Birdfull
Birdfull ist ein kleines Indie-Idle-Game, bei dem Gartenvögel im Vordergrund stehen.
Man startet mit Körnern als Köder, lockt den ersten Vogel an. Hier greift direkt das Gatcha-Prinzip: Man weiß nicht, was man bekommt, und es gibt neben häufigen Arten auch seltene und legendäre.
Vögel generieren, solange sie dort sind, Eier, die Währung des Spiels. Je nach Art bleibt ein Vogel zwischen 5 und 60 Minuten. Füttert man ihn innerhalb dieses Zeit, wird der Countdown neu gestartet.
Das macht das Spiel trotz seines Idle-Gameplays leider relativ involviert. Man kann es zunächst nicht wirklich für längere Zeit im Hintergrund laufen lassen, da sonst alle Vögel abhauen.
Da das Spiel in Echtzeit weiterläuft, auch wenn man es schließt, verliert man spätestens über Nacht seinen ganzen Vogelbestand.
Upgrades gibt es nur sehr wenige: Neue Köder für weitere (und „bessere“) Vögel, ein Futterspender (damit Vögel länger bleiben, bis zu 12h) und verschiedene Dekorationen, die die Chance auf seltene Vögel erhöhen.
Diese Upgrades sind leider alle ziemlich teuer, weshalb kein wirklicher Dopamin-Flow aufkommt wie in ähnlichen Spielen. Die meiste Zeit verbringt man damit, auf etwas zu sparen, und danach darf man wieder Stunden auf das nächste Upgrade sparen.
Die Grafik ist wirklich schön und die Soundkulisse angenehm. Den Umfang mit 42 Vögeln (primär amerikanische Gartenvögel) fand ich gerade richtig, nach zwei Tagen war ich auch mit allem durch.
Nicht gefallen hat mir, dass man gewöhnliche Vögel verscheuchen muss, um Platz für seltenere zu machen, da man nur begrenzte Slots hat. Auch dass die Währung Eier sind, ist irgendwie weird ^^’
tl;dr: Unterm Strich war’s ein netter Timewaster, aber von den Mechaniken letztlich zu undurchdacht und deshalb nicht so entspannt oder spaßig, wie ich es mir erhofft hatte.
Spielzeit: 14:50h (inkl. viel Idle-Zeit)
Wertung: 5/10
Kabuto Park
Kabuto Park ist ein wunderbares kleines Juwel und hat mir mal wieder gezeigt, weshalb ich Indie-Spiele so sehr mag.
Es ist ein sehr überschaubarer Creature Collector mit einer wunderschön pastellig-bunten Grafik. Es geht darum, in den Sommerferien auf dem japanischen Land Käfer zu sammeln und mit diesen dann in Turnieren anzutreten.
Es stehen vier Gebiete zur Auswahl, von denen man zu Beginn nur eins besuchen kann. Nach jedem Turnier wird ein neues Gebiet freigeschaltet.
Dort kann man dann auf die Jagd gehen und in einem kleinen Minispiel Käfer fangen. Die Auswahl ist recht stattlich für die kurze Länge des Spiels und die Bilder der Insekten genauso schön wie der Rest.
Die Kämpfe laufen halbautomatisch ab und sind quasi 3×3-Sumo-Kämpfe, bei denen man die Gegner aus der Arena stoßen muss. Dabei kann man Skills einsetzen, die Statuswerte boosten, passive Effekte verleihen oder die Käfer angreifen lassen.
Die Käfer kann man zudem mit Bonbons aufleveln, die man nach Kämpfen oder durch den Verkauf überschüssiger Käfer enthält.
Das Kampfsystem ist nicht besonders tief und relativ einfach, aber mir hat’s für die kurze Dauer des Spiels Spaß gemacht. Noch mehr Spaß aber hatte ich am Fangen.
In einem Shop kann man sich von den Geldbelohnungen der Kämpfe dann diverse Upgrades kaufen, die einem das Fangen erleichtern oder häufiger seltene Käfer spawnen lassen.
Story und Dialoge gibt es kaum, aber alles hat starke nostalgisch-unbekümmerte Vibes. DIe Turniere haben mich von den Dialogen sehr an Pokémon erinnert und dass ein Boss „Satoshi“ heißt, war sicher auch kein Zufall^^
tl;dr: Kabuto Park ist einfach wunderbar charmantes Comfort Food und hat mich sofort so angefixt, dass ich es in einem Rutsch durchgespielt habe. Große Empfehlung!
Spielzeit: 2:10h
Wertung: 8/10
Froggy’s Battle
Froggy’s Battle ist ein wirklich kurzes Action-Roguelite und bestens auch für Anfänger geeignet. Ich bin drauf gestoßen, weil es von den Devs von Kabuto Park stammt.
Als Frosch kämpft man in einer kreisrunden Arena gegen Wellen von Gegnern und erhält nach jeder Welle ein Upgrade, entweder Statuswerte (Stärke, Magie, Tempo, Frequenz, HP) oder Skills.
Es gibt Nah- und Fernkampfskills, die die Art, wie man kämpft, sehr beeinflussen. Außerdem gibt es diverse Arten von Sprüngen, mit denen man Schaden anrichtet. Der Standardsprung ist genau das, was man bspw. aus Mario kennt, aber es gibt z.B. auch einen Sprung, mit dem man auf die andere Seite der kreisrunden Arena hopst.
Man bewegt sich quasi auf einer Schiene um die Arena, das ist das Besondere am Spiel. Der Schwierigkeitsgrad ist aber sehr moderat.
Ich habe ein paar Runs gebraucht, um den letzten Boss zu schaffen – es hängt schon sehr vom Setup ab und ein paar Mal bin ich gescheitert, weil die Sprünge, die ich als Upgrade gewählt haben, mir zu unintuitiv waren.
Insgesamt kann man es aber gut in ~1h durchspielen und damit ist es eine nette Abwechslung zu fordernderen Roguelites, die zig Runs erfordern.
Das Spiel ist zudem wirklich sehr niedlich und kostet nur 2€. Wieder mal ein schönes Beispiel für ein kreative Interpretation des Roguelike-Formulars – kann man sich mal geben!
Spielzeit: 0:45h
Wertung: 7/10
Das ist alles sehr süß! =3
Mehr habe ich nicht dazu zu sagen, aber manchmal reicht das ja auch. ^^