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Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von La Cipolla Beitrag anzeigen
    Ja, ersterer war definitiv DLC-Bait! Aber die gute Art, weil es wirklich nicht notwendig war. Vielleicht zusammen mit einer Barnabas-Origin-Story?


    Bitte was ...? O_ô Das ist mal wieder ein absolutes Zeichen mangelnder Medienkompetenz des Internets. Die Reaktionen der anderen Figuren waren SOWAS von eindeutig ...

    Inzwischen würde ich euch aber recht geben, dass es hier nicht sooooo viel zu diskutieren gibt, weil das Spiel einfach eindeutiger ist als die meisten anderen Final Fantasys, gerade was seine Metaphysik angeht. Die "großen" älteren Teile sind da ja fast alle etwas ... speziell, während ich mir hier kaum ein 30-Seiten-Dokument mit wilden Theorien vorstellen kann.
    Grundlegend schiebe ich es trotzdem eher auf die zunehmend toten Foren.


    Zu Anabella:
    Ich mochte sie tatsächlich auch irgendwo als Charakter, und ihren Tod hätte man, wie einiges im Spiel, klarer inszenieren können, dann wäre die Diskussion, die ihr gerade habt, nicht nötig. (So verstehe ich definitiv beide Seiten!) That being said, sie ist auch einfach ein absolutes Sammelbecken aus üblen Frauenklischees, genau wie Benedikta. Und da gehört besagte Szene natürlich auch dazu. Intrigant? Fanatisch-verstörte Mutter? Hysterisch? WHY NOT ALL OF THOSE

    Aber wie im Review geschrieben, das Spiel WILL halt auch einfach nicht "Dark Fantasy" sein, zumindest nicht durchgängig oder nach den ersten drei Stunden. Clive mag am Ende Schuldgefühle haben, aber abgesehen von dem Snack mit seinem Bruder sehen wir nie so RICHTIG, dass seine Taten oder sein Zustand überhaupt irgendwelche negative Auswirkungen haben. Das ist einfach typisch Helden-Fantasy, und ein bisschen auch typisch Final Fantasy. Nur die wirklich besten Momente der Reihe gehen da ernsthaft tief rein, leider.
    Die Frags ist, wie sehr man etwas offensichtlich darstellen will, ohne es komplett stumpf, platt und offensichtlich rüberkommen zu lassen.
    Ich meine ansonsten ist es meiner Meinung (auch im Dialog) recht klar gewesen, auch die Reaktion der Brüder, wie in einigen Fällen von FF bleibt aber auch ein minimaler Raum für Interpretation.

    Ansonsten wüsste ich jetzt nicht, wo mir ein Charakter wie Anabella zuletzt in einem Spiel oder Film vorgekommen ist. Ich glaube alleine nach dem Prolog sieht man in vielen reactions/lets plays, dass viele mit ihrem ,,Werdegang" nicht gerechnet haben.

    Und auch Clive ist für mich bisher vielschichtiger mit Ecken und Kanten in seinem ,,Lebenslauf" als ein lachender Tidus, der einen typischen Anime Trope darstellt. Welches Handeln und negative Auswirkungen meinst du in Speziellen? Das ist mir leider gerade zu umschreibend ausgedrückt ^^

  2. #2
    Wie gesagt, es geht um Clives Schuldgefühle und schuldgetriebenen Zweifel, die das Spiel immer mal wieder als Charaktermoment benutzt. Das Problem ist dementsprechend gerade, dass sie über seinen Bruder hinausgehend keine allzu starke Basis haben, kein tatsächliches Handeln, zumindest nicht im "Show" ... im "Tell" und auf der gut gemeinten Interpretationsebene könnte man da einiges finden, aber so mutig, das tatsächlich darzustellen ist das Spiel dann eben doch nicht. Ich hätte bspw. gerne mehr Collateral Damage durch die Kaiju-Kämpfe gesehen, oder die brutalen Nebeneffekte, die so eine Revolution immer haben wird.
    Aber wie gesagt, das ist eine Genre-Frage. FFXVI ist halt entgegen der ersten Stunden keine "Dark Fantasy", sondern ganz klassisches Final Fantasy, mit Helden auf der guten Seite. Und das ist okay!

    Eben dieses Final Fantasy war auch noch nie eine Reihe für komplexe Hauptfiguren, aber auch das geht klar. FFXVI will dazu noch bodenständig sein, und in diesem Sinne reiht sich Clive hervorragend ein, mit der üblichen Tragik im Hintergrund und einer subtilen, aber durchaus präsenten Entwicklung, die thematisch zum restlichen Spiel passt. (Er befreit sich von seiner Fremdbestimmung durch Rache, Trauma etc.) Der Clive am Ende ist für mich aber konkurrenzlos der beste Clive, denn der "gruff Dude mit bösem Blick und tragischer Backstory" des zweiten Drittels ist definitiv eher der Final-Fantasy-Standardprotagonist als ein Tidus.

    Bei Figuren wie Anabella kann TV Tropes ein guter Start (!) sein, sofern die Frage ernst gemeint war.
    Ich finde das Frauenbild bei ihr, Benedikta und Jill aber ehrlich gesagt auch einfach PAAAAAINFULLY obvious. Im Nebencast entwickeln sich zumindest über die Spielzeit hinweg ein paar weniger stereotypische Figuren, aber die genannten kann man eigentlich alle auf ganz traditionelle Frauenklischees herunterbrechen.





    Nur am Rande zu Tidus.


    Mein zweites Spiel, jetzt auf Steam erhältlich! =D

  3. #3
    Zitat Zitat von BorisBeeb
    Ich finde es bezeichnend wie viel du in einem Satz automatisch hineininterpretierst:


    Zitat Zitat von BorisBeeb
    Zu glauben, dass ein Clive oder ein Joshua ihre eigene Mutter umbringen würden.
    Das habe ich nicht gesagt. Ich habe gesagt die Macher wollten es vermeiden die Protagonisten zu Muttermördern zu machen. Das kann auch auf dutzend anderen Wegen passieren, wenn z.B. der Bösewicht die Mutter in ein Monster verwandelt und die Protagonisten keine andere Wahl haben als zu kämpfen, weil "sie ist nicht mehr die Selbe ist" (was jetzt auch nicht so viel schlimmer ist, schätze ich mal. )

    Zitat Zitat von BorisBeeb
    Die Frags ist, wie sehr man etwas offensichtlich darstellen will, ohne es komplett stumpf, platt und offensichtlich rüberkommen zu lassen
    Mal davon ab, nur weil ich eine Szene weder glaubwürdig, noch überzeugend finde, heißt das nicht, dass ich sie nicht verstehe. Es kann auch einfach sein dass die Szene vielleicht wirklich nicht so gut ankam?

    Clives Mutter ist ein durch und durch egomanischer, soziopathischer, machiavellistischer, mustache-twirling Villain mit keinen redeeming qualities, selbst ihren Sohn "liebte" sie nur weil er ihr nützt. Für mich ist das der Inbegriff eines stumpfen, platten und offensichtlichen Charakters.
    So eine Person bringt sich nicht einfach so um. Weil sie glaubt Wahnvorstellungen zu erleiden.

    Für mich ist klar, die Macher mussten sie irgendwie noch schnell aus der Story rausschreiben und haben nach nen bequemen und einfachen Grund dafür gesucht.


    Zitat Zitat
    Ansonsten wüsste ich jetzt nicht, wo mir ein Charakter wie Anabella zuletzt in einem Spiel oder Film vorgekommen ist. Ich glaube alleine nach dem Prolog sieht man in vielen reactions/lets plays, dass viele mit ihrem ,,Werdegang" nicht gerechnet haben.
    Ich kann dir sagen wie ich Annabell nach der Demo eingeschätzt habe:

    Sie verkörpert den Archetypen von bitchigen Frauencharakteren die für einen größeren Bösewicht arbeiten oder von ihm manipuliert werden, ohne groß Charaktereigenschaften außer dass sie genau so die selbe Vision des Bösewichts verfolgen, sei es aus Fanatismus oder aus Liebe. Nur um dann am Ende von diesen fallen gelassen zu werden. Es gibt dutzende Beispiele dafür die man sicherlich bei TVTropes findet, sei es Harley Quinn aus Batman (vor der emanzipierten Version), Olga aus Asura's Wrath, dutzende Tales Of Bösewichtinnen und und und...
    Eines haben diese Figuren alle gemeinsam, sie werden noch vor dem eigentlichen Showdown unzeremoniell abgemurkst.

    Das letztliche Ergebnis ist nun wirklich nicht allzu weit entfernt davon. Ich denke mir die Vorstellung dass sie eine größere Rolle spielt, stammt eher aus Wunschdenken, dass man mal vielleicht etwas interessanteres mit so einer Figur anstellen könnte.
    (übrigens als subversives Beispiel würde ich hierbei mal Shego aus Kim Possible nennen, bei der es auch so wirkt als würde sie in Abhängigkeit zum Hauptbösewicht stehen, derlei Figuren sind auch heute noch sehr beliebt, irgendwie scheinen da westliche Studios nen besseren Dreh für zu haben)

    Zitat Zitat von BorisBeeb
    Und auch Clive ist für mich bisher vielschichtiger mit Ecken und Kanten in seinem ,,Lebenslauf" als ein lachender Tidus, der einen typischen Anime Trope darstellt.
    Für nen typischen Anime Trope Protagonisten scheint Tidus aber überraschend viel bei den Spielern verhasst zu sein für seine Art.

    Aber davon ab, wie ich bereits sagte, ich verstehe nicht wie das Schlechtmachen anderer Beispiele, irgendwie den aktuell diskutierten Gegenstand emporheben soll. Das ist für mich eher diese "ich ziehe lieber das ganze Niveau runter"-Strategie um zu vermeiden dem Gegenüber mal nen Punkt zu gönnen.
    Geändert von Klunky (29.07.2023 um 14:58 Uhr)

  4. #4
    Ich glaube, viele kapieren einfach nicht, WAS Tidus ist. Das sollte man mal bedenken. Er ist halt nicht echt. Oder viel mehr: schon verdammt lange tot. Wieso die Bestia "ihm" nun dieses Aussehen gaben, ist eh so ein Ding, das nicht wirklich erklärt wird, auch in X-2 ja nicht. Da läuft das ja eher unter Zufall. Sinnvoller wäre natürlich wenn er Shu-Yin wäre, oder meinetwegen ein Teil von ihm.

    X-2 hatte aber eh einige Problemchen, alleine schon: wie soll man denn auf die Idee kommen dass man Pfeifen muss und dann noch dass man GENAU DORT pfeift?!

    Und: Tidus ist mir deutlich lieber als Vaan. Oder auch Clive. Irgendwie ... Clive ist vom Charakter her 08/15, aber nichts besonderes. Er mag optisch der "geilste" Typ der Serie sein, der den Helden spielt, aber alles in einem: etwas wenig für einen gut erzählten Charakter.

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