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Thema: KOTT - All talk, no games - Part II

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Aber um nominiert zu werden, gibt es ja bereits ein reichhaltiges 100-köpfiges Komitee tief verwurzelt in der Branche die genau diese Vorauswahl treffen.
    Das ist eine interessante Sache, und ich glaube die hohe Zahl an Nominierenden hat genau den gegenteiligen Effekt von dem, was Du erwartest - nicht mehr Diversität, sondern weniger. Prinzipiell kann man sich das auch recht leicht überlegen: Je mehr Leute man befragt, umso eher driften die Mehrzahl der Nominierungen richtung der Titel, die dem Durchschnitts-Spieler am meisten gefallen haben. Das wird noch verstärkt dadurch, dass bei so vielen Leuten genug dabei sind, die gar nicht so viel spielen. Aber was sie gespielt haben werden sind die Titel, die hart gehyped werden. Das ist es, was ich damit meine, dass das Komittee selber einfach nur voller Normies ist.
    Siehe auch die Anime Awards, wo merkwürdigerweise in den letzten Jahren das Komittee immer größer und die Awards immer einseitiger werden.

    Vergleicht man das nun damit, hätte man ein Komittee aus wenigen Leuten, die dafür aber wirklich exzessive Kenntnisse haben, so kann man schnell erkennen, dass damit sicherlich auch ein paar der weniger mainstreamigen Titel eine Chance hätten. Klar, mit so einem Komittee wären E33 und co. auch für viel nominiert worden, aber es hätten auch einfach ein paar andere interessante Titel nominiert werden können. Denn das ist es einfach, was die Nominierungen sind: Stinklangweilig.
    Und man darf auch nicht den Effekt unterschätzen, den eine Nominierung eines nischigeren Titels bei so einer Show hätte (selbst, wenn er nicht gewinnt). Während die ganzen ohnehin schon gehypeten Titel dann halt noch mal nen kleinen Verkaufsspurt haben, aber die haben sich ja eh schon vorher wie geschnitten Brot verkauft.

    Zu den Kategorien, da hab ich Dir und BLUE wenig hinzuzufügen. Sie sind ebenfalls einfach nur langweilig. Ich vermute, dass diese Orientierung an cineastischen Kategorien zwei Gründe hat: Einmal kann man damit ein größeres Publikum ansprechen - unter den Kategorien von Filmen kann sich jeder was vorstellen, selbst wenn man nur einmal ein Mobile Game reinlegt. Was wissen die meisten denn, was tolles Gamedesign ist? Und zweitens, weil man versucht sich als die Oscars der Videospieleindustrie zu definieren.

  2. #2
    Nach welchen Maßstäben bewertet man denn, was zum Beispiel gute "art direction" ist? Ich kann den Gedanken, dass es einen unvoreingenommeneren Weg gibt, Spiele auszuzeichnen; dass es Spiele gibt, die es auf Grundlage besserer Maßstäbe mehr verdient hätten, ausgezeichnet zu werden, nicht nachvollziehen.

    @Yoraiko.
    Zitat Zitat
    In der ganzen Welt geht es nur ums Geld. Auch das allerkleinste, künstlerisch-hochwertigste Indiespiel muss - wenn es kommerziell ist - Geld verdienen und das einbeziehen.
    Das sehe ich auch so. Indie-Studios müssen genauso kapitalistisch denken. Und ich meine, die Kritik an den CEOs an den Spitzen der großen Studios ist natürlich berechtigt, welcher nette Menschen greift schon nach Macht, aber die ganzen Angestellten können nichts dafür. Die Leute sind wohl genauso mit Herzblut bei der Sache wie ein Indie-Entwickler, deswegen kann ich diesem ganzen "Indie vs. großes Studio" wenig abgewinnen.

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