Sorry, muss mich erstmal notdürfitg verbinden, einige der letzten paar Posts sind so edgy, dass ich mir beim Betreten des Threads direkt alles aufgeschnitten habe.
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Also edgey sein darfst nur du, oder wie? Sorry, falls das zu ad hominem sein sollte, aber du kommst doch regelmäßig in Threads und schreibst Kram wie "Pokémon Fans bekommen die Spiele, die sie verdienen!" als wärst du ein melodramatischer Teenie, und btw will ich klar stellen, dass es mich nicht stört. Aber wieso dürfen das andere nicht? Das sind irgendwie ziemliche Doppelstandards, sorry, und Doppelstandards sind genau das was mich nervt. Will hier aber keine persönlichen Tiraden aufmachen, nur mal etwas food for thought, dass man vielleicht selbst so sein sollte, wie man es von anderen gern lesen will. Und edgey scheint bei dir ja nicht der Fall zu sein.
Zitat von Yoraiko.
Ich bin leider, leider noch nicht dazu gekommen, das StandAlone-Astrobot zu spielen, aber das PS5-Konsolenspiel war eines der rundesten, spaßigsten und besten Platformer-Spiele, das ich seit langem gespielt habe. Wirklich in seiner Einfachheit und Positivität so erfrischend und exzellent. Und ich finde Fanservice sollte man nur dann negativ ankreiden, wenn es sonst nichts zu bieten hat.
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Das mag für dich stimmen, ich finde aber, dass es meilenweit bessere Plattformer gibt. Und in so gut wie jeder Kritik, Rezension, etc. wird erwähnt, wie sehr es zum Spiel beiträgt, dass es eben um die Charaktere geht.
Zitat von Yoraiko.
Das liest sich schon ein bisschen sehr nach Champagner, Chopin und Condescending - und nach einem ganz anderen Fokus, als er bei den GOTY erwartet werden sollte. Und ich weiß nicht, ob du das implizierst, aber einem Clair Obscur die künstlerischen Aspekte abzusprechen wäre auch schon ein ziiiiiiemlich wilder take. Auch hier die Frage: Welche Spiele hätten deiner Meinung nach besser reingepasst, etwa als Kunstwerke mit viel Anspruch und mehr Intellekt, als 90 % der Gaming-Community ihn haben?
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Tut mir sehr Leid, da missverstehst du mich sehr. Erstmal ist mir Champagner viel zu kapitalistisch dekadent und genau das ist auch mein Problem an den Game Awards: Es geht nur ums Geld. Weiterhin gefällt mir Clair Obscur sehr, ich mag es extrem gerne und wer sich mit meiner Person etwas mehr befasst, weiß, dass ich es viel weiter empfehle. Allerdings kann ich auch kritisch mit Sachen umgehen und weiß, dass nicht alles was ich gut finde, direkt das Beste auf der Welt ist und einen Award verdient hat. Und ja, ich finde, dass es sehr viel mehr Spiele gibt, die mit dem Spiel an sich mehr machen, dass für mich persönlich künstlerisch wertvoller ist. Mir fallen da Spiele wie Heartworm oder Post Trauma oder The Seance of Blake Manor ein, die ich persönlich auf mehrerlei Ebenen künstlerisch ansprechend finde, was über die Narrative und "Oh, das sieht alles so schön und einzigartig aus" hinaus geht. Wenn es bekannter sein muss, hat da auch Silent Hill f für mich einen größeren Eindruck hinter lassen. Das mag aber immer noch nicht mein Problem sein mit den Game Awards, denn am Ende ist das alles subjektiv und mir ist die Award Show eh mehr oder weniger egal, weil es eben nur um den "Great Equalizer" geht - der größte gemeinsame Nenner der Gamingcommunity, bei dem sich die meisten Spieler zusammen finden, was nicht gerade Call of Duty, Fifa oder irgendein MMO- oder Gacha-Slop ist. Es ist ein Mainstream Contest, ein Popularitätswettbewerb, mehr nicht. Mit Spielen, die nicht im Rampenlicht stehen, wird sich nicht befasst. Dass Blue Prince, Hades 2 und Silksong überhaupt dabei sind, ist nur dem geschuldet, dass diese Spiele sehr viral gingen. Sonst gebe es so gut wie keine Indies. Und ja, die Game Awards biedert sich dabei sehr der Filmindustrie und vor allem Hollywood an. Das Directing, die Performance und die Narrative sind anscheinend viel wichtiger als Gamedesign, Leveldesign und innovative Features, denn für die gibt es keine Preise, keine Kategorien, sie werden nicht mal wirklich als ehrbare Erwähnung genannt. Dementsprechend kann man die nicht wirklich von einem Filmaward abgrenzen, denn obwohl hier Spiele gekürt werden, sind Kategorien für Filme an der Tagesordnung. Und nein, gute Performances und gute Narrative in Spielen sind nicht unwichtig. Es ist nur einfach sehr bezeichnend, dass die Dinge, die in Spielen einzigartig sind und sie als Medium ausmachen und die Filme und Serien und Musik und Literatur, eben die interaktive Komponente, nicht haben und das nicht zu küren ist einfach... falsch. Das mag vielleicht sehr pretentiös klingen, es ist aber keineswegs Condescending gemeint. Wer die Game Awards mag und darin mehr sieht als eine Werbeveranstaltung: Mehr Power an dich! Das ist echt cool. Ich persönlich sehe es aber einfach nicht.
Und außerdem finde ich es extrem respektlos Clair Obscure gegenüber, dass hier ein Spiel, ein Setting, eine Erzählung gewählt wurde, die zutiefst französisch ist und auch diese Kultur in jeder Facette widerspiegelt, dann aber nicht die französischen Schauspieler für ihre Arbeit zu ehren, wenn diese noch sehr viel bessere Arbeit abgeliefert haben. Ziemlich respektlos kann ich nur so sagen. (Und nein, ich sage das nicht aus Neid oder Hass oder sonst einer negativen Emotion heraus, ich bin so großer Fan von Ben Starr, Andy Serkis, Devora Wilde und Jennifer English, dass ich zum Teil Spiele nur spiele, weil sie darin vorkommen.)
Das mag für dich stimmen, ich finde aber, dass es meilenweit bessere Plattformer gibt. Und in so gut wie jeder Kritik, Rezension, etc. wird erwähnt, wie sehr es zum Spiel beiträgt, dass es eben um die Charaktere geht.
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Tut es ja auch. Das ist smarter, passender Fanservice. Was sind die meilenweit besseren Plattformer 2025? Und wo ist das Problem darin anzuerkennen, dass ein wirklich verdammt guter, runder und grundsätzlich stimmig-fröhlicher Plattformer, der mal nicht von Nintendo kommt, so großen Zuspruch findet?
Zitat
und genau das ist auch mein Problem an den Game Awards: Es geht nur ums Geld.
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In der ganzen Welt geht es nur ums Geld. Auch das allerkleinste, künstlerisch-hochwertigste Indiespiel muss - wenn es kommerziell ist - Geld verdienen und das einbeziehen. Das Argument, dass es nur ums Geld geht fand ich schon immer sehr gegenstandslos vor allem in einem Medium, das sich auch darüber definiert - Verkäufe, Preispolitik, Verbreitung, Hype. Vor allem bei einem Esteem-Event wie dem GOTY.
Zitat
Allerdings kann ich auch kritisch mit Sachen umgehen und weiß, dass nicht alles was ich gut finde, direkt das Beste auf der Welt ist und einen Award verdient hat.
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Das hat ja auch niemand gesagt. Die Welt ist nicht Clair Obscur, Hell und Dunkel, es gibt auch Grau und ein Spiel kann auch 'nur' das beste/beliebteste/erfolgreichste Spiel eines Jahres sein. Was Clair Obscur ist. Machen wir uns nichts vor.
Zitat
Mir fallen da Spiele wie Heartworm oder Post Trauma oder The Seance of Blake Manor ein,
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Ich habe bisher leider noch von keinem davon gehört und sie kurz recherschiert. 2x Survival Horror und 1x Detective Mystery. Ja gut, hat es dann vielleicht etwas schwerer beim GOTY.
Silent Hill F interessiert mich sehr, soll aber wohl enorme Gameplay-Schwächen haben. u.a. deswegen werde ichs wohl nur als Playthrough sehen.
Zitat
Es ist ein Mainstream Contest, ein Popularitätswettbewerb, mehr nicht.
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Jepp.
Zitat
Dass Blue Prince, Hades 2 und Silksong überhaupt dabei sind, ist nur dem geschuldet, dass diese Spiele sehr viral gingen.
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Die sind viral gegangen, weil es gute Videospiele sind. Na gut, nicht alles was viral ist ist gut, diese drei Titel aber schon. Auch hier habe ich keinen davon gespielt, Hades 1 aber bis zur Erschöpfung und der Gameplayloop, die Charaktere und die Welt waren aber verdammt gut und in Hades 2 soll das alles noch weiter perfektioniert wurden sein. Ich habe Hollow Knight nie gespielt und selbst ich weiß, dass Silksong eines der meisterwarteten Videospiele jemals war. Und an Blue Prince habe ich genrebdingt 0 % Interesse, aber wirklich überall lobpreisen die Leute das und es ist der einzige Titel beim GOTY von dem ich gelesen habe, dass Leute das als ernsthafte Konkurrenz zu Clair Obscur sehen oder es teilweise sogar eher als Gewinner sehen, sogar im Clair Obscur-Reddit(!!!). Also scheinen alles mehr oder weniger extrem populäre, gute Spiele zu sein. Vielleicht bewegen du und ich uns einfach in anspruchsvolleren (Oder in meinem Fall desinteressierteren) Bubbles.
Was die Kategorien des Game Awards und die Missachtung der französischen Schauspieler angeht bin ich 100 % bei dir, vor allem bei Letzterem. Ich empfand die französische Sprachausgabe als nochmal etwas besser als die auch exzellente Englische. Aber auch hier: Das ist ein englischsprachiges Event, keinen hat das überrascht. Oh well.
Ich glaube das die Wahl der Kategorien und eben diese straffe Fixierung auf "cineastische" Spiele auch aus einer Art ewigem Inferioritätskomplex heraus kommt. Eigentlich sind die Zeiten von Videospielen als Nischenmedium und Hobby für Nerds längst vorbei, aber irgendwie wollen alle Industriellen unbedingt so sehr von außen ernst genommen werden, dass dadurch halt jegliche Einzigartigkeit des Mediums abgestreift wird, man will sich vollkommen Hollywood anbiedern für Verifikation von außen. Deshalb werden auch Gastauftritte von Filmstars so extrem häufig angepriesen. Als Jordan Peele vor ein paar Jahren da aufgetaucht ist, dachte ich mir "Ja, cool; aber irgendwie sehe ich mehr Filmbekanntheiten in dieser Show als solche aus der Gamingwelt." Ich mag Jordan Peele, aber ich verstehe halt einfach nicht, wieso der ewig lange auf der Bühne stehen darf und die Leute, die einen Award für das beste Indiespiel und das beste Debütindiespiel gewonnen haben, dürfen sich den Award nicht mal auf der Bühne abholen, sondern wurden nur zwischendurch mal als Gewinner angesagt, bevor der nächste Trailer angeschmissen wurde. Selbiges mit Matthew McConaughey oder anderen. Das ist halt einfach arm und da merkt man dass diese Awardshow halt reinste Augenwischerei ist. Ich will nicht sagen, dass Spiele wie E33 und andere Spiele, die ich mag und die in den letzten Jahren gewonnen haben, gar keinen künstlerischen Wert haben. Absolut nicht. Aber der künstlerische Wert oder etwas in der Art wird hier halt einfach nicht bemessen. Wenn E33 Pech gehabt und ungefähr so viel Pull gehabt hätte wie ein Like A Dragon oder ein Dragons Dogma, dann wäre es nicht nominiert, auch wenn es dasselbe Spiel wäre. Es wurde eben nur nominiert, weil es viral ging, weil jeder es gespielt und gehyped hat. Und das ist halt irgendwie traurig, dass das so ziemlich der einzige Grund ist, wieso Spiele nominiert werden.
Zitat von Yoraiko.
In der ganzen Welt geht es nur ums Geld. Auch das allerkleinste, künstlerisch-hochwertigste Indiespiel muss - wenn es kommerziell ist - Geld verdienen und das einbeziehen. Das Argument, dass es nur ums Geld geht fand ich schon immer sehr gegenstandslos vor allem in einem Medium, das sich auch darüber definiert - Verkäufe, Preispolitik, Verbreitung, Hype. Vor allem bei einem Esteem-Event wie dem GOTY.
Das hat ja auch niemand gesagt. Die Welt ist nicht Clair Obscur, Hell und Dunkel, es gibt auch Grau und ein Spiel kann auch 'nur' das beste/beliebteste/erfolgreichste Spiel eines Jahres sein. Was Clair Obscur ist. Machen wir uns nichts vor.
Ich habe bisher leider noch von keinem davon gehört und sie kurz recherschiert. 2x Survival Horror und 1x Detective Mystery. Ja gut, hat es dann vielleicht etwas schwerer beim GOTY.
Silent Hill F interessiert mich sehr, soll aber wohl enorme Gameplay-Schwächen haben. u.a. deswegen werde ichs wohl nur als Playthrough sehen.
Die sind viral gegangen, weil es gute Videospiele sind. Na gut, nicht alles was viral ist ist gut, diese drei Titel aber schon. Auch hier habe ich keinen davon gespielt, Hades 1 aber bis zur Erschöpfung und der Gameplayloop, die Charaktere und die Welt waren aber verdammt gut und in Hades 2 soll das alles noch weiter perfektioniert wurden sein. Ich habe Hollow Knight nie gespielt und selbst ich weiß,
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Das sind zwei Punkte, auf die ich sehr gerne eingehen will. Erstens: Es gibt ja noch meilenweit Unterschied zwischen "Es geht nur ums Geld" und "Es geht gar nicht mehr ums Geld". Das Kreative und damit auch Videospielmacher eben ihr Geld verdienen müssen ist klar, aber wie schon gesagt, man kann das Ganze deutlich weniger als extreme Kommerzshow aufbauen, wo tausend Mal Werbung für irgendwas gemacht wird. Denn die Leute, die sogar Awards an dem Abend gewinnen, bekommen zum Teil nicht mal ihren Platz in der Show und dürfen keine Danksagungen auf der Bühne machen oder sich gar nur den Award von der Bühne abholen, obwohl gerade den (Debüt) Indie Spieleentwicklern helfen würde, wenn sie da einen Platz bekommen würden. Stattdessen wird das zwischen den ganzen anderen Sachen nur mal eben angekündigt.
Zweitens: Ich habe sogar sowohl Blue Prince, Hades 2 und Silksong alle gespielt und ich mag sie alle sehr, dementsprechend geht es mir nicht um den Punkt, dass da schlechte oder "nur" mittelmäßige Spiele wären. Es ist einfach nur der Fakt, dass der einzige Faktor warum sie ausgewählt wurden aus dem ganzen See der Indies, der Fakt ist, dass sie eben von den Meisten Leuten gespielt wurden. Ich weiß nicht, das finde ich halt einfach ein komisches Kriterium und ich finde es halt traurig, wie viele andere Indiespiele einfach halt deswegen ignoriert werden, obwohl sie genau so gut sind, nur weil sie nicht ähnliche Glück hatten ein riesiges Publikum um sich zu scharen.
Ich stimme da definitiv Klunky zu. Der Games for Impact Award ist halt wirklich der einzige Award, der noch irgendwie was Eigenes macht. Ansonsten wirkt die Award Show halt so als würde jeder davon immer nur die Spiele spielen, die gerade einen Coverartikel in irgendeiner Spielezeitung haben und der Rest der Videospiellandschaft existiert gar nicht.
Beliebtheit ist der intersubjektivste aller Maßstäbe.
Spiele profitieren natürlich davon, wenn sie in aller Munde sind, aber gleichzeitig kann niemand sagen, ob das unbekannte Indiespiel mit mehr Werbung auch so beliebt gewesen wäre. Es ist ja nicht so, dass die Spieler keine eigene Meinung hätten und alles für gut halten, was andere ihnen vorsagen.
Und was Clair Obscur z.B. nicht ist, ist ein Indie-Spiel.
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100 %.
Zitat von Klunky
aber ich habe dieses Jahr mindestens genau so gute Soundtracks gefunden, bzw die mir sogar noch besser gefallen.
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Nur aus persönlichem Interesse, weil ich immer gute Musik brauche: Welche?
Zitat von poetBlue
Ich glaube das die Wahl der Kategorien und eben diese straffe Fixierung auf "cineastische" Spiele auch aus einer Art ewigem Inferioritätskomplex heraus kommt.
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Kann diesem ganzen "Wir wären gern die Filmindustrie und möchten, dass Hollywood-sempai uns noticed" nur zustimmen.
Zitat von poetBlue
Wenn E33 Pech gehabt und ungefähr so viel Pull gehabt hätte wie ein Like A Dragon oder ein Dragons Dogma, dann wäre es nicht nominiert, auch wenn es dasselbe Spiel wäre.
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Zitat von poetBlue
Und das ist halt irgendwie traurig, dass das so ziemlich der einzige Grund ist, wieso Spiele nominiert werden.
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Nicht unwahr, aber beachte, was du selbst weißt und gesagt hast, die Game Awards sind eine Show-Sau, kein Qualitäts-Gremium.
Zitat von poetBlue
der Fakt ist, dass sie eben von den Meisten Leuten gespielt wurden. Ich weiß nicht, das finde ich halt einfach ein komisches Kriterium und ich finde es halt traurig, wie viele andere Indiespiele einfach halt deswegen ignoriert werden, obwohl sie genau so gut sind, nur weil sie nicht ähnliche Glück hatten ein riesiges Publikum um sich zu scharen.
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Ich finde, dass das in die Richtung einer sehr komplexen, medienwissenschaftlichen Frage geht, die unter anderem aufwirft, warum Spiele ignoriert werden, Hypes generieren, wo die Kausalität oder Koheränz zu ihrer Qualität liegt und inwiefern das als Kriterium für eine Awardshow gelten sollte. Alles Punkte, die ich jetzt hier nicht klären möchte, da ich die GOTY-Awards weder verteidigen noch irgendwie als mein Interessensgebiet hinstellen möchte. Eigentlich wollte ich nur Clair Obscur verteidigen, nicht, dass es das auch nur im Entferntesten nötig hätte
Ich denke Clair Obscur musst du gar nicht verteidigen, weil niemand die Qualität des Spiels abstreitet.
Wobei ich auch dazu sagen muss dass ich bisher nicht weit gespielt habe. (spiele das mit meinem Halbbruder und jeder steuert einen Charakter - das hat so lange funktioniert bis wir gemerkt haben, dass die maximale Partygröße 3 ist. D: )
Und ich sehe definitiv den Appeal des Spiels, auch wenn mir durchaus Zweifel kommen, wie lange dieser anhält. Ich habe in den Talk mit dir und Itaju reingehört und auch wenn wir völlig unterschiedliche Befindlichkeiten haben was Anspruch in Spielen betrifft, stimme ich dir zu dass dieser immernse Fokus auf das reaktive Kampfsystem gewisse Probleme hervorruft, der die taktische JRPG Komponente des Spiels untergräbt. Insbesondere die Parry-Mechanik erscheint mir zu viele Vorteile zu bieten, dass der Whiplash, zwischen nen Boss dessen Timing man auswendig gelernt hat und einem wo man vesucht die taktischen Möglichkeiten des Spiels auszuschöpfen, einfach zu groß ist.
Gleichzeitig sehe ich aber auch wie sich die komplette Balance durch die zahlreichen Pictos früher oder später aushebelt, da es einfach zu viele unregulierte Möglichkeiten gibt, was für dich sicherlich reizvoll ist, aber damit auch eine eigenartig inversive Schwierigkeitskurve erzeugt.
Zur Musik, ich fande die Gommage Szene am Anfang schön, aber nach meinem Empfinden etwas zu dick aufgetragen. Man wusste ohnehin was passieren wird und das emotionale Attachement ist da noch nicht hoch genug IMO, weil man die Figuren gerade erst kennen gelernt hat, besonders für die Leute, die sämtliche Gespräche ignorieren. Man kann zur Gommage quasi schon nach 5 Minuten. Das erwähne ich deshalb, weil ich das Spiel einem Freund gezeigt habe und da wollten wir nur schnell zum Punkt kommen. In Folge dessen hat er nicht so wirklich viel gefühlt bei der Szene.
Aber grundsätzlich bringt die Musik sehr gut die Tiefe dieser außerordentlich kreativen Prämisse des World-Buildings herüber.
Am Ende ist es auch immer eine Frage ob dieser Operetten Stil einem auch persönlich zusagt. Deswegen kann ich dir jetzt meine Lieblingssoundtracks zeigen, aber nicht garantieren, dass sie dir überhaupt gefallen, weil sie teilweise auch ganz andere Genres abdecken, mit Spielen die nen völlig anderen Ton besitzen. Ich finde es nur schwierig bei sowas subjektiven wie Musik zu glauben dass Clair Obscur alles aus dem Wasser geblasen hat. Am Ende haben es einfach die meisten gehört, weil es in aller Munde ist.
Man muss auch noch berücksichtigen, das ist nur das was ich zufällig kenne. Und ich habe sonst nicht viele moderne Spiele dieses Jahr gespielt.