mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 20 von 106

Hybrid-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #1
    Dave the Diver


    Wie The Blue Prince ist Dave the Diver ein Spiel, das ich primär deshalb gespielt habe, weil es kostenlos im PS+ enthalten war. Davor wusste ich, dass es ein cozy Tauchspiel war und dass es (zurecht) eine Debatte darüber gab, was Indie ist, als Dave the Diver den Preis bei den Game Awards gewann. (Spoiler: Es ist das Gegenteil von einem Indie-Spiel.)

    Es handelt sich hier zwar im ein Spiel im Pixel-Look, aber auf mich wirkt es auch vom Flair nicht besonders Indie. Es ist sehr polished, wirkt aber gleichzeitig auf irgendwie ein bisschen kalkuliert.

    Dave the Diver macht am Anfang Spaß. Man geht tauchen, fängt Fische und abends bereitet man in einem Restaurant daraus Sushi zu, das man verkauft und serviert.

    Das Restaurant wird größer, man kann sich neues Equipment leisten, tiefere Gewässer erreichen, effizienter Fische fangen. Das ist ein simpler und sehr effektiver Gameplay-Loop, wie man ihn aus zig Spielen kennt, der mich die ersten Stunden lang sehr motiviert hat.



    Das Spiel hat wirklich ausgezeichnete Pixel Art und vor allem extrem opulente Animationen in zahlreichen Pixel-Cutscenes. Die Musik hingegen plätschert eher so dahin und erinnert an Fahrstuhlmusik.

    Ich habe aber auch so einige Probleme mit dem Spiel.

    Es verliert mit der Zeit seinen Fokus, wenn mehr Elemente eingeführt werden. Plötzlich kommt noch Crafting und Farming-Simulation hinzu, man wird mit Sidequests zugespammt und darf unter Wasser zudem zig Puzzles lösen. Das Spiel springt durch diverse Genres, von Puzzle-Platformer über Stealth-Action bis hin zu Shooter, meist in kurzen Einlagen, aber auf Dauer fand ich das nicht zielführend.

    Ab der Mitte rückt die Story auch stärker in den Vordergrund, und die ist so langweilig, dass mich das eher genervt hat.

    Darüber hinaus hat das Spiel einen Humor, der oft ziemlich tone-deaf ist. Umweltschützer werden als dekadente Lobbyisten und Spinner dargestellt, während man selbst fleißig bewusst seltene Fische in Massen aus dem Wasser holt, oft nach blutigen Kämpfen. Die eigenen Schutzmaßnahmen bestehen ausschließlich daraus, Massenpopulationen von bestimmten Fischen zu erlegen. Das Spiel ist sich selbst gegenüber absolut unkritisch, aber teilt dann eben solche dummen Seitenhiebe aus – das hat schon einen unangenehmen Beigeschmack und ist für mich alles andere als cozy.

    Auf Dauer ist aber auch das Kerngameplay etwas repetitiv. Hätte sich das Spiel mehr auf seine Kernmechaniken (Fischen, Restaurantmanagement) konzentriert und wäre 10h kürzer gewesen, wäre ich dem Ganzen gegenüber wohl etwas wohlwollender. Aber so hat’s mich unterm Strich doch mehr genervt als Freude bereitet.



    Unterm Strich hat das Spiel im Verlauf immer mehr Sympathiepunkte bei mir verspielt. Ich habe auch durchgehend eine gewisse „Wärme“ vermisst. Irgendwie hat alles trotz der handwerklich einwandfreien Arbeit irgendwie sehr klinisch gewirkt, oder vielleicht kam es mir nur so vor, weil ich den Humor sehr wenig mochte.

    Spielzeit: 20:00
    Wertung: 5,5/10


  2. #2
    Dann war es vielleicht doch gut, dass ich das Spiel mittendrin abgebrochen habe, zu einem Zeitpunkt, wo ich zumindest mit dem Gameplay meinen Spaß hatte.
    Bezüglich Story und Humor kann ich das auf jeden Fall nachempfinden. Fand die Story (hab aber auch nicht so weit gespielt - glaube bin irgendwo bei 10h oder so?) nicht so schlimm, aber viel Lachen konnte ich über die "Witze" auch nicht.

    Technisch fand ich es auch ziemlich gut und spaßig.

  3. #3
    Zitat Zitat von Linkey Beitrag anzeigen
    Dann war es vielleicht doch gut, dass ich das Spiel mittendrin abgebrochen habe, zu einem Zeitpunkt, wo ich zumindest mit dem Gameplay meinen Spaß hatte.
    Bezüglich Story und Humor kann ich das auf jeden Fall nachempfinden. Fand die Story (hab aber auch nicht so weit gespielt - glaube bin irgendwo bei 10h oder so?) nicht so schlimm, aber viel Lachen konnte ich über die "Witze" auch nicht.

    Technisch fand ich es auch ziemlich gut und spaßig.
    Ja, ich denke auch, dass das ein guter Punkt war. Danach fängt es nämlich an, zäher zu werden^^


  4. #4
    Birdfull



    Birdfull ist ein kleines Indie-Idle-Game, bei dem Gartenvögel im Vordergrund stehen.

    Man startet mit Körnern als Köder, lockt den ersten Vogel an. Hier greift direkt das Gatcha-Prinzip: Man weiß nicht, was man bekommt, und es gibt neben häufigen Arten auch seltene und legendäre.

    Vögel generieren, solange sie dort sind, Eier, die Währung des Spiels. Je nach Art bleibt ein Vogel zwischen 5 und 60 Minuten. Füttert man ihn innerhalb dieses Zeit, wird der Countdown neu gestartet.

    Das macht das Spiel trotz seines Idle-Gameplays leider relativ involviert. Man kann es zunächst nicht wirklich für längere Zeit im Hintergrund laufen lassen, da sonst alle Vögel abhauen.

    Da das Spiel in Echtzeit weiterläuft, auch wenn man es schließt, verliert man spätestens über Nacht seinen ganzen Vogelbestand.



    Upgrades gibt es nur sehr wenige: Neue Köder für weitere (und „bessere“) Vögel, ein Futterspender (damit Vögel länger bleiben, bis zu 12h) und verschiedene Dekorationen, die die Chance auf seltene Vögel erhöhen.

    Diese Upgrades sind leider alle ziemlich teuer, weshalb kein wirklicher Dopamin-Flow aufkommt wie in ähnlichen Spielen. Die meiste Zeit verbringt man damit, auf etwas zu sparen, und danach darf man wieder Stunden auf das nächste Upgrade sparen.

    Die Grafik ist wirklich schön und die Soundkulisse angenehm. Den Umfang mit 42 Vögeln (primär amerikanische Gartenvögel) fand ich gerade richtig, nach zwei Tagen war ich auch mit allem durch.

    Nicht gefallen hat mir, dass man gewöhnliche Vögel verscheuchen muss, um Platz für seltenere zu machen, da man nur begrenzte Slots hat. Auch dass die Währung Eier sind, ist irgendwie weird ^^’



    tl;dr: Unterm Strich war’s ein netter Timewaster, aber von den Mechaniken letztlich zu undurchdacht und deshalb nicht so entspannt oder spaßig, wie ich es mir erhofft hatte.

    Spielzeit: 14:50h (inkl. viel Idle-Zeit)
    Wertung: 5/10


  5. #5
    Kabuto Park


    Kabuto Park ist ein wunderbares kleines Juwel und hat mir mal wieder gezeigt, weshalb ich Indie-Spiele so sehr mag.

    Es ist ein sehr überschaubarer Creature Collector mit einer wunderschön pastellig-bunten Grafik. Es geht darum, in den Sommerferien auf dem japanischen Land Käfer zu sammeln und mit diesen dann in Turnieren anzutreten.

    Es stehen vier Gebiete zur Auswahl, von denen man zu Beginn nur eins besuchen kann. Nach jedem Turnier wird ein neues Gebiet freigeschaltet.



    Dort kann man dann auf die Jagd gehen und in einem kleinen Minispiel Käfer fangen. Die Auswahl ist recht stattlich für die kurze Länge des Spiels und die Bilder der Insekten genauso schön wie der Rest.

    Die Kämpfe laufen halbautomatisch ab und sind quasi 3×3-Sumo-Kämpfe, bei denen man die Gegner aus der Arena stoßen muss. Dabei kann man Skills einsetzen, die Statuswerte boosten, passive Effekte verleihen oder die Käfer angreifen lassen.

    Die Käfer kann man zudem mit Bonbons aufleveln, die man nach Kämpfen oder durch den Verkauf überschüssiger Käfer enthält.



    Das Kampfsystem ist nicht besonders tief und relativ einfach, aber mir hat’s für die kurze Dauer des Spiels Spaß gemacht. Noch mehr Spaß aber hatte ich am Fangen.

    In einem Shop kann man sich von den Geldbelohnungen der Kämpfe dann diverse Upgrades kaufen, die einem das Fangen erleichtern oder häufiger seltene Käfer spawnen lassen.

    Story und Dialoge gibt es kaum, aber alles hat starke nostalgisch-unbekümmerte Vibes. DIe Turniere haben mich von den Dialogen sehr an Pokémon erinnert und dass ein Boss „Satoshi“ heißt, war sicher auch kein Zufall^^



    tl;dr: Kabuto Park ist einfach wunderbar charmantes Comfort Food und hat mich sofort so angefixt, dass ich es in einem Rutsch durchgespielt habe. Große Empfehlung!

    Spielzeit: 2:10h
    Wertung: 8/10


  6. #6
    Froggy’s Battle



    Froggy’s Battle ist ein wirklich kurzes Action-Roguelite und bestens auch für Anfänger geeignet. Ich bin drauf gestoßen, weil es von den Devs von Kabuto Park stammt.

    Als Frosch kämpft man in einer kreisrunden Arena gegen Wellen von Gegnern und erhält nach jeder Welle ein Upgrade, entweder Statuswerte (Stärke, Magie, Tempo, Frequenz, HP) oder Skills.

    Es gibt Nah- und Fernkampfskills, die die Art, wie man kämpft, sehr beeinflussen. Außerdem gibt es diverse Arten von Sprüngen, mit denen man Schaden anrichtet. Der Standardsprung ist genau das, was man bspw. aus Mario kennt, aber es gibt z.B. auch einen Sprung, mit dem man auf die andere Seite der kreisrunden Arena hopst.

    Man bewegt sich quasi auf einer Schiene um die Arena, das ist das Besondere am Spiel. Der Schwierigkeitsgrad ist aber sehr moderat.

    Ich habe ein paar Runs gebraucht, um den letzten Boss zu schaffen – es hängt schon sehr vom Setup ab und ein paar Mal bin ich gescheitert, weil die Sprünge, die ich als Upgrade gewählt haben, mir zu unintuitiv waren.

    Insgesamt kann man es aber gut in ~1h durchspielen und damit ist es eine nette Abwechslung zu fordernderen Roguelites, die zig Runs erfordern.

    Das Spiel ist zudem wirklich sehr niedlich und kostet nur 2€. Wieder mal ein schönes Beispiel für ein kreative Interpretation des Roguelike-Formulars – kann man sich mal geben!



    Spielzeit: 0:45h
    Wertung: 7/10


  7. #7
    Das ist alles sehr süß! =3
    Mehr habe ich nicht dazu zu sagen, aber manchmal reicht das ja auch. ^^


    Ein klassisches Rollenspiel, reduziert auf den Zauber des alten Genres: Wortgewaltige Sprache. Fordernde Kämpfe. Drei, die einen Drachen töten – und was sie dazu führen mag ...
    Jetzt für 2€ auf Steam, werft mal einen Blick drauf! =D

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •