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  1. #61
    Trials of Mana (SNES)


    Vor Erscheinen der PS4-Neuauflage wollte ich das alte Trials of Mana spielen, in der Japano-Version und dachte erst, mein Asbach-Modul wäre hinüber. Ähem. Diese Mana-Spiele gehören nicht gerade zu denen, die ich sonst spielen würde, lediglich Legends of Mana fand ich unterhaltsam, Secret dagegen alles andere als gut. Ich fand aber, dass das neue Trials of Mana recht gut aussah (Spoiler: Ich habe es immer noch nicht durch, weil ich keine Lust mehr darauf hatte).

    Zu Beginn des Spiels habe ich die Amazone gewählt und fand die Anfangs-Sequenz mit ihr ganz nett, dann stand ich erstmal im Wald: Wohin nun? Nachdem das geklärt war, wurde mir leider schnell klar, dass man von diesem Spiel weder eine interessante Geschichte noch interessante Charaktere erwarten kann, was ich aber, in Anbetracht seines Alters, noch verschmerzbar fand.

    Stärker gestört hat mich, dass das Kampfsystem Müll ist. Es ist steif, umständlich und macht schlichtweg keinen Spaß. Hinterher habe ich dann auch noch ein Problem damit bekommen, dass ich Endgegnern kaum noch Schaden zufügen konnte, obwohl normale Gegner kein Problem waren – das hatte ich schon bei Secret of Mana und fand es komplett unterirdisch. Ich bin dann irgendwie durchgekommen, fand die letzten Stunden aber einfach nur noch schlimm.

    Dabei hat das Spiel an sich Aspekte, die einen guten Eindruck machen: Die Welt sieht gut aus und bietet vielfältige Gebiete, also quasi das, was man in einem guten RPG haben will. Ich frage mich ja, wie das hier mit einem soliden, rundenbasierten Kampfsystem ausgesehen hätte. Action-Systeme haben früher offensichtlich nur wenige Entwickler gut hinbekommen.

    Hinterher muss man auch noch mehrere Orte durchlatschen, in denen man schon war, um dort nochmal etwas zu erledigen und dann gibt es zig Endgegner hintereinander (da fing langsam das mit dem laschen Schaden an). Musikalisch tut sich hier außerdem auch nicht viel.

    Na ja, kann man sich das vor dem Spielen der Neuauflage mal antun? Vielleicht als Liebhaber und wenn man darüber hinwegsehen kann, dass dieses Spiel sehr schlecht gealtert ist (wobei das Kampfsystem noch nie gut gewesen sein kann). Außerdem scheint die neue Version ja auch nicht der Oberhammer zu sein.

    Spielzeit: ca. 12 Std.
    Insgesamt: 4/10
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  2. #62
    Gespielt nicht, aber bisher nur Gutes von gehört. Dachte bis gerade, es wäre so eine Mini-VN mit 3-5 Stunden oder so, aber es scheint ja richtig umfangreich zu sein. Behalte ich auf jeden Fall mal im Hinterkopf, Prämisse klingt interessant (ich mag das Setting) und der Artstyle gefällt mir auch.


  3. #63
    Es ist relativ lang, wahrscheinlich ca. 25-30 Std. und nichts davon fühlt sich gestreckt o.ä. an. Ich fand es jetzt nicht so gut wie Fata Morgana (es ist aber vor allem anders), aber definitiv empfehlenswert.
    Geändert von Winyett Grayanus (21.11.2020 um 19:41 Uhr)
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  4. #64
    New Sakura Wars (PS4)

    Ich habe vor einigen Jahren mal den Wii-Ableger (der ursprünglich ein PS2-Ableger war) dieser Reihe gespielt, was eher mit Zufall als mit wirklichem Interesse zu tun hatte. Ich war dann ziemlich überrascht davon, wie sehr mir das Spiel gefällt, weil es einigerseits ein spaßiges Spielprinzip hat, andererseits auf seine leicht kitschig-quietschige Art echt unterhaltsam ist.

    New Sakura Wars machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck, dass es sieht gut aus und Dialoge funktionieren so wie in den Vorgängern, nämlich indem man an bestimmten Stellen mit leichtem Zeitdruck Antworten auswählen kann. Die Handlung bezieht sich irgendwie stark auf das erste Sakurs Wars (denke ich mal), aber das stört nicht und ich habe lediglich gedacht, dass ich das vielleicht mal spielen könnte. Die Charaktere sind – wie gewohnt – klischeehaft und in unterschiedlichen Maßen erträglich. Sakura fand ich z.B. absolut unansprechend und an Anastasia hat mich das sexistische Charakterdesign gestört. Die Charaktere funktionieren alle aber irgendwie und tragen die Handlung ganz gut mit, die hinterher sogar recht spannend und spaßig wird. Vor allem dieses episodische Format fand ich dabei nett. Leider gibt es aber wieder ekelhaftesten Sexismus.

    Das Kampfsystem wiederum hat mich zuerst dazu gebracht, das Spiel nach kurzer Zeit wieder auszumachen. Es ist keine Rundenstrategie mehr, sondern ein Action-KS, das so gut wie keine Rollenspielelemente ausweist. Es gibt keine Level, sondern man wird stärker, indem man seine Beziehung zu den anderen Charakteren stärkt (war vorher aber auch so, glaube ich) und die Kämpfe erinnern nun eher an Dynasty Warriors als an Sakura Wars. Man schnetzelt sich durch mehr oder weniger interessant aussehende Korridore durch Massen an Gegnern und zwischendurch muss man auch mal springen oder Wände hochlaufen … Anspruch? Wenig. Im späteren Spielverlauf wird es etwas besser, was vielleicht auch daran liegt, dass die Dungeons leichter werden und man sie schneller durch hat und evtl. daran, dass sie minimal vielfältiger werden und man mehr Charaktere zur Auswahl hat. Den letzten Dungeon/Endkampf fand ich dann wieder besser, wünsche mir aber die übliche Rundenstrategie zurück, denn es gibt schon zuviele Spiele, in denen man nur noch auf Controllerknöpfe eindreschen muss. Vereinfachung liegt ja leider sehr im Trend. Na ja, mal gucken: Bei Valkyria hat Sega ja auch verstanden, dass die Entwicklungen in Azure Revolution Schwachsinn waren.

    Insgesamt fand ich das hier trotzdem unterhaltsam, weil das Spiel als Gesamtkonzept recht sympathisch wirkt und auch Spaß macht, aber mit richtig guten Kämpfen hätte es richtig toll werden können.

    Spielzeit: ca. 16 Std.
    Insgesamt: 7/10
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  5. #65
    Utawarerumono – Prelude to the Fallen (PS4)


    Ich mag die RPGs von Aquaplus, wie sie heute sind, also mit guten, Taktik-Kampfsystem und ohne den Hentai-Schrott on früher (das ursprüngliche Tears to Tiara war schon irgendwie gruselig). Prelude to the Fallen ist eine Neuauflage des ersten Utawarerumono, das zuerst für die PS2 erschienen war. Das PS2-Original hatte, soweit ich weiß (habe es hier liegen, aber nie gespielt), keine Hentai-Elemente und müsste sich ungefähr so ähnlich spielen.

    Der zuerst in Europa erschienene Zweiteiler hatte mir schon gut gefallen, allerdings fand ich gerade im ersten Spiel, dass manches sehr in die Länge gezogen und teilweise durch schwachsinnige Szenen gestreckt wurde, die dann auch Sexismus, Brust-Witze usw. enthielten, also pubertären Schwachsinn erdacht von vermeintlich erwachsenen Männern (vor allem). Dieser Titel hier löst es besser, denn die gesamte Geschichte wird innerhalb eines einzigen Spiels erzählt, was die Geschichte strafft und spannender sowie ereignisreicher macht. Es gibt leider immer noch Szenen, die die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten, aber als Ost-RPG-Spieler kennt man das ja leider. Die Geschichte ist ansonsten aber gut und wird toll erzählt und die Charaktere haben Persönlichkeit, wachsen einem im Verlauf des Spiels ein wenig ans Herz. Leider ist es wieder so, dass die weiblichen Charaktere wieder se~hr damit beschäftigt sind, den Hauptcharakter toll zu finden.
    Thematisch spielt dieser Ableger vor den im Westen zuerst veröffentlichten Spielen, in denen, soweit ich mich erinnere, auch zwischendurch Bezug hierauf genommen wird. Ich fand es zuerst etwas schräg, dass die Protagonisten der Spiele sich so sehr ähneln, bis ich mich dann an Hinweise aus den „Nachfolgern“ erinnert habe.

    Na ja, was soll ich sagen … ich mochte das hier noch mehr als die anderen beiden Spiele, denn es ist noch etwas spannender (wobei die anderen Spiele eben ach toll sind) und macht all das richtig, was die anderen beiden Spiele auch schon richtig gemacht haben. Ich mag die sympathischen Charaktere, die Musik, die weiterhin hörenswert ist und die Kämpfe machen großen Spaß, ohne zu komplex zu sein.

    Ein neues Utawarerumono oder – noch besser, wenn man mich fragt, denn der zweite Teil war epischer – Tears to Tiara würde ich auf jeden Fall spielen, ebenso wie sonstige Spiele, die, sagen wir mal, den Geist dieser Reihen weitertragen. Zumindest was Utawarerumono angeht, sieht es wohl recht gut aus.

    Spielzeit: 24 Std.
    Insgesamt: 9/10
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  6. #66
    Atelier Ryza (PS4)


    Die letzten Atelier-Spiele haben mir nicht gut gefallen; konkret waren Sophie, Lydie & Suelle und Lulua (das wusste ich noch nicht, als ich das hier gespielt habe, habe es aber vermutet) alles andere als gut und Firis großer Mist. Atelier Ryza sah ja etwas frischer aus, weshalb ich dem Spiel nochmal eine Chance geben wollte, was ich, als ich gesehen habe, dass das Kampfsystem nun deutlich actionorientierter geworden ist, fast bereut habe. Letztendlich wurde ich aber sehr positiv überrascht.

    Ryza wirkt deutlich frischer als die letzten Spiele aus der Reihe, die verstaubt, langweilig und beinahe immer dasselbe waren, bei denen man zudem immer mehr Rückschritte zu Teilen wie Shallie bemerkte. Ich hatte die Reihe eigentlich schon mehr oder weniger abgeschrieben, ein wenig wie Tales of und Final Fantasy.

    Gut gefallen hat mir, dass das Spiel besser aussieht und lebendiger wirkt, wobei man sich beim Charaktermodell von Ryza wieder fragt, wieso denn jetzt die Hotpants sein müssen…
    Ich hatte insgesamt schon das Gefühl, hier eine recht vielfältige Welt präsentiert zu bekommen und mochte auch die Stadt, in der man sich das Spiel über immer mal wieder aufhält.
    An das Kampfsystem habe ich mich auch schnell gewöhnt und fand es gar nicht übel; ich würde im Zweifelsfall immer komplett rundenbasierte Systeme behalten wollen, allerdings wirkten die Kämpfe in den Vorgängern zunehmend öde und uninspiriert. Hier wird eben ein größerer Fokus auf Action und Schnelligkeit gelegt, was total ok ist und zum Spiel passt. Auch die Nebenmissionen mochte ich, denn man muss nicht erst in eine Lösung gucken, um sie zu finden und sie werten nett und mit kleinen Nebenhandlungen präsentiert, eben so, wie es sein sollte. Das beste Ende bzw. weitere Enden zu erhalten, ist gut möglich und es ist nachvollziehbar, wie man dorthin kommt.

    Vor allem die Handlung selbst hat mir diesmal wieder gefallen: Das Motiv, dass eine lange vergessene Bedrohung wieder auftaucht, ist nicht neu, funktioniert hier aber gut und ist unterhaltsam. Ich fühlte mich ein wenig an Atelier Ayesha erinnert, das ja auch starken Bezug auf Dinge, die mal in der Vergangenheit der Spielgegend passiert sind nimmt, und die wieder relevant werden. Ich mochte auch die Charaktere ganz gern, u.a. Ryza, denn die Charaktere sind in diesem Spiel auch nicht so strohdumm und quietschig wie z.B. in Lulua und Lydie & Suelle.

    Zusammen mit der ganz netten, aber nicht immer weltbewegenden Musik hat das hier einen guten Gesamteindruck hinterlassen und mich für einige Stunden am Stück sehr unterhalten. Ich bin jetzt gespannt, ob der Nachfolger auch so wird und ob die Spielqualität nun wieder steigt. Genug zu erzählen gibt es in der Welt von Ryza jedenfalls noch.

    Spielzeit: 22,5 Std.
    Insgesamt: 8,5/10
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