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  1. #1

    Cipo listet auf ... auch 2026! Aktuell: Hero's Adventure – Road to Passion

    Ich halte es dieses Jahr wieder betont simpel: Die erste Liste enthält Spiele, die ich wirklich gern spielen will, wobei die meisten davon gar nicht sooo lang sind. Ich hoffe also, die zweite Liste eher früher als später zu erreichen! Wobei diese zweite Liste dann auch wirklich EXTREM offen gedacht ist. Cool? Cool!

    Inhaltlich habe ich sogar ein paar ganz vage Themen dabei.
    Erstens: Dating Sims + Fan Service ... weil es nun mal das Jahr von Monster Girl Therapy ist!
    Zweitens: Futter für den Rollenspielhorizont ... mit D&D aus der Ära VOR Baldur's Gate und chinesischen Klassikern. Ich bin gespannt!

    "Aber hat das überhaupt noch was mit der JRPG-Challenge zu tun?"




    Liste #1: Auf jeden! *
    * Das ist zumindest ... der Plan. Und abbrechen ist sowieso immer okay!
    • Sucker for Love (~4h)
    • Nunholy (~5h)
    • Monster Prom (~7h?)
    • Norco (~8h)
    • Spirit Swap (~8h??)
    • Night in the Woods (~13h?)
    • Look Outside (~20h?)
    • Bomb Rush Cyberfunk (~20h)
    • Roadwarden (~20h?)
    • Final Fantasy IV (~20h)
    • Ys: The Oath in Felghana (~20h)
    • Dungeons of Hinterberg (~20h?)
    • Gunnm: Martian Memory (~30h?)
    • Sakura Wars 2 (~35h?)
    • Black Book (~35h?)
    • Hero's Adventure: Road to Passion (~60h??)
    • etwas Fan Service! Summer Memories? (~12h)
    • etwas Klassisches D&D! Dark Sun: Shattered Lands? (~25h?) Eye of the Beholder? (~15h?)

    Liste #2: Vielleicht ...
    • etwas Persona/SMT-esques: Mato Anomalies? (~40h?) Soul Hackers 2? (~50h?) oder ...?
    • etwas Chinesisches: Xuan-Yuan Sword: Mists Beyond the Mountains? (~40h?) Wandering Sword? (50h)
    • etwas mehr Fan Service?
    • etwas Kram aus meinen Steam-Listen?
    • Halls of Torment (~30h??)
    • Yi Xian: The Cultivation Card Game (???)
    • Baten Kaitos (~60h?)
    • Until Then (~20h)
    • Eiyuden Chronicle (~60h)
    • Spider-Man: Miles Morales (~15h)
    • Yakuza Ishin (~30h?)
    • Anno 1404 (anspielen!)
    • Elden Ring (~80h?)
    • AI: The Somnium Files - nirvanA Initiative (~33h)
    • Panzer Dragoon Orta (~9h)
    • Aëdemphia (???)
    • etwas Großes Richtung West-RPG: Pillars of Eternity? (~60h) Divinity: Original Sin 2? Pathfinder 2?


    Also ja ... Lasst uns einfach Spaß mit Spielen haben! =3


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  2. #2
    Zitat Zitat
    Dungeons of Hinterberg (~20h?)
    Oh cool, das habe ich auch auf dem Schirm! Dungeon-Crawler in den österreichischen Alpen? Das ist doch mal was Neues! Und der Grafikstil sieht auch echt hübsch aus.

    Auch ansonsten viele coole Titel dabei


  3. #3
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    "Aber hat das überhaupt noch was mit der JRPG-Challenge zu tun?"
    Ausreichend. Ich seh das Problem nicht.

    Schön, dass du auch 2026 wieder mit von der Partie bist - grade bei der Vielleicht-Liste sind paar richtig schöne Spiele dabei. :3

  4. #4
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Aëdemphia (???)
    Gibt es irgendwo eine Vollversion die ich nicht sehe? Auf der Webseite gibt es zwar News von 2024 über das Ende von Aëdemphia, der einzige Download ist aber immer noch als Demo gelistet und erwähnt dass das Ende noch immer nicht verfügbar ist.

  5. #5
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    "Aber hat das überhaupt noch was mit der JRPG-Challenge zu tun?"
    Pfffff...
    Zitat Zitat
    Night in the Woods (~13h?)
    Das ist ziemlich cool, ich mochte es gerne. Denke aus den sozialen Aussagen kannst Du auch was ziehen.
    Zitat Zitat
    Look Outside (~20h?)
    Hängt n bisschen davon ab, wie erfolgreich Du bist und was Du im Spiel erreichen willst, was ich so gesehen habe. Und natürlich welche Schwierigkeit. Aber sehr gute Wahl (spiels ja auch xD)
    Zitat Zitat
    Ys: The Oath in Felghana (~20h)
    Yesss! Wobei ich nicht weiß, ob Du dem so viel abgewinnen kannst wie ich, aber mal schauen xD
    Zitat Zitat
    etwas Klassisches D&D! Dark Sun: Shattered Lands? (~25h?) Eye of the Beholder? (~15h?)
    Das finde ich RICHTIG cool.
    Zitat Zitat
    Mato Anomalies? (~40h?)
    Oh god no xD
    Zitat Zitat
    etwas mehr Fan Service?
    Reicht Dir ZZZ noch nicht?
    Zitat Zitat
    Eiyuden Chronicle (~60h)
    Bei meinem Schneckentempo hab ich dafür 60h gebraucht mit allen Charakteren, also ist das ja wohl ne harte Obergrenze
    Vor allem wenn man nicht alle Minispiele maxed (was Du sicher nicht tun wirst xD)

  6. #6
    Zitat Zitat
    etwas mehr Fan Service?

  7. #7
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Look Outside

  8. #8
    Dungeons of Hinterberg ist wirklich so schon irgendwie interessant ... aber ja, der "lokale" Kontext hat es dann über die Linie geschoben. Ich will sehen, was sie da gemacht haben!

    Zitat Zitat von Byder
    Wenn ich bestochen werde, bin ich doch immer dabei.

    Zitat Zitat von Jack
    Gibt es irgendwo eine Vollversion die ich nicht sehe? Auf der Webseite gibt es zwar News von 2024 über das Ende von Aëdemphia, der einzige Download ist aber immer noch als Demo gelistet und erwähnt dass das Ende noch immer nicht verfügbar ist.
    Nicht, dass ich wüsste, aber ich hoffe weiterhin, dass sie rauskommt. Solang bleibt das Spiel auf meiner Liste.

    Zitat Zitat von Sylverthas
    Reicht Dir ZZZ noch nicht?
    ZZZ ist Baseline-Hintergrundgeräusch, das zählt nicht.

    Zitat Zitat von Liferipper
    ...


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  9. #9
    Lass uns Monster Prom einfach auf dem Sommer BMT spielen. Das ist in ner Gruppe sowieso viel besser. xD

    Ein Durchgang geht auch nur etwa ne Stunde (vllt 2 wenn man mit mehreren die lange Zeit spielt), aber das ist eben nur 1 Durchgang. Es gibt... viele wenn man alles will (ich habe nicht alles).

    Zu Persona/SMT: Wenns ganz klassisch (aka SMT 1) sein soll, Kael und ich spielen gerade das hier: Touhou: Artificial Dream in Arcadia

  10. #10
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    ZZZ ist Baseline-Hintergrundgeräusch, das zählt nicht.
    Kannst Dir ja Code Vein 2 geben. Das hat sicher wieder genug T&A zu bieten
    Oder schau Dir Blue Reflection an, das hat auch genug T&A xD

  11. #11
    Zitat Zitat von Sölf Beitrag anzeigen
    Zu Persona/SMT: Wenns ganz klassisch (aka SMT 1) sein soll, Kael und ich spielen gerade das hier: Touhou: Artificial Dream in Arcadia
    Wobei ich mich da auch frag: Wenn man mit Touhou nicht viel anfangen kann, warum sollte man dieses Ripoff spielen und kein SMT1?

  12. #12
    Auf keinen Fall spiele ich Touhou-Kram, wenn ich stattdessen auch Nicht-Touhou-Kram spielen kann. (Und selbst wenn nicht, spiele ich wahrscheinlich keinen Touhou-Kram!)

    Monster Prom hab ich eher so akademisches Interesse, da reicht wahrscheinlich ein schneller Durchgang alleine.





    Mein Jahr allerdings beginnt mit ...




    Hero's Adventure: Road to Passion

    Und, OH MY, um den "eigenen Rollenspielhorizont zu erweitern" (mein erklärtes Ziel dieses Jahr), ist das hier wirklich ganz hervorragendes Futter! Ich nehme aber vorweg: Ich habe Hero's Adventure nach 30h abgebrochen, aber ohne das Abbrechen ODER das Spielen selbst irgendwie zu bereuen!


    Was ist das hier?

    Wir spielen einen Helden, der ohne allzu explizite Motivationen auszieht, um sich einen Namen in seiner überaus chinesischen Fantasy-Welt zu machen. Und genau das tut er dann auch, bei Bedarf über 50+ Spielstunden, ggf. zahlreiche zusätzliche Playthroughs und UNGLAUBLICH viel Freiheit. Wir können uns in rundenbasierten Squad-Strategie-Kämpfen prügeln, uns bei NPCs (un-)beliebt machen, per Stealth eine halbe Stadt leerräumen oder eifrig Ressourcen sammeln und craften. Nebenbei werden Stats und Items gemanaged. Das Spiel hat nicht mal eine echte Hauptstory, nur vage Story-Stränge, die mit diversen Fraktionen und Figuren verknüpft sind. Außerdem gilt es, zahllose Partymitglieder und Begleitertiere zu finden, eine Basis aufzubauen, ständig folgenschwere Entscheidungen zu treffen und natürlich Minispiele aller Art zu spielen. Und jedes Achievement gibt einen Bonus für weitere Playthroughs.



    Nun bin ich nicht VÖLLIG unwissend an das Konzept herangegangen, denn zumindest die Wuxia-Idee eines wandernden Kriegers in einer "Martial World", in der man sich mit Kampfkünsten durchsetzt, war mir aus anderen Medien ein Begriff. Was ich dagegen nicht wusste, ist, dass ich hier in ein ganz eigenes Subgenre gestolpert bin, nämlich in die "Cultivation" (Xianxia, u.a. aus "Progression Novels"), in der die Verbesserung des Selbst – oftmals entlang hiesiger Philosophiesysteme – im Mittelpunkt steht. Und, joah, das erklärt so einiges, nicht zuletzt, dass Fortschritt um des Fortschritts willens praktisch die Hauptmovation des Spiels darstellt! Und je nachdem, welchen Fraktionen man sich anschließt, geht das halt auf ganz unterschiedliche Arten. Interessant ist dabei auch der Fokus auf Geld, denn Geld bestimmt in diesem Spiel ALLES, von der Mitgliedschaft in Fraktionen über Ressourcen bis hin zum Basisbau. kA wie sich das ins Genre einfügt.
    Hier zwei Videos, um einen Eindruck zu kriegen, ein Trailer und ein 9-Minuten-Review:

    https://www.youtube.com/watch?v=F6kZnvUl9q0
    https://www.youtube.com/watch?v=20EVBv6IR0Y

    Und weil ich es so spannend finde, habe ich beim Spielen viel überlegt, mit welchen Medien man Hero's Adventure am ehesten vergleichen könnte. Für Rollenspiele etwa muss auf jeden Fall eher in den Westen gehen. Am naheliegendsten sind vielleicht die Elder-Scrolls-Spiele, sowas wie Kingdom Come, aber auch die Richtung von Fable. Sogar frühe MMOs wie Ultima Online? Nur eben mit einem Strategie-RPG-System und seeeehr viel Menü-Kram (mehr dazu später)! Und ohne Haupt-Story, die all diese Spiele ja zumindest Alibi-mäßig haben. Irgendwie musste ich auch an Bildungsromane denken, aber das ist wahrscheinlich nur der Deutschlehrer in mir. Insgesamt war es trotz eventueller Vergleiche auf jeden Fall ein SPÜRBAR eigenes, anderes Spielerlebnis, das ich so noch nicht hatte!


    Wie ist es umgesetzt?

    Hero's Adventure ist wirklich sehr liebevoll und SEHR aufwändig gemacht! Es gibt mehrere eskalierende Schwierigkeitsgrade, wahnsinnig viel Content und überall was zu entdecken, und es ist auch einfach grundsympathisch. Mit etwas Jank und Bugs und ein paar Grafikfehlern muss man leben können. Ich denke aber, wenn einen die komplexen Systeme so richtig erwischen, kann man hier gut und gerne 100-200h reinstecken.

    Die SNES-artige 2D-Grafik tut eine Menge für das eigene Spielgefühl, die Musik ist zwar ein bisschen ... repetitiv in ihrer Auswahl, aber natürlich wunderbar chinesisch, genau wie das ganze Flair des Spiels. Das geht hin bis zum Kulturellen, von ulkig unsensiblen Witzen (für unsere westlichen Werte zumindest) bis hin zur freundlich ausgedrückt wechselhaften Übersetzung. Tipp: Unbedingt einen Online-Guide für die Reim-Minispiele u.ä. benutzen, die sind sonst wortwörtlich unlösbar! Das Kampfsystem ist EIGENTLICH, ohne seinen Kontext gesehen, gut durchdacht und mit so einigen Facetten, einem coolen Fokus auf Waffen und Techniken und eben "Cultivation", also den langsam steigenden Spielwerten im Mittelpunkt. Außerdem gibt es eine "KI-doof!"-Auto-Battle-Funktion, die eine Menge potenzieller Probleme umgeht.



    Die Freiheit und die Komplexität des Spiels allerdings haben so einige exzentrische Konsequenzen. Ein paar sind abermals cool und thematisch, wie dass man ständig an irgendwelchen Gegnern und Limits scheitert und sich dann an anderen Stellen versuchen muss. Andere können in beide Richtungen gehen, wie etwa die Möglichkeit, durch kluges Handeln (oder Glück) ein völlig überpowertes Item oder sogar Partymitglied zu gewinnen, das daraufhin erstmal im Alleingang sämtliche Kämpfe entscheidet. Auch Save-Scumming fühlt sich hier genau so naheliegend und sinnvoll an wie bei vielen westlichen Rollenspielen, und während das nicht immer schlecht ist, führt es zu vollkommen wilden Exploits. (Das Casino! Wieder mal das Casino!) Das Spiel ist halt auch VIEL zu random und unbrechenbar, um einen No-Save-Scum-Run irgendwie ansprechend zu machen. Und dann gibt es da noch den Fakt, dass 95%(!) der Kämpfe entweder völlig trivial oder viel zu schwer sind. Man hat faszinierenderweise wirklich nur hin und wieder einen Kampf, bei dem man WIRKLICH taktieren muss, was für ein Strategie-RPG irgendwie ein irre seltsames Gefühl ist? Und nach ein paar Spielstunden ist es auch nicht mehr so, dass Ressourcen wie die Lebenspunkte irgendein Problem darstellen würden.
    Also ja, alles hier ist wahnsinnig komplex und frei ... aber auch wahnsinnig einfach zu brechen. Oft, ohne dass man es drauf anlegt. Und das entwertet gefühlt so einiges.

    Mein Hauptproblem war aber letztlich dieser Aspekt ZUSAMMEN mit einem anderen: Hero's Adventure fühlt sich ganz grundlegend nicht wie ein "Adventure" an. Man hat zwar die Erkundung und die Kämpfe, aber 90% der Zeit habe ich damit verbracht, Items zu managen und in den Städten zwischen NPCs herumzurennen. Ich habe auch viel gerechnet und ausprobiert und gaaanz viel überlegt, wie ich meine "Cultivation" am effektivsten gestalten kann. Es fühlt sich also im Kern fast schon mehr wie ein Management-Spiel an ...? Und das wäre okay, wenn Management-Spiele nicht die blöde Angewohnheit hätten, uninteressant zu werden, sobald man sie durchschaut hat – zumindest für mich persönlich.


    Fazit

    Also ja: Als ich die Grundmechanismen drauf und meine Basis aufgebaut und eine funktionierende Party hatte? Da war dann auch die Motivation im Eimer. Aber hey, es gibt keine Story, die ich irgendwie abschließen müsste! Und obwohl ich gerne noch den einen oder anderen Charakter rekrutiert hätte, weine ich jetzt auch niemandem hinterher. Tolle Erfahrung! Ich hatte Spaß, und vor allem hatte ich eine WIRKLICH eigene Rollenspielerfahrung! Und wenn ich jemand wäre, den diese Mischung noch mehr abholt? Meine Fresse, dann hätte das hier locker eins meiner All-Time-Lieblingsspiele werden können!

    Fette Empfehlung für Hero's Adventure!


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  13. #13
    Das Ding hab ich auch schon länger auf dem Schirm, eben weil es so abstrus groß aussieht, mit seinen zig Systemen die alle irgndwie ineinander greifen. Hab bisher auch noch gar nichts in die Richtung gespielt, also eine Erfahrung wäre es definitiv mal wert.

    Wobei mich die Dauer schon wieder absreckt, gerade mit New Game+. Das brech ich doch auch wieder nach 10-20 Stunden ab und fass es dann nie wieder an, gerade wenn es anscheinend kein klares Ziel gibt... xD

  14. #14
    Zitat Zitat von Sölf Beitrag anzeigen
    Das Ding hab ich auch schon länger auf dem Schirm, eben weil es so abstrus groß aussieht, mit seinen zig Systemen die alle irgndwie ineinander greifen. Hab bisher auch noch gar nichts in die Richtung gespielt, also eine Erfahrung wäre es definitiv mal wert.
    Ich hab's auch noch auf der WL, wollen wir das nächste LPT anleiern?

    Vielleicht mal bei Gelegenheit. Muss aber auch sagen, mich schreckt die Spielzeit ab, und dass man ein wenig zuviel machen kann. Ich hab's lieber gerne etwas restriktiver.

  15. #15
    Beim Lesen von dem Bericht kam mir sofort sowas wie "Gothic" in den Sinn - wo der Hauptmotivator eher darin besteht, dass man selber stärker wird, nicht, dass man eine tolle Story erlebt. Bzw. ist die "tolle Story" dann eine Zusammenfügung der eigenen Erlebnisse... was mich leider so gar nicht anspricht. Die Frage ist halt auch immer: Wie abgefahren können die Ereignisse sein? Wie viel spezielle Sachen kann man triggern, und wie viel ist eigentlich eher stark geskriptet? Davon haben ja Spiele wie Gothic (und andere westliche Vertreter, die Du erwähnst) profitiert.

    Trotzdem danke, dass Du Dich in die Tiefen der chinesischen RPGs begibst!

    Zitat Zitat von Cipo
    ständig folgenschwere Entscheidungen zu treffen
    Inwiefern? Auf Partymitglieder bezogen? Auf Belohnungen? Auf Nebenhandlungen? Auf die Hauptstory kanns ja nicht sein, weil
    Zitat Zitat
    Das Spiel hat nicht mal eine echte Hauptstory

    Zitat Zitat
    Das Kampfsystem ist EIGENTLICH, ohne seinen Kontext gesehen, gut durchdacht
    Ist das darauf bezogen, dass das Spiel extrem schlecht gebalanced ist, was Du danach ausführst? Hat das nur was damit zu tun, dass es offen ist und man daher schnell gegen zu schwache / starke Gegner kämpft, oder snowballed es auch hart?

    Ich finde ja, dass selbst ein theoretisch durchdachtes System komplett wertlos wird, wenn die Balance nicht mitmacht. Bzw. könnte man sich fragen, wie gut durchdacht es tatsächlich war, wenn die Entwickler es anscheinend nicht balancen konnten.

  16. #16
    @Kaölf: Ich denke, die Spielzeit MUSS gar nicht so wild sein, weil halt echt vieles eine freie Entscheidung ist ... Aber klar, wenn man alles durchspielen oder sogar sehen will, ist es sicherlich eine Investition.
    Und ich glaube, es wäre ein cooles Spiel zum irgendwie parallel spielen oder so. ^^


    Zitat Zitat
    Inwiefern? Auf Partymitglieder bezogen? Auf Belohnungen? Auf Nebenhandlungen? Auf die Hauptstory kanns ja nicht sein
    Also, es kann schon mal passieren, dass dich auf eine dumme Antwort hin ALLE in einem Gebäude angreifen. Oder dass du dir praktisch 1-2 Dutzend Sidestories verbaust, weil du dich mit den Konkurrenten von XY einlässt.

    Zitat Zitat
    Ist das darauf bezogen, dass das Spiel extrem schlecht gebalanced ist, was Du danach ausführst? Hat das nur was damit zu tun, dass es offen ist und man daher schnell gegen zu schwache / starke Gegner kämpft, oder snowballed es auch hart?

    Ich finde ja, dass selbst ein theoretisch durchdachtes System komplett wertlos wird, wenn die Balance nicht mitmacht. Bzw. könnte man sich fragen, wie gut durchdacht es tatsächlich war, wenn die Entwickler es anscheinend nicht balancen konnten.
    Jo, genau das war meine Kritik, aber ich denke, dass es durchaus so gewollt ist. Ich kenne diese Design-Philosophie vor allem aus dem Pen & Paper ("Combat as War" anstelle von "Combat as Sport"), wo der Reiz dann halt ganz woanders liegt als irgendwelche fein ausgearbeiteten Kämpfe gerade so mit der Nutzung all seiner Skills zu bewältigen. Und ulkigerweise war das bei frühen WRPGs auch üblicher? Gothic ist tatsächlich ein gaaanz gutes spätes Beispiel, und dabei ist das schon recht deutlich auf ein paar spezifische Pfade und spezifisches Charakterwachstum hin designt. Du kannst nur halt drauf pfeifen und an fünf verschiedenen Stellen sterben, die noch nicht für dich gedacht sind.
    Man kann aber auf jeden Fall argumentieren, dass Strategie-RPGs ein TOTAL schlechtes Genre für Combat as War sind? Weil sie halt wirklich von genauen Entscheidungen und feiner Balance leben, und sehr schnell trivial oder zu hart werden können. Es ist aber echt ulkig, einen wie großen Teil dieses Problems das Spiel in der Praxis durch die Auto-Battle-Funktion umgeht. Ein etwas gemeiner Vergleich: Mit den irrelevanten Kämpfen in Final Fantasy Tactics hatte ich DEUTLICH größere Probleme, weil das Spiel halt immer wieder Entscheidungen und etwas Mitdenken gefordert hat, obwohl es die Kämpfe überhaupt nicht gerechtfertigt haben.
    Hier hast du halt einen Haufen triviale Kämpfe, aber sie sind halt auch in 20 Sekunden Auto Battle durch und gut is.


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

  17. #17
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Also, es kann schon mal passieren, dass dich auf eine dumme Antwort hin ALLE in einem Gebäude angreifen. Oder dass du dir praktisch 1-2 Dutzend Sidestories verbaust, weil du dich mit den Konkurrenten von XY einlässt.
    Ja, das sind schon ganz coole Entscheidungen. Und ja auch eher was, was man in einem freien Spiel machen kann (oder halt in isolierten Nebenaufgaben, die sonst nichts beeinflussen).
    Zitat Zitat
    ("Combat as War" anstelle von "Combat as Sport"), wo der Reiz dann halt ganz woanders liegt als irgendwelche fein ausgearbeiteten Kämpfe gerade so mit der Nutzung all seiner Skills zu bewältigen.
    Nur damit wir uns hier richtig verstehen: Du meinst damit sowas, was auch die Warriors-Spiele machen? Wo es eher darum geht, Scharen von Gegnern niederzuprügeln und die Vorbereitung eher der Fokus ist?
    Zitat Zitat
    Ein etwas gemeiner Vergleich: Mit den irrelevanten Kämpfen in Final Fantasy Tactics hatte ich DEUTLICH größere Probleme, weil das Spiel halt immer wieder Entscheidungen und etwas Mitdenken gefordert hat, obwohl es die Kämpfe überhaupt nicht gerechtfertigt haben.
    Hier hast du halt einen Haufen triviale Kämpfe, aber sie sind halt auch in 20 Sekunden Auto Battle durch und gut is.
    Ich hätte hier eher argumentiert, dass man solche Kämpfe dann einfach komplett streichen sollte. Wobei sie in Final Fantasy Tactics wegen des Job Systems eingebaut wurden - würde es nur Hauptschlachten und keinen "Trash" geben, dann wäre man im wesentlichen festgefahren in seiner Skillung. Aber ja, ich hab die Random Encounter in dem Spiel auch immer gehasst. Ich würde nur nicht sagen, dass ein Auto Battle eine gute Lösung für das Problem ist

  18. #18
    Streichen kannst du in so einem Spiel aber schlecht, eben weil es fast gar keine vorgegebene Reihenfolge gibt, in der Kämpfe stattfinden. Man könnte eine Skip-Funktion einfügen, aber das würde dem Spielgefühl widersprechen. Ich denke, du SOLLST schon spüren, wann du wie überpowert (oder unterpowert) bist, sicherlich auch im Sinne dieser Cultivation.


    Die Idee bei Combat as Sport ist, dass das Spiel ein möglichst rundes, ausbalanciertes System bietet, das du möglichst gut erlernst, um dann im vorgesehenen Rahmen genau festgelegte Herausforderungen zu bestehen. Ein gutes Extrembeispiel sind da die meisten Prügelspiele oder Spectacle Fighters. Es ist klar, wie du einen Kampf schaffen kannst, und der Hauptreiz ist einfach, diese Herausforderung mit Verständnis, Übung und Durchsetzungsvermögen zu bestehen. (Ich merke es bspw. auch bei ZZZ: Das ist 100% Combat Combat as Sport!)
    Bei Combat as War gibt es einfach Kämpfe, und die sind wenig oder gar nicht balanciert, sondern haben viel eher einen narrativ bzw. world-building-seitig passenden Powerlevel. Wenn du eine Motivation hast, kannst du dann versuchen, irgendwelche davon mit allen dir zur Verfügung stehenden Mitteln zu gewinnen, wobei diese Mittel oftmals nicht einmal gegeneinander (!) ausbalanciert oder für Kämpfe ausgelegt (!!) sind. Bei Pen & Paper ist das natürlich extremer, weil es keine vorprogrammierten Limits gibt, aber manche Videospiele haben diese Idee auch recht tief in ihrer DNA. Extremere Open-World-RPGs und Immersive Sims sind da schon ganz gute Beispiele, wenn man Gegner einfach dadurch "besiegen" kann, ein Dutzend Begleiter anzuheuern, ihr Haus in Flammen zu stecken oder einen Aufzug auf sie stürzen zu lassen. Selbst das bewusste Grinden, um sich zu überleveln, ist eine ganz typische Combat-as-War-Idee. Der Hauptreiz des Kampfes ist hier praktisch das Verstehen (und Exploiten!) der simulierten Spielwelt, und das Gewinnen (oder Verlieren!) dementsprechend ein Teil der Narrative.
    Edit: Ich habe gerade noch was über Eve Online als schönes Beispiel für Combat as War gelesen, das macht auch eine Menge Sinn.
    Bei Videospielen kommt man natürlich schon aus technischen Gründen nicht um einen gewissen Basislevel an Balance herum, aber über- und unterpowerte Gegner sind in dieser Philosophie genau so sehr ein essentieller Teil wie unter- oder überpowerte Fähigkeiten, Items etc.

    Ein interessantes Mittelding sind übrigens die Souls-Spiele, die zwar einen ganz klar definierten "Sport"-Kern haben, dann aber je nach spezifischem Spiel am Rande auch so Dinge wie befreundete NPCs, Summons, Abgründe und Fallen für Gegner oder weirde Umgebungs-Exploits haben. Selbst Situationen, in denen man plötzlich drei neue Gegner pullt und überwältigt wird, sind Combat as War. Und egal, was man davon hält, lockert es das sonst sehr methodische Kämpfen ganz massiv auf.


    Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D

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