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Deus
@Sylverthas
Ich fürchte mich grundsätzlich nur vor realen Dingen. Davon mal abgesehen: Wenn ich einer Figur in einem Film oder einer Filmszene nur zuschauen kann, dann hat das schon eine gewisse Stimmung, da fiebere ich mit, aber sobald ich die Kontrolle über die Figur hab, egal ob sie kämpfen kann oder nicht, ist sie nur noch eine Spielfigur. Ein Horrorspiel mit einem schwachen Kampfsystem ist nur im übertragenen Sinne gruseliger, ich hab da jedenfalls nie einen Unterschied bemerkt.
Damals hat es mich nicht gestört. Mich hat auch die Steuerung von The Last Ninja in meiner Kindheit nicht gestört, heute sage ich, dass sie schrecklich ist. Ich kannte es nicht besser. Als Silent Hill 2 rauskam, hatte ich zum Vergleichen nur die Resident Evils und deren Kampfgameplay war auch nicht das Gelbe vom Ei. Bis Resident Evil 4 kam. Es ist ja möglich, ein Actionkampfsystem so zu gestalten, dass es nicht zu temporeich ist, sondern taktische Entscheidungen erfordert. Es kann ruhig behäbig sein, so wie bei Dark Souls 1 (schwer muss es natürlich nicht sein).
Ich halte zwar nichts davon, etwas als überbewertet zu bezeichnen, aber ich stimme Yoraiko zumindest in der Hinsicht zu, dass gerade Silent Hill 2 schon einiges von seinem Reiz verloren hat. Es stach damals hervor, weil es soweit ich weiß das erste Horrorspiel mit psychischem Horror gewesen ist. Ich mag nach wie vor die Bildsprache der Reihe, obwohl ich die von The Evil Within besser finde. Die Handlung von Teil 2 bis 4 (1 hab ich nie gespielt) halte ich aber für bestenfalls mittelmäßig. Der eine Twist von Teil 2 macht die Handlung nicht gut, es wird ja im Spiel kaum etwas erzählt, James trifft ein paar Personen und wechselt ein paar Worte, so wie bei Resident Evil und vielen anderen Horrorspielen auch, das passt alles auf einen Bierdeckel. Die Szenen sind auch nicht so gut inszeniert, das gelingt Downpour (das beste Silent Hill, das ich kenne) besser oder Homecoming, das ich nie gespielt, sondern nur auf Youtube angeschaut hab. Teil 3 und 4 sind handlungstechnisch genauso dünn, wobei ich den dritten Teil wohl alleine wegen Heather in der Hinsicht auch besser als 2 und 4 finde. Im Vergleich mit einem Mörder und einer nahezu persönlichkeitslosen Figur hat sie natürlich die Oberhand. Spielerisch nehmen sich die Spiele nicht viel.
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