Geändert von ~Jack~ (Heute um 04:42 Uhr)
Spielzeit: 11:27h, mit circa der Hälfte an Secrets
Blood Omen ist der erste Teil der Legacy of Kain Reihe, für mich aber der letzte Teil der mir gefehlt hat. Und ich trage das hier in der Challenge ein weil es häufig mit The Legend of Zelda verglichen wird. Und so als topdown Action Adventure mit einigen Dungeons, Bosskämpfen und Upgrades hat es durchaus Ähnlichkeiten damit. Die Rätsel sind allerdings durch die Bank extrem simpel da man meistens nur Schalter drücken muss die mal mehr und mal weniger gut versteckt sind, aber häufig leuchten. Es gibt nur ein paar wenige Stellen wo man die richtige Kombination aus Schaltern drücken muss. Darüber hinaus muss man nur schauen wie man an all den Fallen in den Dungeons vorbeikommt, wie Stacheln die aus der Wand schießen oder Stachelbälle die in bestimmten Mustern durch die Gegend fliegen.
Es gibt außerdem immer wieder Dungeons in denen man neue Fähigkeiten erlernt, wie Gedankenkontrolle, und diese Fähigkeit nutzen muss um das Dungeon wieder verlassen zu können. Bosskämpfe gibt es in diesen Dungeons aber nicht. Und die sind generell sehr rar gesät obwohl das Spiel von der Prämisse her so klingt als ob man sich von einem Boss zum nächsten durchkämpfen müsste. Man spielt hier nämlich den Edelmann Kain, der zu Beginn des Spiels von Banditen überfallen und ermordet wird, nur um kurz darauf vom Nekromanten Mortanius als Vampir wiederbelebt zu werden. Obwohl er die Banditen kurz darauf ermordet und seine Rache somit erledigt zu sein scheint, stellt sich allerdings heraus dass einer der Wächter der Säulen von Nosgoth für seine Ermordung verantwortlich war. Und als er die Säulen aufsucht findet er heraus, dass alle Säulen korrumptiert sind, weil deren Wächter dem Wahnsinn verfallen sind. Das Ziel des Spiels besteht also darin alle Wächter der Säulen zu töten um die Säulen und somit das Gleichgewicht von Nosgoth wiederherzustellen.
Man sollte also von ausgehen dass es für jede der neun Säulen ein Dungeon gibt durch die man sich Stück für Stück kämpfen muss. Und auf die ersten beiden Dungeons trifft das durchaus zu. Danach muss Kain sich aber zum Orakel von Nosgoth durchkämpfen, dann durch das Anwesen des Vampirs Vorador, und da musste ich auf halbem Wege backtracken da ich ohne Gedankenkontrolle nicht weiterkam und erst mal Nebendungeons erforschen musste. Erst danach geht es ins nächste Hauptdungeon, wo den Entwicklern scheinbar eingefallen ist worum es eigentlich gehen sollte, weswegen sie drei Wächter auf einmal in das Dungeon geworfen haben. Danach geht es zwar direkt zum nächsten Boss, nachdem man sich durch eine große Stadt und ein noch größeres Dungeon gekämpft hat, aber vor dem Finale gibt es plötzlich eine eine umfangreiche Nebenstory die man abschließen muss bevor es schnurstracks zum Finale geht, welches wenige Minuten später bereits vorbei ist.
Die Screenshots musste ich mir leider aus anderen Quellen borgen, da das Spiel, zumindest mit Fanpatch, es scheinbar nicht mag wenn man Screenshots von macht. Die meisten davon sind nämlich schwarz.
Das Pacing und die Struktur der Story lässt also zu wünschen übrig. Sie wird außerdem erst im Finale ein klein wenig komplex, aber da anschließend nur noch zwei Bosskämpfe ohne Dungeons folgen wird dieser Aspekt der Story nur sehr oberflächlich behandelt. Erst in den Sequels wird näher drauf eingegangen. Das Spiel versucht zwar durchaus eine Story zu erzählen und die Sprecher liefern eine ordentliche Performance ab, die meisten Charaktere trifft man aber nur ein oder zweimal (und sieht sie eventuell in Zwischensequenzen), weswegen keine Zeit bleibt sie zu entwickeln oder eine Beziehung zwischen ihnen und Kain aufzubauen. Ich finde es außerdem etwas befremdlich dass ein wichtiger Sprecher aus Soul Reaver hier zwei komplett andere Charaktere spricht die aber trotzdem sehr nach seiner Rolle in Soul Reaver klingen.
Ich bin außerdem kein Fan des Gameplay, welches scheinbar mit der Philosophie designt wurde dass Spieler vermutlich tausend Tode sterben werden, weswegen die Entwickler das Herz der Dunkelheit eingebaut habe, ein Item das Kain nach seinem Tod mit einer kümmerlichen Menge an HP wiederbelebt. Falls man es schaffen sollte das Herz zu benutzen bevor man stirbt, dann regeneriert es allerdings eine ordentliche Menge an HP. Und es damit die beste Heilquelle im Spiel. Automatische Heilung gibt es nämlich nicht. Stattdessen verliert Kain zunehmend HP, was durch Regen oder Schneefall noch verstärkt wird. Man kann ansonsten noch Gegner aussaugen, oder Menschen die in Dungeons gefangen sind (wovon es überraschend viele gibt, was ein bisschen absurd und somit sehr gamey wirkt). Das Problem ist nur dass viele Monster die in den Dungeons lauern kein Blut besitzen das Kain aussaugen könnte. Es ist zwar durchaus möglich sie mit Magie auszusaugen, deren Blut ist allerdings giftig und rafft Kain innerhalb kürzester Zeit dahin wenn er nicht schnell ein Gegengift trinkt. Ich finde es allerdings interessant dass es bereits in diesem Teil diese seltsame Telekinese-Blutaussauge Technik gibt. Im Gegensatz zu typischen Vampiren beißt Kain seine Opfer nämlich nicht, sondern saugt deren Blut wie durch einen unsichtbaren Strohhalm durch die Luft ein
Die Waffen lassen leider ebenfalls zu wünschen übrig.
- Das Schwert als Starterwaffe ist okay, aber nicht besonders effektiv.
- Der Streitkolben kann Gegner lähmen und ist somit sehr nützlich um Gegner auszusaugen. Bei Bosskämpfen und Monstern ist er dementsprechend aber nicht zu empfehlen.
- Die Äxte sind beschissen weil sie Kain daran hindern Magie zu verwenden und es so lange dauert sie zu schwingen dass die Gegner einen meistens vorher treffen und somit den Angriff unterbrechen. Sie lohnen sich nur dann wenn man ein paar Mal ins Leere schlagen kann, weil Kain anschließen durch die Gegend wirbelt und seine Gegner in Windeseile zu Schaschlik verarbeitet. Selbst da kann es allerdings passieren, dass die Gegner einen aus dem Wirbel rausschlagen bevor man sie treffen kann. Wenn man die Äxte später mit der Rüstung kombiniert die automatisch Blut aussaugt, können sie zwar durchaus praktisch sein, aber selbst da ist der Streitkolben die sicherere Wahl.
- Das Flammenschwert ist ganz cool, verwandelt aber jeden Gegner zu Asche und lässt keinen Tropfen Blut zurück. Ist also eine schlechte Wahl wenn man sich heilen will ohne ein Herz der Dunkelheit zu nutzen.
- Der Soul Reaver kann normale Gegner oneshotten, frisst allerdings enorme Mengen an Magie, und sobald die Leiste auf null droppt lohnt er sich verglichen mit dem Feuerschwert nicht mehr. Genau wie die Äxte blockiert er außerdem jegliche Magie, was extrem unpraktisch ist es da es einen Bosskampf gibt bei dem man ständig ge-oneshottet wird wenn man versucht den Boss ohne Schildmagie anzugreifen. Dieser Boss trifft einen außerdem bevor man es überhaupt schafft den Soul Reaver zu schwingen.
Neben den Waffen und diversen Zaubern gibt es aber noch lauter Items die man ebenfalls als Waffe verwenden kann und das auch tun sollte, weil man dadurch viele Gegner aus der Ferne töten kann. Ansonsten sind Gegner die ebenfalls aus der Ferne angreifen nämlich richtig furchtbar, weil die mehrere Treffer landen können bevor man in Nahkampfreichweite kommt.
Zauber können ganz nice sein, wie einer der alle Gegner in Reichweite aussaugt, aber das Balancing lässt teilweise zu wünschen übrig. Im Gedankenkontrolle Dungeon musste ich zum Beispiel ständig darauf warten dass sich meine Magie regeneriert hat, da der Zauber absurde Mengen an Magie frisst und einige Male verwendet werden muss. Es gibt zwar ein Batterie Item mit dem man kurzzeitig unbegrenzt Magie erhält, ich hatte seit Beginn des Spiels aber nur fünf davon erhalten und sobald die Batterie ausläuft verliert man alle seine Magie. Sprich bei Gedankenkontrolle reicht es für genau eine Anwendung. Danach musste ich es noch schaffen unversehrt an Gegnern oder Fallen vorbeizukommen, und letztere haben mein Opfer leider mehrfach getötet bevor ich den Schalter am anderen Ende erreichen konnte.
Über das komplette Spiel hinweg sind außerdem viele Secrets versteckt, darunter HP und Magie-Upgrades, von denen ich laut Endgame Statistik nur ein bisschen mehr als die Hälfte gefunden habe. Ein paar dieser Secrets sind allerdings furchtbar implementiert, weil man die nur bei Vollmond erreichen kann. Ich habe kurz vor Schluss vor einem dieser Eingänge gecampt (weil ich mir nicht sicher war ob ich später nochmal zurückkommen kann) und mit Cheat Engine das Spieltempo auf 20x erhöht und musste trotzdem mehrere Minuten warten bis ein kompletter Zyklus vorbei war. Mithilfe der Fledermaus Schnellreise könnte man zwar ein paar dieser Orte in einem Rutsch abarbeiten, viel Zeit hat man allerdings nicht dafür. Die Weltkarte ist von der Steuerung her außerdem grauenhaft, da man irgendwie mit der Tastatur zwischen all den Orten herumspringen muss, meine Auswahl aber ständig woanders hingesprungen ist als geplant, wodurch ich an einer Stelle dachte dass ich einen Teleporter verpasst und mich gesoftlockt hätte. Ich bin anschließend extra nochmal durchs vorherige Dungeon gelaufen, nur um feststellen zu müssen dass ich die Bosskammer nicht mehr betreten konnte. Mit Maus hätte das wesentlich besser funktioniert.
Das Hauptmenü ist ebenfalls seltsam designt, weil es auf den ersten Blick keine Möglichkeit gibt einen Spielstand zu laden. Das Menü dafür ist nämlich unter Optionen versteckt, aus welchem Grund auch immer. Und dadurch ist es mir beim Übersprungen der Logos ein paar Mal passiert dass ich ausversehen ein neues Spiel gestartet habe.
Es war also durchaus interessant Blood Omen endlich gespielt zu haben, aber wirklich Spaß hatte ich am Gameplay leider nie. Die Bosskämpfe können das leider auch nicht ausgleichen, da nur zwei von ihnen nennenswerte Taktiken verwenden. Einer der Bosse war außerdem nach zwei Treffern bereits tot, was sehr bizarr war
Die Story ist außerdem nie so gut wie in Soul Reaver und wird nur mit Wissen aus den Nachfolgern etwas interessanter.
Blood Omen wäre also ein Spiel das eindeutig von einem Remake profitieren könnte. Nicht nur um das Gameplay zu verbessern, sondern um die Story weiter auszubauen.
Geändert von ~Jack~ (23.01.2026 um 07:22 Uhr)
Ulkig, ich hatte es vor ~15(?) Jahren probiert, nachdem ich von den Soul Reavers spielerisch eher enttäuscht war, und es hat mich VOLL abgeholt! Durchgekommen bin ich allerdings auch nicht, weil ich irgendwo einfach steckengeblieben war. ^^
Lief auch richtig cool auf der PSX!
Du schreibst das, als wäre es eine logische Kette von Ereignissen, aber hätte er nicht genauso gut einfach nach Hause gehen können um sich ne Stulle zu genehmigen? xDZitat von ~Jack~
Daran, dass man permanent Leben verliert, erinner ich mich auch gut! Prinzipiell ist das ja nette Immersion, aber wie Du auch schreibst - sorgt es für Design, was dann auch wieder Immersion irgendwie bricht, also eigentlich kein Win xDZitat
Und das mit dem remote Aussagen fand ich auch super weird. Frag mich, ob das einerseits gemacht wurde, um sich Animationen (und damit ggf. Clipping von den Modellen) zu ersparen und andererseits es einfach ein netteres Design ist, dass man nicht immer direkt hinrennen muss.
An sich hast Du schon wieder ein wenig Bock gemacht, das noch mal reinzulegen - auch wenn Du es vermutlich gar nicht verkaufen wolltest *g*
Bin aber gerade mit nem anderen jankingen Game bedient.
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Voradors Anwesen mangels Gedankenkontrolle? Ansonsten gibt es nur ein paar Schalter-Kombinationsrätsel wo man eventuell festhängen könnte, vor allem weil das Spiel einem nie sagt dass bestimmte Kombinationen nötig sein könnten um weiterzukommen.Zitat von La Cipolla
Das Spiel hat aber zumindest nicht so viele Blockschieberätsel wie Soul Reaver, also könnte ich durchaus verstehen warum einem Blood Omen mehr gefallen könnte
Das Gameplay ist aber generell einer der schwächeren Aspekte der Legacy of Kain Reihe, auch wenn Soul Reaver, wenn mich meine Erinnerungen nicht täuschen, ein paar nette Rätsel hat (außer all den Schieberätseln). Ich würde die Reihe also hauptsächlich für die Story empfehlen. Blood Omen hat davon nur leider nicht genug als dass es die Schwächen des Gameplay ausgleichen könnte.
Ich habe die Story auch nur grob zusammengefasst. Der eigentlich Kontext ist dass Kain bei den Säulen den Geist von Ariel trifft, der ermordeten Wächterin der Säule des Gleichgewichts, deren Tod ihren Liebhaber Nupraptor in den Wahnsinn getrieben hat. Und da Nupraptor der Wächter der Säule Verstand ist, hat sich dessen Wahnsinn auf alle anderen Wächter übertragen. Und deswegen bittet Ariel Kain um Hilfe die Säulen wiederherzustellen, da Nosgoth ansonsten zum Untergang verdammt ist.
Man darf Kains Heimatort im Laufe des Spiels aber tatsächlich besuchen! Ich habe allerdings keine Ahnung wo er dort gewohnt haben soll und Kain erwähnt auch nie was drüber. Einfach nur eine Stulle zu essen wäre außerdem nicht so einfach. Nicht nur weil Vampire vermutlich keine Stullen essen, sondern weil der Ort von einer Seuche heimgesucht wurde und Berge von Leichen in den Straßen liegen.
Ich habe gerade keine Ahnung was du meinst.
Wenn du vorhast Soul Reaver zu spielen, dann könnte es durchaus nicht schaden Blood Omen ebenfalls spielen um den kompletten Kontext für die Story von Soul Reaver zu erfahren. Gewisse Ereignisse und Charaktere aus Blood Omen spielen ja später nochmal eine Rolle, darunter Ariel. Ich bleibe allerdings bei meiner Meinung dass es nicht unbedingt nötig ist Blood Omen zu kennen um Soul Reaver zu verstehen. Es ist aber ganz nett wie scheinbar nebensächliche Aspekte des Spiels später an Bedeutung gewinnen.
Geändert von ~Jack~ (26.01.2026 um 11:35 Uhr)
Geändert von Sylverthas (25.01.2026 um 14:25 Uhr)
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Blood Omen habe ich irgendwann mal gespielt, aber an mehr als ein paar einzelne Elemente erinnere ich mich eigentlich nicht mehr. Wollte eigentlich danach mit Soul Reaver (und eventuell weiteren Teilen der Reihe) weitermachen, bin aber irgendwie nicht dazu gekommen (nein, habe nicht wegen BO darauf verzichtet).
Ah, da hätte ich auch selbst drauf kommen können
Klingt so als ob 2026 das perfekte Jahr für eine Legacy of Kain Challenge wäre!Zitat von Liferipper
Ich will die Reihe auch nochmal spielen, zumindest das Remaster von Soul Reaver 1 und 2 und dann mal schauen ob noch mehr kommen.
Hab mich auch kürzlich über den Kickstarter Comic informiert, aber der war scheinbar beschissen dank eines Self Insert Characters der lauter Dinge erklärt die keine Erklärung benötigt hätten. Falls es irgendwann noch ein Sequel geben sollte, dann ist also hoffentlich nicht der Schreiber des Comics dran beteiligt. Die negative Resonanz zum Comic sollte aber Grund genug sein Amy Hennig zurückzuholen damit sie die Reihe auf würdige Art und Weise abschließen kann.
Geändert von ~Jack~ (25.01.2026 um 23:23 Uhr)
Spielzeit: 32:41h, mit einem von zwei Endings.
Shuten Order ist eine Visual Novel die zumindest teilweise von Kazutaka Kodaka geschrieben wurde, dem Schöpfer von Danganronpa. Falls die Angaben auf VNDB stimmen, dann hat er allerdings nur den Prolog und eine einzige Route geschrieben, von daher sollte man kein zweites Danganronpa erwarten. Es geht hier zwar ebenfalls darum einen Mordfall aufzuklären, die Hinweise auf den Täter muss man aber über das komplette Spiel hinweg sammeln bevor es im Finale endlich zur Verhandlung geht.
Das interessante an diesem Mord ist allerdings, dass das Opfer und der Detektiv ein und die selbe Person sind: Rei Shimobe, Gründerin des Shuten Orders, eine religiöse Organisation die das Ende der Welt herbeisehnt. Nach ihrer Ermordung kommt Rei aber in einem Hotel wieder zu sich, wo ihr zwei Engel erzählen dass sie von Gott wiederbelebt wurde und drei Tage Zeit hat ihren Mörder zu finden damit sie als wahrhaftiger Gründer des Shuten Orders wiederbelebt werden kann. Bis dahin hat sie nur einen temporären Körper zur Verfügung der nach Ablauf des Zeitlimits zu Asche verbrennt. Sie besitzt außerdem keine Erinnerungen an ihre Zeit als Gründer des Ordens.
Um ihren Mörder zu finden muss Rei die Macht Gottes nutzen, die enthüllen soll welcher der fünf Minister des Shuten Orders sie ermordet hat. Das Spiel ist dementsprechend in fünf Routen unterteilt die jeweils einem Ministerium gewidmet sind. Das besondere an diesen Routen ist allerdings, dass jede Route mit einem anderen Genre experimentiert, auch wenn sie das Visual Novel Gameplay nie komplett über Bord werfen. Jede dieser Routen ist außerdem essenziell für die Story. Es ist also nicht so als ob man eine Route spielen und damit eine komplette Story erleben würde.
Falls sich jemand fragen sollte wie Rei ihren Mord untersuchen soll wenn die Minister eigentlich wissen sollten wie der Gründer des Ordens aussieht: Kein Problem, Rei trägt eine Maske die eine Hälfte ihres Gesichts verdeckt und ist damit perfekt getarnt und kann nicht entlarvt werden!
Dass man die Reihenfolge der Routen frei wählen kann, könnte allerdings problematisch sein. Ich bin jedenfalls froh, dass ich die Ministry of Health Route als letztes gespielt habe, weil es im Finale eine gewaltige Enthüllung gibt die in den anderen Routen nur vage angedeutet wird. Wenn man diese Route zuerst spielen sollte, dann dürfte es also das komplette Spielerlebnis beeinflussen.
Ministry of Education (5:11h)
Eine Route die als Romantic Adventure betitelt wird und dementsprechend als eine Art Dating Sim abläuft. Das besondere ist allerdings dass Rei direkt zu Beginn von der Ministerin vergiftet wird und anschließend herausfinden muss welches von drei Mädchen die verkleidete Ministerin ist damit sie das Gegengift erhält.
Es wird allerdings direkt zu Beginn klar dass diese Mädchen allesamt wahnsinnig sind, weswegen ich diese Route akkuraterweise als "Romantic Yandere Adventure" bezeichnen würde. Die Route versucht aber trotzdem diese Mädchen einigermaßen interessant und ansprechend zu gestalten, was teilweise ganz gut funktioniert.
Bei fünf Stunden auf drei Mädchen verteilt kann das Spiel aber nicht so sehr ins Detail gehen wie längere Romance Visual Novels, zumal der Prolog ebenfalls einige Zeit dauert, weswegen die eigentlich Zeit pro Mädchen noch viel kürzer ist.
Das Gameplay ist außerdem sehr Trial & Error lastig, da man in jeder Phase versuchen muss das Mädchen in einem Raum einer Schule zu finden damit man die Beziehung zu ihr festigen kann. Alle anderen Räume sind komplette Zeitverschwendung. Da sind zwar andere NPCs drin mit denen man reden kann, aber wenn man zu lange braucht um die Beziehung aufzubauen, dann geht man am Ende des Tages Game Over.
Die Mystery Storyline der Route fand ich außerdem extrem offensichtlich, auch wenn das Spiel versucht noch einen Curveball zu werfen um Spieler von der Wahrheit abzulenken.
Insgesamt würde ich diese Route aber als eine der schwächsten des Spiels bezeichnen.
Ministry of Science (7:07h)
Die längste Route im Spiel und eine die mich theoretisch richtig gut hätte unterhalten können, da sich das Gameplay scheinbar an 428 Shibuya Scramble oder dessen Vorgänger Machi orientiert.
Man springt hier nämlich ständig zwischen mehreren Charakteren hin- und her, deren Aktionen die Routen der anderen Charaktere beeinflussen, was man als Spieler dazu nutzen muss um lauter Bad Endings zu vereiteln.
Die Route ist aber bei weitem nicht so lustig oder seltsam wie 428 Shibuya Scramble und man kämpft die meiste Zeit nur gegen wilde Tiere obwohl es eigentlich darum geht Terroristen/Heretiker zu stoppen bevor sie das Herz der Anlage erreichen.
Einer der Charaktere verbringt außerdem fast die komplette Route im selben Raum, was alles andere als interessant ist.
Erst gegen Ende wird die Story endlich interessant und schafft es zumindest einen der Charaktere mithilfe einer tragischen Hintergrundstory sehr gut zu entwickeln.
Aufgrund der Länge der Route ist das aber viel zu viel Zeit die man investieren muss um zum interessanten Teil der Story zu kommen.
Ministry of Security (3:35h)
Eine Stealth Action Horror Route in der Rei ständig von einem Serienmörder namens Nephilim gejagt wird. Das Gameplay dieser Abschnitte wird in isometrischer Perspektive dargestellt, lässt in Sachen Stealth aber zu wünschen übrig.
Man kann nämlich nicht schleichen und Nephilim auch nicht ablenken. Das einzige was man tun kann ist nicht von ihm gesehen zu werden, ansonsten startet eine Verfolgungsjagd die erst dann endet wenn man in ein Versteck schlüpft. Die Jagd endet damit aber augenblicklich.
Ich habe es nur ein einziges Mal erlebt dass Nephilim anschließend noch die Umgebung abgesucht hat bevor er sich verpisst hat. Während man verfolgt wird kann man außerdem Rollladen aktivieren um Nephilim kurzzeitig aufzuhalten, aber soviel bringt das nicht. Von der Präsentation her sind diese Abschnitte aber ganz nice.
Zwischendrin gibt es außerdem ein paar Rätsel die man lösen muss, darunter eins wo man Rohre miteinander verbinden muss. Sind ganz okay, ich hing an einem der letzten Rätsel aber eine Weile fest bis ich endlich die richtige Kombination finden konnte.
Aufgrund der Kürze der Route hat sie allerdings nur sehr wenig Story und so gut wie keine neuen Charaktere, wodurch man nur die Ministerin einigermaßen kennenlernt.
Obwohl diese Route scheinbar von Kodaka geschrieben wurde, hat sie außerdem nur sehr wenige Twists zu bieten. Die sind zwar ganz okay, aber mehr auch nicht.
Ministry of Justice (4:45h)
Eine Route die sich anfangs wesentlich mehr auf Reis Mord fokussiert als alle anderen Routen, was ganz interessant war.
Aufgrund der Informationen die ich bis zu diesem Zeitpunkt erhalten hatte, wusste ich allerdings bereits mehr oder weniger wie der Mord abgelaufen ist. Das einzige was mir noch fehlte war die Identität des Mörders.
Bevor der Minister gewillt ist mehr über den Mordfall zu enthüllen muss er sich allerdings um einen Erbschaftsfall einer reichen Familie kümmern und heuert Rei als neutralen Zeugen an.
Im Anwesen dieser Familie finden in den nächsten Tagen aber mehrere Morde statt die Rei versuchen muss zu lösen. Das ist vom Gameplay her nicht sonderlich interessant oder komplex, erfüllt aber seinen Zweck.
Die Story ist außerdem in Ordnung, ich fand aber so gut wie jeden Aspekt der Morde viel zu offensichtlich. Ich hing nur an ein einzelnen Schritten fest die mich manchmal dazu gezwungen haben einen Spielstand zu laden, da man sich nur eine begrenzte Menge an Fehlern erlauben darf.
Ministry of Health (5:22h)
Ein Extreme Escape Adventure das ich mir bis zum Schluss aufgehoben habe da sich dessen Story um ein Death Game dreht.
Ich hatte in Sachen Gameplay allerdings sowas wie Zero Escape erwartet, mit einigen Räumen in denen man eine Vielzahl von Rätseln lösen muss.
Stattdessen ist eine Art First Person Dungeon Crawler dessen Dungeon, trotz Abzweigungen, furchtbar linear ist.
Ab und zu muss man außerdem Rätsel lösen um Türen zu öffnen, was an sich ganz okay ist. Es gibt allerdings nur drei Arten von Rätseln die immer und immer wieder in etwas komplexerer Form recycelt werden, darunter die furchtbarste Art von Rätsel überhaupt: Schieberätsel bei denen man ein Bild vervollständigen muss. Und diese Rätsel muss man allesamt unter Zeitdruck lösen!
Es gibt nur einen einzigen Raum in dieser Route der tatsächlich an Zero Escape erinnert. Aber obwohl es da mehr Rätsel gibt, werden die vorherigen Rätsel ebenfalls recycelt. Und die waren diesmal so komplex dass ich sicherlich ne halbe Stunde dran gehangen habe.
Das Death Game ist aber ganz okay (auch wenn es von einem VTuber gehostet wird) und dreht sich in der ersten Runde darum dass jeder Spieler eine Nummer von 1 - 20 erhalten hat und versuchen muss einen Spieler mit einer niedrigeren Nummer zu finden damit sie diesen durch Berührung elimineren können. Die Spieler kennen ihre eigenen Nummern allerdings nicht.
Das große Problem dieses Death Games ist allerdings dass die Route so gut wie keine Zeit damit verbringt die Teilnehmer zu entwickeln, wodurch in der ersten Runde lauter Charaktere sterben die man überhaupt nicht kennenlernen kann.
Danach wirkt es zwar so als ob die Story sich endlich auf die Charaktere fokussieren würde, kurz darauf wird man aber direkt in die zweite Runde geworfen und erneut von den Charakteren getrennt. Und daraufhin sterben noch mehr Charaktere nachdem Rei so ein Gespräch mit ihnen hat.
Ich fand es an dieser Stelle außerdem ganz schön absurd dass Rei selbst von einem kleinen Kind überwältigt wird
Das Finale dieser Route ist aber ganz gut und hat wie bereits erwähnt eine gewaltige Enthüllung zu bieten, weswegen ich empfehlen würde diese Route als letzte zu spielen.
Finales Kapitel (5:11h)
Das Kapitel in dem es endlich darum geht Reis Mord im Rahmen einer Verhandlung aufzuklären. Ist von der Präsentation her nicht so packend wie in Danganronpa, die Musik sorgt aber trotzdem für eine spannende Atmosphäre.
Nach dem Prolog dieser Route wird manuelles Speichern außerdem permanent deaktiviert, was ebenfalls zur Spannung beitragen könnte, aber nicht so unfair ist wie es klingt.
Sollte man einen Fehler machen darf man nämlich zu Beginn des letzten Abschnitts weitermachen. Die Fehler die man bereits gemacht hat werden dabei außerdem komplett getilgt, wodurch man sich nicht durch den Rest der Verhandlung durchquälen muss.
Die Verhandlung dauert allerdings nur circa eine Stunde und danach geht die Route noch einige Stunden weiter. Macht von der Story her durchaus Sinn und ist von der Präsentation her ganz nice.
Ich hatte außerdem nie den Eindruck dass die Story sich unnötig in die Länge ziehen würde. Einzig der Epilog ist ein klein wenig grenzwertig da er circa eine halbe Stunde dauert.
Mein großes Problem mit dem Finale ist allerdings das Gameplay. Obwohl das Spiel über alle Routen hinweg viel mit unterschiedlichen Genres und Gameplay-Elementen experimentiert hat, kommt im Finale so gut wie nichts davon zum Einsatz. Hier wäre also noch viel mehr drin gewesen um die Story auf bombastische Art und Weise abzuschließen.
Da das Spiel zwei Endings besitzt und direkt nach der letzten Entscheidung einen Autosave anlegt, müsste man allerdings das komplette Finale nochmal spielen um das andere Ende und damit das letzte Achievements freizuschalten.
Fazit
Im Großen und Ganzen würde ich sagen, dass Shuten Order ganz okay ist. Dass jede Route mit anderen Genres experimentiert ist zwar ganz nett, sorgt allerdings dafür, dass sich alle Routen nur sehr mittelmäßig anfühlen. Es ist also, wie man auf Englisch sagen würde, ein Jack of all trades, master of none.
Das Finale ist zwar der beste Abschnitt des Spiels, hätte aber wie bereits erwähnt noch besser sein können wenn die Entwickler zumindest versucht hätte alle Elemente der vorherigen Routen in dessen Story zu integrieren.
Geändert von ~Jack~ (22.02.2026 um 14:36 Uhr)
Shuten Order hab ich auch auf meiner Wunschliste, da das gerade mit den verschiedenen Gameplay Arten eigentlich echt interessant aussah. Kann man fürs zweite Ende denn irgendwas skippen? Ich hab da gerade ganz gruselige 999 Vibes, wo man absolut nix skippen konnte und sich durch jedes Puzzle erneut arbeiten musste. Text war zwar instant, aber nen richtigen Skip Button gabs auch nicht. Da Lob ich mir den Zeitstrahl von Virtue's Last Reward. xD
Es gibt eine Taste um Texte zu skippen, ja. Man muss aber trotzdem die komplette Verhandlung nochmal machen. Und kurz darauf gibt es eine längere Sequenz bei der man ebenfalls mehrere richtige Entscheidungen treffen muss um sie erfolgreich abschließen zu können.
Dauert garantiert keine fünf Stunden, aber ein bisschen Zeit muss man trotzdem investieren. Alternativ könnte man natürlich schauen wo das Spiel die Savegames speichert und vor der letzten Entscheidung (die extrem offensichtlich ist) ein Backup von machen.
Irgendwie kommt mir das Fazit so vor, wie ich so einige der neueren Spiele von Kodaka in Erinnerung habe. World's End Club war auch so ein Spiel, was sich in vielerlei Gameplay versucht hat, aber das war so seicht, dass es fast irrelevant wurde. Master Detective Archive hatte mich am Anfang nicht wirklich gepackt, aber vielleicht steigert sich das ja. Und jetzt Shuten Order.
Lediglich Last Defense Academy sticht da heraus, und sei es nur wegen des Scopes. Vielleicht war auch die Entwickung davon ein Grund, wieso Shuten Order nun zu dem geworden ist, was wir sehen? Wobei ich nicht weiß, wie viele vom Team an beidem gearbeitet haben.
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Bei World's End Club war Kodaka laut VNDB nur der Creative Director, während die Story von Uchikoshi geschrieben wurde, mit Unterstützung von zwei anderen Leuten. Und man merkt der Story auf jeden Fall an dass sie aus Uchikoshis Feder stammt.
Bei Shuten Order ist er aber wie gesagt nur beim Prolog und einer einzigen Route gelistet, und hatte mit dem Finale scheinbar nichts zu tun. Ich kann aber nicht sagen wie akkurat die Angaben sind.
Und bei Last Defense Academy schaue ich jetzt nicht nach, weil ich das noch nicht gespielt habe.
Bei Rain Code war er aber tatsächlich an der Story beteiligt, ebenfalls mit zwei anderen Leuten. Das hat mir aber insgesamt besser gefallen als Shuten Order, weil es sich komplett auf ein Genre fokussiert und die Charaktere wesentlich besser entwickeln kann. Die Mordfälle sind nur viel zu einfach, es spielt sich viel zu sehr wie Danganronpa, und es ist außerdem viel zu pervers
Ich hoffe dass Danganronpa 2x2 mehr zu überzeugen weiß. Dessen neues Szenario wurde allerdings von Yoichiro Koizumi geschrieben, der auch an Last Defense Academy beteiligt war. Das kann man also ebenfalls nicht als Kodaka Spiel bezeichnen.
Geändert von ~Jack~ (23.02.2026 um 18:01 Uhr)
Spielzeit: 6:48h
Embers of Mana ist ein Total Conversion Romhack (sprich ein komplett neues Spiel) für Final Fantasy Adventure, aka Seiken Densetsu, den ersten Teil der Mana Reihe. Den habe ich vor vielen Jahren auch tatsächlich gespielt, kann mich aber kaum noch dran erinnern, weswegen ich während des finalen Dungeons ein einstündiges Video habe laufen lassen um meine Erinnerungen ein bisschen aufzufrischen.
Und dadurch kann ich sagen dass dieser Romhack zumindest versucht hat das Gameplay es Originals ein bisschen zu verbessern.
- Die Spitzhacke mit der man Felsen und Wände zerstören kann ist ein einzigartiger Gegenstand und geht nicht mehr kaputt.
- Türen in Dungeons bleiben permanent geöffnet, wodurch man keine Schlüssel horten muss. Die Implementierung lässt visuell allerdings zu wünschen übrig, da nach jedem Mapwechsel für den Bruchteil einer Sekunde die usprüngliche Map zu sehen ist bevor die Änderungen übernommen werden. Das gilt nicht nur für Türen sondern für alle Änderungen am Layout, was zum Beispiel dazu führt dass man beim Verlassen eines Geheimgangs innerhalb der Wand spawnt bevor sie wieder verschwindet.
- Es wurde eine EXP Anzeige eingebaut die einem zeigt wie viele EXP noch bis zum nächsten Level fehlen.
- Im Gegensatz zum Original gibt es keine Gegner die gegen bestimmte Waffen immun sind.
- Es gibt keine so kryptischen Rätsel wie im Original und keine Rätsel für die man Gegner vereisen und umherschieben muss. Ich hing nur im finalen Dungeon eine Weile fest, weil ich an einer Stelle eine Wand zerstören musste obwohl es im Gegensatz zu vielen anderen zerstörbaren Wänden keine visuellen Hinweise für gibt.
- Im Gegensatz zum Original, wo man jederzeit speichern konnte, ist es hier nur an bestimmten Stellen möglich, vermutlich um Softlocks zu vermeiden.
- Gegner droppen kein Geld, sondern nur ab und zu Juwelen die man bei Händlern verkaufen kann. Da das Inventar nur eine begrenzte Menge an Slots besitzt und Items nicht gestackt werden können, ist dieses Feature für mich allerdings eine Verschlimmbesserung des Spiels. Vor allem weil einige Dungeons richtig lange dauern und nur selten Möglichkeiten bieten Items zu verkaufen, wodurch die Juwelen unnötig das Inventar verstopfen. Das fand ich vor allem im finalen Dungeons nervig, wo immer noch Juwelen in Truhen gefunden werden können obwohl es scheinbar nichts mehr zu kaufen gibt. Kurz vor dem Finale kann man zwar tatsächlich noch Elixire kaufen, bis dahin dauert es aber eine halbe Ewigkeit, weswegen es passieren kann dass Spieler die Juwelen wegwerfen um Platz für Items zu schaffen die HP oder MP regenerieren. Das Spiel ist lange Zeit zwar einfach genug dass man Items und Zauber kaum benötigt, aber sobald die Gegner in der Lage sind einen zu vergiften kann es etwas brenzlig werden, da Gift enorme Mengen an HP verschlingt bevor es aufhört zu wirken.
Trotz der Versuche das Gameplay zu verbessern kann es aber immer noch ein bisschen anstrengend sein. Vor allem weil es immer noch ein Game Boy Spiel ist und somit keine Tasten besitzt die man als Hotkeys verwenden könnte. Items und Zauber nutzen jeweils den selben Slot, weswegen man ständig wechseln muss wenn man sich heilen, mit Magie angreifen oder Wände zerstören will. Obwohl die Gegner keine Immunitäten besitzen, muss an manchen Stellen außerdem trotzdem zwischen den Waffen hin- und herwechseln, da die Axt zum Beispiel Bäume fällen kann und die Peitsche dazu genutzt werden kann Abgründe zu überwinden.
Da der Entwickler das manuelle Speichern geblockt hat, hätte allerdings die Select Taste noch als Hotkey für irgendwas fungieren können.
Obwohl es ein modernes Game Boy Spiel ist, fühlt es sich außerdem trotzdem wie ein Spiel von 1991 an.
- Items haben keine Beschreibungen. Was die bewirken muss man also per Trial & Error herausfinden.
- Die Story ist extrem simpel: der Manabaum ist zerstört und die Welt wird von dunklem Mana bedroht. Der Entwickler hat zwar versucht ein paar emotionale Momente einzubauen, die haben für mich aber nicht wirklich funktioniert.
- Im Laufe der Story schart man mehrere Begleiter um sich die aber allesamt nicht sonderlich komplex sind. Es gibt zwar eine Option die es einem erlaubt mit ihnen zu reden, die dient aber nur dazu deren spezielle Fähigkeiten zu triggern (wie zum Beispiel verdächtigen Bodenfelder aufzugraben).
Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen, dass das Spiel vollkommen in Ordnung ist. Das Gameplay ist zwar sehr simpel, geht aber gut von der Hand. Und da jede Waffe einen normalen und einen aufgeladenen Angriff besitzt, kann es sich durchaus lohnen zu warten anstatt nur stumpf um sich zu hauen. Die Dungeons sind außerdem komplex genug dass man nicht einfach nur stumpf von A nach B laufen muss, vor allem weil es, wie bereits erwähnt, Geheimgänge gibt die man erst mit der Spitzhacke öffnen muss. Es gibt außerdem zwei Dungeons in denen man ständig zwischen zwei Charakteren hin- und herwechseln muss um Stück für Stück den Weg zum Ausgang zu öffnen. Wer Final Fantasy Adventure mag und es selbst heutzutage noch spielen würde, der könnte also durchaus Spaß dran haben.
Als neues Mana Spiel hat es allerdings nichts zu bieten was die Reihe irgendwie bereichern würde. Und obwohl es mittlerweile 16 Mana Spiele gibt, hat der Entwickler trotzdem Musik aus Ys und Lufia für die Bosskämpfe verwendet.
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Geändert von ~Jack~ (Gestern um 21:02 Uhr)
OK, das ist echt weird. Die Mana Reihe hat ja einige gute OSTs, würde sogar den von Seiken Densetsu dazu zählen, für die Zeit.
Das Game ist bis auf die Änderungen, die Du nennst, das gleiche? Also gleiche Dungeons, etc.? Oder wurde da noch deutlich mehr geändert, weil Du es als Total Conversion bezeichnest?
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Der Morgenstern existiert in Embers of Mana nicht. Alle anderen Waffenklassen sind zwar vertreten, es gibt aber insgesamt nur 7 Waffen übers komplette Spiel verteilt, die Spitzhacke nicht mitgezählt.
Total Conversion = komplett neues Spiel. Ich hätte auf die Story zwar noch genauer eingehen können, die ist aber schlichtweg nicht interessant oder komplex genug um viel drüber zu sagen ohne alles zu spoilern. Mit dem Original hat es, mit Ausnahme des Gameplays aber so gut wie nichts zu tun. Final Fantasy Elemente wie Chocobos und Moogles sind hier aber ebenfalls vertreten.Zitat
Geändert von ~Jack~ (Gestern um 22:49 Uhr)
Spielzeit: 1:51h (Szenario 1, 2b, 2c und 3)
Nova ist eine Scifi Visual Novel für PC-98 deren Story in drei Szenarios gesplittet wurde.
Aufgrund der kurzen Spielzeit sollte von Anfang an klar sein dass keins dieser Szenarios wirklich komplex oder interessant ist. Das erste Szenario hat zwar durchaus Potenzial, da es sich einige Zeit nimmt seine Charaktere und das Setting zu entwickeln, das Geheimnis des Schiffes wird aber in Windeseile gelöst und wenige Minuten später ist das Szenario schon vorbei, nach circa 48 Minuten. Es gibt hier außerdem nur eine einzige Sexszene die vermutlich komplett optional ist. Die passiert allerdings bereits am allerersten Tag, mit einer Frau die man gerade erst kennengelernt hat, nachdem man sich angehört hat wie sie am Anfang ganz allein im Schiff umhergewandert ist und jetzt nicht mehr alleine sein will.
- Sieben unter Amnesie leidende Menschen wachen auf einem mysteriösen Raumschiff auf und müssen herausfinden was dort vor sich geht.
- Die Überlebenden einer mysteriösen Katastrophe werden von einem Raumschiff aufgelesen, welches kurz darauf von einem Monster attackiert wird.
- Der Protagonist wacht auf einer Art Lustschiff auf und muss dessen Sexdolls befriedigen, und dann nochmal und nochmal und nochmal.
Das zweite Szenario nimmt sich nur 10 oder 15 Minuten Zeit bis es plötzlich Tentakelaction gibt, und danach folgt Sex auf Sex auf Sex und dann ist das Szenario bereits vorbei. Ich habe es zwar nochmal gespielt um Szenario 2a zu sehen, habe aber stattdessen 2c bekommen. Dessen Story läuft zwar ein klein wenig anders ab, hat aber auch nur Sex und noch mehr Sex zu bieten, mit den selben CGs wie in 2B. Ich finde es außerdem bizarr dass die selbe Frau mit der man im ersten Szenario Sex haben konnte hier plötzlich die Schwester des Protagonisten istUnd ja, man hat auch in diesem Szenario mit ihr Sex!
Und das dritte Szenario macht sich gar nicht erst die Mühe eine Story zu erzählen da es einfach nur um Sex geht!
Das einzig gute an dem Spiel ist die hübsche PC-98 Grafik, aber die Story kann man in die Tonne treten. Der Sex ist außerdem so oberflächlich und so schnell vorbei dass es sich dafür ebenfalls nicht lohnt.
Ich weiß außerdem nicht wie die Entwickler auf die dumme Idee gekommen sind weißen Text auf einer hellen Textbox anzuzeigen, wodurch dieser teilweise extrem schwer zu lesen ist.
Wer eine gute PC-98 Visual Novel sucht, der muss also woanders suchen!
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Geändert von ~Jack~ (Heute um 04:46 Uhr)
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