BITE ME, ALIEN BOY!
Spiele gerade: Wild Arms 3
Zuletzt gespielt: Das Geheimnis von Brownsea Island, Lord Winklebottom Investigates, Machinarium
Best games ever: Paper Mario: The Origami King, Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII & XI, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12
Hero of Law habe ich auch letztens gespielt und Ace Attorney in Hyrule klappt richtig gut.
Aber wie krass modifizierbar die OoT ROM mittlerweile ist, ist unglaublich.
Ich hoffe es werden noch weitere Fälle erstellt, aber keine Ahnung ob das Team noch weiter machen möchte.
Spielzeit: ~ 15 Stunden
Spirit Hunter: Death Mark II ist ein direktes Sequel zum ersten Teil und hat keinerlei Verbindungen zu Spirit Hunter: NG, weswegen man dieses sowohl davor als auch danach spielen könnte. Und letzteres wäre vielleicht sogar die bessere Herangehensweise. Nicht weil Death Mark II ein schlechtes Spiel wäre, sondern weil ich die Prämisse nicht so interessant fand.
Vier Monate nach den Ereignissen des Vorgängers wird Kazuo Yashiki nämlich damit beauftragt mysteriöse Ereignisse in Konoehara Academy aufzuklären, die irgendwas mit einer Kreatur namens The Departed zu tun haben. Eine Kreatur die ständig Drohungen aussendet in denen sie verkündet dass ein Geist, wie Hanako aus der Toilette, in nächster Zeit einen Schüler ermorden wird. Der Schüler wird allerdings nie beim Namen genannt sondern nur mit einem Titel beschrieben, wie Goldpreis. Obwohl das namensgebende Death Mark keine Rolle mehr spielt, muss man also auch diesmal versuchen die Geister zu erlösen bevor sie jemanden ermorden. In der Hinsicht ist das Spiel also auch nicht anders als die Vorgänger. Dafür verbringt man allerdings das komplette Spiel in Konoehara Academy, eine Schule die unter anderem aus zwei fast identischen Gebäuden besteht. Eins davon wird nur seit Jahren nicht mehr genutzt. Und die ganze Zeit in den selben Gängen rumzurennen fand ich schlichtweg nicht so interessant wie die abwechslungsreichen Locations der Vorgänger. Es gibt zwar ein paar Fälle in denen man auch die nähere Umgebung der Schule untersuchen darf, darunter einen Wald, aber das ändert nichts daran dass man zwischendurch trotzdem in der Schule rumrennt.
Apropos rumrennen: aus unerfindlichen Gründen erforscht man einen Großteil der Spielwelt diesmal in Form eines Sidescrollers, und nicht mehr so Dungeon Crawler-artig wie in den Vorgängern. Wäre an sich kein Problem, wenn die Standard Steuerung nicht beschissen wäre. Ich meine, ESC gedrückt halten um zu rennen? WTF?!Wenn man Objekte untersucht und mehrere Interaktionen hat, dann muss man eine davon außerdem mit TAB ausführen, die andere mit Enter, und wenn man Items verwenden will muss man die Leertaste drücken. Wirkt fast so als ob das von Leuten designt wurde die noch nie ein Videospiel gespielt haben. Oder die ganze Zeit nur mit Gamepad gespielt haben, was vermutlich besser wäre, aber in den Basiseinstellungen gar nicht als Option erwähnt wird. Man kann allerdings auch mit der Maus rennen wenn man die rechte Maustaste gedrückt hält. Objekte in der Spielwelt zu untersuchen funktioniert mit Maus aber nur bedingt und man muss dafür auch richtig stehen. Das First Person Gameplay der Vorgänger hat eindeutig besser funktioniert. Und ist hier immer noch präsent wenn man alle wichtigen Orte untersucht. Die Horrorsequenzen finden ebenfalls nur in First Person statt. Sieht natürlich besser aus und ist auch diesmal gut animiert, vor allem der Auftakt eines jedes finalen "Bosskampfes", aber wozu haben sie das Spiel überhaupt in einen Sidescroller verwandelt wenn es da so gut wie keinen Horror gibt?
Die Atmosphäre ist aber auch diesmal nicht so gut wie in den ersten Fällen des Vorgängers. Es gibt zwar durchaus Stellen wo man gruselige Geräusche hört, wie Stöhnen, schweres Atmen, weinen, aber da hätten die Entwickler noch viel mehr draus machen können. Jumpscares gibt es dafür so gut wie keine, selbst wenn sie in den Optionen aktiviert sind. Dafür gibt es allerdings einige verstörende und abgefuckte CGs, die man wahlweise blurren lassen kann wenn einem der Gore zu viel ist. Fanservice gibt es zwar ebenfalls wieder, aber nicht so viel wie im ersten Teil und ich würde die meisten dieser Szenen eher als Fan Disservice bezeichnen. Weil man sieht zwar ein paar Frauen in Unterwäsche, aber nicht in einer Art und Weise die ich als sexy beschreiben würde.
Die Kämpfe gegen die Geister sind dafür wesentlich logischer designt als im ersten Teil, auch wenn es ein paar Stellen gibt wo man ein bisschen per Trial & Error rumprobieren muss um die richtige Aktion zu finden. Es ist diesmal außerdem egal mit welchem Partner man unterwegs ist. Das gute Ende eines jeden Kapitels kann man mit jedem davon freischalten. Manche Charaktere habe allerdings schlechtere Chancen Aktionen auszuführen als andere. Die Statuswerte, die im Vorgänger komplett nutzlos waren, erfüllen diesmal außerdem tatsächlich einen Zweck. Über das komplette Spiel hinweg sind nämlich verlorene Seelen versteckt (in Wahrheit nur Zähne die allesamt identisch aussehen, was ich aufgrund des Namens sehr uninspiriert fand) mit denen man Accessoires kaufen kann die unter anderem dafür sorgen dass die Charaktere weniger Schaden nehmen. Alle paar Seelen erhalten die Charaktere außerdem ein Level Up durch dass sie ein bisschen mehr Schaden aushalten bevor sie verrecken. Sie werden dabei außerdem geheilt, was allerdings komplett egal, da man jederzeit per Tastendruck ins Krankenzimmer zurückkehren kann um sich zu heilen.
Alle Hotspots abzugrasen lohnt sich also durchaus. Ich habe zwar trotzdem irgendwie ein paar Seelen verpasst, bezüglich der Accessoires ist das aber egal da neue Accessoires die alten komplett ersetzen und es im jedem Kapitel genug Seelen gibt um alle zu kaufen. Man kann sich außerdem ansagen lassen wie viele Seelen noch fehlen, außer in dem einen Kapitel in dem ich welche verpasst habe.
Spirit Hunter: Death Mark II ist also eine ordentliche Horror Visual Novel die ich durchaus empfehlen würde, hat mir aber nicht ganz so gut gefallen wie Spirit Hunter: NG. Da tragen auch die Charaktere zu bei. Es gibt zwar ein paar die über mehrere Kapitel hinweg präsent sind, ich fand sie aber nicht so gut wie die Charaktere in NG. Und all die Charaktere die aus dem ersten Teil zurückkehren wirken quasi wie Fanservice, weil sie Kazuo zwar unterstützen, die Entwickler aber keine Zeit darauf verschwendet haben sie irgendwie zu entwickeln. Und deswegen wäre es vermutlich besser Death Mark II direkt nach dem ersten Teil zu spielen damit einem die Charaktere noch frisch in Erinnerung sind.
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Geändert von ~Jack~ (24.10.2025 um 14:47 Uhr)
Ach, der tut schon nix!
Klingt aber so, als hätte man hier weniger Budget als bei den anderen Teilen gehabt, dass man die Schule so oft durchstreifen muss? Erinnert mich was das angeht an Project Zero - Maiden ofShitBlack Water, wo man auch immer wieder den gleichen Berg hoch muss, um Spielzeit zu strecken.
Klarer Fall für reWASDZitat
Hast mich jetzt auch wieder daran erinnert, dass ich auf die Reihe ein Auge haben wollte, auch wenn der Teil hier wohl eher durchwachsen ist.
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2025): Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Keine Ahnung ob das Budget wirklich niedriger war, aber das Spiel wurde überraschenderweise per Crowdfunding finanziert, also könnte durchaus was dran sein. Laut Wikipedia scheint die Reihe im Westen aber wesentlich proftiabler zu sein als in Japan, wo sowohl NG als auch Death Mark II nur 2000 - 3000 Kopien pro System verkauft haben.
Nichtsdestotrotz wirkt es so als ob es hier wesentlich mehr CGs gibt als in den Vorgängern und die sehen allesamt richtig gut aus. Und die Animationen beim Finale eines jeden Kapitels sind auf jeden Fall komplexer als in den Vorgängern. Es gibt außerdem ein paar Vocal Songs, auch wenn ich den ersten von der Atmosphäre her sehr unpassend fand. Es gibt allerdings zwei Kapitel die extrem kurz sind, was eventuell drauf hindeuten könnte dass sie nicht genug Budget hatten um die Kapitel alle ähnlich lang zu machen. Death Mark II ist aber trotzdem in etwa genau so lang wie Spirit Hunter: NG und von der Qualität her auf jeden Fall ein besseres Spiel als Death Mark. Und es ist zum Glück nie so frustrierend wie der schlimmste Fall von Death Mark.
Man kann die Steuerung durchaus anpassen. Dieses Feature ist allerdings in den erweiterten Einstellungen versteckt, genau wie die Gamepad Steuerung.
Ich habe vorhin gesehen dass die Entwickler aktuell an einem Remake des ersten Teils arbeiten, der durchaus von proftieren könnte, weil dessen Fälle wesentlich kürzer sind als in den Nachfolgern. Das Remake wurde allerdings ebenfalls per Crowdfunding finanziert, also man schauen was draus wird.
Spielzeit: 5:24h
Wanderers from Ys ist ein Spiel das so wirkt als ob Falcom versucht hat Zelda II: The Adventure of Link zu kopieren, weil es im Gegensatz zu seinen Vorgängern komplett als Sidescroller designt wurde. Vergleichen kann ich die Spiele allerdings nicht miteinander, da ich Zelda II nie beendet habe. Ich kann allerdings sagen dass zumindest das Gamplay der Genesis Fassung absolut furchtbar ist. Ursprünglich wollte ich zwar die TurboGrafx-16 Version spielen, weil die bessere Zwischensequenzen, bessere Musik und ordentliche Sprachausgabe besitzt, ich habe mich allerdings aus zwei Gründen dagegen entscheiden.
- Die Übersetzung: Nicht nur weil die Namen komplett anders sind als im aktuellen Canon, sondern weil die Erzählung im Intro sehr verwirrend ist. Da wird nämlich erzählt dass ein legendärer Held vor langer Zeit ein Monster namens Demanicus bezwungen hat. Der Erzähler fängt aber plötzlich an diesen blondhaarigen Kerl als Adol zu bezeichnen und sagt dass die Geschichte sich jetzt wiederholen wird, was es so wirken lässt als ob Adol die Reinkarnation diesen legendäre Helden ist, oder was auch immer. Die Übersetzung der Genesis Fassung soll zwar auch nicht besser sein, da gibt es allerdings den Ys III Renewal Romhack für, der dem Spiel eine ordentliche und Canon akkurate Übersetzung verpasst.
- Die Grafik: Oberflächlich sehen die Versionen zwar sehr ähnlich aus, die Parallax Effekte, also die scrollenden Hintergründe, sehen in der TurboGrafx-16 Version aber furchtbar aus, weil sie die ganze Zeit hinterherlaggen, also sich ruckartig bewegen. Wer keine Ahnung hat was ich meine, der sollte mal kurz in diesen Playthrough reinschauen. Reicht schon kurz in der Stadt reinzuschauen, wo das furchtbare Parallax Scrolling mehr als offensichtlich ist. In der Genesis Fassung ist es dafür schön flüssig.
Bei der Genesis Fassung fand ich allerdings das Intro schlechter. Nicht aufgrund der Grafik, sondern weil Adol und Dogi lauter unnötige Zwischenstops auf dem Weg nach Felghana einlegen, so zum Beispiel bei einer Wahrsagerin damit sie den Namen des Endbosses spoilern kann. In der TurboGrafx-16 Version sieht man dafür wie sie Esteria mit dem Boot verlassen, ein bisschen durch die Gegend reisen und dann sind sie auch schon in Felghana. Der einzige Grund warum beide Intros in etwa gleich lang sind ist diese Demanicus Backstory die in der Genesis Version nicht existiert.
Das Gameplay beider Versionen ist aber mehr oder weniger gleich furchtbar. Unter anderem weil Adol fast das gesamte Spiel über wie eine Glaskanone wirkt. Das zeigt sich schon im ersten Dungeon, wo er nach ein paar Würmern und Fledermäusen direkt in Oger reinrennt, oder was auch immer die sein sollen, die ihn über mehrere Level hinweg oneshotten können. Im Gegensatz zu manch anderen Gegnern kann Adol die außerdem nicht von hinten zu tode prügeln, da sie wild auf ihn zurennen wenn er ihnen zu nahe kommt. Die einzig wirklich effektive Methode diese Monster, und viele andere zu töten, ist sich von oben mit dem Schwert auf sie zu stürzen, was wesentlich mehr Schaden anrichtet. Wenn man Pech hat und stattdessen neben dem Gegner landet, dann ist man allerdings am Arsch. Und das ist leider keine Seltenheit, da die Steuerung für so einen sidescrollenden Platformer viel zu steif ist, wodurch es mir immer wieder passiert ist dass ich springen wollte, aber stattdessen gefallen bin. Das hat die Entwickler aber nicht daran gehindert mehrere fliegende Bosse einzubauen obwohl Adol weder Fernkampfwaffen, noch Magie besitzt. Die i-Frames sind außerdem so minmal dass es fast so wirkt als ob sie überhaupt nicht existieren, was die Kämpfe schwerer macht als nötig gewesen wäre.
Das Spiel hat außerdem das selbe Problem wie viele alte Ys Games: ohne Grinding richtet man bei den Bossen viel zu wenig Schaden an, mit Grinding verrecken die meisten innerhalb von Sekunden. Gleichzeitig hat es allerdings das selbe Problem wie Ys 1: das Spiel hat ein niedriges Maximallevel das man bereits am Anfang des vorletzten Dungeon erreicht, wodurch es mehrere Bosskämpfe gibt für die man nicht mehr grinden kann. Das ist vor allem deshalb bizarr weil es in Item gibt dass die Exp verdoppelt. Das kostet allerdings so viel Geld dass ich es mir erst leisten konnte als ich bereits das Maximallevel erreicht hatte. Das vorletzte Dungeon ist außerdem das letzte in dem man neue Ausrüstung findet. Das finale Dungeon hätte aber ebenfalls ein neues Set benötigt da der Endboss, selbst mit Power Ring (welcher den Schaden verdoppelt) nur minimal Schaden nimmt. Ringe funktionieren allerdings nur so lange wie man Ringenergie besitzt, wodurch ich die letzten 25% ohne Ring runterhauen musste.
Der Endboss ist allerdings der schlimmste Gegner im Spiel. Macht von der Story her natürlich Sinn, aber das Gameplay hätte trotzdem nicht so beschissen sein müssen. Nachdem man die Arme des Bosses vernichtet hat muss man nämlich die Mitte seines Körpers angreifen. Um diese zu erreichen muss man allerdings springen und die Angriffstaste drücken. Wenn man zu hoch springt nimmt man allerdings ordentlich Kontaktschaden und wenn man zu niedrig springt trifft man nicht. Und selbst wenn man genau richtig springt kann es passieren, dass der Boss in just diesem Moment seine Position wechselt, wodurch man vom Rest seines Körpers Schaden nimmt. Pro Kampf kann man außerdem nur ein einziges Heilkraut verwenden, von daher kann man es sich nicht erlauben ständig Schaden zu nehmen. Es gibt zwar einen Heilring, der verschlingt allerdings die komplette Ringenergie innerhalb weniger Sekunden. Man kann zwar einen Trank kaufen der Ringenergie wiederherstellt, im Gegensatz zu Heilkräutern stellt er aber nur die Hälfte an Energie wieder her. Die einzig andere Methode Energie aufzuladen ist Gegner zu töten, was bei Bosskämpfen unmöglich ist.
Das Spiel hat darüber hinaus aber noch andere Designprobleme. So gibt es zum Beispiel eine Stelle wo man direkt nach Mapwechsel in einem Gegner steht und Schaden nimmt, sowie mehrere Stellen wo man direkt von einem Gegner auf die vorherige Map zurückgeschubst wird wenn man nicht schnell genug reagiert. Im Lava Dungeon gibt es außerdem eine Map auf der man von Feuerwellen gejagt wird. Auf dem Weg zum Boss sind die kein Problem, da sie ständig hinterherhinken, aber sobald man den Boss besiegt hat muss man die Map nochmal rückwärts durchqueren. Die Flammen bewegen sich aber immer noch in Richtung der Bosskammer, wodurch man ständig in sie reinrennt. In diesem Dungeon gibt es aber glücklicherweise eine Stelle wo immer ein Heilkraut wächst, von daher ist der Schaden nicht so schlimm.
Die Elderm Mountains fand ich von den Gegnern her aber am schlimmsten. Zum einen weil es Gegner gibt die sich in der Erde verstecken, sich dann in die Luft schleudern, dabei Steine durch die Gegend schleudern die Adol verletzen können, und anschließend durch die Gegend hüpfen, wodurch man die Gegner am besten ignorieren und schnell zur nächsten Map rennen sollte. Innerhalb der Höhlen spawnen außerdem Horden an Gegnern die Projektile durch die Gegend feuern, anschließend in der Erde versinken und irgendwo spawnen wo Adol nicht steht. Die einzige Möglichkeit die effektiv zu töten ist also auf sie zu springen bevor sie wieder verschwinden. Nach den Höhlen kann man aber zum Glück in einem Haus rasten und das Dungeon ist anschließen schon fast vorbei. Ich musste aber leider trotzdem eine Weile grinden. Der fliegende Endboss war zwar nervig, aber ganz gut machbar. Ein paar Screens weiter war aber noch ein zweiter Boss den ich ohne Grinding kaum verletzen konnte.
Das vorletzte Dungeon macht außerdem nochmal richtig einen auf Platformer und da gibt es eine Stelle wo man genau im richtigen Moment abspringen muss um zwischen zwei Zahnräder zu springen. Die meiste Zeit bin ich aber vom oberen Zahnrad abgeprallt und zu Boden gestürzt.
Wanderers of Ys ist also ein furchtbares Spiel. Ein schlechter Platformer, ein schlechtes Action Game, aber der Soundtrack ist zumindest ganz gut. Wenn man ein bisschen am Balancing rumschrauben und den Schaden der Gegner reduzieren würde, dann könnte das Spiel aber ganz okay sein. Und es gibt sogar einen Romhack dafür, Ys III Rebalanced. Weiß nicht warum ich den nicht installiert habe, aber laut einem kurzen Test scheint er mit Ys III Renewal kompatibel zu sein. Ich bekomme diese Romhack Mischung allerdings in Retroarch nicht geladen ohne vorher einen Savestate zu laden. Mittels Kega Fusion lädt das Spiel aber direkt. Wenn irgendwer Ys III also doch noch spielen will, dann bitte nur mit diesen Romhacks! Das Springen beim Endboss ist aber selbst mit Rebalanced immer noch ein Problem. Wer eine gute Fassung von Ys III spielen will, der sollte allerdings zu Oath in Felghana greifen. Ich habe außerdem kurz in die PS2 Version reingeschaut, aber deren Grafik finde ich irgendwie hässlich. Laut meinen kurzen Test verreckt Adol da außerdem genauso schnell wie in der Genesis Fassung, braucht aber wesentlich länger um die Gegner zu töten. Diese Version hat allerdings einen Easy Mode. Solange diese Version nur auf Japanisch existiert, werde ich sie allerdings nicht weiterspielen.
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Geändert von ~Jack~ (10.11.2025 um 05:00 Uhr)
Liest sich gar nicht so
Mit etwa 5.5 Stunden war ja die Qual wenigstens nicht lang, ging dann ja doch recht flott.
Auch wenns schrecklich klingt, aber vielleicht geb ich mir das Game trotzdem noch mal irgendwann. Gerade der Vergleich mit Adventures of Links wäre schon spannend - letzteres ja ein Spiel was zu Unrecht einen so schlechten Ruf hat. Wär schon interessant zu sehen, wie viel Ys III da falsch macht *g*
Holy shit, was isn das? Sieht aus, als hätte man da son Pixel Merging drübergejagt xDZitat
Wie viel Überlagerung hat die Story von dem Spiel eigentlich mit Oath in Felghana? Zumindest der Boss ist ja grundverschieden und Galbalan ist ja eher so "retrospektiv" wegen Ark of Napishtim reingebaut worden, um mehr Kohärenz zwischen den Werken zu erzeugen. Bei Celceta wars ja so, dass da doch *wesentliche* Abweichungen zu den Originalspielen waren.
Ich bin in letzter Zeit wirklich stark am Überlegen, was eigentlich die Aufgabe eines Remakes ist und ob ein Spiel, was Gameplay und sogar die Story stärker verändert, diese Ansprüche erfüllt (die "Essenz" muss ja irgendwie eingefangen werden). Oder ob man es dann nicht lieber als komplett eigene Entität oder mindestens als Reimagining ansehen sollte.
Ist das Dein letzter "klassische" Ys-Teil, der Dir noch gefehlt hat? Oder noch welche von den IVer-Teilen? Oder gehst Du sogar noch zu I und II zurück? Bei denen hatte ich immer angenommen, dass sie reeeelativ originalgetreu sind (abgesehen von neuen Szenen und Verbindungen), aber keine Ahnung, ob das so stimmt.
Geändert von Sylverthas (10.11.2025 um 18:47 Uhr)
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2025): Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Es ist effektiv genau die selbe Story wie in Oath in Felghana, nur wesentlich simpler erzählt. Man kämpft hier allerdings nie gegen Chester da Elena ihn von abhält.
Galbalan ist in all diesen Versionen ebenfalls vertreten. Dieses gewaltige Monster, das oben auf dem TurboGrafx-16 Screenshot zu sehen ist, soll zwar ebenfalls Galbalan sein, hat mit dem Boss den man tatsächlich im Spiel bekämpft aber nichts gemein. Ich habe die Fassungen zwar nicht alle gespielt, aber dafür habe ich mir einen einen Vergleichsbericht aller Versionen angeschaut und das Design des Endbosses ist mehr oder weniger identisch und diente offensichtlich als Vorlage für sein Design in Oath in Felghana. Diese Version von Galbalan erwähnt allerdings nie die Ark of Napishtim und mit den Eldeen hat er ebenfalls nichts zu tun. Er ist einfach nur ein mächtiges Monster das vor langer Zeit versiegelt wurde. Mehr Backstory gibt es nicht.
The Dawn of Ys und Mask of the Sun habe ich bereits vor Jahren gespielt und die unterscheiden sich auf jeden Fall mehr von Memories of Celceta als Wanderers from Ys von Oath in Felghana. Und dank Bump Combat spielen sie sich auch besser.
Wenn ich all die Ports ignoriere, die sowieso mehr oder weniger identisch sind und teilweise sogar weniger Content besitzen, dann würden mir aktuell aber sieben Spiele fehlen.
- Ys II Special, die koranische Fassung des Spiels, die einiges an Content besitzen soll der selbst in der Chronicles Fassung nicht existiert. Könnte also durchaus interessant sein, wurde allerdings bis heute nicht übersetzt.
- Die PS2 Remakes von Wanderers from Ys, Mask of the Sun und Lost Kefin, Kingdom of Sand. Da gibt es allerdings auch keine Übersetzungen von. Zum Ys 5 Remake ist aktuell allerdings eine Fanübersetzung in Arbeit. Das Spiel soll zwar nicht fantastisch sein, aber mich würde trotzdem interessieren ob die Bosskämpfe mehr Spaß machen als im Original.
- Ys Strategy, was mich nicht interessiert weil es scheinbar ein richtiges Strategiespiel ala Warcraft ist und kein SRPG.
- Ys vs. Trails in the Sky: Alternative Saga, was mich ebenfalls aufgrund des Genres nicht interessiert.
- Ys X: Proud Nordics, was erst nächstes Jahr erscheint.
Ich hatte auch mit der Idee gespielt Legacy of Ys: Books I & II zu spielen, das 3D Remake für Nintendo DS welches Bump Combat mit richtigen Angriffen ersetzt. Mit Ausnahme der Grafik und der Angriffstaste scheinen sich die Spiele allerdings nur minimal von den Chronicles Versionen zu unterscheiden, von daher weiß ich nicht ob sich das lohnen würde.
Ein gutes Remake ist für mich ein Spiel das auf den Stärken des Originals aufbaut und gleichzeitig versucht dessen Schwächen auszumerzen. Oath in Felghana würde ich in dieser Hinsicht als richtig gutes Remake bezeichnen, weil es das Grundgerüst von Wanderers from Ys genommen und ein wesentlich besseres Spiel draus gestrickt hat. Die einzig seltsame Entscheidung ist die Reihenfolge der Spiele zu ändern, wodurch Oath in Felghana plötzlich Teil 4 statt Teil 3 ist.
Das Remaster von Oblivion und dafür genau das was der Name verspricht: eine etwas hübschere Version des Originals die an dessen Schwächen so gut wie nichts geändert hat. Das Fanprojekt Skyblivion, was hoffentlich in naher Zukunft erscheint, hat es sich dafür zur Aufgabe gemacht einige der größten Schwächen des Originals auszmerzen, darunter das langweilige Dungeondesign. Die mögen sich zwar drastisch vom Original unterscheiden, aber solange sie Spaß machen: immer her damit! Die Dungeons in Morrowind waren schon langweilig genug, was einer der Gründe ist warum ich das Spiel nicht mag.
Metal Gear Solid Δ, was sogar als Remake bezeichnet wird, ist für mich auch nur ein hübsch aussehendes Remaster. Ich habe es zwar noch immer nicht gespielt, eben weil es nur ein Remaster ist, aber aus dem Setting hätten die Entwickler noch so viel mehr rausholen können indem sie die Dschungellandschaft massiv erweitern und alle Maps nahtlos miteinander verbinden anstatt das Leveldesign des Originals beizubehalten. Die Story hätten sie dafür so gut wie unverändert beibehalten können weil sie nur die Gameplay-Abschnitte hätten erweitern müssen.
Geändert von ~Jack~ (10.11.2025 um 21:01 Uhr)
Ah, dann hatte ich das falsch in Erinnerung und es war zwar Galbalan, aber halt mit ner komplett anderen (keiner) Backstory und letztere hat man dann an Ark of Napishtim und den Rest der Lore angepasst.
Mal schauen, ob sie schneller sind mit Falcom und nem Remake davon xDZitat
Wobei sich manche das im Stile von Ys X auch gar nicht wünschen, also mal sehen...
Ich würd die komplette Überarbeitung des Gameplays auch als ne äußerst nennenswerte Änderung ansehenZitat
Prinzipiell stimme ich zu, dass ein Remake besonders die Schwächen ausmerzen sollte. Aber wenn man dann vom Gameplay praktisch das Genre wechselt - passt das noch? Ich würde sagen, dass viele Leute mit Änderungen am Gameplay weniger Probleme haben als mit Änderungen an Story / Welt / Charakteren. Also ist es ein gutes Remake, wenn es quasi diese Elemente nimmt (und ggf. verbessert), alles andere dann komplett austauscht, wenn es nicht gut war? Ist es immer noch ein gutes Remake, wenn es den "Kern" des Gameplays vom Original gar nicht einfangen kann?
Die Frage kommt bei mir primär wegen Final Fantasy VII Remake auf, was meiner Meinung nach vom Kampfsystem deutlich mehr Spaß macht als das Orignal, aber halt auch einfach mal ein komplett anderes Spiel dahingehend ist. Klar, in dem Fall kann man sagen: Naja, es ist ja nur ein Remake mit Augenzwinkern.
Bei den anderen beiden Beispielen stimme ich Dir voll zu - gerade MGS3 ein Remake zu nennen ist einfach nur dreist (hat aber nichts daran geändert, dass es sich wie geschnitten Brot verkauft hat xD).
Geändert von Sylverthas (10.11.2025 um 21:51 Uhr)
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2025): Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit
Deswegen habe ich diesen Satz auch nochmal umgeschrieben, aber du musstest ja unbedingt auf die alte Version reagieren
Mit der PS2 Version existiert aber bereits ein, auf den ersten Blick, akkurates Remake von Wanderers from Ys, das vom Gameplay her allerdings in keinster Weise besser wirkt. Und die Angriffe sind die sogar langsamer als im Original, wo man die Angriffstaste die ganze Zeit gedrückt halten und damit endlos um sich schlagen kann. Mehr kann ich zu der Version aber natürlich nicht sagen ohne mehr von zu spielen. Ich hatte aber bereits Probleme beim speichern, weil ich keine Ahnung hatte was das Spiel von mir wollte (eine der Optionen schmeißt einen scheinbar in den Titelbildschirm zurück), von daher will ich mir das ohne Übersetzung nicht antun.
Oath in Felghana mag vom Gameplay her also weniger akkurat sein, aber ich habe kurz in einen Guide geschaut und mir ein Video vom Bossrush angesehen, und kann dementsprechend sagen dass sowohl alle Locations, als auch Bosskämpfe aus Wanderers from Ys ins Remake übernommen wurden. Oath in Felghana hat nur noch mehr Bosse, optionalen Content, sowie eine erweiterte Story zu bieten.
Nur weil Oath in Felghana kein Sidescroller mehr ist, würde ich es nicht einem anderen Genre zuorden. Es sind beides Action-RPGs, beides haben Platformer Abschnitte (vor allem dieser Glockenturm, den ich in Wanderers from Ys nicht erwartet hatte, aber der tatsächlich existiert und einiges an Rumgespringe erfordert), aber das Gameplay in Oath in Felghana funktioniert schlichtweg besser. Sie hätten es natürlich erneut als Sidescroller designen können, aber dann würde es immer noch wie ein Fremdkörper wirken der visuell nicht zum Rest der Reihe passt.
Die Remakes sind generell komplett andere Spiele, nicht nur vom Gameplay, sondern auch von der Story her. Da stimme ich dir also auf jeden Fall zu. Den ersten Teil als Remake zu bezeichnen emppfinde ich dementsprechend als Fehler, weil es offensichtlich ein Reimagining und eine Art Stealth Sequel ist. Fans hätten ein akkurates und etwas längeres Remake ohne all den Filler sicherlich bevorzugt. Und es hätte mich vermutlich auch nicht gestört, weil ich FF7 vor einiger Zeit nochmal gespielt hatte und es in vielerlei Hinsicht viel zu oberflächlich fand.
Die "Remakes" haben dafür viel zu viel Content der hauptsächlich dazu dient die Spielzeit zu strecken. Was schade ist, da ich die Setpieces zwischendrin richtig gut inszeniert finde. Bei Rebirth fand ich es besonders schlimm wie man in jedem einzelnen Gebiet die selben Checklisten abarbeiten muss. Manche Spieler mögen sagen "Du musst ja nicht alles davon machen! Spiel doch einfach die Story!" Aber dude, wenn ich einiges an Geld für so ein Spiel ausgebe, dann will ich auch so viel wie möglich von sehen um mir eine ordentliche Meinung von bilden zu können. Und es ist ja nicht so als ob der optionale Content durch die Bank schlecht wäre. Er hätte nur kreativier integriert werden können ohne Spieler ständig für mehrere Stunden von der Hauptstory abzulenken.
Geändert von ~Jack~ (11.11.2025 um 06:09 Uhr)
Sorry!
In dem Sinne könnte man vielleicht schon sagen, dass Oath in Felghana den "Kern" von Ys III einfängt, was schon einiges Wert ist. Hatte auch letztens noch ein Gespräch mit jemandem, und da haben wir schon irgendwie rausgefunden, dass OiF eventuell noch mehr von seinen Sidescroller-Wurzeln über hat, als man erst denkt. Das Spiel hat schon einige Level, die relativ wenig Bewegung in Richtung der z-Achse erlauben und bei denen es einiges an Vertikalität gibt. Die Höhlen beim Aufstieg zum Gipfel zum Beispiel sind im Prinzip von der Seitensansicht, oder der Aufstieg auf den Glockenturm, den Du auch erwähnst. In dem Sinne ist da doch mehr von der Essenz enthalten als ich erst zugestanden habe und da muss man Falcom auch Lob aussprechen.Zitat
Du hast mich also überzeugt *g*
Ja, im Prinzip ist die neue Reihe ein Sequel zu dem Original, das stimmt absolut. Aber es probiert halt gleichzeitig möglichst viele Szenen reeelativ originalgetreu umzusetzen (und scheißt sich dann ein, sobald die Geister auftauchen oder mal wieder auf Sephiroth abgewanked werden muss xD). Es ist in so einem seltsamen Zwischenraum. Aber für meine geistige Gesundheit will ichs eigentlich nicht als Remake ansehenZitat
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Geändert von Sylverthas (12.11.2025 um 23:43 Uhr)
Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2025): Zelda's Adventure, Zelda - Wand of Gamelon, Link - Faces of Evil, That Dragon Cancer, 2025 Abschlussfazit