Das empfinde ich als eine stark vereinfacht deterministische Auffassung darüber, wie unser Gehirn Eindrücke aufnimmt.
Was du sagst, mag in dem Moment durchaus stimmen, wo wir den Impressionen ausgesetzt sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir die Eindrücke nicht reflektieren und verargumentieren können.
Wir nutzen Argumente, um unsere subjektiven, biochemisch ausgelösten Reaktionen für andere verständlich zu machen. Ohne diesen Austausch gäbe es keine (Diskussions-)Kultur, sondern nur nebeneinander existierende Nervensysteme.
Es ist ja nicht so, als würde durch den Austausch unser Gehirn nicht weiter angeregt werden und neue Verknüpfungen gebildet werden, eben weil wir uns mit dem „Warum“ beschäftigen.
Alles andere klingt für mich gelinde gesagt ein wenig denkfaul. Wenn wir uns nicht bewusst damit beschäftigen, warum manche Dinge funktioniert haben, werden wir am Ende auch zu keiner Erkenntnis gelangen.
Das ist auch völlig ok so, wenn man so verfährt, aber dann hat man IMO das Spiel lediglich als Konsumgut zur Triebbefriedigung verstanden, was sicherlich vielen so geht und wozu man auch stehen kann, aber noch keine Erklärung für den prädominierenden Erfolg solcher Spiele ist, die gerade durch den hohen Diskussionsgehalt am Leben erhalten werden und weitere Werke inspirieren, Fandoms schaffen etc.






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