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Thema: Anime Summer Season 2024

  1. #21
    Zitat Zitat von Dnamei Beitrag anzeigen
    Wieder mal ein sehr unterhaltsamer Rundgang durch die aktuelle Season
    Danke! Macht auch immer Spaß, auch wenn ich während des Marathons manchmal ein wenig rumkotze xD
    Ich hoffe, dass das niemand anderen von Reaktionen abhält, weil es so viele lange Posts sind.
    Zitat Zitat
    Alya Sometimes Hides Her Feelings in Russian 01 & 02:[...]Und wen sie sich schon als Kinder kannten, gewinnt dann nicht doch eine Kindheitsfreundin?^^
    Are you sure about that?!
    Zitat Zitat
    Und Russisch hat auch den Vorteil, dass ich die Qualität nicht beurteilen kann, wobei es mir manchmal vom Klang her etwas komisch vorkam.
    Dazu gibts auch schon nen Thread auf MAL. Anscheinend ist was Alya sagt wohl grammatikalisch gut, aber mit nem heftigen japansichen Akzent. Was es immerhin ne Stufe über Engrish stellt, was in allen Dimensionen schlecht ist
    Ansonsten war Episode 2 ne absolute 10/10, ich hab mich so dermaßen weggeschmissen. Yuki ist best girl, ohne Wettbewerb. Episode 3 war dann leider 0/10, weil zu wenig Yuki *g*
    Schon der Anfang von Episode 2 mit dem kleinen "Tanz", den Masachika und Yuki machen, der absolute "WTF IS GOING ON?!"-Qualität hat:

    Aber um das zu erklären nen kleinen Spoilerkasten:

    Ja, das war einfach ultralustig und hat die Show von einer "eh, ich schau noch mal ne Episode aber könnte gedropped werden" zu einer der top Shows diese Season katapultiert. In Episode 3 gings dann darum, wie sich Alya in Masachika verliebt hat. Was keine schlechte Szene war, aber interessiert mich ehrlich gesagt nicht so sehr. Ja, andere Charaktere hier sind SO unterhaltsam, dass sie sogar meinen Tsundere-Bias überwinden können! Und dann kommt in Episode 3 noch Mascha, Alyas Schwester, vor. Die auf ne andere Art Alya teased. Also ja, man könnte sagen, dass sich alle Charaktere irgendwie gegen Alya verschworen haben und n bisschen gespannt bin ich ja, was fürn Chaos das jetzt geben wird.

    Und btw. scheint es Mascha zu sein, mit der Masachika als Kind gespielt hat - mal sehen, ob sie das Wissen auch noch nutzt. Wobei schon gesagt wurde, dass Mascha nen Freund hat und irgendwie hab ich das Gefühl, dass das Konzept der Show eher darauf hinausläuft, dass alle Alya und Masachika trollen, als dass sie "tatsächlich" um ihn buhlen. Was auch ein ziemlich geniales Konzept für so ne Show wäre.
    Auf jeden Fall hat Doga Kobo echt ein Händchen hier für die absoluten Waifus. Kein Wunder, dass die Show auch von dem Standpunkt absolut durch die Decke geht.
    Zitat Zitat
    My Deer Friend Nokotan 01 & 02: Ja, das ist glaube ich nichts für mich. Ich finde es bislang nicht so witzig, bzw. nur in ein paar Momenten und Ep 2 haut mit der Yandere Schwester leider auch einen ziemlich harten Brocken raus, den es zu überwinden gilt. Zumindest für mich^^ Daher drop.
    Hast es sehr gut beschrieben. Episode 1 fand ich noch wild, aber Episode 2 war dann doch irgendwo n bisschen langweilig? Der random Humor kriegt mich auch irgendwo nicht so sehr. Hat sich trotzdem als das Meme diese Season etabliert


    My Wife Has No Emotion [2-3]:
    Ist jetzt bei mir auch dropped. Ich hab da einfach nen zu großen Disconnect mit dem, was die Show als niedlich und wholesome präsentieren will, und was ich selber davon halte. Vor allem wird irgendwo nahegelegt, dass sich Takuma aus guten Gründen in Mina verliebt hat. Was einfach nicht stimmt. Er war depressiv und sie war das einzige frauenähnliche in seinem einsamen, erbärmlichen Leben. Daher ist er rattig auf sie geworden. Da ist echt gar nichts romantisches oder "oh, was ein tolles Paar!" dabei. Und die Show probiert das komplett zu überblenden, was mir massiv gegen den Strich geht. Ansonsten wählen die Standardroute, dass Mina nach und nach Gefühle entwickelt und sie dann immer mehr zu einem Paar werden. Sehr schade, ich dachte aus dem sehr explizit roboterhaften von Mina würde man ne interessantere Story machen. Aber hey, es ist ja sicher total normal, dass Takuma rot wird, wenn Mina ihren Oberkörper entblößt, wo man dann nur Metallteile sieht (und nen Schacht zum Getränkekühlen xD). Und das wird nicht mal als Joke präsentiert. Vielleicht haben hier aber auch alle nen Roboterfetisch, dann erklärt sichs vielleicht doch mehr, wieso Takuma auf sie abfährt.

    Ich will die Show aber nicht komplett verdammen. Wenn man über das, was ich vorher geschrieben habe, hinwegswehen kann, hat es schon so einige coole Ideen und fühlt sich auch frisch genug an, als Mensch X Robo Romanze.


    Days With My Stepsister [2-3]:

    Zwar weiterhin eine eher langsame Show, aber die Emotionen der Charaktere kommen doch gut durch. Vor allem liebe ich manche Szenen, die vielleicht aus Spargründen so gemacht wurden, aber trotzdem einfach effektiv sind. Wie z.B. wenn die beiden am Esstisch sitzen für eine längere Zeit (sicher 30s) und kein Wort wechseln. Die Szene ist auch beengend geframed, indem die Hälfte vom Bildschirm schwarz ist und man sie nur in einem kleinen, schwach beleuchteten Raum sitzen lässt - so dass einem dieses unangenehme Gefühl richtig reingedrückt wird. Weil sie nicht wirklich wissen, was sie zueinander sagen sollen bzw. die Worte nicht finden.

    Es ist nicht so, dass sie gar nicht kommunizieren könne, aber es ist so ne Mischung aus "wir sind jetzt gezwungen Geschwister zu sein", "wir haben noch Trauma aus den Scheidungen unserer Eltern und ein kaputtes Geschlechterbild" und "so ganz ticken wir beide auch nicht richtig". Was man dann auch in der Szene merkt, als Saki sich Yuta anbietet mit den Worten "Sieht der Körper so aus, als könne man ihn kaufen?" Da ist was ganz gewaltig nicht richtig mit ihr, ihrem Selbstild und -bewusstsein. Und die Show präsentiert das dann auch mit der nötigen Finesse, ohne es zu Wichsmaterial zu machen. Manche Dialoge wirken leider etwas seltsam, was vielleicht doch nahelegt, dass die beiden gar nicht so gut kommunizieren können *g*

    Aber ja, insgesamt finde ich das bisher auch von der Inszenierung erstaunlich erwachsen für eine Anime Romanze. Gerade das vorher schon erwähnte starke Nutzen von Licht und Schatten sowie einfach leerem Raum. Zusammen mit der recht tristen Farbgebung in der Wohnung unterstreicht das auch noch mal, das beide aus dysfunktionalen Familien kommen und damit ihr zuhause eher ein trostloser Raum ist / war, in dem sie sich beide noch reinfinden müssen. Wobei sein gesicht mir doch n bisschen zu austauschbar aussieht und generell machen die Charaktere wenig her. Highlight von Episode 3 war dann natürlich das Tagebuch von Saki, wo man Einblicke in ihre Gedankengänge bekommen hat.
    Sicher keine Show für jeden, aber ich find sie schon interessant. Vielleicht für die ein oder andere Person noch interessant, ein Interview mit dem Autoren und warum es im Prinzip wenig Fanservice gibt und erklärt vielleicht auch, warum es sich anders anfühlt als ne normale Romance Story in dem Medium.
    Zitat Zitat
    Q: Do you have a favorite sis-con story?
    Ghost Mikawa: Oreimo is a masterpiece. It might be my favorite.
    ... oh no...



    Oshi no Ko Season 2 [1-3]:

    Vermutlich eine der wichtigsten Sachen, die Mangaleser mitbekommen sollten, ist die Diskussion darüber, was bei Adaptionen so passiert und wieso sie sich manchmal nicht direkt ans Material halten. Das wird meiner Meinung nach bei dem Gespräch mit dem Scriptwriter schon sehr gut erklärt. Und auch wenn man das Geplärre der Autorin verstehen kann, so sind bei Adaptionen einfach immer gewisse Restriktionen gegeben und Sachen müssen geändert werden. Gleichzeitig zeigt die Show aber auch, wieso es manchmal zu schweren Kommunikationsproblemen kommen kann über das Konzept der "Stillen Post": Es gibt so viele Mittelmänner, dass die Originalnachricht komplett verzerrt wird. Ich weiß nicht, ob das in Japan echt so abläuft, weil es mir wie ein massiv ineffizientes System vorkommt. Aber erklärt durchaus, wieso die Intention von Autoren nicht gut durchkommen kann.

    Ansonsten haben die Übungen für das Theaterstück Tokyo Blade (vermutlich inspiriert von Demon Slayer) angefangen und im Prinzip genauso schnell wieder aufgehört, weil die Autorin halt nicht mitmachen will. Hier wurde die Reihenfolge der Kapitel etwas vertauscht, so dass technisch Episode 2 dann einen mini Rückblick enthält, der einem mehr Details erklärt. Dass man das so aufzieht ergibt aber Sinn, weil Episode 1 sofort verkauft, wieso das interessant werden wird und hat auch schon ein paar der Cuts gehabt, die man im Trailer gesehen hat. Auch gab es direkt am Anfang nen Werbestreifen zu Tokyo Blade, den Zuschauer in nem Theater zu sehen bekommen haben, und ja, da wurde schon gut Atmosphäre aufgebaut.

    Generell merkt man wieder Akasakas Hang dazu, gerne irgendwelche technischen Details zu erklären, diesmal mit Akane als Sprachrohr. Das ergibt Sinn, immerhin ist sie eine Theaterschauspielerin und hat damit den größeren Überblick über alles, was damit zusammenhängt. Ich bin jetzt nicht tief im Theater drin, aber was sie da teilweise an modernen Sachen mit Filmbildschirmen im Hintergrund und Zusatzeffekten erklären klingt schon ganz interessant. Wobei ich da auch mit den Luftstößen son bisschen an irgendwelche Fahrten in Freizeitparks erinnert wurde, also keine Ahnung ob das wirklich so toll ist in Person

    Und natürlich hat Akasaka hier noch ein wenig eingeworfen, wie allgemein das Handwerk von Manga Authoren ist. So ganz uneigennützig, vermute ich
    Aber ja, das Zusammenspiel zwischen zwei Autoren, von denen eine so eine Art Mentorin ist, aber weniger erfolgreich ist, ist schon ziemlich gut. Und es wird auch mal wieder klar, wie Akasaka in Kürze wirklich sympathische und nachvollziehbare Charaktere aufbauen kann. Denn beide Manga Autorinnen sind absolut verständlich in dem, was sie sagen und in den Strapazen die sie auf sich ziehen - auch wenn Abiko n bisschen exzentrischer ist. Und so wie sie sich streiten wirkt es fast wie online Diskussionen über verschiedene Werke - nur, dass es eben zwei Freunde sind, die so aneindandergeraten und man daher kein böses Blut vermuten wird. Vielleicht ist hier auch ein wenig Kritik an dem wöchentlichen Arbeitszyklus von Shounen Jump bei, der Leute im Prinzip ausbrennen lässt. Es ist ja nichts neues, was man vorher noch nie gehört hat. Aber hier kommts einem schon mit nem bisschen mehr als nem Augenzwinkern vor, immerhin ist Akasaka ja ein erfolgreicher wöchentlicher Jump Autor.

    Das Opening finde ich btw. wieder cool. Der Song ist stark anders als IDOL, aber es ergibt absolut Sinn, dass sie nicht wieder versuchen in die gleiche Kerbe zu schlagen. Gleichzeitig sind die Visuals von dem Song diesmal aber besser. Wobei ichs schon witzig finde, dass Ruby so viel gezeigt wird, die in dem gesamten 2.5D Stageplay ziemlich irrelevant ist (aber dafür im nächsten Arc dann wichtig wird) *g*


    Geändert von Sylverthas (Gestern um 18:59 Uhr)

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