Umfrageergebnis anzeigen: WEn wählst du bei der Europawahl?

Teilnehmer
20. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ab jetzt … Demokratie durch Volksabstimmung

    0 0%
  • Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL

    0 0%
  • Allianz für Menschenrechte, Tier- und Naturschutz

    0 0%
  • Alternative für Deutschland

    3 15,00%
  • Bayernpartei (EFA)

    0 0%
  • Bündnis 90/Die Grünen (EGP)

    1 5,00%
  • Bündnis C – Christen für Deutschland (ECPM)

    0 0%
  • Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit

    0 0%
  • Bündnis Grundeinkommen

    0 0%
  • Christlich Demokratische Union Deutschlands (EVP)

    0 0%
  • Christlich-Soziale Union in Bayern e.V. (EVP)

    0 0%
  • Demokratie DIREKT!

    0 0%
  • Demokratie in Europa – DIEM25 (DiEM25)

    0 0%
  • Der dritte Weg

    0 0%
  • Deutsche Kommunistische Partei

    0 0%
  • Die Grauen – Für alle Generationen

    0 0%
  • Die Linke (EL)

    4 20,00%
  • Die Rechte – Partei für Volksabstimmung, Souveränität und Heimatschutz

    0 0%
  • Die Violetten

    0 0%
  • Europäische Partei LIEBE (L'AMOUR)

    0 0%
  • Familien-Partei Deutschlands

    0 0%
  • Feministische Partei Die Frauen (FUN)

    0 0%
  • Freie Demokratische Partei (ALDE)

    1 5,00%
  • Freie Wähler (EDP)

    0 0%
  • Graue Panther

    0 0%
  • LKR (AKRE)

    0 0%
  • Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands

    0 0%
  • Menschliche Welt

    0 0%
  • Nationaldemokratische Partei Deutschlands (APF)

    0 0%
  • Neue Liberale – Die Sozialliberalen (ALDE)

    0 0%
  • Ökologisch Demokratische Partei

    1 5,00%
  • Ökologische Linke

    0 0%
  • Partei der Humanisten

    2 10,00%
  • Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative

    1 5,00%
  • Partei für die Tiere Deutschland

    0 0%
  • Partei für Gesundheitsforschung

    0 0%
  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz (APE)

    1 5,00%
  • Piratenpartei Deutschland (PPEU)

    2 10,00%
  • Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPE)

    1 5,00%
  • Sozialistische Gleichheitspartei, Vierte Internationale

    0 0%
  • Volt Deutschland (Volt)

    3 15,00%
  • Ich wähle nicht/ungültig

    0 0%
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Ergebnis 21 bis 40 von 47

Thema: Europawahl 2019

  1. #21
    Grüne über 20%. Deutschland geht dunklen Zeiten entgegen, wenn die Bundestagswahl ähnlich ausfällt. Stellt euch schonmal ein, auf heftige Preiserhöhungen, Wirtschaftsabschwung, mehr Maßreglung durch den Staat, noch mehr Flüchtlinge + Sonstige, mehr Genderisierung und Verhinderung von Investitionen in Zukunftstechnologie+Themen. Zum Glück lerne ich gerade Japanisch und kann mich vielleicht in fünf Jahren hier raus machen. Wirklich schade wie es hier endet

  2. #22
    Wenn dir noch was Plumperes einfällt, sag einfach Bescheid, ja? Bin mir sicher, all die Grünenwähler·innen haben's genau darauf abgesehen, dass du nach Japan umziehen musst.

  3. #23
    Das glaube ich nicht und plump ist meine Bemerkung auch nicht. Die Grünen haben eine extreme linke Ideologie und diese gefährdet unseren Wohlstand und unsere Zukunft massiv.
    Das Problem ist, dass man nur "Klimaschutz" wählen kann, wenn gleichzeitig links wählt.

  4. #24
    Die Grünen haben ein linkskonservatives, sozialprogressives und sozioliberales Profil. Schon das "extreme linke Ideologie" zu nennen, ist plump. Ist hier nicht der richtige Ort, um zum drölfzigsten Mal darüber zu sprechen, was es mit dieser fadenscheinigen Extremismuskarte auf sich hat, die man unbedingt gestandenen Volksparteien zuspielen will. Ist hier ebenso nicht der richtige Ort, um ganze Parteiprogramme polemisch auf "gefährden unseren Wohlstand mit Staatssozialismus und Genderisierung" einzudampfen. Sowas kannste in den Rant-Thread packen oder ganz stecken lassen, es ist überflüssig und beleidigt die Intelligenz deiner Mitmenschen. Mal davon abgesehen, dass du hier von Hölzchen auf Stöckchen argumentierst: Die Europawahl ist ein verdammt schlechter Indikator für die BT-Wahl, vor allem bei großen zeitlichen Abständen. Du hast also noch ein paar Jahre Zeit, deinen Umzug zu planen, die großen Volksparteien ziehen grad heftig an, um den Grünen das Klima-Thema wegzunehmen.

    Und dass Leute die Grünen wegen Klimaschutz wählen, ist ja nun wirklich die abwegigste Sache des Jahres. Total überraschend! Lass das gar wichtiger sein als ob du den Soli nun noch 5 Jahre zahlen musst oder nicht.

  5. #25
    Gestandene Volkspartei? Ok dir ist nicht mehr zu helfen.

  6. #26
    Die Grünen waren bereits an einer Regierung beteiligt (nicht, dass ich Schröder I und II genossen hätte), das macht sie zur Volkspartei. Das kann die AfD nicht von sich sagen. Apropos AfD: In diesem Forum haben wir dutzende Seiten lang Diskussionen führen müssen über den Charakter dieser Partei. Warum muss ich bitteschön die Faschos differenziert sehen, aber die Grünen, die dürfen wir auf einmal in plumpes "widerspricht den Neoliberalen und ist deshalb der Untergang der Zivilisation" packen?! Du kannst von mir aus von Grünen halten, was du für richtig hältst, ich halte selbst von ihnen, was ich für richtig halte. In einem Forum, wo wir uns Seiten um Seiten um die Verfassungsfeindlichkeit der AfD unterhalten haben, gedenke ich nicht, dir durchgehen zu lassen, die Grünen seien irgendwie "extrem" und würden Agenda fahren, die unser Zusammenleben gefährden.

    Du hättest mich übrigens als Fürsprecher, wäre da nicht dieser ekelerregende rechte Rand. Ich bin so privilegiert, dass ich alles bashen kann, was mir als idealistische Heile-Welt-Ideologie erscheinen kann. Aber da gibt es Leute, die wählen den ekelerregenden rechten Rand. Und weil es diese Leute gibt, ist es mir sehr wichtig, dass wir die Grünen als Volkspartei verstehen: sie repräsentieren aktuell gut ein Viertel unserer Gesellschaft. Ist per definitionem ne Volkspartei, is what I'm saying, fam. ¯\_(ツ)_/¯

  7. #27
    Zitat Zitat von Mordechaj Beitrag anzeigen
    Bin mir sicher, all die Grünenwähler·innen haben's genau darauf abgesehen, dass du nach Japan umziehen musst.
    Die haben alle hier gelesen, wie gern er mal mit nem japanischen Schulmädchen anbandeln würde, also von dem her ist das bestimmt gar nicht so weltfremd...

    Und mein lieber noRkia, wenn du schon bei den gemäßigt linken Ökoaktivisten bist und diese "extrem links" nennst - bist du offensichtlich noch nie bei der MLPD oder Ähnlichen gelandet.

    Ontopic Grüne: Leider nichts für mich, da man mit der SPD in der Vergangenheit ein paar Hartz4 Beschlüsse mit verbrochen hat, nur um mitmachen zu dürfen. Dat muss nicht sein...

  8. #28
    Ich zähle zu Volksparteien aber auch nur die Parteien, die ne große Anzahl an Stimmprozenten bekommen können. Die sollten ja eine breite Masse im Volk ansprechen. Ob/wer in der Regierung war - ist weniger interessant. Zumindest regional ist da die AfD im Osten stark. Bundesweit aktuell - wenn auch nich bei Bundestagswahlen bewiesen - die Grünen. Aber es stimmt: Europawahl is was anderes. Kann bis in 2 Jahren wieder runter sein auf 10 Prozent. Ich schätze so zwischen 13 und 17 wäre haltbar (um die 15 +-).

    Die 20 sind schon beängstigend. Da es halt dann von ner Nischenpartei zur Volkspartei geht - man aber hauptsächlich mit Flüchtlingsthema, Umwelt und Menschenrechte wirbt. Die Umwelt hatten die Grünen schon immer. Menschenrechte (Datenschutz und so) von andern abgeguckt (da ist die FDP auch stark dafür) - aber ich vermiss halt viel beim Arbeit/Soziales. Da macht es mir schon Angst, dass da ne Partei aufm Weg ist in ne Regierung zu kommen und stark darin zu sein. Wobei ich 15 Prozent - wo ich die Grünen langfristig seh - nich für so schlimm halte. Ab 20 wirds halt gefährlich. Weil Umwelt, etc. haben auch die andern. Bei den Menschen/Freiheitsrechten ist die FDP schon zu schwach von den Prozenten - da könnte es von Vorteil sein, wenn die Grünen dem klassischen größeren Koalitionspartner (ja könnte ja eigentlich langfristig nur schwarz-grün werden, wenn nich ne dritte Partei noch dazu soll) etwas mehr abringen. Umweltschutz mehr als nötig brauch ich nich unbedingt. Reicht das was die andern im Programm haben.

    Mir fehlt halt hier die Finanzierbarkeit bzw. das übergreifende Konzept bei Arbeit/Soziales - mit dem man auch wirbt. (Die Masse wählt nach Wahlwerbung/Wahlkampf - die lesen nich das Programm im Detail. Sind also viele "Träumer",aber bei Bundestagswahl - da stimm ich zu - wird es anders aussehen. Da sind Union/SPD meist ein bissl stärker, während bei Europawahlen eher "experimentiert" wird und man sich mehr traut als Wähler. Nach dem Motto "ist ja nur Europa da können wir die interessant kllingenden Sachen mal probiern und wenns doch schlimm wird dauerts eh länger oder kommt nich 1:1 so bei uns an".)

    Wobei die SPD halt auch leider zu sehr abgebaut haben. Da dürfte noch Union das "geringste Übel" sein bei Arbeit/Soziales. (Wer mehr will muss halt hoffen, dass die SPD sich wieder aufbaut.) Weil teuren Umweltschutz kannst halt nich einfach so, ohne dass das am Ende so viel kostet, dass auch die Grundsicherung (Alg 2 und andere) angepasst werden muss. Sprich: Da wird es auch teurer. Am Ende ist weniger Geld beim Staat ... oder es geht auf den Steuerzahler über, wo die Zahlenden die Mehrkosten für sich erst mal im Alltag merken bezüglich Umweltschutz - und dann noch bei einem Mehr an Steuern zur Finanzierung anderer. Und Ideen mit Grundeinkommen sind für mich halt auch oft nur "Parolen", wenn nich dargelegt werden soll, wie denn die Bedingungen sind. Denn 100 Prozent bedingungslos - dazu zitierte ich mal Butterwegge - geht halt nich. Irgendwo muss man ja sehen, dass es noch Millionäre gibt, die das nich brauchen. (Und auch an die rausgeben ... und es wird nich bezahlbar bzw. man nimmt es denen ja eh wiede weg, wenn man die höher besteuert. Oder irgendwer macht allgemeine Steuern rauf die jeden treffen - Mehrwertsteuer - und der Ärmere hat nix davon.)

    Alles auf Europaebene natürlich nicht relevant. Aber halt etwas, was man im Hinterkopf behalten muss, wenn man die Grünen stärkt - was aber halt auch bei Prognosen für die Bundestagswahl eher hoffen lässt, dass sie da weniger einfahren. Über 17 glaub ich definitiv nich. Zumal: Sollten sie in die Regierung kommen ... weiß die Union geschickt (zumindest unter Merkel) wie sie Positives für sich verbucht und Negatives dem Koalitionspartner zuschiebt. Die Union hat ja die SPD zerstört, die langjährig oben mitspielten in Bereichen über 20 Prozent. Bei ner Partei wie den Grünen ging das noch sehr viel schneller. Vor allem sind da auch viele gebildete Lifestyle-Grüne mit akademischem Hintergrund die es sich leisten können, den Lifestyle. Wenn dann nur um mitregieren zu dürfen wenig umgesetzt, dann merken die das eher.


    Edit: Volksparteien für mich nur - aktuell: Union, Grüne, AfD. SPD durchgängig zu schwach.. Linke erreichten - wenn auch im Osten auch als mal stärker - nie so ne "geblockte" (räumlich - über mehre naheliegende Bundesländer) Stärke wie die AfD im Osten hat. FDP is klar ... zu schwach. SPD hat den Abstieg geschafft und an die Grünen übergeben. Dass Kühnert sozialistische Wahnvorstellungen zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt hatte (nich zuu lange vor der Wahl) - und dass Nahles damals so groß "auf die Fresse" geben wollte, dann doch mitregieren wollte - das haben viele noch in Erinnerung. Selbstzerlegung ... da würde mancher in Selbstzerlegung nen Doktortitel haben - gäbe es sowas -, wo andre davon abschreiben könnten.

    Geändert von PeteS (27.05.2019 um 07:56 Uhr)

  9. #29
    Um mein Problem mit den Grünen (die ich in jüngeren Jahren mal sehr verehrt hab) mal zusammen zu fassen: Wasser predigen und Wein trinken sowie Not in My Backyard mentalität ist da ganz hoch im Kurs.

    Multi Kulti ist ganz toll, aber die Kinder dann auf eine Privatschule schicken oder aufs Land, damit die Kinder sich ja nicht den Begebenheiten anpassen müssen.
    Sich ganz stark dafür einsetzen, wenn in Kreuzberg dann eine Flüchtlingsunterkunft hinsoll, dass das ja alles ganz nett ist und so, aber warum das denn jetzt unbedingt im eigenen Kiez sein muss.
    Wir müssen alle was gegen den Klimawandel tun, aber mein Auslandssemester in den USA oder den Urlaub auf Bali, den möchte ich mir bitte nicht verbieten lassen.


    Dazu kommt in weiten Teilen der Partei verbreitete Fundamentalismus, wir sollten ja sofort aus Kohle, Kernenerige und überhaupt aus allen fossilen Energiequellen aussteigen, obwohl es weder national noch global eine praktikable Alternative gibt. Und sich dann je nachdem wie es einem gerade bequemt dazu entscheiden, dass es alles ganz kompliziert ist und es keine leichten Antworten gibt, obwohl man dann je nach Bedarf rausposaunt, es gäbe für Problem A nur eine ganz klare Antwort (I look at you Katharina Schulz und ja, wenn man sich son bisschen mit der Frau und ihrer "Argumentation" (oder Anton Hofreiter im Deutschlandfunk-Interview) beschäftigt, dann finde ich es nicht ganz hergeholt, zumindest punktuell von einem grünen Populismus zu reden).

    Peinlich auch der Heiland Habeck, der gestern meinte, die Grünen hätten in Bermen eine gute Finanzpolitik gefahren, sodass Bremen jetzt von seiner Schuldenlast befreit (sic!) sei.

  10. #30
    Zitat Zitat
    Dass Kühnert sozialistische Wahnvorstellungen zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt hatte (nich zuu lange vor der Wahl) - und dass Nahles damals so groß "auf die Fresse" geben wollte, dann doch mitregieren wollte - das haben viele noch in Erinnerung.
    Kühnert war doch klares Wahlkampfexperiment, wenn schon nicht auf Anweisung, dann zumindest mit Duldung von Nahles. Hat nicht funktioniert, also versucht man's bei der Butawa nicht nochmal.

  11. #31
    Das glaube ich ehrlich gesagt nicht, die SPD ist da strukturell offener gefasst -- die Jusos werden auch explizit und öffentlich sichtbar nicht der Parteilinie verpflichtet. Das siehste auch sehr gut daran, dass Kühnert seinerzeit öffentlich eine Meinung gegen die große Koalition gefahren ist und dass er und die Seeheimer über die Sozialismus-Äußerungen einen öffentlichen Streit geführt haben. Nahles hat die Aussagen nachträglich als "falsch" bezeichnet, Klingbeil hat meines Wissens gar keine inhaltliche Einschätzung getroffen. Also mal ganz davon abgesehen, dass die Aussagen in einem Kontext entstanden, der so nicht vorhersehbar war. Man mutet den Genoss·innen da auch echt zu viel zu, wenn man unterstellt, sie wären in der Lage oder bereit, sowas zu inszenieren. Und zuguterletzt hat Kühnert das auch nicht gesagt, weil Wahlkampf war -- er hatte eine Bühne für das, was er sowieso schon zu vielen Gelegenheiten vertreten hat, weil Wahlkampf war und die Medien ihm Präsenz einräumten.

  12. #32
    Hm, mir passt das sowohl vom Zeitpunkt her, als auch aufgrund der Tatsache , dass einer der großen Vorwürfe an die SPD ist, dass sie nicht mehr "sozial" genug seien, zu gut zusammen, um es als Zufall abzutun. Andererseits kann ich es auch nicht beweisen, und ohnehin spielt es keine große Rolle, nachdem es sie letztendlich wohl eher Stimmen gekostet als gebracht hat .

  13. #33
    AKK will "Regeln" für Videos auf YouTube (und anderswo im digitalen Bereich) vor Wahlen:
    https://www.heise.de/newsticker/meld...n-4433521.html

    Also kurz gesagt: Sie würde gern alles zensieren, was zwar nich strafbar ist - ihr aber einfach nich passt, bezüglich der privaten politischen Meinung von Bürgern die auf YouTube Videos uploaden. Das dürfte gar nich mit dem Grundgesetz vereinbar sein, da was zu reglementieren. Zumal das Video wohl mit Quellen belegt war, also auch keine gezielte Falschinfo, etc.

  14. #34
    @Liferipper: Na, ich find das schon diskussionswürdig und auch spekulationswürdig, was die SPD eigentlich so treibt und wie viel davon geplant ist -- würd mir von der Spitze beispielsweise schon irgendwie ne Kommunikationslinie wünschen, die sich nicht darauf beschränkt festzulegen, wann man Anführungsstriche verwendet und wie ernst man die zahlreichen Entschuldigungen und "Jetzt machen wir's aber richtig"s intonieren muss. Der Zeitpunkt ist allerdings ebenso wie die Passgenauigkeit zum Vorwurf vom Interview her zu denken: Anlass der entsprechenden Fragepartie war eben gerade (nicht wörtlich) 'Der SPD wird vorgeworfen, sie sei zu wenig sozial; gibt es konkrete Vorschläge von der Sozialdemokratie, wie man sozialere Politik machen kann?' und daraufhin waren die Fragen zugespitzt, die Idee "demokratischer Sozialismus" kam freilich von Kühnert, aber z.B. Enteignen/Verstaatlichen wieder haben die Interviewer rangetragen und Kühnert verwies (subtil und nicht wörtlich) auf das, was die Verfassung ermöglicht.

    Der Punkt, der damit gemacht sei: dem ganzen eine Strategie zu unterstellen, vermutet, die SPD wäre aktuell mehr als ein Steigbügelhalter für die Union -- sieht man grade wieder wunderbar daran, wie die Spitze um die Grundrente und das Klimaschutzpaket rumtanzt und dabei querelt, dass man da ja ständig am Widerstand der Seniorpartnerin scheitert. -- Hinweis auf den Koalitionsvertrag. -- "Ne, kömmer nicht, Union stellt sich quer." -- Ist doch n Koalitionsbruch. -- Stille. -- Na, lasst das Ding halt platzen, wenn sie den Vertrag brechen. -- Stille.

    Und hinter dieser Stille guckt der Kühnert mit seinen Thesen hervor und anstatt das Medienecho effektiv zu nutzen gibt es entweder "Na, die kleinen Jusos, das kennt man doch von ihnen, ist nicht so schlimm." oder "Was hat der denn geraucht?" Kühnerts Ideen sind naiv. Aber anstatt sich hinzustellen und zu sagen: "Aufregung übertrieben, aber falsch isses trotzdem." hätte man sich vielleicht hinstellen können und sagen: "So stellen wir uns das natürlich nicht vor, sondern wie folgt: ..." Bloß das kannste halt nicht machen, wenn du keine Vorstellungen hast. Und ich glaub, dass das klar geworden ist, und dass klar geworden ist, dass der Kühnert der einzige mit steilen Ideen ist (naiven Ideen, die man ganz furchtbar finden darf), das hat in dieser Affäre der SPD am meisten geschadet.

  15. #35
    @PeteS
    Es wundert mich immer wieder, dass führende Politiker solche Fehler machen. Mal abgesehen von der Idee an sich, ist es gerade der denkbar schlechteste Zeitpunkt, um so was zu sagen.

  16. #36
    Warum ich nicht wählen konnte?

    Wie schon gesagt, ich hätte mich selber drum kümmern müssen und mich eintragen lassen müssen. Das wäre ohne Weiteres gegangen, allerdings habe ich es in den Geschäftszeiten des Rathauses einfach nicht geschafft, mich nachtragen zu lassen, da ich aktuell ausnahmsweise ein paar Aufträge und Arbeit hatte und auch am Wahltag auswärts gearbeitet habe. Dann hätte ich noch Briefwahl beantragen müssen - die Unterlagen wären nicht mehr pünktlich angekommen. Ich hätte aber wirklich gerne gewählt.

    Insgesamt stimmt mich - vor allem das deutsche Wahlergebnis - aber insgesamt etwas ruhiger. Den hohen grünen Anteil - ein fast deutscher Alleingang - finde ich spitze und hätte mir von anderen europäischen Ländern ebenfalls deutlich mehr grüne Abgeordnete gewünscht. [IRONIE AN]In Italien und ein paar anderen Ländern scheint der Klimawandel wohl nicht zu existieren, dafür scheinen Deutschland und Luxemburg überdurchschnittlich betroffen... [IRONIE AUS] Im Ernst: Im Land von Greta Thunberg haben nur 11% die Grünen gewählt - ich dachte vor allem, dass die "umweltbewussteren" Länder - wie in Skandinavien - einen höheren Anteil an Grünen wählen. Auch bei den Franzosen dachte ich es mir.

    Dann gibt es Sachen, die ich extrem beunruhigend finde - wie die Liga in Italien mit fast 40 Prozent und auch, dass die Österreicher immer noch zu 17% die FPÖ gewählt haben (nachdem sie jetzt schon aus Kurz Kürzer gemacht haben) - und das nach Ibiza. Die Affäre scheint der AfD stärker geschadet zu haben, als der FPÖ im eigenen Land, da die AfD wohl 5% mehr erwartet hätte. Naja, die rechten Kräfte sind sehr stark vertreten - etwas beruhigend ist es aber wohl, dass alle diese Rechtspopulisten in ganz unterschiedlichen Fraktionen sitzen. So sind die FPÖ und die AfD nicht zusammen. Und die Ungarn sitzen ebenso wie Salvini in unterschiedlichen europäischen Fraktionen. Und die Interessen sind auch weiter auseinander.

    Übrigens: Sehr schön übersichtlich und informativ ist diese Seite, wo man sich alle Ergebnisse (auch die der deutschen Landkreise) anschauen kann:

    https://www.welt.de/politik/ausland/...eberblick.html
    Ist leider die WELT, also nicht meine Quelle der Wahl - aber die Zahlen sind beispiellos aufbereitet und man kann sich super durchklicken.

    Wegen Volksparteien:
    Ich weiß auch nicht genau, wie man das jetzt am besten definiert. Ich dachte immer, dass die Volksparteien quasi die Altparteien sind, also regierungsbildende Parteien, die in der Vergangenheit auch den Regierungschef gestellt haben, sprich SPD und Union. Die FDP würde ich noch zu den Volksparteien zählen, da sie im Parlamentarischen Rat zur Fassung des Grundgesetzes vertreten war und in der Vergangenheit eine entscheidende Rolle - vor allem in Bonner Zeit der Bundesrepublik - gespielt hat.

    Die Grünen gibt es noch nicht so lange und sie haben sich quasi wie jede andere kleinere Partei gegründet und sich dann das Vertrauen erarbeitet. Das ging nicht mit dem Raketenfahrstuhl wie bei der AfD, ist aber dafür wahrscheinlich nachhaltiger. Ich persönlich würde mich auf die "grüne" Seite schlagen, auch wenn ich finde, dass die guten Politiker in dieser Partei rar gesät sind. Wobei das mittlerweile nicht nur auf die Grünen zutrifft, sondern auch auf die anderen Parteien, die sprichwörtlich auch schon mal die Karrenbauer gegen die Wand fahren lassen.

    Am schlimmsten finde ich aber das drastische SPD-Ergebnis. Ich kann es der SPD natürlich auch nicht wirklich verzeihen, dass sie so viel Mist gebaut hat. Mit der Agenda 2010, den Jobcenter-Quatsch und dem Boost der Niedriglöhne bin ich quasi direkt von dieser Politik betroffen und die Grünen haben damals auch fleißig mitregiert. Dass die CDU/ CSU als auch die FDP es nicht besser machen würden, war mir klar, weil sie nichts daran geändert haben, auch als die SPD offiziell (über Herrn Schulz) ihren Fehler eingesehen hat. In der GroKo ändern sie aber gar nichts, sie drehen nur an wenigen Schrauben und spielen mit dem Gedanken, die Koalition aufzulösen. In Bayern betreibt die CSU momentan eine ausgeprägte Law-and-Order-Politik sondergleichen, obwohl Söder selbst nach außen als sehr vernünftiger Politiker wirkt und in meinen Augen eigentlich auch nicht zuwider ist, was man von seinem Amtsvorgänger nicht behaupten konnte. Aber ich schweife ab... Auf jeden Fall ist die Union somit aus verschiedenen Gründen für mich nicht wählbar. Klar - man muss auch zugeben - das momentane Wohlstandsniveau der Bundesrepublik ist nicht so einfach zu halten. Aber ich sehe es momentan einfach wirklich gerade problematisch, weil im Moment einfach vieles zu ungerecht ist.

    Mein persönlichstes Problem habe ich aber mit dem Klimawandel. Es ist halt wirklich ein massives Problem. Man merkt ihn mittlerweile selbst, vor allem in Nordrhein-Westfalen, dem "Problembundesland". Ich kaufe Blumenerde, ich bekomme Plastik. Ich kann nachts oft nicht mehr durchschlafen, weil die Feuerwehr alle paar Tage mit Martinshorn um vier Uhr nachts durch die Straßen düst, um Keller in der Umgebung auszupumpen. Ich kaufe unverpackte Lebensmittel und zahle damit mehr als Doppelte. Ich habe mir bei 42 Grad Spitzentemperatur jetzt sogar eine Klimaanlage geleistet, die ich allerdings nur im Notfall benutze (Wohnungstemperatur > 34 Grad, 2018 an zehn Tagen). Ich verbrauche trotz Warmwasser und Klimaanlage im Jahr nur ca. 900 Kilowattstunden Strom im Jahr, musste aber wegen Tarifanpassungen trotzdem 50 Euro nachzahlen, während die Tankstellen ein paar Mal im Jahr die ausrangierten Tiefkühltruhen laufen lassen, um eine bestimmte Schwelle im Verbrauch zu überschreiten, um den günstigeren Tarif zu bekommen. Ich hatte bei meinem alten Auto einen Hagelschaden von 4000 Euro - zweimal. Ich nutze hauptsächlich Straßenbahn und die Eisenbahn und zahle dafür mehr als für das Auto. Als Freiberufler brauche ich allerdings das Auto (wenn auch selten), weil meine Ausrüstung nicht mit der S-Bahn transportiert werden kann. Ich esse kein Fleisch, kaufe auch selbst keine Milch mehr und achte auf Regionalität... Und trotzdem bringt's nix. Auch wenn ich ein schlechtes Gewissen habe.

    Daher wünsche ich mir eine Politik, die auch die großen Verschmutzer in den Griff kriegt. Wir müssen den Klimawandel bekämpfen. Wenn es nämlich so weiter geht, dann steigt die globale Temperatur in den nächsten Jahrzehnten um bis zu 4 Grad. Ich möchte dafür nicht mitverantwortlich sein (auch wenn ich das ohne Frage bin). Und es würde ja so viel gehen. Klar, wenn RWE jetzt seine 4000 Braunkohle-Mitarbeiter raushaut ist das schlimm. Aber Fujitsu, Opel, AEG und Quelle oder auch Schlecker haben auch nicht gefragt und eine fast sechsstellige Zahl an Arbeitslosen geschaffen. Wenn der Konzern nachhaltig wäre, würde er Technologien mitentwickeln und das Personal so weit es geht umschulen. Allerdings kann man dann kurzfristig KEINE Rekordgewinne einfahren, sondern nur langfristig langsam zulegen. Das gefällt den Aktionären natürlich nicht. Also bleibt nur die Möglichkeit: Leute entlassen oder weiter fleißig Kohle schürfen.

    Die Kohle ist in meinen Augen der schlimmste Energieträger und kommt sogar noch vor der Kernenergie. Nicht falsch verstehen: Ich bin kein Fan der Kernenergie, da sie vor allem ein strahlendes Erbe und ein nicht zu kalkulierendes Risiko beherbergt. Für das Klima und den Notfall wäre die Kernenergie jedoch geeigneter als Kohlekraftwerke. Oder eine weitere Möglichkeit als Übergang wären unsere oft stillgelegten Gasturbinen. Gas wird meist eh abgefackelt und damit verschwendet. Allerdings ist der Betrieb dieser Kraftwerke sehr teuer und man wäre natürlich auch von anderen Ländern abhängig. Aber besser als Kohle wäre es. Und daher sollte die Politik handeln. Ebenfalls sollten große Unternehmen, die von der EEG-Umlage profitieren zumindest energiesparender arbeiten müssen. Klar, dann gefährdet man wieder Arbeitsplätze und so weiter. Aber sich die Energie vom Verbraucher zahlen zu lassen (30 Cent pro Kilowattstunde ist - glaube ich - Weltrekord) ist schon ein starkes Stück. Vom CO2-Aussstoß-Ziel sind wir also immer noch entfernt und müssen es wohl wieder und wieder verschieben.

    Daher wünsche ich mir eine verantwortungsvolle grüne Regierung - gerne auch in Koalition mit den Christdemokraten. Ich persönlich sehe ich mich - auch wenn mir Ianus jetzt dawiderspricht - als grün-mittig-konservativ von meinen politischen Ansichten. Die ÖDP wäre - wenn sie nicht so schwach vertreten wäre - die ideale Partei, da sie sehr wohl konservative und bürgerliche Interessen zur Wohlstandsbewahrung und Verbesserung beinhaltet, aber eben auch die notwendigen ökologischen Schritte. Und die müssen wirklich radikaler sein. Wir müssen vom CO2 runter, am besten gestern!

    EDIT:
    Ach ja, weil ich's grade lese. Ich mag diesen Rezo nicht. Er wirkt auf mich so irgendwie arrogant. Aber er argumentiert sauber, auch wenn er einige unqualifizierte Äußerungen verwendet, wo man sich schon streiten kann. Aber er halt nun mal recht. Und zwar halt richtig recht. Und das muss sich die Union gefallen lassen und NICHT den Fehler bei anderen suchen. Denn Rezo hat mit Sicherheit keine Meinung gebildet, aber er klärt auf. Daher sollte die Union sich mal bei ihrer eigenen Nase packen. Noch mal mein Credo: Wir müssen raus aus dem Klimawandel. Nur so wie die Union meint, schaffen wir das nicht.

    Geändert von Cuzco (27.05.2019 um 19:38 Uhr)

  17. #37
    Ergebnisse auf bundeswahlleiter.de

    Lässt sich übrigens auch nach Bundesländern und Wahlkreisen aufschlüsseln.

    Und es gibt vorgezogene Neuwahlen bei der SPD.

  18. #38
    Und AKK hat offenbar aus den Fehlern der CDU bezüglich ihrer Haltung zu digitalen Themen gelernt... NOT

    https://www.tagesschau.de/inland/youtube-akk-101.html

    Das ist ja gerade zu phänomenal. Die freie Meinungsäußerung, auch wenn sie von sonem Typ wie Rezo kommt, ist eine politische Beeinflussung? Und die soll am besten vor Wahlen (die ja in Deutschland Tag und Nacht stattfinden) verboten werden? Wow. Hat die eigentlich die letzten Monate nur geschlafen?

    Was ist denn mit der Berichterstattung des ÖR? Da habe ich Eindruck das ebenfalls eine bestimmte Meinung gemacht wird. Soll der ÖR nun auch verboten werden?

  19. #39
    Vielleicht machen die YouTuber ja bei nächster Wahl noch kurz Werbung für andere Parteien a la "bitte wählt aber ab und zu auch die CDU ... ich bin zur Ausstrahlung dieser Wahlwerbung rechtlich verpflichtet". So wie im TV die auch alle möglichen Clips bringen müssen.

    Auf jeden Fall wird sich das negativ auf die Union auswirken - langfristig. Jüngere Leute kommen nach. Ältere sterben aus. In nem andern Forum postete jemand das Wahlverhalten der U30. Mit Leuten wie AKK könnte der umgekehrte Schulz-Effekt eintreten - dass es total bergab geht. Die hatte sich schon bei den Schüler-Demos kritisch geäußert. Zwar stimme ich überein, dass Schüler mit viel Freizeit sowas in der Freizeit machen könnten. Aber es wirkt halt sehr stark nach Ausweichen. Das ist ja dieses Unterdrücken wollen von YouTube auch. Statt sich damit auseinanderzusetzen.

    Das sollte auch älteren Wählern zu denken geben. Hatte ja gestern mal das volle Video geguckt - auf Empfehlung meiner Phyisotherapeutin gestern. Da warn auch einige peinliche Gestalten - auch von SPD/AfD. Er hatte von Storch mit drin, die der Sonne erklären wollte nich so stark zu scheinen. Und Politiker die sonst nich so in den Meiden stehen ... die ins Stottern gerieten bei ihrem Fachgebiet. Da war Westerwelle mit seinem schlechten Englisch weit weniger peinlich. Halt nur "schlimmer" weil Außenminister und so. Aber wenn als Drogenbeauftragte auf die Frage warum andere Sachen verboten sind, Alkohol aber nich - nur kommt "Ja der andere Kram itst halt ne illegale Droge." Oder bei den USA die versichern dass sie keine Völkerrechtsverletzungen von dt. Boden aus begehen - wo man es einfach glaubt und auf mehrmalige Nachfrage sich wiederholt und fast im Stottern ist. Das ist nich souverän reagiert. (Da hätte man klipp und klar sagen müsse, dass man sich nich dazu berufen fühlt nachzuprüfen und einem ne Zusage der USA reicht.)

    Find den Rezo übrigens auch nich so toll. Hat auch viel mit Selbstinszenierung und Sucht nach Likes und Geldverdienen zu tun bei YouTube alles. Aber die Medien pushten das Video und andere dürften aufspringen. Genug Szenen zum zusammenschneiden findet man ja. Da haben wir demnächst nich nur AfD-Bashing oder Journalistinnen die Verhalten von FDP-Politikern Jahre später (mal wieder vor der nächsten Wahl) anprangern - sondern es wird eigentlich erst richtig ausgeglichen durch YouTube dann.

  20. #40
    Die CDU könnte ja einfach Internet in Pflegeheimen verbieten, wenn es darum geht, potenzielle Wähler vor Influenzern zu schützen.

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