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  1. #181
    GZ zum Bezwingen dieses durchwachsenen Finales! Bevor ich auf irgendwas eingehe, hier aber mal ein Link zu einem Interview mit Kondo in dem noch ein paar Fragen beantwortet werden, darunter die Sache mit dem Schwert.

    Zitat Zitat von Nayuta


    Zitat Zitat von Nayuta


    Zitat Zitat von Nayuta
    Nach dem ewig langen Epilog von Cold Steel 2 hat es mich ja überrascht dass dieser Abschnitt nicht mehr spielbar war, vor allem wegen all der anderen Stellen an denen man mit Dutzenden Charakteren reden musste. Die Entwickler hatten wohl keine Lust extra Charaktermodelle für die wiederkehrenden Charaktere zu erstellen die im restlichen Spiel nicht vertreten waren

    Zitat Zitat von Nayuta


    Zitat Zitat von Nayuta


    Zitat Zitat von Nayuta
    Alte Modderweisheit aus früheren Zeiten von Tamriel Rebuilt: Städte können nie genug Statuen besitzen!!!

    Zitat Zitat von Nayuta
    Hey, nein! Den habe ich dir in Cold Steel 3 extra in einer Quest besorgt...
    Reverie Quest Nummer XY: Mehr Mishy Straps besorgen!

    Jaja, so leicht kommt man an neue Quests

    Zitat Zitat von Nayuta
    Wie zum Teufel... sind die unbemerkt durch die Garrelia-Festung gekommen, die einzige Landverbindung zwischen Erebonia und Crossbell über die Garrelia-Schlucht?!?!?!
    Oder wurde der ganze Zug von der Pantagruel rübergeflogen?!?!


    Zitat Zitat von Nayuta
    Die Welt retten oder ein Kartenspielchen, die Welt retten oder ein Kartenspielchen... ach scheiß drauf, GAME ON!
    Wenn die Trails Reihe doch nur ein Ableger von Yu-Gi-Oh wäre. Dann könntest du beides gleichzeitig erledigen

    Wobei, die Kartenspiele stellen ja keine nennenswerte Herausforderung dar ... also willst du die Welt nicht lieber mittels Pom! Pom! Party! retten?

    Zitat Zitat von Nayuta
    Die Theorie hat Kondo scheinbar irgendwo verneint, aber das würde er natürlich selbst dann behaupten wenn es stimmmen würde. Also mal schauen was in Reverie noch so enthüllt wird.
    Geändert von ~Jack~ (20.05.2022 um 18:50 Uhr)

  2. #182
    @~Jack~
    Vielen Dank erst einmal!








    Zitat Zitat von ~Jack~


    Zitat Zitat von ~Jack~
    Alte Modderweisheit aus früheren Zeiten von Tamriel Rebuilt: Städte können nie genug Statuen besitzen!!!
    Warst du früher zufällig auch mal bei Atlus angestellt?



    Zitat Zitat von ~Jack~
    Wobei, die Kartenspiele stellen ja keine nennenswerte Herausforderung dar ... also willst du die Welt nicht lieber mittels Pom! Pom! Party! retten?
    Dann aber bitte mit der Trails to Azure-Version, die war deutlich einfacher.

  3. #183
    The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 4

    ~ Fazit ~




    Challenge #: 04
    System: Playstation 4 [EU]
    Version: 1.02


    Genauso wie Falcom mit Trails of Cold Steel 4 den zweiten Teil der Serie- und damit mal wieder sich selbst kopiert, könnte ich an dieser auch den Text meines Abschlussberichts zu Trails of Cold Steel 2 kopieren und einfach einige Begriffe austauschen. Ganz so einfach will ich es mir dann aber doch nicht machen. Sollte trotzdem der Eindruck von Parallelen entstehen, so liegt dies einzig daran weil die Spielstruktur es mir vorgibt. (Na wenn das mal kein vielversprechender Einstieg für diesen Bericht ist.)


    Da der direkte Vorgänger mit einem Cliffhanger mitten in der Endsequenz endete, geht die Geschichte hier, nach einem kurzen Abstecher zu einen anderen Schauplatz, nahtlos weiter, auch wenn die Auflösung dann etwas antiklimatisch daherkommt. Trotzdem wirkt gerade das erste Kapitel interessant und erfrischend, da man etwas aus dem gewohnten Trott gerissen wird und auch einmal andere Charaktere stärker in die Pflicht genommen werden.
    Das ändert sich dann aber schlagartig nach dem ersten Höhepunkt, nach dem das Spiel in dieselbe Fallgrube tappt in die auch schon Teil 2 gefallen ist. Die Handlung wird nicht nur unfokussierter, sondern durch einen langsamen Ablauf und zahlreiche Filler auch noch unnötig gestreckt. Es wird sich nun tageweise vorangehangelt, so dass in der Welt kaum Fortschritte zu erkennen sind. Die NPCs erhalten zwar, wie auch in den Vorgängern, ständig neue Dialoge, jammern aber im Grunde alle dasselbe, bis man es nicht mehr hören kann. Dabei sollten sie aufgrund der vorherrschenden Umstände eher himmelhoch jauchzen, nur leider sabotiert das Spiel ständig die düstere Grundstimmung die eigentlich vorherrschen sollte, indem sich 90% der interagierbaren Passanten komplett konträr zu dem verhalten was die Hintergrundgeschichte vorgibt.
    Bereits ganz am Anfang wird man mit einem Ereignis monumentalen Ausmaßes gelockt, welches unmittelbar bevorsteht, Zitat: "Diese Geschichte nähert sich mit großen Schritten dem Finale". Ja, 200 Stunden später ist es dann endlich soweit und ehe alles begonnen hat, ist es auch schon wieder zu Ende. Und obwohl sich das Spiel vorher wie Kaugummi zieht, wirkt es im finalen Kapitel dann doch überhastet und die wichtigsten Akteure auf der Gegenseite erhalten kaum noch Zeit auf der Mattscheibe. Es gelingt nach vier Teilen noch nicht einmal, alle offengebliebenen Fragen der Geschichte um Erebonia zu beantworten, stattdessen muss (vermutlich) mit Trails into Reverie ein fünfter Teil her, der das geraderückt. Das ist schon irgendwie albern, wenn man bedenkt dass ursprünglich einmal drei Teile geplant waren, der dritte dann aber wiederum in zwei Teile aufgespaltet werden musste, wobei die Story im neu entstandenen dritten Teil quasi nicht fortgesetzt wurde, der vierte Teil mit einer Myriade an Fillern vollgestopft wurde und daher jetzt noch ein neuer Epilogteil her muss...

    Schlimmer finde ich aber - und da wiederhole ich mich auch bezüglich der Vorgänger - das Writing während den meisten Story-Ereignissen, welches in diesem Teil leider viel zu oft einen neuen Tiefpunkt erreicht und damit sogar ganze, vermeintliche Höhepunkte ruiniert. Zuvor hatte ich kritisiert dass einige Vorgänge zu erzwungen wirken oder die Charaktere zu naiv handeln, doch hier wird teilweise schlicht und ergreifend grenzdebiler Schund zusammengeschrieben, der komplett auf Logik pfeift. Die Autoren dichten sich alles so zusammen wie es ihnen am besten passt, es werden keine Gefangenen mehr gemacht. Wer meine Berichte verfolgte der konnte miterleben, wie ich immer wieder in Rage geriet weil das Spiel ständig die Intelligenz des Spielers infrage stellt und mit Stützrädern, Schwimmflügeln und Rettungsringen nachhilft. Und sei es nur damit, dass bei den dutzenden an altbekannten Charakteren denen man über den Weg läuft, für jeden einzelnen jedes Mal dessen halbe Lebensgeschichte wiederholt wird, woher man diesen kennt, was er geleistet hat, wer seine Bekannten sind... Ganz nach dem Motto: "Na, weißt du noch? Weißt du noch?! *zwinker*" (JA, ich WEIß es noch!! Was ist das hier, betreutes Zocken?!) Und die Charaktere die es nicht ins Spiel geschafft haben werden lieblos in kommaseparierten Listen aufgezählt, während irgendwelche abstrusen Ausreden erfunden werden, warum sie nicht anwesend sein können. Dann noch ständig dieselbe Leier mit Gegenspielern, mit denen zuerst ein Kaffeekränzchen gehalten wird, Bussi hier, Bussi da, dann fällt ihnen plötzlich ein dass sie ja noch kämpfen müssen, obwohl beide Parteien eigentlich dieselben Ansichten teilen und nach einer Tracht Prügel sind alle wieder die besten Freunde. Auch ganz entzückend ist die künstliche Geheimniskrämerei verbündeter Charaktere, die ihr Wissen grundsätzlich so lange zurückhalten, bis die Party in die Scheiße geritten wurde und dann plötzlich mit ihren Offenbarungen angekrochen kommen, die vorher wesentlich hilfreicher gewesen wären. Wer solche "Freunde" hat, der braucht wahrlich keine Feinde mehr...

    Zwar nimmt das Spiel wieder dieselben Strukturen wie Cold Steel 2 an, dieses Mal wirken die Abschnitte mit variabler Party-Zusammenstellung aber nicht mehr so beliebig, da immer eine feste Kerngruppe vorgegeben ist, auf die sich die Handlung und Dialoge fokussieren können, im Gegensatz zu dem einen, bestenfalls mal zwei Partymitglieder aus Teil 2. Auch in puncto Charakteren kann es nach wie vor glänzen. Die zwischenmenschlichen Interaktionen sind wieder lustig und unterhaltsam und die Charaktere machen im Verlauf der Handlung eine ordentliche Wandlung durch, manche mehr, manche weniger.

    Das flotte und spaßige Kampfsystem ist ein weiterer Punkt auf der Haben-Seite. Dieses bietet viele Individualisierungsmöglichkeiten und ermöglicht somit eine Vielzahl an unterschiedlichen Strategien. Vielleicht schon etwas zu viel, denn der Schwierigkeitsgrad sinkt aufgrund der Fülle an Möglichkeiten und der Menge an verschiedenen Charakteren, die natürlich alle ihre individuellen Fähigkeiten haben müssen, enorm. Solch eine schiere Menge kann kein Entwickler auf der Welt mehr richtig austarieren. Und so ergibt sich, dass selbst der einschüchternd klingende Schwierigkeitsgrad "Nightmare" das Spiel nicht sonderlich herausfordernd macht. Die größten "Probleme" hatte ich im ersten Kapitel, wenn die Charaktere noch suboptimal ausgerüstet sind, in Kombination mit einigen zusätzlichen Siegesbedingungen, um bei Bosskämpfen die volle Anzahl an Academic Points zu ergattern. Tatsächlich hatte es in dieser Phase nur ein Boss mit einem Flächenzauber geschafft, mir ein Game Over zu bescheren. Nach dem Kapitelwechsel können Kämpfe zwar hin und wieder etwas länger dauern, wirklich gefährlich werden sie aber kaum noch. Auch die zusätzlichen Siegesbedingungen werden danach abgeschafft. Einige Bosse sind nun in der Lage, die eigenen Brave Orders mittels Dis Orders (hoho) abzubrechen bzw. ganz zu unterbinden und für die eigene Kampftruppe negative Effekte aufrechtzuerhalten. Viel gemacht wird mit dieser Mechanik aber nicht, dafür kommt sie viel zu selten zum Einsatz. Wirklich traurig ist leider, dass man immer und immer und immer wieder gegen dieselben Bosse antreten muss, die schon durch zwei oder gar drei Spiele geschleift wurden, teilweise auch mehrfach innerhalb desselben Ablegers.

    Die Party ist stellenweise so groß, dass das Spiel einen organisatorischen Riegel vorschiebt, um den Spieler nicht mit der Konfiguration zu überfordern. So sind z.B. bei einer Reihe von Charakteren deren Waffen gesperrt, die automatisch durch den Fortschritt in der Handlung verbessert werden. Bei anderen sind sogar die gesamte Ausrüstung und Quarze unveränderlich vorkonfiguriert. Leider nimmt das auch etwas von der Flexibilität weg, die Konfigurationen zu optimieren, denn für meinen Geschmack waren diese Vorgaben immer äußerst suboptimal und ich hätte gerne selbst Hand angelegt. Gerade auch weil man so viele Ausrüstungsteile erhält bzw. herstellen kann, dass genug für Charaktere außerhalb meiner Standard-Party übrig waren. So hatte ich am Ende z.B. ganze vier Evasion Tanks, zwei davon verfügten über eine hundertprozentige Ausweichrate und bei den anderen lag sie bei knapp achtzig Prozent, ohne das ich mit dem Shining-Art hätte aushelfen müssen.
    Zusätzlich wurden die Beschränkungen für das Anlegen der Sub-Masterquarze aufgehoben. Diese können jetzt mehreren Charakteren gleichzeitig ausgerüstet werden, so dass es keinen Grund mehr für weniger effektive Kombinationen gibt und die Charaktere zu noch tödlicheren Killermaschinen ausgebaut werden können, als sie es ohnehin schon sind.

    Ganz anders sieht es hingegen bei den "Spezialkämpfen" aus. Hier befindet man sich in einer viel kontrollierbareren da reduzierteren Umgebung und man merkt, dass hier wirkliches Balancing seitens Falcom stattfinden konnte (bezogen auf den Nightmare-Schwierigkeitsgrad). Die Gegner hauen ordentlich rein und sind verdammt schnell wieder am Zug. Daher muss man sich intensiv mit den Fähigkeiten der eigenen Kämpfer und deren Supportern vertraut machen und taktisch klug vorgehen. Lieber einmal mehr verteidigen und auf den richtigen Moment warten als zu aggressiv vorzugehen und einen Gegentreffer zu kassieren, was schon mal die Vernichtung des eigenen Kämpfers bedeuten kann oder zu einem Konter-Finisher führt, der der gesamten Party viel Schaden zufügt. Da diese Kämpfe nur zu bestimmten Ereignissen stattfinden, meist an Bosskämpfe im normalen Kampfsystem anknüpfen und es keine Übungsmöglichkeiten dazwischen gibt, kann man auch nicht so viel Kampferfahrung sammeln. Dass sich dann auch noch ständig die Spielregeln ändern, mal hat man drei Kämpfer, mal dürfen nur zwei mitmachen obwohl man mehr in der Party hätte, mal fehlen für die eigene Strategie essenzielle Supporter, wirkt sich ebenfalls erschwerend auf diese Kämpfe aus. Immerhin kann man sich am Ende spezielle Quarze herstellen, mit denen man schon zu Kampfbeginn bis zu sechzig Capacity Points erhält und dadurch bereits von Anfang an in der Lage ist zu verteidigen, so dass man nicht gleich in der ersten Runde auseinandergenommen wird. Diese Kämpfe können sich ewig in die Länge ziehen, aber versteht mich nicht falsch, es hat mir richtig Spaß gemacht auch mal knappe und fordernde Schlachten zu schlagen, anstatt wie bei den Standardkämpfen alles zu dominieren.

    Das Vantage Masters-Kartenspiel wurde um einen optionalen, höheren Schwierigkeitsgrad ergänzt. Bis auf die Tatsache dass die KI hier öfter die auf dem Feld verstreuten Kristallkarten nutzt, konnte ich an deren Verhalten aber keine Unterschiede feststellen. Mit einem halbwegs durchdachten Deck welches auf eine sinnige Taktik abgestimmt ist, sind auch diese schnell und kontrolliert zu gewinnen. Generell sind die Decks der Gegner aber viel besser abgestimmt und ermöglichen ihnen komplexere Strategien als im Vorgänger, weswegen man sie nur noch selten bereits in der dritten oder vierten Runde besiegen kann.
    Größere Kopfschmerzen hat mir eher das Puyo Puyo-artige Puzzlespiel Pom Party bereitet, welches aus Trails to Azure übernommen wurde. Dieses kann richtig stressig werden, da sich die Geschwindigkeit der fallenden Blöcke stetig erhöht und die KI in späteren Partien eine unmenschliche Reaktionsgeschwindigkeit an den Tag legt. Hier muss man schon auf das Glück hoffen, rechtzeitig genug CP zu sammeln um sich im Notfall vor gegnerischen Angriffen verteidigen zu können oder genügend auf der hohen Kante zu haben um selbst anzugreifen. Es kam mir deutlich schwerer vor als noch in Trails to Azure, wo ich fast alle Partien bereits beim ersten Versuch gewonnen habe und gerade ein kleines "Engelchen" hat mich fast in den Wahnsinn getrieben.





    Alles in allem kann ich sagen dass Trails of Cold Steel 4 durchaus seine sympathischen Momente hat und ein ordentliches Spiel ist. Die großen Pluspunkte sind die Charakterinteraktionen und die spaßigen Kampfsysteme. Demgegenüber steht aber die oftmals einfach schlecht geschriebene Story, welche mit zahlreichen Fillern auch noch unsäglich in die Länge gezogen wird und dabei noch nicht einmal alle Fragen zufriedenstellend beantworten kann. Vom großen Serienfinale hätte ich mir etwas mehr erwartet als praktisch zweihundert Stunden lang hingehalten zu werden bis es endlich mal losgeht - und dann auch gleich wieder vorbei ist.



    Wertung: ★★☆☆☆ (2/5) "Verhalten positiv"




    Trails-Serie Platzierung
    Mobile: ←L/R→ wischen für mehr Details
    # Pic Titel System Typ Wertung
    01 The Legend of Heroes: Trails to Azure
    PSP
    Basisspiel ★★★★★
    (5/5)
    02 The Legend of Heroes: Trails from Zero
    PSP
    Basisspiel ★★★★★
    (5/5)
    03 The Legend of Heroes: Trails in the Sky SC
    PSP
    Basisspiel ★★★★
    (4/5)
    04 The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 3
    PS4
    Basisspiel ★★★★
    (4/5)
    05 The Legend of Heroes: Trails in the Sky the 3rd
    PC
    Basisspiel ★★★☆☆
    (3/5)
    06 The Legend of Heroes: Trails in the Sky
    PSP
    Basisspiel ★★★☆☆
    (3/5)
    07 The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel
    PS4
    Basisspiel ★★★☆☆
    (3/5)
    08 The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2
    PS4
    Basisspiel ★★☆☆☆
    (2/5)
    09
    The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 4
    PS4
    Basisspiel ★★☆☆☆
    (2/5)




    Berichte




    ► Zur Spieleübersicht
    Geändert von Nayuta (27.05.2022 um 16:18 Uhr)

  4. #184
    The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel

    ~ Serienfazit ~





    Insgesamt hat mich die Cold Steel-Serie leider enttäuscht. Alle Teile haben ihre Probleme mit dem Writing bezüglich der Story, da ist es bezeichnend dass der meiner Meinung nach beste Teil, Cold Steel 3, fast vollständig darauf pfeift und lieber die Character-Quests-Route geht, die er immerhin sehr gut hinbekommt. An dessen Ende kommt dann aber doch wieder etwas Story hinzu und ausgerechnet dann fängt er natürlich an zu schwächeln. Durch den vierten Teil wird dann sogar nachträglich das bisschen an Hintergrund-Storyrauschen entwertet, indem ersichtlich wird dass die meisten Mysterien aus Teil 3 keinerlei Relevanz hatten und nur als Füllmaterial dienten, um eine falsche "Spannung" zu erzeugen. (Ich habe bewusst die Bezeichnung "Spannungsbogen" vermieden, da Falcom die Bedeutung dieses Begriffs komplett fremd ist.)

    Die Bonding Events sorgen zwar dafür dass man mehr über die Charaktere erfährt, das hätte sich aber auch über normale Gespräche realisieren lassen, vielleicht sogar in kleineren Gruppen ähnlich den Lagerfeuer/-Tischgesprächen aus der Grandia-Serie, so dass sich bessere Dynamiken innerhalb der Gruppe ergeben hätten. Denn sämtliche Charakterprogression findet praktisch immer nur aus Sicht des Protagonisten statt. Er ist der omnipräsente Mediator, wenn andere Charaktere miteinander reden dann ist er immer als Zeuge anwesend. So gut wie keine Szene wird aus dem Blickwinkel eines der anderen gefühlt hundert relevanten Charakteren erzählt. Es gibt fast keine Beziehungen untereinander, bei denen der Protagonist nicht involviert ist. Und wenn dann entwickeln sie sich meist Off-Screen und werden als gegeben angenommen. (Sind Emma, Alisa und Laura jetzt gute Freundinnen, zweckgebundene Freundinnen, Waffenschwestern... ich weiß es nicht, auch nicht nach vier Teilen.) Meiner Meinung nach ein großes und unverzeihliches Versäumnis, wenn ein Spiel schon eine solch gigantische Charakter-Riege auffährt. Man stelle sich nur einmal vor wie eintönig ein "Das Lied von Eis und Feuer" wäre, wenn alle Handlungsstränge nur aus der Sicht von Jon Schnee erzählt werden würden. Außerdem führt das dann zu solchen Absurditäten wie, dass der Protagonist einen ganzen Harem an Verehrerinnen um sich herum versammelt, während alle anderen praktisch leer ausgehen.

    Ich hoffe für zukünftige Ableger, dass sich die Autoren etwas zügeln und den Charakter-Porno deutlich zurückfahren, denn die Partygrößen erreichen stellenweise absurde Ausmaße. Außerdem fallen so zwangsläufig immer wieder Charaktere zeitweise unter den Tisch. Aber wenn ich mir anschaue wie viele für Kuro no Kiseki schon wieder angekündigt wurden und das dann auf mehrere Ableger hochrechne, wage ich zu bezweifeln dass Falcom hier eine andere Richtung einschlägt.

    Auf mich wirkt die Handlung nicht konsequent durchdacht und ich habe das Gefühl, dass es zwischen Cold Steel 2 und 3 einen Bruch gibt, bei dem ein ganzer Haufen an Story-Strängen fallengelassen bzw. um- und hinzugedichtet wurde. Einige Elemente wollen da einfach nicht so recht passen. Außerdem fehlt es letztendlich an weitreichenden Konsequenzen, da sich die Serie scheut, sich auf einem Niveau über einer USK-6-Freigabe zu bewegen und der Inhalt dementsprechend ausfällt.

    Die Spiele halten den Spieler ständig an der mentalen Hand. Auf den ersten Blick nicht offensichtliche Beziehungen zwischen Charakteren, Zusammenhänge etc., die man sich dank verstreuter Hinweise mit etwas Kombinationsgabe selbst erschließen kann, werden dem Spieler nach einiger Zeit penetrant aufs Auge gedrückt anstatt sie nebulös zu belassen. Teilweise sogar gleich mehrfach, man könnte ja eine dieser Situationen verpasst haben.

    Falcom kopiert sich viel zu sehr selbst, sogar innerhalb der Unterserie. Cold Steel 3 ist eine Kopie von Teil 1, Cold Steel 4 von Teil 2 und beide Varianten sind ihrerseits von Trails in the Sky 1 und 2 abgeleitet. Und das demnächst anstehende Trails into Reverie soll starke Ähnlichkeiten zu Trails in the Sky the 3rd aufweisen. Dazu die ständig wiederverwerteten Quests der Marke Straßenlaternen reparieren oder vermisste Katzen suchen. Ich wünschte mir dass Falcom so langsam mal versuchen würde neue Wege zu gehen...

    Die generischen Fertigbau-Dungeons gehören so ziemlich zum Bodensatz, was das JRPG-Genre zu bieten hat. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind diese, wie bei einer Carrera-Bahn, zum Großteil aus vorgefertigten Stücken zusammengeschustert. Genormte Schienenteile mit Geraden, Kurven (meistens eher Winkel) und Kreuzungen, die in allen möglichen Kombinationen aneinandergesteckt wurden, architektonisch allerdings keinerlei Sinn ergeben. Auf schmale Schläuche, in denen höchstens mal ein paar Kisten zum Zertrümmern herumstehen, folgen etwas weitläufigere Rechtecke, in denen gekämpft wird. Und selbst die wenigen Schalter-"Puzzles" sind so angelegt, dass sie sich linear im Vorbeigehen lösen lassen, so dass man gar nicht erst in Versuchung kommen muss nachzudenken. Die Wegführung ist dabei so ausgelegt, dass man in vermeintlichen Sackgassen durch Abkürzungen immer wieder auf den Hauptpfad zurückgelotst wird. Das kann man positiv finden, trägt im Endeffekt aber nur noch mehr zur Linearität und Monotonie bei.

    Ich habe es schon im Abschlussbericht zu Trails of Cold Steel 4 gesagt und das gilt auch für alle anderen Teile: Die Stärken der Cold Steel-Serie sehe ich in den Charakterinteraktionen, den leichten Momenten, den humorvollen Neckereien untereinander, dem Drama welches in gewissen Situationen durchsickert. Es motiviert, über die aufgeworfenen Mysterien zu spekulieren. Auch das Kampfsystem macht einfach Laune und der Soundtrack ist super, wobei der aus Cold Steel 1 unerreicht bleibt, in späteren Teilen aber immerhin arrangierte Variationen einzelner Stücke davon zum Einsatz kommen. Die englische Synchronisation habe ich in den bisherigen Berichten viel zu wenig gewürdigt. Die Synchronsprecher leisten durch die Bank erstklassige Arbeit (Ausnahme: Alisa ) und gerade die Sprecher von z.B. Crow, Juna, Sara, Ash, Sharon oder Vita lassen die originale, japanische Tonspur meilenweit hinter sich. Wenn Falcom es jetzt nur noch hinbekäme, ihre Spiele durchgehend und nicht so lückenhaft zu synchronisieren... Hier hat XSEED zumindest in den Neuauflagen von Cold Steel 1 und 2 einen lobenswerten Job gemacht!

    Aber was das Writing der Story betrifft ist hier leider der absolute Tiefpunkt der Serie erreicht. Daher rangiert sie bei mir deutlich unter der Trails from Zero to Azure- und der Trails in the Sky-Serie.


    Will ich die Trails-Serie überhaupt noch weiterspielen? Um ganz ehrlich zu sein; ich weiß es nicht. Nach Trails from Zero to Azure war ich noch total gehypt, ich dachte schon dass dies die neue JRPG-Offenbarung werden könnte, doch die Trails of Cold Steel-Serie hat mich ernüchtert zurückgelassen. Vielleicht genehmige ich mir noch Trails into Reverie. Sollte das Spiel so ähnlich werden wie Trails in the Sky the 3rd kann ich hier zumindest auf interessante Minigeschichten und einen runderen Abschluss hoffen (im Umfang beschränkte, charakterbezogene Geschichten sollten mit dem aktuellen Writing besser funktionieren als Geschichten epischen Ausmaßes), aber ob ich mir die Kuro-Serie noch zu Gemüte führe und hunderte Stunden darin investiere, nur damit die übergeordnete Handlung am Ende in zehn bis fünfzehn Minuten ein klitzekleines Stückchen vorangetrieben wird, das wage ich bei der aktuellen Qualität des Writings zu bezweifeln. Da müssen mich schon Nicht-Cold-Steel-Fans überzeugen.
    Außerdem ist es jetzt auch nicht so als würde die Serie komplett revolutionäre Geschichten erzählen. In Erebonia wird im Grunde eine ziemlich ausladende Neuinterpretation von The Legend of Dragoon mit einigen Ergänzungen erzählt, welches für eine vergleichbare Geschichte aber nur einen- und nicht gleich vier Teile benötigt. Und auch die überspannende Geschichte wurde, soweit man das bisher erahnen kann, bereits von anderen Spielen thematisiert und das in deutlich weniger als den bisherigen zwölf Teilen (in Japan), die die Trails-Serie dazu veranschlagt.



    Hier noch eine äußerst witzige da hundertprozentig zutreffende Zusammenfassung der ersten drei Cold Steel-Teile. Spoilergefahr!




    Fazite




    ► Zur Spieleübersicht
    Geändert von Nayuta (01.06.2022 um 00:07 Uhr)

  5. #185
    Die Formulierung "Betreutes Zocken" bringt mich auf die Idee mir die Serie vielleicht bis zur Rente aufzusparen Da ich noch keinen Teil der Serie gespielt habe, habe ich natürlich viele der Spoiler Kästen übersprungen, aber da wo ich hin und wieder mal reingeschaut habe, fand ich mich gut unterhalten.
    Der absteigende Trend ist natürlich schade, vor allem bei dem möglichen Zeitinvestment.

  6. #186
    Ich würde ja gerne sagen, dass ich ein paar der Sachen nicht schon aus typischem modernen Light Novel Rotz (so Sword Art Online und co.) kennen würde, aber mit dem Bericht bestätigst Du irgendwie so absolut meinen Ersteindruck den ich nach dem kurzen Anspielen von CS1 bereits hatte
    Denn ich will mal anmerken: Mich nerven ja solche lahmen Tropes über die ich mich beim Anfang von CS1 lustig gemacht habe nicht nur aus Selbstzweck, sondern weil sie meist schon tiefer blicken lassen wenn man genre savvy ist.
    Zitat Zitat von Nayuta
    Denn sämtliche Charakterprogression findet praktisch immer nur aus Sicht des Protagonisten statt. Er ist der omnipräsente Mediator, wenn andere Charaktere miteinander reden dann ist er immer als Zeuge anwesend.
    So muss das ja auch bei einer male power fantasy mit Harem sein! Es kann doch nicht angehen, dass seine Side Bitches noch ein Leben ohne ihn haben oder gar eigenständig Entscheidungen treffen!!
    Zitat Zitat
    Cold Steel 3 ist eine Kopie von Teil 1, Cold Steel 4 von Teil 2 und beide Varianten sind ihrerseits von Trails in the Sky 1 und 2 abgeleitet.
    Dem entnehme ich, dass ich mir prinzipiell mit dem Durchspielen von TitS2 dann ToCS1-4 schenken kann? Großartig!

    Weißt Du, wie der Tenor zu der CS Reihe ist? Sehen das viele so, dass es viel zu langsam vorangeht und die Charaktere bis auf die Interaktionen mit MC-kun sonst kein Leben haben? Oder kommt das total an und die Trails Reihe ist so beliebt wie noch nie, weil es so viele süße Waifus gibt? Denke über die simplistischen Dungeons werden sich viele freuen, wer braucht in seinen narrativen Spielen schon was mehr, ne?

    Danke auf jeden Fall für das Fazit zu der CS Reihe. Damit ist diese definitiv für mich gestorben, da sie vorher bereits nicht besonders hoch war. Was gleichzeitig die Motivation doch noch etwas erhöht, mich TitS2 erneut zu widmen, weil nun kein endloses Meer an diesen Titeln vor mir sehe *g*
    Geändert von Sylverthas (24.05.2022 um 23:54 Uhr)
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 20xx): Tales of Zestiria; Tales of Arise; Omori; Scarlet Nexus; Ys VI; Code Vein; Landstalker; AI - Somnium Files; Zanki Zero


  7. #187
    Zitat Zitat von Dnamei
    Die Formulierung "Betreutes Zocken" bringt mich auf die Idee mir die Serie vielleicht bis zur Rente aufzusparen
    Ich gebe ja zu dass diese Situationen für Leute, die die Serie bereits von Anfang an begleiten und entsprechende Charaktere dann teils ein halbes oder gar volles Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben, durchaus eine nette Gedächtnisstütze sein können. Ebenso für diejenigen die die Vorgänger- und daher die Charaktere nicht kennen. Aber authentisch wirken die Dialoge so nicht mehr und mich hats irgendwann nur noch genervt. Um solche Hintergrundinformationen zu vermitteln hätte ich dann doch lieber eine separate Datenbank zum Nachlesen gehabt. (Wobei es eine solche durchaus gibt, nämlich im Hauptmenü unter der Story-Zusammenfassung der Vorgänger.)

    Zitat Zitat
    habe ich natürlich viele der Spoiler Kästen übersprungen, aber da wo ich hin und wieder mal reingeschaut habe, fand ich mich gut unterhalten.
    Das freut mich, danke!


    Zitat Zitat von Sylverthas
    Weißt Du, wie der Tenor zu der CS Reihe ist? Sehen das viele so, dass es viel zu langsam vorangeht und die Charaktere bis auf die Interaktionen mit MC-kun sonst kein Leben haben? Oder kommt das total an und die Trails Reihe ist so beliebt wie noch nie, weil es so viele süße Waifus gibt? Denke über die simplistischen Dungeons werden sich viele freuen, wer braucht in seinen narrativen Spielen schon was mehr, ne?
    Ich bin nicht so Tief in der Szene verwurzelt, was ich von diversen Kommentaren auf Youtube mitgenommen habe geht aber in beide Richtungen. Einige kritisieren exakt dieselben Dinge die ich angesprochen habe, für andere sind die Cold Steel-Teile das Nonplusultra im JRPG-Sektor. Wie die Verteilung dieser Meinungen ausfällt kann ich aber nicht beurteilen, eventuell kann ~Jack~ noch tiefere Einblicke liefern.

    Zitat Zitat
    Danke auf jeden Fall für das Fazit zu der CS Reihe. Damit ist diese definitiv für mich gestorben, da sie vorher bereits nicht besonders hoch war. Was gleichzeitig die Motivation doch noch etwas erhöht, mich TitS2 zu widmen, weil nun kein endloses Meer an diesen Titeln vor mir sehe *g*
    Nun, du wirst mich nicht dabei ertappen wie ich dich von Trails in the Sky the 3rd oder From Zero to Azure abhalten werde. Also etwas hast du schon noch vor dir.

  8. #188


    Zitat Zitat von Nayuta Beitrag anzeigen
    So This is Basically Trails of Cold Steel
    Wunderbare Zusammenfassung

    Zitat Zitat von Nayuta Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht so Tief in der Szene verwurzelt, was ich von diversen Kommentaren auf Youtube mitgenommen habe geht aber in beide Richtungen. Einige kritisieren exakt dieselben Dinge die ich angesprochen habe, für andere sind die Cold Steel-Teile das Nonplusultra im JRPG-Sektor. Wie die Verteilung dieser Meinungen ausfällt kann ich aber nicht beurteilen, eventuell kann ~Jack~ noch tiefere Einblicke liefern.
    Konsistente Meinungen zu der Reihe sucht man auf jeden Fall vergeblich, zumal es ein breites Spektrum an Reaktionen gibt.

    • Gruppe 1 mag die komplette Trails Reihe, trotz aller Probleme die sie hat.
    • Gruppe 2 findet sowohl Trails in the Sky als auch Cold Steel langweilig, was ich aufgrund des langsamen Tempos durchaus nachvollziehen kann.
    • Gruppe 3 findet Trails in the Sky langweilig, aber Cold Steel dafür richtig super. Vielleicht wegen der besseren Grafik, den Persona Elementen, dem Gameplay, dem Harem den man um sich scharen kann, oder was weiß ich.
    • Gruppe 4 mag Trails in the Sky und die Crossbell Reihe, aber findet Cold Steel einfach nur furchtbar. Ob letzteres die komplette Reihe betrifft oder erst ab Cold Steel 2/3/4 beginnt variiert aber wieder von Person zu Person. Und manche, die Cold Steel 2 richtig schlecht fanden, mochten Cold Steel 3 wieder, nur um vom letzten Teil enttäuscht zu werden. Und passend dazu gibt es auch noch Spieler die Cold Steel 4 richtig schlecht fanden, aber an Reverie dann wieder Spaß hatten!


    Hier ist auch noch eine Umfrage vom Falcom Subreddit die das einigermaßen wiederspiegelt, auch wenn Trails in the Sky und die Crossbell Spiele ein bisschen die Nase vorn haben. Mit 422 Stimmen spiegelt das aber natürlich nur einen kleinen Teil der Fangemeinde wieder.



    Und nein, der Haken spiegelt nicht meine eigene Meinung wieder Auch wenn mir manche Aspekte der Cold Steel Reihe durchaus besser gefallen als in den Vorgängern, darunter das Gameplay. Objektiv betrachtet kann ich aber sagen, dass Cold Steel als Kriegsgeschichte absolut nichts taugt. Dafür spielt der Krieg selbst im großen Finale eine viel zu kleine Rolle (soviel zu "In A World Ablaze With War" ) da die Entwickler sich stattdessen auf viel zu viele nutzlose Filler konzentriert haben, was die Frage aufwirft warum Cold Steel 3 überhaupt in zwei Spiele gesplittet werden musste. Und ernst nehmen kann man die Story leider auch nicht. Cold Steel 3 schien in der Hinsicht zwar ein bisschen in die richtige Richtung zu sehen, aber Cold Steel 4 hat mit seinen Bullshit Twists alles ruiniert.

    Bleibt also abzuwarten ob Falcom aus den Fehlern von Cold Steel lernt und es schafft die Fans wieder zurückzugewinnen die sie mit Cold Steel vergrault haben, oder ob sie so weitermachen wie gehabt. Kuro und Hajimari scheinen ja ein Schritt in die richtige Richtung zu sein, aber Kuro hat sich dafür nicht besonders gut verkauft, eventuell wegen anderer Spiele die zur selben Zeit veröffentlicht wurden oder weil es nur für PS4 released wurde. Also hoffe ich dass die Verantwortlichen nicht die falschen Schlüsse draus ziehen und Kuro 2 verschlimmbessern.

    Kondos Aussage dass zwei Spiele eventuell nicht reichen um die Calvard Story zu erzählen, löst bei Hassern der Cold Steel Reihe aber vermutlich direkt PTSD aus

    Laut der Verkaufszahlen in der ersten Woche (in Japan) gab es nach Cold Steel 2 aber einen stetigen Abwärtstrend. Ewig können sie also nicht so weitermachen, auch wenn die komplette Cold Steel Reihe sich im Endeffekt über 1,5 Millionen Mal verkauft hat.

    Geändert von ~Jack~ (25.05.2022 um 20:38 Uhr)

  9. #189
    Zitat Zitat von ~Jack~
    Kondos Aussage dass zwei Spiele eventuell nicht reichen um die Calvard Story zu erzählen, löst bei Hassern der Cold Steel Reihe aber vermutlich direkt PTSD aus
    Ich sehe es ja schon als kleinen Hoffnungsschimmer an, dass das Land dieses Mal nicht in zwei Hälften unterteilt werden musste. Vielleicht schafft es Falcom also tatsächlich mal Maß zu halten.



    Zu den Verkaufszahlen:
    Eventuell können die PC-Versionen auf Steam im Westen hier etwas ausgleichend wirken.

    Ich halte mich ja immer an die alte Bauernregel, dass ein Nachfolger sich in der Regel so gut verkauft wie dessen Vorgänger bei den Spielern aufgenommen wurde. (Und könnte mir so den Absturz nach Cold Steel 2 erklären. )

    Allerdings könnte ich mir auch vorstellen dass viele Spieler das Ende der Cold Steel/Reverie-Serie dazu genutzt haben, einen Abschluss zu finden, da sich die Gesamtgeschichte ja jetzt wirklich lange genug hingezogen hat und/oder sie erst einmal keine Lust mehr dazu haben, einen neuen Protagonisten von Zero to Hero aufzuziehen.
    Könnte aber genauso gut sein dass sich die Spieler zurückhalten bis die Kuro-Serie abgeschlossen ist, um dann alles am Stück zu erleben, da sie von den falcom'schen Cliffhangern mittlerweile die Nase voll haben.
    Geändert von Nayuta (26.05.2022 um 00:18 Uhr)

  10. #190
    Bei den Verkaufszahlen von Cold Steel 1-2 muss man aber auch sagen, dass kein geringer Anteil der Verkaufszahlen auch PS Vita software Titel waren. (Es war ein wichtiger Zweig der Reihe der mit dem Sprung zur PS4 nie ausgeglichen werden konnte)

    Ob sie jetzt Kuro und Hajimari für PS5 rausgebracht hätten, hätte sich kaum was geändert, da die Software Verkäufe der PS5 in Japan absolut unterirdisch sind. Da bricht nur ein neues Dragonquest das Pattern.

    Ein PS5 only Kiseki Spiel würde derzeit fatale Folgen haben. Das könnte unter 20k landen.
    Geändert von Ninja_Exit (26.05.2022 um 08:03 Uhr)

  11. #191
    Native Playstation 5-Umsetzungen brauchts ja nicht (und halte ich persönlich für Ressourcenverschwendung bei so einem kleinen Studio), die Konsole kann ja auch Playstation 4-Spiele abspielen. Dann soll Falcom halt einen Pro-Modus einbauen und gut ist.

    Ich hätte gedacht dass andere Handhelds mit einer höheren Verbreitung, die in die Fußstapfen der Playstation Vita getreten sind, namentlich Switch, den Verkaufszahlen neuen Schwung verleihen könnten. Aber "autsch", da sieht es sogar noch düsterer aus... Man kann ihnen höchstens anrechnen dass die Zahlen "stabil" sind.



    Das sind die Release-Wochen. In den jeweiligen Folgewochen haben sie es gar nicht mehr in die Top 30 geschafft. Und selbst wenn man großzügig annehmen würde dass die Hälfte digitale Verkäufe waren, wären die Zahlen noch immer recht mau.


    Cold Steel 1 und 2 waren auf der Playstation Vita wirklich sehr erfolgreich, aber irgendwie konnte das nicht auf den nächstbesten Handheld übertragen werden. Trails-Fans scheinen zumindest in Japan kaum auf Nintendo-Plattformen unterwegs zu sein und auf Playstation nimmt die Zahl immer weiter ab.

  12. #192
    Das liegt ja auch daran, dass die Switch Version nicht zeitgleich mit dem aktuellem Titel released. Und Rereleases kommen in Japan selten gut weg.

    Es müsste das neueste Kiseki Spiel Zeitgleich eine Switch/PS4 Version raushauen, dann kann man sehen ob ein aufwärtstrend zu sehen ist.

    Das Problem ist aber auch, dass die Reihe mittlerweile auch zuviel Ballast mit sich rumträgt.

    Die Spiele müssten für sich stehen, ohne Cliffhanger. Einfach eine in sich abgeschlossene Handlung pro Spiel erstellen die in der Welt spielt.

  13. #193
    Da ich bisher noch nichts von der ganzen Reihe gespielt habe, das aber noch auf meiner Agenda steht, überspringe ich die Spoiler-Kästen konsequent.^^"
    Finde es aber sehr interessant und auch schade, dass die CS-Teile bei vielen so eine verhaltene Meinung hervorbringen, nachdem die vorherigen Spiele immer eine Art Geheimtipp/Must-Play waren (zumindest hatte ich stark den Eindruck).

  14. #194
    The Legend of Heroes

    ~ Trails Serien-Guide ~





    Zum Abschluss der Trails-Serie gibt es noch einen kleinen Tour Guide, der die einzelnen Spiele und ergänzende, für die Story relevante Medien in eine logische Reihenfolge bringt, so dass Neueinsteiger sich in dem Gewirr gleich zurechtfinden können.


    Zuerst die grobe Übersicht:

    Titel Medium
    Trails in the Sky FC Videospiel
    Trails in the Sky SC Videospiel
    Trails in the Sky the 3rd Videospiel
    Trails from Zero Pre-Story: Ring of Judgment Manga
    Trails from Zero Videospiel
    Trails to Azure Drama CD: Road to the Future [Transkript] Hörspiel
    Trails to Azure Videospiel
    Trails of Cold Steel Videospiel
    Trails of Cold Steel Drama CD: Returning Home [Transkript] Hörspiel
    Trails of Cold Steel 2 Videospiel
    Trails of Cold Steel 2 Drama CD: The Remote Town of Alster [Transkript] Hörspiel
    Trails of Cold Steel: Northern War [1] Anime
    Trails of Cold Steel 3 Videospiel
    Trails of Cold Steel 4 Videospiel
    3&9 [2] Novelle

    1. Ausstrahlung für 2023 geplant.
    2. Auch als Buch in Cold Steel 4 vorhanden, aber hier ist die Geschichte sogar bebildert.

    Info: Es gibt noch zahlreiche weitere Hörspiele, Novellen etc., aber viele davon haben keine Relevanz für die Handlung, erzählen nur kleinere Nebengeschichten (die teilweise dem Kanon widersprechen können) oder wurden noch nicht übersetzt.






    Und nachfolgend eine auf Kapitelebene heruntergebrochene Reihenfolge:
    (Ausgeblendet weil die Kapitelnummern/-bezeichnungen angegeben wurden, ansonsten keine weiteren Spoiler enthalten.)





    Geändert von Nayuta (28.05.2022 um 16:58 Uhr)

  15. #195
    Zitat Zitat von Ninja_Exit Beitrag anzeigen
    Die Spiele müssten für sich stehen, ohne Cliffhanger. Einfach eine in sich abgeschlossene Handlung pro Spiel erstellen die in der Welt spielt.
    Tun sie das nicht? Ich glaub, ich weiß schon auch, warum ich mit der Reihe überhaupt nix anfangen kann.
    Geändert von Kael (30.05.2022 um 18:28 Uhr)


    Aktuell: [#14] Mimana Iyar Chronicle, [#??] Darkest Dungeon


  16. #196
    Momentan hatte bis jetzt jedes Trails Spiel ein bestimmtes Muster.

    Sky 1: Einführung in die Welt, es passiert bis auf das Ende nichts aber du weißt viel über die Stadt und die Menschen drumherum. Das absurde Bewertungssystem erweckt das Schlimmste der Spieler und sorgt dafür dass man alle Stadtbewohner 10 Mal anspricht um ja den S-Rang zu bekommen. Die Bewohner erzählen aber im Grunde immer das Gleiche in abgewandelter Form.

    Sky 2: Diesmal passiert etwas aber die ganzen Orte aus Teil 1 werden bis auf wenige Ausnahmen gecycled. Es gibt eine Art Ende aber dennoch nimmt sich das Spiel es raus noch einige Sachen zu streuen die auf Fortsetzung setzen.

    Sky 3: Eine Art Übergangstitel für Zero und Ao, fast schon ein Dungeon Crawler aber die Handlung ist in Ordnung.

    Zero: Einführungschapter mit etwas dichterer Handlung, Cliffhanger Ending.

    Ao: Fortsetzung mit Überleitung zu Cold Steel.

    Steel 1: Einführungschapter was als großes Intro zählt, kann man auch Klassenfahrtssimulator nennen, am Ende bemerken die Entwickler, dass man vielleicht etwas Story streuen sollte:

    Steel 2: Story in Recycleten Gebieten von Teil 1. Handlung ist okay.

    Steel 3: Eine Art Reboot von Teil 1, also wieder Teil 1 Segmente.

    Steel 4: Der niemand darf sterben Abschluss. Endet dennoch nicht zufriedenstellend

    Hajimari: Der Übergangsteil für Kuro. Alles was Rang und Namen der Trails Serie ist dabei. Ziemlich unübersichtlich.

    Kuro 1: Der bisher beste "Einführungsteil", aber wenn wieder Recycling in Teil 2 stattfindet ist es ein Muster.

    Und die ganzen Teile könnte man auch als Arcs zählen. In One Piece Terms wäre Sky z.B Fishman Island, Ao/Zero Dressrosa, Steel Wano Kuni usw. xD
    Geändert von Ninja_Exit (30.05.2022 um 17:58 Uhr)

  17. #197
    @Nayuta, Jack und Ninja: Danke für die vielen Infos, das hilft schon sehr weiter. Eine Frage hätte ich noch: Wenn man nun sagt dass man CS nicht spielt, wären Zero und Ao denn als "letzte Teile" in irgendeiner Weise befriedigend, oder ist da einfach so viel offen und auf CS vorbereitet, dass das eher weniger zufriedenstellend wäre?
    Geändert von Sylverthas (30.05.2022 um 20:09 Uhr)
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 20xx): Tales of Zestiria; Tales of Arise; Omori; Scarlet Nexus; Ys VI; Code Vein; Landstalker; AI - Somnium Files; Zanki Zero


  18. #198
    Ich würde sogar sagen das Zero/Ao der Build Up Arc für Steel ist. Beide Teile sind gerade im politischen Segment sehr stark miteinander verpflechtet. Steel holt andauernt Referenzen aus dem vorherigen Arc.

    Vom Handlungsablauf her spielen die Teile teilweise sogar Parallel ab. (Cold Steel 1 zumindest, Teil 3 hat einen Timeskip)
    Geändert von Ninja_Exit (30.05.2022 um 20:10 Uhr)

  19. #199
    Zitat Zitat von Ninja_Exit
    Zero: Einführungschapter mit etwas dichterer Handlung, Cliffhanger Ending.
    Gerade Zero hat ausnahmsweise eigentlich mal ein recht rundes Ende, so dass das Spiel nach hinten heraus ganz gut für sich stehen kann. Es werden zwar Fragen offengelassen, aber einen Cliffhanger würde ich das Ende noch lange nicht nennen.
    Diesbezüglich machen sich eher Trails in the Sky FC (eigentlich abgeschlossen, aber ganz am Ende passiert noch einmal etwas) sowie ganz besonders Trails of Cold Steel 1 und 3 schuldig, die jeweils mitten in der Action abbrechen.


    Zitat Zitat von Sylverthas
    @Nayuta, Jack und Ninja: Danke für die vielen Infos, das hilft schon sehr weiter. Eine Frage hätte ich noch: Wenn man nun sagt dass man CS nicht spielt, wären Zero und Ao denn als "letzte Teile" in irgendeiner Weise befriedigend, oder ist da einfach so viel offen und auf CS vorbereitet, dass das eher weniger zufriedenstellend wäre?
    Wenn man Azure gespielt hat dann weiß man grob was in Cold Steel 1 und 2, zumindest auf höchster Ebene, passiert. Die unmittelbare Geschichte wird zwar abgeschlossen, in der Endsequenz wird aber noch einmal eine deutlichere Überleitung zu den Cold Steel-Teilen hergestellt. Im Grunde kannst du es dir so vorstellen wie der Übergang zwischen Sky 1 und 2, wo am Ende eben noch einmal bestimmte Dinge passieren die auf den nächsten Teil vorbereiten.
    Gleichzeitig wird aber auch mehr oder weniger klargemacht wie alles ausgehen wird, so dass man für sich selbst einen Abschluss finden kann.

    Wobei man in Zeiten von Youtube auch genügend Zusammenfassungen der Handlung findet, so dass man relativ schnell erfahren kann was denn passiert, auch ohne hunderte von Stunden in die Spiele zu versenken.

  20. #200
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    @Nayuta, Jack und Ninja: Danke für die vielen Infos, das hilft schon sehr weiter. Eine Frage hätte ich noch: Wenn man nun sagt dass man CS nicht spielt, wären Zero und Ao denn als "letzte Teile" in irgendeiner Weise befriedigend, oder ist da einfach so viel offen und auf CS vorbereitet, dass das eher weniger zufriedenstellend wäre?
    Für mich gilt bei der Serie „der Weg ist das Ziel“. Zum einen gipfelte sie im allerersten Teil (fight me), und zum anderen sind die emotionalen Höhepunkte zwar durchaus befriedigend, aber definieren das Spielerlebnis imo nicht allein. Wie in vielen Geschichten dieser Art ist der Aufbau imo auch oft interessanter als die eigentliche Auflösung. Die kann, wenn gut inszeniert, zwar auch mitreißend sein. Aber imo arbeiten die Shōnen-Tropes, die schon seit Trails SC relativ präsent sind, imo eher gegen das, was die Serie eigentlich sonst so gut macht. (Dass später noch LN-Tropes dazukommen, macht es selbstredend nicht besser, hrhr.) Selbst Hardcore-Fans der Serie sind ja mittlerweile oft der Meinung, dass Falcom mit gewissen Inszenierungen und Wendungen mittlerweile doch etwas übertreibt.

    Ich persönlich finde das ganze Mysterium um eine gigantische Evil Organization™ einfach nicht sonderlich interessant, weil relativ früh klar wird, dass das ganze Selbst-Hochgehype der schwer zu greifenden und allmächtigen Natur dieser Organisation in seiner Auflösung einfach nur enttäuschen kann – und diese Art der Inszenierung betreiben die Spiele schon ziemlich zu Beginn. Das mag anfangs noch cool sein, aber mit der x-ten Iteration sorgt es zumindest bei mir dann doch irgendwann für Augenrollen.

    Deshalb würde ich bei der Frage, ob es sich lohnt, die Serie zu spielen, den Schwerpunkt nicht zu sehr auf die Auflösung setzen.


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