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Couch Potato
Da ich weder Mask of Truth noch Shuten Order in den letzten beiden Tagen schaffen werde, habe ich hier mal eine kurze Liste mit Spielen verfasst die ich dieses Jahr beendet habe und empfehlen würde. JRPs sind aber so gut wie keine drin
Gewisse Stories von Fate/Grand Order fand ich zwar ganz gut, ich werde hier aber kein Gacha Game empfehlen! Und es dauert sowieso noch zwei Jahre bis hierzulande endlich das große Finale des Lostbelt Arcs veröffentlich wird.
Kommerzielle Spiele (mit einer Ausnahme)
Alan Wake 2: Von der Story und Präsentation her ein richtig gutes Sequel dessen einziger Schwachpunkt für mich die Semi Open World voller Collectables ist. Herald of Darkness ist außerdem ein fantastischer Song der richtig cool ins Spiel integriert wurde.
Black Panther: Like a Dragon - New Chapter: Von der Story her ein sehr gutes Spinoff, auch wenn die Nebencharaktere nicht so gut entwickelt sind. Die Sidestories sind allerdings die größte Schwäche des Spiels, da sie viel zu langweilig sind und man viel zu viel Zeit damit verbringt Gangmitglieder zu verkloppen die einen ständig verprügeln wollen. Ohne Nebenquests könnten allerdings die Storybosse zu schwer sein. Mal schauen ob ich nächstes Jahr endlich den zweiten Teil spiele.
Cyberpunk 2077: Ich habe es erst nach vielen Patches und mit einigen Mods gespielt und wurde hier richtig gut unterhalten. Ich mag die Story, liebe die Charaktere, und das Gameplay hat ebenfalls viel Spaß gemacht. Es fühlt sich allerdings ein bisschen Immersive Sim mäßig an, hat dafür allerdings zu wenig Optionen zu bieten, auch wenn es durchaus unterschiedliche Möglichkeiten gibt die Gebiete zu durchqueren und die Quests abzuschließen. Ich war außerdem ab der Hälfte des Spiels bereits komplett overpowered und habe so gut wie alle Gegner mit meinem Katana zerhackt und mich mittels Doppelsprüngen und Air Dashes durch die Welt bewegt.
Deltarune: Kapitel 3 fand ich zwar ein bisschen schwächer als Kapitel 2, aber Kapitel 4 war richtig gut und ist eventuell der Punkt an dem die Story endlich anfängt ernst zu werden. Allerdings dürften danach noch drei Kapitel kommen, von daher wird es sicherlich noch viele lustige Momente geben bis die Story ihr großes Finale erreicht. Mal schauen wie es nächstes Jahr in Kapitel 5 weitergeht!
Dead Space (2023): Ein fantastisches Remake dessen einziger Schwachpunkt die viel zu offensichtliche Story ist. Selbst wenn man das Original nicht kennt, sollte man eine wichtige Enthüllung also meilenweit kommen sehen. In Sachen Gameplay hat mich ansonsten nur die Sequenz gestört in der man mit den ADS Kanonen Asteroiden zerstören muss, weil es extrem langweilig ist und weil es geradezu unmöglich ist zu scheitern. Im Original saß man wenigstens direkt in der Kanone drin und konnte direkt auf die Asteroiden feuern anstatt nur neben den Kanonen im All zu schweben.
Deathloop: Eine nette Zeitschleifen Immersive Sim die ein bisschen die Lücke von Dishonored füllt, vor allem weil man später Fähigkeiten erhält durch die man es fast genauso spielen kann. Alle Gebiete zu drei unterschiedlichen Tageszeiten über mehrere Zeitschleifen hinweg durchsuchen zu müssen, um Informationen zu sammeln wie man alle Ziele an einem Tag ermorden kann, ist auf Dauer allerdings ein bisschen anstrengend.
Long Gone Days: Ein richtig nettes und gut präsentiertes JRPG dessen größte Schwäche für mich nur das enge Timing einiger Sidequests ist. Aufgrund der guten Präsentation stechen die Mängel aber umso mehr heraus, wie Regen ohne Soundeffekte oder packende Momente in denen es keine Charakteranimationen gibt.
Metal Gear Solid: Immer noch ein richtig gutes Spiel, auch wenn das Gameplay vor allen in Sachen Gunplay nicht so gut gealtert ist. Und obwohl mir die Story immer noch gefällt muss ich sagen, dass manche Twists viel zu offensichtlich sind. Ich würde außerdem selbst heutzutage immer noch empfehlen es zu emulieren, da das Spiel einige Glitches hat (wie Löcher in den Charaktermodellen) die sich mittlerweile mit Duckstation beheben lassen, aber bei der Master Collection Version immer noch präsent sind. Ich habe mir außerdem zum ersten Mal die Digital Graphic Novel angeschaut und die hat mich leider nicht überzeugt. Der Zeichenstil ist hässlich und blurry und wirkt in der Master Collection wie ein billiger Upscale. Verglichen damit ist selbst die PS1 Grafik besser. Es rusht außerdem nur so durch die Story, weswegen es imo nur zwei Stellen gibt an denen es tatsächlich besser ist als das Spiel: beim Kampf gegen den Panzer und in der Psycho Mantis Sequenz.
Moonlit Blessed: Eine sehr kurze RPG-Maker Visual Novel in der zwei Freunde versuchen den Mond retten. Richtig gut gemacht für so ein kurzes Contestgame, auch wenn die Story sehr vorhersehbar ist.
Quake: Immer noch ein sehr spaßiger Shooter der allerdings keine Zeit damit verschwindet eine Story zu erzählen und im Gegensatz zu Quake 2 leider so gut wie keine Bosskämpfe besitzt. Von den Erweiterungen hat mir außerdem Dimension of the Machine am besten gefallen da es visuell tatsächlich was neues zu bieten hat, mit ein paar richtig coolen Locations. Der einzige Schwachpunkt der Erweiterung ist der langweilige Endboss bei dem ich die ganze Zeit im Kreis gelaufen bin.
Roadwarden: Ein nettes Text-RPG mit Survival Elementen in dem man eine Halbinsel erkunden und idealerweise herausfinden muss was mit dem letzten Roadwarden passiert ist. Es hat mich zwar nicht aus den Socken gehauen, ist aber richtig gut gemacht und trotz Zeitlimit habe ich es geschafft alle Quests abzuschließen. Zumindest mit einem Charakter. Auf einen zweiten Durchgang mit einer anderen Klasse hatte ich bisher keine Lust.
Simon the Sorcerer 2: Immer noch ein sehr unterhaltsames Adventure dass seinen Vorgänger in jeglicher Hinsicht überbietet. Es ist nur blöd, dass es mit einem Cliffhanger endet der von einem furchtbaren dritten Teil gefolgt wurde.
Steins;Gate: My Darling's Embrace: Wer die Charaktere von Steins;Gate mag, der dürfte auch von diesem Dating Spinoff gut unterhalten werden.
Tamashii: Ein herausfordernder, aber durchaus fairer Horror Platformer. Selbst die schweren Level fand ich nicht so schlimm, mit Ausnahme von den Leveln in denen man indirekt seine Klone bewegen muss.
The Entropy Centre: Fühlt sich in vielerlei Hinsicht viel zu sehr nach Portal an, da einige Puzzle Elemente fast 1:1 übernommen wurden, ist ansonsten aber ein gut gemachtes Puzzle Game.
Time Travelers: Ein indirekter Nachfolger zu 428 Shibuya Scramble der zwar nicht ganz so gut ist, aber dafür genauso seltsame Stimmungsschwankungen hat, wodurch es manchmal ein ernster Thriller und manchmal eine absurde Komödie ist. Gut unterhalten wird man hier also trotzdem.
Mods/Fangames:
Another Metroid 2 Remake: Ich habe dieses Jahr die Metroid Reihe zum ersten Mal gespielt und verglichen mit dem offiziellen Metroid 2 Remake hat mir dieses Fan Remake viel mehr Spaß gemacht. In Samus Returns fand ich die Steuerung schlechter und die Bosskämpfe haben mir nicht wirklich gefallen. Das einzige was ich bei Samus Returns besser fand, ist dass man direkt vor dem Endboss speichern konnte anstatt sich nochmal durch mehrere Räume kämpfen zu müssen wenn man stirbt.
Castlevania Revamped: Ich hätte vorher vielleicht das Original spielen sollen, aber diese Metroidvania Fassung des ersten Spiels hat mich ganz gut unterhalten, auch wenn ich ein bisschen zu oft in Hindernisse gerannt bin die ich nicht überwinden konnte und dann erst mal backtracken musste. Obwohl es vermutlich einfacher ist als das Original, gibt es hier aber einige Stellen an denen man sich durch Horden an Gegnern arbeiten muss bevor man speichern kann.
Half-Life: Delta Particles: Eine Half-Life Mod mit einer richtig "kreativen" Prämisse: Was wäre wenn es noch eine andere amerikanische Forschungsanlage gegeben hätte die am selben Tag wie Black Mesa ein Teleportationsexperiment abgehalten hat und dadurch ebenfalls von Aliens überrannt wurde?
Davon abgesehen ist es aber eine richtig gut designte und spaßige Mod deren Setting sich visuell zumindest ein bisschen von Black Mesa abhebt. Das einzige was mir nicht gefallen hat ist die Menge an Kämpfen bei denen man mehrere Gegnerwellen besiegen muss.
Half-Life: Insecure: Ein Fangame in dem ein Wachmann versucht Black Mesa zu entkommen. Durchaus unterhaltsam, recycelt allerdings einige Story Beats aus dem Hauptspiel. Der einzig herausragende Aspekt ist das Design der Xen Levels, auch wenn dieser Teil des Spiels sich für meinen Geschmack viel zu sehr in die Länge zieht. Wer Shooter und/oder Half-Life mag, der dürfte aber durchaus Spaß dran haben.
Hero of Law: Ein Crossover zwischen Zelda und Ace Attorney das viel besser funktioniert als ich erwartet hätte und dass sich Fans dieser Reihen nicht entgehen lassen sollten.
Outertale: Undertale IN SPACE!!! Es ist zwar nicht so gut wie Undertale Yellow, ist aber trotzdem eine nette Möglichkeit die Story von Undertale nochmal in etwas anderer Form und mit neuen Herausforderungen zu erleben.
The Torrential Turnabout: Es ist zwar nicht die Art von Death Game die ich erwartet hatte sondern hauptsächlich ein Ace Attorney Game, aber ich wurde trotzdem sehr gut unterhalten. Die ganzen Memes, Anspielungen und Fourth Wall Breaks wären allerdings nicht nötig gewesen.
Turnabout in the Lighthouse of Lunacy: Auf den ersten Blick nicht so gut wie The Torrential Turnabout da die Story sich lange Zeit im Kreis dreht. Das macht aber zumindest Sinn, weil man immerhin versucht zu beweisen dass man kein Mörder ist, obwohl die Protagonistin selbst von überzeugt ist dass sie den Mord begangen hat. Die Story ist aber tatsächlich ganz gut. Es dauert nur einige Stunden bis man diesen Punkt endlich erreicht.
Flight of the Soaring Siren: Das dritte Ace Attorney Fangame das ich gespielt habe und mit einer Laufzeit von zwei Stunden das kürzeste. Hier spielt man ebenfalls eine Mörderin die versucht ein paar reiche Arschlöcher zu töten und den Verdacht auf jemand anderen abzuschieben. Ihr angeblich so perfekter Plan wird aus mehreren Gründen aber viel komplexer als ursprünglich geplant, auch wenn die kurze Spielzeit dafür sorgt, dass die Story nicht so komplex ist wie sie eventuell hätte sein können. Es ist aber trotzdem ein unterhaltsames Spiel das mal was anderes als eine typische Ace Attorney Erfahrung zu bieten hat.
When Day Breaks: Eine Mod für SOMA die das namensgebende Konzept für SCP-001 adaptiert und dementsprechend vermutlich besser funktioniert wenn man dieses Konzept noch nicht kennt, da viele Elemente 1:1 übernommen wurden. Die eigentliche Story der Mod ist allerdings nicht so grauenerregend wie die Backstory und das Ende fühlt sich sehr billig an.
Witches & Woodlands: Eine Parodie von Umineko in der die Cousins ein sehr unterhaltsames Pen & Paper Rollenspiel spielen. Wer Umineko und vor allem dessen Charaktere mag, dem kann ich das wärmstens empfehlen. Es gibt außerdem ein paar nette Rätsel die man versuchen kann zu lösen, auch wenn das Spiel es nicht verlangt. Und obwohl sich das Spiel hauptsächlich darauf fokussiert eine lustige Story zu erzählen, hat es trotzdem einen netten emotionalen Moment zu bieten.
Größte Enttäuschung:
Return of the Obra Dinn: Keinesfalls ein schlechtes Spiel, aber leider nicht die Art von Mystery die mir gefällt, vor allem nachdem enthüllt wird dass man hier keinen stinknormalen Morde untersucht, sondern das Schiff mehrfach von mythologischen Kreaturen attackiert wurden. Im Gegensatz zu anderen Mysteries, wo sich die Wahrheit gegen Ende immer weiter herauskristallisiert, habe ich hier zum Schluss außerdem immer mehr geraten habe, da es so gut wie unmöglich zu sein scheint alle Charaktere, sowie deren Todesursachen, mit den Visionen ihrer Tode oder durch Erforschung der Spielwelt in Erfahrung zu bringen.
Geändert von ~Jack~ (30.12.2025 um 16:44 Uhr)
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