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  1. #22
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    Das mit den viel mehr Manövern habe ich aber auch gar nicht so empfunden. Also eindeutig ist der Stellenwert von Dodges bei Bloodborne größer als bei Lies of P. Aber es gibt ja eben trotzdem mächtige Parrys. Welche Manöver meinst du sonst?
    In Lies of P hab ich viel mehr auf meine Positionierung geachtet, wo ich stehe im Vergleich zum Boss - weil man so einige Angriffe auch outrangen kann. Das ist bei FromSoft-Spielen sehr oft keine Variable, weil der Dodge (oder Parry in Sekiro) so mächtig sind. Auch einfach abwehren kann in einigen Fällen deutlich vorteilhafter sein, wenn das Parry Window sehr tight ist. Inwiefern letzteres eine Möglichkeit ist hängt jetzt vom FromSoft-Spiel ab, aber wir sprechen hier ja primär über Sekiro und Bloodborne *g*

    Bei den Mechaniken stimme ich Dir bedingt zu. Was ich Lies of P definitiv absolut anrechne: Man hat deutlich mehr Möglichkeiten, aber das Spiel fühlt sich trotzdem ziemlich balanced an. Es ist zumindest mir nichts aufgefallen, was das Game total bricht (Du hattest zumindest eine Sache beschrieben, die es wohl deutlich einfacher machen kann, aber das hatte ich nicht - wenns nicht eh vom DLC ist xD). Das ist wirklich selten, dass man so viel Polish im Balancing erlebt, und das rechen ich massiv hoch an.
    Aber ja, ich finde ein reduzierteres System wie bei Bloodborne auch sehr sympathisch. Was man bei LoP meiner Meinung nach hätte entfernen können ist der Skilltree. Das ist son bisschen ein "wir müssen das im Spiel haben, weil jedes AAA Spiel sowas hat!"-Ding. Die Gadgets finde ich schon ziemlich cool.
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    …mochte ich zum Beispiel gerne. Also natürlich würde ich keine Sekunde lang sagen, dass der Combat wirklich besser ist als bei Lies of P oder so. Aber dafür fühlt er sich bei Code Vein eben auch von Beginn an komplett anders an. Natürlich ist das auch ein Soulslike, fühlt sich aber nicht an, als wolle es Dinge genau so machen wollen (oder auch nur können ), daher kein Mislead. Vielleicht ist das auch ein Ding, um mein Urteil präziser zu machen: Lies of P ist, technisch, in dieser Hinsicht fast zu gut.
    OK, ich hab echt ein wenig gesessen und das Argument durchdacht. Mir sind hier zwei Auslegungen eingefallen, die es in Kombination erklären. Vielleicht.
    1. Du argumentierst hier im Sinne der Uncanney Valley - es ist so dicht an Bloodborne dran, dass die Differenzen immer offensichtlicher und "problematischer" werden. Finde ich psychologisch irgendwo verständlich, sie haben sich ja der Bloodborne-Ästhetik bedient. Potenziell bedeutet das natürlich, dass die Abweichungen zu Bloodborne abgestraft werden und man das Spiel weniger als das sieht, was es ist - was Du auch recht klar machst in Deiner Argumentation.
    2. Mein gut instinct war, zu sagen "Warte, Code Vein kopiert doch das Gameplay von Dark Souls 2, machts aber schlechter - inwiefern ist das komplett anders?" Aber ich glaube, wir reden hier zu nem Teil aneinander vorbei? Wenn Du sagst "komplett anders" meinst Du die ganze Ästhtetik und Vibe des Spiels, oder? Nicht das Gameplay selber. Es ist daher im obigen Sinne so, dass das Spiel weit von der Uncanney Valley für Dich weg ist, so dass gar keine Vergleiche aufkommen. Kann ich auch psychologisch erkennen,

    Aber gerade das "kein Mislead" halte ich hier für ein ziemliches Ding. Code Vein hat sich *offensichtlich* den Hype um Souls zu Nutze gemacht, um eine billigere Version der FromSoft-Titel rauszubringen. Es nutzt auch bewusst bestimmte ästhetische Kniffe, nur halt auf ne sehr stumpfe und oberflächliche Art. Tatsächlich finde ich, dass das Spiel viel härter als Lies of P abgestraft gehört dafür, dass sie auf nen Bandwagon aufgesprungen sind, ohne wirklich tief zu verstehne, wie die Spiele eigentlich ticken. Oder, anders gesagt: Ich hab mich von dem Spiel schon n bisschen verarscht gefühlt, wie platt und substanzlos es letztendlich ist, im Vergleich zu FromSofts-Werken - und das auf so ziemlich allen Ebenen.
    Ich finde auch, dass es ein Trugschluss ist, von der Ästhetik und dem groben Gameplay direkt darauf zu schließen, dass sich das Spiel sicherlich genauso spielt wie das Werk, was es (mehr als offensichtlich) inspiriert hat. Das kann man jetzt ad populum argumentieren, aber das macht es nicht unbedingt stärker, dass mehr Leute mit Vorstellungen rangehen, die nicht ganz zum Endprodukt passen.

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    Zum Thema der Schwierigkeit und Bewertung[...]Aber ich bin ja kein journalistischer Output. Ich mache hier nicht das Versprechen, Spiele fair zu bewerten oder sie für eine neugierige Öffentlichkeit möglichst neutral anzugehen. Ich gebe meine Spielerfahrung und meine Meinung preis.
    Mir musst Du von dem Wert von Subjektivismus nichts erzählen, meine halbe Challenge besteht daraus. Oder, anders gesagt: Wenn einer nen "gebt mir eure größten Hot Takes"-Thread auf Reddit aufmacht, muss ich da nur meine ganz normalen Meinungen reinposten
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    Genau so wie ich ja auch Umamusume eine bessere Wertung gebe als Lies of P. Dahinter steckt ja nicht die Behauptung, dass Ersteres wirklich das bessere Spiel wäre. Sondern die, dass es mir mehr gegeben hat.
    Ich meine - wir werten da ja ähnlich. Wenn Du Dir meine Tier-List angesehen hast, da waren ja auch die Spiele oben, die mir was besonderes gegeben haben. Da liegen wir ja sehr dicht zusammen, was die Idee angeht - auch wenn wir natürlich andere innere Maßstäbe haben, nach denen wir das einorn
    Das ist aber auch die Gefahr von Zahlenwertungen und wieso ich keine vergebe. Sobald Du eine Wertung gibst, suggeriert das psychologisch eine Mess- und Vergleichbarkeit. Da kann man noch so sehr sagen, dass man nicht untereinander vergleichen soll - unterbewusst wird mans immer machen. Und *was* die Zahlen bedeuten, dass ist ja dann noch mal ne fundamental andere Frage.
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    Zu Elden Ring kann ich gar nicht so viel sagen. Der Open World-Faktor hat mich bislang immer noch genug abgeschreckt, um das gar nicht erst anzufangen. Irgendwann…
    Ich würd sagen: Lass es lieber. Also wenn Dir Open World nichts gibt, denn die ist klar der Star vom Spiel. Ansonsten hast Du halt einfachere Gebiete und härtere Bosse - im Prinzip das, was auch eine Kritik von Dir an Lies of P ist. Meiner Meinung nach sind die Level in Elden Ring sogar noch einfacher als die aus Lies of P.



    @Ori:
    Irgendwie war die Reihe für mich immer nur "ok". Die Atmosphäre konnte mich nicht so packen, wie viele andere anscheinend. Die Story ist halt niedlich aber hat mir auch wenig gegeben. Teil 1 mochte ich aber noch mehr als 2, weil es mehr Alleinstellungsmerkmale hatte. Klunky erwähnt da ja schon was. Besonders die Escape-Sequenzen waren zwar bockschwer, aber richtig cool inszeniert und wie so kleine Plattforming Puzzle. Ich mochte es auch total gerne, dass man so ein indirektes Kampfsystem hatte, das hat es wirklich frisch gemacht. Ori 2 ist - wie Klunky das beschreibt - halt einfach nur irgendein Metroidvania, mit allem, was man davon erwartet. Halt sehr poliert und glattgeschliffen, aber IMO auch nicht viel mehr.

    Und da will ich mal sagen: Wenn man ein gutes, geschliffenes, plattformlastigeres Metroidvania will, dann sollte man sich eher Prince of Persia - The Lost Crown geben. Das hat sogar für Metroidvania-Verhältnisse ziemlich coole Fähigkeiten, die man nicht überall sieht.

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