Doch ich, bin gerade in meinem NG+ Run. Ist auch ein wirklich gutes Spiel, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Doch ich, bin gerade in meinem NG+ Run. Ist auch ein wirklich gutes Spiel, was mir sehr viel Spaß gemacht hat.
Habe gestern Simon besiegt und dann heute das Spiel beendet.
Ein wirklich wunderschönes Spiel, man muss mit solchen Urteilen natürlich vorsichtig sein wenn der Eindruck noch frisch ist, aber im Moment würde ich es zu meinen All Time Favourites zählen!
Tolle Geschichte, farbenfrohe und kreative grafische Ausmalung, ein Hammer-Soundtrack - und dazu noch ein Gameplay, das Einflüsse aus JRPGs, Sekiro und Slay the Spire kombiniert und dabei irgendwie super funktioniert.
Hatte auch eine Menge Spaß daran, dass man sich in Akt 3 richtig overpowern und broken builds zusammenzustellen kann.
Ich habe das Spiel vor ein paar Monaten bei Kollege Itaju mit ihm angespielt nachdem ich vorher wenig darüber wusste und war vorsichtig angetan. Das französisch-postapokalyptische Fantasysetting ist äußerst originell, und das ist etwas was man über die meisten Elemente in Clair behaupten kann. Wirklich originell. Ich mochte die Charaktere ganz gern, initial fand ich es sehr schade, dass es kein Actionkampfsystem gibt und fand das Parrying-System und die ganzen verschiedenen Charakter-Skills sehr gewöhnungsbedürftig. Oh, und das erste Bosstheme war so unfassbar gut, dass ich direkt das Gefühl hatte, man hat hier wieder das Nier Automata Daerk Souls Bloodborne-Symptom, dass das beste Theme im gesamten Spiel direkt am Anfang rausgehauen wurde.
Hatte mich jetzt alles nicht wahnsinnig gehyped aber Itaju hat es mir zum Geburtstag geschenkt also wollte ichs mal alleine weiterspielen. Ich bin letztendlich bei der englischen Tonausgabe geblieben, auch wenn Shadowheart als Maelle mehr als Gewöhnungsbedürftig war, und spiele auf Mittel. Ich bin aktuell beim Bloodborne-Ripoff Boss Lampmaster und habe gemischte Gefühle Clair gegenüber.
Was ich sehr schätze ist die in allen Elementen des Spiels pulsierende Originalität. Das geht vom Setting über die Gebiete bishin zu Soundtrack und mit Abstrichen dem Kampfsystem. Gerade der Soundtrack ist mir bisher fast nur positiv aufgefallen, Stand jetzt kommt für mich zwar tatsächlich noch kein Theme ansatzweise an das hier ran(Und an diesem Punkt glaube ich dass das auch so bleibt - keine Ahnung was das mit spielen ist die ihr bestes Theme am Anfang raushauen...), und nicht jedes davon ist ein banger wie z.b. in Kingdom Hearts, aber 99 % davon sind einfach so originell und erfrischend, als gutes Beispiel sei das Theme hier genannt. Völlig unpassend für die Gegner und das Gebiet, aber da hat man einfach mal ein Summerchil-Beats-Electromix als Kampfmusik. Die Optik ist gut, die Charaktere sind insgesamt bisher leider etwas hinter ihren Möglichkeiten zurück aus mangelnder Interaktion und fehlender Tiefe, funktionieren insgesamt aber, gerade Maelle und Gustave. Lune ist cool aber wie gesagt zu blass, die Vierte hab ich kaum in der Party und passt finde ich auch nicht so rein. Ich mag auch die gabnze Narrative mit den Jahren und der Malerin, da schreibe ich aber gleich noch was dazu.
Die Dungeons sind nicht zu lang und ausufernd, das ganze Heilsystem ist weniger frustrierend als etwa in einem soulsgame.
Das Parier-System und die Kämpfe insgesamt sind ein seeehr zweischneidiges Schwert. Man muss hier ganz klar feststellen, dass ich mich von Anfang an zu 100 % für Parieren entschieden habe und ausweichen komplett ignoriere. Ist meine freie Entscheidung I know, aber das Spiel hat mir auch den Eindruck verschafft, dass man mit Ausweichen einfach seine Zeit verschwendet respektive Schaden liegen lässt. Was ich an dem System schätze ist, dass obwohl das Parieren wirklich 80 % der Zeit sauschwer ist und viel Konzentration und Fingerspitzengefühl erfordert man es auch mit Übung über die Zeit besser hinkriegt und man dann mit wenig Schaden uas Kämpfen gehen oder scheinbar verlorene Kämpfe sogar noch drehen kann. Das Ganze ist mal was Anderes. Was ich hingegen weniger mag ist, dass die Kämpfe so, so, sooo lange dauern. Ich bin wie gesagt grad bei der Steinküste und jeder Kampf dauert minimal fünf, eher fünfzehn Minuten. Jeder Mob ist stark genug, um mich in 1-2 Hits auf die Matte zu legen wenn ich nicht perfekt kontere, was dafür sorgt, dass ich das Spiel anmache, von Mobs ein paar mal auf den CO-Screen geschickt werde und wieder ausmache. Und selbst wenn ich perfekt parrye dauert jeder einzelne Mobkampf so lange dass die gesamte Spielexperience sehr anstrengend ist, ich nur kurze Sessions von Clair Obscure ertrage und nur sehr langsam vorankomme. In einer Weise sind die Kämpfe in EXP33 noch viel anstrengender als die in jedem Soulsgame, denn da kann man frei agieren und das Tempo bestimmen. Ja, ich habe alle Punkte verteilt, aber das bei jedem Charakter relativ gleich weil ich eh kein Gefühl dafür habe, was die jetzt genau brauchen. Und die Skills benutze ich so mittelmäßig, weil mir auch da nicht wirklich klar ist, was wann sinnvoll wird. Das ganze Charakterkampfsystem von z.b. Lunes und Maelle ist für mich auch noch ein Buch mit sieben Siegeln, das ich weniger bewusst-strategisch als eher intuitiv benutze. Es funktioniert irgendwie, aber vollständig verstanden habe ich Lunes Elemente-sammeln z.b. noch nicht.
Was ich ebenfalls gemerkt habe, wie ich mich so mit Itaju über das Spiel unterhalten habe, ist, dass die Story und die Antagonistin interessant sind. Das merke ich daran, dass ich mir viele Gedanken über die Hintergründe und die kommenden Twists gemacht habe. Ich muss dazu schreiben, dass mich mit 31 leider kaum noch Medien wirklich überraschen können. In den letzten Monaten ist mir geradezu absurd aufgefallen, wie ich mittlerweile fast 50 % von Szenen, Twists und Hintergründen in Filmen, Serien und Spielen calle lange bevor sie kommen, nicht weil ich so ein superbrain bin, sondern weil die Dinge einfach so vorhersehbar geworden sind respektive ich auch einfach schon so viel konsummiert habe. Und kaum etwas stört mich an einer offenkundig-mysteriösen Story, die richtig komplex und verworren sein will, so sehr wie dummdreiste Vorhersehbarkeit.
Das Problem habe ich bisher in Clair nicht, oder sagen wir mal nicht komplett. Es gibt einige Umstände, was vor allem die Malerin und den alten Mann betrifft, die ich sehr offensichtlich finde, von denen ich aber auch das Gefühl habe, dass das Spiel sie sehr offensichtlich machen will. Ich packe mein ganzes Theorien-Geschwafel mal in einen Spoiler, nur für den Fall.
So lange die Story am Ende nicht völlig bescheuert wird und abdreht werde ich hier denke ich sehr zufrieden sein. Ist eben die Frage, ob die Kämpfe mich vorher nicht so sehr frustrieren, dass ich es wie bei Elden Fuck abbreche, aber ganz so frustrierend ist Clair bisher auch noch nicht. Ich möchte übrigens zu meinen Theorien keinerlei Anmerkungen oder nur im Spoiler damit ich das erst nach Beendigung des Spiels lesen kann, danke.
Das Menüsystem ist übrigens absolut überholungsbedürftig und auch das ganze System mit den Lumina, den Skills, den Waffen, den Charaktertraits etc. ist alles so unnötig aufgeblasen und verkompliziert dass es mich eher abschreckt das permanent zu benutzen.
Schwankt für mich bisher zwischen einer 6-7/10. Aber ich bin sicher wenn ich den Titel einmal auf Youtube eingebe finde ich direkt wieder 33 3-Stunden-Analyse-Videos mit 'MASTERPIECE' im Thumbnail. lol.
Geändert von Yoraiko. (26.07.2025 um 20:57 Uhr)
Sieht man hier sonst noch jemanden am 19. März in Berlin zum Clair Obscur-Konzert?
Ein Freund und ich hatten uns vorbereitet und riesiges Glück gehabt, 4 Plätze fast an der Bühne für "nur" je 90 Euro zu bekommen. Städte wie London und Brüssel waren wohl nach 5 Sekunden ausverkauft. Ein Gebet für alle Gefallenen.
https://apaintedsymphony.expedition33.com/
Leider nein -- aber falls es bis zum Konzert von "Clair Obscur" noch etwas Abwechslung braucht: Es gibt richtig schöne Cover mit Alice Duport-Percier unter dem Künstlernamen "Lilou" bei "Grissini Project". Ein paar Highlights:
Geändert von CrazyL (21.12.2025 um 22:40 Uhr)
Habe nun vor einigen Wochen mit dem Game angefangen, komme aber nur schleppend voran (was auch daran liegt, dass ich nicht so viel Zeit nach der Arbeit ins Zocken stecke). Dennoch bin ich inzwischen in Akt 2 auf dem weg zu Monoco. Bisher bin ich auch positiv überrascht wie gut das Game ist, allem voran der Soundtrack. Bin gespannt, wie sich das alles noch entwickeln wird. Wenn mich eine Sache an dem Game stört, ist es eine fehlende Minimap, denn manche Städte und Karten sind so chaotisch, dass ich mich da nicht nur 1x verlaufen habe...
Ich hatte vor einigen Wochen mit dem Spiel ebenfalls begonnen und es vor kurzem abgeschlossen.
Ich bin ein bisschen zwiegespalten. Befürchtungen die ich beim Kampfsystem hatte wurden wahr, daher hat es mich zumindest auf dieser Seite weniger überrascht und ich habe mich ein wenig drauf eingestellt.
Aber dass es am Ende auch narrativ ein derart zynisches Spiel werden würde, damit habe ich nicht gerechnet und wirkt auf mich auch ehrlich gesagt unverdient erzwungen.
So ganz kohärent ist das nicht in seinen Themen deucht mir, jedenfalls kann ich nicht anders, als es makaber zu interpretieren.
Mehr dazu habe ich im "Gerade Durchgespielt" Thread geschrieben.
https://www.multimediaxis.de/threads...=1#post3447005
--Spiele durchgespielt - Jahresreviews: 2021, 2022, 2023, 2024, 2025
Sega Mega Drive Challenge 2020+2021
ALLE Gameboy Spiele Challenge 2025-2035
JRPG-Challenges: 2018feat. Superman 64, 2025
Gamingblog: Ulterior_Audience
Geändert von Klunky (23.02.2026 um 01:41 Uhr)
Weil ich das gerade in meinem Thread geposted habe (und nicht alle in die JRPG-Challenge reinschauen), ichs aber für die Diskussion wichtig finde:
Ich habe da einen sehr interessanten Reddit-Post gefunden, der viele narrative Probleme vom Spiel, die ich (und auch Klunky) empfunden haben, sehr detailiert aufdröselt und auch eine Erklärung für den Ursprung gibt: The narrative disconnection of Expedition 33.
--Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Geändert von Sylverthas (28.02.2026 um 16:44 Uhr)
Die Diskussion auf reddit wurde scheinbar gelöscht, schade.
Geändert von CrazyL (28.02.2026 um 18:29 Uhr)
--Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Geändert von Sylverthas (03.03.2026 um 18:26 Uhr)
Danke für den Update des Links, spannende Lektüre -- der Fehler im Link-Header hätte mir auch selbst auffallen können...
Interessanterweise hatte ich Maelle's Ende völlig anders interpretiert, so dass einige Schlussfolgerungen des Artikels zur Einordnung bei mir entsprechend anders (und meist etwas positiver) ausfielen. Ich hätte auch erwartet, dass hier der ein oder andere im Zusammenhang die Myst-Reihe erwähnt, insbesondere die ersten zwei Teile...
Geändert von CrazyL (06.03.2026 um 19:57 Uhr)
Moon Channel hat ein schönes Video gemacht, wo ein bisschen tiefer auf die Kunstphilosophie eingegangen wird.
Find ich auch im Kontext unserer Diskussion hier (über diverse Challenge-Threads hinweg) interessant, weil es sich zwar überhaupt nicht direkt mit den Widersprüchen und Inszenierungsentscheidungen auseinandersetzt, die einige gestört haben, aber imho noch ein paar andere nette Perspektiven eröffnet, das Gesamtbild anzugehen.
Aber vor allem finde ich halt auch total wichtig zu betonen, WIE entscheidend es sein kann, dass etwas bei vielen Leuten rein emotional anschlägt – und ich bleibe dabei, dass DAS der zentrale Kern des Erfolgs dieses Spiels ist. Wir unterschätzen diese subjektiven Wirkungen als Kritisierende oftmals total, vor ALLEM, wenn sie in der Gesamtrezeption regelrecht intersubjektiv sind und damit unseren kritischen Eindrücken widersprechen.
Ich merke das bei mir gerade bei Resident Evil: Nicht weil ich das Spiel gut oder schlecht fände, sondern weil ich KEIN Interesse an Resident Evil habe und zunehmend genervt davon bin, wie alle drüber sprechen. xD
Dem stimme ich zu -- die emotionale Resonanz (und/oder rationale, abhängig vom Spieler), ist ein wichtiger Punkt, ob einen der Gesamteindruck mitnimmt, oder nicht. Es ist schwierig, eine Brücke zwischen Personen zu schlagen, die auf dieser Ebene schon sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten, ohne einen der beiden von vornherein auszuklammern. Mit diesem Aspekt/Kontrast einen Bogen zum kunst-geschichtlichen Hintergrund zu spannen ist etwas, dass mir nicht eingefallen wäre -- danke für den Link!
Die Tatsache, dass die Diskussion über COE33 hier dennoch so lange und lebhaft anhält, und beide Seiten mit Freude über Details und Interpretationen diskutieren, zeigt doch, dass letztendlich sehr viel richtig gemacht wurde.
Hier ist ein Video, das eine alternative Sicht auf Maelles Ende beschreibt. Es gibt ein paar Punkte, mit denen ich nicht d'accord gehe (e.g. den "Clickbait-Titel" und die einseitige Einordnung Versos Motive, um auf ein kernigeres Fazit zu kommen), aber ansonsten trifft es die verlinkte Stelle gut genug.
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P.S.: Witzigerweise war es die Musik zu COE33, die mir per Zufall über den Weg lief, und mich sofort mitnahm -- bevor ich wusste, dass es dazu überhaupt überhaupt ein Spiel gibt![]()
Geändert von CrazyL (Gestern um 13:41 Uhr)
Ich bin immer wieder beeindruckt, wie fragmentiert die Diskussionen doch werden.Zitat von La Cipolla
Daher, hey: Shameless Plugging! Von diesem Jahr MeTas heiße Meinung zu Clair Obscur, sowie meine
es soll ja jeder wissen, wovon Cipo hier spricht
Ja, das finde ich auch spannend. Vor allem, weil in Frankreich dieser Konflikt zwischen Malern und Schreibern ja tatsächlich existiert hat. Nicht, dass das den Plotpunkt im Spiel in irgendeiner Weise besser macht, weil er so untererklärt bleibt - aber komplett aus der Luft gegriffen ist er absolut nicht.Zitat
Ich stimme euch beiden zu, dass man Clair Obscur aus einigen Blickwinkeln betrachten kann und das Spiel ne gewisse Substanz hat. Ich denke, das ist auch ein großer Grund, wieso es so eingeschlagen hat - weil sich jede Person die Teile zusammenpicken kann, an der sie kleben bleibt. Und gegebenenfalls - wenn man dazu neigt - die Dinge ausblenden kann, die nicht gefallen.
Kommt drauf an. Wenn ich etwas kritisiere, dann tue ich das aus meiner eigenen subjektive Warte heraus. Ich untermauere den Eindruck mit Argumenten und probiere ihn herleitbar zu machen, aber das ist natürlich alles kein "Beweis". Aber es hilft zu hinterfragen, ob meine Meinung wirklich so robust ist, wenn ich selber keine oder widersprüchliche Argumente dafür finde. Das ist ja der Ansatz der Intersubjektivität in der Medienkritik (der sich ein wenig davon unterscheidet, wie Du das hier benutzt).Zitat
Ich mache mir aber nicht vor, dass das viele Leute so machen - die meisten gehen eher nach Feels und ja - wenn ein Spiel bei so vielen Leuten diese erzeugt, wie es Clair Obscur macht, dann schlägt das natürlich ein wie eine Bombe. Wobei ich es auch gerne habe, wenn Leute dann etwas stärker benennen können, wieso sie diese Feels haben, weil es sonst halt schwer nachvollziehbar ist. Hat CrazyL ja z.B. in dem Gerade Durchgespielt Thread gemacht, was die Meinung besser erklärt hat.
Ich mag das Video sehr. Er artikuliert seine Meinung ziemlich gut, auch wenn ich nicht nur wegen dem, *was* man zeigt, sondern vor allem, *wie* man es zeigt, definitiv zu ner anderen Interpretation komme. Was mich an dem Video aber dann doch stört, dass die Welt fast komplett ignoriert wird. Er erwähnt sie zumindest noch in einem Satz ganz am Ende, aber 95% geht es um die beiden. So verläuft der meiste Diskurs zu dem Spiel. Man kann die Entwickler hier vielleicht loben, dass es ihnen in Akt 3 so gut gelungen ist, den Fokus für viele Spieler komplett zu verschieben und es auf eine Dualität von zwei Schicksalen runterzubrechen.Zitat von CrazyL
--Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2026): I Hate My Waifu Streamer, A Space for the Unbound, Clair Obscur, Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Geändert von Sylverthas (Gestern um 19:02 Uhr)
@La Cipolla
Wir tolerieren/akzeptieren sie nicht.Zitat
Ich hoffe, dass ich eines Tages in der Lage bin, mich nicht mehr so sehr von meinem Ego verleiten zu lassen. Es schreit bei solchen Diskussionen immer nach snarky Kommentaren. Stattdessen sag ich lieber meine Meinung zum Ende von Clair Obscur.
Erstmal: Stimmt total, ich habe die Intersubjektivität hier praktisch viel zu stumpf vereinfacht bzw. verzerrt ... WELL WELL, die Uni is lange her!Zitat von Sylverthas
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Ich will das aber noch zusammenbringen, u.a. auch mit Kelvens Anmerkung: Ich finde solche Erklärungen natürlich auch total cool, und wenn ich Zeit und Nerven habe, versuche ich mich ja auch gerne daran. ^^ Ich finde aber auch, dass sie in einem solchen Fall praktisch "nur noch" interessante Analyse für akademisch (oder künstlerisch) Interessierte sind; das Wichtige ist gerade, inwiefern das Spiel für viele auch ohne Erklärungen und trotz der Widersprüche funktioniert. Und deshalb habe ich speziell bei einem Spiel wie Clair Obscur auch gar nicht so Bock auf eigenes Analysieren? In einem gewissen Sinne neige ich sonst dazu, den Wald zugunsten der Bäume zu übergehen, und das wäre dem Wald nicht angemessen.
Natürlich kann das auch eine schwierige Perspektive sein kann, nämlich spätestens dann, wenn das Emotionale eventuelle Fragwürdigkeiten überrollt, weirde Ideologien transportiert etc. (Stichwort Triumph des Willens, duh) Aber da fand ich bspw. die Genozid-Interpretationen für Clair Obscur jetzt nicht so wahnsinnig perfide, dass es mich stören würde.
Insofern tl,dr -- Das "Robuste" der Meinung ist sicherlich nett und spannend, aber irgendwo auch drittrangig hinter der emotionalen Reaktion: Hat das Spiel nun gezündet (und wie genau) oder nicht? Und wenn nicht, ist das voll okay.
Soll aber wie gesagt niemanden vom Erklären abhalten! Ich weiß nur, dass es mich bei so einem Spiel weniger kratzt, und ich finde auch, dass wir als aufgeklärte Gesellschaft öfter mal dazu neigen, die emotionale Reaktion zu unterschätzen.