gern. Meine Hoffnung war, dass Root Letter quasi das Setting nutzt, aber sonst sein eigenes Ding macht.

    Und das hat es größtenteils. Ein Meisterwerk habe ich freilich nicht erwartet, aber das Spiel ist ausgesprochen hübsch und größtenteils gefällig.



    Während Root Letter eine persönliche Mystery-Geschichte um das Verschwinden eines Mädchens erzählt hat, ist Root Film ein ziemlich klassisches Murder-Mystery-Spiel, in dem man als Gruppe bei diversen mehr oder weniger unabhängigen Mordfällen ermittelt.

    Man spielt dabei einen jungen Regisseur, der von seiner Assistentin, dem Kameramann und einer jungen Schauspielerin begleitet wird. Zwei Kapitel spielt man zudem aus der Perspektive einer Schauspielerin und ihrer Managerin.

    Thematisch ist also alles im Film angesiedelt. Es geht viel um Filmtechnik und die Mordfälle werden zumindest teilweise dadurch gelöst, dass man zur Tatzeit vor Ort ist und der Kameramann alles mitfilmt.

    Ansonsten ist das Gameplay sehr klassisch: Man wählt auf der Map Orte aus, interagiert mit NPCs und sammelt Hinweise. Am Ende konfrontiert man die Täter (oder auch andere Beteiligte) und muss sie mit den gesammelten Hinweisen überführen.



    Der Cast ist dabei grundlegend sympathisch. Die Charaktere sind nicht besonders tief, aber das Miteinander ist nett und es gibt einiges an Banter. Das Spiel profitiert dabei auch von einer wesentlich besseren Lokalisierung als Root Letter.

    Allgemein wird auf bewährte Tropes gesetzt und nichts an der Story oder den Figuren sticht wirklich hervor. Was aber definitiv hervorsticht, ist die Optik des Spiels: Root Film ist wirklich schön. Das war auch der Hauptgrund, weshalb ich dem Spiel eine Chance gegeben habe.

    Die Charakterdesigns sind sehr ansprechend, die Hintergründe detailliert. Sie bilden größtenteils echte Locations ab und wie Root Letter fühlt sich auch Root Film teils wie Lokaltourismus-Werbung an.

    Besonders schön fand ich, dass die Charaktere nicht wie in den meisten VNs einfach als statische Bilder im Vordergrund stehen und in die Kamera schauen, sondern in verschiedensten Posen dynamisch in den Hintergrund integriert ist. Das macht echt viel aus und lässt alles lebendiger Leben.



    Die Tiefpunkte von Root Film sind eindeutig die Motive der Antagonisten. Ein Mann bringt seinen Zwillingsbruder um, weil er es satt ist, unter dessen Asthma zu leiden, da er diese durch die übernatürliche Zwillingsverbindung immer spürt, als wären es seine eigenen Anfälle.

    Besser noch: [insp]Bei gleich zwei Charakteren wird später wie aus dem Nichts erwähnt, dass sie unter einer tödlichen Krankheit leiden. Und der Hauptantagonist hat alle Morde im Namen der Kunst inszeniert, um den Hauptcharakter zu einem besseren Regisseur zu machen[insp]. (????)

    Während das Spiel nie so unsensibel oder moralisch verwerflich wie der Vorgänger ist, ist es von der Dramatik und Plausibilität nicht gerade ein Meisterwerk. Das ist schade, denn der Aufbau hin zu diesen Momenten ist mitunter durchaus gelungen. Nur bei der Eskalation enttäuscht es eigentlich immer.

    Hinzu kommt, dass die friedliche Atmosphäre des ländlichen Shimane-Settings nicht so recht zu den konstanten Mordfällen passen will, die vom Cast auch nicht immer so richtig ernst genommen werden. Zumindest in der Hinsicht hat Root Letter besser harmoniert.



    tl;dr: Root Film glänzt primär durch sein Setting und die tolle Optik. Der Cast ist grundlegend sympathisch, aber flach. Das Spiel hätte passables Comfort Food sein können, aber leider scheitert es an der Dramatik und den hanebüchenen Motiven der Antagonisten. Na ja.

    Spielzeit: 13:45h
    Wertung: 5,5/10
    Bingo-Feld: Visual Novel


  6. #26
    Ich finde Deine Hingabe zu dieser Reihe an irgendwie crappigen Spielen ja echt cool! Ich hab auch schon die Letter-Teile gekauft, aber bis ich dahin mal komme, die zu spielen... puh xD

  7. #27
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Ich finde Deine Hingabe zu dieser Reihe an irgendwie crappigen Spielen ja echt cool! Ich hab auch schon die Letter-Teile gekauft, aber bis ich dahin mal komme, die zu spielen... puh xD
    Zumindest sind sie nicht allzu lang^^ Aber ja, hiermit ist diese Reise nun auch (hoffentlich permanent) beendet.


  8. #28
    Timespinner



    Die beliebtesten Metroidvanias der letzten Jahre kamen größtenteils aus der anspruchsvollen Ecke. Auch von den dreien, die ich letztes Jahr gespielt haben, waren zwei sehr knackig (Nine Sols und Silksong) und eins moderat herausfordernd (Bō: Path of the Teal Lotus).

    Deshalb wollte ich mal wieder ein Spiel aus dem Genre spielen, das etwas einsteigerfreundlicher und vom Umfang kompakter ist – und da fiel meine Wahl auf Timespinner.

    Man spielt eine junge Frau von einem Clan der namensgebenden Timespinner, von denen alle X Jahre jemand auserwählt wird, um … tja, das weiß ich schon gar nicht mehr. Jedenfalls wird bei der Zeremonie der Clan der Familie von einem bösen Imperium umgebracht, während die Protagonistin in die Vergangenheit reist, um Rache zu nehmen und dieses Gräuel ungeschehen zu machen.



    Doch dort lernt sie, dass die ganze Sache nicht so einfach ist, und das Imperium zwar durchaus problematisch ist, doch auf beiden Seiten Dinge getan wurden, die die Lösung des Problems nicht einfach machen. Die Wahl, was man letztlich tun will, ist der Kern der Narrative, auch wenn es letztlich auf ein „esoterisches“ True End hinausläuft, so man denn will.

    Spielerisch entfernt sich Timespinner nicht weit vom Genre-Standard. Mit der Zeit erhält man diverse Traversal-Abilitys, mit denen man sich neue Teile der Welt erschließen kann.

    Zudem kann man zwischen Vergangenheit und Gegenwart reisen, doch erstaunlicherweise wird diese Mechanik kaum wirklich kreativ genutzt. Zwar beeinflussen Änderungen in der Vergangenheit die Gegenwart gelegentlich, aber das gilt primär für storyrelevante Roadblocks und ein paar Kleinigkeiten. Mit Spielen wie z. B. The Legend of Zelda: Oracle of Ages, wo die Zeitmechanik Dreh- und Angelpunkt zahlreiches Puzzles ist, ist das nicht zu vergleichen, was leider etwas enttäuschend ist.

    Zudem kann man kurz die Zeit stoppen, was im Kampf nützlich ist und für manche Puzzles genutzt werden muss, primär, um optionale Items und Upgrades zu finden. Aber auch mit der Mechanik wird viel weniger gemacht, als möglich gewesen wäre.



    Trotzdem kommt ein guter Spielfluss auf, vor allem dann, wenn man eine neue Traversal Ability erhalten hat und dadurch Schätze in besuchten Gebieten plündern kann.

    Man kämpft mit Energiekugeln, sogenannten Orbs, wobei man je eine in jeder Hand hat und abwechselnd damit zuschlägt. Es gibt eine breite Vielzahl von Kugeln, die unterschiedliche Stärke, Reichweite und Nebeneffekte haben. Zudem kann man durch Aufladen einen starken Angriff abfeuern – oft ein Fernkampfangriff.

    Timespinner ist zudem ein halbes RPG, denn man levelt normal auf und wird so stärker. Auch die Orbs werden stärker, je öfter man sie benutzt. Zwar skalieren diese Verbesserungen nicht so krass wie in RPGs, aber Kämpfe haben zumindest stets einen Gegenwert, was mir gefallen hat.



    Leider fühlen sich sowohl die Bewegung im Spiel als auch die Kämpfe nicht sehr dynamisch an und erinnern eher an ein SNES-Spiel als an Metroidvanias der Neuzeit. Das muss nicht schlecht sein, aber mag es eher, wenn alles fließend ineinander übergeht. (Aus dem Grund kam ich auch nicht so wirklich in Symphony of the Night rein, als ich es mal vor ein paar Jahren ausprobiert habe.)

    Ansonsten ist noch die nette Pixelgrafik zu erwähnen. Besonders die Bosse sind vom Design teilweise richtig stark. Auch die Musik ist recht eingängig. Oh, und man hat diverse süße tierische Begleiter zur Auswahl, die man in der Welt findet und die einem auf diverse Art im Kampf helfen.




    tl;dr: Timespinner tut, was es soll, setzt aber keine neuen Maßstäbe. Es ist in erster Linie ein anfängerfreundliches und seichtes Metroidvania mit gutem Spielfluss, aber wenig Tiefe. Die Handlung ist erstaunlich präsent, bewegt sich aber auch in bewährten Bahnen.

    Spielzeit: 06:30h
    Wertung: 6,5/10
    Bingo-Feld: Hübsches Metroidvania


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