mascot
pointer pointer pointer pointer

Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1

    dasDulls JRPG-Challenge 2021: Trail in the Sky: SC [5/6]

    Auch dieses Jahr werde ich wieder versuchen, ein halbe JRPG-Challenge zu absolvieren - schon die fünfte Challenge!

    Im Moment spiele ich Persona 5 Royal, wo ich mit etwa 40 Stunden wohl bald Halbzeit erreicht habe. Gerade stehe ich am Anfang des vierten Palastes. Es ist das erste Persona-Spiel, welches ich spiele und bisher gefällt mir das Spiel wirklich sehr gut und trotz der langen Spielzeit wird es nicht langweilig, weil es stets immer mehr neue Aktivitäten zur Auswahl stellt als die Freizeit her gibt. Zwar ist es etwas mehr Lebenssimulation und Visual Novel als Rollenspiel, aber diese Komponenten machen trotz ihres eigentlich simplen Aufbaus erstaunlich viel Spaß.

    Die Ideenliste für dieses Jahr:
    Bravely Default 2
    Final Fantasy: 4 Heroes of Light
    Dragon Quest VII
    ...

    Die Spiele:
    Persona 5: Royal
    Final Fantasy VII Remake
    Nier Replicant v1.22
    Yakuza: Like a Dragon
    Trails in the Sky: SC
    Geändert von dasDull (01.10.2021 um 20:21 Uhr)

  2. #2
    Nach gut 110 Stunden habe ich letzte Woche Persona 5 Royal beendet. Ich denke zu dem Spiel wurde vielerorts schon genug gesagt, und ich kann mich dem großen Lob nur anschließen. Hier mein kurzes Fazit;

    Die Geschichte ist toll geschrieben, sonst würde man es ja auch nicht aushalten so endlos viele Textboxen wegzuklicken. Vielleicht hätten es etwas weniger Handychats sein können, die doch eher Filler sind. Auf die Hauptgeschichte und auch einige der Charakterstories habe ich mich aber gerne eingelassen.

    Das eigentliche Alltagsleben macht auch erstaunlich viel Spaß, obwohl es konzeptionell recht simpel und grindig ist - hauptsächlich social stats und social links hochleveln. Was es so motivierend macht, ist glaube ich auch der Ansporn, den optimalen Ablauf zu finden um das Meiste aus der Freizeit rauszuholen und alle Confidants zu maxen. Ich habe mich jedenfalls immer auf die Free Time Abschnitte gefreut als willkommende Abwechslung zu Story und Dungeons. Die Nebenquests in Mementos dagegen fühlten sich oft eher wie Füllmaterial an.

    Auch das klassissche JRPG-Gameplay in den Dungeons und Kämpfen hat mich überzeugt. Die Dungeons sind sehr abwechslungsreiche Areale, teilweise auch mit netten Puzzles. Die Kämpfe laufen prinzipiell immer nach dem selben Prinzip ab - Schwächen der Gegner finden und ausnutzen. In den Bosskämpfen kommen aber oft noch weitere interessante Elemente hinzu, außerdem sollte man vor allem in den späteren Zwischen- und Endbosskämpfen auch die taktischen Möglichkeiten wie Buffs oder Zustände ausnutzen um gut durchzukommen. Standardkämpfen kann man gut aus dem Weg gehen, wenn man möchte, und viel Grinding ist auch nicht nötig um durchs Spiel zu kommen.

    Dazu gibt es noch das Pokémon Persona-System mit dem man sich im Wesentlichen seine Skills verbessern und kombinieren kann. Dieses hat mich nicht so gepackt und ich habe immer mal ein bisschen fusioniert, aber ohne Ambitionen da alle Personas zu erhalten oder die optimale Kombination rauszuholen. Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass man es unbedingt brauchte, bzw. dass es so große Unterschiede in den Kämpfen gemacht hätte. Ich könnte mir aber vorstellen, dass man sich auf dem höheren Schwierigkeitsgrad mehr damit auseinandersetzen müsste.

    Erwähnen möchte ich auch noch die Musik, denn die ist in der Spitze sehr gut, z.B. die Kampfthemen Last Surprise / Take Over, oder auch Will Power / Life Will Change, die in besonderen Hype-Momenten gespielt werden. Auch toll finde ich die Technik, ein Lied zuerst einige Male in der Instrumental-Version und dann später in der Vocal-Version spielen zu lassen - wenn man das Lied dann zum ersten Mal mit Vocals hört ist das ein toller "aha"-Moment!

    Insgesamt fand ich das Spiel gut, sehr gut sogar - sonst hätte ich es ja auch nicht so lange gespielt. Allerdings ist es doch schlicht etwas zu lang - gerade so im Bereich des 4.-5. Palastes gab es für mich einige kurze Durchhänger. Und das dritte Semester hintendran hätte ich auch nicht mehr gebraucht. Die Idee war zwar am Anfang sehr witzig (besonders Morgana), aber dann konnte es mich nach dem großen Finale des Hauptspiels nicht mehr so sehr motivieren.

    Wertung: 9/10

    Angefangen hab ich jetzt mit dem Final Fantasy VII Remake.

  3. #3
    Ich habe das Final Fantasy VII Remake letzte Woche beendet.

    Das Original habe ich zwar gespielt, jedoch erst von ein paar Jahren, weswegen ich nicht groß nostalgisch befangen bin. Aber so oder so: was man hier abgeliefert hat kann sich echt sehen lassen.

    Vom Gameplay her ist das Spiel wirklich top, vielleicht sogar das beste 3D Final Fantasy, was ich bisher gespielt habe. Man hat es wirklich gut geschafft, hier ein Actionkampfsystem mit taktischer Komponente umzusetzen. Das Schöne dabei: Standardmobs kann man entspannt wegschnetzeln, für die Bosse sollte man dann das ATB-System taktisch nutzen um zu heilen, buffen oder Schwächen auszunutzen. Ok, wenn es mal schlecht läuft kann man es vielleicht auch noch mit Phönixfedern oder Ätherspam durchschaffen - aber das ist ja irgendwo auch die typische JRPG-Ressourcenschlacht dann.

    Schön ist auch, dass man jederzeit zwischen den spielbaren Charakteren wechseln kann und auch sollte, um ihre Spezialabilities einzusetzen. Gegen Ende gestaltet es sich aber etwas nervig, dass die Gegner oft hauptsächlich den selbst gesteuerten Charakter ins Visier nehmen - dann wechselt man kurz zu Aerith um in den Magiekreis zu laufen und Feuga zu casten, wird aber direkt von allen Feinden überrannt und der Zauber ist dann abgebrochen und die MP futsch. Naja, aber größtenteils funktionert das KS schon, und man kann den Charakteren über Materia und ihre Abilities auch ganz gut bestimmte Rollen zuweisen (Tank, Caster etc.).

    Grafisch ist das Spiel echt top, besonders was die Charaktermodelle angeht, erlaubt sich aber dann gelegentliche Schnitzer (z.B. die erbärmliche Türtextur in Sektor 7) bei denen es eigentlich unverschämt ist, dass man sie nicht rausgepatcht hat sondern nur in der PS5-Version jetzt fixen wird. Aber besonders die Zwischensequenzen sehen in der Regel sehr, sehr gut aus und vermitteln ein tolles Feeling. Dabei hat mir die Neuerzählung des Stoffs sehr gut gefallen und mich auch viel mehr mitgenommen als im Original, alles bekommt etwas mehr Tiefe und sogar die etwas merkwürdigen Stellen des Originals (Bodybuilder im Wallmarket etc.) hat man irgendwie integriert bekommen ohne dass sie sich unpassend anfühlen - und das ist ein starkes Stück.

    Allgemein sind die ikonischen Abschnitte des Originals (Kirche, Wall Market etc.) auch die Highlights dieses Spiels. Man überlege sich mal, wie unglaublich toll das Spiel sein könnte, wenn es ganz FF7 oder zumindest einen größeren Teil davon abdecken würde! Leider ist es eben aber nur die Midgarepisode und somit gibt es auch einige gestreckte Abschnitte und uninspirierten Filler.

    Das Ende finde ich mutig und spannend. Insbesondere interessant fand ich Red XIIIs Kommentar zu der Vision, in dem wir ihn durch die Felswüste rennen sehen, wie in der Endsequenz des Originals - "das wird passieren, wenn wir scheitern". Plant man etwa tatsächlich die Geschichte zu einem anderem Ende zu führen? Allerdings ist das Ganze auch etwas weird - ist es denn nun ein Remake, oder doch eine neue Geschichte? Braucht die ohnehin vollkommen wirre und unnötig komplizierte Geschichte des Originals unbedingt weitere Komplexität? Auf jeden Fall aber ein guter Cliffhanger um eine gespannte Erwartung aufrecht zu erhalten bis es 2025 mit Teil 2 weitergeht.

    Wertung: 9/10 weil es echt Spaß gemacht hat.

    Ich glaube ich schaue mal in Bravely Default II rein.

  4. #4
    Zitat Zitat von dasDull Beitrag anzeigen
    Ich habe das Final Fantasy VII Remake
    Das Ende finde ich mutig und spannend. Insbesondere interessant fand ich Red XIIIs Kommentar zu der Vision, in dem wir ihn durch die Felswüste rennen sehen, wie in der Endsequenz des Originals - "das wird passieren, wenn wir scheitern". Plant man etwa tatsächlich die Geschichte zu einem anderem Ende zu führen? Allerdings ist das Ganze auch etwas weird - ist es denn nun ein Remake, oder doch eine neue Geschichte? Braucht die ohnehin vollkommen wirre und unnötig komplizierte Geschichte des Originals unbedingt weitere Komplexität? Auf jeden Fall aber ein guter Cliffhanger um eine gespannte Erwartung aufrecht zu erhalten bis es 2025 mit Teil 2 weitergeht.

    [/B] rein.
    So wirr fand ich das Original gar nicht
    Zum "Remake": Der Begriff "Remake" ist basierend auf den gesamten finalen Sequenzen und den damit neu einzuordnenden Bedeutungen der ganzen Whisperer Szenen auf einer Meta-Ebene zu verstehen. Das Spiel ist ein Sequel.
    Es wurde zwar nicht zu 100% so ausgesprochen, aber die Implikationen sind schon sehr sehr eindeutig.

  5. #5
    Zitat Zitat von N_snake Beitrag anzeigen
    So wirr fand ich das Original gar nicht
    Ich war beim Spielen des Originals schon ziemlich verwirrt. Es werden einem ja auch zwischendrin bewusst Falschinformationen gegeben (z.B: Sephiroth, der sagt, dass Cloud ein Experiment von Hojo sei) und am Ende war ich mir nicht so sicher, was denn nun die eigentliche Wahrheit wahr.

    Ich finde aber auch allgemein, dass die Geschichte in der PS1-Trilogie irgendwie nicht so gut transportiert wird, und der Text ist dann teilweise noch mittelmäßig übersetzt / geschrieben. In Teil 8 ist das aber deutlich schlimmer.

    ---

    Ich habe gestern Nier Replicant v1.22 durchgespielt (Endings A,B,D,E).

    Vorher hatte ich schon Automata gespielt, was natürlich die Messlatte hoch legt - allerdings war mir klar, dass ich hier nicht die gleiche Qualität erwarten konnte. In den Grundzügen ist die Genialität des Nachfolgers aber auch hier vorhanden, was den vielfältigen Genremix und die ausgefallene Geschichte angeht - und im Remaster geht das Kampfgameplay immerhin flüssig von der Hand und die grafische Präsentation ist ordentlich.

    Leider wird das Spiel geplagt vom doch recht lahmem allgemeinen Gameplay, denn der Großteil des Spiels besteht schlicht daraus immer wieder zwischen den gleichen 4-5 Locations hin und her zu rennen und mal mer, mal minder spannende Aufgaben zu erledigen. Durch die Side Quests wird das Ganze sogar noch potenziert weswegen man sich die wirklich nicht alle antun sollte. Letztendlich ist es aber doch motivierend der Rahmenhandlung zu folgen, weil man durchgehend gespannt ist, welche kreativen Gameplayideen als nächstes vorkommen, und die erfrischend unkonventionelle Heldentruppe hält einen auch bei der Stange.

    Die Endings B-D sind meiner Meinung nach wirklich nicht den Aufwand wert, den das Spiel einem hier abverlangt. Die neuen Szenen in Ending B sind zwar ganz nett, letztendlich hat der große Reveal aber ja schon in Ending A stattgefunden, und es wird hier eher noch ein bisschen ausgeschmückt. Man wird aber quasi gezwungen, sich den ganzen Text nochmal durchzulesen und die Cutscenes erneut anzuschauen, weil es könnte ja neuen Content geben (der sich insgesamt vielleicht auf maximal eine Stunde beläuft). Dadurch dauert der Durchgang schon noch recht lange.

    Für Route C/D muss man dann nicht nur einige der zu 90% furchtbaren Side Quests machen um Waffen und Geld zu sammeln, sondern dann das Spiel auch noch ein drittes Mal durchspielen, diesmal für <10 Minuten neuen Content. Und das kanonische Ending D ist jetzt auch nicht atemberaubend und den Aufwand echt nicht Wert. Im Original wäre ich glaube ich ziemlich enttäuscht gewesen, wenn es an dieser Stelle aufgehört hätte, weil den Grind war es nicht Wert.

    Auch für Ending E muss man sich nochmal durch 1-2 Stunden der ersten Hälfte quälen - dafür ist der neue Content hier etwas länger, wirklich erfrischend neu, und führt zu einem emotionalen Ende, welches sich wirklich wie ein gelungener Abschluss anfühlt. Außerdem wird einem sogar noch die Hintergrundgeschichte etwas genauer erklärt. Es rechtfertigt nicht ganz die vielen Stunden des Hin- und Herrennens und des auf Ladebildschirme Starrens, denen man ausgesetzt war um es zu sehen - und dennoch war es so stark, dass ich letztendlich versöhnlich auf das Spiel zurückblicken kann, von dem ich nach Ending D gewaltig genervt war.

    Insgesamt ist es wohl schwierig, Replicant nach Automata zu Spielen, welches im Prinzip in allen Punkten besser ist. Ok, vielleicht hatte Automata nicht ganz so ausgefallene Charaktere wie Grimoire Weiss und Kaine. Dafür aber liegt Automata vorne bei Gameplay, Präsentation, Geschichte, Spielwelt, ich finde sogar beim Soundtrack, auch wenn es da eng ist. Man muss aber wohl auch im Hinterkopf behalten dass Nier nunmal von 2010 ist, mit deutlich geringerem Budget entwickelt wurde, und für die damalige Zeit sicher bahnbrechender war in Bezug auf den Genremix und die unkonventionelle Handlung mit zuweilen leichtem Meta-Einschlag.

    Wertung: 7/10

    Für das Remaster hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass man sich den Grind für Ending D irgendwie hätte ersparen können - dann wäre es wohl eine 8 geworden.

  6. #6
    Ich habe ein paar Stunden Bravely Default II gespielt, aber irgendwie hat es mich nicht abgeholt. Das Gameplay ist zwar ok, aber die Story / Welt motiviert mich im Moment gar nicht.

    Stattdessen habe ich jetzt mit Yakuza: Like a Dragon angefangen. Im Gegensatz zu dem angestaubten Bravely Default wirkt das erfrischend anders und die Story hat mich direkt abgeholt. Was mich total begeistert hat ist die extrem detailverliebte Umsetzung von Kabukicho. Zudem ist das ganze Setting herrlich abgedreht. Habe gestern direkt 6 Stunden gespielt (bzw. geschaut, da es schon sehr viele Cutscenes sind - das hat mich aber nicht gestört) und die machen Lust auf mehr.

  7. #7
    Ich habe Yakuza: Like a Dragon letzte Woche durchgespielt.

    Nach dem starken Anfang hat meine Begeisterung im Mittelteil etwas nachgelassen - die Story dümpelt eine Zeit lang etwas vor sich hin. Zwar gibt es auch unglaublich viel nebenbei zu tun - und die ganzen Minigames und Sidequests sind auch herrlich verrückt und machen Laune - allerdings war ich nach einiger Zeit etwas desillusioniert angesichts der Tatsache, dass der Nebenkram eigentlich der Kern des Gameplay ist. Die Hauptstory besteht eigentlich größtenteils aus dem Ansehen von Cutscenes und gelegentlichen Dungeons, die aber eintönige, gleichförmige Schlauchlevels sind. Wenigstens sind sie - bis auf 1-2 Ausnahmen - relativ kurz.

    Das Kampfsystem ist zwar sehr anschaulich umgesetzt, die Animationen und die verschiedenen Aktionen der Jobs, die "Summons" - dem Allen guckt man gerne zu. Nur wirklich herausfordernd ist das Ganze nicht. Gerade spätere Bossgegner sind einfach Lebenspunkte-Schwämme, welche vor allem Ausdauer benötigen, um mit ihnen fertig zu werden. Gegen Ende wird es auch etwas grindlastig, weil man eine Menge Geld und Erfahrung benötigt.

    Das klingt jetzt alles etwas negativ, größtenteils hatte ich aber meinem Spaß an dem Spiel, denn insgesamt ist ein herrlich abgedrehtes Abenteuer mit unkonventionellen Charakteren und einer Menge kreativer Ideen. Nur ist es am Ende vielleicht kein besonders gutes JRPG.

    Wertung: 7/10

    Das nächste Spiel wird das zweite Kapitel von Trails in the Sky.
    Geändert von dasDull (01.10.2021 um 20:22 Uhr)

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •