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Thema: Das Immobilienthema

  1. #1

    Das Immobilienthema

    Mittlerweile scheint es auch einigen Politikern aufgefallen zu sein:

    Die Immobilienpreise und damit auch die Mieten sind so stark gestiegen, dass dies für viele Menschen langsam zum finanziellen Problem wird.

    Ich möchte in diesem Thread über möglichen Maßnahmen diskutieren der Lage Herr zu werden.

    Dabei gibt es sinnvolle und weniger sinnvolle Maßnahmen.

    Auf die Palme bringt mich z.B. dieser Artikel:

    https://www.faz.net/aktuell/finanzen...-16228587.html

    Tenor: Das jemand der lange in einer Wohnung zur Miete wohnt, tendenziell eine niedrige Miete zahlt, ist nicht sozial. Deshalb sollten doch am besten jedes Jahr
    die Mietverträge neu "verhandelt" werden, damit es zu mehr Mieterwechseln kommt und mehr Wohnungen auf den Mietmarkt kommen.

    Zum Glück kosten Umzüge/Auszüge ja nichts und erzeugen keinerlei Verwaltungsaufwand -__-

  2. #2
    Schönes Thema.

    Nachdem aktuell wieder sowohl in Österreich als auch in Deutschland nach "einfachen" Lösungen mit Mietobergrenzen zur Lösung der hohen Wohnungspreise geschrien wird, ein kurzer Artikel, der ein wenig erklärt, wie das funktioniert:
    https://www.agenda-austria.at/publik...zu-bekaempfen/

    In Wien z.B. gibt es bereits besonders niedrige Richtwerte bei Altbauten vor 1945 im Vergleich zu Restösterreich, da hier alle paar Jahre von der Politik die fälligen Inflationsanpassungen für den Richtwertmietzins ausgesetzt werden. Das hat jetzt die letzten Jahrzehnte dazu geführt, dass zunehmend Altbauten verfallen, nicht mehr genügend saniert werden (einen Altbau zu sanieren kommt auch wesentlich teurer, als z.B. ein 30, 40 Jahre altes Haus, da vieles nicht mehr den heutigen Baunormen entspricht), parifiziert und an Immobiliengesellschaften verkauft werden, die die Gebäude abreißen, um Neubauten hinzustellen. (Was dann ironischerweise meist die selben Menschen dagegen auf den Plan ruft, die stark für die viel zu niedrigen Mietrichtwerte eintreten, welche diese Entwicklung fördern...)

  3. #3
    Wenn man denn die Altbauten einfach so abreißen könnte. In Deutschland steht eine ganze Menge unter Denkmalschutz und es scheint so zu sein, dass jährlich 1% der Immobilien, die noch nicht denkmalgeschützt sind, als denkmalgeschützt deklariert werden. Oder sprich: Es systematisch dafür gesorgt, dass die Erhaltung von Wohnraum hier immer teurer wird.

    Der nächste Punkt wäre meiner Ansicht nach, mehr Hochbau zu erlauben. Natürlich das ab einer gewissen großen Höhe sehr teuer. Die Kosten für das Grundstück verteilen sich auf die einzelnen Stockwerke. Dieser Effekt wirkt natürlich am Anfang besonders stark Ich finde daher, dass 6 geschossige Bautenprinzipiell erlaubt sein sollten.
    Lustigerweise ist z.B. die SPD gegen Hochbau (auch nicht mehr Frankfurt, dort wird es in Zukunft keine neuen Wohnhochhäuser mehr geben), wie z.B. hier:

    https://www.wiesbadener-kurier.de/lo...-hofe_20206549

    "Stadtverordnetenvorsteherin Christa Gabriel (SPD) griff dagegen kritische Stimmen auf. Die Bauten erschienen ziemlich hoch, besonders im Vergleich mit dem Kastel-Housing-Viertel auf der anderen Straßenseite. Man müsse sich noch einmal genau damit befassen, das Projekt habe die Rolle eines Vorreiters und eines Vorbilds für die Entwicklung des Stadtteils.
    Vorgesehen ist ein sechsstöckiger Block mit Läden in der Wiesbadener Straße"

    Ja, ihr Leute ich dachte es gibt hier Wohnraummangel. Und nun soll dieses Ding nicht so hoch gebaut werden, damit nicht auch noch in der Zukunft hoch gebaut werden soll/kann/darf/wird.

    Genau das stört mich zunehmend an Deutschland, man gibt sich dieses progressive Image und will sozial handeln und ist agitiert dann plötzlich wie ein konservativer Spießbürger, der doch am liebsten keine Veränderung will.

  4. #4
    Ich denke das Problem ließe sich politisch angehen, in dem Arbeitgeber dazu gezwungen werden, alle Stellen im Home-Office anzubieten, es sei denn dies ist aufgrund der Natur des Jobs nicht möglich.
    Schließlich ziehen die Leute in die Stadt, weil es dort Arbeit gibt. Viele von denen sitzen dann tagein, tagaus im Büro vorm Rechner. Sinn komm raus.

  5. #5
    Nun Zwang find ich falsch. Mehr Homeoffice anzubieten wäre aber aus dieser Sicht sehr gut.
    Leider wird meiner Einschätzung nach die Produktivität dadurch runter gehen. Ich sehe es bei mir. Hab das 3 mal ausprobiert und es ist ein anderes, weniger ergebiges Arbeiten. Die Verlockungen was anderes zu machen sind zu groß. Außerdem kann ich dann von der Arbeit schwieriger abschalten, wenn sie getan ist, weil keine räumliche Trennung stattfindet.

    Allerdings Pro: Leute mit langen Anfahrtswegen (vor allem per Auto) sind vermutlich in ihrer Leistungsfähigkeit auf der Arbeit beeinträchtigt.

    Es ziehen Leute auch nicht nur in die Stadt weil es dort Arbeit gibt. Ich bin angepisst, weil mein Rewe hier schon um 22:00 Uhr zu macht. Das ist mich echt dritte Welt hier.
    Aber wer im ländlichen Raum wohnt, der hat Glück wenn es in 15Km Umkreis überhaupt eine Einkaufsmöglichkeit gibt.
    Für junge Leute kommen dann noch Ausbildung/Studium, Party und Shoppingmöglichkeiten hinzu, die das Landleben nicht bietet.

  6. #6
    Das kommt dann wohl aber auch auf den Beruf und die Personen an. Gerade wenn man viel Verantwortung hat, sind die Mitarbeiter im Homeoffice diszipliniert genug um produktiv zu arbeiten.

    Bei mir ist es sogar so, dass ich im Homeoffice meist viel produktiver bin: weniger Leute die mich von der Arbeit abhalten (Telefon ignorieren ist einfacher als Leute abwimmeln) und dadurch, dass ich auf 2,5 Stunden Arbeitsweg verzichte und alles nebenbei machen kann, schaffe ich viel mehr, als an einem normalen Arbeitstag.

    Mit dem "schwieriger Abschalten" stimme ich allerdings überein. Ich bekomm das relativ gut hin - bei Kollegen sehe ich aber, dass es schwieriger ist.
    Dafür passiert es - zumindest mir - gerne mal, dass ich ein paar Stunden länger arbeite als geplant - eben weil es so gut läuft.


    Büros dadurch ganz zu schließen wird dennoch schwierig. Man könnte aber zumindest die benötigten Räume minimieren und somit mehr Firmen in ein Gebäude zusammenpacken.

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