Der Thread ist ein wenig spät. Sorry dafür! Agents of the Four Seasons: Dance of Spring startet wohl schon heute und Rooster Fighter läuft sogar schon seid Mitte März. (Dafür wäre der Thread aber auch nie rechtzeitig gekommen.)
Für mich gibt's diese Season einige Serien die zumindest so interessant aussehen das ich mal reinschauen will, aber wenig wo ich jetzt schon sage will ich in jedem Fall schauen. Ist aber für mich nicht ganz so tragisch weil ich noch mindestens 2 Serien aus der letzten Season habe die ich noch nachholen will. (Hell's Paradise - Season 2 und Fate/Strange Fake)
Die Serie auf die ich mich spontan am meisten freue ist Dorohedoro Season 2 nur finde ich nach 6 Jahren niemals Anschluss an die erste Season, da werde ich wenn erst nochmal die erste Season schauen müssen (oder den Manga lesen was ich auch schon immer mal machen wollte...)
Ansonsten:
Witch Hat Atelier
Hab ich viel Positives zu gehört (z.b. auch hier im Forum *klick*). Trailer sehen auch gut aus und das Magiesystem wirkt auch interessant, könnte mir höchstens zu viel Slice of Life sein, aber ich bin gespannt und freue mich drauf.
Daemons of the Shadow Realm
Trailer sehen interessant aus (der zweite Trailer, würde ich eventuell weg lassen, zeigt ein paar Sachen die mich in der Serie wahrscheinlich überrascht hätten z.B. dachte ich das die Serie in einer "Mittelalter Fantasywelt" spielt bis dann im zweiten Trailer moderne Städte und Pistolen gezeigt werden).
Arakawa Hiromu von der die Vorlage stammt ist dann natürlich sehr bekannt, wobei ich ehrlich sagen muss das mich die Anime Adaptionen ihrer Werke nie so ganz mitgenommen haben, dafür waren aber auch nie schlecht! Gut finde ich das die Serie direkt mal für 2 Seasons angekündigt wurde.
Mao
Noch eine Adaption von einer großen Mangaka Künstlerin. Ihre Werke kenne ich allerdings noch weniger, als bei der vorherigen. Es geht jedenfalls um Yokai und ein Mädchen das sich in der Vergangenheit wiederfindet und selbst eine Verbindung zu den Yokai zu haben scheint. Von der Beschreibung alleine bin ich eher so lauwarm, aber der Trailer sieht ganz interessant aus.
Petals of Reincarnation
Mittels bestimmter Artefakte können Menschn Fähigkeiten ihrer früheren Leben wiedererlangen in dem sie sich damit selbst den Hals durschneiden. (Erinnert mich an Persona 3 mit den "Pistolen"-Motiv)
Letztendlich ist es ein Konstrukt damit die Charaktere Superkräfte bekommen. Könnte als Action Serie vielleicht ganz nett sein?
NIPPON SANGOKU: The Three Nations of the Crimson Sun
Nach einem Atomkrieg ist die Welt erschüttert und Japan ist in 3 Reiche zerfallen und der Protagonist möchte die Reiche als Stratege wieder vereinen. Klingt von der Idee her für mich interessant aber die Trailer sind für mich eher abschreckend was die Animationen und den Stil angeht.
Daneben gibt es diesmal auch viele RomCom Serien, wo sich sicher was Spaßiges für mich findet. Am meisten sticht da wahrscheinlich für mich The Warrior Princess and the Barbaric King wegen dem Fantasy Settings raus. Weniger dagegen sind mir diese Season Isekai Serien aufgefallen, oder vielleicht werde ich auch besser darin diese mental auszufiltern. ^^
Trailer: Dorohedoro Season 2
Witch Hat Atelier
Daemons of the Shadow Realm
Mao
Petals of Reincarnation
NIPPON SANGOKU: The Three Nations of the Crimson Sun
The Warrior Princess and the Barbaric King
Haut gerne weitere Trailer in den Thread rein wenn euch was ins Auge springt.
Und Damit wünsche ich wie immer viel Spaß mit der neuen Season!
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Beschäftigt mit: Control (PC), Adrian Tchaikovsky - Die Augen der Galaxis, Arknights (PC), Anime Spring Season 26 Beendet: Sam Hughes - Wir haben keine Antimemetik-Abteilung, Adrian Tchaikovsky - Die Scherben der Erde, Vernor Vinge - Eine Tiefe am Himmel
2025: Borderlands 4 (PC), Tower Wizard (PC), Tiny Tina's Wonderlands (PC), Fullmetal Alchemist (Anime), Elderand (PC), Wall World (PC)
Am meisten freue ich mich auf Dorohedoro S2, aber Witch Hat und Daemons of the Shadow Realm werden auch definitiv geschaut – und nicht zu vergessen Go For It, Nakamura-kun!!
Dorohedoro ist definitiv interessant, aber - wie Du auch sagst - schon ewig her dass Staffel 1 rauskam. Ich kann mich noch an ein paar Sachen erinnern, aber nicht so gut, dass ich da direkt Anschluss finden würde. Oder hatte ich damals sogar den Manga teilweise gelesen? Bin gar nicht mehr sicher, weil ich das CG von der Show so gar nicht mochte.
Witch's Hat Atelier wird hoffentlich ganz groß. Das Studio hat auch Zom100 gemacht und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sie das ganz gut umsetzen können (vielleicht sogar ohne Delays *g*). Auch wenn ich das Gefühl habe, dass das vielleicht ein Manga ist, der am besten als Manga gelesen wird - einfach, weil hier ganze Seiten wie Kunstwerke aussehen und so viel Wert auf Mimik und Gestik gelegt wird.
Es sollten sich die meisten aber wirklich keine Illusionen machen - das ist schon eher Slice of Life lastig, mit (zumindest im Manga) einigen wirklich beeindruckenden Zaubern. Es gibt zwar auch Action, aber die hält sich eher in Grenzen - sogar verglichen mit Frieren. Wobei es jetzt in den letzten Bänden mehr zulegt, aber da wird der Anime vermutilch nicht hinkommen. Im Zentrum stehen klar die Charaktergeschichten, das Zusammenspiel von ihnen, das Worldbuilding und die Atmosphäre. Vor allem letztere finde ich besonders, weil es halt irgendwo ein low Fantasy Magie-Setting ist, was man in Anime selten vorfindet.
Die Fragen, die die Geschichte aufwirft, sind auch interessant - im Prinzip geht es ja um das Vorenthalten von Magie (Technologie) vor der allgemeinen Bevölkerung, weil ein elitärer Verein glaubt, sie können damit in der Breite nicht umgehen. Und auch Beweise aus der Vergangenheit dazu hat. Im AI-Zeitalter vielleicht relevanter denn je.
Auch toll ist das Zaubersystem, weil es zumindest im Manga so beschrieben wird, dass man es sogar selber umsetzen könnte, weil alles auf Diagrammen und Geometrie basiert. Klar, Magie wird man in der Realität daraus nicht ziehen können (OR?!), aber es macht es durchaus nahbar.
Ansonsten hab ich wieder nicht groß geschaut, mal sehen, was Crunchyroll so bietet *g*
(ist ja nicht so, als hätte ich aus der aktuellen Season nicht noch alles bis auf Journal With Witch - jetzt schon heißer Kandidat für AotY - weiterzuschauen )
Kann's kaum erwarten, dass die Serie rauskommt. Hab neulich nachgeschaut und wow – das erste Kapitel vom Manga erschien ja schon 2014! Wie die Zeit doch verfliegt …
Akane-banashi und MARRIAGETOXIN sind, von den Trailern her, kompetent wirkende Adaptionen von großartigen JUMP Mangas und werden auf jeden Fall geschaut.
Ebenso The Ramparts of Ice, welches die Autorin mit You and I are Polar Opposites teilt.
Bin auch mal auf die Adaption von Needy Girl Overdose (aka "Needy Streamer Overload") gespannt. Die Story des Spiels wirkt mit einer geradlinigen Serie ziemlich inkompatibel, aber aus den Trailern lässt sich schließen, dass sie einige zusätzliche Elemente und Charaktere eingebaut haben. Mal schauen ob diese sehr "eigene" Prämisse in diesem Medium so funktioniert. :P
Ansonsten ist auf jeden Fall Witch Hat Atelier auf der Liste. Eventuell fäll mir sonst noch mehr ins Auge, aber 4-5 Serien in einer Season ist für meine Verhältnisse schon sehr ordentlich.
Nun, wie so oft gibt es keinen Mangel an Shows für mich^^.
Ascendance of a Bookworm: Adopted Daughter of an Archduke: Must Watch für mich. Eine ziemlich coole Sache, dass die Show weiterläuft und dann auch noch gleich mit 24eps. Und es dürfte weiterhin interessant bleiben, da Myne immer mehr mit der Welt zu tun hat und ihr Umfeld weiter wächst. Witch Hat Atelier: Da bin ich schon sehr gespannt drauf. Ich kenne zwar einen Teil des Mangas aber hier wird es denke ich entscheidend sein, ob sie die visuelle Qualität aufrecht erhalten können. Der Trailer sah ja schon gut aus. That Time I Got Reincarnated as a Slime Season 4: Zugegeben, die Show löst nicht Begeisterungsstürme bei mir aus aber ich finde sie immer noch ganz nett anzuschauen, auch mit den ganzen Meetings xD. Und wenn sie schon so gut läuft, habe ich ja eventuell auch irgendwann die Chance das Ende zu sehen. Daemons of the Shadow Realm: Trailer sah ganz gut aus und ich musste von Aussehen gleich an Full Metal Alchemist denken, bevor ich wusste, dass es auch vom gleichen Author ist. Dürfte einen Blick wert sein. The Barbarian’s Bride: Kommt drauf an wie sie es handhaben. Der Trailer war recht fokusiert auf ihre niedlichen Reaktionen, daher bin ich mir unschlüssig wie ernst das Setting eigentlich ist und ob ihre Fähigkeiten auch eine Rolle spielen werden oder ob sie zur Damsel verurteilt wird. MARRIAGETOXIN: Ein Killer der unbdingt heiraten muss, damit seine Schwester es nicht muss, um die Familie weiterzuführen. Und schnappt sich dafür eine Heiratsschwindlerin. Könnte lustig sein. Agents of the Four Seasons: Dance of Spring: Das Setting klingt zumindest ganz interessant, mit einer Welt, in der die Leute den Tages- und Jahreszeiwechsel manuel auslösen müssen.
Darüber hinaus noch ein paar Shows, in die ich vielleicht reinschauen bzw. basierend auf den ersten Eps entscheide, obs was ist für mich.
The Classroom of a Black Cat and a Witch: Ein Magier gefangen in einem Katzenkörper und eine Schülerin, die unbedingt auf eine bestimmte Magieschule will und seinen Fluch brechen soll? Mh ja, könnte schon was sein. Always a Catch!: Ähnlich zu Scarlett aus May I Ask For One Final Thing? wohl auch eine Dame, die gerne die Fäuste sprechen lässt. Aber wohl eine mehr Romance fokusierte Variante. Petals of Reincarnation: Talente aus frühren Leben wieder zu erwecken klingt doch ganz brauchbar für eine Action Serie. Und ich hab auch schon mal einen Film in der Richtung gesehen. Killed Again, Mr. Detective.: Detektiv, allerdings wird er scheinbar ständig umgebracht und wiederbelebt. Macht das die Auflösung der Fälle nicht einfacher, wenn er danach noch weiß, wer ihn ermordet hat? Snowball Earth: Von der Zusammenfassung her fand ich es interessant. Mecha, finaler Kampf und dann ist irgendwas auf der Erde schief gelaufen. Aber der Trailer vermittelt irgendwie einen anderen Eindruck. Ist vielleicht etwas, was Ep 1 auflösen wird. The Three Nations of the Crimson Sun: Japan zerteilt in 3 Teile nach einem nuklearen Krieg und ein Protagonist, der sie wieder vereinen will. Könnte interessant sein, bin aber auch noch nicht sicher, ob der Stil was für mich ist und wie brutal sie hier genau sein wollen. Pardon the Intrusion, I’m Home!: Lustige Prämisse mit dem Wanddurchbruch. Observation Records of My Fiancée: The Misadventures of a Self-Proclaimed Villainess: Ich kenne den Manga und die Serie ist ganz amüsant, auch wenn ich ein gewisses Detail des Finales nicht mochte. Und es spielt zwar ein wenig mit den bekannten Villainess Tropes, aber es ist halt auch viel bekanntes dabei. Bei 6 Bänden besteht eventuell die Chance, dass sie es komplett adaptieren wollen. Botan Kamiina Fully Blossoms When Drunk: Alkohol trinken steht im Fokus, und wenn ich mich recht erinnere, hat jeder Charakter eine Eigenheit beim Trinken. Ist auch Yuri, aber der Manga hat mich nicht so überzeugt. Wobei der Anfang noch eher geht, aber spätere Kapitel wirken teilweise eher verworren^^.
Dann bleibt nur noch abzuwarten, was von der Liste noch durch CR aussortiert wird^^.
Rooster Fighter [1]:
Es geht um einen Yakuza-Rooster (DUH!), der in Battle Shounen-Manier irgendwelche hässlichen CG-Menschenmonster vermöbelt. Errrr… mit seinem Killerschrei zerreißt. Das Meme-Konzept klingt irgendwie witziger als die Umsetzung davon. Da der Hahn auch nur indirekt mit den Menschen kommunizieren kann sehe ich hier auch keine starke Charakterdynamik - aber vielleicht braucht man das auch nicht *g*
Ich denke die beiden Bilder sagen alles, und wenn man das witzig findet, dann kann man ja mal reinschauen
Agents of the Four Seasons [1-2]:
Bei dem Titel hatte ich ehrlich gesagt nicht so ganz auf dem Schirm, was da werden könnte. Jahreszeiten werden von Personen verkörpert, welche diese einläuten. Im Deutschen mit dem etwas sperrigen Namen "Akteure" übersetzt. Weil die Akteurin des Frühlings, Kayou, entführt und 10 Jahre lang festgehalten wurde, gab es in dieser Zeit nur die anderen Jahreszeiten.
Wirklich aufmerksam darauf wurde ich, als ich Wit Studio gelesen habe - und ja, die Show ist wirklich schön. Sehr bildgewaltig, gerade wenn es um wide angle Shots geht und sie weiß wirklich, wie man die jeweilige Jahreszeit erstrahlen lässt. Die Musik ist auch wirklich schön und von der Atmosphäre ist das hier bisher stark. Die Stimmung der Show geht eher in das Melancholische, weil Reue ein wichtiges Motiv für viele Charaktere ist. Ich finde das ist eins schöner Kontrast mit dem Übergang von dem Winter zum Frühling, der aber einige Charaktere nicht von ihrer Last befreit hat. Wobei alles auf das eine Ereignis zurückgeht: Kayous Entführung, die die anderen nicht verhindern konnten. Hierbei ist das Mysterium, warum sie genau entführt wurde, noch ungelöst.
Überraschenderweise gibt es sogar etwas Action in der Show, die super animiert ist - Wit Studio eben. Ich bin noch nicht komplett sicher, in welche Richtung die Geschichte mit den Terroristen, die sich die Akteure zu eigen machen wollen, geht. Aber ja, so gesehen würde ich vermutlich auch gerne Anschläge auf den Akteur des Sommers machen wollen, um diese Jahreszeit loszuwerden *g*
Bisher bin ich ziemlich gespannt, was hier weiter draus gemacht wird. Vor allem wäre es interessant mehr zu erfahren, was das Ausbleiben des Frühlings für Konsequenzen hatte. Das wird mit dem kleinen Mädchen in Episode 1 zwar schon angesprochen, aber noch nicht auf einer globaleren Ebene. Auch die Namensgebung ist interessant - mit Yamato und Ryuuguu hat es einen sehr mystischen Touch. Das ist vom Autor von Violet Evergarden, also kann man auch aus der Richtung etwas erwarten. Auch wenn ich Action erwähnt habe, ist das aber bisher eher ein Drama, bei dem Charaktere viel Introspektive betreiben. Überraschend starker Start.
Always A Catch! [1]:
Und wir sind mal wieder bei den Shows, bei denen die Verlobung mit MC-chan aufgekündigt wird. Oder, warte… wird sie das? Eigentlich eher die mit ihrer Freundin?
Wie dem auch sei, das Setup ist nicht unbedingt neu, aber die Show fand ich unterhaltsam. Vor allem, weil Maria (Mimi) ein spaßiger Charakter ist. Sie ist die Verkörperung von genki und haut auch richtig auf den Putz. Eigentlich wurde sie als Erbe ihrer Familie erzogen und kann sich daher prügeln, aber weil dann doch ein Junge geboren wurde wurde sie dem entbunden. Und soll nun nen "guten Fang" machen. Was mit ihr total klargeht, nur leider wollte in ihrer Heimat kein Kerl was von ihr. Daher ist sie zur Schule ihrer besten Freundin gegangen. Wo sie schon nen gewissen Ruf weg hat, weil ihre Freundin immer von ihr erzählt.
Ich fand einige Szenen lustig, beispielsweise die Tanzsszene, wo Mimi echt seltsame Moves macht oder natürlich, wenn sie der nervigen Ojou aus Versehen eine reinhaut und die dann komplett gerädert wegwatschelt. Da ist so einiges an Slapstick-Comedy drin.
Bisher definitiv ne Show, die von Mimi auf ihren (starken) Schultern getragen wird, aber mal schauen, ob die anderen Charakter auch für Comedy sorgen können. Die Animationen von den Charakteren sind absolut on point und so bouncy (nein, mal wieder nicht auf diese Art!), dass es echt ne Freude ist, das zu schauen. Macht Spaß!
An Observation Log of My Fianceé [1]:
Der Kronprinz ist so mega intelligent, dass ihn alles langweilt. Bis seine neue Verlobte ihm enthüllt, dass sie seine Gegenspielerin ist und es ihr Schicksal ist, von ihm besiegt zu werden. Der Witz ist hier irgendwie, dass sie diese Rolle tatsächlich erfüllen will, koste es, was es wolle - aber im Gegensatz zu der vorherigen Show fand ich sie gar nicht witzig. Ich bin in der Regel auch kein Fan davon, wenn Charaktere ihre Tropes so sehr verkörpern, dass sie es sogar aussprechen.
Ich finde den perfekten Prinzen nicht wirklich spannend. Auch, wie er sofort ein Gegenmittel gegen die potenzielle Seuche, die (nach dem Spielskript) ausbrechen wird, findet, war lame. Quasi sofort den Spannungsbogen auf null gebracht. Er glaubt ihr auch seltsam schnell, dass sie die Zukunft kennt. Immerhin hat sie das Demoiselle-Game gespielt, auf dem das hier basiert - und holy shit, was ist das für ne krasse Übersetzung von "Otome Game"? xD
Auch ne Show, bei der einiges der Faszination von der weiblichen Hauptfigur kommt und wie sie mit dem Prinzen interagiert - hat aber bei mir nicht wirklich gezündet.
Go for It, Nakamura-kun! [1-2]:
Nakamura ist ein "verkappter schwuler Junge" (seine Worte - was schon nen gewissen Subtext mitschwingen lässt), der sich Hals über Kopf in einen Mitschüler verknallt hat. Und mit diesem probiert er sich nun zumindest mal anzufreunden, um ihm näherzukommen. Dabei hat die Show nen richtig geilen oldschool Stil, den man perfekt mit modernen Techniken animiert hat. Es sieht einfach nur richtig stark aus, die Charaktere sind auch wirklich lebendig.
Nakamura ist auch einer der lustigsten Anime der Season, bisher. Es gab schon mehrere Szenen, bei denen ich mich richtig weggeschmissen habe. Einmal diese krasse Inszenierung mit dem Taschentuch, aber auch wenn seine Schwester mal wieder reinkommt, weil er viel zu laut ist, ist echt gut. Am meisten hat mich aber die Szene mit der Kakerlake gekriegt - hier war die Lokalisation auch on point, wie geil die drauf war xD
Die Show ist größtenteils echt niedlich und humorvoll, hat aber auch einen ernsten Kern, der eher unterschwellig durchscheint. Am stärksten ist mir das bei der Szene mit seinem Manga aufgefallen. Wie sehr er es verneint, dass der BL Manga ihm gehöre, weil er nicht "auffliegen" will. Er will nicht, dass irgendwer - aber vor allem nicht sein Crush - rausfindet, dass er schwul ist. Im Prinzip spielt die Szene mit einem klassischen Anime-Gag – nur dass es hier eben kein peinlicher Porno-Manga ist, sondern etwas, das eigentlich überhaupt nichts Anstößiges haben sollte. Die Show zeigt auf eine humorvolle Art diese Angst, sich zu verstecken, die gerade in der Pubertät für viele im LGBTQ-Spektrum sehr real ist.
Was zusätzlich genial ist: Am Ende kommt dann tatsächlich noch ein Gag mit nem Porno-Manga.
Bisher echt stark - ich kann total erkennen, warum Narcissu und Ligiiih sich drauf gefreut haben. Das Opening ist sowohl visuell toll als auch ziemlich catchy:
Haibara's Teenage New Game Plus [1]:
Wenn man nur seine Teenage Zeit noch mal wiederholen könnte, weil das momentane Leben ja so fucked up und kaputt ist. Wäre das nicht toll? Ach, warte… das hier ist ja nicht RELife. Nein, MC-kun hat sogar nen guten Job gefunden (wieso hat er dann die klassischen Anime-Hobo-Kennzeichen von nem Stoppelbart?!). Er trauert einfach hinterher, dass er seine Teenager-Zeit eben nicht gut genutzt hat und von dem Mädel, in das er damals verliebt war, ne Abfuhr gekriegt hat. Aber er war auch einfach nur n dicker, unansehnlicher Typ. Wow, was für Stakes, da will ich ja wirklich den MC anfeuern…
Ja, die Show ist ne klassische Wish Fulfillment ohne irgendeine Aussage. Tatsächlich wird er nach seinem Glow Up (abnehmen und stylen) auch sofort in den Kreis der heißesten Bitches und härtesten Typen aufgenommen. Aber warum eigentlich? Er sieht doch selbst nach seinem Glow Up aus wie 0815 MC-kun und hat auch genau so eine Persönlichkeit.
Dass er sich seltsam schnell in sein Teenage-Ich einfindet, obwohl er ja eigentlich schon nen Job hatte, muss ich nicht erwähnen, oder? Ach ja, die, die ihm damals ne Abfuhr erteilt hat, fährt nun richtig auf ihn ab. Aus dem Kontext der ersten Episode kann ich nur erkennen, dass sie unglaublich oberflächlich sein muss. Aber richtig lachen musste ich dann bei der Chatgruppe, die sie "Natsuki-kun Family" genannt hat - inklusive einem gemeinsamen Bild der beiden (Natsuki heißt der MC-kun hier, shocker!).
Nakamura ist ein "verkappter schwuler Junge" (seine Worte - was schon nen gewissen Subtext mitschwingen lässt), [...]
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Lustig, dass du das extra erwähnst, das war nämlich nicht einfach zu übersetzen. Der japanische Wortlaut 内気なゲイ uchiki na gay würde man zunächst als „schüchtern“ oder „verschlossen“ auffassen. In der englischen Übersetzung habe ich gesehen, dass sie das auch ganz normal als „shy, gay“ übersetzt haben, aber tatsächlich ist uchiki eine relativ obskure Umschreibung für „ungeoutet“. Da „verkappt“ im Deutschen ebenfalls diese ähnlich unbekannte Bedeutung hat, hatte ich mich dafür entschieden.
Zitat
Nakamura ist auch einer der lustigsten Anime der Season, bisher. Es gab schon mehrere Szenen, bei denen ich mich richtig weggeschmissen habe. Einmal diese krasse Inszenierung mit dem Taschentuch, aber auch wenn seine Schwester mal wieder reinkommt, weil er viel zu laut ist, ist echt gut. Am meisten hat mich aber die Szene mit der Kakerlake gekriegt - hier war die Lokalisation auch on point, wie geil die drauf war xD
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Merci! Ich komme bei der Serie auch deutlich langsamer voran als sonst, weil die Lachflashs mich regelmäßig aus dem Flow rauswerfen.
Zitat
Die Show ist größtenteils echt niedlich und humorvoll, hat aber auch einen ernsten Kern, der eher unterschwellig durchscheint. Am stärksten ist mir das bei der Szene mit seinem Manga aufgefallen. Wie sehr er es verneint, dass der BL Manga ihm gehöre, weil er nicht "auffliegen" will. Er will nicht, dass irgendwer - aber vor allem nicht sein Crush - rausfindet, dass er schwul ist. Im Prinzip spielt die Szene mit einem klassischen Anime-Gag – nur dass es hier eben kein peinlicher Porno-Manga ist, sondern etwas, das eigentlich überhaupt nichts Anstößiges haben sollte. Die Show zeigt auf eine humorvolle Art diese Angst, sich zu verstecken, die gerade in der Pubertät für viele im LGBTQ-Spektrum sehr real ist.
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Ja, nach diversen Kommentaren ist mir aufgefallen, dass dieser Aspekt leider nicht so viel Beachtung findet. Es ist überhaupt stark, dass es erfrischenderweise mal tatsächlich um jemanden geht, der sein Schwulsein bereits akzeptiert hat, und mit seiner heimlichen Zuneigung eher verträumt – regelrecht verblendet – umgeht, wie man es bei einem 15-jährigen Jungen erwarten würde. Normalerweise steht bei solchen Settings der persönliche Struggle um die Identität eher im Vordergrund.
Dementsprechend ist es auch interessant zu sehen, dass die Mitschüler sich beispielsweise beim gefundenen Manga gar nicht darüber lustig machen, dass er ein BL ist (das war im Original übrigens anders), sondern das Setting mit dem Bentō-Charakter eher als komischer Part behandelt wird. Allgemein wurde das Mobbing etwas runtergefahren (bspw. wird Nakamura im Original ein Bein gestellt, während er im Anime über einen Eimer Wasser stolpert), vermutlich, um Nakamura mehr als Opfer seiner eigenen Persönlichkeit und weniger seiner Situation darzustellen. Ist auf jeden Fall faszinierend, wie vieles gegenüber der Vorlage noch mal abgeändert wurde – vermutlich aber auch aus Jugendschutzgründen, wie man bei diesem Bild hier sehen kann:
Man muss aber auch sagen, dass „Go For It, Nakamura-kun!!“ mit Abstand das stimmungstechnisch heiterste Werk von Syundei ist und ihre/seine restlichen Werke aufgrund der toxischen Figuren und Handlungen als recht kontrovers gelten. Deshalb wurde vermutlich auch vieles angepasst, das man damit in Verbindung bringen könnte.
Zitat
Bisher echt stark - ich kann total erkennen, warum Narcissu und Ligiiih sich drauf gefreut haben. Das Opening ist sowohl visuell toll als auch ziemlich catchy:
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Das OP finde ich zwar nicht schlecht, aber meine persönlichen Highlights sind die Endings, für die Hitsongs aus den 80/90ern unverändert (!) quasi als Hintergrundmusik verwendet werden, die von den Figuren aus der Serie gehört werden. Die Retro-Ästhetik haben die Macher auf jeden Fall nahezu perfektioniert, von den Designs über die Farben bis hin zum Audio ist alles chef's kiss. Und für einen Sucker von 80er-Musik wie mir natürlich genau auf mich zugeschnitten.
Als das erste Ending lief, dachte ich erst, mein Handy hätte sich verselbstständigt. Da kommen auf jeden Fall noch ein paar Banger – bin mir ziemlich sicher, dass das Anime-Team auch den City-Pop-Trend aus dem Westen mitbekommen hat.
That Time I Got Reincarnated as a Slime Season 4 01: Fängt eher ruhig an und blickt ein wenig auf den aktuellen Stand von Rimurus Reich und welche Projekte im Moment laufen oder anstehen und wer die Gegenspieler sind. Natürlich auch inklusiver ein paar kleiner Meetings .
Das ED dreht sich diesmal um die Gegenspielerin und schreit geradzu nach Vampir mit all der Blut Optik (auch wenn mir unklar ist, wie da das Gold? oder Sand? reinpassen würde. Wobei Sand aus der Sanduhr schon zu Unsterblichkeit passt). Aber bin gespannt, was sie am Ende sein wird. Bislang hat die Show glaube ich noch nicht etabliert, was sie ist.
Ascendance of a Bookworm: Adopted Daughter of an Archduke 01: Hach, fühlt man sich gleich wie Zuhause. Aber die Erwachsenen müssen endlich mal lernen, ihr Umfeld adäquat vorzuwarnen. Ansonsten bringen sie Rozemyne irgendwann wirklich mal um xD. Die Szene am Ende war übel. Da die vorherigen Staffeln nun schon eine ganze Weile her sind kann ich die Qualität nicht direkt vergleichen, aber die neue schaut schon gut aus. Sie geben auch eine sehr schnelle Zusammenfassung der vorherigen Ereignisse, so dass man denke ich gut mitkommt.
Im Moment passiert recht viel um sie herum, und ihre Einführung in den Adel. Da kann sie im Moment nicht viel von sich aus machen. Gab auch ein paar schöne emotionale Momente, wo sie auch ein wenig ausnutzt, das sie aktuell ein Kind ist^^. Das ED ist auch ein schöner Reminder an die vorherigen Staffeln.
Daemons of the Shadow Realm 01: Schaut ebenfalls gut aus, auch wenn neben der Einführung von ein paar Charakteren hauptsächlich Fragen aufgeworfen werden. Die vermutlich nach und nach aufgeklärt werden. Zeitnah wäre ich zumindest interessiert daran, warum sie das Dorf so aufgezogen haben. Ist denke ich auch gut blind in die Ep zu gehen.
Die Bösen geben auf jeden fall schon mal alles, damit man es schwer haben wird, mit ihrer Seite zu sympathisieren. Aber durchaus starker Auftritt.
@Lighiihh: Danke erneut für Deine Einblicke! Hatte nicht auf dem Schirm, dass Du das übersetzt (ich sollte echt mehr drauf achten, wer da steht... xD).
Stimme Dir total zu, dass es spannend ist, dass er mit seiner Homosexualität im Reinen ist - es ist eher die Reaktion der Umwelt bzw. von seinem Schwarm, die ihm nicht ganz Geheuer ist. Auch interessant, dass man hier den Manga anscheinend ein wenig entschärft hat. Finde ich persönlich gut, weil es mit dieser Tentakelszene doch mal einen ganz anderen Vibe haben würde, was er so denkt. Witzigerweise würde - wäre die Show auf ein anderes Publikum ausgelegt, ihr wisst, wen ich meine - hier sofort "Zensur" geschrien werden.
Den Autoren kannte ich auch gar nicht, daher sind Deine Einblicke hier echt interessant.
Das Ending ist mir auch aufgefallen und hat mir gefallen - aber ich finde dann doch meist Songs, die speziell für die Show gemacht wurden, erwähnenswerter.
Zitat von Ligiiihh
Die Retro-Ästhetik haben die Macher auf jeden Fall nahezu perfektioniert, von den Designs über die Farben bis hin zum Audio ist alles chef's kiss.
...
Mehr muss man eigentlich nicht sagen!
@Dnamei: Woah, das Ending von Slime ist ja edge as fuck. Wird die Show so düster im späteren Verlauf? Hab ja nur die ersten paar Episoden gesehen, dann wurde es mir zu langweilig bzw. Rimuru war mir zu OP.
Irgendwie hatte ich ja gesagt, dass ich nicht mehr alle Shows die Season schaue. Und zumindest hab ich ein paar Isekai ignoriert. Aber gefühlt schaue ich trotzdem fast alles. Gewohnheiten oder so?
Mistress Kanan is Devilishly Easy [1]:
Kanan ist eine Sukkubus, die sich an einer Schule eingenistet hat um dort Menschenseelen zu verspachteln. Aber hätte sie damit rechnen können, dass der erste, den sie zum Schnabulieren zu sich holen will, ziemlich geil auf sie ist?
Ja, wir kennen das Setup: Sie tut immer sehr dominant, aber man kann sie sofort ins Bockshorn jagen, wenn man ihr etwas näher kommt. Eine Teasing Show, bei der das Mädel immer den Kürzeren zieht. Die Menge an sexuellem Innuendo ist over 9000! Kanan ist tsunderetastic! Und es hat mich damit mehr unterhalten, als es vermutlich sollte - beispielsweise, als sie ihn an der Leine hinter sich hergezogen hat und er das nicht mal so übel fand. Der Episodentitel "Kananibalisch" ist dabei ziemlich cool gewählt... xD
Ich würde am liebsten sagen, dass ichs nicht weiterschaue… aber seien wir ehrlich, ein paar Episoden werd ich noch gucken...
TSUNDERES - MY GREATEST WEAKNESS!!!
Kusunoki's Garden of Gods [1]:
Eine ziemlich chille Show, bei der sich beim MC im Storyverlauf anscheinend ein ganzer Zoo an Göttern einnistet. Der erste Schmarotzer ist ein Berggott, der sich sehr über kohlensäurehaltiges Wasser freut. Hat auch noch einen leichten Action Aspekt, weil die Schrift von MC anscheinend Geister vertreiben kann, was die hiesigen Exorzisten gerne nutzen.
So viel mehr kann ich nicht dazu sagen. Ist nichts für mich, aber wenn man drauf steht ists gut umgesetzt. Ich sehe aber derzeit keinen wirklichen Story-Hook. Vielleicht echt auch einfach nur zum Entspannen da.
Kirio Fanclub [1]:
Now, this show is something. Als ich den Titel gelesen habe, läuteten sofort meine Harem-Alarmglocken. Aber das trifft es so gar nicht. Setup ist, dass Nami und Aimi befreundet sind, aber beide dem gleichen Dude, Kirio, hinterherschmachten. Und während sie auf der Pirsch sind, labern (und tun) die beiden Dumpfbacken allerhand Schwachsinn. Damit ist es zusammen mit Nakamura-kun für mich die lustigste Show der neuen Season geworden, auch wenn sich der Humor massiv unterscheidet. Den von dieser Show würde ich eher mit Galko-chan vergleichen, im Sinne, dass die Mädels einfach eine Absurdität nach der anderen raushauen. Mir stand der Mund schon offen, als sie darüber philosophiert haben, ob Kirios Pfürze pures Gold sind und was wohl wäre, wenn sie so laut wie eine Bombe wären.
Es ist eine dieser Shows, die kein Blatt vor den Mund nimmt und ich feier es total ab. Dabei sind sich die beiden für nix zu schade, und wenn sie ein schlabberndes Pärchen unterbrechen müssen, damit sie an die Jacke ihres Schwarms kommen. Dabei wird von Nami schon die Frage aufgeworfen, was denn eigentlich mit ihrer Freundschaft sei, wenn sie auf den gleichen Typen stehen - die Aimi damit beantwortet, dass sie wohl Rivalinnen sind.
Ich hab auf MAL den Begriff "Yuri-Bait" hierfür gesehen. Das ist etwas, bei dem sich männliche Zuschauer getäuscht fühlen, weil die Mädels nicht miteinander scissorn, obwohl es angeteased wird. Für diese Show halte ich das aber kurzgegriffen. Es ist meiner Meinung nach sehr offensichtlich, dass Nami eigentlich gar nicht auf Kirio steht. Sie macht mit Aimi mit, weil sie sie mag und Zeit mit ihr verbringen will. Das Ende der Episode macht das mehr als klar, als sie sich nur kurz das Bild mit Kirios Jacke anschaut, aber dann durch einige Bilder von Aimi scrolled und schließlich "I like you." sagt.
Was Aimi betrifft - sie giert ganz klar Kirio hinterher, wobei ich hier auch bei ihrer übertriebenen Art nicht sicher bin, ob nicht was anderes dahintersteckt. Ob hier wirklich eine Beziehung zwischen Aimi und Nami draus wird kann ich noch nicht sagen, aber wie Bait fühlt es sich nicht an - dafür ist hier zu viel Klarheit auf Namis Seite.
So ist übrigens auch der Punkt der Show, dass Kirio kein Gesicht hat und auch generell eher ziemlich langweilig wirkt (ich meine, wer fragt andere danach, wie viele Muttermale sie haben? xD). Ich nutze hier mal die Superpower der Media Literacy und unterstelle, dass es gar nicht wirklich um ihn geht! In dem Sinne ist der Titel auch eher mit nem Augenzwinkern zu verstehen und passt extrem gut.
Leider ist die Produktion echt nicht so gut und das Pacing ist unausgewogen. Sich den Manga zu geben wäre also auch eine Option.
Ich bin auf jeden Fall absolut bei den beiden Schwachmaten dabei!
Btw. irgendwie witzig, dass die beiden Shows, die mich diese Season am meisten zum Lachen bringen, homosexuelle Hauptcharaktere haben *g*
Ramparts of Ice [1]:
Der Titel dieser Show hingegen ist wörtlich zu verstehen: Koyuri hat wegen schlechter Schulerfahrungen eine Barrikade aus Eis um sich herum aufgebaut, die die meisten Menschen abwehrt. Sie ist kleingewachsen, und auch wenn das jetzt erstmal nicht so wild klingt, wurde sie deswegen viel geteased. Besonders von den Jungs. Und die Mädels haben das dann so interpretiert, dass die Kerle auf sie stehen und waren eifersüchtig.
Sie gilt daher auch als eine Eiskönigin, es kommt keiner an sie ran und sie zieht immer eine Fresse. Das erinnert stark an Kimi ni Todoke, wo es auch darum geht, dass ein unnahbares Mädchen von einem coolen Typen aus ihrer Schale rausgeholt wird.
Wobei beide Shows einen komplett anderen Flair haben. Ramparts of Ice fühlt sich düsterer an, weil Koyuri halt nicht nur missverstanden wird. Gerade die lauten Gruppen von Jungs kann sie gar nicht ab. Besonders, wenn sie sich an sie ranschmeißen und sie eine der beänstigenden Standard-Frauensituation erlebt, dass Kerle sie bedrängen und sie hoffen muss, dass einer ihrer Mitschüler ihr hilft.
Die Show hat aber auch viele leichtherzige Seiten. Gerade wenn sie mit ihrer Freundin (die übrigens eine der beliebtesten aus dem Jahrgang ist) rumblödelt. Die Giraffenszene, die noch mal reindrillt, wie klein sie sich oft fühlt, fand ich auch unterhaltsam. Hier ist die Kameraarbeit auch wichtig, weil häufig mit Winkeln gearbeitet wird, die sie klein (bzw. andere groß) erscheinen lassen, um ihre Perspektive besser zu zeigen.
Hat mir bisher gefallen und wie GFlügel schon gesagt hat, klar erkennbar, dass es von der Autorin von You and I Are Polar Opposites ist. Da es von Studio KAI adaptiert wird sieht die Show auch gut aus.
Petals of Reincarnation [1]:
Wolltet ihr schon immer die Persona von Schmadolf Hutler beschwören? Und dann sehen, wie von Neumann diesem mit seinem taktischen Geschick die Stirn bietet? Dann ist dieses pure Edgefest genau das Richtige für euch!
Indem man sich die Kehle durchschlitzt (gut bei Persona 3 aufgepasst!) kann man sein früheres Ich beschwören. Bei MC-kun ist das beispielsweise ein (bisher unbenannter, ich vermute Goemon?) Dieb. Und mit diesem kann er alles stehlen was sich an oder in einer Person befindet - beispielsweise das Blut (so haben es die Untertitel gesagt, ich würde aber eher auf "Herz" tippen, weil das mehr Sinn ergibt für einen instant Kill xD).
Ich mag es, wie die Ästhetik mit der blutdurchtränkten Nacht den Edgefaktor noch weiter in die Höhe schießen lässt. Und ja, die Ankündigung am Ende, dass MC-kun mit seiner Fähigkeit einfach alle Talente von allen Personen klauen wird, damit er sich nicht mehr so talentlos fühlt, hat dazu geführt, dass ich mich ziemlich böse an den Kanten geschnitten habe.
Früher hätte ich das vielleicht für den puren Trashfaktor weitergeguckt, aber ich hab gerade zu viele Shows, die ich potenziell weiterverfolgen möchte (und es bei denen schon nicht schaffen werde, wie immer )
Diese Season ist echt richtig voll. Das Wilde ist: Selbst die Shows, die mir nicht so zusagen, sind selten wirklich schlecht. Sie haben oft immer noch Elemente, die sie irgendwie interessant machen, auch wenn das Gesamtkonzept für mich vielleicht nicht aufgeht.
Killed Again, Mr. Detective [1-2]: Welcher Detektiv kennt es nicht? Ein brennendes Flugzeug crashed in ein Kreuzfahrtschiff, aber weil man es untersuchen will geht man rein und steht selber in Flammen? Vermutlich die meisten, weil sie sterben können. Im Gegensatz zu dem hiesigen MC-kun. Das ist das Gimmick der Show: Er ist unsterblich, was zu interessanten Erklärungen führt wenn Leute tatsächlich seine Leiche gesehen haben. Beispielsweise, weil er für mehr als ne Stunde irgendwo tot rumlag. Aber hey, seine Assistentin hat sicher die geheimen Wiederbelebungs-Jutsus (die Ausrede führt sicher nicht dazu, dass andere das gerne nutzen wollen, um... naja, Menschenleben zu retten *g*).
Der Fall selber war ziemlich langweilig und man konnte kaum selber rätseln, also einer der Mystery Anime bei dem man nicht mitdenken soll/muss. Der beste Part waren vermutlich die beiden Waifus, aber für mich retten sies auch nicht. Habe zwei Episoden geschaut, um zu sehen, wie gut der Fall aufgelöst wird, aber das wars auch. Dabei möchte ich sagen, dass die Show nicht schlecht ist, die Charaktere sind ganz nett. Aber für mich zu wenig.
Snowball Earth [1-2]:
Hier brauchte ich zwei Episoden, um das Setting so richtig zu verstehen. Es geht um die Weichflöte Tetsuo, der unglaublich nervig ist. In Episode 1 hat er eine Bromance mit seinem Roboter, weil er mit Menschen so gar nicht klarkommt. Dieser wird dann am Ende verschrottet, so dass er nun so ronery ist. Wobei die Szene schon nicht schlecht war, wenn ich die Charaktere hätte ernstnehmen können.
Dann kommt auch der Titel ins Spiel. Aus unbekannten Gründen ist die Erde eingeeist und er sucht nach Überlebenden. Auch wenn er mit Menschen ja so gar nicht klarkommt. Denn er hat seinem Robo-Lover am Totenbett versprochen, dass er mindestens 100 Freunde auf der Erde finden werde.
Ich will gar nicht so zynisch sein, aber die Show wird wirklich massiv vom MC runtergezogen. Er ist so unglaublich nervig und goofy und nimmt praktisch jeder Situation die Stimmung, wenn er mal wieder schreit oder ein Wort langzieht. Dabei sind einige Szenen schon echt cool - gerade Bagger versus Kaiju in Episode 2 war schon echt super animiert. Wobei das CG die Charaktere stellenweise Steif wirken lässt, wirkt es dann in den Kämpfen schon sehr gut. Wäre das Monsterdesign nicht auch so goofy.
Dabei finde ich das Setting schon cool, mit den Überlebenden der Menschheit auf einem Schneeplaneten. Ein paar der neu hinzugekommenen Charaktere in Episode 2 könnten auch cool sein. Aber die Stimmung ists echt einfach nicht für mich. Kann nicht sehen, dass ich das zu Ende schaue.
Was übrigens ziemlich uncool ist: Dass das hier fast sicher ne AI Übersetzung ist. Das sind schon teilweise absurde Fehler (und am Ende stehen auch keine Übersetzer bei den Credits).
Ghost Concert [1]:
Episde 1 in Kurzform:
Es ist eine Welt ohne menschengemachte Musik. Diese wird nur von AI gemacht (Suno is coming for you!)
Menschen dürfen wegen eines "Virus" nicht singen (???)
MC-chan kann von Geistern eingenommen werden
Cleopatra ist eine davon. Sie schmeißt sich im Körper von MC-chan an jeden Typen ran
Cleopatra ruft Markus Antonius und Julius Caesar (???)
Es kommt es zu einem Kampf mit Geisterkräften (WHY?!)
Cleopatra und MC-chan haben ein Sing-off (WHYYYYYYYYY????)
Es gibt ne ganze Gruppe von Menschen, die Geister jagen (was zum FICK hat das mit dem Setting zu tun, dass man nicht singen darf?!)
Weil MC-chan gesungen hat, will der Staat sie nun umbringen
… sorry, was ich meinte: Sie wird deswegen umgebracht
Sie sagt am Ende aber, dass das ihr erster Tod gewesen sei…
Wahnsinn, wie unfokussiert das hier war. Ich genieße es ja manchmal, Shows nach Episode 1 zu richten - aber bei so einer schlecht strukturierten ersten Episode sehe ich für diese Show keine wirkliche Zukunft. Dabei muss man sagen, dass der Kampf schon ziemlich flashy animiert war. Charaktere sahen auch gut aus. Auch Seria hat mir als MC eigentlich ganz gut gefallen.
Gleichzeitig darf ich aber auch nicht ignorieren, dass die CG Autofahrt unglaublich hässlich war. Und was war dieser CG Lauf durch die Gasse? War das echt nötig?
Ich habe viele Fragen nach der Episode. Zu denen ich nie die Antworten bekommen werde. Was war das bitte?
Nippon Sangoku [1]:
Das Dystopie-Bingo am Anfang war schon echt krass. Das war so zusammengefasst, dass die Show selber ihre Hintergrundgeschichte nicht voll ernstnimmt. Quasi eine Mischung aus so fast allen Katastrophenszenarien für Japan - vor allem natürlich die Ausländers! Aber ja, durch eine Verkettung unglücklicher Umstände (was so nie in der echten Welt passieren könnte… *hust*) wurde Japan zurück in die frühe Meiji-Ära gebombt.
Man merkt klar, dass der Background eher funktional ist, damit man ein pulpiges Setting etablieren kann, bei dem moderne Trends als "Relikte" dienen, während man es in der gewollten Ära spielen lässt. Die Show nutzt auch alte japanische Ikonografie und Namen - so heißt z.B. eine wichtige Gruppe hier "Taira" oder eines der drei Reiche heißt "Yamato". Der Titel selber ist offensichtlich ein Wortspiel zum Sengoku Jidai - nur eben Sangoku, weil es drei Reiche sind. Es werden hier wirklich viele Dinge vermischt und ich fands doch schon ziemlich unterhaltsam - weil es sich auch kohärenter anfühlt als man erst erwarten würde.
Besonders interessant fand ich die Beziehung von Aoteru und Saki. Sie ist definitiv die toughere der beiden und sein Antrieb. So will sie, dass er mehr aus sich macht, als "nur" Landwirtschaftsoffizier sein. Sie sieht in ihm Großes und will das auch aus ihm rausholen. Er hingegen ist eher zurückhaltend, obwohl er ziemlich intelligent ist. Man merkt in jedem Fall, wieso die beiden sich gefunden haben.
Natürlich dient sie letztendlich als der ultimative Antrieb für ihn - als sie vom hiesigen Lord umgebracht wird und so sein Abenteuer anstößt. Typisches Klischee - Frau stirbt als Motivator für den Mann.
Aber was die Szene wirklich stark gemacht hat war seine Reaktion. Wie er unglaublich gefasst geblieben ist, man die Anspannung und seine innere Wut förmlich schmecken konnte. Diese Willensstärke, dass er im Angesicht des Mörders seiner Frau nicht ausrastet. Und dann natürlich, als er nach Hause kam, es aus ihm herausgebrochen ist, dass seine Frau umgebracht wurde. Das war einerseits ein sehr starkes Charakterportrait von Aoteru.
Aber andererseits auch ein Zeichen der wirklich tollen Inszenierung der Show. Das Farbschema mit den ausgewaschenen Farbtönen, die alles alt wirken lassen. Die Kamerafahrten und Schnitte. Vor allem mochte ich die Szene total, in der Saki die Seite wegreisst, mit der Aoteru ihr erklären wollte, wo der Brauch mit dem Hochzeitskleid herkommt. Von der Inszenierung und Pacing eine der stärksten ersten Episode diese Season.
Bin definitiv interessiert zu sehen, wie es weitergeht.
Sehr spannend übrigens, das hier direkt nach Ghost Concert zu haben. Denn hier werden nicht weniger viele Ideen zusammengeworfen, aber es wird deutlich kohärenter präsentiert.
Marriagetoxin [1]:
Ich hatte hiervon nur das erste Kapitel gelesen und nicht weiter. Stellenweise hab ich mich beim Anschauen schon gefragt, wieso eigentlich. Bis dann der actionlastigere Teil in der zweiten Hälfte kam - "ah ja, das ist son typisches Shounen Jump Ding, k".
Dabei hat die Show Elemente, die ich einzeln sogar ziemlich cool finde, aber in Kombination nicht so interessant sind. Vermutlich der Effekt, den andere bei Oshi no Ko haben.
Ich meine, der Twist mit Mei ist einfach nur absolut stark aufgezogen UND absolut unerwartet für einen Shounen Manga (ich glaube die meisten hat das beim ersten Sehen erwischt, so wenig rechnet man damit).
Ich finde auch das Konzept, dass man Gero eine Frau suchen muss, damit seine lesbische Schwester nicht von der Familie gezwungen wird, nen Nachkommen zu werfen, total cool. Dabei wird Gero von Mei gecoache, die echt ne tolle Chemie mit ihm und ne super interessante Rolle hat. Die Szene, wo sie ihn zum Speed-Dating mitnimmt, ist zum Beispiel richtig lustig.
Die Inszenierung ist absolut on point und die Show sieht wirklich gut aus. Bones liefert hier ordentlich.
Aber dann ist da dieser ganze "Battle Shounen"-Anteil mit dem Giftmischer, den Superkräften die er kriegt wenn er sich Gift selber injiziert und der ganze Kram. Das turned mich so derbe ab. Ich hab schon die Augen gerollt, als der Typ da am Anfang auf Menschen saß und 100 Zigaretten gleichzeitig ausgedrückt hat (wofür braucht man da eigentlich Gift, so wie der seinen Lungenkrebs züchtet?). Als der Insektenheini ne Spinne im Maul hatte, das war mal wieder diese Shounen-Quirkiness, die mir gar nix gibt. Ich habe auch schon gehört, dass der Actionteil später mehr werden soll, was mich noch weniger zuversichtlich stimmt.
Ja, als reine RomCom, mit dem kompletten Giftmischer-Aspekt gestrichen, hätte mir das mehr gefallen.
Ich schätze ich muss hier niemandem sagen, wie gut das wegen Mei auf MAL ankam, oder? I present you:
I Made Friends With the Second Prettiest Girl In My Class [1]:
Oh noe, nur die Zweitschönste! Was.für.ein.fucking.LOSER!
Aber eigentlich ist der Titel irreführend. Er sollte lieber sowas wie "Playing games and eating junkfood with my manic pixie dream girl as a boring loser" sein.
Klar, das ist hier ist maximales Wish Fulfillment: Die (zweit!-)heißeste Schnitte in der Klasse hat genau solche Hobbies wie MFsunaC-kun und schmeißt sich sogar an ihn ran. Quasi das all-in-one-Paket, damit er auch gar nichts tun muss.
Sie ist natürlich auch genki, beliebt und outgoing, also perfekt, um MC-kun aus seiner Isolation zu befreien. Dabei ist die Show auch nicht besonders lustig, also als RomCom für mich eher nur meh.
Ich mache ja keinen Hehl daraus, dass ich gegen solche Shows was habe. Ich wollte aber mal kurz erklären, wieso eigentlich: Escapism wird für mich dann schlecht, wenn jegliche Reibung entfernt wird und sich die Welt verbiegt, damit MC-kun sich seinen Problemen gar nicht stellen muss und einfach so bleiben kann, wie er ist. Daher finde ich Dangers in My Heart auch gut, obwohl es ja auch nur ein Spin auf "Loser MC kriegt das heißeste Mädchen der Schule" ist. Dort muss er aktiv an sich selber arbeiten, damit es funktioniert.
Aber hey, ich schätze, wenn es nur die Zweitschönste ist, sind die Standards auch niedriger
Even a Replica Can Fall in Love [1]:
Weil Sunao ein recht mundanes Problem hatte (Streit mit ihrer Freundin), hat sie sich Hilfe gewünscht - so wurde ihre Replik Nao geboren. Beide können zusammen existieren, aber Sunao hat Kontrolle über Erscheinen und Verschwinden von Nao. Und so ruft sie ihre Replik primär, wenn sie auf irgendwas keinen Bock hat - beispielsweise bei Regelschmerzen nicht zur Schule möchte. Oder sie ihre Lieblings-TV Serie gucken will, statt zur Schule zu gehen …
Bevor ich was anderes sage, muss ich anmerken, wie einfach nur plain die Show aussieht und sich auch anfühlt. Es wird ruhig erzählt, Nao bringt bisher wenige eigene Emotionen rein. Auch die anderen Charaktere sind wenig intensiv. Das ist nicht unbedingt ein Problem, aber liefert auch keinen wirklichen Selling Point. Wobei ich zumindest visuell diese weiße, wolkige Umrandung mag, die es wie eine Art Erinnerung oder Traum wirken lässt. Weil es für Nao in gewisser Weise auch sowas ist. Da sie so gesehen keine eigene Existenz ist - sie hängt ja total von Sunao ab - ist ihr gesamtes Leben irgendwie surreal. Ich würde übrigens nicht erwarten, dass die Show das mit der Replik erklären wird, weil das bisher nicht so wirkt, als würde sie sich darum scheren (was ok für mich ist).
Den letzten Satz der Einleitung habe ich nicht umsonst erwähnt, denn Sunao scheint sich durchaus zu einer recht isolierten Bitch entwickelt zu haben, seit Nao da ist. Ich weiß nicht, wie die Show weiterläuft, aber ich kann mir das schon so erklären: Wenn eine andere Person einem immer die schwierigen Situationen abnimmt, dann weiß man irgendwann nicht mehr, wie man richtig mit Menschen umgehen soll. Denn es wird immer zu Reibung kommen. Und das Sunao Konflikten ausweicht merkt man schon vom Start - sonst hätte sie keine Replik gebraucht, die sich bei ihrer Freundin entschuldigt. Sunao hat eine bitchige Persona entwickelt, um Leute auf Abstand zu halten.
Nao hingegen ist outgoing und freundlich. Sie ist gerne unter Menschen und stemmt quasi Sunaos Sozialleben - wobei beide drauf achten, dass sich ihre sozialen Kreise nicht zu sehr überschneiden. Nao ist beispielsweise im Buchclub, und Sunao im go home Club. Nao hat selber gemerkt, dass die beiden sich auseinderentwickeln und Sunao immer isolierter wurde - als Ausgleich wollte sie in allem gut sein. Was, denke ich, genau zum gegensätzlichen Effekt geführt und die Apathie von Sunao gesteigert hat. Warum sich anstrengen, wenn alles Anstrengende von seiner Replik erledigt werden kann?
Hierbei finde ich das klare Machtgefälle sehr interessant. Da am Ende Sunao die volle Kontrolle hat, sind alle von Naos Errungenschaften flüchtig - auch, was sie denkt und fühlt. Ich extrapoliere jetzt wieder, aber vermutlich wird ein Punkt werden, dass Sunao zwar nicht mehr wirklich die Herrin über ihr Leben ist, aber immer noch die von Nao.
Gerade im Vergleich zur vorherigen Show finde ich den Umgang mit Wish Fulfillment hier deutlich interessanter. Könnte ein nettes Drama werden.
Eren the Southpaw [1]:
Wer kennt es nicht? Eigentlich will man nur mal eben so Grafik Designer werden, weil einem als Kind immer gesagt wurde, dass die Kritzeleien doch super seien? Und hey, das ist ja auch ein leichter Job, quasi ein no Brainer wenn man sich gar nicht anstrengen will! Ja, kein Wunder, dass Kouichi direkt von Eren eine reingehauen bekommt, für seine Kack-Attitüde und seine hässlichen Schmierereien. Wobei sie vielleicht mit ihrer Art, Probleme zu "lösen", auch mit einem Fuß im Knast steht. Denn sie scheint ne ziemlich kurze Lunte zu haben, wenn sie Kunst scheiße findet.
Ich finds ja ganz interessant, dass es hier mal um Graffiti geht - das ist nicht so häufig in Anime aufzufinden. Die Show handelt im Prinzip von Kunst und der Motivation, die einen dazu bringt. Kouichi ist - wie man aus der Einführung merkt - ziemlich überheblich und leidet massiv am Dunning-Kruger-Syndrom. Wobei man gegen Ende merkt, dass da doch irgendwo ein wenig Selbsterkenntnis dabei ist, dass er sich anlügt - denn im Kern will er gar keinen 0815 Job haben, sondern er will was Spannendes aus seinem Leben machen. Weiß nur noch nicht, was. Im krassen Kontrast ist hier seine beste Freundin Sayuri, die sich für die beiden ein eher normales Leben wünscht - und ihm das vielleicht auch eingeredet hat? Zumindest denkt sie, dass sie beiden keine "Hauptcharaktere" seien und so verhält sie sich auch. Nicht aus der Norm ausbrechen, den Erwartungen gerecht werden, zur Gesellschaft passen.
Da passt Grafiti als Metapher perfekt rein - eine Kunstform, die sich bewusst gegen Normen auflehnt, die vandalisiert, befreit.
Was ich besonders schön finde sind ein paar der Bildkompositionen. Die Animationen hingegen sind nicht ganz so gut - trotz Production IG hier hinter. Dabei sehen gerade die Szenen, in denen Graffiti gesprayed wird, schon sehr cool aus. Und man weiß auch sofort, dass das, was MC-kun hier an die Wand macht, nicht geil sein wird xD
Es ist durchaus ein interessanter Start, aber gerade die Charaktere haben mich noch nicht komplett überzeugt. Eren wirkt halt ziemlich arschig, und Kouichi auch irgendwie. Obwohl das Thema durchaus spannend ist.
Pardon the Intrusion, I'm Home [1]:
Wow, selten erlebt man so einen Doormat-Charakter in Anime. Klar, der Dude von nebenan hat einem die Wand eingeschlagen, verhält sich wie der größte Arsch in ihrem Haus, beansprucht, dass sie ihm was zu Essen macht - aber hey, er ist der Zeichner ihres Lieblings Anime, also alles gut! Es ist, als hätte man die männliche Variante von Umaru-chan bei sich zuhause…
… und ja, manchmal finde ichs gut, wenn ich ähnliche Tropes beider Geschlechter gleich einschätze, ist ne schöne Symmetrie. Denn diesen lazy loser der sich durchfüttern lässt finde ich massiv kacke. Aber noch schlimmer finde ich MC-chan, die sich so komplett überrollen lässt. Übrigens auch von ihrem anderen Nachbarn, der zwar ziemlich adrett und irgendwie auch die voice of reason, aber kann auch teasen und wirkt leicht manipulativ (beispielsweise als er sich als ihr Freund ausgibt).
Dabei sind die Zeichnungen ziemlich knuffig und gerade die Ausdrücke von MC-chan echt niedlich. Ich denke, wenn man mit den Charaktertypen mehr anfangen kann als ich kann man hier auch gut lachen. Aber so? Sie wirkt wie die Hauptfigur aus Tamon-kun, nur, dass sie gar kein Rückgrat besitzt und sich einfach mitschwemmen lässt. Meh.
Gals Can't Be Kind to Otaku [1]:
Spirituell nicht unähnlich zu dem ersten Anime über das zweitschönste Mädel - nur, dass die Gals hier natürlich die heißesten in der Klasse sind, MC-kun also per default gewinnt
Hier bonden Ota-kun (ja, so nennen sie ihn) und die beiden Gals über ihre gemeinsame Liebe zu einem "kleine Mädchen Anime" (damn, hättet ihr eine noch creepigere Übersetzung finden können? xD)
Es ist ein ähnliches Wish Fulfillment ohne große Reibung wie bei Second Prettiest. Ich mochte die beiden Gals hier aber etwas mehr - besonders Ichiji ist echt richtig gut drauf und uber genki (hat aber auch eine gute Auffassungsgabe), während Amane klar die Tsundere ist. Auch den Zeichenstil finde ich schöner. MC-kun ist dafür ne Ecke mehr self deprecating. Man könnte hier was aufziehen, dass Gals auf eine ähnliche Art sozial ausgeschlossen sind wie es Otaku auch sind - aber das macht die Show bisher nicht, die beiden sind ultrabeliebt in der Klasse.
Denn letztendlich ists die gleiche Schiene wie Second Prettiest.
@Dnamei: Woah, das Ending von Slime ist ja edge as fuck. Wird die Show so düster im späteren Verlauf? Hab ja nur die ersten paar Episoden gesehen, dann wurde es mir zu langweilig bzw. Rimuru war mir zu OP.
...
Generel nicht, aber stellenweise wird es schon düster, und eskaliert dann manchmal auch ziemlich. Vor allem wenn es dann Leuten an den Kragen geht. Aber die meiste Zeit geht es eher locker und fröhlich zu, da Rimuru schon ziemlich OP ist in den meisten Situationen. Aktuell kümmern sie sich wieder mehr um ihr Dungeon Projekt, was ich eher als lustige Sidequest ansehen würde, auch wenn es Einnahmen und Touristen für ihr Land generiert.
Zitat von Sylverthas
Irgendwie hatte ich ja gesagt, dass ich nicht mehr alle Shows die Season schaue. Und zumindest hab ich ein paar Isekai ignoriert. Aber gefühlt schaue ich trotzdem fast alles. Gewohnheiten oder so?
...
Gut möglich^^. Und so bekommen wir eine Menge interessanter erster Einblicke.
Witch Hat Atelier 01-02: 2 Eps zum Start waren eine gute Sache. Damit haben sie genug Zeit, um das Setting in Ruhe einzuführen aber auch um das Atelier zu zeigen. Und die Show sieht gut aus. Die schönen Effekte für die Magie aber auch die sonstigen Animationen können sich sehen lassen. Wenn sie das auf dem Niveau durchhalten können wäre das schon klasse. Coco ist neugierig und interessiert, während Qifrey ein guter Einstiegspunkt für sie in die Welt der Magie ist. Ich finde seine Charakter passt auch ganz gut dazu, dass hier nicht alles so rosig ist. So ist er zwar nett, aber er ist auch bereit dazu, die Dinge zu tun die er für nötig hält.
Schließlich ist Magie nicht ungefährlich und die Mechaniken dahinter werden geheimgehalten. Wo offensichtlich nicht alle zustimmen.
Das Magiesystem gefällt mir auch, da die Grundstruktur recht einfach zu verstehen ist und man den Erklärungen auch recht klar folgen kann.
Ich merke auch, dass ich so ziemlich alles vergessen habe aus der Zeit, wo ich mal in den Manga reingelassen hatte. Passt aber, ist also so gut wie Neu^^.
MARRIAGETOXIN 01: Menschliche Möbel als Einstiegspunkt waren sicherlich der erste Hinweis, zusammen mit dem Pack Zigaretten aber im Verlauf wird ziemlich klar, dass die Action sehr over the Top sein wird. Was sich für meinen Geschmack noch nicht so gut bzw. organisch in die Welt einfügt. Braucht vielleicht etwas Eingewöhnungszeit. Aber die beiden Mains Gero und Mei haben mir dafür bislang durchweg gefallen und könnten die Show tragen. Die zwei haben toll miteinander funktioniert und die ersten Versuche für Gero eine Frau zu finden waren amüsant.
Der Twist, dass Mei eigentlich ein Kerl ist, kam überraschend, hat aber gut funktioniert. Fand es auch lustig, dass sie selbst beim Reveal den Körper genug verborgen gehalten haben, dass man keine 100% Bestätigung hat. Man könnte also auch einfach einen doppel Twist annehmen, wenn man so große Probleme damit hat :rolleyes: . Bei der Chemie würde es mich auch nicht verwundern, wenn am Ende vielleicht doch die beiden zusammenkommen, wobei dann natürlich wieder das Kinderproblem im Raum stünde, außer sie faken das. Wobei dann eigentlich auch die Schwester mit ihrer Freundin ein Kind bekommen könnte, sofern sie das will.
Petals of Reincarnation: Ist nicht auf Crunchy, daher eh drop für mich, aber nach Sylverthas Beschreibung hätte ich wohl auch nicht mehr reingeschaut xD. Wobei ich glaube, dass ein kompletter und sofortiger Blutverlust tödlicher wäre als nur das Herz zu entfernen. Auch wenn es sich nicht viel nimmt.
Killed Again, Mr. Detective. 01-02: Ep 1 fand ich vom Aufbau her ganz ok und auch wie sie schon ein wenig gezeigt haben, wie sie Vermutungen anstellen, Beweise sichern etc. Es gab zwar auch ein paar seltsame Sachen, wie das das Schiff so wenig Passagiere hat (geringes Anime Budget?) oder das sie so einfach die nicht öffentlichen Bereiche des Schiffs durchsuchen können. Doch ich hätte mir vorstellen können, dass sie daraus durchaus was machen können. Aber Ep 2 fällt dann ziemlich rasant auseinander für mich.
Sein Gimmick wird gegenüber den anderen Charakteren schwach überspielt, der Fall löst sich von selbst und ehe man zu sehr darüber enttäuscht sein kann, knallt die Show schnell ein abstürzendes Flugzeug auf das Schiff. Als ob sie das zur Ablenkungen nutzen wollen xD.
Jedenfalls weckt das kein Vertrauen, dass sie mit den Fällen gut umgehen, wenn sie den ersten Fall schon so verhauen.
That Time I Got Reincarnated as a Slime Season 4 02: Tja, Rimuru muss sich ein wenig um seinen Dungeon kümmern, vor allem da manche Abenteurer die Mechaniken exploiten. Game Dev Life^^. Und er hat sich etwas gebastelt um Avatare zu erzeugen, damit er und seine Freunde anonym im Dungeon eingreifen können. Allerdings sind die Avatare offensichtlich sehr viel schwächer, also steht erst mal Training auf dem Programm.
Ascendance of a Bookworm: Adopted Daughter of an Archduke 02: Schade, die Show hat den Cliffhanger von Ep 1 offenbar komplett übersprungen oder sie kommen erst später wieder drauf zurück. Ich finde das ist aber eine unnötige Stolperstelle im Erzählfluss. Die Charaktere finden sich in ihre neue Rollen ein, wobei Rozemyne noch eine weitere bekommt und selbst Bishop wird xD. Ob sie demnächst mal versuchen wird, dem Oberpriester Befehle zu erteilen, da sie ja nun theoretisch im Rang über ihm steht?^^
Man merkt aber auch, dass sie zeitlich viel springen und es schnell voran geht. Funktioniert bislang gut (bis auf die Sache mit dem Cliffhanger), da sie nicht hin und her springen und innerhalb der Ep alles passend ineinander fließt. Aber ich hoffe sie haben später auch etwas Zeit für die ruhigen Momente und das dem nicht zu viele Charaktermomente zum Opfer fallen. Denn die Interaktionen der Charaktere sind ja mit das interessante und unterhaltsame.
Daemons of the Shadow Realm 02: Ich hätte gerne noch mehr Erklärung zu den Umständen, aber das ist ein gutes Zeichen, dass ich neugierig darauf bin mehr zu erfahren. Asa und Gabby haben auch ein paar nette Momente zusammen, aber ohne die Hintergründe fällt es weiterhin schwer mit der Sympathie nach ihrer Aktion. Kann mir aber gut vorstellen, dass viele der Charaktere unterhaltsam sein werden, auch wenn man ihre Handlungen nicht mag.
Yuru fackelt aber auch nicht lange und wird selbst aktiv. Und er ist dabei sogar ziemlich kompetent würde ich sagen.
Die Dämonen hatten auch einen guten Auftritt und einige lustige Szenen.
Jedenfalls ist von der Story her noch vieles schwer einzuschätzen und eine gute Portion Misstrauen gegenüber allen Seiten ist vermutlich angesagt^^.
Ich schätze ich muss hier niemandem sagen, wie gut das wegen Mei auf MAL ankam, oder?
...
Nichts mit dem Hauptcharakter einer Serie anfangen zu können ist in meinen Augen ein sehr valider Grund, die Serie nicht zu sehen .
Viel interessanter wären doch die zweifellos vorhandenen "Ich betrachte MC-chan einfach weiterhin als Girl" Kommentare gewesen .
The Barbarian’s Bride 01: Die Stimmung ist ein wenig seltsam. In der Schlacht werden munter Leute niedergemetzelt (und natürlich schneiden Schwerter problemlos durch Rüstungen ), aber dann nach der Gefangennahme geht es sehr stark in die Comedy mit ihren Reaktionen. Die Rückblende waren dann wieder ernster aber sehr plump, wie ihr Land als ziemlich verkommen dargestellt wird. Dem OP und ED nach wird da das Land der Barbaren wohl viel angenehmer sein.
Für sie persönlich liegt das Hauptkonflikt aber erstmal darauf, dass sie Kämpfen will und nicht Heiraten. Da wird es also interessant sein, wie sie das lösen werden.
Das ihr in manchen Szenen nicht klar ist, was vorher passiert ist, war seltsam, da nichts angedeutet wurde, dass das erklären würde. Wird sie da einfach ohnmächtig oder was? Da denke ich vermutlich zu viel drüber nach und die Show nutzt das nur für die Exposition. Bei ihrer Reaktion auf seine Morgenlatte musste ich aber auch lachen xD.
Gut, holpriger Start so weit, ich kann jedoch mit der Comedy durchaus was anfangen und werde daher noch ein wenig weiterschauen.
Scum of the Brave 13: Diesmal gefällt mir das neue OP besser als das neue ED, aber kommt nicht an das alte ED ran. Das Training hatte auch wieder ein paar gute Comedy Bits, vor allem als Yukine ihren Griff nicht lösen wollte und sogar die anderen zwei mit anpacken mussten xD. Mal schauen was sie in Hokaido so herausfinden können und warum seine zwei Buddys auch schon da sind.
The Classroom of a Black Cat and a Witch 01: Oh, die Show hat einen leichten Ecchi Einschlag mit den ganzen Pantyshots am Anfang. Aber dafür waren die Eskapaden der Protagonistin schon lustig mit anzusehen. In Kombination mit dem Kater auch noch, wobei die Story noch etwas wackelig ist.
Witch Hat Atelier [1-2]:
Dnamei hat die ersten beiden Episoden ja schon beschrieben. Da ich den Manga kenne und ziemlich gut finde erwähne ich zur Story mal nicht mehr so viel.
Und ja, die Show sieht absolut klasse aus. Selten erlebt man außerhalb von großen Kampfszenen so eine starke Umsetzung. Was ich aber wirklich mochte, ist, dass sie auch bei den kleinen Animationen nicht zurückgehalten haben. Beispielsweise wars toll, wie Coco das Lineal verschiebt, um den Stoff richtig zu schneiden. Auch das Zeichnen der Zauber haben sie super präsentiert und die Effekte selber waren natürlich richtig schön. Die Mädels haben tolle VAs bekommen, wobei ich das Gefühl habe, dass Tetia etwas lauter ist als die anderen. Aber who cares, Agathe ist sowieso best girl *g*
Musikalisch hats mir bisher auch gut gefallen. Es ist ja die Komponistin von späteren FromSoft Titeln am Werk, und ich finde durchaus, dass sie mit ihren Tracks die Welt zum Leben erwachen lässt. Hatte ich so von den eher bombastischen Sachen aus den Souls Titeln nicht unbedingt erwartet. Aber sowas klingt einfach so schön, wirklich toll und so evocative. Angeblich ist die Produktion auch schon abgeschlossen, so dass man sich hoffentlich auf dem Niveau halten wird. Natürlich kommt es nicht an die kleinen Kunstwerke ran, die der Manga hat - aber der Anime hält hier auch, was der Mediumwechsel verspricht mit den Animationen und der Musik.
Was ich vom Anfang aber total vergessen hatte: Wie unglaublich gut der darin ist, diese Faszination von Magie in der Welt zu verkaufen. Und da muss man auch einfach sagen, dass das keine kleine Leistung ist. Denn hier geht’s nicht um diese explosiven Zauber, die spektakuläre Effekte erzeugen (womit die meisten Anime eher auftrumpfen). Sondern darum, die kleinen, alltagstauglichen Magien so darzustellen, wie Coco sie mit ihren kindlichen Augen sieht - sei es nun Pflastersteine, die leuchten oder ein See der sich selber reinigt. Man merkt einfach, wie Magie logisch in diese Welt passt, als etwas nützliches für die Menschen, aber gleichzeitig dieses exklusiv Faszinierende hat. Die Allegorie für Technik und Fortschritt ist offensichtlich.
My Ribdicilous Reincarnation [1]:
Was war das? Nein, ernsthaft, was war das? MC-kun soll wiedergeboren werden, und kommt zu der größten Deadpan-Loli-Göttin, die ihn erniedrigt wie sonst was. Und irgendwie hat ers verdient, weil er auch ein Nervenarsch ist.
Die Show ist eine der absurdesten Comedies diese Season, und der Titel ist einfach nur glorreich. Er beschreibt zwar vermutlich nur seine erste Wiederbelebung, aber eh. Es ist so, dass es für jede Wiederbelebungsoption Wartezeiten gibt. Und die sind ihm alle viel zu lang - denn selbst ein NPC hat 500 Jahre auf einer beliebten Isekai Welt. Also lässt er sich als die Rippe eines glorreichen Helden wiederbeleben (siehe Titel). Was ihm ausreicht, weil er dann immer noch von den heißen Frauen gestreichelt werden kann.
Und so spielt die halbe Episode in einer Art Videoformat, bei dem er sich mit der Göttin zusammen seine in einem komplett anderen, aber durchaus coolen, Stil animierten Abenteuer als Heldenrippe anschaut. Währenddessen hört man das Voice Over der beiden - seine Erklärungen der wilden Ereignisse sowie ihre sarkastischen Einwürfe. Und ja, ich fands durchaus lustig, auch wenn ich die halbe Zeit Fragezeichen überm Kopp hatte.
Ich würde fast sagen, dass zu sehr versucht wird, seltsam zu sein - aber irgendwie hats funktioniert? Leider denke ich bei solchen weirden Stilen mittlerweile immer mehr, dass da sicher was AI generiert ist. Es ist wirklich schade, wie diese ganze Technologie das Vertrauen in die Kunst erodiert.
Man kann von Folge 1 aus aber gar nicht sagen, wie die Show weitergeht. Wird er jetzt in jeder Episode in was anderes verwandelt und sie schauen sich nen Streifen mit ihm an? Könnte recht eintönig werden. Entsteht hier noch ein richtiger Plot? Naja, am Ende schaut mans wohl eh eher für die deadpan Göttin (oder wahrscheinlicher: gar nicht *g*)
Needy Girl Overdose [1-2]:
Hier hatte ich extra zwei Episoden geschaut, weil ich aus der ersten die Richtung noch nicht wirklich erkennen konnte. Die zweite macht es immer noch nicht total klar, aber zumindest etwas mehr. Die Show schließt an ein Ende des Spiels an, denn Ame bzw. ihr Alias OMGKawaiiAngel (KAngel for short) haben bereits 1 Millionen Subs. Und damit ist sie anscheinend einer der einflussreichsten Streamer und dominiert den Markt, was… uhhh… naja, sagen wir mal, heute gar nicht mehr so beeindruckend wäre *g*
Ich würde sagen im Kern geht die Show darum, wie ihre Existenz andere beeinflusst - was zu einem Schwenk durch die Internet Idol-Szene führt. Wichtige Rollen haben hierbei die russische Gruppe Karamasow, die ihr Konkurrenz machen will.
Denn die Show macht eine große Sache daraus, dass viele der Internet Idols aus Einsamkeit und Isolation damit anfangen. Was zumindest bei Vtubern sogar zu nem Teil zutrifft, diese Story hört man immer wieder.
Mir fällts gerade etwas schwer, das hier zu beschreiben. Man merkt die Inspiration von Lain und von Perfect Blue, aber es fühlt sich oberflächlicher an, weil einfach mehr Themen durcheinander geworfen werden. Die Show ist einerseits eine Aneinanderreihung an Szenen, die ziemlich shafty inszeniert sind und auch teilweise einfach nur wild wirken (z.B. reale Menschen O_O). Gleichzeitig spricht sie dann aber auch oft einfach direkt aus, worum es jetzt geht, was die Inszenierung irgendwie… überflüssig wirken lässt, zumindest als Metaphern? Ein Beispiel ist für mich die Szene mit Kache in Episode 2, wo sie im Prinzip noch mal erklärt, was man in Episode 1 bereits in mehreren Szenen gesehen hat. Wieso macht man erst "show, don't tell" und danach macht man noch mal "now tell again"?
Kache finde ich generell interessant. Ich habe das Gefühl, dass man sie ein wenig als Spiegel von Ame aufbauen will. Sie erkennt, dass sie mit ihrem Körper viel Geld machen kann und ist in einer eher unglücklichen Beziehung mit einem abgehalfterten Typen, der auch nur Sex von ihr will. Im Prinzip die Idealbedingungen, um auch in die - wie es hier dargestellt wird - kaputte Welt der Internet Idols gezogen zu werden. Gleichzeitig wird angesprochen, dass sie vielleicht doch eher in die "normale" Welt gehört - was hier in gewisser Weise bedeutet, dass ihr Leben noch nicht so kaputt ist wie das der anderen. Auch wenn es ihr nicht gut geht.
Eine andere Szene, die ich schon witzig fand, war das "Duell" zwischen der russischen Gruppe und KAngel. Dort wurde quasi immer gezeigt, wenn eine der beiden Parteien nen guten Seitenhieb gemacht haben, und witzigerweise waren dann auch welche von den Russen auf KAngels Seite *g*
Ich habe allgemein zwei größere Probleme mit der Show: Einmal wirkt sie deutlich zynischer als das Spiel. Das mag jetzt seltsam erscheinen, weil das Spiel schon fucking zynisch ist. Aber hier muss man ja bedenken, dass das im Prinzip nur Ames Gedanken waren - und dass sie selber nicht mehr alle beisammen hat. Hier ist der Unterschied, dass noch deutlich mehr Charaktere auftreten, die ihre Perspektive in gewisser Weise stützen.
Das zweite Problem ist, dass der Anime Gefahr läuft, die zentrale Entwicklung des Spiels zu untergraben. Das True Ending war ein kathartischer Abschluss, weil Ame sich von ihren Delusionen und P-chan löst. Da der Anime dies jetzt wieder in den Fokus stellt, wirkt das weniger wie Weiterentwicklung und mehr wie ein Rückschritt. Aber vielleicht machen sie was cleveres damit, schwer zu sagen.
Ich schaue vermutlich noch etwas weiter, weil ich mehr rausfinden will, was hier eigentlich gesagt werden soll. Man könnte es komplett abstrakt als ein "Abbild einer kaputten Gesellschaft" ansehen.
The Drops of God [1]: Ein Battle Shounen *hust* ich meine natürlich Sports Anime über Wein…
Vielleicht ein besserer Fit als man erst denkt. Denn irgendwie unterstreicht das Battle Shounen Konzept hier die innere Lächerlichkeit, die ich dabei empfinde, wenn Leute super prätentiös über Wein reden (ich sehe selber die Ironie darin, wie ich teilweise recht prätentiös über Anime oder Games schreibe *g*). Wieso also nicht noch dazu Rumschreien und die Angriffsnamen - ich meine natürlich die Weinnamen - rufen und in Food Wars ähnliche Ekstasen verfallen, weil man das Gesöff runterkippt? Leider nimmt sich die Show hier ernst - wobei man das als einen Humor für sich ansehen kann, dass sie dieses lächerliche Konzept so straight spielt *g*
Naja, wie man der Einleitung entnehmen kann, habe ich sehr wenig hierfür übrig und konnte das Konzept auch in keiner Weise ernstnehmen. Was für ein Glück, dass die Show auch ziemlich schlecht animiert ist und aussieht und MC-kun wirkt irgendwie seltsam unmotiviert und langweilig.
Also ja, ob seine megageile Nase je den Anforderungen seines verstorbenen Vaters nachkommen kann, werde ich nie erfahren. Und das ist für mich total ok.
Botan Kamiina Fully Blossoms When Drunk [1]:
Ist das hier eine Fratgirl-Show? Botan ist gerade mal alt genug um zu trinken, und wird sofort von den Schnappsdrosseln ihres Wohnheimes zugekippt. Ibuki ist so alki, dass sie sogar alleine säuft - und einen Säuer-Schluckauf entwickelt hat. Wenn Botan besoffen ist, dann wird sie ziemlich flirty (siehe Titel^^) - gegenüber den Mitmädels, die damit aber weniger Probleme zu haben scheinen. Ist das hier die Yuri Variante von Grand Blue? Und wie sehr würden die Kenner aus Drops of God über Botan lachen, wenn sie Wein nur als "lecker" bezeichnen kann?!
Ehrlich? Ich fand die Show schon recht amüsant. Aber eher, weil ich das Zurschaustellen vom Alk doch recht ungewohnt für Anime fand. Vermutlich hab ich in meinem Kopf mehr Witze über die Szenen gemacht als angedacht waren - beispielsweise als Botan einer anderen erzählt, dass sie mit Ibuki gezecht hat. Diese ist dann total geschockt und mein erster Gedanke war "Oh shit, Du hast mit der Säufernase getrunken? Dein Leben ist so VORBEI!".
Die eine Szene, in der Botan sich so richtig mit Sake abfüllen lässt war auch schon witzig, weil der Bildausschnitt immer kleiner wird, je mehr sie trinkt. Und dass sie schon voll drauf ist zeigt sich auch darin, dass ihr als allererstes, wenn sie einen Raum betritt, das Schnappsregal auffällt. Oh, you poor soul.
Die Show ist auch erstaunlich gut animiert und sieht richtig stark aus. Also wenn man cute girls will, dann ist vermutlich keine Show diese Season besser als diese. Auch der Alkohol wird erstaunlich ästhetisch präsentiert - viel mehr, als es Drops of God mit seinen Übertreibungen je könne. Ich würde sagen, wenn man mit dem Thema was anfangen kann (es könnte sein, dass meine Darstellung hier leicht verzerrt ist *g*), dann mal nen Blick reinwerfen…
WARTET?! Hat sich die eine da echt ne Zigarette IN DER WOHNUNG angesteckt?! 0/10, DROP!
Release That Witch (2026) (Bis Episode 7)
Nachdem ich im ersten Post noch geschrieben hab das ich wenig Isekai Serien gesehen hab, wars ja klar das eine der ersten Serie die ich dann geschaut hab eine chinesische Isekai Show ist. ^^
Ist bereits im letzten Monat gestartet und es gibt wohl schon eine vorherige Anime Adaption die ich aber nicht kenne.
Jedenfalls erwacht unser Namenslose Protagonist im Körper von Roland Wimbledon, dem vierten Sohn des momentanen Königs in einer dem europäischen Mittelalter entlehnten Welt mit leichten Fantasy Einschlag. Alles deutet darauf hin das der vorherige Besitzer des Körpers vergiftet wurde, aber zum Glück hat er die Erinnerungen seines Vorbesitzers behalten. Pech nur für ihn das dieser sich vor allem fürs saufen interessiert hat, weshalb er der Herrscher über eine runtergekommene Grenzstadt ist. Er und seine 4 Geschwister (hat auch eine Schwester) übernahmen jeweils die Führung einer Stadt um zu beweisen wer als Thronfolger geeignet ist.
Statt der üblichen Powerfantasy mit Level & Skills, liegt hier der Reiz darin das er sein modernes Wissen aus der Moderne mitgebracht, so beginnt er mit Zement Befestigungen zu bauen, oder Gewehre herzustellen. Aber auch so Ideen wie sein persönliches Vermögen einzusetzen um seine Stadtbevölkerung durch den Winter zu bringen, dazu muss er sich erst Mal mit dem lokalen Adel herumschlagen, der unhappy ist das der Prinz ihre Herrschaft anficht.
Gewürzt wird das Ganze dann durch einen leichten Fanatasy Einschlag, im Winter werden die Tiere des Waldes zu blutrünstigen Bestien die eine Bedrohung für die Stadt darstellen und es gibt (wie der Name vermuten lässt) Hexen mit magischen Fähigkeiten, auf die im Königreich jedoch verfolgt werden. Der MC will die Hexen und ihre Fähigkeiten jedoch für sich gewinnen.
Ist die Serie jetzt gut? Ehrlich gesagt fand ich sie überraschend solide, von Vorteil war natürlich das ich mir schon mal 3-4 Folgen am Stück anschauen konnte als die Season gestartet ist, es hebt sich zumindest positiv vom Isekai Einheitsbrei ab und hat so leichte Game of Thrones Vibes, wobei ich ehrlich nicht davon ausgehe das die Serie mal wirklich herausragend wird, aber wenn man die Idee mag kann man ja mal reinschauen.
Trailer für einen Einblick:
Das Opening hat einen chinesischen Chor Gesang als Untermalung der mir echt gefällt, aber die einzige Version des Opening das ich auf Youtube gefunden hab hat echt beschissene Qualität, aber hier:
Daemons of the Shadow Realm (Episode 1-2)
Ich finde das war eine sehr gute erste Episode, die spannend war und Interesse weckt wie es weitergeht. Mit ihren Überraschungen [insp]es ist keine Fantasywelt, sondern spielt in der moderne und das ist gar nicht seine Schwester[/isnp] ist es die gelungenste erste Epsidoe diese Seaosn die ich gesehen hab. Wenn möglich würde ich jedem empfehlen möglichst blind rein zugehen zumindest für die erste Episode. Beachtenswert fand ich wie viel Zeit die Serie bisher mit den Antagonisten verbringt und wie sehr die Serie versucht mit ihnen Sympathien zu erzeugen, was bei mir auch geklappt hat trotz der Ereignisse der ersten Episode. Ich erwarte da allerdings auch noch mehr zu den Beweggründen und Rechtfertigungen auf allen Seiten. Wobei ich das Vorgehen von Asa zu einem Teil schon verstehen kann, wenn es sonst ihr Platz gewesen wäre Jahrzehntelang im Keller eingesperrte gewesen zu sein ohne Kontakt zu anderen, wobei da natürlich die Frage ist wie weit die Situation erst durch ihre Flucht so entstanden ist.
In jedem Fall finde ich den ganzen Cast bisher eigentlich ganz gut, sowohl die Truppe um den Protagonisten als auch die Antagonistengruppe haben eine gute Chemie zusammen.
Ist bei mir in jedem Fall gesetzt zum weiter schauen.
Hier noch das Opening im Spoiler für alle die die erste Folge schon geschaut haben.
Witch Hat Atelier (Episode 1-3)
Eine sehr bezaubernde Darstellung von der Magie in dieser Welt, gleichzeitig setzt sie sich damit positiv von anderen Settings ab. (Hat mich ein bisschen an das Magiesystem aus einem Fantasyroman erinnert dessen Titel ich mal in einen Spoiler packen weil es in dem Roman auch zu einem großen Teil darum geht wie die Magie funktioniert, von daher ist Vergleich zu diesem Anime an sich vielleicht schon ein kleiner Spoiler. Titel ist Elantris.) Muss sagen das ich das Magiesystem auch echt mag, ich bevorzuge da ganz klar solchen "harten" Magiesysteme, wo das Fantastische in den Hintergrund tritt und es klare Regeln gibt, die man Zuschauer & Leser nachvollziehen kann.
Sieht auch sehr hübsch aus der Anime was ein Pluspunkt ist und Coco und Qiffrey mag ich auch als Charaktere. Und während ich im Anime darüber auch Sympathie mit den Antagonisten hab, muss ich sagen das ich Agathe echt ziemlich unsympathisch finde. Diese arrogant überhebliche Kotzbrocken Art gerade bei Kindercharakteren kann ich echt absolut nicht ab. Ist auch der Grund warum mir Made in Abyss so gar keinen Spaß gemacht hat, weil ich Riko echt gehasst hab als Charakter. Hoffentlich wird das hier jetzt nicht so schlimm. Aber auch gerade das sie nicht für ihr Arschlochverhalten getadelt wird...
[EDIT:] Sorry an Sylverthas, gerade gelesend as Agathe dein Favorit ist. ^^ Hoffentlich ändert sich meine Meinung noch.
Ansonsten ist für mich die Krempelhut Magier und ihre Beweggründe natürlich einer der spannenderen Aspekte der Geschichte, aber da wie bei Kämpfen sollte ich ob der Slice of Life Orientierung wohl nicht zu viel erwarten.
Opening:
Mao (Episode 1-2)
Nanoka hatte in ihrer Kindheit einen schweren Unfall bei dem sie ihre Eltern verloren hat und lebt heute bei ihrem Opa. Als sie eines Tages nach der Schule an der alten Einkaufspassage vorbei kommt an der Autounfall stattgefunden hat findet sie plötzlich in der Taisho Ära wieder und wird von einem Monster angegriffen das von einem jungen Mann mit Schwert getötet wird. Nachdem sie in ihre Zeit zurückkehrt, stellt sich fest das sie seltsame Fähigkeiten hat die irgendwie mit diesen Dämonen zu tun hat.
Erst Episode war denke ich ganz okay und solide, wobei mir so ein bisschen der richtige Hook gefehlt hat. Nanoka ist kein schlechter Charakter, Mao der Junge aber bisher etwas langweilig. Die zweite Episode hat dann praktisch nur in der Taisho Ära gespielt wo ich mit Frage ob das jetzt nur noch dort spielen wird? Gerade durch die zwei Zeiten gäbe es zumindest etwas Abwechslung. Und dazu hat es sich so ein bisschen nach dem Monster der Woche angefühlt. Mal schauen wie es weiter geht, aber hier bin ich noch nicht sicher das ich dranbleibe.
Opening:
The Klutzy Class Monitor and the Girl with the Short Skirt (Episode 1-2)
Fand ich etwas charmanter als die Konkurrenz aus dem Romcom Schulbereich. Geht aber auch mehr in den Comedy Bereich mit einem Kerl der die Regeln sehr ernst nimmt und der sich ständig mit einem Mädel streitet welche die Regeln eher locker sieht. Beim gemeinsamen Nachsitzen stellen sie dann fest das sich beide nicht so verkehrt finden und freunden sich an. Hängt aber natürlich stark davon ab ob einem der Humor zusagt, aber ich werde wohl dranblieben.
Beim Opening hatten sie jedenfalls ihren Spaß und haben die Charaktere in allerhand Anime Settings und Klischees gepackt die mit der Serie nix zutun haben.
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Beschäftigt mit: Control (PC), Adrian Tchaikovsky - Die Augen der Galaxis, Arknights (PC), Anime Spring Season 26 Beendet: Sam Hughes - Wir haben keine Antimemetik-Abteilung, Adrian Tchaikovsky - Die Scherben der Erde, Vernor Vinge - Eine Tiefe am Himmel
2025: Borderlands 4 (PC), Tower Wizard (PC), Tiny Tina's Wonderlands (PC), Fullmetal Alchemist (Anime), Elderand (PC), Wall World (PC)
[EDIT:] Sorry an Sylverthas, gerade gelesend as Agathe dein Favorit ist. ^^ Hoffentlich ändert sich meine Meinung noch.
...
Muss Dir doch nicht leid tun
Du kennst mich da vielleicht schon, ich stehe doch auf die Charaktere, die Reibung verursachen. Ich finde Agathe aber auch an sich einen coolen Charakter, der einiges an Wandlung durchmacht. Und ja, mit ihrer Art kommt sie nicht immer durch - man könnte schon fast sagen, dass sie eine tsu… tsu… TSUNDERE IST!
Omg, wer hätte gedacht, dass ich sie mögen könnte?! xD
Diesmal werden sich unsere Beiträge auch ordentlich überschneiden, Kayano - fast die gleichen Shows. Und da find ichs super, wie gut Du die Stories zusammenfasst - da kann ich dann immer direkt drauf verweisen und wir müssens nicht doppeln!
Akane Banashi [1-2]:
Rakugo ist eine urjapanische Kunstform. Mein erster Kontakt damit war bei Shouwa Genroku Rakugo Shinjuu, was einen sehr guten Zugang dazu darstellt. Nicht nur werden hier die einzelnen Stücke ausführlich genug performed, dass man ein Gefühl für die Kunstform bekommt, man kann sogar die Geschichten und die Reaktionen der Zuschauer nachempfinden.
Warum sage ich das? Weil Akane Banashi das so nicht in den ersten beiden Episoden schafft. Ewig werden die Rakugo-Stücke unterbrochen durch Narration und man bekommt sowieso immer nur kleine Ausschnitte zu sehen, manchmal noch mit ner Zusammenfassung, damit man überhaupt Kontext hat. Es ist eine dieser "trust me, bro!"-Stories: Die Zuschauer lachen - aber kann das nur bedingt nachvollziehen. Die Lacher, die bei uns erzeugt werden, sind eher nicht diegetisch, z.B. indem übertriebene Anime-Fressen gezogen werden.
OK, gehen wir mal nen Schritt zurück, weil das schon arg unfair ist. Rakugo Shinjuu ist eine Josei-Show, die sich an ein komplett anderes Publikum richtet.
Akane Banashi hat in Isolation durchaus eine ziemlich gut inszenierte erste Episode, die sofort das Setting klarmacht. Akanes Vater ist ein mittelmäßig erfolgreicher Rakugo, dem von dem big Bad übel mitgespielt wird. Warum ist er der big Bad? Weil er fette Aura hat und wie ein richtig fieser Arsch rüberkommt. Das Power-Scaling ist auch da, um den non-Battle-Battle-Anime zu komplettieren: Es gibt verschiedene Rakugo-Ränge, die man erklimmen muss.
Besonders mochte ich von der Inszenierung die Egoperspektive, als der Vater die Bühne betritt. Wie vor Aufregung alles verschwimmt, er Probleme hat sich zu fassen, weil so viel auf dem Spiel steht. Als Kontrast dient dann in Episode 2 Akane, welche viel gefasster ist. Was schon ein wenig viel ist, es ist immerhin ihr erster Auftritt, aber ok, sie ist halt ne Rampensau. Das sieht man auch sehr gut - so, wie sie die Manjuu-Szene darstellt, erkennt man klar, wie überzeugend sie schauspielern kann.
So richtig bin ich momentan noch kein Fan von Akane, weil sie sich etwas glatt anfühlt. Fast schon engineered um eine Shounen MC zu sein. Sie ist tough, wortgewandt, zielstrebig, mutig, schon jetzt ziemlich gut in Rakugo, hat ein großes Ziel und noch größere Schenkel.
Kommen wir noch mal auf meine Kritik an dem Rakugo zurück. Es ist komplett klar, wieso es hier so inszeniert werden musste. Es ist Shounen Jump. Shounen Jump hat diesen spezifischen Quirk, dass ein Manga direkt am Anfang einen starken Eindruck hinterlassen muss, sonst ist er schnell weg. Und das bei einem Publikum, was high intensity Stories gewohnt ist. Da kann man nicht mit einem langsamen Einstieg anfangen, wo einem eine Rakugo-Geschichte nahegebracht wird. Es muss direkt gefeuert, Spannung erzeugt und die Leser zum Weiterlesen animiert werden.
Ich gehe davon aus, dass nun nach und nach, nachdem die Grundlage gelegt wurde, man mehr in die Spezifika von Rakugo reingehen wird und auch einzelne Geschichten deutlich ausführlicher behandelt werden. Vermutlich sogar ausführlicher als in Rakugo Shinjuu.
Aber der erste Eindruck ist eben das, was man von Shounen Jump erwartet - eine auf Hype getrimmte Story, die dafür initiale Tiefe opfert.
The Klutzy Class Monitor and the Girl With the Short Skirt [1-2]:
Wie Kayano schon schreibt, es geht um Polar Opposites (WOOOT?!). Von Serientiteln, die selber als eine Synopsis der Show dienen, bin ich Isekai-gebrandmarkt und hab echt wenig erwartet - wurde dann aber doch positiv überrascht. Diese Season essen RomCom-Fans wirklich nicht schlecht. Vor allem killt Poems Blush doch jeden. Wenn es ihre Schläge nicht tun. Und ja, wer genau aufpasst, weiß auch jetzt schon, warum ich sie mag
Was ich ja bei solchen Shows auch immer mag, sind die Freunde, wenn sie die beiden so richtig teasen. Von Tougo prallt das natürlich total ab, weil er auch - wie er selbst zugibt - sehr linear und engstirnig denkt. Aber Poem machen sie echt fertig. Das ist nicht selten in diesen Shows - Nagatoro-san hat ja auch ihre Kackbratzen-Freundinnen - aber mir gefällt die Dynamik gut. Vor allem mochte ich die Szene, wo sie ihr im Hintergrund Worte in den Mund legen, wie toll sie Tougo doch finde
Was die Dynamik jetzt schon gut macht - Tougo wird direkt in den Freundeskreis aufgenommen, ohne, dass ihre Freundinnen besonders hämisch ihm gegenüber wirken. Sie lassen sich sogar auf seine seltsamen Verhaltensweisen ein und reagieren clever darauf - wie beispielsweise, wenn es darum geht, nach der Schule in ein Cafe zu gehen. Hier laden sie ihn sogar direkt ein. Das war bei Nagatoro anders.
Die anderen Nebencharaktere haben mir bisher aber noch wenig gegeben. Mal sehen, wie die sich noch entwickeln.
Stilistisch ist die Show auch nice. Sie hat sehr knallige Farben und zeigt Kante - und das ohne edgy zu sein! Gerade für Tougo werden eher eckige Formen benutzt, was seine Geradlinigkeit und Ernsthaftigkeit auch visuell unterstreicht. Die Hintergründe wirken leicht abstrakt und sind öfter in so einem Raster, was trotz eines niedrigen Detailsgrad interessant macht.
Daemons of the Shadow Realm [1-2]:
Kann Dir hier ebenfalls zustimmen. Da der Twist der Show bereits nach so etwa 10 Minuten enthüllt wird (und man vorher schon den "Drachenfurz" sieht *g*), sehe ich ihn aber nicht als so behütenswert an. Und um hierüber zu sprechen werde ich ihn zwangsläufig auch spoilen (hell, die Bilder machen das schon xD).
Was hier wirklich herausragend ist - und Kayano schreibt das auch schon: Wie ausgewogen mit beiden Seiten umgegangen wird. Klar, die Gegenspieler metzeln die Hälfte vom Dorf ab, aber ihnen wird viel Screentime gegeben und quirky Eigenschaften, die einem beispielsweise Gabby sofort nahebringt. Auch die Szenen zwischen Asa und ihr waren wirklich gut und herzlich. Hier merkt man einfach, dass Hiromu Arakawa - die Erschafferin von Full Metal Alchemist - am Werk ist. Dort war zwar von Anfang an nicht so ein großer Fokus auf die Gegenspieler, aber diese wurden auch ziemlich stark ausgebaut und waren oftmals sympathisch, obwohl sie Gräueltaten vollbrachten.
Dabei bin ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sicher, inwiefern die beiden Seiten tatsächlich unvereinbar sind, gerade wenn man bedenkt, wie sie dargestellt werden und wer auf jeder Seite ist. Es ist definitiv eine Show, bei der mich interessiert, wo der Plot hingehen wird und ich erwarte einige coole Twists - von den Namen der Charaktere und der Eröffnungsszene scheint der Übergang von Tag und Nacht eventuell relevant zu sein.
Stories, die Gegenwart und Vergangenheit verbinden, sind ja nicht unbedingt selten, wobei das hier eher wie The Village wirkt. Der Titel heißt ja "Daemons of the Shadow Realm", und ich frage mich, ob damit das Dorf gemeint ist (die falsche Asa im Käfig, die recht dämonisch aussah.
Es könnte sich auch einfach auf die Summons beziehen, aber das glaube ich nicht.
Was die Summons angeht: Hier zeigt einerseits Bones, was sie draufhaben. Die Kämpfe sind mal wieder richtig stark animiert - besonders dieser langsame Pan über den Fuß der Linken. Oh my.
Bei "Linke und Rechter" musste ich ohnehin mehr grinsen, als ich es hätte tun sollen *g*
OK, genug abgeschweift - von der Inszenierung fand ich den Kampf gegen Gabby am stärksten. Man hat hier wirklich gemerkt, wie viel Kraft sie aufwenden muss, um ihr Zahnmonster zusammen zu halten gegen die Kraft der Linken. Auch was danach passiert erzeugt durchaus Mitleid - was schon irgendwie beeindruckend ist, wenn man es hier mit ner Massenmörderin zu tun hat. Gegen Ende der Episode hat Hana auch direkt nen guten Eindruck gemacht - quasi die Winry dieser Show. Zumindest kriege ich Mechaniker-Vibes von ihr, mal schauen.
Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann Yuru bisher. Er wirkt schon hart bland mit wenig herausstechenden Eigenschaften. Das einzige, was ich bisher nennen würde, ist, dass er wirklich ohne groß zu zögern auf die Feinde geschossen hat. Aber sonst? Eh.
Ansonsten wirklich starker Start.
Mao [1-2]:
Hier bin ich auch grob bei Kayano. Aber: Wie witzig ist es, dass diese Season die Manga zweier weiblicher Manga-Urgesteine umgesetzt werden? Bei Mao handelt es sich um Rumiko Takahashi, vor allem durch Ranma 1/2 und Inuyasha bekannt.
Aber wie die Zeiten sich ändern. Oder auch nicht? Gerade durch ihren Stil und ihre typischen Anime-Emotes merkt man sofort, aus wessen Feder das ist. Ich hab mich sofort heimelig gefühlt. Gleichzeitig finde ich bisher gerade Nanoka erstaunlich kompetent. Takahashis Werke hatten immer diese Eigenschaft, dass die weibliche Hauptfigur zwar als ziemlich tough präsentiert wurde (Akane, Kagome), sogar oft kämpfen konnte, aber letztendlich doch immer von Ranma oder Inuyasha gerettet werden musste. Das hat natürlich auch was mit den Shounen-Klischees der Zeit zu tun gehabt.
Daher war ich schon sehr überrascht, dass es in Episode 2 tatsächlich Nanoka war, die Mao gerettet hat. Ich mag in solchen Shows ja immer eine ausgewogenere Dynamik, also schon mal kein schlechter Start. Es muss sich aber zeigen, ob sie wieder in alte Muster zurückfällt - was aber gar nicht unbedingt nötig wäre, weil es genug moderne Adventure Shounen gibt, bei denen weibliche Figuren auch was draufhaben und die Leute das abfeiern.
Wie Kayano bin ich aber auch noch nicht sicher, wie viel Überschneidung es nun von der Gegenwart und der Taisho-Ära geben wird und ob es auf Monster of the Week hinausläuft. Das war ja früher durchaus Takahashis Modus Operandi - eher kleinere episodische Geschichten, die dann von einem groben Plot zusammengehalten wurden. Ich hoffe, dass hier eine schnellere Storyentwicklung kommt - vor allem, weil man in der modernen Anime-Industrie ja auch keine Füllerepisoden mehr braucht und auch nicht ewig strecken muss. Die Handlung von Episode 2 hat sich auch recht safe angefühlt, ohne, dass da besonders viel Begeisterung nach dem Sieg über das Monster war.
Es hat mich bisher nicht total vom Hocker gerissen, aber ich finds dennoch sympathisch. Von der Farbgebung hat es auch einen etwas ausgewascheneren, dunkleren Ton in der Taisho-Ära, der gut zum Stil passt. Nanoka macht auch Spaß - und hey, wie sie Truck-kun ausgetrickst hat, aber dann doch irgendwie geisekait wird… das muss doch was wert sein? *g*
I Want to End This Love Game [1]:
"Ich liebe Dich!" - das sagen sich MC-kun und -chan bereits seit ihrer Kindheit. Natürlich immer mit einem "jk!" dahinter… oder?! Natürlich finden sich die beiden heiß, aber keiner kann nachgeben. Das hier ist für jeden, dem Kaguya-sama zu aufregend, exzentrisch und durchgeknallt ist und der das Teasing lieber ne Ecke normaler will. Dann kann man sich auf spannende Dialoge, wie "Ich liebe dich!" - "Nein, ich liebe DICH!... AHAHA, bist Du gerade rot angelaufen?!" gefasst machen.
Aber wartet. Wieso kann keiner nachgeben? Es ist ja nicht so, dass ihr soziales Ansehen auf dem Spiel stehen würde oder sie tiefe psychologische Gründe hätten, dass sie es nicht können, wie Miyuki und Kaguya.
Nein, eigentlich ist diese Show nur eine Variation auf das klassische Kindheitsfreunde-Dilemma. Weil sie sich so nahe stehen, aber nicht wissen, ob der andere das gleiche für einen empfindet, wollen sie "gewinnen" und sich danach die Liebe gestehen (… ergibt das wirklich Sinn?). Das "Liebesspiel" ist dabei nur ein weiterer Stolperstein, als ein echtes Fundament.
Dunno, ich finde nicht, dass dieses Setup mit dem Liebesspiel hier besonders viel hinzufügt, was andere Teasing Anime nicht auch tun, bei denen die beiden Kindheitsfreunde sind. Ich denke was das angeht war auch You Can't Be in a Rom-Com With Your Childhood Friends aus der letzten Season effizienter und gewagter, wie hart sie sich an ihn rangeschmissen haben. Auch ist es wirklich extrem seltsam, dass die Charaktere ab und an durch CG Modelle ersetzt werden - das war besonders offensichtlich in ein paar Szenen vor dem Haus und als sie über die Brücke gegangen sind. So einen Wechsel erlebt man echt selten und ich sehe auch wenig Nutzen hierin - zumindest was die Inszenierung angeht. Vielleicht konnte man so Budget sparen?
Diesmal gibt’s etwas mehr Überschneidung mit Dnamei *g*
Und auch der Endspurt der Ersteindrücke. Und es waren tatsächlich nicht alle Shows - was schon beänstigend ist, weil es trotzdem echt viele Shows waren. Und wie vorher mal erwähnt - die Season ist schockierend solide mit nur wirklich wenigen Stinkern.
A Hundred Scenes of Awajima [1-2]
Alle paar Jahre bekommen wir eine nischige Show, bei der es um eine elitäre Mädchenschule geht, die ihre Schülerinnen auf ein spezielles Feld vorbereitet. Bei Kageki Shoujo!! war es die Kouka, eine renomierte japanische Theatertruppe. Bei dieser Show geht es um eine Opernschule und um das Leben der Mädchen darin. Im Gegensatz zu Kageki Shoujo!!, das mit hoher Energie aufgewartet hat, ist diese Show aber eher ruhig und melancholisch.
Es ist eine Ensemble-Show, bei der es in jeder (Teil-)Episode um andere Charaktere geht, die aber miteinander verflochten sind. Immerhin ist der Name ja auch hundert Szenen aus der Schule. Was hier besonders auffällt ist mit was für einer Sorgfalt und Feinheit die Show aufgezogen wurde. Der Stil fühlt sich weich an, fast zerbrechlich, getragen von Pastellfarben. Ideal, um ein Drama zu erzählen, ohne es überzudramatisieren.
Ein zweiter Aspekt, der sehr spannend ist: Die nichtlineare Erzählweise. So lernt man beispielsweise in Episode 1 einen Charakter kennen, die über ihre Tante erzählt. Diese Tante ist dann die Erzählerin aus der ersten Hälfte von Episode 2. Vergangenheit und Gegenwart werden erzählerisch vermischt. Das ist ein ziemlich cleverer Aufbau, weil man quasi die Leben der Charaktere wie ein Puzzle nach und nach zusammensetzt. Es erfordert aber auch, dass man sich die alle merken kann *g*
Der Kern der ersten Episode ist die zweite Geschichte, während die erste eher eine Einführung darstellt. Hier handelt es von zwei guten Freundinnen, die zusammen gerne performed haben. So waren sie zusammen schon Romeo und Julia in einem Stück an der Schule.
Eine von ihnen wollte an die Awajima um ihre Fähigkeiten auszubauen. Sie war sich auch sicher, dass ihre Freundin mitkommen würde. Doch so kam es nicht, denn ihr Vater erlaubte es ihr nicht, sie solle etwas richtiges machen. Und so trennen sich die Wege der beiden. Sie trat zwar immer noch auf, aber eben "nur" an einer normalen Schule.
Einige Zeit später besucht die Freundin von der Awajima sie und sieht einen Auftritt von Romeo & Julia. Beide erinnern sich an ihre gemeinsame Zeit, die sie nun nicht mehr haben. Sie hatte gelogen - tatsächlich wollte sie auf eine andere Schule gehen, weil sie aus Eifersucht Abstand zwischen ihnen schaffen wollte.
Sie lassen ihre einst tiefe Freundschaft noch einmal aufleben, als sich ihre Hände berühren, sie ein letztes Mal Romeo & Julia spielen - nicht für ein Publikum, aber füreinander.
In zehn Minuten schafft die Episode eine emotionale Wucht, für die andere Serien ganze Arcs brauchen – getragen von leisen Gesten und melancholischer Inszenierung. Das Verrückte? Episode 2 macht das gleich noch mal mit anderen Charakteren bei einer Geschichte über vergangene Liebe, die nie überwunden werden konnte.
Komplett gepackt hat mich die Show aber trotzdem noch nicht, auch wenn ich die erzählerische und inszenatorische Qualität für ziemlich beeindruckend halte. Sie ist aber auch recht langsam und unaufgeregt und wegen der Nichtlinearität vielleicht nicht ideal fürs episodische Schauen. In einer so vollen Season hat sie es durchaus schwer.
The Warrior Princess and the Barbaric King [1-2]:
Diese Show macht es mir echt nicht einfach. Ich will zumindest anmerken, dass ich keine Bosartigkeit in den Ereignissen erkennen kann, die sie als Gags verkauft. Vermutlich ist es eher unreflektiertes Nutzen von Tropes, aber das ändert den Effekt wenig.
Gleichzeitig ists durchaus bedenkenswert, dass der Kernprämisse die folgende ist: Die Kriegerprinzessin wird von einem Typen niedergeschlagen, in sein Land entführt, erwacht in Ketten, wird dann von ihm bekleidet und als seine Braut verkauft, mit Roofies bewusstlos gemacht und sie wacht schließlich in seinem Bett neben ihm auf, während sein Morgenschwengel salutiert.
Und die MAL Foren konzentrieren sich mehr darauf, dass sie "nervig überreagiert, weil sie in allen seinen Aktionen was schlechtes vermutet."
Denn hey, ich meine, so wild ists ja auch nicht. Ist doch alles nur ein großer Witz. Und sie soll sich mal nicht so anstellen, immerhin hat er sie nicht einfach auf dem Schlachtfeld getötet, oder? Ohnehin sind die "Barbaren" - die ihre Frauen entführen und zur Ehe zwingen - sowieso totale Gentlemen (mit Roofies) und haben ein wunderschönes, der Natur verbundenes, Land und eine dieses respektierende Kultur. Nicht, wie das karge Land des Westens, in dem man die Kriegerprinzessin auch nur belächelt hat, weil Frauen lieber heiraten sollen.
Ich zerlege jetzt mal, was die Show hier macht und wos vermutlich hingeht: Sie stellt die Kultur der "Feinde" als viel schöner, respektvoller gegenüber Frauen und ohnehin idealisierter dar, im Vergleich zu der kalten und hinterlistigen Kultur des eigenen Landes. Der derzeitige Krieg wurde vom Westen ausgelöst - ich vermute, dass dies auch auf andere Kriege zutraf - weil sie aus ihren kargen Ländern raus wollen. Diese Kargheit haben sie sicherlich selber verursacht - höchstwahrscheinlich aus Gier. Es ist sicherlich auch kein Zufall, dass die "Barbaren" aus dem Osten viel positiver geframed werden als die "zivilisierten" Bewohner des Westens
Es ist ein Framing, um die Situation, in der sich die Prinzessin wiederfindet, als letztendlich positiv darzustellen.
Es ist auch ein Fall, wo ich meine Liebe zu Tsundere etwas evaluieren muss. Denn ja, die Prinzessin wirkt hier absolut wie eine Tsundere, obwohl es eine völlig natürliche Abwehrreaktion sein sollte. Die Deadpan-Dienerin erzeugt hierbei den Effekt, dass die Reaktionen der Prinzessin als übertrieben und irrational wahrgenommen werden. Interessanterweise hatte die Show mich mit der Dynamik erst, weil ich sie generell sehr unterhaltsam finde - die Autoren machen also zumindest ihre Inszenierung effektiv und ich musste an ein paar Stellen auch grinsen. Sie sieht auch wirklich gut aus, das muss ich anerkennen - gerade die dicken Umrandungen haben echt was.
Am Ende bleibt für mich vor allem diese Diskrepanz: Auf einer inhaltlichen Ebene erzählt die Serie eine ziemlich eindeutige Zwangssituation, rahmt sie aber konsequent als harmlosen Romance-Gag. Und genau diese Verschiebung ist es, die sich für mich falsch anfühlt. Weiterschauen werde ich das hier nicht. Bin aber auf Dnameis Eindrücke gespannt, inwiefern sich meine Prognosen erfüllen.
Liar Game [1-2]:
Hiervon habe ich den Manga gelesen und mochte ihn durchaus gerne. Es ist quasi eine der früheren Stories über high Stakes Spiele mit einem super intelligenten Hauptcharakter. Wobei ich der Meinung bin, dass diese Geschichte viel besser macht als die, die nach ihr kamen.
Grundlegend geht es um Nao, eine hoffnungslos naive Person, die sogar Münzgeld bei der Polizei abgibt. Sie vertraut jedem, aber wird nun in das Liar Game reingezogen. Die Teilnahme daran bestätigt man durch Öffnen des Geldkoffers (was ich mal als nicht rechtlich verteidigbar halte, but role with it xD. Weil sie so naiv ist, fällt sie sofort auf ihren Gegenspieler rein und gibt ihm ihre ganze Kohle. Um aus dem Schlamassel rauszukommen holt sie sich die Hilfe eines berüchtigten Betrügers.
Einer der Aspekte, die viele abschrecken, ist hierbei Nao. Sie ist anfangs so unheimlich naiv, dass man sich fragt, wie sie überhaupt erwachsen werden konnte. Zugegeben, ich habe das Gefühl, dass die Welt eine bessere wäre, wenn alle Menschen sich so vertrauen würden, wie Nao ihnen vertraut - aber in der Realität ist das schon hoffnungslos dumm. Offensichtlich ist sie so überspitzt, weil sie sich in der Handlung entwickeln soll. Sie ist später zwar weniger naiv, aber so richtig nützlich habe ich sie im Vergleich zu Akiyama nicht in Erinnerung. Er ist klar das Gigabrain der Show und löst die meisten Spiele. Aber dennoch kommt später eine Chemie und auch ein tiefes Vertrauen zwischen den beiden auf, so dass sie ihre Rolle in der Handlung stärker rechtfertigt als nur für eine Polarisierung.
Am Anfang ist ihre Art aber auch wichtig, um die Anspannung des Spiels spürbar zu machen. Denn auch wenn Akiyamas Tricks auf den Gegenspieler wirken - so spiegelt Nao auch diesen Druck wider und zeigt damit, wie der psychologische Aspekt funktioniert.
Was die Geschichte für mich aber von Material, was später kam (Darwin / Tomodachi Game, Kakegurui), abhebt, sind hier zwei Dinge: Einmal sind die Spiele recht bodenständig und einfach zu verstehen. Es wird bei den Spielen selber wenig übertrieben, was dazu führt, dass man immer gut mitkommt. Andere Spieleshows haben abstruse oder lange Regellisten. Einerseits um einzigartiger zu wirken, aber auch, weil es einfacher ist, Lücken zu erstellen und zu verbergen. Das lässt die Spiele eher wie von Anfang an designte Puzzles anfühlen, die es zu lösen gilt, nicht wie ein echter Wettstreit.
Der andere große Unterschied ist, dass die Strategien auf psychologischen Effekten basieren, was die Show schon mit dem ersten - noch recht mundanen - Spiel mit Naos Ex-Lehrer klarmacht. Es ist also eine Kombination der Psychologie mit den simplen Spielregeln. Das sollte meiner Meinung nach auch die Essenz sein, damit solche Shows spannend bleiben.
Gleichzeitig kann ich den Anime nur bedingt empfehlen, selbst, wenn das Material was für einen ist. Er ist recht schwach animiert und die langgezogenen Gesichter, die im Manga funktionieren, sehen hier einfach nur seltsam aus. Ich vermute es hat was mit dem 16:9-Format zu tun, was das noch auffälliger macht. Auch ist es meiner Meinung nach kein guter Schachzug gewesen, den ersten Arc auf mehr als 2 Episoden auszudehnen, weil das das Pacing langsam wirken lässt. Der Manga ist auch nicht fast paced, aber dadurch, dass das eigene Lesetempo das Pacing bestimmt, fließt er einfach besser.
Kill Blue [1-2]:
MC-kun war ein top Assassine, wurde dann von ner genetisch mutierten Spinne Wespe gestochen und ist nun ein Kind. Und wie sich das so alles zusammenfügt, brauchte der Boss seiner Organisation eh jemanden, der an ner Mittelschule agiert. Nebenbei geht auch die Tochter von Mutierte Wespenzüchter e.V. an diese Schule.
Der Mushoku Tensei im Raum ist natürlich die Romance-Frage: Geht hier was zwischen einem 40-Jährigen im Körper eines Mittelschülers und einer Schülerin? Ich habe mir schon sagen lassen, dass der Romance-Aspekt nicht weird werden soll, also wohl eher nicht. Ich bin da aus Anime schon viel gewohnt und abgehärtet, aber gut zu wissen.
Was mir gefallen hat, ist, dass der Hauptcharakter eine Ex-Frau und Tochter hat. Das wird sicher gar nicht weird, wenn gerade seine Tochter ihn sieht. Er sagt, er könne nicht mit Kindern, aber nach meinem bisherigen Verständnis kann er mit so ziemlich gar keinem, der nicht mit dem Beruf zu tun hat - unabhängig vom Alter.
Die Actionszenen sind gewohnt over the top (ist wieder Shounen Jump) und auch ganz ordentlich animiert. Erst dachte ich, als er Noren die Tasche über den Kopf stülpt, dass sie einem echt verkaufen wollen, dass sie seine Stimme nicht mehr hören kann. Glücklicherweise ist sie dann doch nicht so auf den Kopf gefallen und hat schon Vermutungen. Noren als Charakter macht nen guten Eindruck, wobei der Ice Breaker zwischen den beiden ein wenig lame war - er sieht sie halt, dass sie außerhalb der Schulzeit in nem Ramen-Laden jobbt. Ich hätte es interessanter gefunden, hätte er tatsächlich ihren Männerhass überwinden müssen und man nicht so einen Shortcut genommen. Denn da ist schon gerechtfertigtes Trauma hinter, weil sie von Männern wegen ihres Aussehens (und Standes als Erbin eines Großkonzerns) eher wie Ware behandelt wurde. Da ist definitiv Tiefe in den Charakteren vorhanden, aber ich habe bisher nicht das volle Vertrauen, dass sie rausgeholt wird.
Wenn das alles ein wenig flach klingt was ich beschreibe, dann ist das nicht von ungefähr. Die Show ist halt ganz nett, aber hat mir auch nicht besonders viel gegeben. Das heißt, selbst die Punkte, die ich fragwürdiger finde (wie den Exhibitionisten in Episode 1), sind nicht relevant genug, dass ich da wirklich zu viel Energie reinstecke. Wenn man eine Show mit dem Setting sehen will, dann gibt’s hier aber auch wenig zu meckern.
The Classroom of a Black Cat and a Witch [1]:
Sie gibt ihm ihre magische Kraft indem sie ihm die Poperze küsst?!
… ich meine, viele Medikamente wirken auch schneller, wenn sie vom Darm absorbiert werden, statt über den Mund. Irgendwie ist das sogar logischer als Magie durch den Mund (oder Brustmilch… oder andere "Lebenssäfte"…) aufzunehmen, I guess?!
Wartet… sie küsst nen KATER auf die Rosette? Uhm… uhhh… I got nothing…
OK, haben wir die Prämisse aus dem Weg. Dnamei hat die Show sonst schon gut beschrieben, daher wiederhole ich es nicht. Was das hier besonders auszeichnet, ist, wie gut drauf, hyper und motiviert Spica ist. Ich hab schon viel gegrinst, wenn sie von nem Haus springt und voll crashed, weil sie nicht fliegen kann. Generell ist sie nicht so heiß in Magie, aber will trotzdem auf eine der renomiertesten Schulen gehen. Warum? Weil sie einen Tutor dort supertoll findet.
Es ist aber auch eine der Shows, bei der jemand unrechtmäßig etwas beschuldigt wird und man ihn reinwaschen muss - in diesem Fall Kater-kun. Damit der Fluch, der auf ihm lastet, übrigens gelöst werden kann, muss Spica richtig geil in Magie werden, damit sie mehr Power hat, die sie ihm in den Hintern blasen kann.
OK, irgendwie wars das. Hier steckt nicht wirklich so viel mehr hinter und ich will in ein paar Aspekte auch nicht unbedingt mehr reinlesen (). Aber unterhaltsam wars durchaus und verspricht einiges an Chaos. Auch wenn das Gimmick n bisschen für den Arsch ist.