Nun gut. Ich habe das Spiel für 13,49€ erworben. Es ist sicherlich nicht das genialste was es gibt, aber es hat mich doch durchaus ganz gut unterhalten in den letzten knapp 10 Stunden Spielzeit. Wir haben es hier nicht mit einem Vollpreis-Spiel zu tun, sondern mit einem nischigen 2D-Retro-RPG, dass sich in erster Linie an Maker-Nostalgiker und Fans der Reihe wendet. Es ist jetzt fünf Tage nach Release und die Patches seitdem haben das Spiel spürbar besser gemacht. Aber klar: Das Spiel hätte durchaus noch einen Monat testen und Bugfixen vertragen können.
Asgar ist ein ekelhafter Sexist, ein Sadist, ein Wahnsinniger, ein Egomane, ein Perverser und ein Massenmörder. Aber das war er auch schon vorher. VD1 begann damit, dass Asgar in einem Wutanfall ein komplettes Dorf ausgelöscht hat. In VD2 gab es eine Folterkammer, in der man Gefangene foltern musste um entscheidene Informationen zu erhalten. In den Vorgängern haben ihn die meisten wohl nie so böse wahrgenommen, wie jetzt in VD3. Man kann es auch so sehen, dass es Marlex jetzt gelungen ist, diesen eindeutig bösen Charakter auch wirklich als das böse Untier darzustellen, das er wirklich ist. VD3 ist düsterer und härter als die beiden Vorgänger. Die Idee, ein krankes Schwein und Monster zu spielen, ist grundsätzlich erstmal mutig und nicht zwingend schlecht. Ich glaube, Vampire in der VD-Welt sind nun mal überwiegend böse, Valnar und Alaine sind Ausnahmen. Die ganze Spielwelt ist grausam, brutal und niemand ist wirklich eindeutig gut, nicht mal Valnar und Alaine oder Nyria und die Ritter.
Ich bin noch nicht so weit, dass ich ein richtiges Urteil abgeben kann, wie ich das Spiel insgesamt bewerten würde, oder auch dessen Umgang mit spezifischen Themen wie Sexismus, Gewalt, Folter, etc. Aber ich kann in VD3 durchaus auch viel positives sehen. Und vieles, was im Vergleich zu den Vorgängern deutlich besser gemacht wurde.







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