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Thema: KOTT - All talk, no games - Part II

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Monster Hunter Wilds ist ja auch auf einem völlig anderen Bekanntheitsgrad wie Dragon Age. Monster Hunter ist in Japan und mittlerweile auch im US-Raum seit Worlds ein Straßenfeger. Die Zugkraft hatte Bioware noch nie, selbst zu besten Zeiten nicht.

    Hier hat keiner 10 Millionen+ Sales erwartet oder ein neues Baldurs Gate 3.

    Aber für ein Statement nach Anthem und ME A ala " Wir könnens noch!" ist das mehr als in Ordnung.

    1-2 Millionen LTS wird Dragon Age aber hinbekommen

    Geändert von Ninja_Exit (02.11.2024 um 07:21 Uhr)

  2. #2
    Gestern angefangen und mir einen Qunari erstellt.
    Muss den aber noch ein wenig überarbeiten, denn irgendwie passt der Bart nicht mit der hohen Stirn zusammen. Vielleicht andere Hörner?

    Bin jetzt knappe vier Stunden drin und besonders der Anfang hat mir richtig gut gefallen.
    Wenn dann am Anfang in Minrathous ein auf „Big Brother is watching you“ gemacht wird und es überall knallt und donnert =
    Jetzt wird es etwas ruhiger und der Arlathan-Wald ist ein schöner Einstieg, um langsam an die Mechaniken herangeführt zu werden.
    Dazu keinerlei technische Probleme (meine größte Sorge) und die Grafik ist echt ein Hingucker.
    Ja, die Charaktere sehen oft recht weich oder hübsch aus und Origins ist in der Hinsicht härter, aber die Umgebung kann sich wirklich sehen lassen.
    Dialoge sind okay und auch hier wieder, verglichen mit Origins oder anderen Vertretern, kein übliches WRPG.
    Aber muss das so sein?
    Die ersten Stunden haben mir zumindest besser gefallen als erwartet.

    So, ich werde jetzt den Bürgermeister befreien.

    P.S.: Habe die Sprachausgabe aber auf Englisch gestellt.
    Deutsch klingt zwar gut, doch auf Englisch liegt mehr Herzblut in den Stimmen.

    Geändert von Ὀρφεύς (02.11.2024 um 11:20 Uhr)

  3. #3
    Zitat Zitat von Ninja_Exit Beitrag anzeigen
    Monster Hunter Wilds ist ja auch auf einem völlig anderen Bekanntheitsgrad wie Dragon Age. Monster Hunter ist in Japan und mittlerweile auch im US-Raum seit Worlds ein Straßenfeger. Die Zugkraft hatte Bioware noch nie, selbst zu besten Zeiten nicht.

    Hier hat keiner 10 Millionen+ Sales erwartet oder ein neues Baldurs Gate 3.

    Aber für ein Statement nach Anthem und ME A ala " Wir könnens noch!" ist das mehr als in Ordnung.

    1-2 Millionen LTS wird Dragon Age aber hinbekommen
    Ich glaube selbst bei den LTS sind sich viele nicht bewusst, dass Dragon Age nie in den oberen Spitzenklassen der Spiele mitgespielt hat. Oder einige belügen sich selbst, weil halt bei Origins die Nostalgiebrille viel wirkt. Am meisten verkauft hat sich Inquisition, das liegt bei 12 Millionen Life Time Sales. Origins und 2 liegen jeweils bei ca. 3-4 Millionen.

  4. #4
    Ich finde es faszinierend, wie sich der Streit um das Spiel gerade verlagert. Die eine Seite will beweisen, dass das Spiel sich schlecht verkauft und die andere, dass es ein Hit ist. Auch die Bewertungen der Spieler sind ambivalent. Die einen sprechen von review bombing, die anderen davon, dass Fake-Accounts Höchstwertungen vergeben. Ich weiß nicht, wer recht hat. Ein Argument finde ich aber nachvollziehbar, nämlich dass es sich um ein Triple-A-Spiel handelt, dessen Entwicklung ja über 100 Millionen Euro oder Dollar gekostet haben soll. Da ist es schon nicht abwegig, dass Spiel mit anderen Triple-A-Titeln zu vergleichen.

    Ich selbst bin bei dem Thema übrigens vergleichsweise neutral, weil ich keinen Teil von Dragon Age kenne. Einige Standpunkte der Kritiker verstehe ich trotzdem, das Video von Fextralife (zeigt Spielszenen, die sicherlich Spoiler enthalten) finde ich zum Beispiel überzeugend. Der Reviewer vergleicht das Spiel mit Marvel-Filmen, die für mich vieles von dem widerspiegeln, was mir an der modernen amerikanischen Unterhaltung nicht gefällt. Sie sind zwar sicher unterhaltsam, Popcorn-Kino, aber sie hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Die Marvel-Formel (genauso wie die Disney-Formel) hinterlässt höchstens so einen faden Nachgeschmack. Also wenn das Spiel wirklich so ist, dann kann ich die Kritik nachvollziehen, vor allem, weil ja gesagt wird, dass das erste Dragon Age Dark Fantasy gewesen sein soll.

  5. #5
    Ich denke das Problem ist mit welchen Triple A Produkten man es vergleichen will, denn nicht jedes AAA Spiel funktioniert gleich. Baldurs Gate 3 beispielsweise war ein "once in a lifetime" Ding, an dem eine riesige Marke dran hängt, welche seit Jahren kein gutes Videospiel bekommen hat. Dazu hatte das Spiel den Vorteil, dass es auf SoMe sehr viral gegangen ist, sehr viel Streamer, die sonst nur Shooter oder Multiplayer Spiele spielen, haben es gespielt und ihrem Publikum schmackhaft gemacht. Dungeons & Dragons ist ein riesiges Ding außerhalb von Videospielen, weshalb auch sicher viele Leute, die nicht viel Zeit mit Videospielen verbringen, ins Spiel rein geschaut haben und es gab sehr viel Crosspromo, das Spiel wurde nämlich auch in anderen D&D Produkten beworben. Dragon Age ist primär ein Videospiel. Außerhalb von Videospielen wird der Name vielen nichts sagen. Und da sehr viele das Spiel eben mit Dragon Age Origins vergleichen wollen oder zeigen wollen, dass es ja "nicht mehr so wie damals" ist, habe ich diese Sales herangebracht und glaube, dass es produktiver ist, ein realistischeres Maß zu nutzen als "oh, vergleicht es mal mit den GOTY Contendern der letzten Jahre!", wenn selbst die Leute, die es mögen, klar sagen, dass es mit der oberen Riege an Videospielen natürlich nicht mithalten kann. Ich mag es, mir macht es Spaß, trotzdem ist es weit weg davon mein GOTY zu sein und auch nicht jedes Spiel muss das sein.

    Am Ende haben wir keinen Einblick in EAs und BioWares Buchhaltung und können nur spekulieren, was für sie ein finanzieller Erfolg ist. Bessere Verkäufe als vergangene Titel? Bessere Verkäufe und Kritiken als Mass Effect Andromeda? Und viel von dem Geld, ist ja leider die Leitung runter gespült worden, von CEOs und Shareholdern, weil die Entwicklung des Spiels ja in der Hälfte einmal komplett neu gestartet werden musste, weil sie vor dem Anthem Flop noch der Meinung waren, dass das Spiel unbedingt ein Servicegame werden muss und das hat sich dann doch nochmal geändert. Leider hat nicht jede Firma gute CEOs und Projektplaner, die das gut hinkriegen zu kommunizieren, wie das Spiel am Ende aussehen soll.

    Ich kann am Ende nur sagen: Ich finde dieses "Die eine Seite macht dies, die andere das" ziemlich lächerlich finde und mir einfach nur denke, dass man das Spiel nicht kaufen soll, wenn man an Szenen online schon sehen kann, dass man daran keinen Spaß hätte. Aber ich glaube das zehnmal online zu posten, wie sehr man das Writing nicht mag und wie sehr man das Spiel nicht spielen möchte, ist für jeden irgendwie nicht so ganz produktiv und konstruktiv.

  6. #6
    Für Außenstehende ist es nicht produktiv und konstruktiv. ^^ Ich denke, so gut wie jeder hat das schon mal gemacht, weil es uns manchmal schwer fällt, Meinungen zu tolerieren, die von unserer deutlich abweichen, besonders dann, wenn es auch noch um die "Gerechte Sache" geht. Aber aktuell wird der Bogen leider deutlich überspannt, sowohl von den DEI-Gegnern als auch von dessen Vorkämpfern.

    Veilguard wird nicht nur mit solchen Ausnahmen wie Baldur's Gate 3 verglichen, sondern z. B. auch mit Dragon's Dogma 2 oder Black Myth. Dragon's Dogma, das mir übrigens sehr gut gefällt, hab ich eigentlich immer eher für ein vergleichsweise unbekanntes Spiel gehalten und Black Myth ist auch wieder eine neue Marke. So gesehen finde ich den Standpunkt nachvollziehbar, dass Veilguard eigentlich mehr Spieler anziehen sollte als die beiden.

  7. #7
    Dankenswerterweise muss das Proklamieren der eigenen Meinung nicht daran gekoppelt sein, ob es für irgendwelche Dritte sinnhaft ist. Im Rahmen der Meinungsfreiheit und des (noch) offenen Diskurses im Internet zu Unterhaltungsmedien kann jeder seine eigene Meinung so oft zum Besten geben, wie es ihm/ihr beliebt und die Sinnhaftigkeit dahinter muss man nur vor sich selbst verantworten. Ich würde es mir zumindest nicht anmaßen, das irgendwem aufoktroyieren zu wollen, in welcher Frequenz man seine Meinung kundtun sollte. Vllt. sollten wir uns da alle nochmal vorsichtig reflektieren.

    Geändert von N_snake (04.11.2024 um 18:38 Uhr)

  8. #8
    Ja, und zum Glück heißt freie Meinungsäußerung auch, dass jeder sagen kann, wenn man das Gegenüber nervig findet, weil es zum x-ten Mal dasselbe sagt.

  9. #9
    Zitat Zitat
    Dankenswerterweise muss das Proklamieren der eigenen Meinung nicht daran gekoppelt sein, ob es für irgendwelche Dritte sinnhaft ist.
    Es war ja auch nie die Rede davon, dass man Leuten den Mund verbieten will, aber man kann dieses Verhalten als enervierend erachten und kritisieren. Würde etwa jedes Mal, wenn ich Yoko Shimomura erwähne, irgendjemand um die Ecke kommen und mir sagen, wie schrecklich er sie findet, würde ich der Person auf jeden Fall mitteilen, dass ich sie auch beim ersten Mal verstanden habe.

  10. #10
    Etwas für sich persönlich als nervig zu identifizieren und die Aussage, dass etwas für "jeden" nicht ganz so produktiv und konstruktiv ist, sind zwei völlig verschiedene paar Schuhe

    Wo wir uns aber alle einig sind: Jeder kann seine Meinung so oft wiederkauen, wie es beliebt und jemand anderes kann genau so die Frequenz dessen als nervig erachten und das so kommunizieren. Ein Dritter kann wiederum das ewige und redundante Echauffieren darüber erwähnen und es als penetrant erachten. Lässt sich ewig fortführen.

    Geändert von N_snake (04.11.2024 um 20:50 Uhr)

  11. #11

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Genau und daher lasst es mal gut sein.

  12. #12
    Ich wollte darauf hinaus, dass der Kampf gegen das, was sie nicht mögen, für die Beteiligten schon eine sinnvolle und notwendige Beschäftigung ist. Und ich verstehe das ein Stück weit, das hat jeder von uns schon mal gemacht.

    Wenn es nach mir ginge, sollte noch viel mehr über einige der Fragen, die in den letzten Tagen aufgekommen sind, diskutiert werden. Der Zustand der Videospielindustrie bzw. -szene ist ja ein wichtiges Thema. Aber dazu gehört natürlich die Bereitschaft, sich die Standpunkte der Gegenseite zumindest mit einer gewissen Ruhe anzuhören, und wenn ich mir die ganzen Videos zum Thema oder auch Artikel der Spielepresse anschaue, habe ich das Gefühl, dass es schon daran scheitern wird. Da ist schon ein ziemlich großer Keil, wobei sich darüber streiten lässt, ob er nur eine laute Minderheit abspaltet, wie eine Redakteurin des Spiegels vor kurzem behauptet hat (der es entgangen ist, dass es nicht nur um DEI geht).

  13. #13

    Badass Freakin' Administrator
    stars_admin
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Wenn es nach mir ginge, sollte noch viel mehr über einige der Fragen, die in den letzten Tagen aufgekommen sind, diskutiert werden. Der Zustand der Videospielindustrie bzw. -szene ist ja ein wichtiges Thema.
    Das ist ein sehr guter Vorschlag und würde ich verdammt interessant finden. Da muss ich mir die Tage mal etwas Zeit nehmen, da mir da schon einige Dinge im Kopf rumschwirren.

  14. #14
    Zitat Zitat von Kelven Beitrag anzeigen
    Ich wollte darauf hinaus, dass der Kampf gegen das, was sie nicht mögen, für die Beteiligten schon eine sinnvolle und notwendige Beschäftigung ist.
    Ich meine... "sinnvoll" ist ja relativ, ne?

    Bei allgemeinen Internetdiskussionen muss man davon ausgehen, dass sie zur Hälfte aus Trollen, zu nem Drittel aus Leuten, die einfach nur um jeden Preis Diskussionen gewinnen wollen und vielleicht zu nem Sechstel aus ernsthaften Beiträgen besteht. Und jede der Gruppen sieht das sicher als sinnvoll an, was sie da tut

    Das gilt umso mehr, wenn es Diskussionen betrifft, bei denen Leute aus 4chan zu nem Teil mitmischen. Worauf man bei Gaming Debatten aber sowas von wetten kann *g*

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