Und was Clair Obscur z.B. nicht ist, ist ein Indie-Spiel.
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100 %.
Zitat von Klunky
aber ich habe dieses Jahr mindestens genau so gute Soundtracks gefunden, bzw die mir sogar noch besser gefallen.
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Nur aus persönlichem Interesse, weil ich immer gute Musik brauche: Welche?
Zitat von poetBlue
Ich glaube das die Wahl der Kategorien und eben diese straffe Fixierung auf "cineastische" Spiele auch aus einer Art ewigem Inferioritätskomplex heraus kommt.
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Kann diesem ganzen "Wir wären gern die Filmindustrie und möchten, dass Hollywood-sempai uns noticed" nur zustimmen.
Zitat von poetBlue
Wenn E33 Pech gehabt und ungefähr so viel Pull gehabt hätte wie ein Like A Dragon oder ein Dragons Dogma, dann wäre es nicht nominiert, auch wenn es dasselbe Spiel wäre.
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Zitat von poetBlue
Und das ist halt irgendwie traurig, dass das so ziemlich der einzige Grund ist, wieso Spiele nominiert werden.
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Nicht unwahr, aber beachte, was du selbst weißt und gesagt hast, die Game Awards sind eine Show-Sau, kein Qualitäts-Gremium.
Zitat von poetBlue
der Fakt ist, dass sie eben von den Meisten Leuten gespielt wurden. Ich weiß nicht, das finde ich halt einfach ein komisches Kriterium und ich finde es halt traurig, wie viele andere Indiespiele einfach halt deswegen ignoriert werden, obwohl sie genau so gut sind, nur weil sie nicht ähnliche Glück hatten ein riesiges Publikum um sich zu scharen.
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Ich finde, dass das in die Richtung einer sehr komplexen, medienwissenschaftlichen Frage geht, die unter anderem aufwirft, warum Spiele ignoriert werden, Hypes generieren, wo die Kausalität oder Koheränz zu ihrer Qualität liegt und inwiefern das als Kriterium für eine Awardshow gelten sollte. Alles Punkte, die ich jetzt hier nicht klären möchte, da ich die GOTY-Awards weder verteidigen noch irgendwie als mein Interessensgebiet hinstellen möchte. Eigentlich wollte ich nur Clair Obscur verteidigen, nicht, dass es das auch nur im Entferntesten nötig hätte
Ich denke Clair Obscur musst du gar nicht verteidigen, weil niemand die Qualität des Spiels abstreitet.
Wobei ich auch dazu sagen muss dass ich bisher nicht weit gespielt habe. (spiele das mit meinem Halbbruder und jeder steuert einen Charakter - das hat so lange funktioniert bis wir gemerkt haben, dass die maximale Partygröße 3 ist. D: )
Und ich sehe definitiv den Appeal des Spiels, auch wenn mir durchaus Zweifel kommen, wie lange dieser anhält. Ich habe in den Talk mit dir und Itaju reingehört und auch wenn wir völlig unterschiedliche Befindlichkeiten haben was Anspruch in Spielen betrifft, stimme ich dir zu dass dieser immernse Fokus auf das reaktive Kampfsystem gewisse Probleme hervorruft, der die taktische JRPG Komponente des Spiels untergräbt. Insbesondere die Parry-Mechanik erscheint mir zu viele Vorteile zu bieten, dass der Whiplash, zwischen nen Boss dessen Timing man auswendig gelernt hat und einem wo man vesucht die taktischen Möglichkeiten des Spiels auszuschöpfen, einfach zu groß ist.
Gleichzeitig sehe ich aber auch wie sich die komplette Balance durch die zahlreichen Pictos früher oder später aushebelt, da es einfach zu viele unregulierte Möglichkeiten gibt, was für dich sicherlich reizvoll ist, aber damit auch eine eigenartig inversive Schwierigkeitskurve erzeugt.
Zur Musik, ich fande die Gommage Szene am Anfang schön, aber nach meinem Empfinden etwas zu dick aufgetragen. Man wusste ohnehin was passieren wird und das emotionale Attachement ist da noch nicht hoch genug IMO, weil man die Figuren gerade erst kennen gelernt hat, besonders für die Leute, die sämtliche Gespräche ignorieren. Man kann zur Gommage quasi schon nach 5 Minuten. Das erwähne ich deshalb, weil ich das Spiel einem Freund gezeigt habe und da wollten wir nur schnell zum Punkt kommen. In Folge dessen hat er nicht so wirklich viel gefühlt bei der Szene.
Aber grundsätzlich bringt die Musik sehr gut die Tiefe dieser außerordentlich kreativen Prämisse des World-Buildings herüber.
Am Ende ist es auch immer eine Frage ob dieser Operetten Stil einem auch persönlich zusagt. Deswegen kann ich dir jetzt meine Lieblingssoundtracks zeigen, aber nicht garantieren, dass sie dir überhaupt gefallen, weil sie teilweise auch ganz andere Genres abdecken, mit Spielen die nen völlig anderen Ton besitzen. Ich finde es nur schwierig bei sowas subjektiven wie Musik zu glauben dass Clair Obscur alles aus dem Wasser geblasen hat. Am Ende haben es einfach die meisten gehört, weil es in aller Munde ist.
Man muss auch noch berücksichtigen, das ist nur das was ich zufällig kenne. Und ich habe sonst nicht viele moderne Spiele dieses Jahr gespielt.