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  1. #21
    Neato, fünfter Post in Folge *g*

    Prinzipiell ein Zwischenbericht für Kingdom Hearts, aber weil die Shantae-Reihe natürlich immer noch am Laufen ist will ich mal kurz über die Opening Stage von Half Genie Hero gushen, die folgenden Song im Hintergund hat:



    Holy fuck, geht das gut ab bei gefühlt 300 bpm
    Nebenbei ist der Song so ultra cheesy... könnte irgendwie n Intro von ner Superheldenserie / Anime aus den 90ern sein mit Zeilen wie "I'll never give up in my fight till the future is bright"! Und natürlich passt der Titel ideal zu dem Grundprinzip der Spiele, auch wenn Shantae gar nicht mehr so viel tanzt.
    Aber guter Stoff. Generell hat der OST einige sehr fetzige Songs parat, welche einfach echt gut zu nem Action Plattformer passen.




    Zwischenbericht: Kingdom Hearts Final Mix (auf 1.5 HD Remix)

    Bin jetzt kurz vorm zweiten Besuch von Hollow Bastion. Der größte Gegner hier im Game ist aber wirklich kein Herzloser, sondern die Kamera. Besonders in engen Räumen (ja, Neverland, Du weißt GENAU was ich meine >_>) ist die ein riesiger Albtraum und wehrt sich absolut dagegen, mir irgendwas sinnvolles zu zeigen. Was Spaß macht, wenn man dann nen Säbel aus dem Off reinkriegt. Habe auch mit allen Einstellungen rumgespielt, die lässt sich in manchen Abschnitten einfach nicht gut bändigen. Mein Gummischiff sieht natürlich aus wie Crap, hat aber immerhin Kanonen ohne Ende



    Hatte ja bei Aladdin aufgehört. Der Boss, bei dem man gegen die Herzlosen in den Gefäßen kämpfen muss, war witzig, weil der mich doch öfter gekillt hat. Also, der Schaden von dem war echt abartig - zwei Sprungtreffer von den Gefäßen und Sora war hin. Jafar ist hingegen zu einem meiner verhassteren Bosse aufgestiegen. Viel öfter hätte ich "Over here!" auch nicht mehr von ihm hören können, dann wäre die PS4 aus dem Fenster geflogen.

    Monstro war so ereignislos und uninteressant wie in meinen Erinnerungen (sprich: ich hatte gar keine daran). Hier fällt auch die teilweise konfuse Natur des Leveldesigns auf, denn man bekommt keinen wirklichen Anhaltspunkt, wo man eigentlich hin soll und irrt eigentlich nur in dem Vieh rum. Könnte man jetzt als "offenes Design" ansehen, aber ich sehs eher so, dass sie aus den doch eher kleinen Welten versucht haben, so viel Spielzeit rauszuholen, wie möglich ist. Wohl auch der Grund, wieso man im Deep Jungle die ganze Zeit im Kreis rennt. Es ist ja löblich, dass sie viele abwechlungsreiche Welten gebaut haben, um möglichst viel Disney einzubauen - aber mehr gefreut hätte ich mich über größere Welten, die einfach besser strukturiert sind. Nebenbei mag ich das Gebiet alleine deswegen nicht, weil man kein optionales Partymitglied kriegt. Ich freue mich über jede Welt, in welcher ich Donald austauschen kann, damit diese verdammte Ente nicht konstant Dreck frisst und auch mal ein paar Level Ups kriegt. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: man levelt einen Charakter am Besten, indem man ihn *nicht* mitnimmt ^_O



    Atlantica war ein Highlight... und wenn nur wegen der Mucke. Obwohl das Schwimmen in KH1 auch nicht so schlimm ist wie in vielen anderen Games, kann man durchaus mit Leben. Nebenbei sind die Areale so weitläufig, dass die Kamera mal *kein* größeres Problem war. Witzig fand ich Ariels Schatzkammer, welche man dann erstmal schön leerräumt *g*

    Halloween Town war dann wieder rumrennen bis es weitergeht - zumindest in der ersten Hälfte. Die zweite ist dann erstaunlich linear und Oogie Boogie ist zumindest ein spaßiger Puzzle Boss... wenn einen die Kamera nicht fickt und man die dunkle Grütze an ihm sieht. OK, auf die Roulette-Phase hätte ich auch irgendwie verzichten können. Den Touch, dass Sora, Donald und Goofy in manchen Welten ihr Aussehen verändern, mochte ich damals auch schon gerne. Etwas schade, dass sie das nicht noch etwas konsequenter gemacht haben - aber manche Welten bieten sich dafür nicht so an. Nebenbei darf man die vielen Reißverschlüsse an Soras Klamotten ja nicht zu oft durch andere Sachen ersetzen *g*
    Was mir generell gefällt ist, dass man mit neuen Fähigkeiten in alten Welten weitere Sachen finden kann. Bin ja ein Fan von Metroidvanias und daher haben die meisten Spiele, die solche Sachen zu nem gewissen Grad beinhalten, nen Pluspunkt. Gerade das Gleiten aus Neverland ist da sehr relevant, oder halt die Trinity Symbole (von denen mir immer noch 2 blaue fehlen... >_>).



    Schließlich noch die Minispielwelt im Hundred Acre Wood. Ehrlich gesagt finde ich Winnie Pooh sogar ganz witzig, daher haben mich die Minigames hier nicht großartig gestört (sind ja auch recht einfach). Und, eine Sache schafft die Welt zumindest: man hat durchaus das Gefühl, dass die Einwohner und Sora Freundschaft geschlossen haben. Vermutlich auch, weil man öfter zurückkehrt und mit ihnen mehr Zeit verbringt. Daher war der Abschied der Welt sogar in gewisser Weise effektiv, im Gegensatz zu den vielen anderen Welten, die eher "wayne" sind. Auch die ersten drei Cups im Kolosseum sind erledigt, aber da war ich definitiv überlevelt für. Wobei ich sie noch nicht mit Sora alleine gemacht habe. Gabs dafür eigentlich irgendwas besonderes?



    Hollow Bastion ist eines der am besten designten Levels im Spiel. Es gibt einige Verzweigungen, ist recht weitläufig, hat viele verschiedene Abschnitte und sogar verschiedene Arealstypen (außerhalb, Haupthalle, Dungeon, etc.). In der Bücherei hat man sogar kleinere Puzzle. Lediglich die Fluggegner, die öfter so spawnen, dass man fast runterfällt wenn man gegen sie kämpfen will, sind wirklich nervig. Und so stark war meine Magie nicht, dass ich sie damit konsistent töten wollte. Btw. war ich wirklich überrascht, dass die dicken Viecher mit Schild mehr als die Hälfte der HP mit einem direkten Treffer abziehen. Das hat mich schon Schlimmes für die Begegnung mit Maleficient und Riku (zweiter Kampf) ahnen lassen.

    Hatte irgendwie riesigen Bammel vor, weil ich mich daran erinnert habe, wie hart die Kämpfe damals waren. Vielleicht war ich diesmal überlevelt (Level 47/48), oder es liegt daran, dass ich den Schild am Anfang gewählt habe. Oder es waren die Vietnam-Flashbacks davon, dass man damals die Cutscene vor Rikus Kampf nicht abbrechen konnte, die dafür gesorgt haben, dass mir das alles viel schlimmer vorkam. Aber auf jeden Fall hatte ich viel weniger Probleme mit den beiden auf dem hohen Schwierigkeitsgrad, als ich AFAIR damals auf dem normalen hatte. Tinker Bell war für Maleficient definitv ne Erleichterung, aber wirklich rausgehauen hats 2nd Chance, damit die mich nicht praktisch onehitten konnte. Aerora war auch ziemlich nützlich und so war der Kampf gegen Riku fast schon Tank and Spank.



    So, jetzt habe ich praktisch nicht über die Story gesprochen, und das hat einen einfachen Grund: sie ist fast komplett im Hintergrund. Die Disneywelten sind halt zu 90% Filler mit tangentiellem Bezug zu dem, was mit Sora gerade passiert (z.B. Suche nach Kairi und Riku bei Tarzan, künstliches Herz bei Halloween Town). Lediglich die Welten, in denen Riku auftaucht, *gaukeln* einem vor, relevanter zu sein - aber effektiv passiert da auch selten wirklich was. Schon in KH1 ist relativ klar, dass die Disneywelten nicht das Herzstück der Geschichte sind, sondern eher als Umgebungen verwendet werden und man sie eher oberflächlich einbindet (durch die Bösen und die Prinzessinnen ). Umso bedauerlicher, dass die Story auch nirgendwo anders wirklich vorangetrieben wird bis zum Endgame. Und dort sinds dann eher die "WTF" oder Deux Ex Machina Momente, die einen aufhorchen lassen. Klar, Donald und Goofy gehen sofort zu Riku über, als der das Schlüsselschwert hat - das ganze Gequatsche von Freundschaft war ja nicht so wild. Wobei, wenn ich mich genau erinnere, war Sora ja immer der, der davon groß gequatscht hat. Naja, nicht so wild, weil sie ja gefühlt 5 Minuten später wieder zurückkehren. Zumindest Goofy, denn Donald kommt mir nicht in die Truppe, wenn ich das Biest haben kann ^_O

    Dann die späteren Ereignisse. Vielleicht kann mir wer kurz erklären, wieso es für Sora anscheinend gar nicht so schlimm ist, dass er zu nem Herzlosen wurde. Immerhin kann Kairi ihn ja fast instant zurückbringen... durch die Macht der Liebe? Glaube die Frage hatte ich auch damals schon, und das Spiel geht ja fast null darauf ein. Aber vielleicht ist ja mitlerweile Material rausgekommen, was da mehr zu sagt. Die Szene mit Kairi in Traverse Town fand ich dann wieder ziemlich witzig, weil Sora ihr ja direkt sagt, sie würde ihm nur im Weg stehen - yo, in Anbetracht der Tatsache, dass sie nicht kämpfen kann und auch bisher in der Story nichts getan hat, ist die Einschätzung vielleicht sogar richtig *g*
    Generell hat das Spiel in Hollow Bastion einige Momente, die effizient sein könnten, wenn man sich mehr Zeit nehmen würde dafür. Irgendwie wurde mir das alles zu schnell abgefrühstückt, dafür, dass das Spiel vorher etwa 15 Stunden nur rumgeeiert ist. Hätte man da nicht diesen Sequenzen mehr Luft lassen können?

    Muss sagen, dass mir KH1 mehr Spaß macht, als ich erwartet hätte. Gerade früher hab ich das Spiel eher mit nem "meh" Eindruck zurückgelassen. Vielleicht war ich da auch ein edgy Teenager, der das alles viel zu uncool fand? K.A., hatte ja damals auch Mario gespielt, also kanns das eigentlich nicht sein. Aber ich hatte definitiv früher viel, viel mehr Wert auf die Geschichte und Charaktere gelegt als heute. Vermutlich hab ich da die durchaus vorhandene Comedy und Vielfalt eher ignoriert und fand es einfach kacke, dass die Story praktisch nicht vorankommt? Klar, wird immer noch keines meiner Lieblingsspiele, dafür hats dann doch zu viele Macken, aber abgewinnen kann ich dem Game heute mehr.

    Jetzt gehts Richtung Herz der Dunkelheit und gegebenenfalls noch den Hades Cup, wenn es mich wirklich reizt, von Sephiroth vermöbelt zu werden
    Geändert von Sylverthas (06.02.2019 um 00:04 Uhr)

  2. #22
    Zitat Zitat von Sylverthas
    Ich freue mich über jede Welt, in welcher ich Donald austauschen kann, damit diese verdammte Ente nicht konstant Dreck frisst und auch mal ein paar Level Ups kriegt. Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: man levelt einen Charakter am Besten, indem man ihn *nicht* mitnimmt ^_O
    Das ist natürlich auch ein guter Grund. Persönlich habe ich die Charaktere aber vor allem deshalb ausgetauscht, weil ich weder Donald noch Goofy wirklich mag, vor allem aufgrund ihrer Sprechweise

    Zitat Zitat von Sylverthas
    Hatte irgendwie riesigen Bammel vor, weil ich mich daran erinnert habe, wie hart die Kämpfe damals waren. Vielleicht war ich diesmal überlevelt (Level 47/48), oder es liegt daran, dass ich den Schild am Anfang gewählt habe. Oder es waren die Vietnam-Flashbacks davon, dass man damals die Cutscene vor Rikus Kampf nicht abbrechen konnte, die dafür gesorgt haben, dass mir das alles viel schlimmer vorkam. Aber auf jeden Fall hatte ich viel weniger Probleme mit den beiden auf dem hohen Schwierigkeitsgrad, als ich AFAIR damals auf dem normalen hatte.
    Riku ist auch der einzige Boss bei dem ich mich wirklich erinnere massive Probleme gehabt zu haben. Also Sephiroth mal außen vorgelassen. Müsste ich vielleicht auch irgendwann nochmal probieren (und dann fürchterlich scheitern )

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Dann die späteren Ereignisse. Vielleicht kann mir wer kurz erklären, wieso es für Sora anscheinend gar nicht so schlimm ist, dass er zu nem Herzlosen wurde. Immerhin kann Kairi ihn ja fast instant zurückbringen... durch die Macht der Liebe? Glaube die Frage hatte ich auch damals schon, und das Spiel geht ja fast null darauf ein. Aber vielleicht ist ja mitlerweile Material rausgekommen, was da mehr zu sagt.
    Es wird im Ending von Dream Drop Distance mal kurz angesprochen ... läuft aber praktisch aufs selbe hinaus


  3. #23
    Ich lese übrigens auch interessiert mit, hatte zu Shantae aber nicht viel zu sagen – nicht mein Genre, hab nur die Hälfte eines Teils gespielt. Las sich aber gut!

    Bei Kingdom Hearts bin ich so ziemlich komplett bei dir, nur dass mich so zeitschindendes Level-Design (und Storytelling) immer wahnsinnig triggert. Zum Glück hab ich die Reihe schon vor ein paar Jahren probiert, da ging das noch so okayish, erst das Welten-doppelt-Durchlaufen in Teil 2 war mir dann zuviel. Ich bin aber auch so ein Lehrer, den der Schülern in Deutsch und Englisch eine harte Wortbegrenzung gibt, damit sie vor dem Schreiben ein bisschen nachdenken und nicht so ins Schwafeln kommen.
    Das Ende von KH (1) wird imho deutlich besser, wenn man es als "japanisiertes" Märchen-Ende versteht. Also konventionelle Logik hinten anstellen und sich auf die Gesetze der Spielwelt einlassen, mit Herzen und FRIENDSHIP etc. Die Sicht hat sich bei mir erst mit der Zeit entwickelt, aber inzwischen finde ich, dass sie sogar eine nette Brücke zu den Disney-Aspekten der Serie ergibt. Funktioniert aber für mich nur wirklich mit Teil 1, weil die anderen zu viel mit Mystery, Erklärungen und generell "Logik" arbeiten. Da muss man sich dann auf diese spezielle Art von Japano-Geschichte einlassen. Wenn man so Kram wie Xenogears oder Final Fantasy (jeder zweite Teil) schafft, kann man daran aber imho auch seinen Spaß haben. Erfordert nur Faszination oder eine gewisse Anstrengung, damit einen die Suspension of Disbelief nicht gleich wieder raushaut.
    Wirklich gescheitert ist die Reihe für mich persönlich (!) aber eher am Core Gameplay, das hat irgendwie nicht für mehr als anderthalb Spiele hergehalten.

  4. #24
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich auch ein guter Grund. Persönlich habe ich die Charaktere aber vor allem deshalb ausgetauscht, weil ich weder Donald noch Goofy wirklich mag, vor allem aufgrund ihrer Sprechweise
    Bin recht froh, dass es Untertitel für Donald gibt. Obwohl ich ihn nicht so derbe unverständlich finde, wie manche Leute hier^^

    Zitat Zitat
    Es wird im Ending von Dream Drop Distance mal kurz angesprochen ... läuft aber praktisch aufs selbe hinaus

    Man, als ich da runtergescrollt bin und die Punchline gesehen habe, musste ich echt lachen. Sehr schön aufgebaut, danke dafür.
    Da die Reihe ja ansonsten immer recht viel Erklärungsbedarf zu haben scheint vermute ich mal, dass das hier einfach als eine Art in-Joke oder "akzeptierts einfach!" von den Entwicklern angenommen wird.

    @Cipo:
    Ha, da hättest Du mich als Lehrer ja geliebt. Gehörte zu den Schülern, die "Zusammenfassend..." schreiben, und dann trotzdem noch mal zwei schöne Seiten an Text fabrizieren konnten. Ich vermute, dass ich meine guten Noten nur dadurch erhalten habe, weil die Lehrer den Mist nicht zuende lesen wollten.

    Bei den Märchen-Aspekten hast Du durchaus Recht. Hatte ja schon mal erwähnt, dass sich die Reihe alleine durch die Prämisse schon sehr viel Suspension of Disbelief erkauft. Was übrigens etwas ist, was als Teenager total über meinen Kopf ging. Teil 1 hat dann auch noch den Bonus, dass sich das Spiel nicht 100% ernst nimmt. Das könnte zwar den dramatischeren Szenen schaden, aber die sind in der Regel doch recht knapp gehalten. Wie gesagt: der Abschied aus dem 100 Morgen Wald war dramaturgisch fast schon besser als manche Sachen, die in Hollow Bastion passieren, weil sich das über den Kurs des Spiels (übrigens durch Spieler Input!) entfalten kann. Nebenbei haben Winni und Co. ohnehin mehr Charakter als Sora und Kairi *g*


    Bin jetzt vor dem Endkampf und nun ist die Entscheidung, ob der optionale Content doch noch kommen soll. Hatte ein wenig angefangen, Steine zu farmen und konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, wie nervig das war. Ohne Guide wüsste ich bei einigen dieser speziellen Heartless nicht mal, was man mit denen anfangen soll (z.B. das pinke Vieh im Deep Jungle, was man anscheinend stoppen muss und dann zählt, wie viele Schläge man in der Zeit hinkriegt). Wobei es schon ganz cool ist, dass die Zauber in KH1 auch für ein paar "Puzzles" verwendet werden. Das ist Design, was viele Spiele schmerzlich vermissen lassen und das "Kampf-Zeug" strikt vom "Erkundungs-Zeug" trennen. Muss mich auch erstmal durch die Syntheseliste arbeiten, weil ich das bisher total vernachlässigt habe ^_O
    Andererseits... wenn ich Sephiroth in Angriff nehmen will muss ich eh noch ordentlich leveln. Meine erste Begegnung mit ihm auf Level 53 verlief eher... scheiße
    Geändert von Sylverthas (06.02.2019 um 22:04 Uhr)

  5. #25

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Mein Tipp ist ja grundsätzlich immer: Willing Suspense of Disbelief ist in Kingdom Hearts Pflicht, denn diese Reihe verlangt nicht nur danach, sie testet deine Willenskraft auch regelmäßig. Wenn du nicht gewillt bist, auf jeden neuen Bullshit mit "So ist das halt in der Welt von Kingdom Hearts!" zu antworten, dann wirst du mit der Reihe nicht gelücklich.
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  6. #26
    Zitat Zitat von Shieru Beitrag anzeigen
    Mein Tipp ist ja grundsätzlich immer: Willing Suspense of Disbelief ist in Kingdom Hearts Pflicht, denn diese Reihe verlangt nicht nur danach, sie testet deine Willenskraft auch regelmäßig. Wenn du nicht gewillt bist, auf jeden neuen Bullshit mit "So ist das halt in der Welt von Kingdom Hearts!" zu antworten, dann wirst du mit der Reihe nicht gelücklich.
    Hah, ja, das glaube ich. Bei mir ists häufig so, dass mich gerade erste Teile hart treffen können, wenn ich noch nicht im richtigen Mindset bin. Damals fand ich die KH1 Story halt ziemlich blöd. Ähnlich gings mir aber auch bei dem Setting von Danganronpa. Wenn ich den Schock des ersten Teils dann überstanden habe gehts danach eigentlich besser, weil ich meine Erwartungen anpasse oder halt irgendwann anerkenne, dass sich die Spiele alleine von der Grundidee sehr viel "guten Willen" erkaufen. Bei KH macht es in gewisser Weise nicht so viel Sinn, bestimmte Sachen zu hart zu kritisieren, wenn man komplett damit in Ordnun ist, anzuerkennen, dass die Gruppe in einem Gummischiff durchs Weltall fliegt um Disneywelten zu besuchen, damit die Bösen nicht die Prinzessinnen der Herzen fangen. Und dabei wird man von FF Charakteren unterstützt.
    Was nicht heißt, dass es "in universe" keine Probleme geben kann, z.B. wenn etablierte Regeln gebrochen werden oder Charakterhandlungen nicht nachvollziehbar sind. Oder Regeln so schwammig etabliert werden, dass die Schreiber praktisch alles machen können, wozu sie gerade Bock haben. Wobei selbst das seinen (ironischen?) Charme haben kann, siehe z.B. die XIII-Trilogie, die ja erzähltechnisch ein einziges Trainwreck ist - aber es mit Lightning Returns so dermaßen übertrieben hat, dass es einfach wieder geil war

    Um die Reihe abzuschließen wird demnächst der Bericht zu 1/2 Genie Hero kommen, was seit gestern durchgespielt ist. Vielleicht kommt dann später auch noch ein Abschlussfazit der gesamten Reihe, was ich irgendwie angemessen finde, wenn man schon so viele Teile davon durchzieht

    Dann hatte ich ja kurz angeteased, Salt and Sanctuary noch mal eine Chance zu geben, und bin jetzt beim fünften Boss. Noch nicht sicher, ob das ich das durchziehe, weil Ich mit dem Game einfach nicht richtig warm werde. Ehrlich gesagt hab ich mich beim Spielen ab und zu gefragt, wieso ich nicht Hollow Knight lieber ein weiteres Mal spiele, was ein viel besseres Metroidvania ist und IMO auch den Souls-Aspekt besser umsetzt. Welcher, damit es keine Verständnisprobleme gibt, für mich absolut nicht im Kampfsystem der Spiele liegt.
    Das Spiel scheint zu glauben, man könnte die Souls Atmosphäre einfach durch nonsens-Dialoge und eine unnötig düstere Präsentation mit Gore erreichen. Hier ist IMO ein fundamentaler Fehler, denn selbst die Souls Spiele haben häufig Abschnitte, die deutlich weniger düster sind und für Abwechslung sorgen. Die verworrenen Dialoge sind sehr sorgfältig geschrieben, um eine gewisse (Illusion von) Tiefe der Spielwelt zu erzeugen, während sie mir bei SaS einfach nur uninteressant und belanglos vorkommen.
    Zusätzlich habe ich ja schon mal geschrieben, dass ich einfach so immobile Plattformer nicht besonders attraktiv finde, was die Erkundung irgendwie wenig spaßig macht.
    Ist zwar ein kleiner Rant, aber hab ja nie behauptet, dass das hier fair ist
    Geändert von Sylverthas (08.02.2019 um 21:57 Uhr)

  7. #27
    Kurze Zwischenfrage, vielleicht kann mir da einer nen Ratschlag geben: Hab jetzt die Synth Liste vollständig und alle optionalen Bosse außer Sephiroth auf Proud erledigt. Level ist 75. Hatte mal nen kleinen Tanz mit ihm gemacht und festgestellt, dass der Vogel mich in zwei Schlägen killt und ich nicht mal einen Treffer lande, bei mehreren Versuchen. Die Frage ist jetzt: lohnt sich spezielle Ausrüstung und Level 99, oder ist da doch so ein großer Mangel an Skill meinerseits, dass das einfach nix werden kann? *g*

    Also, würde ungerne die Zeit aufwenden bis 99 nur um dann festzustellen, dass ich ganze drei Schläge von ihm aushalte^^

    Ich weiß, dass ich ihn damals auf "normal" gelegt hatte, und das war schon ein recht aufwändiger Kampf für mich. Andererseits ging der Unknown Boss diesmal, wenn das mit seinem Griff und dem "Release"-Kommando mal nicht total schief lief. Bin gerade ein wenig in der Zwickmühle, ob ich das Spiel einfach beende oder doch noch durchpowere.

  8. #28
    Ich glaub Skill ist hier wichtiger als Equip. Und halt diverse Abilities wie Trotzkopf und Dickschädel, damit du die Kombis mit 1 HP überlebst. Die Pattern zu lernen ist definitiv das A und O bei den Kingdom Hearts Bossen. Und Sephiroth ist imo mit einer der schwersten. Bin mir gerade nicht sicher ob ich ihn oder Unknown als schwersten Boss in KH 1 bezeichnen würde.

  9. #29
    Zitat Zitat von Sölf Beitrag anzeigen
    Ich glaub Skill ist hier wichtiger als Equip. Und halt diverse Abilities wie Trotzkopf und Dickschädel, damit du die Kombis mit 1 HP überlebst. Die Pattern zu lernen ist definitiv das A und O bei den Kingdom Hearts Bossen. Und Sephiroth ist imo mit einer der schwersten. Bin mir gerade nicht sicher ob ich ihn oder Unknown als schwersten Boss in KH 1 bezeichnen würde.
    Danke für die nötige Motivation, hab dann heute Sephiroth vermöbelt und das Game beendet. War aber auch hart überlevelt für den Kampf^^

    Würde jetzt alleine wegen der Tatsache, dass ich Unknown auf nem deutlich niedrigeren Level und ohne großartig optimiertes Equipment besiegt habe, dazu heranziehen, dass ich ihn einfacher fand. Eigentlich hatte er nur einen Angriff, der mich wirklich gekriegt hat, und das war sein Griff, nach dem man nichts machen kann und "Release" richtig drücken muss. Die anderen Angriffe waren sehr chaotisch (da ist der Kampf gegen Sephiroth strukturierter), aber haben dafür nicht so viel Schaden gemacht wie Treffer von Sephiroth. Nebenbei hat man Kanonenfutter in Form von Donald und Goofy dabei, die auch ein wenig Schaden austeilen (wenn sie nicht gerade im Dreck liegen *g*)



    Generell sind die optionalen Bosse von KH1 aber cool - vor allem weil man die meisten nicht einfach nur zu Tode spanked. Beim Eisriesen musste ich erstmal wieder schauen, wie man den überhaupt richtig verletzt. Auch das Phantom am Uhrenturm, bei dem man die Zeiger stoppen muss oder sonst durch den Todeszauber hingerafft wird, ist ne coole Idee. Für den Kampf war ich zwar schon massiv überlevelt, aber man muss ihn ja trotzdem immer mit dem richtigen Zauber treffen, was alles in die Länge zieht



    Der Endkampf ist echt so derbe FF, das muss man feiern



    Weil dieser Thread noch zu wenig Simple and Clean hat:

    Ich mag den Song, auch wenn Teile davon Blödsinn sind und kaum Bezug zu dem Game haben, wie so schöne Lines

    "Don't get me wrong I love you
    But does that mean I have to meet your father?"

    Ich meine... das ist vermutlich ein Gedanke, den schon viele Menschen hatten, aber wie passt der jetzt noch mal ins Spiel?




    So, jetzt hab ich wohl zwei Abschlussberichte, die noch vorbereitet werden wollen ^_O

    edit: Irgendwie nervig, dass bei den PS4 Fotos das "Foto-Symbol" mit aufgezeichnet wird, wenn man mehrere in Folge macht >_>
    Geändert von Sylverthas (11.02.2019 um 09:32 Uhr)

  10. #30

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Witzigerweise ist Simple & Clean in der englischen Version slightly mehr "Love Story" als in der japanischen. Beim KH3-Song ist es dafür umgekehrt, da geht es in der japanischen Version eindeutig um eine Hochzeit, in der englischen eher um eine "normale" Liebesbeziehung.

    Hast du auch gegen Kurt Zisa gekämpft? Meiner Meinung nach der schwerste der optionalen Bosse.
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  11. #31
    Zitat Zitat von Shieru Beitrag anzeigen
    Hast du auch gegen Kurt Zisa gekämpft? Meiner Meinung nach der schwerste der optionalen Bosse.
    Schwerer als Polaros, wat. Kurt Zisa ist imo der leichteste von denen. xD

  12. #32

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Zitat Zitat von Sölf Beitrag anzeigen
    Schwerer als Polaros, wat. Kurt Zisa ist imo der leichteste von denen. xD
    Polaros ist eigentlich nur Blocken und Dodge Roll. Im Final Mix ist der dank Leaf Bell /Vita-Immunität eigentlich trivial.
    Gründer der JRPG-Challenge
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  13. #33
    Zitat Zitat von Shieru Beitrag anzeigen
    Witzigerweise ist Simple & Clean in der englischen Version slightly mehr "Love Story" als in der japanischen. Beim KH3-Song ist es dafür umgekehrt, da geht es in der japanischen Version eindeutig um eine Hochzeit, in der englischen eher um eine "normale" Liebesbeziehung.
    Ja, Hikari hat da nen durchaus anderen Textinhalt und kommt mir (von der Übersetzung - so gut ist mein Japanisch leider nicht) auch nicht so wirr vor. Gut, Simple and Clean wurde ja von Japanern geschrieben und vielleicht höchstens noch mal auf "Richtigkeit" gecheckt? Und da KH1 eigentlich nur am Rande eine Liebesbeziehung hat (wenn man das zwischen Kairi und Sora überhaupt so sehen will), ist es eigentlich nicht so passend. Aber beim Ending passt das schon, weil die beiden Songs eine ähnliche Rolle erfüllen um dem ganzen einen emotionaleren Touch zu geben.

    Zitat Zitat
    Hast du auch gegen Kurt Zisa gekämpft? Meiner Meinung nach der schwerste der optionalen Bosse.
    Kurt Zisa hatte ich nicht erwähnt, weil er von den optionalen Bossen schon irgendwie einer der konventionelleren ist. Wobei Unknown da ohne seinen Griff noch klassischer wäre (ein Keyfight zwischen zwei Dudes), aber der Griff hat mich schon öfter gekriegt. Bei Kurt Zisa war ich etwa auf dem Level, auf dem ich auch Unknown besiegt habe, und letzterer hatte mir mehr Schwierigkeiten gemacht. Vermutlich war ich aber auch für die meisten Bosse schon überlevelt - was aber bei dem Griff recht egal ist, wenn man "Pech" (ist ja eher n Reaktionstest, aber manchmal kriegt man schon früh ne sehr gute Gelegenheit "Release" zu drücken) hat.

    Was nicht heißen soll, dass der Kampf lahm ist. Er ist echt spaßig, aber hatte bei dem nie das Gefühl so von einer Barrage an Angriffen erschlagen zu werden wie bei anderen Bossen. Dafür knallts ganz schön, wenn er einen trifft *g*
    Das Design von ihm ist auch ziemlich cool.

    Aber allgemein hatte KH1 durchaus viele interessante und abwechslungsreiche Bosskämpfe. Gibt relativ wenige Bosse, die ein vergleichbares Moveset / Arena haben. Spontan fallen mir da nur die Kämpfe gegen Riku und die Rüstung ein, welche man ja auch zwei Mal bekämpft. Klar, da sind manchmal auch Duds dabei, wie z.B. Jaffar. Den Kampf gegen Hercules, bei dem man ihn mit Fässern abwirft, find ich immer noch recht witzig. Finde btw. die Identität der Bosse in KH1 besser als die von KH3, soweit ich da gekommen bin. Liegt vielleicht daran, dass das größtenteils Disney Villains sind, während es in KH3... irgendwelche Mutationan von Herzlosen sind? Dunno, das Vieh am Ende von Corona war ja wohl die Version von der bösen Hexe, die der Dunkelheit verfallen ist? Auf jeden Fall kam mir das Design nicht so wirklich zusammenhängend zur Welt vor, obwohl der Kampf in Ordnung war vom Spektakel her.

  14. #34

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Hab grad nachgeguckt. Es gibt Anzeichen, dass Sora entweder gebufft wurde (gut, mit den ganzen neuen Abilities...) oder Kurt Zisa generft. In Vanilla KH fand ich den echt schwer, aber ich erinnere mich auch an meinen PS2 Final Mix Playthrough, da hatte ich ebenfalls schon nur wenige Probleme.

    Deine Kritik an den Herzlosenbossen in KH3 ist komplett richtig, die Kritik habe ich auch. Ist leider ein Osaka Games-Tropus. Hier haben wir wenigstens 2 Disney-Bosse, in Dream Drop Distance gabs gar keinen, bzw. 1 wenn man Rinzler zählt (plus Julius als Bonus Boss)
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  15. #35




    System:
    PC
    Entwickler: WayForward Technologies
    Releasejahr: 2016
    Genre:
    Plattformer

    Spielzeit:
    11.5 (Hauptspiel 7, DLCs 4.5)
    Beendet:
    08.02.2019

    Wissenswertes:
    Half Genie Hero wurde durch einen Kickstarter, der bis Ende 2013 lief, finanziert. Dieser wurde während der Entwicklung von Pirate's Curse gestartet und erreichte fast alle Stretch Goals. Weiteres Funding wurde danach noch durch PayPal ermöglicht. Artworks von Charakteren wurden von Inti Creates beigesteuert und der OST ist von Jake Kaufman. Die "1/2" im Titel ist eine Anlehnung an Ranma 1/2, welches wohl eine Inspiration für die Shantae Reihe war.
    Die Ultimate Edition erschien 2018 und beinhaltet das Hautspiel und drei DLC Pakete.

    Story/ Charaktere:
    Onkel Mimic arbeitet an einer neuen Erfindung, welche Scuttle Town beschützen und Shantae unter die Arme greifen soll. Es liegt nun an ihr, ihm die dafür nötigen Bauteile zu besorgen, während sie erneut Angriffe von Risky Boots abwehren muss. Und was hat es eigentlich mit der Gefahr für das Reich der Genies auf sich, vor der sie in ihren Träumen gewarnt wird?



    Die Prämisse ist für so ein Spiel gut genug, leider wird recht wenig daraus gemacht. Der Plot der Reihe war nie besonders komplex, aber hier wirkt er zusätzlich noch ziellos. Als hätte man verschiedene Kurzgeschichten einfach zusammengetackert. Diese sind gewohnt durchgeknallt. So stürmt man in Mermaid Falls eine Fabrik, in der gefälschte Meerjungfrauen hergestellt werden. Oder man nimmt an einem Rennen mit fliegenden Teppichen teil, um einen Coup zu verhindern. Auch der erneute Auftritt von Squid Baron weiß zu überzeugen und zeigt erneut, wie wenig ernst sich das Spiel nimmt. Auf der Reise begegnet man wieder vielen bekannten Gesichtern. Muss zugeben, dass ich diese nach vier Teilen richtig ins Herz geschlossen habe.

    Es fällt jedoch schnell auf, dass die Charakterentwicklung von Pirate's Curse komplett ignoriert wird. Besonders Risky wird hart von der Amnesie der Schreiber getroffen, denn sie ist nun zurück in ihrem batshit insane Dr. Wily Mode. Das ist deswegen enttäuschend, weil die letzten beiden Teile den Eindruck gemacht haben, dass man hier eine kontinuierliche Story und nicht Villain of the Week machen wird. Am Ende sagt Rotty sogar erneut, dass sie sich auf die Suche nach der Zombie Caravan machen wird - was auch beim Vorgänger schon ihr Ziel war.




    Der Comedy Aspekt der Reihe ist hier selbstverständlich immer noch erhalten, aber ich fand ihn im Vergleich zu Pirate's Curse etwas schwächer. Gerade die NPCs in Scuttle Town lassen nur gelegentlich einen lustigen Spruch ab. Dafür trifft man in den einzelnen Leveln wieder haufenweise verrückte Typen. Allen vorran die berüchtigte Köchin aus Risky's Revenge, die wieder einen gigantischen Monolog liefert, wenn man ihren Wunsch verneint.

    Gameplay:
    Das Spiel besteht aus mehreren Leveln, welche über eine Weltkarte anwählbar sind. Und der Ausdruck "Level" trifft hier durchaus zu, denn es sind diesmal isolierte Bereiche mit Anfangs- und Endpunkt, von denen man aus teleportiert wird. Selbst im Vorgänger, wo man verschiedene Inseln ansteuert, musste man immer zum Schiff zurücklaufen (oder ein Item benutzen).
    Die Level sind deutlich plattformlastiger - schließlich muss man Gebiete nur noch in eine Richtung durchqueren können. Das Spiel lässt die Zeldastruktur fallen und ist eher vergleichbar mit reinen Plattformern wie Mega Man. Zumindest, wenn man in letzterem einen Arsch voll Items in jeder Stage hätte finden können. Gerade den ersten drei Leveln wird man sehr viele Besuche abstatten, weil man mit neuen Fähigkeiten immer weitere Goodies ausgräbt.




    In dem Sinne hat die Reihe ihre Adventure Natur nicht verloren. Shantae hat mit acht Tierformen (gibt sogar mehr Verwandlungen, die sind aber etwas esoterischer - z.B. ein Baum oder ein Krug) sogar mehr als in jedem anderen Teil zur Verfügung. Das Schöne: alle sind für das Erkunden nützlich. So kann man nur mit der Maus in enge Zwischenräume. Mit der Harpyie kann man zwar hoch fliegen, aber die Fledermaus fliegt stabiler, was bei stacheligen Passagen vorteilhaft ist. Damit werden Sprungpassagen zu kleinen Rätseln, bei denen man überlegen muss, welche Tierform am besten geeignet ist. Wirklich schönes Design. Hätte aber meiner Meinung nach noch ne Ecke knackiger werden können. Am Ende jedes Levels steht ein imposanter Bosskampf, und einige bestehen sogar aus mehreren Phasen.
    Um an das gute Ending zu kommen muss man wieder optionale Items sammeln. Dafür klappert man praktisch die gesamte Welt ab, so dass die 100% Completion einfach zu bekommen sind.

    In der Regel geben einem die Bewohner von Scuttle Town Infos, an welchen Orten man noch weitere Sachen finden kann. Vielleicht auch der Grund, wieso sie so wenige witzige Dinge zu erzählen haben, da sie nun als Tour Guides dienen. An Backtracken sollte man sich gewöhnen, denn man verbringt vermutlich mehr Zeit damit, alte Gebiete zu durchforsten, als neues zu sehen. Das Spiel hat ohnehin nur fünf Hauptlevel und ein finales. Auf der anderen Seite ändert sich an den Leveln auch etwas, wenn man sie erneut besucht. So greifen einen in Mermaid Falls keine Meerjungfrauen mehr an oder in Tassel Town wird man von keinem Killerwurm mehr verfolgt, während man den Turm erklimmt.



    Es gibt eine Unmenge von Sachen in diesem Spiel zu kaufen. Tatsächlich so viel, dass ich bis zum Ende nicht genug Geld hatte um alles zu holen. Das ist mir lieber, als wenn das Geld komplett wertlos wird. Andererseits kann sich Shantae in eine Vase verwandeln, welche Rubine rausschleudert, aber Magie verbraucht. Stellt man sich nun ins Badehaus, kann man einfach an Geld kommen.

    Aus dem zweiten Teil ist die Magieleiste zurück – und Zauber sind gewohnt mächtig. Mit dem Blitzzauber schwebt Shantae Magneto-Style in der Luft und ballert einen Strahl, der die Gegner schmelzen lässt. Der Feuerzauber kann benutzt werden, um Gegner zu grillen und so leckere Steaks aus ihnen zu machen. Es gibt auch einen Heiltanz. Gegen Ende kann man ein Item bekommen, was automatisch die MP regeneriert.



    Was gut zur Schwierigkeit des Spiels führt. Half Genie Hero hat eine der krassesten umgedrehten Schwierigkeitskurven, die ich kenne. Es ist ja nicht ungewöhnlich für Metroidvanias, dass die Spiele später einfacher werden, wenn man gut ausgestattet ist. Ich habe das Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt und am besten beschreibe ich das mal:

    Im zweiten Level hat Shantae zwei Herzen, und Gegner machen teilweise ein ganzes Herz an Schaden. Man kann den Heiltanz bekommen, aber der verbraucht extrem viel Magie. Heilitems wird man hier auch noch wenige haben. Der Boss des Levels hat zwei Phasen mit verschiedenen Angriffsmustern. Ich bin sicherlich zehn Mal gestorben bis ich das Ding gepackt hatte. Im nächsten Level bin ich ein paar Mal im Turm gestorben, weil mich der Wurm gekriegt hat. Danach in Kämpfen kein einziges Mal mehr. Durch das Sammeln von Herzcontainern und Heilitems wird Shantae immens robust und kann viele Angriffe einfach tanken. Gegen Ende bin ich Gegnern kaum noch ausgewichen, weil Shantae ja durch MP Regeneration + Heilzauber praktisch unsterblich ist. Und wenns knapp wird hat man ja noch haufenweise Heilitems im Inventar. Vielleicht ist diese Power Fantasy aber auch von den Entwicklern genau so gewollt?

    Im Gegensatz dazu steht dann wieder ein Gauntlet an Sprungpassagen im letzten Level. Dieser ist einfacher als bei Pirate's Curse, kann einen aber durchaus aus der Bahn werfen, wenn man damit wenig Erfahrung hat. Und wie bei Pirate's Curse gibt es auch nichts, was diesen leichter machen könnte – man hat nur theoretisch unendlich viele Versuche.



    Die späteren Level sind deutlich linearer als die ersten und bieten weniger Collectibles. Es kommt mir wieder so vor, als wäre WayForward Zeit oder Geld ausgegangen und sie mussten daher die meisten Items in die Anfangsgebiete quetschen, die etwas offener gestaltet waren. Das Spiel hat keine Minispiele, aber ein paar Teilgebiete, die für Abwechslung sorgen. Beispielsweise gibt es eine Rutsche, bei der man Gefahren ausweichen muss – vergleichbar mit Lohrenfahrten aus Donky Kong Country.

    Präsentation:
    Half Genie Hero hat offensichtlich eine neue, hochauflösende Engine bekommen. Die Charaktermodelle können sich wirklich sehen lassen und bewegen sich sehr flüssig. Obwohl mir Shantae ein wenig hyperaktiv vorkommt in ihrer idle Animation. Generell wurde das Design der Vorgänger gut eingefangen. Das Spiel ist farbenfroh, wunderschön und detailiert. Teil des Gags sind die sehr ausdruckstarken und comichaften Animationen. Und meine Fresse, sehen Shantaes Tierformen alle süß aus!

    Die Gegnervielfalt ist groß. Und fast alle sind weiblich. Fans von Monstergirls werden hier absolut fündig. Fische, Schlangen, Skorpione, Spinnen, Schleime, Geister, Fledermäuse... was auch immer das Herz begehrt (mal ganz ab davon, dass sich auch Shantae in Animal Girls verwandeln kann). Man merkt, dass sich für die Designs durchaus ins Zeug gelegt wurde und so sind sogar die Gegner äußerst charmant (und freizügig). Ich weiß zwar nicht, ob das so gemeint ist, aber dass das Spiel selbst beim Gegnerdesign eine dermaßen hohe Menge an Fanservice hat sehe ich als Teil des Humors an.




    Die Hintergründe sind sehr dynamisch, zum Beispiel das Fließband in Mermaid Falls oder die einstürzenden Türme im Flammenmeer von Scuttle Town (was mal wieder brennt). Dabei ist immer klar, was Vorder- und Hintergrund ist, was bei manchen Plattformern mit vielen Details im Bild ja zum Problem werden kann.

    Der OST ist großartig und meiner Meinung nach der beste der Reihe. Die Stücke sind beatlastiger, was sich irgendwie für eine Serie, bei der die Spezialfähigkeit der Hauptfigur das Tanzen ist, anbietet. Das Main Theme Dance Through the Danger hatte ich ja weiter oben bereits gepostet. Andere gute Stücke sind unter anderem High Above Tassel Town, Hypno Baron's Castle oder Barrel-O-Mermaids. Wieder ist die Musik voller Energie und hat bei mir zumindest dafür gesorgt, dass ich das viele Backtracking nur halb so übel fand.

    DLC:
    Es gibt drei DLC Pakete, aber bei allen spielt man die fünf Level des Hautspiels erneut. In jedem Paket hat man andere Fähigkeiten zur Verfügung, das Design der Gebiete ändert sich etwas und es gibt ein paar neue Gegner. Was die DLCs auch noch gemein haben: die Dialoge wurden für jeden umgeschrieben. Ob es das Wert ist, das größtenteils gleiche Spiel noch mal zu spielen? Im Gegensatz zu den DLCs von Shovel Knight kann ich das nicht ganz klar bejahen.




    In A Pirate Queens Quest spielt man Risky Boots. Diese will eine neue Maschine entwickeln und sucht die Teile davon. In gewisser Weise unterstreichen die Dialoge hier noch mal, dass Risky einfach nur böse ist. Man bekommt nach jedem Boss eine neue Fähigkeit, z.B. Den aus Pirate's Curse bekannten Kanonen-Doppelsprung. Risky's Fähigkeiten können auch geupgradet werden und dieser Modus ist am nähesten an Shantaes Reise dran. Und er war durchaus spaßig, denn Risky's Bewegungsmöglichkeiten sind hier so toll wie die aus Pirate's Curse. Damit fliegt man im wahrsten Sinne des Wortes durch die Welten und der DLC war recht kurzweilig.

    In Friends till the End spielt man mit Sky, Bolo und Rotty. Diese wühlen sich durch Shantaes Erinnerungen. Jeder von den dreien hat spezielle Fähigkeiten und sie müssen zusammen arbeiten, um die Hindernisse zu überwinden. So kann Sky Vögel als Plattformen rufen, Bolo hat einen Greifarm und Rotty kann ihren Kopf schmeissen und sich so teleportieren. Damit wird das Spiel eher zu einem Puzzle Platformer. Das Geld, was man sammelt, dient zum Leveln der Charaktere, welche dann stärker werden. Sie verlieren aber auch bei gegnerischen Treffern Rubine und man kann Level verlieren. Der letzte Abschnitt ist neu und besteht aus einer härteren Sprungprüfung, bei der man die Fähigkeiten gut einsetzen muss. Die Dialoge der drei waren echt witzig geschrieben und erkennen – im Gegensatz zum Hauptspiel - sogar eine Kontinuität zum Vorgänger an.




    Zum dritten DLC Paket kann ich nicht viel sagen. Da gibts einfach vier verschiedene Kostüme für Shantae, mit denen man dann die Level noch mal durchspielen kann. Jedes hat eigene Fähigkeiten. Da ich die Level mit Backtracking und den beiden DLCs mindestens sechs Mal durchgespielt habe musste ich mir das nicht mehr geben.

    Fazit:
    Ich bekomme von diesem Game ähnliche Vibes wie von Risky's Revenge. Es ist mit fünf Hauptleveln relativ kurz und wird durch exzessives Backtracking gestreckt. Die hohen Production Values der Reihe bleiben weiterhin erhalten und so bekommt man audiovisuell ne Menge geboten. Die neue Engine sieht wunderbar aus und der OST ist ziemlich beatlastig und hat viel Energie. Besonders Fans von Monstergirls werden hier auf ihre Kosten kommen. Die Spielwelt ist weniger zusammenhängend sondern eher levelbasiert, was mich nicht sonderlich gestört hat. Pirate's Curse hatte ja auch bereits viele einzelne Inseln. Die Dungeons vermisse ich aber schon, welche natürlich nicht mehr hier reingepasst haben - aber dafür ist jedes einzelne Level nun plattformlastiger. Dennoch würde ich eine Rückkehr zu einer Zelda-mäßigen Formel im nächsten Teil begrüßen. Dass das Spiel über so viele Tierformen verfügt, welche alle für die Erkundung relevant sind, hat mir sehr gefallen. Der Humor hat hier nicht ganz so gesessen wie bei Pirate's Curse, aber war immer noch gut. Dass man Risky wieder zum generischen Bösewicht gemacht hat gefällt mir nicht. Die Schwierigkeitskurve ist ziemlich abgefuckt. So ist der Anfang auf schwer ziemlich haarig, aber das Spiel verliert relativ schnell den Biss und ist gegen Ende recht einfach.

    Die DLCs fand ich nicht sonderlich lohnenswert, auch wenn sie den alten Leveln einen neuen Spin geben. Mit jeweils zwei Stunden sind diese aber auch nicht sonderlich zeitaufwändig. Theoretisch könnte man sagen, dass das Spiel den meisten Content der Reihe hat – aber dieser ist halt auf fünf verschiedene Level verteilt. Wenn man also Spaß daran hat, diese um die zehn Mal zu durchforsten bietet einem das Game eine ganze Menge. Durch den verhältnismäßig niedrigen Schwierigkeitsgrad (normal) und geringe Storybindung an die Vorgänger könnte ich es mir auch als einen guten Einstiegsteil vorstellen.

    Will am Ende noch mal ansprechen, dass ich es dubios finde, dass sie hierfür einen Kickstarter gemacht haben, während sich der Vorgänger noch in Entwicklung befand (und danach auch noch Zusatzzahlungen über PayPal). Vielleicht waren die Kosten der neuen Engine dann doch zu hoch und man brauchte da etwas finanzielle Hilfe? Andererseits ist WayForward nun auch kein unbekanntes Indie Studio.
    Geändert von Sylverthas (16.04.2019 um 13:02 Uhr)

  16. #36
    Schöner kurzweiliger Bericht, ich sehe das im Prinzip ähnlich, nur würde mein Fazit vermutlich etwas weniger wohlwollend ausfallen. Liegt aber tatsächlich daran dass ich das mit umgedrehten Schwierigkeitskurven etwas ernster nehme, muss auch dazu sagen dass ich die DLC's nicht gespielt habe, bin mir jedoch nicht sicher ob sie den Eindruck heben könnten, anders als wie bei Shovel Knight wo ich z.B den Spectre Knight DLC sogar besser als das Hauptspiel finde.

    Das mit den Monster Girls ist mir so gar nicht aufgefallen aber stimmt schon, ist für mich ein gutes Beispiel wie man einen Fetisch in etwas stimmiges verwandeln kann, was irgendwie ins Spiel passt. Japaner tun sich damit ja in der Regel etwas schwerer, behaupte ich jetzt einfach mal.
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  17. #37
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Schöner kurzweiliger Bericht, ich sehe das im Prinzip ähnlich, nur würde mein Fazit vermutlich etwas weniger wohlwollend ausfallen. Liegt aber tatsächlich daran dass ich das mit umgedrehten Schwierigkeitskurven etwas ernster nehme, muss auch dazu sagen dass ich die DLC's nicht gespielt habe, bin mir jedoch nicht sicher ob sie den Eindruck heben könnten, anders als wie bei Shovel Knight wo ich z.B den Spectre Knight DLC sogar besser als das Hauptspiel finde.
    Danke

    Wenn man Spaß daran hat, die Level mit verschiedenen Movesets zu spielen, dann können einem die DLCs durchaus gefallen. Gerade Spectre Knight hat aber einfach so viel mehr hinzugefügt zum Grundgame, insbesondere die gesamte Hintergrundgeschichte, die durchleuchtet wird und den Turm mit seinen Bewohnern. Nebenbei hat Shovel Knight auch mehr Stages zu bieten, was für mehr Abwechslung sorgt *g*

    Btw. weils um Shovel Knight geht und es irgendwie am Rande (also eigentlich gar nicht - aber finds ziemlich niedlich ) reinpasst:



    An der Schwierigkeitskurve ist das spannende, dass sie so ein hartes Gefälle hat. Wie beschrieben, den Anfang empfand ich als ordentlich hart und man durfte teilweise nicht mal zwei Treffer einstecken. Und ab der Mitte hat man so viele Herzen und Heilitems, dass einem die Gegner praktisch nichts mehr antun können. Der Schaden skaliert auch nicht im richtigen Verhältnis - am Anfang machen Gegner 1/2-1 Herz Schaden und man hat nur 2, später dann 1/2-3, aber man hat 10+ und dazu noch viele Heilitems und -zauber. Aber damit haben die Entwickler schon seit Risky's Revenge Probleme, denn Heilitems sind sehr günstig und reichlich auffindbar, während man im ersten Teil einfach zu wenig Geld hatte, um sich damit einzudecken. Daher ist das Balancing vom GBC Spiel wohl immer noch das beste der Reihe. Außer man hebelts durch exzessives Grinding aus, aber dann will man das ja *g*

    Zitat Zitat
    Das mit den Monster Girls ist mir so gar nicht aufgefallen aber stimmt schon, ist für mich ein gutes Beispiel wie man einen Fetisch in etwas stimmiges verwandeln kann, was irgendwie ins Spiel passt. Japaner tun sich damit ja in der Regel etwas schwerer, behaupte ich jetzt einfach mal.
    Die Reihe hatte schon immer viele Monster Girls, aber in Half Genie Hero ists mir erst so richtig hart aufgefallen, weil sicher 80% der Gegner weiblich sind. Fände es aber etwas unehrlich, wenn man einen Bericht über die späteren Teile der Reihe schreibt, und den Fanservice komplett ignoriert - immerhin gibts Leute, die auf sowas gar nicht stehen oder andere, die eben *genau* diesen Fetisch haben

    Und ich stimme zu. Bei vielen Anime Spielen ist der Fanservice in gewisser Form beleidigend und thematisch komplett unpassend. Das Gefühl hatte ich hier nicht. Einerseits, weil die ganze Reihe so massiv over the top und cartoony ist, andererseits, weil es fast ausschließlich für Humor genutzt wird. Zusätzlich gibt es praktisch keine dieser "peinlichen" Szenen, die man in japanischen Medien häufig findet, die noch mal ganz speziell die Aufmerksamkeit darauf lenken sollen. Wenn zwei Charaktere in dieses "Macho"-Klischee fallen, dann vermutlich Bolo und Ammo Baron, aber beide sind regelmäßig Witzfiguren und haben praktisch keine Agency über die Geschichte. Die Spiele sind auch durchaus self-aware und Shantae sagt sogar in einem Dialog in Pirate's Curse, dass sie kein gutes Rollenbild sei, wegen ihres Outfits und ihres Temperaments.

    Ich habe bisher auch keine exzessive Kritik an den Charakteren der Spiele gesehen. Könnte natürlich daran liegen, dass die Reihe allgemein nicht so bekannt ist wie andere Titel, über die man sich eher den Mund zerreisst. Andererseits schaffen es auch Reihen wie Senran Kagura, die bestimmt nicht wesentlich mehr Leute im Westen gespielt haben, regelmäßig wegen des Fanservices ins Rampenlicht. Nicht mal im Resetera scheint die Reihe ein heißes Thema zu sein - und gerade da würde ichs erwarten. Also vermute ich, dass hier Sachen richtiger gemacht werden, als in einigen japanischen Produktionen *g*



    Kleiner Ausblick, womit es weitergehen könnte (der Bericht zu KH1 kommt noch... ganz sicher^^):

    KH3: Spiele ich derzeit und es gibt doch ne ganze Menge dazu zu sagen. Muss mir noch überlegen, wie ich das mit den Spoilern regele, weil ich eigentlich keine ganzen Zwischenberichte in Spoilerkästen packen will, aber selbstverständlich Screenshots zeigen will. Mir sind Spoiler zu Spielwelten zwar reichlich egal, aber ich weiß, dass viele das anders sehen. Muss hier auch anmerken, dass ich kein Spezialist in der Story von KH bin. Aber ich weiß zumindest genug, dass mich das, was in Teil 3 bisher erzählt wurde, nicht komplett verwirrt *g*

    FE Fates Conquest: Es ist echt unglaublich, wie sie es schaffen konnten, dass die Dialoge in jedem Kapitel und in jeder Unterstützungskonversation SO FUCKING SHIT sind, dass einem das Gehirn aus den Ohren läuft. Die Conquest Storyline ist zusätzlich so absolut sinnlos und alle Charaktere unheimlich zurückgeblieben. Generell ist die "Entscheidung" in der Special Edition zwischen Hoshido und Nohr einfach nur ein schlechter Witz. Klar, wieso sollte man nicht auf die Seite gehen, die von Hitler angeführt wird und auf der man heiße Schwestern hat, die nicht blutsverwa... ah, verstehe.
    Da Citra das Spiel nicht stabil abspielen kann wirds hier praktisch keine Bilder geben, weil der 3DS sowas anscheinend noch nicht *ordentlich* unterstützt hat. Spiele auf "Hard" und mit Permadeath, und das Spiel ist gar nicht mal so einfach. Wenn ich das hier weiterspiele, kann man sich vermutlich denken, dass ich nicht viele gute Punkte daran finden werde (abseits von Gameplay) ^_O

    Shining Force: Fast das exakte Gegenteil von Fates. Weibliche Charaktere tragen sinnvolle Rüstungen, Dialoge sind recht snappy (was für die Zeit in Ordnung war), es fühlt sich wie ein Krieg an und gameplaytechnisch ist es recht oldschool. Insbesondere ist es nicht so schnell wie FE Fates, aber zum Glück gibt es eine Beschleunigungsfunktion. Inventarmanagement wird hier sicher ein riesiger Albtraum, weil man Sachen sehr umständlich zwischen Charakteren rumschieben muss. Schön ist, dass man Dörfer erkunden kann, obwohl das Kontextmenü ziemlich nervig ist (wieso muss ich Talk / Search anwählen, wenn es eh immer nur eine Option gibt, die sinnvoll ist? >_>)
    Geändert von Sylverthas (18.02.2019 um 00:55 Uhr)

  18. #38



    System:
    PS4
    Entwickler: Square Enix
    Releasejahr: 2017 (PS4), 2013 (PS3)
    Genre: Action RPG

    Spielzeit:
    45h
    Beendet:
    15.02.2019


    Wissenswertes:
    Kingdom Hearts kam im Jahr 2002 für die PS2 raus. Es war eine überraschende Zusammenarbeit zwischen Square und Disney, welche von Tetsuya Nomura geleitet wurde. Der OST stammt von Yoko Shimomura.
    Im Jahr 2013 kam ein HD Remaster des Final Mix für die PS3 heraus, welches überarbeitete Modelle und Sound hat. Auf diesem basiert auch die PS4 Version des HD 1.5+2.5 Remix.

    Story/Charaktere:
    Sora, Riku und Kairi leben ein ruhiges Leben auf Destiny Island, bis die Insel eines Tages von Schattenwesen, den Herzlosen, heimgesucht wird. Die drei werden getrennt und Sora findet sich in Traverse Town, einer anderen Welt, wieder. Dort trifft er auf Donald und Goofy, die nach ihm gesucht haben, weil er vom Schlüsselschwert auserwählt wurde. Von den aus Final Fantasy bekannten Charakteren Leon, Yuffie und Aeris erfährt er, dass die Herzlosen Welten vernichten und er dies verhindern könne, indem er deren Schlüssellöcher verschließt. Entgegen stellt sich ihm dabei eine Gruppe von Disney Bösewichten, die von Maleficient geleitet wird und die nach den Herzprinzessinen sucht.




    Obwohl das Crossover von Anime Charakteren mit Disney Franchises zuerst unpassend anmutet, bildet sich durch einige Kniffe eine halbwegs homogene Identität heraus. Prinzipiell werden Disney Geschichten immer als moderne Märchen aufgefasst, und auf diese Art kann Kingdom Hearts auch verstanden werden. Die Hauptgeschichte handelt von Freundschaft, Vertrauen, Herzen und Dunkelheit. Alles Elemente, die auch bei Disney präsent sind. Der Kleber der einzelnen losgelösten Elemente ist Soras Suche nach seinen beiden Freunden sowie die Jagd der Bösen nach den Prinzessinen der Herzen. Zusätzlich nimmt sich das Spiel häufig nicht ernst, was es zulässt, dass man manche Ereignisse eher mit einem Augenzwinkern betrachten kann. Gerade Sora, Donald und Goofy haben einige gute Momente zusammen. Man muss sich nur erstmal dran gewöhnen, dass hier zwei unterschiedliche Welten aufeinander prallen.
    Mit einer gehörigen Portion Kitsch muss man in Kingdom Hearts Leben, denn manche Dialoge triefen nur so davor. Zusätzlich werden große Teile der Geschichte eher knapp erzählt und Details der seltsameren Ereignisse unter den Tisch fallen lassen. Man sollte sich also damit abfinden können, dass hier nicht alles erklärt wird – aber zu einem gewissen Grad wird man sich das wohl bei der Prämisse schon gedacht haben.



    Die Hauptgeschichte überschattet für einen Großteil der Zeit nicht die Geschichten der Disney Welten und in gewisser Weise harmonieren beide ganz gut. Was aber auch eine durch die Blume gesprochene Art ist zu sagen, dass die Story bis kurz vorm Ende kaum vorrankommt. Tatsächlich passiert in den Disneywelten wenig, was wirklich wichtig ist. Klar, man hält die Bösewichte auf und schützt die Herzen der Welten. Aber die Fährten, denen man in einigen Welten folgt, erweisen sich in der Regel als Blindgänger. Komplett irrelevant sind sie glücklicherweise nicht, denn sie dienen zumindest dazu, Rivalitäten und Plotelemente für später zu etablieren.
    Gegen Ende hat das Spiel dann die einzigen Ereignisse, die ich als Plottwists werten würde. Leider lässt man diesen dann durch die Knappheit der Erzählung nicht genug Raum, um sich wirklich zu entfalten. An der Einfachheit der Geschichte können auch die mysteriösen Texteinblendungen, die manchmal auftauchen, nicht viel ändern. Aber da kommt durchaus der Bogen zu Disney, denn die Plots aus klassischen Filmen sind eben auch nicht hochkomplex und bauen mehr auf Gefühlen, die sie vermitteln, auf.

    Die Disney Geschichten selber sind auf die einzelnen Welten begrenzt und Kurzversionen der Filmplots. So muss man in Agrabah Jasmin retten und Jaffar aufhalten oder in Atlantica verhindern, dass Ursula die Herrschaft über die Meere erlangt. Wenn man die Filme gesehen hat, dann wird man gut mitkommen und auch mit den Charakteren sympathisieren können. Immerhin ist das hier ein Nostalgie-Feuerwerk. Sollte dies nicht der Fall sein, so wird man von manchen Stories ziemlich abgehangen werden und mit Charakteren konfrontiert, die man kaum kennt. Dennoch kurze Erwähnung von Peter Pan, den ich, obwohl ich den Disney Film nicht kenne, doch recht sympathisch fand.



    Schlimmster Fall war für mich Halloween Town, weil es schon ziemlicher Nonsens ist, was man hier tut. Es werden auch zu viele Charaktere vorgestellt, die man in der Kürze alle nicht behandeln kann. Habe den Film zwar gesehen, kann mit dem Plot im Spiel aber wenig anfangen. Honorable Mentions gehen an Monstro, wo man sich gar keine Mühe macht irgendwas mit dem Plot von Pinocchio zu tun. Peter Pan, Tarzan und Alice im Wunderland funktionieren auch nur irgendwie, weil die Geschichten so tief im Kulturgut verankert sind, dass man nicht viel erklären muss.

    Als wirklich unpassend empfinde ich nur die Final Fantasy Charaktere. Diese haben praktisch keinen Bezug zu ihren Spielen. Charakterlich sind sie alle extrem flach und das Acting ist hölzern. Auch ihre Hintergrundgeschichte ist schwach mit dem Rest verwoben, so dass man sie einfach streichen könnte und am Spiel würde sich wenig ändern. Aber gut, damals war es der Versuch, das Crossover auch an Squares Fanbase ranzubringen. Nebenbei verzeihe ich es diesem Spiel nicht, dass sie aus Cloud einen unausstehlichen Emo gemacht haben, der das ganze Spiel Sephiroth hinterherweint.

    Auf der anderen Seite stehen dann die exzellenten Performances der Disney Charaktere, welche sich alle wie aus den entsprechenden Filmen anfühlen. Allen vorran ist hier Maleficient erwähnenswert, denn diese macht einen bodenständig bösen Eindruck, der wirklich gut zu ihrer Rolle im Spiel passt.




    Bei Sora, Riku und Kairi wird gleich zu Beginn vermittelt, dass die drei gute Freunde sind. Das ist wichtig, weil diese Freundschaft das Grundgerüst und die Hauptmotivation für Sora in der Story ist. Sora selber finde ich irgendwie nervig, aber er soll halt ein energiegeladener Junge sein, der schnell Leuten ans Herz wächst und immer Gutes tut. Wie es auch irgendwie zu Disney passt. Mit Donald und Goofy harmoniert er ganz gut, obwohl manche der Szenen und Gespräche durchaus einen Cringe-Faktor haben. Riku ist noch derjenige der drei, der die beste Charakterisierung und größte Charakterwandlung durchlebt – bzw. genau genommen sogar mehrere. Und Kairi... ist die Damsel? Sorry, aber sie ist derart blass, dass es fast schon verwunderlich ist, dass man sie als emotionale Mitte für die Story verwendet.

    Trotz einiger Kritikpunkte kommen Geschichte und Hauptcharaktere in Kingdom Hearts erstaunlich gut zusammen und so hat das Finale etwas emotionales. Auch einer der Punkte, der das Spiel damals so beliebt gemacht und eine der längeren J-RPG Reihen hervorgebracht hat.

    Gameplay:
    Wenn man das Spiel so skillig spielt wie ich, dann mashed man hier den X-Button sehr hart. Und zaubert ab und zu ein Vita oder Aero. Ausweichrollen können auch ganz nützlich sein, wenn man mal von X abrutscht. Was man aber definitiv nicht (absichtlich) macht ist einen gegnerischen Angriff durch den eigenen auszukontern. Oder Situationszauber wie Gravita und Stop verwenden – immerhin könnte man die MP ja für einen weiteren Heilzauber verwenden, damit man mehr auf X hämmern kann! Das Kampfsystem ist rasant und stellenweise ein Effektgewitter, aber ich hatte selten das Gefühl, dass Gegner unfair sind. Eher, dass die Kamera in engen Korridoren nicht so will und man daher Angriffe nicht kommen sieht.

    Am Anfang des Spiels kann man sich entscheiden, ob Sora eher auf Verteidigung, Angriff oder Magie spezialisiert ist. Ich habe primär Verteidigung gewählt. Abhängig von der Auswahl lernt man Fähigkeiten auf unterschiedlichen Stufen und die Statuswerte beim Leveln ändern sich. So bekommt man bei Verteidigung 2nd Chance, was einen vor einem tödlichen Treffer bewahrt, deutlich früher, was mir auf dem Proud Schwierigkeitsgrad mehrmals das Leben gerettet hat. Vorher hatten mich einige Bosse doch hart eingestampft, sogar bereits derjenige, den man in Traverse Town bekämpfen muss. Später wurde es aber deutlich entspannter. Einerseits hatte ich irgendwann gelernt, die widerspenstige Kamera besser zu bändigen. Andererseits machen Level, Ausrüstung und Heilitems auch immense Unterschiede. Von letzteren kann man nur eine begrenzte Zahl aktiv im Kampf haben, was Heal Spam unterbindet. Nun, das würde es jedenfalls, wenn man sich nicht ausgiebig mit Cure heilen könnte.



    In den Kämpfen wird man unterstützt von Goofy und einem weiteren Mitstreiter, welcher von der Welt abhängig ist. Und sollte es keinen weiteren Mitstreiter geben, so muss man die Kämpfe zu zweit bewältigen, denn Donald wird mit absoluter Sicherheit bereits zu Kampfbeginn tot sein. Goofy ist als Hauptwache vom Schloss ein Nahkämpfer, während die Disneycharaktere sehr stark variieren. Arielle ist eher eine Magierin, während Tarzan oder das Biest einfach nur draufprügeln. Auch thematisch zu Disney passend sind die Beschwörungen. So kann man beispielsweise Tinkerbell beschwören, welche einem dann regelmäßig MP wiederherstellt.

    Die Bosse in Kingdom Hearts sind interessant und thematisch an die Disney Welten angepasst. Es gibt zwar einige reine Tank & Spank Kämpfe, aber viele Bosse haben spezielle Angriffsmuster oder Schwachpunkte, die man ausnutzen kann. So bewirft man Hercules zum Beispiel mit Fässern, Oogie Boogie lädt einen für ein Spiel ins Casino ein oder Ursula muss man mit den richtigen Zaubern treffen, bevor sie verwundbar wird.



    Das Leveldesign in Kingdom Hearts ist durchwachsen und manchmal konfus. So ist Monstro eine Ansammlung von leeren Gebieten, die alle irgendwie gleich aussehen. Das Spiel hat auch die Angewohnheit, einem sehr vage Richtungsangaben zu geben. Was in manchen Welten zu Backtracking führt, in der Hoffnung, dass man in das richtige Areal kommt und eine Cutscene auslöst. In Traverse Town muss man beispielsweise nach einer Erkundungstour ohne Kontext zurück zu Cid gehen. Auch im Deep Jungle bin ich eine längere Zeit im Kreis gelaufen. Das wird dadurch verschlimmert, dass die Herzlosen ewig respawnen.
    Ein Highlight ist Hollow Bastion. Zum einen ist das Gebiet als eine Festung einigermaßen logisch aufgebaut und groß, andererseits besteht es aus verschiedenen Arealstypen und hat einige kleine, versteckte Unterabschnitte. Hier hat das Erkunden Spaß gemacht und mehr von solchen Leveln hätten dem Spiel gut getan. Der Fokus war wohl auf einer großen Vielfalt an Welten, aber jede davon ist klein und vom Leveldesign wenig interessant.

    Es gibt einiges an optionalem Content. Primär hat das Spiel die Arena im Olymp, bei der man sich in mehreren Cups mit Herzlosen, Disney oder Final Fantasy Charakteren messen kann. Hier ist auch der berüchtigte Kampf gegen Sephiroth zu finden, einer von mehreren optionalen Bossen, die das Spiel bietet. Und auf diese Kämpfe sollte man gut vorbereitet sein, weil sie nicht nur hart reinhauen, sondern auch verschiedene Ansätze benötigen, um sie zu bezwingen.



    In den Welten gibt es viel zu finden, besonders wenn man neue Fähigkeiten bekommen hat. Das hat diesen schönen Adventure Aspekt, wenn man sich an die Dinge erinnert, die man bisher nicht erreichen konnte. Hervorhzuheben ist hier die Gleiter Fähigkeit, die einem viele Orte öffnet und gleichzeitig das Durchqueren der Level viel angenehmern macht. Das Spiel hat nämlich viele Sprungpassagen, welche sich durch Schweben angenehmer gestalten. Selbst die Zauber werden gelegentlich eingebunden, z.B. kann man mit Fire Sachen entzünden (duh!) oder schwebende Plattformen mit Hilfe von Gravita runterholen.
    Die Minispiele bringen einem in der Regel auch nützliche Sachen, und wenn es nur Synthese-Materialien sind. Und an Minispielen gibt es einige. So kann man im Dschungel auf Baumstämmen rutschen, den Puuh-Bär beim Honigsammeln vor Bienen verteidigen oder im Kolosseum Time Trials absolvieren. Es gibt sogar optionale Herzlose, welche ich als kleine Minispiele ansehen würde. Bei einem muss man beispielsweise versuchen, während der Dauer eines Stop Zaubers so viele Schläge wie möglich zu landen. Als Belohnung gibts dann Synthese Materialien. Finde die Idee von diesen Gegnern prinzipiell gut, aber das mehrmalige Besiegen ist recht eintönig.



    Fast schon ein Spiel im Spiel stellen die Reisen mit dem Gummischiff dar, welche nicht optional sind. Hier fliegt man ähnlich wie bei Starfox durch den Weltraum und ballert auf Gegner. Das Gummischiff kann man auch mit vielen Teilen selber konfigurieren. Von diesem Spiel bin ich kein Fan und recht dankbar, dass man es pro Welt nur einmal spielen muss. Die Weltraumabschnitte sind monoton und nicht besonders schwierig, so dass man das Bauen des eigenen Raumschiffs größtenteils ignorieren kann. Es gibt auch optionale Missionen, die man machen kann. Da diese soweit ich das sehe auch nur Gummis als Belohnungen geben habe ich sie ignoriert.

    Präsentation:
    Zu PS2 Zeiten war das Spiel grafisch gut, und das HD Remaster hat die Modelle noch mal neu aufbereitet. Besonders den Disney Charakteren wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt und sie sehen wie (blockigere Versionen) aus den Filmen aus. Da das Gegnerdesign relativ simplistisch mit großen Modellen ist überträgt es sich ebenfalls gut in HD. Viele der kolossalen Bosse können sich immer noch sehen lassen. Das Alter erkennt man neben den Modellen mit wenigen Polygonen aber besonders an Texturen und den teilweise leeren Arealen.



    In den Kämpfen ist das Spiel in der Regel ein Spektakel und es läuft sehr flüssig (was man aber auch erwarten sollte). Manchmal kann es aber auch zu einem Partikelgewitter werden, in dem man die Übersicht verliert – insbesondere, wenn die Kamera mal wieder nicht so will. In einigen Welten bekommen Sora und Goofy auch neue Outfits, zum Beispiel ein Skelettkostüm oder Fischformen. Über ein Charakter Design komme ich aber nicht hinweg: Kairi sieht so extrem deformiert aus. Sie hat einen gigantischen Kopf, der auf einem Drahtkörper aufgeschraubt ist. Urgh.

    Die Gebiete sind insgesamt recht klein, aber ästhetisch sehr vielfältig. Einige Areale sind ziemlich karg und leblos – vor allem fällt in den meisten Welten ein Mangel an NPCs auf. Das würde ich größtenteils auf die Ursprungshardware schieben, denn im Gegensatz zu Final Fantasy X hat man hier keine vorgerenderten Hintergründe benutzt, sondern alles mit Polygonmodellen dargestellt, was mehr Ressourcen frisst.



    Der OST von Yoko Shimomura ist gut. Es gibt einige Stücke, die an die Musik der Disney Werke angelehnt sind. Beispielsweise Winnie The Pooh. Muss zugeben, dass mir die Musik der meisten Welten recht egal war. Sie sorgt aber durchaus für die nötige Grundstimmung, wie beispielsweise Arabian Dream. Oder macht einen wahnsinnig, wie Welcome to Wonderland. Große Ausnahme ist natürlich Under the Sea. Das könnte ich ewig hören.
    Die exklusiven Stücke können sich besonders hören lassen. Manche Songs, wie End of the World, könnten aus Final Fantasy X sein. Hollow Bastion hat nen sehr myteriösen und bedrohlichen Klang. Ich mag auch die Musik im Title Screen, Dearly Beloved, gerne. Womit man mich aber mittlerweile jagen kann ist Traverse Town. Und natürlich sollte man das Titellied Simple and Clean von Utada Hikaru nicht vergessen (welches mir in der langsamen Version besser gefällt). Arrangements davon werden auch in einigen Szenen im Spiel sehr effizient benutzt. Generell weiß die musikalische Untermaltung Ereignissen die nötige Dramaturgie zu geben.

    Fazit:
    Dies war mein zweiter Durchgang des Spiels und der erste auf Proud. Ich hatte mehr Spaß mit dem Spiel als vor fast 17(!) Jahren. Insbesondere konnte ich diesmal auch mehr mit der Disney-Magie anfangen, die sich durch das Spiel zieht. Was aber nichts daran ändert, dass die Story bis kurz vorm Ende recht rudimentär und die Charaktere unterentwickelt sind – insbesondere Kairi. Die Disney Welten werden innerhalb der Story gerechtfertigt, aber ihre einzelnen Geschichten werden sehr rasant erzählt und sind häufig nur nachvollziehbar, wenn man die zugehörigen Filme kennt. Dafür sind die Performances der Disney Charaktere in der Regel exzellent, vor allem von Maleficient. Gleiches kann man nicht über die größtenteils überflüssigen Final Fantasy Charaktere sagen. Das Kampfsystem ist rasant und kurzweilig, obwohl mir die häufig spawnenden Herzlosen manchmal auf die Nerven gegangen sind. Level- und Missionsdesign ist durchwachsen und man läuft manchmal zu viel im Kreis um Cutscenes zu triggern. Dafür gibt es in jeder Welt viele Dinge zu entdecken und das Spiel belohnt Erkundungsdrang und das Absolvieren von Minispielen und Nebenaufgaben.

    Insgesamt ist Kingdom Hearts heute wie damals ein Fan Game. Es gibt einem einfach mehr, wenn man die Disney Filme kennt. Kenntnis der Final Fantasy Reihe bereichert für manche sicher die Erfahrung, aber halte ich für komplett optional. Das Spiel ist definitiv ein interessanter Trip durch eine Welt voller Licht, Dunkelheit, Herzen und Nostalgie. Auch wenn die Story nicht übermäßig komplex ist, kann das Spiel dennoch gefühlstechnisch, gerade gegen Ende, wirken – wozu auch die musikalische Untermalung wesentlich beiträgt. Kingdom Hearts ist gut gealtert, sicher auch wegen der zeitlosen Disney Franchises.
    Geändert von Sylverthas (16.04.2019 um 13:02 Uhr)

  19. #39

    Killer Queen - Bombe Nr 3: Bite the Dust!
    stars5
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Präsentation:
    Die Tatsache, dass das HD Remaster immer noch recht ansehnlich ist, zeigt, dass die PS2 Version grafisch nicht ohne war.
    Nee, es zeigt eher, dass ähnlich wie im Fall FFX Square Enix die Original-Assets des Spiels verschlampt hatte und deshalb sowohl 3D-Modelle als auch Resourcen größtenteils from scratch neu machen musste. Es gab also ein echtes "Upgrade" bei KH1 und KH2 für die HD-Version. Dem alten Kram sieht man sein Alter nämlich MERKLICH an

    Zitat Zitat
    Sie hat einen gigantischen Kopf, der auf einem Drahtkörper aufgeschraubt ist. Urgh.
    Ist auch einer meiner Kritikpunkte an KH1. Das ist z.B. was, wo ich Nomura zurufen möchte, dass er hier gerne mal bewusst ein Plothole einführen könnte, dass er nachher nicht stopfen müsste: Retcont KH1 Kairi!

    Zitat Zitat
    Womit man mich aber mittlerweile jagen kann ist Traverse Town.
    Oh. Mein Beileid, schonmal. Das wurde nämlich bis 2012 relativ kontinuierlich in fast jedem neuen Spiel wiederverwendet

    Zitat Zitat
    Und natürlich sollte man das Titellied Simple and Clean von Utada Hikaru nicht vergessen (welches mir in der langsamen Version besser gefällt).
    Könnte eventuell daran liegen, dass sämliche nicht-gesungenen Versionen dieses Lieds auf der Japanischen Fassung basieren, welche eine andere Melodie für den Refrain benutzt.


    Zitat Zitat
    Das Kampfsystem ist rasant und kurzweilig, obwohl mir die häufig spawnenden Herzlosen manchmal auf die Nerven gegangen sind.
    Fun Fact: Das Spiel merkt sich die Encounter sowohl im aktuellen als auch im zuletzt besuchten Raum, weswegen bei einfachem Backtracking eigentlich keine neuen Encounter mehr getriggert werden sollten. Wenn man allerdings im Kreis geht (bzw. in Hollow Bastion fällt man ja schnell in nen völlig neuen Raum)...

    Zitat Zitat
    Level- und Missionsdesign ist durchwachsen und man läuft manchmal zu viel im Kreis um Cutscenes zu triggern.
    Deep Jungle war so schlimm, dass Sora es selbst aus seinem Gedächtnis gelöscht hat (Beweis: Siehe CoM)

    Schön, dass du (wieder) Spaß mit dem Spiel hattest, und Glückwunsch zum geschafften KH1!
    Gründer der JRPG-Challenge
    JRPG-Challenge 2018 - You'll never see it coming!



  20. #40
    Danke für den Glückwunsch!

    Zitat Zitat von Shieru Beitrag anzeigen
    Nee, es zeigt eher, dass ähnlich wie im Fall FFX Square Enix die Original-Assets des Spiels verschlampt hatte und deshalb sowohl 3D-Modelle als auch Resourcen größtenteils from scratch neu machen musste. Es gab also ein echtes "Upgrade" bei KH1 und KH2 für die HD-Version. Dem alten Kram sieht man sein Alter nämlich MERKLICH an
    Danke auch dafür, hab das mal im Text geupdated - sollen ja keine bewusst falschen Sachen stehen. Ein kurzer Blick auf ein PS2 Video hätte ja gereicht, um zu sehen, dass da durchaus mehr passiert ist als einfach nur die Texturen aufzuhübschen *g*
    Wenigstens sehen die Modelle nicht ganz so... seltsam aus, wie die in dem FFX HD Remaster. Konnte ich zwar auch mit leben, weil der Rest durchaus aufpoliert war, aber toll war das nicht.

    Das mit Kairi ist da aber schon interessant - sie hätten ja die Gelegenheit gehabt, an dem Modell durchaus mehr zu verändern, wenn sie sowieso viel rekonstruieren mussten. Muss doch irgendeiner gesagt haben "Hey, die sieht doch n bischen komisch aus, oder?"

    Zitat Zitat
    Könnte eventuell daran liegen, dass sämliche nicht-gesungenen Versionen dieses Lieds auf der Japanischen Fassung basieren, welche eine andere Melodie für den Refrain benutzt.
    Oh, das ist interessant. Hab mal reingehört und ja, das stimmt. Hätte irgendwie erwartet, dass einfach, wie sonst auch, einfach ein anderer Text auf Biegen und Brechen an die Melodie angepasst wird. Und bei den Arrangements halt einfach Stellen geändert wurden.

    Zitat Zitat
    Deep Jungle war so schlimm, dass Sora es selbst aus seinem Gedächtnis gelöscht hat (Beweis: Siehe CoM)


    Irgendwie ist Deep Jungle seltsam. Wenn ich daran denke, dann hat das Level ja eigentlich nicht so~ viele Gebiete, aber irgendwie war ich wirklich extrem frustriert darin. Das Minispiel mit den Lianen ist nicht wirklich spaßig, und wenn man das macht aber dann irgendwo die Gorillas vergessen hat oder noch wo anders was triggern musste, und man dann wieder runtergehen darf, nur um dann wieder hochzugehen... ugh. Und da kann man sich dann auch sicher sein, dass die Herzlosen respawnen *g*
    Aber ähnlich gings mir auch in der ersten Hälfte von Halloween Town, die ja auch nicht so viele Gebiete hat, aber man zwischen denen zig Mal hin- und herläuft. Bzw. hatte ich irgendwie immer Probleme, mich auf dem Hauptplatz zu orientieren, sah irgendwie alles gleich aus für mich.

    Hollow Bastion ist vielleicht auch deswegen so angenehm gewesen, weil es wenig von so einem Bullshit hatte. Das Level war einfach groß genug, dass man es nicht mit solchen Mitteln strecken musste, und das Backtracking, was man gemacht hat, war häufig, um an optionale Sachen zu kommen. Dass Du das Runterfallen erwähnst ist witzig, weil Hollow Bastion für manche Leute vielleicht eine Art Hasslevel ist, wenn man das mit den Sprüngen nicht richtig macht. Gibt ja einige Leute, die sich bei KH über das Springen beschweren, und ja, es ist halt nicht zu präzise bzw. "floaty".
    Geändert von Sylverthas (22.02.2019 um 13:02 Uhr)

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