Spiel: Pillars of Eternity (Steam) Dauer: 51:00 Durchgespielt am: 15.01.2023 (durchgespielt inklusive der beiden Erweiterungen White March I & II) Blogpost (Leichte Spoiler)
Pillars of Eternity ist wohl das "modernste" CRPG, das ich bisher gespielt habe. In meinem Blog habe ich es eigentlich schon ganz treffend zusammengefasst: Das Spiel bietet viele moderne Vorteile für Fans von CRPGs, während eine gewisse klassische Formel trotzdem beibehalten wird. Leider wurde sich aber für die Story vielleicht etwas zu viel vorgenommen, ohne diese bei der Menge an Infos aber in wirklich abwechslungsreichen Quests zu präsentieren. Das Kampfsystem machte zumindest mir leider auch zu wenig Spaß, um es überhaupt ordentlich ausschöpfen zu können, aber aufgrund der vielen praktischen Annehmlichkeiten, die das Gameplay und dessen Einstellungen bieten, kommt man trotzdem angenehm durch das Spiel.
Soll heißen: Die Geschichte, bei der es vor allem um Seelen aller Art (aus vergangenen Leben oder von Verstorbenen) geht, hat nicht nur eine interessante Prämisse an sich, sondern wird durch einen riesigen Berg an Lore unterstützt. Eigentlich ist es schon fast zu viel an auch unnötigen Informationen, die man irgendwann sogar anfängt zu überfliegen, und gleichzeitig fühlen sich die Quests aber immer sehr gleich an. Zumindest spielmechanisch laufen die Aufgaben an sich meistens nach Schema F ab (reden, in ein Gebiet reisen, Kämpfen, Belohnung abholen), was einige Ermüdungserscheinungen zur Folge haben kann. Die Erweiterungen machen das aber schon besser, also denke ich, dass die Entwickler auch dazu gelernt haben.
Das Gameplay hat viele Komforfunktionen, vor allem was den Schwierigkeitsgrad und die allgemeine Accessibility angeht. In der Charakter-Erstellung und auch weiteren Entwicklung gibt es viele, tolle Kniffe - allerdings mehr für Dialoge oder Entscheidungsmöglichkeiten, weniger für Kämpfe. Diese fühlten sich für mich leider echt mühsam an. Es liegt wahrscheinlich nur an ein paar Kleinigkeiten, die ich in meinem Blogpost versucht habe etwas genauer zu benennen, aber vorranging waren mir das Schadenssystem zu überladen, und der starke Fokus auf die Positionierung zu ärgerlich. Klar ist jedenfalls, dass ich mit allen anderen Kampfsystemen in meinen bisherigen CRPGs irgendwie besser zurecht gekommen bin, auch wenn ich mich nicht konkret erinnere, wie viel Unterschiede sie alle zu diesem hier hatten. Ich bin trotzdem zumindest ein bisschen interessiert am zweiten Teil, da ich eben in White March I & II schon einige Verbesserungen feststellen konnte. Außerdem sind die Companions richtig gut gelungen und haben alle sogar eigene Questreihen spendiert bekommen, die noch weiter davon profitiert haben, die Leute langfristig in der Party zu behalten. Und im zweiten Teil kann man dann ein paar der Companions sogar Romancen, was hier leider noch nicht möglich war. Die Charakter-Interaktionen untereinander und mit dem MC sind es schon fast wieder Wert, doch mal in das Spiel reinzuschauen. Wer mit dem Kampfsystem besser zurecht kommt als ich, könnte sich zwar immer noch von der stellenweise herrschenden Eintönigkeit ausbremsen lassen, aber hätte wahrscheinlich trotzdem eine ganz gute Zeit mit Pillars of Eternity.
Wertung: 6,5/10
Bingo: Verdammt, es wäre so gut für die Iso-Ansicht geeignet, aber es ist ja gar kein JRPG.
Glückwunsch zum Durchspielen. Ich glaub das hab ich auch noch - ungespielt - in meiner Steam Bibliothek. 51 Stunden (was inkl. 2 Erweiterungen ja erstmal gut klingt) mit einem Kampfsystem, was wenig Spaß macht, ist hart. Respekt!
Das war auch mit ein Grund, warum ich SO5 damals nach ein paar Stunden abgebrochen hatte (-> was über die Challenge zum Glück beendet wurde und dann doch ganz gut war).
Zitat von Lynx
Bingo: Verdammt, es wäre so gut für die Iso-Ansicht geeignet, aber es ist ja gar kein JRPG.
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Sollte doch fürs Bingo zählen oder? Ist ja nicht Baldur's Gate (das nimmt Kael doch immer als Beispiel, oder?)! XD
Spiel: Tokyo Twilight Ghost Hunters Daybreak: Special Gigs (PS4) Dauer: 43:37 (oh, ich sehe gerade, dass ich eine Stunde länger gebraucht habe als ursprünglich angegeben^^) Durchgespielt am: 28.01.2023 Blogpost (die Bilder spoilern optionale Charaktere, ansonsten keine Spoiler)
Ich habe ja gar nicht das ursprüngliche Spiel für PSP gespielt, sondern „Tokyo Twilight Ghost Hunters Daybreak: Special Gigs“, eine um zusätzliche Kapitel erweiterte, mit ein paar kleinen Komfortfunktionen aufpolierte Version für PS4. Grundsätzlich handelt es sich um einen Hybriden aus Visual Novel und strategischem JRGP, allerdings heben sich beide Elemente merklich von ähnlichen Genres ab. In den Story-Abschnitten und Dialogen wählt man nicht einfach stupide aus, was man tut oder sagt, man wählt vielmehr eine Kombination aus einer Emotion und einem Sinn. Also, wenn ich jemandem die Hand reichen möchte, wähle ich zuerst auf einem Rad das Symbol für „Freundschaft“, und auf einem zweiten Rat das Symbol für „Tasten“. Dies sorgt dafür, dass man manchmal wirklich keine Ahnung hat, was man tut, und das wiederum führt zu wirklich lustigen Reaktionen. Mir zum Beispiel wurde einmal gesagt, dass ich doch bitte aufhören soll, die Tür vor mir zu liebkosen, um endlich durchzugehen. Im Spiel geht es vorrangig auch darum, ein „Confession Ending“, also ein besonderes Charakter-Ende mit einem der insgesamt 15 möglichen Charaktere zu erreichen, und wenn man einen bestimmten haben möchte, wird das mit dieser Form der Kommunikation schon mal schwer. Aber es ist gleichzeitig auch beeindruckend, zu welchen seltsamen Aktionen es auch tatsächlich Kommentare und Reaktionen der Umstehenden gibt. xD
Auch beim Kampfsystem hat man sich etwas Neues überlegt. Ohne jetzt zu sehr ins Detail zu gehen, denn Details gibt es viele: Grundsätzlich bekämpft man Geister, und muss auf einem schachbrettartigem Feld deren Bewegungen voraussehen, um anzugreifen. Es gibt einige Hilfsmittel, um dies zu bewerkstelligen, und es sieht am Anfang schlimmer aus, als es wirklich ist. Wenn man erst einmal den Dreh raushat, machen die Kämpfe oft sogar richtig Spaß, weil es ordentlich coolen Loot und EXP gibt, die Freundschaft mit den Teammitgliedern steigt, und kein Kampf durch vorgegebene Rundenlimits wirklich lange dauert. Das große Problem ist, und das trifft sowohl auf das Gameplay im Kampf, aber auch im GESAMTEN restlichen Spiel zu, dass nichts gut erklärt wird. Man tappt oft völlig im Dunkeln, muss sich einen Haufen Tricks selbst beibringen und es gibt im Internet keine Guides mit allen nötigen Informationen. Es ist also sicher eine große Hürde, mit dem Spiel wirklich zurecht zu kommen, gleichzeitig ist aber jedes Erfolgserlebnis dafür umso belohnender. Ich selbst fand es richtig cool, immer mehr zu wissen und herauszufinden, auch (oder gerade weil) es Konzentration und Aufmerksamkeit erforderte.
Allgemein gibt es auf jeden Fall viele Kritikpunkte, die für die meisten Leute schnell ausreichen, um Tokyo Twilight Ghost Hunters wieder verwirrt zur Seite zu legen. Selbst vom ersten Moment an wirkt es grafisch eher minderwertig (es gibt für eine VN eine sehr überschaubare Anzahl an Screens, und wenige animierte Charakter Artworks), das Kampfsystem ist unübersichtlich und gibt einem zuerst mal das Gefühl, als würde man einfach nur wild herumraten müssen, die Affection-Mechanik ist extrem undurchschaubar (viel Erfolg dabei, das gewünschte Character-Ending zu erhalten) und manche Mechaniken sind ehrlich gesagt auch nicht direkt bequem - man kann zum Beispiel niemals während der Visual Novel Segmente speichern, die doch auch einiges an Zeit einnehmen. Das Spiel ist alles in allem also wohl nicht das, was man als "gut" bezeichnen könnte. Ich möchte es allerdings stattdessen als "einzigartig" bezeichnen, und meine das im positivsten aller Sinne. Es hat etwas ganz Eigenes, und meine persönlichen Erlebnisse damit waren einfach supercool. Ich würde nicht ausschließen, dass es dieses Jahr sogar zu meinen Lieblingsspielen gehören könnte, weil es alles in allem definitiv etwas Besonderes ist. Ob es sich für jemanden von euch auch lohnen würde, ist eine andere Frage, und die kann ich auch echt nicht beantworten. Aber ich fands jedenfalls ganz geil.
Wertung: 8,5/10
Vielen Dank an Winyett für die Wichtel-Auswahl, ich bin sehr froh, das Spiel deshalb angefangen zu haben! <3
Bingo: C4: (★x03) Spiele ein JRPG mit Dating-/Affection-Mechanik durch. Juhu!
Zitat von LittleChoco
Ohne dich beeinflussen zu wollen, aber Enchanted Arms würde ich dir nur empfehlen, wenn du gerade totalen Bock auf ein wenig Masochismus hast. Im geistigen Normalzustand erträgt man es nämlich nicht wirklich. Das Spiel ist an vielen Stellen einfach nur... dumm.
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Zitat von Ὀρφεύς
Och, bitte nimm Enchanted Arms.
Es ist so trashig und glaubt es oder nicht, wenn es im Xbox Store für 5 Euro zu haben ist, dann schlage ich sofort zu.
Trash muss belohnt werden, obwohl ich damals alleine durch Atsuma fast behämmert den Stecker gezogen habe.
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Okay, kurze Zeit hatte ich gestern so den Gedanken, dass ich in einem Zustand bin, in dem mich das jetzt doch reizen würde. xD Heute bin ich schon wieder eher bei Haven. Mal sehen was ich nachher wirklich anfange.
Zitat von Ὀρφεύς
Durance hingegen würde ich in Deadfire direkt killen.
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Ah, stimmt ja, ich hatte Durance schon ganz verdrängt. Also, ich hatte ihn ständig in der Party, weil ich den Priester gebraucht habe, aber seine Dialog waren von den Begleitern wohl tatsächlich die einzigen, die ich nur überflogen habe. Ich habe ihn wohl nie ganz verstanden, wollte ich aber zumeist auch irgendwie gar nicht.
Super, dass dir das Spiel gefallen hat.
Ich muss aber zugeben, dass ich immer noch nicht wüsste, ob ich es nochmal ausprobieren soll, denn vieles von dem, was du beschreibst, habe ich damals auch wahrgenommen, zumindest wenn es darum geht, dass das Spiel total obskur ist und nichts vernünftig erklärt wird. Vor allem die Kämpfe waren für mich ein großes Gerate und ich fand sie irgendwann nur noch frustrierend, bin aber auch nicht weit gekommen, soweit ich mich erinnere.
Hier ist übrigens noch eine Stimme für Enchanted Arms. Ich habe das, von den Charakteren abgesehen, als recht unterhaltsam in Erinnerung, kann mich aber kaum noch an etwas daraus erinnern. Ich hab aber auch Neptunia-Spiele gespielt und die sind teilweise echt übel.
Ich habe mich schlussendlich dann für Haven entschieden und das auch relativ zügig durchgebracht, aber ich weiß nicht wie gut die Idee war. Hätte vielleicht doch Enchanted Arms machen sollen. Mir kommt nämlich vor, dass ich jetzt irgendwie in ein leichtes Motivationsloch geschlittert bin. Ursprünglich war geplant, gleich mit einem neuen Zufallsspiel weiterzumachen, aber ich muss erst irgendwas anderes dazwischenschieben, weil ich gemerkt habe, dass ich auf kaum etwas in meiner Liste wirklich Lust habe. In den nächsten Tagen entscheide ich, ob ich nur etwas komplett Abseits der Challenge spiele, oder ein selbst ausgesuchtes Spiel mit aufnehme, mal sehen.
Spiel: Haven (NSW) Dauer: 11:00 (habe schon ein bisschen optionalen Kram gemacht, aber die Luft war schnell raus) Durchgespielt am: 06.02.2023 Blogpost (Spoiler)
Das ist so ein klassischer Fall von „gut gemeint, war aber irgendwie nix.“
Haven spielt in einer futuristischen, dystopischen Welt, in der Lebenspartner von einem „Matchmaker“ bestimmt werden. Die Protagonisten Yu und Kay haben sich aber Abseits dieser Zuteilung ineinander verliebt und sind daher von ihrem Heimatplaneten geflohen. Das Spiel beginnt, nachdem sie auf einem verlassenen und scheinbar unerforschten Planeten stranden.
Es gilt dann, diesen Planeten zu erforschen, sich häuslich etwas einzurichten, und Teile für die Reparatur des Flugschiffes zu finden, um gegebenenfalls dieses fremde, neue Gebiet wieder verlassen zu können. Haven ist also vorrangig ein Erkundungsspiel, was durch die Eigenheit, dass die Protagonisten durch fortgeschrittene Technologie schweben und fast fliegen können, echt dynamisch sein könnte. Für mich Orientierungsblindgänger war das allerdings jetzt nicht so cool. Ich tat mir teilweise schon sehr schwer, Wege zu finden und da zu landen, wo ich hinwollte. Ich glaube aber, dass andere hiermit weniger Schwierigkeiten hätten. Vor allem weil die einzelnen Inseln, in die der Planet aufgeteilt ist, alle schon relativ kompakt und übersichtlich sind. Es gibt überall Kochzutaten oder auch mal optionale Gegenstände zu finden (zum Beispiel ein Buch oder Gesellschaftsspiel für Yu und Kay), und für den Storyfortschritt schließlich eben auch Teile für die Reparatur des Schiffs – dieses dient auch als Basis und geborgenes Heim. Man kann dort schlafen, kochen, Gegenstände craften, "feiern" - das stärkt die Beziehung - und ein paar Kleinigkeiten mehr. Alle Aktivitäten sind mit Dialogen zwischen den Protagonisten verbunden, was das Herzstück des Spiels darstellt.
Es hat mich stellenweise wirklich beeindruckt, wie viele Unterhaltung es zwischen Yu und Kay gibt – viele davon auch optional, und natürlich sprechen sie auch unterwegs miteinander – und man merkt, dass hier viel Aufwand hineingesteckt wurde. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, wenn man die beiden Protagonisten nicht so mag, da sie wirklich die Träger der ganzen Geschichte und eigentlich des ganzen Spiels sein müssen. Bei Kay sehe ich da weniger ein Problem, aber Yu kann schon mal etwas nerven, und insgesamt sind die zwei auch als Duo manchmal ein bisschen cringey. Sie fühlen sich mehr an, wie frischverliebte Teenager als Erwachsene, die eine weittragende Entscheidung für ein gemeinsames Leben getroffen haben. Die allgemeine Message in Haven scheint auf jeden Fall zu sein, dass Liebe nicht nur alle Probleme überwinden kann, sondern es vor allem auch irgendwie nichts Wichtigeres gibt. Konnte mich jetzt auch nicht wirklich überzeugen, aber grundsätzlich war mir am Ende zumindest nicht völlig egal, was mit den Protagonisten passiert.
Zum Schluss verbleibt mir noch kurz vom Kampfsystem zu berichten, das mich größtenteils in meinem Flow gestört hat. Es setzt auf Synergie zwischen Yu und Kay, ist dabei aber sehr langsam und trotz der Einfachheit unnötig umständlich. Eine ziemliche Bremse im Vergleich zur flotten Fortbewegung, also auch nicht das Gelbe vom Ei. Man hätte hier sicher mehr, und Besseres, aus dem System herausholen können.
Insgesamt ist Haven aber sicher ein nettes und schön gemachtes Spiel, das vermutlich mehr positive Punkte hat als ich hier angebe – vor allem in kleinen Details - , aber bei mir hat einfach nichts davon so wirklich einen Nerv getroffen.
Wertung: 5,5/10
Bingo: B2: (★x05) Spiele ein JRPG ohne Levelsystem!
Die Fähigkeiten von den zwei Charakteren werden zwar besser, indem man quasi Beziehungspunkte durch gemeinsame Aktivitäten sammelt, aber es gibt keine Level und das Verbessern ist im ganzen Spiel auch nur drei oder vier Mal möglich.
Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, Yu und Kay als gleichgeschlechtliches Paar zu spielen, dann hätte ich auch C5 nehmen können, aber ich wollte es zuerst einmal in der Ursprungsversion spielen. Allgemein aber eine coole Sache, dass es die Möglichkeit gibt!
Naja, das wirklich Gute war für mich auch nur die Beziehung zwischen Kay und Yu, die richtig schön ausgearbeitet wurde und sich sehr realistisch anfühlt. Dass man mittlerweile zwischen unterschiedlichen Geschlechter-Kombos wählen kann, ist auch ganz interessant. Zwischendrin ewig durch die Gegend zu surfen und sehr simple Kämpfe auszutragen fand ich aber sehr eintönig und langweilig (vor allem da ich versucht habe alles zu machen ... und trotzdem nicht alles Achievements habe ), weswegen ich glatt empfehlen würde den Schwierigkeitsgrad zu senken damit man sich mehr aufs Wesentliche fokussieren kann. Das im Ko-op zu spielen könnte aber sicherlich auch zu beitragen dass es sich nicht so langweilig anfühlt.
Hm, woran erinnere ich mich nach über zwei Jahren denn noch? Ach ja, deren Beziehung, die ein ins Gesicht schreit:
Zitat
"HEEEEEY, IHR DA!!! Schaut mal, wir sind jung & verliebt. Ja, richtig gesehen, ihr dürft jetzt neidisch sein, weil wir SOOO glücklich sind. Wir haben Spaß, lachen viel und jeder zweite Satz beinhaltet eine sexuelle Anspielung, denn WIR werden gleich so abgefahrenen SEX haben, das könnt ihr euch höchstens in euren kleinen Gedankenpalast ausmalen!
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Also für meinen Geschmack eine ziemlich pubertierende Darstellung von Liebe.
Als könne man nur von Luft & Liebe leben.
Mir würde ein Zeitsprung von 10 Jahren gut gefallen, wenn diese Verliebtheit gewichen ist und die harte Realität zu schlägt.
In Haven also die Tatsache, sein gesamtes Leben mit nur einer Person verbringen zu müssen.
Zitat von Lynx
Es hätte auch die Möglichkeit gegeben, Yu und Kay als gleichgeschlechtliches Paar zu spielen, dann hätte ich auch C5 nehmen können, aber ich wollte es zuerst einmal in der Ursprungsversion spielen. Allgemein aber eine coole Sache, dass es die Möglichkeit gibt!
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Ich habe Fragen.
Dieses Update kenne ich nämlich nicht.
Hat man wohl die Texte geändert oder ist von dieser Seite aus alles gleich geblieben?
Denn 2x Yu oder Yu in männlich könnte ich mir nie geben, die war so anstrengend mit ihrem Gejammere und wie mühsam gehen doch sei, was zur heutige Jugend gut passt, denn jeder weiß, Beine dienen ausschließlich zur Deko.
Am besten an Haven war der Soundtrack, den ich immer noch gerne höre.
Geändert von Ὀρφεύς (08.02.2023 um 18:15 Uhr)
Now: Fantasy Life i: Die Zeitdiebin / Done: Hell is Us Now: Der Doktor und das liebe Vieh Staffel 1 / Done: My Hero Academia Staffel 8 Now: John Constantine: Hellblazer - Tot in Amerika Band 1 / Done: Superman: American Alien Band 1 RPG-Challenge 2025 / Now:Clair Obscur Expedition 33
Also für meinen Geschmack eine ziemlich pubertierende Darstellung von Liebe.
Als könne man nur von Luft & Liebe leben.
Mir würde ein Zeitsprung von 10 Jahren gut gefallen, wenn diese Verliebtheit gewichen ist und die harte Realität zu schlägt.
In Haven also die Tatsache, sein gesamtes Leben mit nur einer Person verbringen zu müssen.
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Ich glaube 3 Jahre reichen. In meinem Blogpost habe ich das noch etwas ausführlicher kritisiert, ich stimme dem also voll zu. Trotzdem hat mich die Darstellung der Beziehung in dem Bezug weniger aktiv gestört, als einfach nicht so mitgerissen, wie es sein hätte können (und sicher von den Entwicklern intendiert war).
Außer natürlich der Szene mit der klebrigen Bettseite, die fand ich schon ein bisschen schlimm.^^"
Zitat
Ich habe Fragen.
Dieses Update kenne ich nämlich nicht.
Hat man wohl die Texte geändert oder ist von dieser Seite aus alles gleich geblieben?
Denn 2x Yu oder Yu in männlich könnte ich mir nie geben, die war so anstrengend mit ihrem Gejammere und wie mühsam gehen doch sei, was zur heutige Jugend gut passt, denn jeder weiß, Beine dienen ausschließlich zur Deko.
Am besten an Haven war der Soundtrack, den ich immer noch gerne höre.
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Soweit ich das Uptdate verstanden habe, wurden nur Texte geändert, die geschlechterspezifische Angaben enthalten haben. Alles andere scheint - natürlich von neuen Sprechern eingesprochen - gleich zu bleiben. Zumindest habe ich da keine gegenteilige Info. Der männliche Yu wird also wahrscheinlich immer noch dauernd nörgeln, und die weibliche Kay ein Cutie sein.
@Cipo: Ich könnte mir vorstellen, dass du einen gewissen Charme in der Beziehung zwischen Yu und Kay sehen könntest, glaube aber auch, dass du das Gameplay eher langweilig finden würdest, zumindest für die komplette Dauer des Spiels.^^
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Ach ja, fast vergessen: Ich habe mit Fire Emblem 4: Genealogy of the Holy War angefangen. War natürlich nicht in meinem Backlog und ist somit "neu", aber ich war eben nach Haven irgendwie so demotiviert, dass ich unbedingt etwas anfangen musste, auf das ich übertrieben Lust hatte. Also offensichtlich nicht viel von den Spielen, die ich bereits habe. xD
Naja. Soll relativ lange sein, also eine gute Idee wars vielleicht nicht, aber dafür freue ich mich aufs Spielen.
@Tokyo Twilight Ghost Hunters Daybreak
Das man für die Aktionen Emotion + Sinn kombinieren muss liest sich zumindest witzig, vor allem bei nicht so wichtigen Aktionen, die man ggf. einfach wiederholen kann, bis man die richtige Kombi erwischt. Aber ich schätze mal, dass es auch Aktionen gibt, für die man einen Versuch hat und danach geht es dann so oder so weiter. Das stelle ich mir dann eher ärgerlich/frustrierend vor.
Also vielleicht nicht unbedingt was zum selber spielen, aber gut zum zugucken .
@Haven
Da bin ich auch gespannt, wie das wohl mal auf mich wirken wird, wenn ich das irgendwann mal aus meinem Backlog ziehe^^
Ich habe gestern Bravely Default beendet (natürlich mit dem True Ending), aber ich bin schon seit Tagen krank und kann mich momentan nicht länger am PC aufhalten, weshalb der Bericht sicher noch eine ganze Weile dauern wird.
Jetzt habe ich jedenfalls geplant, nach irgendwas Kurzem Abseits der Challenge, dann Danganronpa V3 anzufangen. Wenn alles gut geht, wäre ich damit und mit Fire Emblem dann bis Juni sicher fertig, sodass ich das zweite Halbjahr voll und ganz noch den zufällig ausgewählten Spielen widmen kann - das wäre auch genug Zeit, falls der Random Generator dann nur recht lange Titel ausspuckt.
Mal sehen, ob alles so läuft, wie ich es mir vorstelle.
Spiel: Bravely Default (3DS) Dauer: 63:37 (bei jedem einige Jobs gemeistert, aber längst nicht alle, und gelevelt bis Lvl. 94) Durchgespielt am: 08.03.2023 Blogpost (Spoiler)
Bravely Default ist für Fans von klassischen JRPGs eigentlich eine ziemlich gute Wahl. Die vertraute Formel aus einer ausufernden Geschichte, einer begehbaren Weltkarte, sympathischen Charakteren, die sich entwickeln und einem ziemlich motivierendem Jobsystem funktioniert in vielen Belangen sehr gut. Durch gewisse Komfortfunktionen – zum Beispiel die Deaktivierung oder Beschleunigung von normalen Kämpfen – werden selbst frustrierende Features, wie die Zufallskämpfe, zum kleineren Übel.
Trotzdem ist Bravely Default teilweise zu repetitiv, und gegen Ende hin definitiv zu lang, zumindest wenn man auch alles Sidequests (leider bestehen diese auch nur aus Kämpfen und bieten wenig Abwechslung) erledigen und auch noch das „True Ending“ erreichen möchte. Vor allem die zweite Spielhälfte kann zu einer Geduldsprobe werden, selbst für relativ schmerzresistente Rollenspieler.
Fans des Genres würde ich das Spiel dennoch empfehlen, da vor allem die Kombination der vielen Jobs wirklich Spaß machen kann und auch notwendig ist, weil zumindest die Bosskämpfe Strategie erfordern. Gemeinsam mit den namensgebenden Features des Spiels ("Brave" und "Default" als Kampfkommandos, um Runden auszulassen, oder mehrere auf einmal durchzuführen), kann man unterschiedliche Taktiken anwenden und muss auch davon Gebrauch machen – bei wichtigen Gefechten einfach mal so abschalten und blind drauflos hauen ist meistens nicht drinnen. Aber eben, das macht auch irgendwo den Reiz aus, und an JRGPs mit einer klassischen Formel kann ich mir deutlich schlechtere Vertreter des Genres vorstellen. Auch die Geschichte kann an manchen Stellen mit überraschender Düsternis überzeugen, und zumindest Ringabel und Edea sind wirklich sehr toll gelungene Charaktere, was dazu führt, dass ich wirklich Interesse daran habe, wie es in dieser Welt nach allem was passiert ist weitergeht. So bereue ich es also zumindest nicht, das Spiel nicht nur endlich nachgeholt, sondern das alles auch bis zum Ende durchgezogen zu haben. Bravely Second besitze ich auch bereits und darauf freue ich mich sogar auch irgendwie – ob es mir allerdings für Bravely Default 2 auch noch reicht, wage ich dann doch zu bezweifeln. Denn auslaugend ist so ein langes Spiel trotzdem auch.
Wertung: 7,5/10
Bingo: A3: (★x02) Spiele ein JRPG auf dem NDS durch. (gilt hier auch der 3DS??) D3: (★x04) Spiele ein JRPG durch, in dem Protagonisten Klassen wechseln können! E4: (★x02) Spiele ein JRPG, das allgemein dafür bekannt ist, gut zu sein (Metacritic-Score 85 oder drüber) (ahaha, wie cool, aber warum gibt das so wenig Punkte? :<)
Spiel: Danganronpa V3: Killing Harmony (Steam) Dauer: 36:55 (und zusätzlich dazu +10 Stunden Post-Game Content, der damit noch lange nicht abgedeckt war) Durchgespielt am: 27.04.2023 Blogpost (Mega Spoiler, logischerweise!)
Es ist vollbracht, ich habe die Danganronpa-Reihe abgeschlossen. Und auch wenn ich V3 als den insgesamt schwächsten Teil bewerten würde, ist er immer noch ziemlich gut und auch trotz allem knapp an den anderen dran. Was bestimmte Mordfälle (vor allem den ersten) und auch das übergeordnete Mysterium angeht, ist den Entwicklern schon der ein oder andere echte Geniestreich gelungen. Außerdem ist V3 noch trauriger, brutaler und derber als die Vorgänger. Man glaubt es kaum, aber die altbekannte Formel kann immer noch überraschen und hat sich noch immer nicht wirklich abgenutzt - und selbst wenn doch, dann kann man sicher sein, dass das Absicht ist und seine Gründe hat.
Schlecht bewerten würde ich hier auf jeden Fall die Steuerung, die offensichtlich nicht für Maus und Tastatur gedacht ist und wirklich dsehr umständlich sein kann. Dafür sind die Minigames in den Trials, abseits von der Steuerung eben, allesamt ziemlich gut zu bewältigen, mit neuen Modi, die echt alle in Ordnung gehen, und alten Modi, die sinnvoll überholt wurden. Ja, hat mir insgesamt gut gefallen. Am Gameplay selbst hat sich aber eigentlich nicht wirklich etwas verändert.
Die Charaktere waren nochmal eine Spur extremer als alle davor, aber gleichzeitig habe ich wieder recht viele gefunden, die mir sympathisch waren. Natürlich vergleicht man inzwischen alle miteinander, und man erkennt auch hier wieder auf den ersten Blick ein paar altbekannte Mischungen oder Stereotypen. Bei näherer Betrachtung haben viele aber mehr zu bieten, als das Klischee (oder die Erinnerung an die vorigen Spiele) uns weißmachen will, und es wurde diesmal gefühlt noch mehr auf die Bindungen unter den Charakteren Wert gelegt. Ein völliger Griff ins Klo waren allerdings die neuen Maskottchen – irgendjemand dachte, dass es eine gute Idee wäre, neben Monokuma noch 5 weitere Bären (die Monokubs) auftauchen zu lassen und all ihre dummen Szenen unnötig in die Länge zu ziehen.
Mir liegen die beiden ersten Spiele, vor allem Teil 2, etwas mehr am Herzen, aber V3 hätte diese wahrscheinlich nie übertreffen können. Meiner Meinung hätte der Abschluss der Reihe kaum etwas besser machen können, es brauchte diesen Verlauf, diese Überspitzung und genau diese Auflösung, um nicht in Vergessenheit zu geraten. Ich würde schon behaupten, dass Danganronpa damit auch definitiv eines meiner allerliebsten Franchises geworden ist. Und ich hoffe, dass man konsequent bleibt und die Reihe nicht fortsetzt (auch wenn es Gerüchte gibt, glaube ich) – aber gleichzeitig würde ich halt ein weiteres Spiel trotzdem vermutlich schon bei Release kaufen, wie der dramageile, schaulustige Pöbel, zu dem ich hier auf jeden Fall gehöre.
Das klingt genauso wie ich es erwarte und hilft daher ÜBERHAUPT NICHT, zu entscheiden, ob ich nach Teil 1 weiterspielen sollte oder nicht ... xD MAL SEHEN
Die Bären sind definitiv ein hartes Gegenargument.
Mein zweites Spiel, jetzt bereit für eure Wishlist! =D
Das klingt genauso wie ich es erwarte und hilft daher ÜBERHAUPT NICHT, zu entscheiden, ob ich nach Teil 1 weiterspielen sollte oder nicht ... xD MAL SEHEN
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Aber hast du auch gelesen, dass 2 mein Lieblingsteil ist? Den muss man eigentlich schon fast noch probieren~
Zitat von Kael
Aww. Vielleicht bastel ich einfach nur aus Prinzip das nächste ein Bingo-Feld ein, was "Spiele kein JRPG" oder so heißt.
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Oder der Joker gilt für jedes Spiel, auch wenn es kein JRPG ist! \o/
Zitat
Danganronpa ist aber auch echt nicht meine Reihe. ^^
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Hm ja, ist schwierig. Ich glaube, das Gameplay wäre überhaupt nichts für dich, bzw. würde dich einfach übelst langweilen und nicht wirklich ansprechen. Gleichzeitig kann ich mir aber vorstellen, dass du mit dem Setting so deinen Spaß haben würdest.
Oder der Joker gilt für jedes Spiel, auch wenn es kein JRPG ist! \o/
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Sorry fürs Offtopic, aber über diesen Punkt stolpere ich ebenfalls noch: Gilt der Joker für JEDES Spiel oder nur für jedes JRPG, das keine der anderen Feldbedingungen erfüllen kann?
Zitat
Hm ja, ist schwierig. Ich glaube, das Gameplay wäre überhaupt nichts für dich, bzw. würde dich einfach übelst langweilen und nicht wirklich ansprechen. Gleichzeitig kann ich mir aber vorstellen, dass du mit dem Setting so deinen Spaß haben würdest.
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Bei Danganronpa bin ich selbst auch noch total unschlüssig. Einerseits könnte ich mir vorstellen, dass mir das Aufklären der Morde zusagen würde (mag ja auch Ace Attorney), andererseits schreckt mich vor allem das Schul-Setting ab. Und mit dem Graphikstil werde ich auch nicht warm, ich finde den irgendwie... gruselig.
BITE ME, ALIEN BOY!
Spiele gerade: Wild Arms 3 Zuletzt gespielt: Das Geheimnis von Brownsea Island, Lord Winklebottom Investigates, Machinarium Best games ever: Paper Mario: The Origami King, Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII & XI, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12
Das mit der Steuerung kann ich nicht wirklich nachvollziehen obwohl ich jeden Hauptteil auf komplett andere Weise gespielt habe. Teil 1 emuliert, Teil 2 auf der Vita und Teil 3 dann mit dem PC Port.
Mit letzterem kam ich problemlos zurecht, während ich die Steuerung von DR2 teilweise echt furchtbar fand. Einzig Ultra Despair Girls war schlimmer.
Hab auch nochmal nachgeschaut ob ich irgendwas negatives zur Steuerung von V3 in meinem Review erwähnt habe, aber nope
Äh okay, diese ganze Angelegenheit hat von der Stundenanzahl her länger gedauert, als ich ursprünglich gedacht hatte - nach fast 76 Stunden habe ich nun Fire Emblem 4 beendet! Genealogy of the Holy War ist bei uns nie erschienen, es gibt aber einen englischen Fan-Patch, der wirklich gut war. Also, ich hatte eigentlich völlig vergessen, dass es keine offizielle Übersetzung war, das sollte also für niemanden eine Hürde sein! Die hohe Spieldauer und Schwierigkeit allerdings vielleicht schon. :P
Spiel: Fire Emblem: Genealogy of the Holy War Dauer: 75:42 (die Ingame-Zeit war bei ca. 63 Stunden, aber ich habe auch meine Rückschläge mit gezählt^^) Durchgespielt am: 28.05.2023 Erster Blogpost (es geht mehr um die Mechaniken, beinhaltet aber trotzdem große Spoiler) Zweiter Blogpost (hier geht es nur mehr inhaltlich um die zweite Spielhälfte - ebenfalls große Spoiler)
Ich hatte bisher drei Fire Emblem Spiele gespielt, Teil 6, 7 und 11 (also Awakening), und Genealogy of the Holy hat trotz vertrauter Mechaniken irgendwie sein ganz eigenes Ding gemacht. Das beginnt schon bei den riesigen Maps, auf denen man mehrere Ziele nach der Reihe abarbeitet, und die mit dafür verantwortlich sind, dass es sich hier um einen der längsten Fire Emblem Teile handelt. Dann wurde das Support-System, also quasi das Romancing, hier erstmals eingebaut (allerdings mit wirklicher Relevanz für die Spielmechaniken), zu Beginn jedes Kapitels sollte und muss man in den in der Basis vorhandenen Arenen trainieren, und nur Charaktere mit entsprechenden Skills können einen Crit oder Folgeangriff ausführen. Das Inventar wird nicht geteilt, jeder Mitstreiter hat seine eigenen Sachen und auch sein eigenes Gold. Und das alles sind so Kleinigkeiten, die dem ganzen Spiel einfach einen eigenen Touch geben, obwohl das Grundprinzip der Reihe gleich bleibt. Sicher liegt es aber auch an der wirklich ziemlich ernsten und auch erwachsenen Geschichte, und auch an den Umgangsformen der Charaktere (schließlich sind sie allesamt adelig), dass mir Genealogy so im Gedächtnis bleiben wird. Hier wird niemals herumgealbert, es gibt keine Tropes, die bedient werden wollen, sondern nur die Härte von Krieg, Verrat und Verlust. Natürlich wird der Plot nicht total ausufernd erzählt, aber er kann meiner Meinung nach trotzdem zumindest mit den späteren Teilen 6 und 7 mithalten, was für mich dann auch durchaus gereicht hat, um mich mitreißen zu können.
Dieses Fire Emblem ist außerdem das schwierigste, das ich bisher gespielt habe. Innerhalb eines Kapitels passieren hunderte Dinge, die man nicht voraussehen kann - und selbst wenn man weiß, was einen erwarten könnte, ist man trotzdem meistens noch nicht vorbereitet. Zumindest nicht, wenn man keine Einheiten verlieren will, denn Perma-Death gibt es natürlich auch. Oftmals ist es dann so, dass man ein gegnerisches Schloss einnimmt, und dann plötzlich quasi am anderen Ende der Map Feinde erscheinen, die plötzlich die Basis angreifen wollen, die man eigentlich vor 2 Stunden un 60 Runden lääängst hinter sich gelassen hat. Gleichzeitig läuft es aber auch nicht immer auf so etwas hinaus, die Fallen, die einem gestellt werden, sind wenigstens abwechslungsreich und ergeben im Kontext der Story immer Sinn.
Der Grund, warum ich zwei Blogposts geschrieben habe, liegt natürlich an der "Genealogy", denn man spielt zwei unterschiedliche Generationen von Charakteren. Viel mehr möchte ich aus Spoilergründen aber auch nicht darüber sagen, nur soviel, dass hier Geschichte und Spielmechaniken nahtlos ineinander greifen und das ganze Prinzip wirklich sehr cool funktioniert.
Insgesamt muss ich trotzdem sagen, dass man für dieses Spiel einen sehr langen Atem braucht, und viel der Spielzeit auch an lange Laufwege und Backtracking verloren geht. Aber die Atmosphäre ist wirklich eine ganz eigene, und hebt sich für mich deutlich von den anderen Fire Emblem Spielen, die ich kenne, ab. Und ich glaube, dass es allgemein in der hohen Anzahl an Spielen der Reihe wirklich als etwas Besonderes auffallen könnte. Außerdem hat man über so viele Stunden natürlich mehr Gelegenheit, in die Geschehnisse einzutauchen, und ich bin ehrlich gesagt jetzt ein wenig verloren, weil ich so viel Zeit mit dem Spiel verbracht habe, und jetzt ist es plötzlich durch?!
Genealogy ist sicher nicht für jeden etwas, aber wenn jemand Fire Emblem vor allem für die älteren Teile liebt, dann sollte er diesen hier unbedingt gespielt haben!
Wertung: 8,5/10
Bingo:
D2: (★x03) Spiele ein JRPG, das vor 2005 in Japan erschienen ist (1996! )
D5: (★x04) Spiele ein JRPG mit mindestens 10 verschiedenen Partymitgliedern!