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Thema: Project ExoLink (Reine Idee)

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Sorry für das Necro, aber ich sehe deine beiden Spielethreads als Gesamtwerk.

    Zitat Zitat von MeisterGinxD Beitrag anzeigen
    Also mit Emotion meine ich, das du eine Bindung zu deinen Monstern aufbaust und sie nicht gerade spielst weil sie stark sind, sondern weil Spaß machen und weil sie cool aussehen. Es geht eher um das Erleben zwar durch Strategie aber auch durch das Kämpfen zwischen 2 Parteien.
    Das muss sich mit einem strategischen Spiel nicht widersprechen. Ich sehe da auf BattleTech, ein Tabletop-Strategiespiel.

    Bei BattleTech gibt es Kombinationen von Waffen und Ausrüstungen, die offensichtlich besser sind als der meiste andere Kram. Das klassische Beispiel sind Clan-Mechs mit Pulslasern und Zielcomputern. Die Reaktion der Community darauf ist... dass diese Einheiten eher selten gespielt werden, gerade weil sie so stark sind. Das Meta ist zwar bekannt, aber aktiv verpönt.

    Das liegt vor Allem daran, dass BattleTech-Spiele zwar regeltechnisch rein strategisch sind, von den Spielern aber meist eher wie Rollenspiel behandelt werden. Anstatt zwei hochgezüchtete Supertrupps aufeinander zu werfen, tragen BattleTech-Spieler lieber "historische" Gefechte aus der Lore des BT-Universums aus, probieren sich als bunt zusammengewürfelte Söldnertruppe oder nehmen einfach mal die skurrilsten Mechs, die sie in die Finger kriegen können. Und Kämpfe sind mehr als nur "bis einer kaputt ist"; es kann auch sein, dass ein Spieler erfolgreich fliehen muss oder etwas aus einem Gebäude stehlen und dann damit vom Spielfeld verschwinden muss. Was auch immer man gerade interessant findet.

    Und dementsprechend ist dann auch eine der Lieblingseinheiten der BattleTech-Community nicht eine 100-Tonnen-Mordmaschine sondern der UrbanMech – ein langsamer, mäßig gepanzerter 30tonner, der außerhalb eines sehr spezifischen Missionsprofils im Wesentlichen als mobile Zielübung dient. Er sieht sogar wie eine laufende Mülltonne aus. Wie eine laufende Mülltonne, die alle lieben, weil scheiß aufs Meta; Urbie ist lustig. Er wird vielleicht nicht oft in Kämpfen benutzt, aber trotzdem mögen ihn alle.

    Dazu kommt, dass BattleTech immer noch annähernd die gleichen Regeln hat wie in den 80ern, komplett mit Zufallstabellen noch und nöcher. Dadurch wird jedes BT-Spiel stark von bizarren Ereignissen geprägt, die oft spielentscheidend sind und für tolle Geschichten sorgen. Der 100tonner, der in der ersten Runde mit der kleinsten Waffe im Spiel beschossen wird, einen unglücklichen Cockpit-Treffer kassiert und raus ist. Die beiden schwer beschädigten 50tonner, die sich vier Runden lang gegenseitig aufs Maul geben und nicht umkippen, weil der Schaden sich immer auf unkritische Stellen verteilt. Der Mech, der im genau falschen Moment ausrutscht und einen Berg herunter fällt. Solche Aktionen bleiben lange im Gedächtnis und können auch für Bindung sorgen.

    Emotionale Bindung geht in einem strategischen System durchaus. Allerdings musst du was dafür tun: Du musst kultivieren, dass die Geschichten wichtiger sind als die Siege. Du musst eine interessante Lore liefern und auch mit der Emotionen aufbauen und Erwartungen setzen. Wenn ein Spieler mit seinem mechanisch unglücklichen Monster zu einer weiteren glorreichen Niederlage ausrückt, weil ihm die Reise wichtiger ist als das Ziel (und er sich loremäßig in einer Fraktion verortet, die lieber ehrenhaft verlieren als von ihren Gegnern zu lernen), dann hast du diese Bindung erreicht.

  2. #2

    Die Entstehung von Exolink

    Die Entstehung von Project Exolink

    In diesem Post möchte ich kurz erklären, wie ich zu der Idee gekommen, das ich Exolink als Spiel bauen wollte.

    Fangen wir beim Anfang, wie immer, an. Ich bin damals 2024 von Yu-Gi-Oh, Magic The Gathering und Pokemon in das Beyblade Franchise gewechselt. Als erstes habe ich den Anime Beyblade Burst Quadstrike gesehen und dachte mir, das ich sowas auch haben wollte. Es ging mir nicht in dem Moment um Kreisel, sondern eher um das Gefühl der Bindung. Also das Gefühl, das du dein Monster oder dein Wesen in der Hand hältst und ihm zu reden kannst, da er in physischer Form existiert. Du hast ihn in seiner physischen Form gesehen und kostet diese Form nach belieben anpassen.

    Nachdem ich dann den Anime durchgesehen hatte, merkte ich das ich es auch spielen wollte und hab im Internet recherchiert, was die aktuelle Generation von Beyblades ist. Das ist und war damals tatsächlich X. Ich hab mir dann auch den Anime von Beyblade X angeguckt und konnte damit absolut nichts anfangen, weil es einfach voll die komplett falsche Synchro war.

    Also schaute ich weiter und fand heraus, das Quadstrike die letzte Staffel von Burst ist und habe deswegen mit Beyblade Burst Turbo angefangen und bin dann schließlich von Burst Turbo zu Quadstrike weitergegangen, inklusive Surge, Rise und Quaddrive. Die Intros waren auf deutsch echt nicht so geil, aber auf englisch einfach Nextlevel. Ich hab es wirklich gefeiert, die Serie zu gucken.

    Als sie dann zu Ende war, setzte ich mich an eine Idee ein Buch zu schreiben. Ich schrieb das Buch Die Legende von Eternium, die ihr auch bei mir angucken könnt. Leider ist sie noch nicht fertig. Aber ich verband in dem Buch, die Ästhetik eines Beys, mit der Strategie eines Kartenspiels und der Bindung durch Haptik, Individualisierung und Gameplay. Leider hatte ich zu der Zeit noch keine konkrete Idee und sah mir deswegen Bakugan Battle Planet an. Also die zweite Generation von Bakugan. Auch hier viel mir sofort das Gefühl von Bindung und Ästhetik auf. Ich entwarf also nach dem Schauen aller 5 Staffel die erste grobe Idee zu Exolink. Damals sogar noch unter dem Namen Sakazuki.

    Nun hatte ich die Idee, das Konzept und erste Designs. Je mehr ich mich diesem Spektrum näherte, desto gewaltiger war der Output. Ich merkte, wie kreative Energien mich durchströmten und ich immer detaillierter mein Partner Sly vor mir sah. Natürlich gab es hier nur eine Vorlage aus Pappe von einem Pizzakarton. Irgendwie musste ich ja den kreative Energie füttern und habe mir deswegen 3 Pizzen bestellt. Die Kartons haben sich hervorragend für das Basteln von Prototypen geeignet. Außerdem hatte ich mega Kohldampf.

    Leider konnte ich keine Runden Prototypen ausschneiden, weswegen ich mich erstmal auf was anderes konzentrierte. Nachdem ich dann ein paar Tage später die Serie Kamen Rider Dragon Knight gesehen hatte, merkte ich das diese Form und dieses Advent Deck ziemlich interessant wirken. Also ging ich auf Pinterest und suchte mir Konzeptzeichnungen und 3D Modelle von dem Advent Decks raus. Dabei fand ich auch eine Digimon Greymon Variante.

    Ich werkelte die ganze Zeit immer wieder an diesen Prototypen rum, bis ich schließlich das aktuelle Design von Exolink fand. Ich war so überglücklich, das ich nicht nur etwas geschaffen hatte, was mir persönlich, sondern auch beruflich Spaß machen würde. Denn immerhin wäre so eine Idee doch eine wahre Goldgrube.
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    Leider falsch gedacht. Die Idee dahinter war miserable, denn ich habe eigentlich nur mehrere kaputte Spiele, miteinander kombiniert und versucht es so heile zu machen. Ich merkte schnell, das die Menschen für diese visionäre und atemberaubende Unterhaltung noch nicht bereit waren und verwarf die Idee dahinter.

    Deswegen bin ich wieder zu Destiny Warrior gewechselt und habe es weiter entwickelt. Bis heute bin ich wirklich sehr traurig darüber, das mein Wunsch nach einem Next-Gen Life-Adventure Spiel gescheitert ist. Aber ich hab was gelernt. Es macht unglaublich viel Spaß was in der Hand zu haben und sich damit zu identifizieren.

    Ich hoffe darauf das ihr es eines Tages genau so seht und euch endlich klar macht, das nicht nur Strategie, sondern auch Herz dazu gehört.

    Gruß Mike

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