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Thema: Anime Fall Season 2019

  1. #41
    @Babylon: Wenn Ai davonkommt wäre das schon ein ziemliches tragisches Endes. Dann müssten sie zumindest an den anderen Fronten ein paar Siege einfahren.

    Boku no Hero Academia 4th Season 01-07 (64-71): Muss auch sagen, dass ich die Idee den Recap mit dem Reporter zu vermischen ganz gut fand. Gab einige interessante Entwicklungen im All Might Team und damit auch neue Herausforderungen für Deku. Er muss dringend an seinem Pokerface arbeiten. Ist auch ganz spannend den Vergleich zwischen Deku und Milio zu haben, die sich ja doch ziemlich ähnlich sind aber auch genügend Unterschiede haben. Auf Seiten der Bösen muss ich sagen, dass es mit Overhaul ziemlich düster geworden ist. Wie die Waffe hergestellt wird und was für einen Quirk Eri zu haben scheint Die Ästhetik seines Teams hat was, auch wenn einige davon wohl nicht lange aktiv bleiben werden. In diesem Sinne hätte ich mir von der Drachenverwandlung auch etwas mehr Drache erhofft. Dieser Mischmasch mit den menschlichen Eigenschaften finde ich optisch wenig ansprechend. Sieht seltsam aus.
    Den Kampf mit den drei Gegner fand ich eigentlich ganz unterhaltsam, kann aber mit Suneater auch nicht soviel anfangen.
    Bin mal gespannt, ob Eri wirklich die Tochter von Overhaul ist. Würde mich nicht wundern, wenn da noch irgendeine andere Familienbeziehung ans Licht kommt. All for one hätte das sicher auch gefallen. Ich schätze mal, dass Eri ihren Quirk noch nicht einsetzen kann, könnte mir aber vorstellen, dass sie im entscheidenden Moment Overhaul dazwischenfunkt.

    Keishichou Tokumubu Tokushu Kyouakuhan Taisakushitsu Dainanaka: Tokunana 07-09: Der kleine Einblick in das Privatleben der Ermittler war nett, aber Ms. Ninja muss dringend ihre Nahkampfskills trainieren. Die Auseinandersetzng im Container war wieder mal sehr schwer mit anzusehen. Budget lässt grüßen, nehme ich an^^ Mal sehen worauf die Ermittler als nächstes ihr Auge werfen xD.

    No Guns Life 07-08: Die Verstrickungen ziehen weite Kreise und die Gegner werden immer gefährlicher: Eine mobile Version von Harmony + eine Gun Slave Unit. Juzo hatte aber wieder ein paar coole Szenen und auch seine Dynamik mit Kronen ist mir ans Herz gewachsen. Hoffe von den beiden zusammen gibt es noch mehr zu sehen. Vor allem da Olivier die Untersuchen vermutlich weiterverfolgen wird, wenn sie kann.

    Honzuki no Gekokujou: Shisho ni Naru Tame ni wa Shudan wo Erandeiraremasen 08-10: Mal wieder ins OP geschaut und auch wenn es nichts besonderes ist, so gefällt mir doch die Szene am Anfang, wo Main aus dem Buch klettert. Es taucht auch mal wieder eine neue seltsame magische Pflanze/Baum auf, der später vielleicht noch hilfreich sein könnte. Ansonsten geht es weiter voran mit der Produktion und Produktideen, wobei es immer mal wieder zu verschiedenen Konflikten kommt. Sei es, die ganzen Sachen mit einem zu dieser Welt passenden Wert zu beziffern oder einfach nicht zuviel zu verraten. Auf Seiten der Händler sind auch ein paar neue Charaktere dazugestoßen, die für ein paar witzige Unterhaltungen gesorgt haben. Mains Krankheit fühlt sich ein wenig wie der "Endgegner" der Staffel an, aber wohlmöglich wird das auch früher aufgelöst.

  2. #42
    Zitat Zitat
    Über den Arc habe ich bisher verschiedenes gehört - manche Mangaleser scheinen ihn als gut anzusehen, andere als schlecht. Vielleicht kann da jemand hier ein wenig pitchen, der den Arc kennt? Bin dabei, die Show erstmal zu pausieren und später zu bingen, weil ich die letzten Folgen eigentlich eher mit nem "yoah, war ganz OK"-Feeling zurückgelassen wurde und der Spannungsbogen eher flach war.
    Wenn es dir um das Pacing geht, kann ich dich beunruhigen: Der Abschnitt zieht sich trotz einigen netten Kämpfen ziemlich und am Ende kommt nicht viel Dauerhaftes dabei heraus.
    Da ich die Adaption nicht verfolge, habe ich allerdings keine Ahnung, an welcher Stelle die gerade steht, kann also sein, dass es schon fast vorbei ist.

  3. #43
    Hataage! Kemono Michi 08-10: Die neuen Sachen waren nicht schlecht, wie der Kobold-Mann oder das ganze Tunier und ein paar kleine Sachen zwischendurch. Die running Gags sind mittlerweile aber fast alle kalter Kaffe. Bei soviel Wiederholungen aber auch kein Wunder. Ist nur ärgerlich, dass es manche Szenen fast schon vermiesen kann, wenn man eh weiß was gleich kommt. Aber jetzt wo es zum großen Showdown geht, steht hoffentlich wieder genug Abwechslung an.

  4. #44
    Zitat Zitat von Liferipper Beitrag anzeigen
    Wenn es dir um das Pacing geht, kann ich dich beunruhigen: Der Abschnitt zieht sich trotz einigen netten Kämpfen ziemlich und am Ende kommt nicht viel Dauerhaftes dabei heraus.
    Da ich die Adaption nicht verfolge, habe ich allerdings keine Ahnung, an welcher Stelle die gerade steht, kann also sein, dass es schon fast vorbei ist.
    Sind gerade beim Kampf von Tentakelboy gegen die drei Goons von Overhaul. Klingt aber gut, wer braucht schon bleibende Nachwirkungen. Denke ich werd das ein wenig pausieren und dann später wiederkommen, wenn die Season vorrangeschritten ist. Vielleicht schreibt Dnamei ja noch weiter, dann kann ich einsteigen wenn die großen Dinge abgehen

    Hataage! Kemono-michi [8-11]
    Prinzipiell was Dnamei gesagt hat. Die sich wiederholenden Gags sind einfach zu viele, Episode 9 war besonders unlustig mit der Prinzessin, die bestimmt zehn Mal reinkam und immer nen Suplex gekriegt hat. Dafür hat mir die achte gut gefallen. Da haben sie ein Amateur-Wrestlingmatch veranstaltet und jeder war dabei. Besonders der Verkaufsstand von Shigure war der Knaller, bei dem sie für einsame Frauen Abziehbilder der Wrestler verkauft hat. Joannas Begründungen für die bekloppten Wresterbegriffe sind auch immer nett. Wolf-kun wird nach wie vor von Genzo... geknuddelt. Und selbst Princess Buttocks konnten sie für das letzte Turnier bekommen, wo sie ihre Darkness Seite enthüllt hat!
    Das Endturnier in Episode 11 war gut aufgezogen, musikalische Untermalung hat gepasst, was man von Wrestling erwarten würde. Und natürlich hat Camilla verloren, weil sie dumm ist^^ Leider ist die Animationsqualität derzeit im Keller, so dass die Kämpfe aus vielen Standbildern und relativ schwachen Bewegungen bestanden. Wirklich schade, hoffe für den Kampf in Episode 12 holen sie dann noch mal alles raus. Wobei ich mir da auch vorstellen könnte, dass Genzo ihn relativ schnell abfertigt, weil die Fehde zwischen den beiden ja eher... einseitig ist.


    Der schlechteste Serienstart diese Season geht ... an eine Show von nächster Season, die eine Voraufführung hatte. Aber ich muss mir das vom Leib schreiben.
    Plunderer [1-2]
    Stellt euch eine Welt vor, in der jeder Mensch eine Zahl am Körper hat (und ratet jetzt mal, wo die bei der Protagonistin ist!). Was misst diese Zahl? Fuck it, ist bei jedem was anderes. Einer erhöht sie, wenn er sich in der Nase bohrt, eine andere, wenn sie fehlerfrei Gedichte wiedergibt und ein anderer, wenn er Leuten den Kopf abschlägt (kam noch nicht vor, verwette aber meinen Arsch drauf ). Was für eine tiefsinnige Analogie dafür, dass das Leben nicht fair ist. Wer die höhere Zahl hat, dominiert die mit niedrigen Zahlen. Aber keine Sorge, weil dieses Konzept noch nicht künstlich und gamey genug war, darf man in dieser Welt andere zu Duellen rausfordern, um deren "Punkte" zu bekommen. Und um noch einen draufzusetzen gibt es auch ein Game Over, wenn man auf Null sinkt, denn dann wird man in den Abyss gezogen. Von kleinen schwarzen Grappschehändchen, die direkt aus FMA geklaut wurden. Was ein denkbar ungünstiger Vergleich ist, denn letztere Show hatte eine gut konstruierte Welt mit Mysterien, während Plunderer eher nach ner gamigen Shitshow aussieht. Und weil das IMMER noch nicht genug ist, gibt es noch spezielle Cheatitems, die selber nen Counter haben und den eigenen Counter ausgleichen können! Muss ich erwähnen, dass der Counter vom Hauptcharakter auf -999 ist, aber er ein supertolles Schwert hat, was über 2000 Punkte drauf hat?! Der Autor von diesem Werk hat zuvor Sora no Otoshimono gemacht, was ich nicht kenne. Aber da das hier nicht sein erstes Werk ist gibt es wenig Entschuldigung dafür, wieso das Worldbuilding so künstlich ist.

    Die Prämisse eröffnet so unglaublich viele Fragen, das ist nicht feierlich: wenn die Zahl von einer Frau sinkt, wenn sie schlechte Bewertungen für ihr Essen bekommt... wie kann sowas nicht im Trollen enden? Wieso würde man überhaupt jemandem erzählen wollen, wofür der Counter steht, wenn das so einfach missbraucht werden kann? Sind Leute, deren Zahlen nicht natürlich kleiner werden können, irgendwie massiv im Vorteil? Wie soll so eine Welt überhaupt funktionieren, wenn man jeden mit ner niedrigen Zahl rumbefehligen kann - egal, wie (un-)fähig man eigentlich ist? Seid ihr auch so gespannt wie ich, was für bekloppte Asspulls durch diese Gimmicks möglich sind?!

    Zumindest die Charaktere stellen sich diese Fragen sicher nicht. Denn Hina weiß, obwohl sie 44100 Kilometer weit gereist ist, nichts über die Welt. Man muss ihr sogar erklären, was es mit den Zahlen auf sich hat (wieso sollte man sich für ne Zahl interessieren, die man am Körper trägt und die sich verändert... ne? >_>). Während ihrer langen Reise hat sie wohl auch niemanden getroffen, der ihr mal ne Frage zum Abyss, in welchen ihre Mutter gezogen wurde, beantworten konnte. Also ist sie der Ersatz für das Publikum, obwohl sie den ganzen Mist wissen sollte. Wirklich erstklassig geschrieben.

    OK, Hina ist einfach nur strohdumm. Der zweite Hauptcharakter, Licht, ist hingegen widerlich. Immer wieder lustig, wenn der Mainchar Frauen sexuell belästigt, könnte mich totlachen. Besonders gelungen war die Szene, als er unter Hinas Tisch saß und mit voller Kraft ihre Beine auseinanderdrücken wollte - herrlich. Hinas Counter ist übrigens an der Innenseite ihres Oberschenkels - das ist für den PLOT sehr wichtig. Denn immer, wenn jemand seinen Counter bei einem Duell senkt / erhöht, kommen anscheinend die schwarzen Griffel und fummeln an der Zahl rum. Und ja, auch die spreizen Hinas Beine gegen ihren Willen. Da das alles so flach inszeniert ist ists nicht klar, ob einen die Szenen anturnen sollen, die irgendwie witzig gemeint sind oder schocken sollen.

    Ich könnte noch viel mehr schreiben, weil bei den ersten beiden Episoden von Plunderer gar nichts funktioniert und ich sie zusätzlich als Beleidigung empfinde, aber dann endet dieser Rant nie. Worldbuilding ist für die Tonne, die Counter und aufbauende Systeme sind unheimlich künstlich und gamey, Hauptcharaktere sind Dreck und Animationen mittelmäßig. Irgendwie bin ich aber schon neugierig geworden, ob Sora no Otoshimono auch so schlecht war.

    Manchmal ganz gut, sich in Erinnerung zu rufen, dass es eine Zeit vor miesen LN Adaptionen und Isekai gab. Eine Zeit, in der diese Rolle von schlechten Harem- und Shounen Anime übernommen wurde. Solche, wie beispielsweise Plunderer.

    Geändert von Sylverthas (12.12.2019 um 10:11 Uhr)

  5. #45
    *clap* Danke für diesen Lacher am Abend.

  6. #46
    Immer gerne. Ich freue mich schon drauf wenn die Show dann nächstes Jahr live geht


    Dr. Stone [24]
    Die erste Staffel ist vorbei. Sie haben ein gutes Ende gefunden, meiner Meinung nach. Der Kampf gegen Tsubasas Imperium steht an, es wurden kurz die potentiellen Antagonisten gezeigt, sowie Taiju und Yuzuriha. Auf der Seite des Königreichs der Wissenschaft haben sie die alten Aufnahmen gefunden, was zu einer recht emotionalen Szene geführt hat, die ich der Show so nicht zugetraut hätte. Den Anfang fand ich nicht besonders interessant, aber die Show hat sich permanent gesteigert. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass Cipo sowas auch mal zum Manga gesagt hatte?
    Vor allem muss ich einfach mal sagen, dass in unserer heutigen Zeit, wo es immer mehr Wissenschaftsskeptiker gibt, eine Show die, so positiv dem Thema gegenüber eingestellt ist, toll ist. Ich meine, ein sehr gewöhnliches Thema ist ja auch häufig "Natur vs. Technik", wo fast immer die Natur als die positive Kraft dargestellt wird. Hier wird der Spieß quasi umgedreht. Insgesamt war mir das Pacing der Show zu langsam - anscheinend wurden immer so 2-3 Kapitel vom Manga pro Episode verbraten. Immerhin können sich die Mangaleser dann wohl nicht beschweren, dass ihre absolut essentielle ultrawichtige Nischenszene geschnitten wurde. Ich hab ehrlich gesagt lieber mehr Schnitte als eine Show die sich langsam anfühlt.

    Ja, die Show hat Spaß gemacht, die Charaktere sind mir mit der Zeit mehr ans Herz gewachsen als ich erst geglaubt habe. Die zweite Staffel wird dann vermutlich shounenlastiger mit mehr Kämpfen und so?


    Beastars [9-10]
    Beide Episoden haben harte Szenen, aber in Episode 10 wirds Shounen. In der neunten dreht es sich größtenteils um Louis, und sein Hintergrund wird in einem neuen Animationsstil dargestellt. Es ist schön, wie Orange mit verschiedenen Stilen arbeitet, aber ich vermute dass es auch ein wenig der technischen Umsetzung geschuldet ist. Bei CG muss man für jeden Charakter ein Modell erstellen, welches anfänglich aufwendiger ist als einen Charakter zu zeichnen. Wenn man ein Modell also nur für eine kurze Szene braucht, ist das durchaus ineffizient. Vielleicht eines der Szenarien, wo künstlerische Qualität durch Limitierungen geboren wurde.
    In jedem Fall legt Orange ein sehr gutes Pacing an den Tag (und Itagakis Manga bis hierhin gut strukturiert). Man bekommt von Louis am Anfang der Episode einen komplett neuen Eindruck durch seinen Hintergrund, und am Ende einen wiederum anderen (aber nachvollziehbaren!) durch seine Entscheidung. Hier auch wieder ein Lob, dass die Episoden genau auf den richtigen Szenen enden.

    Die Szenen von Haru in beiden Episoden wurden sehr sorgsam umgesetzt. Im Manga sind da einige Sachen dabei, die mehr zum Schockfaktor beitragen (weswegen einige Leute sagen, der Anime sei "zensiert" worden). Ein anderes Studio hätte die Szenen in Episode 10 sicherlich Panel für Panel adaptiert und ihre Gedanken und das, was passiert, abwechselnd gezeigt. Stattdessen zeigen sie es aber parallel, indem sie die Gedanken in eine Ecke vom Bildschirm packen, während die Geschehnisse in abstrakterer Form im restlichen Teil stattfinden. Macht es meiner Meinung nach ne Ecke effektiver und emotionaler.

    Jetzt zum Bullshit. Episode 10 hat eine große Kampfszene (für all die Leute, die geglaubt haben, dass es sich hier nur um ein Highschool Drama handelt^^). Und obwohl Studio Orange den Blödsinn etwas reduziert hat, konnten sie die Szene natürlich nicht ganz streichen. Immerhin ist sie sehr gut choreographiert. Und obwohl ich die Szene nicht mag, so ist der konkrete Inhalt vielleicht nicht so wichtig wie das, was es in den Charakteren hervorruft und in welche Situationen es sie bringt. Und wenn man den Kommentaren von anderen vertrauen kann, sehe ich es als einer der wenigen als eine "gescheiterte Szene" an. Mich stört primär, dass Beastars bis zu dem Zeitpunkt eine so sorgfältig konstruierte Welt hat, und sich die Szene damit beisst.

    Um den Post zu Beastars noch etwas länger zu machen will ich noch auf darauf zu sprechen kommen, wieso es eigentlich Tiere sein müssen. Stellt euch dazu das folgende Szenario vor: Man merkt richtig, dass an mir ein richtig toller Schreiber verloren gegangen ist, huh?

    Klingt nicht nach einem Charakter, auf dessen Seite man sich schlagen will. Wenn man jetzt aber ein paar Grade Abstraktion hinzufügt, die Charaktere zu Tieren macht und das Thema zu "Hunger", ändert sich die Situation. Auf einmal ist es ein innerer Konflikt, den man unterstützen kann - dass Legosi sich seiner Natur widersetzt, denn natürlich fressen Wölfe Fleisch. Und er hat die mentale Stärke, seinem Hunger nicht nachzugeben, also ist er ganz klar ein guter Charakter. Quasi eine 180° Drehung, wie man als Zuschauer die Situation wahrnimmt, obwohl man die implizierten Themen sicherlich instinktiv erkennt. Das Schöne ist auch: prinzipiell kann man diesen "Hunger" als jeden möglichen Makel ansehen, den man überwinden kann - was das Konzept noch viel potenter macht. Denn jeder kann mit einem Charakter sympathisieren, der probiert, seine schlimmsten Eigenschaften zu überwinden. Zusätzlich muss man auch sagen, dass die Show mit der obigen Thematik wohl viel mehr EDGE enthalten würde und definitiv viele Szenen nicht so "locker runterspielen" könnte, wie sie es tut. Also ja, dass die Charaktere Tiere sind ist absolut essentiell damit das hier funktioniert.

    Natürlich ist das oben auch ein wenig simplistisch, denn der Fleischkonsum von Carnivoren wird in der Geschichte nicht "nur" so interpretiert. Aber es gibt einige Szenen, bei denen es die naheliegendste Interpretation ist.

    Geändert von Sylverthas (14.12.2019 um 01:09 Uhr)

  7. #47
    Also ich muss sagen, Dr. Stone ist bisher nur besser geworden, und das hat mich doch schon überrascht. Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass man das Konzept so gut eskalieren kann, und bisher funktioniert es ganz hervorragend, nicht zuletzt weil sie das World Building sehr durchdacht vorantreiben und alles total gut ins Konzept passt. Der Manga ist mit Kapitel 133 gerade im Finale des zweiten richtig großen Story Arcs (zumindest gefühlt). Kampflastiger ist er aber nicht wirklich geworden – bzw. die wenigen Kämpfe sind immer sehr deutlich auf "Was können wir gegen übermächtigen Gegner X tun?" fokussiert – und ich finde ihn inzwischen auch ernsthaft spannend inszeniert und hin und wieder ordentlich emotional. Hätte nicht gedacht, dass er mich überhaupt mitnimmt, und selbst das blöde Mini-Spin-Off, das gerade parallel ein paar Kapitel lang läuft, hat mich auf seine eigene, blöde Art und Weise erreicht. ^^ Sogar die grundlegende Prämisse der Serie (ich meine ... ein paartausend Jahre fast leere Erde, alles in Stein erfroren) wirkt immer noch nach und ich habe auch inzwischen auch ein wenig Hoffnung, dass er sich ein paar coole Dinge überlegt hat, um die Mysterien dahinter aufzuklären.

    Zitat Zitat
    Vor allem muss ich einfach mal sagen, dass in unserer heutigen Zeit, wo es immer mehr Wissenschaftsskeptiker gibt, eine Show die, so positiv dem Thema gegenüber eingestellt ist, toll ist. Ich meine, ein sehr gewöhnliches Thema ist ja auch häufig "Natur vs. Technik", wo fast immer die Natur als die positive Kraft dargestellt wird. Hier wird der Spieß quasi umgedreht.
    Ich fand und finde das auch sehr toll, muss aber inzwischen auch relativieren, dass es schon wieder in die andere Richtung geht ...? xD Japan hat ja bekanntlich eine sehr eigene Einstellung zu "sich die Natur untertan machen", und das kommt hier immer mal durch. Auch so moralische Fragen, die mit neuer bzw. krasser Technik einhergehen, werden eigentlich mehr als Witz benutzt. Ich würde das nicht wiiirklich als problematisch oder störend sehen, aber ein paarmal musste ich schon die Augenbrauen heben. Das sind dann aber Spoiler.

  8. #48
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Vielleicht schreibt Dnamei ja noch weiter, dann kann ich einsteigen wenn die großen Dinge abgehen

    Der schlechteste Serienstart diese Season geht ... an eine Show von nächster Season, die eine Voraufführung hatte. Aber ich muss mir das vom Leib schreiben.
    Plunderer [1-2]
    Werde auf jedenfall immer mal noch was zu Hero Aca schreiben^^
    Und bei dem Einstiegssatz zu Plunderer wusste ich schon, dass das Nachfolgende nur gut werden kann

    Honzuki no Gekokujou: Shisho ni Naru Tame ni wa Shudan wo Erandeiraremasen 11: Recht emotionale Episode für die Charaktere, da Mains Familie nun ein wenig mehr zu ihrem Gesundheitszustand erfährt und was für Konsequenzen dieser haben kann. Die Adeligen haben sich da mal wieder ein ziemlich perfides System etabliert.

    Hataage! Kemono Michi 11: Das Wrestling ziehen sie schon gut auf, aber die Vorkämpfe haben sie wirklich alle recht schnell und billig abgefrühstückt. Und die Geschichte das die Vampirin sich diesmal beweisen will löst wieder so harte Disonanz bei mir aus. Auf der einen Seite versuchen sie irgendwie ernst damit zu sein, aber im nächsten Moment fällt ihnen wieder ein, dass es nur Comic Relief und eigentlich gar nicht so wichtig ist. Interessanter Weise habe ich vor kurzem etwas gelesen, dass diese ernsten Szenen rund um Carmilla Anime Original sein sollen. Was einiges erklären würde. Da übt wohl jemand dafür, wenn er wieder an ernsthafter Fantasy arbeiten darf^^ Na dann wollen wir mal hoffen, dass sich das Finale lohnt.

    Boku no Hero Academia 4th Season 09 (72): Die Gruppe wird weiter in kleinere Auseinandersetzungen verstrickt, diesmal Red Riot + Fat Gum zusammen. Dazu noch etwas mehr aus Red Riots Vergangenheit + Mina, was recht viel Zeit einnimmt. Vor allem bekommt Mina so auch gleich etwas mehr Story und Red Riots Hürden, die beim letzten Mal nur angeschnitten wurden, sind jetzt klarer. Rappa war aber auch ein netter Villian, einfach weil er die ganze Zeit so begeistert ist. Und um es abzuschließen: Oh no, he's hot xD

  9. #49
    Ich bin momentan sehr angetan von Black Clover. Man darf sich halt nur nicht von Asta in den ersten paar Folgen irritieren lassen: Das Geschrei legt sich sehr schnell. Mit dem großen Twist, der im späteren Verlauf offenbart wird, geht die Serie auch einen etwas anderen Weg als andere Shounen.

    Die neue Staffel von BnH gefällt mir wieder top, gerade mit dem Blick darauf, dass endlich mal andere Bösewichte als die paar Leute der Schurkenliga im Rampenlicht stehen. Mein Problem war nämlich immer, dass ich es für absolut bedenklich hielt, wenn ein paar böse Typen soooo viel Ärger stiften können, obwohl sie offenkundig ja gar nicht viel stärker als die Superhelden der Stadt sind, von denen es gefühlt Tausende gibt + den Schülern der Heldenakademie, die teilweise sogar sehr viel stärker wirken als die Profis... Das Balancing finde ich momentan recht problematisch, aber mal schauen, wie das Ganze weitergehen wird.

  10. #50
    Die Spoiler sind zum Stand des Mangas, nicht des Animes!

    Ich muss sagen, ich bin sogar immer recht angetan davon, wie sehr die Schurken die Übermacht der "guten Seite" spüren. Eigentlich gab es in dieser Welt seit All for One ja keine wirklich große Bedrohung mehr; die Schurken waren immer eher temporäre Probleme, die ein sehr routinierter offizieller Heldenapparat aus dem Weg geräumt hat. Platz für Tragik und persönlichen Verlust bleibt da natürlich trotzdem (daher auch die Wahrnehmung von Gefahr), aber wer "gewinnt", stand nie wirklich infrage – und genau deshalb sind die Ereignisse um Stain ja auch so zerrüttend für diese Welt. Für mich hat sein Auftauchen was von Pearl Habor oder dem 11. September für die USA. ^^
    Und es hat natürlich den groooßartigen narrativen Effekt, dass a) man auch den Schurken richtige Arcs und richtigen "Struggle" geben kann, ohne dass sie gleich vernichtet werden müssen, und dass sie b) umso gefährlicher rüberkommen, wenn sie dann wirklich gefährlich werden. Was zumindest im Manga ja ... hunderte Kapitel dauert! xD' Sowas kenne ich sonst höchstens mal vom "jugendlichen Gegenspieler", den es in My Hero Academia natürlich auch gibt, aber hier haben ja wirklich ALLE relevanten Schurken Persönlichkeiten und kleinere Arcs. Dicker Spoiler: Die Rückkehr von All for One deutet diesen Shift in der "Balance" dann schon mal an, aber selbst Shigaraki fliegt ja erst ein paarmal auf die Fresse, bis der Arc mit der Liberation Army so langsam einen WIRKLICH gefährlichen Schurken aus ihm rauskitzelt.
    Ich bin auch sehr gespannt, wo die Serie mit dieser Dynamik noch hingeht. So sehr sie mit Gut und Böse arbeitet, so wenig ruht sie sich meistens darauf aus.

  11. #51
    Damit hast du auf jeden Fall einen Punkt. Ich finde das tatsächlich auch spannend, wenn die Bösewichte zu Beginn gar nicht mal so stark sind, wie man denken würde, aber nicht die ganze Serie über. Gerade bei einem Shounen! Das dauert mir dann doch ein wenig zu lange, als dass ich die Gefahr, die storybedingt immer wieder durch das Auftauchen der Schurkenliga aufgebaut wird, wirkich auch als diese anerkennen kann. Okay, bei Dragonball gibt es auch nie eine Art von Gefahr (außer für Kuririn, den Lappen ), aber nicht nur die Schurken, auch sämtliche Schüler der Akademie werden immer stärker, sodass sie so langsam mal wirklich ein KRASSES Power Up bekommen MÜSSTEN, um da wirklich mal gefährlich zu werden. Sonst nimmt sie doch auch im Plot keiner mehr ernst. Das fehlte mir bis dato einfach, dieses Bedrohliche, auch auf die Laufzeit bezogen. Außer Stain und der Boss Himself gab es in der Hinsicht ja auch nicht so viel. Die Etablierung von neuen Bösewichten kommt mir von daher sehr entgegen, dann können die anderen ja in der Zwischenzeit versuchen.... sehr viel besser zu werden, um vielleicht doch irgendwann mal gefährlich zu werden. Kenne aber halt auch nur den Anime.

    Geändert von Kynero (19.12.2019 um 14:51 Uhr)

  12. #52
    MHA probiert ja eine funktionierende Welt abzubilden, in der es halt Superkräfte gibt. In dem Sinne ist der Ansatz gar nicht so falsch, dass die Bösen nicht wirklich die Überhand erringen können - ab dem Zeitpunkt ist ja quasi Anarchie oder halt Gewaltherrschaft. Ist von der Struktur ja ein bischen anders als solche Abenteuergeschichten, wo man irgendwo nen Obermotz aus dem Hut zaubern kann. Aber ich kann Dich auch verstehen, Kynero. Fand nämlich auch, dass die League of Villains bisher immer wenig bedrohlich rüberkommt und eher wie ein Witz. Glaube gerade ihr erster Auftritt in Staffel 1 hat ihnen da wirklich nicht gutgetan, weil sie sich ja von Schulkindern haben trollen lassen. Und seitdem haben sie auch nicht so viel mehr gerissen. Keine Ahnung, vielleicht ist Overhaul ja so stark, dass er wirklich was reißt, aber dafür muss die Staffel erstmal so weit sein.

    Mal was lustiges: habe gelesen, dass Redo of Healer eine Anime Adaption nächstes Jahr bekommt, was einfach... klasse ist. Ich hoffe sooo sehr auf eine Ousama Game - mäßige Adaption. Von dem, was ich bisher gehört habe, wäre aber selbst eine brauchbare Umsetzung die reinste Shitshow. Quasi Win-Win für Edge Trash wie mich? Also... HYPE...?

    Geändert von Sylverthas (19.12.2019 um 21:55 Uhr)

  13. #53
    Ach du meine Güte, hab mir mal ein paar Kommentare zu Redo of Healer durchgelesen und puh... xD Da bin ich mal auf deine ersten Eindrücke gespannt.

    Bei MHA muss man den Bösen aber auch zu gute halten, dass bislang ja die gefährlicheren Match-Ups meistens vermieden wurden, vor allem weil halt der Anführer der Liga einfach alles zu Staub zerbröseln kann. Overhaul hat da natürlich ein ähnliches Problem, auch wenn er den Vorteil hat, dass er die Leute danach auch wiederbeleben kann. Dadurch gibts natürlich ein wenig mehr Spielraum.

    Honzuki no Gekokujou: Shisho ni Naru Tame ni wa Shudan wo Erandeiraremasen 12: Die erste Hälfte fertigt ein halbes Jahr im Schnelldurchlauf ab, weitere Verkäufe und kleine Informationen zu Benno. Und dann steht auch schon die Tauf-Zermonie an, wodurch nun also die Kirche in den Fokus rückt. Und kaum das Maine die Bücher dort sieht, ist es natürlich um sie geschehen^^ Das sie aber gleich soviel Geld bietet... tz tz tz, hat sie den gar nichts gelernt bei ihrer Händlerausbildung.

    Hataage! Kemono Michi 12: Das Finale war okay-isch. Lief eigentlich wie erwartet, was aber auch bedeutet, dass es keine sonderlich lustigen Überraschungen gab. Ein paar Szenen waren lustig, der Rest war aber entweder schon bekannt oder nicht sonderlich amüsant. Das Match selbst bestand leider auch hauptsächlich aus Standbildern während Mao und Genzo ihre Differenzen bequatscht haben.
    Abschließend muss ich also sagen, dass es sich nicht so richtig gelohnt hat. Die Idee dahinter ist nicht schlecht, aber offenbar wusste der Anime nicht viel damit anzufangen und hat stattdessen lieber immer wieder die gleichen Witze wiederholt. Genzo selbst hat teilweise auch eher fragwürdige Vorstellungen. Ich hatte mir ein wenig mehr davon erhofft.

    No Guns Life 09-11: Die Führungsetage von Berühren ist so skrupellos wie man es erwarten würde, auch wenn sie durchaus eine interessante Aufmachung zu haben scheinen. Die Charaktere machen auch mal etwas seperat voneinander und offenbaren ein paar mehr Details. Eine Frage zu Marys BH-Größe ist vielleicht nicht die beste Ablenkung aber zu meiner Überraschung wurde die Frage einfach, wenn vielleicht auch aufgebauscht, beantwortet^^ Auch wenn der Ausgang des eines Falles schon recht leicht vorherzusehen war. Juzo ist immer noch eine coole Socke, auch wenn er bei einigen Gegner wohl so langsam ins Schwitzen kommt. Da aber nur noch eine Ep bleibt sieht es so aus, als ob es keinen großartigen Abschluss geben würde sondern stattdessen nur einen normalen Fall. Sequel wurde wohl schon angekündigt und dürfte sich dann nahtlos anschließen, auch wenn ein wenig Pause dazwischen ist^^ Schätze mal ein paar Charaktere werden dafür bereits entsprechend positioniert bzw. machen sie Andeutungen.

    Keishichou Tokumubu Tokushu Kyouakuhan Taisakushitsu Dainanaka: Tokunana 10: Ob Warlocks Anzug eine Anspielung an Ace Attorney ist? xD Auch wenn sein Einspruch sehr viel mehr Durchschlagskraft hat. Es fällt aber zunehmend schwer die Serie für sich noch Ernst zu nehmen. Dafür passiert zuviel ohne gute Erklärung.


    Boku no Hero Academia 4th Season 10 (73): Rappa ist immer noch ganz angenehm für einen der Bösen. Interessant die Unterschiede zu sehen, wie Overhaul und Shigaraki mit ihren Leuten umgehen. Da hat Shigaraki schon einiges dazugelernt. Die Split-Up Taktik läuft weiter und die kurzen Guerilla-Angriffe hatten was. Den Auftritt der Liga Mitglieder fand ich ziemlich gut. Night Eye scheint noch ein paar nette Tricks auf Lager zu haben. Und so wie es aussieht sind Deku & Aizawa Sensei als nächstes dran.

  14. #54
    @Dnamei:Ist Honzuki no Gekokujou eigentlich son bischen vergleichbar mit Spice & Wolf? Also, was ich so aus Deinen Kommentaren rauslese geht es ja um die Produktion von Büchern und die wirtschaftliche Situation darum, neben den Gesundheitsproblemen der Hauptcharakterin.

    Zu Hataage! Kemono Michi kann ich Dir (leider) nur zustimmen. Nach den anfänglichen ziemlich guten Episoden und noch ein paar Lichtblicken zwischendrin ist der Gesamteindruck eher durchwachsen. Dass die letzte Folge quasi nur eine Slideshow war ist unglaublich. Du sagst, dass es teilweise vom Manga abweicht? Müsste mich da mal ein wenig mehr belesen^^

    Sind ja einige weitere Shows fertig geworden, darunter mein AotY Beastars. Sicher zur Überraschung von vielen Mitlesenden hier. Passiert schon selten, dass ich mir sowohl den Manga als auch Anime zu Gemüte führe, aber das hier ist in einem Meer an so viel ähnlichem Zeug ungemein frisch. Studio Orange hat einige umwerfende Szenen hingelegt und das Drama sowie die Beziehung zwischen Haru und Legosi wird durch exzellentes Voice Acting und musikalische Untermalung auf eine andere Ebene gebracht.
    Auch eine der nachvollziehbareren Beziehungen in diesem Medium, weil die Komplikationen nicht rein aus der absoluten Dummheit der Charaktere entstehen. Vielmehr sind es die existentiellen Unterschiede der verschiedenen Spezies, die das Ganze schwierig machen. Beastars hat bei mir eine große Faszination für Welt und Charaktere aufgebaut, was ich so selten in Anime erlebe. Da verzeihe ich sehr gerne, dass es narrativ nicht komplett sauber ist und eine halbe Episode Bullshit enthält (aus meiner Perspektive).
    Wenn man hier ein Murder Mystery oder viel Action erwartet wird man vermutlich enttäuscht (außer von der zuvor genannten halben Episode *g*), denn Beastars Season 1 ist größtenteils Drama und Romance. Und ja, was die Show zeigt geht weiter als viele andere Anime. Wer mehr auf Action und Shounen abfährt wird mit der bereits angekündigten Season 2 seinen Spaß haben. Großartig, dass Orange dranbleibt, sie haben wieder gezeigt, wie gut CG Anime sein können.
    Hoffe, dass Leute der Show ne Chance geben, wenn Netflix sie Anfang 2020 aus dem Gefängnis lässt. Und nicht zu viele es für etwas familienfreundliches wie Zootopia halten^^

    Leicht weniger optimistisch, aber noch gut, stehe ich OreSuki gegenüber. Bench-kun ist der unangefochtene Star dieser Show. Der Anime zeigt, dass Harem immer noch funktionieren können, man muss nur den richtigen Twist finden. Hier ist es der, dass fast alle Charaktere Arschlöcher sind, aber die Mädels (natürlich!) trotzdem größtenteils liebenswürdig sind. Und natürlich rudert von Anfang an alles auf ein bestimmtes Ship hin, wird aber selbstverständlich nicht aufgelöst (ist ja auch noch nicht alles Material adaptiert). Btw. bin ich nach wie vor für das Joro x Sun-chan Pairing, die einzige Art, wie man diese Show sinnvoll auflösen kann! Insgesamt hat mich der Anime doch gut unterhalten, einige Witze haben auch reingehauen und natürlich stellt sich Joro immer wieder selber ein Bein, weil er sich für clever hält.

    Verlierer der Season ist für mich Hoshiai no Sora. Hatte ja schon vermutet, dass es schwer werden könnte für die Sendung alles aufzudröseln, was sich bis Episode 9 angestaut hat. Aber bis zur letzten Episode fügen sie sogar noch mehr Drama hinzu. Wie sich herausstellt, war die Show eigentlich auf 24 Episoden angelegt, wurde dann aber anscheinend von dem Produktionskomitee auf 12 zusammengestaucht - und das Team hatte anscheinend keine Zeit, um notwendige Überarbeitungen durchzuführen.
    So bleibt eine Show, bei der jeder der Jungen (und das eine Mädchen^^) schwere familiäre Probleme hat, aber keines davon wirklich angegangen wird. Das Ende ist sehr offen und ich würde es fast schon als mutig bezeichnen, auf so einer dunklen Note aufzuhören (Maki steht mit einem Messer vor der Tür seines Arschloch-Vaters; Tomas Mutter hat ihm gesagt, dass sie sich scheiden lässt und er dann bei seinem Vater bleiben kann, weil sie ihn hasst). Aber es ist offensichtlich, dass hier einfach keine Zeit war, *irgendwas* aufzulösen. Vielleicht auch der Grund, wieso die familiären Probleme und die Tennisspiele so wenig Einfluß aufeinander haben: bei der halben Laufzeit mussten die Matches einfach auf eine bestimmte Art ausgehen, und Niederlagen/Streckungen durch nervige Emotionen konnte man nicht drin haben.
    Wirklich sehr schade, mit mehr Episoden wäre das Drama zwar immer noch dick aufgetragen gewesen, aber es hätten viele Themen behandelt werden können, die sonst seltener in Anime vorkommen. Da es Anime Original ist gibt es auch keine Quelle, wo man weiterlesen kann.

    Geändert von Sylverthas (28.12.2019 um 00:42 Uhr)

  15. #55
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    @Dnamei:Ist Honzuki no Gekokujou eigentlich son bischen vergleichbar mit Spice & Wolf? Also, was ich so aus Deinen Kommentaren rauslese geht es ja um die Produktion von Büchern und die wirtschaftliche Situation darum, neben den Gesundheitsproblemen der Hauptcharakterin.

    Zu Hataage! Kemono Michi kann ich Dir (leider) nur zustimmen. Nach den anfänglichen ziemlich guten Episoden und noch ein paar Lichtblicken zwischendrin ist der Gesamteindruck eher durchwachsen. Dass die letzte Folge quasi nur eine Slideshow war ist unglaublich. Du sagst, dass es teilweise vom Manga abweicht? Müsste mich da mal ein wenig mehr belesen^^
    Honzuki könnte man in manchen Aspekten vielleicht als Spice & Wolf light sehen. Der Fokus liegt aber klar darauf, dass Maine einfach nur irgendwie an Bücher kommen will und wenn sie sie selbst herstellen muss. Daher denkt sie oft nicht wirklich wie ein Händler und die Sachen dazu sind für sie auch nur Mittel zum Zweck^^ Und es macht halt auch nur einen Teil der Show aus, der erst nach einiger Zeit dazukommt. Auch wenn ihr schon bewusst ist, dass sie mit ihrem Wissen vorsichtig umgehen muss. Und jetzt wo die Kirche in den Vordergrund rückt sieht es auch so aus, als ob der Teil mit den Handel wieder in den Hintergrund tritt, zumindest was Maine angeht. Und im Kern ist es am Ende auch eher ein Feel-Good Anime, auch wenn es hier und da ein paar finstere Stellen gibt.

    Bei Hataaga muss ich dazu sagen, dass das nur Hörensagen von Reddit ist^^ Da hieß es, dass der Manga mehr reine Comedy ist und die ernsteren Parts (Camilla vs. den anderen Vampir, Rivalität mit Mao) dort so nicht vorkommen. Ob dadurch aber Witze weggefallen sind oder die Wiederholungsrate im Manga genauso schlimm ist weiß ich nicht. Habs nicht überprüft.

  16. #56
    Special 7 ist zuende.
    Als Fazit lässt sich sagen, dass aus der Urban Fantasy Prämisse fast nichts gemacht wurde und das Finale weder von der Action noch in emotionaler Hinsicht sonderlich mitreißend war.
    Eigentlich schade, ich fand nämlich die Grundidee ganz interessant und die Charaktere waren eigentlich auch recht sympathisch (nichtmal die obligatorische Loli war allzu nervig).
    Trotzdem bleibt am Ende ein Anime, den man nach einmaligem Ansehen von selbst vergisst.

  17. #57
    No Guns Life (Episode 12 / Ende)
    Der Cast ist die größte Stärke des Animes, den die sind eigentlich alle ganz sympathisch und das Setting ist von Grundidee auch brauchbar, aber der Rest ist nur mittelmäßig. Die Serie nimmt sich nicht ernst genug für meinen Geschmack trotz des Bedrückenden Szenarios und so werden dann auch 10 Polizisten die vor der Gruppe stehen um sie zu verhaften dann halt mit einer Dose übelriechenden Essen in die Flucht geschlagen und so was ist halt nichts für mich. Zumal die ganze Cyberware auch mehr Fantasy ist, Der Gunhead ist ein albernes Design, die Charaktere schreien die Namen ihrer Speicalmoves als wären es Superkräfte usw. Daneben sahen die Actionszenen auch noch recht schwach aus und sie haben beschlossen die Staffel mit einer Stand Alone Episode zu beenden was meine Motivation für die nächste Staffel nicht gerade steigert. Klingt wahrscheinlich jetzt schlimmer als es ist, denn es gibt deutlich schlechtere Serie aber für mich war es am Ende auch nichts Besonderes.


    We Never Learn!: Bokuben S2 aka Bokutachi wa Benkyou ga Dekinai! 2 (Episode 13 / Ende)
    Keine Ahnung warum ich das weiter geschaut habe. Es gibt jedenfalls keinerlei Steigerung zur ebenfalls schwachen ersten Staffel. Der einzige Charakter der überhaupt eine Entwicklung durch gemacht hat ist Furuhashi, der Rest war primär Fanservice und Protagonist ist immer noch super langweilig. Am Ende haben sie sich dann entschlossen ein eigenes Ende für den Anime auszudenken, das war dann einfach eine kurze Postcredit Szene in der sie einen Charakter zur Siegerin erklärt haben (ohne irgendeine Art von Aufbau.) Jetzt sind die Fans des Mangas angepisst und die Fans des Animes die gerne noch eine Season mehr gehabt hätte auch. Und diejenigen deren Waifu nicht gewonnen sowieso. Mir persönlich war das dann Ende auch egal ich war eher froh das es vorbei war. ^^


    Tokunana aka Special 7 (Episode 12 / Ende)
    Ich hatte gehofft das sich die Geschichte irgendwie noch steigert, aber das Ende hat mich gar nicht mitgenommen. Der Cast war Okay abgesehen vom Protagonisten mit seinem ewigen "Justice" Gesülze, aber sonst war es Murks, die Actionszenen sahen teilweise furchtbar aus, aus dem Urban Fantasy Setting wurde kaum was gemacht, der Antagonist war nicht überzeugend vor allem gegen Ende und Alles in allem fand ich das Ganze unheimlich enttäuschend.


    Cautious Hero aka Shinchou Yuusha (Episode 12 / Ende)
    Ist vorerst die beste Serie die ich diese Season gesehen habe. (Blade of the Immortal zählt nicht weil das noch weiter geht und Vinland Saga hab ich noch nicht geschaut und Babylon läuft noch.) Humor ist Geschmackssache aber mir hat der Humor gefallen und ich mochte wie sie Prämisse des Überpowerten Helden klammheimlich immer weiter untergraben haben in dem die Herausforderungen immer größer wurden, so das am Ende trotz der überpowerten Ausgangssituation sogar richtige Spannung aufkam. (Episode 9 z.B.) Das sie in dieser Art Mini-Twist dann noch Seiya und seine Beweggründe eingegangen sind war dann auch ein guter Zug. Die letzte Episode war dann zwar nicht mehr so stark wie die davor, aber ich ziehe meinen Hut dafür das sie ein befriedigendes und rundes Ende hingezaubtert haben obwohl die Vorlage noch läuft. Für mich einer der besseren Vertreter des Isekai Genre. Ist natürlich trotzdem kein Must see Anime, aber ich würde die Serie weiterempfehlen.


    Insgesamt war das ein schwaches Anime Jahr für mich. Wenige Serien die ich dieses Jahr als wirklich gut bezeichnen würde. Liegt vielleicht auch daran das ich einige Serie auf die lange Bank geschoben habe, bei denen auch einige Sachen dabei sind die ich wahrscheinlich schätzen würde. Aber mir fällt es schwer in Fortsetzungen nach Jahren wieder reinzukommen. So habe ich Attack on Titan, Bungou Stray Dogs S3 oder Psycho Pass auf die lange Bank geschoben. Nach all den Jahren gehen mir die vielen, vielen unvollendeten Geschichten der Animes ein wenig auf die Nerven. Vielleicht schaue nächstes Jahr mehr abgeschlossenes aus dem Backlog oder lese mal ein paar abgeschlossene Manga Reihen. Mal schauen und guten Rutsch ins neue Jahr an alle die das lesen.

  18. #58
    Zitat Zitat von Dnamei Beitrag anzeigen
    Bei Hataaga muss ich dazu sagen, dass das nur Hörensagen von Reddit ist^^ Da hieß es, dass der Manga mehr reine Comedy ist und die ernsteren Parts (Camilla vs. den anderen Vampir, Rivalität mit Mao) dort so nicht vorkommen. Ob dadurch aber Witze weggefallen sind oder die Wiederholungsrate im Manga genauso schlimm ist weiß ich nicht. Habs nicht überprüft.
    OK, ich vermute jetzt einfach mal, dass der Anime vielleicht schlechter ist als der Manga. Aber glaube nicht unbedingt, dass er *so* viel schlechter sein wird. Ist halt schade, weil das Grundkonzept schon sehr interessant war, aber man damit ab nem gewissen Punkt leider nicht genug gemacht hat.

    @Kayano: Das ist echt interessant, alleine diese Season gabs (für mich) doch relativ viel guten Kram. Denke das ganze Jahr wird von den wenigen brauchbaren Sachen dies im Frühjahr / Sommer gab ziemlich runtergezogen. Aber ja, Vinland Saga wird ja derzeit massiv hochgehyped. Das "Anime Game of Thrones" oder "so gut wie Berserk!" wie manche sagen. Wo wir dabei sind...


    Vinland Saga:
    Die Serie ist gut, keine Frage. Und sowieso: jeder liebt Wikinger! Auch wenn 2/3 vom Anime sich kaum damit beschäftigt. Ohne um den heißen Brei zu reden: ich glaube, die Show ist sehr beliebt, weil sie viele ernste und brutale Themen enthält, aber noch genug Shounen Elemente hat, dass Teenies daran Interesse haben. Statt mit Berserk würde ich die Serie wohl eher mit Attack on Titan vergleichen. Alleine, dass der gesamte Mittelteil aus einer Flucht vor einem Shounen Antagonisten, der mit riesigen Baumstämmen kämpft, besteht, sagt alles. Den Mittelteil fand ich aber ohnehin recht langweilg. Es geht primär um den Krieg, es werden einige Kriegsverbrechen gezeigt, aber so richtig ausführlich behandelt werden diese dann eigentlich nicht. Stattdessen zeigt man dann wohl lieber, wie Torfinn mit seinem Naruto-Run voll cool ein paar Soldaten abschlachtet. Gegen Ende spitzt sich die Situation dann zum Glück richtig zu und es wird auch politischer, was mir gefallen hat. Und die letzten beiden Episoden sind schon ein gutes Gesamtpaket. Ich denke, den ganzen Prolog hätte man durchaus zusammenstauchen können, aber sie wollten wohl 24 Episoden damit füllen.

    Kommen wir zum einzig relevanten Charakter: Askeladd. Welcher quasi die gesamte Show alleine trägt. Er ist ein fieser Schurke, aber unglaublich charismatisch und ziemlich clever. Und obwohl er definitiv als Antagonist startet, so ist er der eigentliche Hauptcharakter vom Prolog. Erwähnenswert ist noch Canute, weil dieser die meiste Charakterentwicklung durchmacht. Wobei "Entwicklung" ein wenig wohlgesonnen ist, da diese so blitzartig erfolgt. Von Thorfinn (der "Hautpcharakter") müssen wir kaum reden. Er kann auf "will Rache" und "kämpft ganz gut" reduziert werden.

    Audiovisuell ist die Show gut. Manchmal beissen sich CG Effekte mit den Zeichnungen, aber nichts, über das ich nicht hinwegswehen könnte. Ich finde es auch verständlich, da es aufwendig ist eine große Zahl an Soldaten ohne CG umzusetzen - obwohl es natürlich schön gewesen wäre. Es gibt hier nichts auf dem Desasterlevel des CG Titanen in der Staffel 3.2 von AoT. Der Soundtrack hat es mir besonders angetan, sehr nordisch inspiriert und sorgt immer für Stimmung. Kampfszenen sind in der Regel gut animiert (sonst kann Thorfinn ja auch nichts). Ein Cut, bei dem aus der Egoperspektive gekämpft wird, ist besonders interessant. Fand ich zwar nicht wirklich schön, aber durchaus mutig - und der Payoff beim letzten Schlag wars dann schon irgendwie wert... glaube ich? Nicht ganz sicher, bin zwischen "awesome" und "trash" hin- und hergerissen bei der Szene *g*
    Bisher wurde noch keine zweite Staffel angekündigt, aber die letzte Folge hieß "Ende des Prologs". Vielleicht aber auch nur als "Prolog für den Manga"? International dürfte die Show sicher erfolgreich genug sein.


    Kono Oto Tomare:
    Hier merkt man wieder, wie dicht viele Musik- und Sports Anime doch zusammen liegen. Und beide die Tropes von Battle Shounen verwenden *g*
    Aber ja, das Thema machts. Während mich Sport kaum hinterm Ofen vorlocken kann, war ich bei den Koto Performances besonders in der zweiten Staffel doch ziemlich begeistert. Leider kann der Rest vom OST da nicht mithalten - genauso wenig wie die Animationen. Aber ja, das hier ist ein Charakterdrama, da steckt halt nicht so viel Budget hinter wie bei "Meisterwerken" wie Demon Slayer ^_O
    Die Charaktere haben mir gefallen und sie haben ziemlich viel Chemie zusammen. Alleine durch den rüpelhaften Chika wird etwas mehr Dynamik in die Show gebracht, die Takezou alleine nicht bringen würde. Und natürlich ist er der Rüpel mit einem Herz aus Gold, wie man es in so einer Show auch erwarten würde. Er und Satowa sind die Stars der Serie (haben auch die besten Gespräche miteinander), beide haben auch Arcs die innerhalb der Staffeln sehr gut behandelt werden. Besonders Satowas Zwist mit ihrer Mutter ist das zentrale Element der zweiten Staffel und mit Akira wurde in dem Rahmen ein toller Charakter eingeführt, weil sie während der Sendung so eine gute Wendung durchlebt. Schade ist, dass Chikas Freunde bis auf ihre speziellen Eigenheiten recht blass bleiben und eigentlich nur mitmachen, weil die drei ihm helfen wollen und ihnen Kotospielen jetzt richtig viel Spaß macht.

    Größte Kritik ist für mich, dass die Show bis auf das Koto nichts wirklich neues macht und recht formelhaft abläuft. In der ersten Staffel wird der Club aufgebaut und man bekommt Einblicke in die Konkurrenz. In der zweiten gehts dann darum, dass sie unbedingt gewinnen müssen, weil das die letzte Chance für die Senpais(!!!) ist an den Nationals teilzunehmen. Hauptcharakter ist ein Anfänger aber irgendwie hat er natürlich das "gewisse Etwas". Sie spielen gegen Clubs, die eigentlich viel mehr Erfahrung haben und besser sein müssten aber flashen dann doch alle, etc.

    Aber wenn man auf eine recht sichere Show mit spaßigen Charakteren steht, die eben das Thema Koto bedient, dann kann ich das hier nur empfehlen. Ich kannte das Instrument bisher kaum. Die Lieder, die es in der Show gibt, haben mir aber gefallen. Unter anderem:


    Shinchou Yuusha:
    Hab dazu schon in den letzten Beiträgen genug geschrieben, und Kayano ja jetzt auch noch mal. Ist eine ganz gute Serie. Die letzten 2-3 Episoden haben mir weniger gefallen, weil sie zu ernst waren. Dafür hab ich das nicht geguckt und die Charaktere haben auch nicht so viel Substanz, dass ich da mitfiebern konnte. Dass Rista die Wiedergeburt von Seyas früherem Lover war hat mich nicht interessiert. Dass diese schwanger war als sie umgebracht wurde war einfach nur unnötig edgy. Besonders schade war, dass viele der früheren Kämpfe sich dadurch ausgezeichnet haben, dass es eine gewisse taktische Komponente hatte. Das war bei den letzten drei Episoden IMO nicht mehr der Fall. Aber wie Kayano gesagt hat: gut, dass sie zumindest so enden, dass man es als nen ordentlichen Abschluss sehen kann, sollte keine weitere Staffel mehr folgen.


    Und damit sind die Anime für Herbst auch im Prinzip abgeschlossen. Von Psycho Pass 3 hab ich bisher nicht so viel Gutes gehört, Babylon wird noch weiterverfolgt aber nach der 8. Episode bereite ich mich erstmal auf das Schlimmste vor. Blade of the Immortal wird aber glücklicherweise immer stärker, weil der Plot mittlerweile da ist!

    Geändert von Sylverthas (04.01.2020 um 01:12 Uhr)

  19. #59
    Muss bei Hoshiai no Sora leider zustimmen. War zuerst einer der vielversprechendesten Titel, aber die kurze Laufzeit hat der Serie nicht gut getan. Aber selbst ohne dieses Problem hätte mich die Schwarzweißmalerei immer noch sehr enttäuscht und das Drama wirkt definitiv dick aufgetragen und teils künstlich. Echt schade, wären dieselben Themen mit entsprechendem Feingefühl aufgegriffen worden, hätte war richtig Gutes draus werden können. Die eine Stelle, wo sie sich über Gender Identity unterhalten, hat ja gezeigt, wie es gut funktionieren kann. Aber die ganze „Alle Eltern sind Arschlöcher“-Sache, oft mit psychopathischen Tendenzen, ist dann doch enorm über das Ziel hinausgeschossen, zumal auch oft recht billig versucht wurde, so Drama und Spannung zu erzeugen.

    Finde die Serie keinesfalls schlecht. Mindestens die Hälfte war ziemlich gut. Aber da wurde einfach zu viel Potenzial verschenkt. Hoffe wenigstens, dass es eine Fortsetzung gibt, sonst wäre das schon ein Schlag ins Gesicht bei dem Ende.

    Chihayafuru 3 ist bisher sehr gut. Ich bin zwar nicht mehr ganz so Feuer und Flamme für die Serie wie früher, aber immer noch recht investiert und qualitativ schließt die Serie gut an die Vorgänger an.

    Radiant S2 ist bisher auch sehr viel besser als die erste Staffel mit ihren Fillern. Schöne Abenteuer-Shōnen-Serie. Kein Top-Titel, aber klassisch und sympathisch.

    Shin Chuuka Ichiban (True Cooking Master Boy) ist vom Stil her richtig schön retro. Liebe die Charakterdesigns und die Musik ist auch ziemlich gut. Ansonsten kann ich aber recht wenig mit solchen Koch-Serien anfangen. Die Duelle sind vorhersehbar und repetitiv. Dass die Serie sich so extrem ernst dabei nimmt, macht es aber stellenweise ganz lustig. Das chinesische Setting ist ebenfalls erfrischend. Aber insgesamt eher ein Titel, der in der Masse untergeht und zudem ja auch kein richtiges Reboot ist, sondern irgendwo mitten in der Story einsetzt (man kommt aber gut rein).

    Die Designs sind echt total 90er/00er:


    Dr. Stone hat mir letztlich doch recht gut gefallen. Suspension of Disbelief ist natürlich nötig, aber ich bin froh, dass Senkuu nicht als der Übermensch ausgespielt wird, der alles im Alleingang schafft und ein absolutes Mastermind ist. Ist er natürlich in gewisser Weise, manchmal auch zu sehr, aber es hält sich noch in Grenzen. Ansonsten auch sehr erfrischend, dass Kämpfe bisher kaum eine Rolle spielen. Setting ist auch mal was anderes. Die Backstory mit Bakuya war von der Idee recht schön, aber leider etwas cringy von der Umsetzung, gerade wenn dann die Pop-Songs spielten. Wirkte sehr gezwungen. Insgesamt aber eine solide Umsetzung eines soliden Mangas. Kein Meilenstein und auch produktionstechnisch eher im Mittelfeld, aber die Serie unterhält.

    GeGeGe no Kitarou ist weiterhin gewohnt solide bis sehr gut. Besonders toll sind viele der Folgen, die gesellschaftliche Themen aufgreifen, oft nur wenige Wochen, nachdem sie in den Medien brisant geworden sind (wie der Jump-„Skandal“ als behauptet wurde, Frauen können die Herzen von Jungen nicht verstehen, weshalb es auch keine in der Redaktion gäbe). Oder auch Diskriminierung/Ausnutzung ausländlischer Arbeitskräfte in Japan. Animes sind ja sonst sehr handzahm und unpolitisch, Gesellschaftskritik findet eigentlich selten statt und wenn, dann auch konzeptioneller Ebene. Kitarou ist da wirklich ein sehr großer Ausnahmefall, und dann auch noch bei einer kindergerechten Serie. Das muss echt immer wieder lebend hervorgehoben werden. Wirkliche Hänger gibt’s eigentlich keine, aber einige Episoden haben sich in ihrer Art mittlerweile doch recht oft wiederholt. Würde gern wieder ein paar mehr Folgen haben, die etwas melancholischer sind.

    Geändert von Narcissu (03.01.2020 um 03:07 Uhr)

  20. #60
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Aber die ganze „Alle Eltern sind Arschlöcher“-Sache, oft mit psychopathischen Tendenzen, ist dann doch enorm über das Ziel hinausgeschossen, zumal auch oft recht billig versucht wurde, so Drama und Spannung zu erzeugen.

    Finde die Serie keinesfalls schlecht. Mindestens die Hälfte war ziemlich gut. Aber da wurde einfach zu viel Potenzial verschenkt. Hoffe wenigstens, dass es eine Fortsetzung gibt, sonst wäre das schon ein Schlag ins Gesicht bei dem Ende.
    Soweit ich das mitbekommen habe will der Director davon die Geschichte wohl auf jeden Fall weitermachen. Ob das jetzt als Anime wird ist natürlich offen. Anscheinend hatte er ja auch die Entscheidung getroffen, dass man die Serie einfach normal produziert, als bekannt wurde, dass sie nur 12 statt 24 Episoden bekommen. In der Hoffnung, dass er das noch weitermachen kann. Das Problem mit den vielen kaputten Eltern ist ja, dass keine der Beziehungen wirklich angegangen wird. Ich meine, alleine Makis und Tomas Probleme würden ausreichen, um eine Show mit 12 Episoden zu füllen.

    Dein Fazit kann ich aber unterschreiben, es war definitiv ne unterhaltsame Show, auch wenn sie gegen Ende halt irgendwie zum Drama-Schlock wird. Wobei ich zumindest noch anmerken würde, dass mir die Show sicherlich in Erinnerung bleibt. Was ich bei der Fülle an Anime Shows, die jede Season rauskommen, noch nicht mal so unwichtig finde *g*


    Übrigens, hier kann man Aki Toyosaki bei ihrer Ristarte Performance aus Cautious Hero mal zugucken. War echt geflashed, dass sie das alles in einem Take runterkloppen kann, bei den Stimmwechseln. Hatte ja schon öfter mal erwähnt, dass Ristarte meiner Meinung nach die Show macht und ohne ihre Performance wär da sicher ne Menge verloren gegangen.

    Geändert von Sylverthas (03.01.2020 um 22:15 Uhr)

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