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Prism Rondo aka Love Through a Prism wurde vor ein paar Tagen komplett auf Netflix gedroppt (20 Folgen, teils in Überlänge) und hat mir gut gefallen.
Hier hat die Autorin von Hana yori Dango mit WIT Studio zusammengearbeitet. Herausgekommen ist eine historische Coming-of-Age-Serie im viktorianischen England (oder etwas später), die sich über mehrere Jahre erstreckt und mich sehr an die japanischen Asadoras oder auch die alten Serien vom World Masterpiece Theater erinnert.
Es geht um eine junge Japanerin namens Lily (Riri), die mit 20 an einer britischen Kunstuniversität studiert. Nach und nach freundet sie sich mit einigen anderen Leuten an, die man mit der Zeit alle besser kennenlernt. Das Drama ist relativ vorhersehbar und betritt kein Neuland, aber die Umsetzung ist imo gelungen und die Serie ist wirklich sehr charmant. Manchmal hat mich aber genervt, wie animetypisch Lily in den romantischen Momenten überreagiert, was zu unnötigen und nervigen Konflikten führt. Das hat irgendwie nicht zum von der Darstellung eher bodenständigen Rest gepasst.
Besonders gefallen haben mir die sehr detaillierten und hübschen Hintergründe, die wirklich enorm zur Atmosphäre beitragen. Generell ist das Setting sehr gut eingefangen worden und auch die Musik ist ziemlich gelungen.
Das Ende war sehr kitschig, aber fügt sich gut ins Gesamtbild ein. Im Endeffekt haben mir die dramatischen Höhepunkte weniger gefallen als das ruhigere Zwischendrin, aber unterm Strich hatte ich viel Freude an der Serie. Vor allem wirkt sie wie eine schöne Reise in die Vergangenheit, da solche Geschichten heutzutage ja nur noch selten umgesetzt werden.
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