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  1. #1

    [Cuzco] #curiousaboutjrpgdevelopment Challenge 2019 (1/8)

    Hallo,

    es geht weiter: In die zweite Runde. Endlich bin ich dazu gekommen, den Thread für dieses Jahr zu eröffnen.

    Nachdem ich letztes Jahr "nur" 8 Spiele durchspielen konnte, werde ich mir dieses Jahr ebenfalls 8 Spiele vorknöpfen. 12 schaffe ich nicht, da die meisten Spiele doch über 50 Stunden Spieldauer gehen. Aber 8 Spiele sind realistisch.

    Ich werde diesmal häufiger posten und auch Zwischenstände und Erfahrungsberichte zu den Spielen bringen, dafür werde ich die Tests deutlich abkürzen und erhoffe mir mehr Diskussionen und Austausch. Ab und zu werde ich auch im Discord unterwegs sein.

    Da ich so ein Statistikenfuchser bin, erst mal kurz einen Rückblick zur Challenge 2018:


    JRPG-Challenge 2018:

    Gesamte Spieldauer: 514 Stunden, 6 Minuten
    Durchgespielte Spiele: 8,75
    Durchschnittliche Spielzeit/Spiel: 58 Stunden, 45 Minuten
    Durchschnittliche Erwartung: ➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
    Durchschnittliche Bewertung: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉+ okay, Tendenz gut

    Ich finde JRPGs tatsächlich nur okay - das war früher anders. Was ich allgemein am Genre im jetzigen Zustand auszusetzen habe, könnt Ihr in meinem "Essay" nachlesen. Viele werden - denke ich - teilweise ihre eigenen Ansichten wiederfinden. Über eine angeregtere Diskussion würde ich mich zudem sehr freuen: Hier findet Ihr Essay und Abschluss-Fazit zu meiner Challenge 2018
    Kurz zusammengefasst stören mich folgende Punkte:



    Das klingt jetzt harscher als es gemeint ist. Denn es gab auch immer wieder Lichtblicke und ich habe einige ikonische Spiele bzw. Spielereihen zudem noch gar nicht getestet. Um einen noch besseren Überblick zu bekommen und weil ich dennoch mit einigen Spielen auch schöne Stunden verbracht habe und da JRPGs i.d.R. leichte Kost sind, hab ich mich entschlossen, das Genre noch weiter zu ergründen. Da ich nicht 12 im Durchschnitt 60 Stunden-Spiele durchspielen kann (mir fehlt einfach die Zeit und manchmal auch die Lust), werde ich mir dieses Mal nur 8 (!) Spiele vornehmen. Die da wären:

    Titel System Erscheinungsjahr Drahtzieher Fertiger begonnen durchgespielt Spieldauer Einschätzung Wertung
    Xenoblade Chronicles 2 - The Golden Kingdom of Torna NSW 2018 Big N Monolith 14.9.2018 - 4:00 ➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
    The Legend of Heroes - Trails of Cold Steel 2 VITA 2016 NIS America Nihon Falcom 28.12.2018 - 34:35 ➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
    The Legend of Heroes - Trails of Cold Steel 3 PS 4 2019 NIS America Nihon Falcom ➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
    Tales of Vesperia - Definitive Edition NSW 2019 (2009) Bandai Namco Namco Tales-Studio 16.1.2019 17.2.2019 56:36 ➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉+ okay, Tendenz gut Review
    The Last Remnant Remastered PS 4 2018 (2008) Square Enix Square Enix ➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
    Town NSW 2019 Big N Gamefreak ➊➋➌➍➎➏➐➇➈➉ gut
    Kingdom Hearts 3 PS 4 2019 Square Enix Square Enix ➊➋➌➍➎➏➐➑➈➉ sehr gut
    Persona 5 PS 4 2017 Atlus P-Studio ➊➋➌➍➎➏➐➑➒➉ hervorragend

    Zudem habe ich noch als Ersatz im Backlog:





    Greetz,
    Cuzco
    Geändert von Cuzco (17.02.2019 um 20:49 Uhr) Grund: Anpassungen

  2. #2
    Schön, dass Du mit den Berichten weitermachst. Habe Dir zwar nicht immer zugestimmt, aber zumindest waren sie ausführlich genug, dass man nen guten Eindruck bekommt.

    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Irgendwie bin ich ja fast offended, dass Xenoblade 2 in so wenigen Kategorien vertreten ist (eigentlich nur in der, in die man es reintun MUSS), obwohl es praktisch in jedes Fettnäpfchen tritt und extrem viel falsch macht. Radiant Historia scheint für Dich hingegen fast schon ein Beispiel für ein J-RPG zu sein, was Du nicht sehen willst, dabei fand ich das damals doch ziemlich unterhaltsam

    Deiner Kritik, dass J-RPGs häufig zu wenig Abwechslung bieten, kann ich voll zustimmen. Habe das schon oft erwähnt, aber ich glaube das resultiert einfach daraus, dass die meisten Spieler wirklich ungerne Abwechslung wollen. Wie oft werden Segmente in Spielen kritisiert, in denen man eben nicht mit den Standardmethoden unterwegs ist / komplett umdenken muss? Da werden dann Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung, die nicht straight forward sind, schon mal gerne wegrationalisiert und am Ende hat man ein Game, was niemanden wirklich stört, aber vermutlich auch niemanden gameplaytechnisch lange in Erinnerung bleiben wird.
    Liebe ich Minispiele? Nein, sicher nicht. Dennoch werde ich Sachen wie die Verteidigung vom Fort in FFVII niemals vergessen, weil es einfach so einzigartig war und den Spielfuss aufgefrischt hat.

    Aber übrigens ist das oben geschriebene nicht nur meine Einstellung zu J-RPGs, sondern auch zu so großen Blockbustern wie dem neuen God of War oder der Tomb Raider Reihe. Die haben zwar mehr gameplaytechnische Abwechslung, aber das ist auch alles Abwechslung, die schon in hunderten anderer Spieler erprobt und geschliffen wurde, um dem Spieler eine möglichst standardisierte Erfahrung zu geben. Aber will mal nicht total derailen *g*

    Ob es ein spielerisches Abstellgleis ist? Keine Ahnung, die Aussage ist so grob, dass man da schwer argumentieren kann. Habe auch Dein Fazit durchgelesen und irgendwie kam mir das eher wie ein Sammelsorium der anderen Punkte vor. Da sich extrem viele Indie RPGs am östlichen Stil orientieren würde ich aber spontan erstmal zu einem "das stimmt so nicht" tendieren *g*

  3. #3
    Hey,

    danke Dir. Ich finde es schön, dass wir über gewisse Dinge diskutieren können. Das eröffnet mir auch verschiedene Sichtweisen und Argumente.

    Zitat Zitat von Sylverthas
    Irgendwie bin ich ja fast offended, dass Xenoblade 2 in so wenigen Kategorien vertreten ist (eigentlich nur in der, in die man es reintun MUSS), obwohl es praktisch in jedes Fettnäpfchen tritt und extrem viel falsch macht.
    Wie schon gesagt: Ich finde Xenoblade 2 wirklich sehr sehr gut und es hat mich auch total mitgerissen. Das größte Problem waren für mich eher die Bugs und der teilweise sehr ungeschliffene Spielfluss (was sicherlich z.T. der kurzen Entwicklungszeit geschuldet ist). Das Spiel ist für mich jedoch richtig schön erzählt und gerade die Details und die Spielwelt sind richtig schön herausgearbeitet. Aber ich kann natürlich auch verstehen, dass es polarisiert. Alleine schon durch sein extrem gewöhnungsbedürftiges Kampfsystem, wobei ich es besser finde als in vielen anderen JRPGs. Außerdem reißt einen das Kampfsystem nicht aus dem Spielgeschehen, da sich keine Kampfarena aufbaut und man quasi im Feld kämpft.

    Zitat Zitat
    Radiant Historia scheint für Dich hingegen fast schon ein Beispiel für ein J-RPG zu sein, was Du nicht sehen willst, dabei fand ich das damals doch ziemlich unterhaltsam
    Ich fand es schon interessant. Die Zeitreisen-Mechanik hat mich letzten Endes überzeugt, da so etwas in der Form kaum vorher vorkam. Unterhaltsam war es auch. Allerdings hätte ich mir eine bessere Spielwelt, eine etwas interessantere Geschichte und auch bessere Dialoge und Charaktere gewünscht. Außerdem waren die Gebiete total leer und man besucht diese auch mehrere Male, das Kampfsystem war uninspiriert und und und... Aber für mich immer noch ein gutes Spiel, trotz seiner kastrierten Möglichkeiten.

    Zitat Zitat
    Deiner Kritik, dass J-RPGs häufig zu wenig Abwechslung bieten, kann ich voll zustimmen. Habe das schon oft erwähnt, aber ich glaube das resultiert einfach daraus, dass die meisten Spieler wirklich ungerne Abwechslung wollen. Wie oft werden Segmente in Spielen kritisiert, in denen man eben nicht mit den Standardmethoden unterwegs ist / komplett umdenken muss? Da werden dann Interaktionsmöglichkeiten mit der Umgebung, die nicht straight forward sind, schon mal gerne wegrationalisiert und am Ende hat man ein Game, was niemanden wirklich stört, aber vermutlich auch niemanden gameplaytechnisch lange in Erinnerung bleiben wird.
    Liebe ich Minispiele? Nein, sicher nicht. Dennoch werde ich Sachen wie die Verteidigung vom Fort in FFVII niemals vergessen, weil es einfach so einzigartig war und den Spielfuss aufgefrischt hat.
    @Abwechlsung: Mir kommt das teilweise wirklich so vor. Ich wundere mich auch, warum hingerotzte Smartphone-Spielchen, die keine Abwechslung bieten, so erfolgreich sind. Aber viele Menschen scheinen wirklich keine spielerische Abwechslung zu wollen. Das ist übrigens auch in Geschichten so. Gerade bei Blockbustern wird immer die gleiche Geschichte erzählt. Da merkt man dann, dass es fast nur ums Geldverdienen geht. Dieses Phänomen scheint auch in Japan so zu sein. Wirklich abwechslungsreiches Storytelling scheint auch dort eine Nische zu sein. Eine meiner Exfreundinnen war regelrechte Anime- und Manga-Fanatikerin. Leider waren die Stories allesamt "gleich". Das hatte ich als Kind schon bei Sailor Moon gemerkt, da jede Episode in etwa gleich aufgebaut war. Ich habe dann viel lieber Lady Oscar geschaut. Ebenso habe ich lieber Alfred J. Kwak geschaut als Dragonball Z. Nicht weil Alfred so viel coolere Fighting Moves draufhatte als Son Goku, sondern da die Stories und Charaktere bei Alfred einfach vielschichtiger und abwechslungsreicher waren.

    @Minispiele-"Trick": Das mit den Minispielen früher, die auch teilweise einfach plötzlich ohne Grund kamen, fand ich auch ganz cool. Diese waren meistens nicht besonders anspruchs-, dafür aber stimmungsvoll. Das mit dem Fort war schon ziemlich cool. Oder kannst Du Dich noch an Final Fantasy IX erinnern wo man am Anfang den Schaukampf macht und wo man je nach Abschneiden eine bestimmte Menge Geld zugeworfen bekommt. Oder wo man später an so einem Monster vorbeischleichen muss und zwar als Frosch. Und wenn sich das Monster umdreht muss man noch mal von vorne beginnen. Das sind schon tolle Momente, die das Geschehen ebenfalls deutlich aufwerten ohne irgendwie anspruchsvoll zu sein. Eigentlich ein genialer Trick.

    Zitat Zitat
    Aber übrigens ist das oben geschriebene nicht nur meine Einstellung zu J-RPGs, sondern auch zu so großen Blockbustern wie dem neuen God of War oder der Tomb Raider Reihe. Die haben zwar mehr gameplaytechnische Abwechslung, aber das ist auch alles Abwechslung, die schon in hunderten anderer Spieler erprobt und geschliffen wurde, um dem Spieler eine möglichst standardisierte Erfahrung zu geben. Aber will mal nicht total derailen *g*
    Ich muss jetzt leider zugeben, dass ich Tomb Raider (die neuen Teile) nicht gespielt habe, ebenfalls nicht God of War. Aber klar: Auch westliche Releases sind natürlich von solchen Problemen geplagt. Ich erinnere an "Infamous - Second Son", das ich eigentlich ganz gut fand, aber das mich irgendwann einfach aufgrund des faden Spielablaufs nicht mehr bei der Stange halten konnte. Und alle Stadtviertel vom DUP zu befreien, um überhaupt weiterzukommen ist doch ziemlich redundant, weil alles immer exakt gleich abläuft. Das hat sich nach Arbeit angefühlt. Hingegen Spiele wie Witcher 3, Kingdom Come oder auch die Uncharted-Reihe schaffen es, auch langweiligere Missionen durch eine gewisse Art von Einzigartigkeit so in das Spiel zu integrieren, dass man da nicht dieses Gefühl hat. Sondern dass man das Gefühl hat mit seinem Handeln im Spiel die Story voranzutreiben und nicht auf der Stelle tritt. Gerade frühe RPGs haben ja ein ziemlich uninspiriertes Quest-System gehabt. Spätere Ableger übrigens auch: Bei Dragonage 2 bin ich erschrocken wie fade das Spiel auf einmal wurde. Und das uninspirierte Drakensang hat kein Gefühl von Aventurien aufkommen lassen beim Spielen, sondern eher die 100. Iteration von Gothic.

    Zitat Zitat
    Ob es ein spielerisches Abstellgleis ist? Keine Ahnung, die Aussage ist so grob, dass man da schwer argumentieren kann. Habe auch Dein Fazit durchgelesen und irgendwie kam mir das eher wie ein Sammelsorium der anderen Punkte vor. Da sich extrem viele Indie RPGs am östlichen Stil orientieren würde ich aber spontan erstmal zu einem "das stimmt so nicht" tendieren *g*
    Das klingt ja auch ein bisschen hart. Außerdem wird ja von einigen Entwicklern wirklich versucht wieder "modernere" JRPGs zu zaubern. Der letzte Versuch, der mir einfällt, war Final Fantasy XV. Es ging so vieles in die richtige Richtung, aber insgesamt ging das Vorhaben dann doch gewaltig in die Hose. Allerdings erfüllt das Spiel keinen Tatbestand der von mir angesprochenen Genre-Kritik, sondern es ist einfach vorne und hinten nicht fertig. Vielleicht hätten die Entwickler wirklich noch einmal 10 Jahre gebraucht.

    Auf jeden Fall bin ich schon gespannt, was die Spiele dieses Jahr bringen. Von Vesperia bin ich allerdings total ernüchtert, dafür gefällt mir Trails of Cold Steel 2 momentan um Welten besser als ich ursprünglich erwartet habe. Es bleibt also spannend. Teil 3 wird auf jeden Fall mitgenommen, da ich angefangen habe, die Figuren ins Herz zu schließen und die Legend of Heroes - Trails - Spielewelt sehr interessant zu finden.

  4. #4
    Ich bin gerade in dem wohl letzten Dungeon in Tails of Vesperia. Also im Grunde fast durch. Leider stürzt das Spiel wiederholt (mittlerweile 4x) immer im ersten Kampf nach dem Kampf mit Zagi ab. Heute vormittag und jetzt auch. Ich hab das Problem gegoogelt, scheint öfter vorzukommen. Es scheint nur die Switch-Version betroffen zu sein und auch nur die Partridge-Version. Konnte jemand von Euch die Switch-Version (Cartridge) durchspielen? Ich denke mal, da es immer an der gleichen Stelle passiert, ist das Spiel hier für mich erst einmal vorbei - zumindest bis zu einem Patch der das behebt.

    Ich habe das Spiel ja an sich fast durch, sodass ich mein Review schon schreiben kann. So viel kommt da ja nicht mehr. Da ich im Moment krank im Bett liege, werde ich das morgen in Angriff nehmen.

    Den Abspann schau ich mir evtl. als YouTube-Video an.

  5. #5

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Das klingt aber doof. Ich hoffe, das wird noch gepatcht, denn ich wollte mir eigentlich ebenfalls die Switch-Version holen.

    Gute Besserung.
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  6. #6
    Zitat Zitat
    Gute Besserung.
    Danke Dir.

    Ich habe es jetzt eben gerade wieder getestet, auch mit Switch mal komplett aus, gekuckt, ob das Spiel auf dem aktuellen Stand ist. Und leider schmiert es mir wieder an der gleichen Stelle ab. Ich denke mal, dass das Save-File korrupt ist. Ich versuche heute Abend mal noch mal mit einem älteren Save weiterzuspielen. Wenn es funktioniert, teile ich es sofort mit.

  7. #7
    Also, ich konnte jetzt Tales of Vesperia endlich beenden. Gesamtspielzeit laut Zähler fast 57 Stunden. Also ganz schön lange - vor allem für ein Tales. Damit rangiert das Spiel von den mir gespielten Tales-Spielen von seiner Spielzeit her auf dem ersten Platz:

    (Die Zeitangaben wurden immer aufgerundet)

    Vesperia (Switch) - 57 Stunden
    Abyss (3DS) - 55 Stunden
    Berseria (PS4) - 48 Stunden
    Symphonia (PS3) - 43 Stunden
    Zestiria (PS4) - 35 Stunden
    Xillia (PS 3) - 33 Stunden

    (noch) nicht zu Ende gespielt:
    Xillia 2 (PS3) - nach 10 Stunden
    Hearts R (PS VITA) - nach 1 Stunde
    Symphonia - Dawn of The New World (PS3) - nach 15 Stunden

    im Besitz, aber (noch) nicht ausprobiert:
    Graces (PS3)


    Nicht im Besitz:
    [SNES, GBA] Phantasia (1995) in Europa nur für GBA erschienen
    [PS, PS2] Destiny (1998) in Europa gar nicht erschienen, Playstation2-Remake nur in Japan
    [PS, PSP] Eternia (2000) 2006 in Europa nur auf PSP gelandet
    [PS2, PSP] Destiny 2 (2002) hat kein westliches Release erfahren
    [PS2, PSP] Rebirth (2004) hat kein westliches Release erfahren
    [PS2] Legendia (2005) nur in Japan und Nordamerika erschienen
    [NDS, PS VITA] Innocence (2007) hat kein westliches Release erfahren


    Ich konnte jetzt doch einen Absturz am Schluss vermeiden: Der Trick war, nach dem Kampf mit Zagi zum letzten Endgegner zu laufen ohne zu kämpfen. Also so einen Trank nehmen, damit einen die Gegner in Frieden lassen, dann funktioniert es. Denn das Spiel stürzte bei mir immer ab, wenn ich in einen normalen Kampf verwickelt wurde. Der Endkampf ging dann ohne Absturz und ich konnte dem Abspann sehen, wobei ich den Endkampf (der zweiteilig ist) einmal verloren habe und dadurch noch einmal den ganzen Weg laufen musste. Rechnet man das Scheitern mit ein und legt eine gesunde Balance zwischen Kämpfen, Erkunden und Hauptstory folgen zu Grunde, wird einen Vesperia wohl ca. 60 Stunden lang beschäftigen. Für mich bisher das umfangreichste und längste Tales, das ich gespielt habe.

    Ich werde jetzt dann noch mein Review zu dem Spiel verfassen. Das folgt dann wahrscheinlich heute Nachmittag.

    Wurde Tales of Vesperia seinen Erwartungen als "Tales mit der besten Story" (laut Werbung) gerecht? War es das Juwel von der Xbox 360, das jeder erwartet hat. Heute Nachmittag - meine bescheidene Meinung dazu!
    Geändert von Cuzco (27.03.2019 um 19:35 Uhr)

  8. #8

    Tales of Vesperia - Professional Review

    Einleitung
    Die Tales-Of-Serie ist mittlerweile eine der größten Franchise japanischer Rollenspiele. Ähnlich wie die Final-Fantasy-Reihe landete die Serie aber mit großer Verspätung in Europa. Das allererste Tales-Of-Spiel hierzulande war "Tales of Phantasia", allerdings nicht in der Urform für das SNES, sondern als Port auf dem Gameboy Advance. Und da es auch erst im März 2006 erschien, ging es... nicht nur... an mir vorbei. Da half auch die deutsche Übersetzung nichts. Tales of Phantasia war sogar das allererste Tales-Spiel - 1995 auf dem SNES. Es fand auf einer 48 MBit (6 MB) Cartridge Platz. So war es neben Star Ocean 1 das größte Super-Nintendo-Spiel (von der Datenmenge).

    Seit Teil 1 bietet die Tales-Reihe folgende Merkmale:
    • Kampfarenen in Echtzeit. Ähnlich wie die Zufallskämpfe bei anderen JRPGs, die rundenbasiert ablaufen, baut sich hier jedoch ein actionreiches Echtzeitkampfsystem, das von Prügelspielen inspiriert ist, auf.
    • Große spielbare Heldengruppe und umfangreiche Dialoge und Beziehungen zwischen ihren Mitgliedern
    • Wiederkehrende Elemente - in diesem Fall z.B. Fruchgummis anstelle von Potions
    • Artes genannte Kampfkünste, die mit normalen Angriffen zu Kombos verschaltet werden sowie konfigurierbare QTEs.
    • Alle Tales-Spiele sind im klassischen Anime-Stil gehalten.


    Ähnlich wie bei Final Fantasy bringt auch hier fast jede Tales-Iteration eine eigene Spielwelt mit, die auch jeweils in unterschiedlichen Epochen angesiedelt sind, von der Antike (Berseria), über das Mittelalter (Zestiria), ins Steampunk-Zeitalter (Vesperia, Abyss) bis hin zu einer Art Gegenwart (Xillia, Symphonia). Dabei fällt auf, dass die Gruppen der Helden immer sehr bunt zusammengesetzt sind. Oft sind Kinder dabei (mal mehr, mal weniger) und gekämpft wird überwiegend mit Hieb- und Stichwaffen. Die Story ist bei Tales-Spielen sehr im Vordergrund, was auch eine gewisse Dialoglastigkeit mit sich zieht. Es gibt viele optionale Gespräche, welche die Plaudereien innerhalb der Gruppe zeigen und so dem Spieler die Charaktere und deren Beziehungen nahebringen, um das Spieleerlebnis lebendiger zu gestalten.

    Vesperia ist das zweite in Deutschland offiziell erschienene Tales-Spiel und zwar auf der Xbox 360 im Jahre 2009. Erst ab 2010 konnte sich die Playstation 3 so weit etablieren, dass sie die Xbox auch am JRPG-Angebot ausbooten konnte. Daher erschien auch dieses Tales erst einmal Xbox-exklusiv. Allerdings gab es in Japan zwei Jahre später eine erweiterte PS3-Version. "Vesperia" gilt bei vielen Kritikern, Fans der Serie und auch von einigen Leuten hier im Forum als das beste Tales-Of. Story und Charaktere werden lobend hervorgehoben und nachdem es nach über 10 Jahren in der erweiterten Fassung nun auch für Switch und PS4 als Remaster erscheint - wahrscheinlich zur Überbrückung bis zum nächsten großen Tales - waren meine Erwartungen enorm. Ich mag ja die Tales-Spiele recht gerne. Sie reißen mich zwar nicht vom Hocker - vor allem spielerisch sind auch die neuen Teile eher altbacken... äh konservativ, aber sie bieten solide Unterhaltung - so eine Art Assassin's Creed der japanischen Rollenspiele.




    Zaphias, die kaiserliche Hauptstadt. Gegliedert in Unterstadt, Mittelstadt und die Oberstadt, in der nur Adelige leben. Die sehr schön gestalteten Ortschaften im Spiel sind leider meist nur pure Kulisse.



    Die Beziehungen zwischen den Gruppenmitgliedern werden mit den als "Plaudereien" bezeichneten Dialogszenen Tales-typisch erzählt. Es gibt jede Menge dieser Dialoge. Sie retten manchmal über die teilweise arg zähen Spielabläufe und sind in der Regel sehr amüsant. Yuri obliegt dabei die Leitung der Kindergartengruppe "Heldenmutige Vesperia".
    Mit pädagogisch zweifelhaften Methoden... ...kümmert sich Yuri auch um Senioren.



    Das Rezeptefinden ist leider genau so uninspiriert wie die Rezepte selbst. In den Dungeons warten gelegentlich kleinere Rätseleinlagen, die aber nicht schwer sind.



    Die Spielwelt ist trotz Weltkarte und langer Spieldauer relativ überschaubar. Die starre Kamera bietet dafür einige schöne Ausblicke. Ein kletternder Hund. Repede ist spitze!







    Auch in diesem JRPG darf der traditionelle lilafarbene abstrakte Dungeon nicht fehlen! Und erst recht nicht: Quotendeutscher (Yaeger), Zauberschwert und natürlich "Rundungen"...


    WERTUNG:

    Handlung, Charaktere und Dialoge: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Einzelne Charaktere super, Dialoge flott, aber Handlung lässt Spannung vermissen.
    Gameplay und Kampfsystem: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: In Ordnung, man hat sich in einigen Dungeons was überlegt, aber das leider nur an wenigen Stellen.
    Spielwelt und Atmosphäre: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Relativ durchschnittliche Spielwelt, die Eigenständigkeit vermissen lässt. Alle Städte bestehen nur aus zwei Häusern. Insgesamt aber toll designte Orte.
    Technik und Präsentation: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Achtung! Absturzgefahr. Leicht verwaschene Umgebungsgrafik, Ruckler, sehr schlichte Grafikwiedergabe.
    Musik: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉ okay: Passend zum Spiel, aber bis auf wenige Stellen sehr unspektakulär.

    Gesamtwertung: ➊➋➌➍➎➏➆➇➈➉+ Okay mit Tendenz zu gut! Durch willkürliche Spielabstürze ein Eiertanz durch ein durchschnittliches, aber unterhaltsames Rollenspiel mit der kunterbunten Kindergartentruppe von Yuri Lowell.
    Geändert von Cuzco (18.02.2019 um 19:09 Uhr) Grund: Bebilderung.

  9. #9
    Haha, deine Einschätzung zu Vesperia deckt sich fast zu 100% mit meiner. Sogar die Wertung hatte ich auch.

    Die Abstürze hatte ich zum Glück nicht, hätten aber meine Wertung noch deutlich runtergeschraubt. Für mich ein totaler gamebraker, hatte ich zuletzt beim (ansonsten auch so beschissenen) Secret of Mana PS4 Remake.

    Jetzt bin ich umso mehr gespannt wie du Persona 5, Xenoblade 2 Torna und Cold Steel 2 findest. Für mich waren das als JRPG Enthusiast absolute Feinkost, um hier mal einen sinnlosen Vergleich zu verwenden.
    Meine Videospielsammlung


  10. #10
    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Ich mag ja die Tales-Spiele recht gerne. Sie reißen mich zwar nicht vom Hocker - vor allem spielerisch sind auch die neuen Teile eher altbacken... äh konservativ, aber sie bieten solide Unterhaltung - so eine Art Assassin's Creed der japanischen Rollenspiele.
    Diesen Vergleich habe ich auch mal gebracht. Erschreckend, ich weiß!

    Was die Party betrifft.
    Yuri & Repede retten da eine Menge.
    Ansonsten war besonders Rita eine riesige Nervensäge und auf der Xbox 360 ist ein wenigstens Patty erspart geblieben.
    Die Handlung war - wie hier bereits erwähnt - ziemlich austauschbar, aber rein von der Grafik und vom Spielspaß her, zähle ich Vesperia zu den besseren Ableger der Reihe (2009 war mein Standard allerdings ein anderer).
    Von daher überrascht mich die Kritik hier nicht, besonders dann nicht, wenn man bereits Berseria kennt.

    Zu deiner restlichen Liste, Cuzco: Man ist die mies.
    Da würde ich direkt zur Ersatzbank wechseln und Rogue Galaxy starten.
    Now: The Messenger / Done: My Hero One's Justice
    Now: Jessica Jones Staffel 3 / Done: American Gods Staffel 1
    Now: / Done: Descender Bd. 1: Sterne aus Blech

  11. #11
    Zitat Zitat von StarOceanFan
    Haha, deine Einschätzung zu Vesperia deckt sich fast zu 100% mit meiner. Sogar die Wertung hatte ich auch.
    Cool, dann bin ich doch nicht der einzige. Ich habe witzigerweise noch kein Review gefunden, dass die Geschichte als... naja... durchschnittlich bezeichnet.

    Zitat Zitat
    Jetzt bin ich umso mehr gespannt wie du Persona 5, Xenoblade 2 Torna und Cold Steel 2 findest. Für mich waren das als JRPG Enthusiast absolute Feinkost, um hier mal einen sinnlosen Vergleich zu verwenden.
    Jo, das bin ich auch. In Cold Steel 2 bin ich bei der Hälfte. Dieses habe ich für 8 Euro im PSN für die VITA bekommen und da mir ja Teil 1 auch schon (stellenweise) richtig zugesagt hat und ich bisher bei Teil 2 immer mehr Interesse und Spannung habe, freue mich darauf, es weiter in Angriff zu nehmen. Zwar haben mir die Klischees, die schlechten Dungeons und die typisch-japanisch-überdrehte Mechageschichte am Ende dann nicht so zugesagt, dennoch muss ich zugeben, dass Teil 2 gerade richtig stark ist. Bereits die "Landung" am Anfang, das Sich-Durchs-Gebirge-Schlagen und Nicht-Wissen-Wie-Es-Weitergeht ist erzählerisch unglaublich stark inszeniert. Und bei den Wiedersehen und der Suche sind mir die Klassenkameraden wieder derart ans Herz gewachsen, dass ich momentan glaube, dass die Cold-Steel-Serie mir doch noch richtig gut gefallen könnte. Im Gegensatz zu Tales of Vesperia sind die ganzen Hintergründe interessant, die Spielwelt glaubwürdig (bis auf die Mecha) und das Abenteuer mitreißend. Genau das, was ich bei Vesperia so schmerzlich vermisse.

    (Mir graut nur wirklich davor, wenn Rean ein Harem gründen soll... das passt nicht zu ihm. Gut, er ist gerade aus der Pubertät raus und kann sich nicht für eine der vielen Damen entscheiden. Er kann auch Seitensprünge haben und seine eigenen Liebeserfahrungen sammeln... aber bitte doch nicht in dieser Animu-Waifu-Hentai-"Manier"... Aber ok, vielleicht ist das optional und ich kann das vielleicht ausblenden. Freue mich auf jeden Fall schon Cold Steel 3!)


    Zitat Zitat von Ὀρφεύς
    Diesen Vergleich habe ich auch mal gebracht. Erschreckend, ich weiß!
    Cool.

    Zitat Zitat
    Was die Party betrifft.
    Yuri & Repede retten da eine Menge.
    Ansonsten war besonders Rita eine riesige Nervensäge und auf der Xbox 360 ist ein wenigstens Patty erspart geblieben.
    Die Handlung war - wie hier bereits erwähnt - ziemlich austauschbar, aber rein von der Grafik und vom Spielspaß her, zähle ich Vesperia zu den besseren Ableger der Reihe (2009 war mein Standard allerdings ein anderer).
    Von daher überrascht mich die Kritik hier nicht, besonders dann nicht, wenn man bereits Berseria kennt.
    BErseria ist vom Storytelling her schon noch ne ganz andere Nummer als Vesperia. Allerdings hat mir Vesperia auch wegen seiner langwierigen Dungeons und dem teilweise immer gleichen Aufbau des Spiels nicht unbedingt Spaß gemacht. Bei mir hängt der Spielspaß immer auch ein wenig an der Stimmung beim Spielen. Übrigens fand ich Patty gar nicht so schlimm. Sie liebt zwar Yuri (wie Eiko Zidane), aber lässt das glücklicherweise nicht zu oft heraushängen. Das Problem an ihr ist eher: Man merkt, dass sie nachträglich eingefügt wurde.

    Zitat Zitat
    Zu deiner restlichen Liste, Cuzco: Man ist die mies.
    Da würde ich direkt zur Ersatzbank wechseln und Rogue Galaxy starten.
    Ich weiß nicht. Bis jetzt habe ich viele populäre Spiele genommen, um einen Überblick zu bekommen, wie das Genre so läuft, um einfach auch mitreden können. Nur deshalb ist Kingdom Hearts drin. Dann die Cold Steel Reihe ist persönliches Interesse und auch wegen Geheimtipp und bestem JRPG usw. Am ehesten würde ich Last Remnant Remake noch gegen Rogue Galaxy tauschen. Aber Last Remnant sieht so nach klassischem Mittelalter-RPG aus und das findet man zuweilen im JRPG-Genre nur noch sehr selten.

  12. #12
    Zitat Zitat
    Berseria ist vom Storytelling her schon noch ne ganz andere Nummer als Vesperia.
    Vesperia ist in einem Wort einfach langweilig. Die Story hat wenige Höhepunkte und zu viele Parteien, die alles eher verwaschen wirken lassen als Grautöne darstellen (was vermutlich die Intention war, mit den Gilden). Dass der "große Böse" ewig wechselt sollte auch für Komplexität sorgen, aber da hat das Team halt einfach in die Scheisse gegriffen. Ich schätze, die Geschichte war vielleicht zu ambitioniert für die Storywriter?

    Da hat es Berseria einfacher, weil es seinen Fokus sehr klar macht und auch auf der Linie bleibt. Es zieht auch sehr klare Linien zwischen den einzelnen Gruppierungen. Für manche vielleicht wieder zu sehr, weil das Spiel in der Hauptstory eigentlich recht starr ist. Aber immer noch besser, sich ab und zu zu langweilen, wenn mal Leerlauf ist, als die ganze Zeit, weil alles nur ein großer Matsch ist, der keine Form annehmen will *g*

    Zitat Zitat
    Ich weiß nicht. Bis jetzt habe ich viele populäre Spiele genommen, um einen Überblick zu bekommen, wie das Genre so läuft, um einfach auch mitreden können. Nur deshalb ist Kingdom Hearts drin. Dann die Cold Steel Reihe ist persönliches Interesse und auch wegen Geheimtipp und bestem JRPG usw. Am ehesten würde ich Last Remnant Remake noch gegen Rogue Galaxy tauschen. Aber Last Remnant sieht so nach klassischem Mittelalter-RPG aus und das findet man zuweilen im JRPG-Genre nur noch sehr selten.
    Last Remnant ist ziemlich speziell und spielt sich wie kein anderes RPG, was ich kenne - würde das eher nicht mit "klassischem Mittelalter RPG" bezeichnen wollen *g*
    Es kann durchaus spaßig sein, durchgespielt habe ichs aber nicht. Das Spiel hat leider kein ordentliches Tutorial um einem die ganzen teils doch recht komplexen Subsysteme beizubringen. Wenn man sich da reinfuchst hat es viel Tiefe, auch was das Leveln der Truppe angeht.

    Bei KH3 hattest Du glaube ich erwähnt, dass das Dein erster Teil der Reihe wird. Das ist - unabhängig davon, was man an sich von Teil 3 hält - nicht die beste Entscheidung. Dafür baut das Game einfach viel zu sehr auf den Vorgängern auf. Wenn Du es trotzdem in Erwägung ziehst, dann solltest Du Dich nicht wundern, dass du von Anfang an nichts kapierst - und sich das bis zum Ende so durchzieht. Im ernst, das Spiel setzt eigentlich vorraus, dass man die Charaktere kennt (und mag). Obwohl das Spiel regelmäßige Information Dumps abliefert wird man ohne eine vage Kenntnis der Ereignisse immer noch planlos zurückgelassen, einfach, weil man in der Kürze der Zeit nicht greifen kann, was erzählt wird (KH ist ziemlich... naja, sagen wir mal, "esoterisch" )
    Geändert von Sylverthas (18.02.2019 um 12:36 Uhr)

  13. #13
    Ich habe ja schon seit längeren vor Tales of the Abyss für den 3DS mal irgendwann endlich zu spielen. (hoffentlich kann man das immer noch günstig bekommen)

    Von den wenigen Eindrücken die ich von der Tales of Serie hatte, bin ich bislang zu dem Fazit gekommen dass man die älteren Teile den neueren vorziehen kann. Jetzt war ich mir bei Abyss nicht sicher dass es so zwischen dem alten und neuen Paradigma der Serie steht. Ich hatte da nie große Erwartungen weil man von vielerorts hört das Vesperia der beste Tales of Teil sein soll, zumindest im direkten Vergleich mit Tales of Smyphonia konnte ich diese Einschätzung nicht teilen. Dein Review macht mich doch etwas optimistischer gegenüber Abyss, da sich dein Eindruck zu Vesperia mit meinem deckt.
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  14. #14
    Zitat Zitat von Cuzco Beitrag anzeigen
    Jo, das bin ich auch. In Cold Steel 2 bin ich bei der Hälfte. Dieses habe ich für 8 Euro im PSN für die VITA bekommen und da mir ja Teil 1 auch schon (stellenweise) richtig zugesagt hat und ich bisher bei Teil 2 immer mehr Interesse und Spannung habe, freue mich darauf, es weiter in Angriff zu nehmen. Zwar haben mir die Klischees, die schlechten Dungeons und die typisch-japanisch-überdrehte Mechageschichte am Ende dann nicht so zugesagt, dennoch muss ich zugeben, dass Teil 2 gerade richtig stark ist. Bereits die "Landung" am Anfang, das Sich-Durchs-Gebirge-Schlagen und Nicht-Wissen-Wie-Es-Weitergeht ist erzählerisch unglaublich stark inszeniert. Und bei den Wiedersehen und der Suche sind mir die Klassenkameraden wieder derart ans Herz gewachsen, dass ich momentan glaube, dass die Cold-Steel-Serie mir doch noch richtig gut gefallen könnte. Im Gegensatz zu Tales of Vesperia sind die ganzen Hintergründe interessant, die Spielwelt glaubwürdig (bis auf die Mecha) und das Abenteuer mitreißend. Genau das, was ich bei Vesperia so schmerzlich vermisse.

    (Mir graut nur wirklich davor, wenn Rean ein Harem gründen soll... das passt nicht zu ihm. Gut, er ist gerade aus der Pubertät raus und kann sich nicht für eine der vielen Damen entscheiden. Er kann auch Seitensprünge haben und seine eigenen Liebeserfahrungen sammeln... aber bitte doch nicht in dieser Animu-Waifu-Hentai-"Manier"... Aber ok, vielleicht ist das optional und ich kann das vielleicht ausblenden. Freue mich auf jeden Fall schon Cold Steel 3!)
    Also gerade als Kind der 90er (Evangelion, Xenogears etc.) bekommt mich ja ein JRPG mit SciFi Setting (oder wie hier zumindest mit Mech-Einschlag) sofort.
    Aber gerade die von dir angesprochene Glaubwürdigkeit der Spielwelt und stark geschrieben Dialoge und das damit verbundene lieben lernen der Charaktere ist eine riesige Stärke vom Entwickler Falcom. Fällt mir gerade wieder auf, da ich mit Zero No Kiseki auch ein Spiel aus dem Trails-Kosmos Spiele. Das gefällt mir sogar persönlich noch besser als die Trails in the Sky Trilogie (und die war schon genial), aber dazu später mehr in meiner Challenge *schleichwerbung*. Der von dir angesprochene Harem Kram finde ich persönlich eine ganz schlimme Entwicklung im JRPG-Genre, aber damit kann man wohl als verhältnismäßig kleiner Entwickler (wie Falcom) noch ein bisschen mehr aus den Verkaufszahlen rausholen. Wenn es hilft als Studio zu überleben kann ich damit leben, aber schön finde ich die Entwicklung überhaupt nicht.
    Meine Videospielsammlung


  15. #15
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Jetzt war ich mir bei Abyss nicht sicher dass es so zwischen dem alten und neuen Paradigma der Serie steht. Ich hatte da nie große Erwartungen weil man von vielerorts hört das Vesperia der beste Tales of Teil sein soll, zumindest im direkten Vergleich mit Tales of Smyphonia konnte ich diese Einschätzung nicht teilen. Dein Review macht mich doch etwas optimistischer gegenüber Abyss, da sich dein Eindruck zu Vesperia mit meinem deckt.
    Ich erinner mich nur noch dunkel an Symphonia, aber Abyss ist eigentlich gar nicht so schlecht. Mich hat das damals zwar auch ziemlich in den Bann gerissen, aber gerade der Einstieg ins Spiel ist echt seltsam und regelrecht zäh. Falls du's spielen solltest, wirst vermutlich sehen, was ich meine, weil das Spiel erst später wirklich enorm Fahrt aufnimmt. Mit Berseria vergleichen könnte ich's nicht, weil berseria noch relativ aktuell und Abyss ein paar Jahre jetzt her ist, wenn du das stattdessen gespielt hast.

    Zitat Zitat von Sylverthas
    Da hat es Berseria einfacher, weil es seinen Fokus sehr klar macht und auch auf der Linie bleibt. Es zieht auch sehr klare Linien zwischen den einzelnen Gruppierungen. Für manche vielleicht wieder zu sehr, weil das Spiel in der Hauptstory eigentlich recht starr ist. Aber immer noch besser, sich ab und zu zu langweilen, wenn mal Leerlauf ist, als die ganze Zeit, weil alles nur ein großer Matsch ist, der keine Form annehmen will *g*
    Ja gut, so kann man's natürlich auch zusammenfassen.

  16. #16
    Ich bin überwältigt, wie viele meine Meinung über das Spiel teilen. Im Internet finde ich nur gute Kritiken, die das Spiel in den Himmel loben wie kein Zweites. Übrigens: Review ist jetzt endlich bebildert.

    Zitat Zitat von Sylverthas
    Vesperia ist in einem Wort einfach langweilig. Die Story hat wenige Höhepunkte und zu viele Parteien, die alles eher verwaschen wirken lassen als Grautöne darstellen (was vermutlich die Intention war, mit den Gilden). Dass der "große Böse" ewig wechselt sollte auch für Komplexität sorgen, aber da hat das Team halt einfach in die Scheisse gegriffen. Ich schätze, die Geschichte war vielleicht zu ambitioniert für die Storywriter?

    Da hat es Berseria einfacher, weil es seinen Fokus sehr klar macht und auch auf der Linie bleibt. Es zieht auch sehr klare Linien zwischen den einzelnen Gruppierungen. Für manche vielleicht wieder zu sehr, weil das Spiel in der Hauptstory eigentlich recht starr ist. Aber immer noch besser, sich ab und zu zu langweilen, wenn mal Leerlauf ist, als die ganze Zeit, weil alles nur ein großer Matsch ist, der keine Form annehmen will *g*
    Absolut. Kann ich genau so unterschreiben. Du bringst es - finde ich - exakt auf den Punkt. Andere Spiele haben das beileibe besser gelöst. Irgendwie wirkt diese scheinbare Komplexität auch irgendwie aufgezwungen.

    Zitat Zitat
    Bei KH3 hattest Du glaube ich erwähnt, dass das Dein erster Teil der Reihe wird. Das ist - unabhängig davon, was man an sich von Teil 3 hält - nicht die beste Entscheidung. Dafür baut das Game einfach viel zu sehr auf den Vorgängern auf. Wenn Du es trotzdem in Erwägung ziehst, dann solltest Du Dich nicht wundern, dass du von Anfang an nichts kapierst - und sich das bis zum Ende so durchzieht. Im ernst, das Spiel setzt eigentlich vorraus, dass man die Charaktere kennt (und mag). Obwohl das Spiel regelmäßige Information Dumps abliefert wird man ohne eine vage Kenntnis der Ereignisse immer noch planlos zurückgelassen, einfach, weil man in der Kürze der Zeit nicht greifen kann, was erzählt wird (KH ist ziemlich... naja, sagen wir mal, "esoterisch" )
    Vielleicht lasse ich Kingdom Hearts auch weg. Ich warte sowieso auf eine Gelegenheit, das Spiel günstig zu bekommen. Last Remnant sah für mich so ein wenig nach Vagant Story/ Last Story (die ich beide sehr gemocht habe) aus, daher dachte ich, dass es im Stil auch mehr in Richtung traditionelles Mittelalter-Fantasy geht.

    Zitat Zitat von Klunky
    Ich habe ja schon seit längeren vor Tales of the Abyss für den 3DS mal irgendwann endlich zu spielen. (hoffentlich kann man das immer noch günstig bekommen)

    Von den wenigen Eindrücken die ich von der Tales of Serie hatte, bin ich bislang zu dem Fazit gekommen dass man die älteren Teile den neueren vorziehen kann. Jetzt war ich mir bei Abyss nicht sicher dass es so zwischen dem alten und neuen Paradigma der Serie steht. Ich hatte da nie große Erwartungen weil man von vielerorts hört das Vesperia der beste Tales of Teil sein soll, zumindest im direkten Vergleich mit Tales of Smyphonia konnte ich diese Einschätzung nicht teilen. Dein Review macht mich doch etwas optimistischer gegenüber Abyss, da sich dein Eindruck zu Vesperia mit meinem deckt.
    Interessant, dass so viele Leute mit mir übereinstimmen, was Vesperia betrifft. Insofern hoffe ich, dass du mit Abyss Deinen Spaß haben wirst. Ich finde, Abyss bewegt sich nahe am Meisterwerk. Sehr sehr nahe. Es hat zwar auch einen etwas zähen Einstieg und nicht die besten Dungeons, aber eine wesentlich straight-forwardene Story, hervorragende Charaktere und eine etwas glaubhaftere Spielwelt, die zwar nicht größer als bei Vesperia, dafür aber homogener ist. Leider scheint es das Spiel nicht im eShop zu geben. Aber bei Amazon ist es wohl noch zum normalen Neupreis von 40 Euro erhältlich.

    Zitat Zitat von StarOceanFan
    Also gerade als Kind der 90er (Evangelion, Xenogears etc.) bekommt mich ja ein JRPG mit SciFi Setting (oder wie hier zumindest mit Mech-Einschlag) sofort.
    Aber gerade die von dir angesprochene Glaubwürdigkeit der Spielwelt und stark geschrieben Dialoge und das damit verbundene lieben lernen der Charaktere ist eine riesige Stärke vom Entwickler Falcom. Fällt mir gerade wieder auf, da ich mit Zero No Kiseki auch ein Spiel aus dem Trails-Kosmos Spiele. Das gefällt mir sogar persönlich noch besser als die Trails in the Sky Trilogie (und die war schon genial), aber dazu später mehr in meiner Challenge *schleichwerbung*. Der von dir angesprochene Harem Kram finde ich persönlich eine ganz schlimme Entwicklung im JRPG-Genre, aber damit kann man wohl als verhältnismäßig kleiner Entwickler (wie Falcom) noch ein bisschen mehr aus den Verkaufszahlen rausholen. Wenn es hilft als Studio zu überleben kann ich damit leben, aber schön finde ich die Entwicklung überhaupt nicht.
    Auf die Crossbell-Teile wäre ich auch neugierig. Leider werde ich nicht die Zeit haben, die Trails in the Sky-Spiele zu spielen, aber eventuell schaue ich mir die Storysequenzen mal an. Die Crossbellteile wären auf jeden Fall auch mal spannend. Ich finde halt die Spielwelt Zemuria einfach richtig gelungen und voll interessant. Ich habe heute schon mal die Screenshots in Deinem Thread bewundert. Sehen irgendwie putzig aus, aber das Spiel ist ja auch schon ein Weilchen älter als das eher realistisch anmutende Trails of Cold Steel.
    Die Dialoge und Charaktere sind wirklich toll. Man merkt das erst gar nicht. Und doch fühlt man gerade bei den Reunions in CS2 richtig mit den Figuren mit. Man lernt sie wirklich kennen. Ich finde auch Sarah extrem klasse. Vor allem die Charakterbeschreibung im Spiel: "Attraktiv, zumindest bis sie den Mund aufmacht...". Es ist einfach herrlich. Das mit den Figuren, der Spielwelt und der Immersion macht Falcom wirklich hervorragend. Daher ist auch die Harem-Sache umso bitterer. Aber ok: Ich werde - sollte das Harem kommen - es einfach ignorieren. Ab er es ist schon so eine Facepalm-Sache.
    Als Kind der 80er mag ich eher Low-Fantasy und etwas realistischere Szenarien. Und Mecha sind einfach nicht realistisch. Kein Mensch würde Riesen-Roboter-Ritter hinstellen und dann damit ganze Städte überfallen. Ich versuche es aber, einfach zu akzeptieren. Auch wenn mir die Sache mit Valmar und der alten Kultur aus der er stammt (womit wir schon fast wieder bei den Blastia wären) noch am wenigsten gefällt. Das ganze Drumherum mit den Hexen (Katze und ...) finde ich irgendwie aber cool. Is irgendwie eine Mischung aus Kikis Lieferservice, Bibi Blocksberg und Meine Mutter ist eine Hexe. Und das finde ich stark.
    Übrigens super Review zu Vesperia.

    Zitat Zitat von Kael
    Ich erinner mich nur noch dunkel an Symphonia, aber Abyss ist eigentlich gar nicht so schlecht. Mich hat das damals zwar auch ziemlich in den Bann gerissen, aber gerade der Einstieg ins Spiel ist echt seltsam und regelrecht zäh. Falls du's spielen solltest, wirst vermutlich sehen, was ich meine, weil das Spiel erst später wirklich enorm Fahrt aufnimmt. Mit Berseria vergleichen könnte ich's nicht, weil berseria noch relativ aktuell und Abyss ein paar Jahre jetzt her ist, wenn du das stattdessen gespielt hast.
    Ich muss zugeben, dass ich jetzt auch kein großer Fan von Symphonia bin. Das fand ich insgesamt zwar noch ein Stück runder und die Story besser, aber von der Spielbarkeit her war es nicht so gelungen. Die Story zeigt relativ viele Parallelen zu Xillia 1.

  17. #17

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Ich glaub, das Problem ist einfach, dass es eines der ersten Tales-of-Teile war, die in den Westen gekommen sind, und deshalb maßlos overhypet war. Das ist BTW auch einer der Gründe, aus dem Tales of Symphonia so überbewertet ist, obwohl das Spiel in Wahrheit ein Stück vergammelter Brokkoli ist, wobei Vesperia 1000x besser als Symphonia ist.
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  18. #18
    Zitat Zitat von Shieru Beitrag anzeigen
    Ich glaub, das Problem ist einfach, dass es eines der ersten Tales-of-Teile war, die in den Westen gekommen sind, und deshalb maßlos overhypet war. Das ist BTW auch einer der Gründe, aus dem Tales of Symphonia so überbewertet ist, obwohl das Spiel in Wahrheit ein Stück vergammelter Brokkoli ist, wobei Vesperia 1000x besser als Symphonia ist.
    Die Console Wars nicht zu vergessen. Man muss es doch den Playstation Spielern, die zu PSX/PS2 Zeiten im J-RPG Schlaraffenland gelebt haben, aufs Brot schmieren, dass der NGC / X360 Exclusives einer lang laufenden Reihe hat. Denn wir wissen ja: ein Spiel wird erst dann richtig gut, wenn andere es nicht haben können

    Eigentlich müsste ich mir Symphonia heute noch mal geben. Damals mochte ichs sehr gerne und es hatte noch das oldschool Dungeon Design, bei dem man nicht einfach langweilige Höhlen voller Mobs durchquert sondern auch mal kleine Puzzles machen muss. Aber da mich fast alles an Dawn of the New World angekotzt hat, könnten meine guten Erinnerungen an Symphonia nur Nostalgie sein^^


    edit:
    Zitat Zitat von Cuzco
    Vielleicht lasse ich Kingdom Hearts auch weg. Ich warte sowieso auf eine Gelegenheit, das Spiel günstig zu bekommen. Last Remnant sah für mich so ein wenig nach Vagant Story/ Last Story (die ich beide sehr gemocht habe) aus, daher dachte ich, dass es im Stil auch mehr in Richtung traditionelles Mittelalter-Fantasy geht.
    Sölf hatte glaube ich mal empfohlen, dass Du mit Teil 1 starten könntest. Finde das Spiel hat sich auch noch ganz gut gehalten, gibt auch bald(tm) nen Bericht von mir dazu (shameless plug - obwohl das Game ja eh schon fast jeder kennt *g*). Ist halt die Frage, wie viel Suspension of Disbelief Du mitbringen kannst. Aber wenn Du mit der Idee, dass da J-RPG Animu-Chars mit Disney Figuren zusammen rumeiern und Prinzessinen vor den bösen Herzlosen retten, irgendwas anfangen kannst... dann sollte das für Teil 1 zumindest reichen *g*
    Geändert von Sylverthas (19.02.2019 um 00:24 Uhr)

  19. #19
    Abseits vom Gameplay hat The Last Remnant ein tragendes Problem und zwar den Protagonisten.
    Habe das vor Jahren keine zwei Stunden ausgehalten.
    Dieser naiv dümmliche Junge ist ab der ersten Minute eine Last.

    Und was finden viele an Tales of Abyss so gut?
    Story ist wie in den meisten Teilen völlig belanglos, man wird ab Stunde 13 wieder und immer wieder durch alle bereits bekannten Orte gejagt und der Cast ist eine einzige Katastrophe.
    Luke, Natalia und allen voran Anise bereiten mir noch heute Alpträume.

    Na ja, jeder wie er mag.

    Meine Liste für Cuzco: Skies of Arcadia Legends, Dark Chronicle und Rouge Galaxy.
    Den Rest kenne ich nicht oder ist *******.
    Now: The Messenger / Done: My Hero One's Justice
    Now: Jessica Jones Staffel 3 / Done: American Gods Staffel 1
    Now: / Done: Descender Bd. 1: Sterne aus Blech

  20. #20
    Magst du überhaupt irgendwelche Ost-RPGs?

    Libenter homies id, quod volunt, credunt.
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