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Ergebnis 1 bis 20 von 20
  1. #1

    Narcissus JRPG-Challenge 2020

    Letztes Jahr war für mich spielemäßig sehr mau. Aus diesem Grund sind meine Vorsätze für diese Challenge:
    • mich auf die Titel zu konzentrieren, die mich wirklich ansprechen
    • kein Zwang, der Vollständigkeit halber mittelmäßige Spiele zu beenden
    • vermehrt Ausflüge in diverse andere Genres
    • (schließt insbesondere Indie-Spiele ein)

    Der Schwerpunkt der Challenge wird weiterhin auf Rollenspielen bleiben. Dieses Jahr erscheinen einige, die ich unbedingt spielen will. Ich will aber auch vor allem kürzere Spiele aus dem narrativen Bereich, aber auch aus anderen Genres spielen. Deemo, das ich seit Weihnachten für mich entdeckt habe, zähle ich beispielsweise schon mal als vollen Erfolg.

    Eine abzuarbeitende Liste wird es nicht geben. Aber ich habe im Dezember eine Collage mit Titeln angefertigt, bei denen ich das Gefühl habe, sie mögen oder sehr mögen zu werden.

    JRPGs:


    Andere Spiele:


    Auf dem BMT sind noch ein paar Spiele hinzugekommen, die ich mal ausprobieren will, darunter Ghost Trick, Children of Morta und Steamworld Dig 2. Indivisible fehlt auch noch in der Collage. Und jetzt fällt mir z.B. noch Magical Vacation ein.


    Bisher durchgespielt:
    05.01. [06:30] Cthulhu Saves Christmas (PC) (Bericht)
    Geändert von Narcissu (11.03.2020 um 14:22 Uhr)

  2. #2

    Cthulhu Saves Christmas

    Gestartet

    Beendet

    System
    Spielzeit

    Erwartung

    Wertung
    02.01.2020 05.01.2020 PC 6:30h



    Passend zu Weihnachten erschien am 23. Dezember Cthulhu Saves Christmas für Steam und GoG – ein Prequel zu Cthulhu Saves the World, entwickelt von Zeboyd Games, die sich zuletzt für Cosmic Star Heroine verantwortlich zeichneten.

    Wie Cthulhu Saves the World ist Cthulhu Saves Christmas ein kurzes, sehr reduziertes Rollenspielerlebnis von etwa 6 Stunden. Nur drei Personen waren an der Entwicklung beteiligt und die Entwicklung dauerte etwa ein Jahr. Da Cosmic Star Heroine für ein kleines Team eine sehr aufwändige und anstrengende Produktion war, entschieden sich Robert Boyd (Programmierung & Design) und Billy Stiernberg (Grafiken) dazu, wieder ein Spiel von geringerem Umfang zu entwickeln.

    Cosmic Star Heroine sieht man dem Spiel aber durchaus an, denn grafisch bewegt es sich meilenweit über den alten Zeboyd-Spielen und auch das Kampfsystem ist stark an Cosmic Star Heroine angelehnt.



    Aber worum geht es in Cthulhu Saves Christmas überhaupt?

    Nun, der Titel sagt eigentlich schon alles: Cthulhu, das urfinstere Geschöpf auf der Lovecraft-Welt, wird unfreiwillig dazu gezwungen, die League of Christmas Evil zu besiegen, um den Weihnachtsmann und somit das Weihnachtsfest zu retten. Die League besteht aus weihnachtlichen Sagenfiguren wie Krampus und Mari Lwyd – was auch für die Mitstreiter Cthulhus gilt.

    Im Gegensatz zum Vorgängerspiel ist Cthulhu Saves Christmas stark von Persona inspiriert. Sprich: Es gibt eine klare Trennung zwischen Dungeons und der Hub-Welt (einer kleinen Stadt). Nach jedem Dungeon kann man ein paar Tage sozialen Aktivitäten nachgehen und sogenannte „R’lyehtionships“ ausbauen – die Social Links eben. Danach geht es in den nächsten Dungeon mit Weihnachtsthema.

    Das Spiel nimmt sich dabei selbst nicht ernst und parodiert andere Spiele, vor allem Persona. Die vierte Wand wird regelmäßig durchbrochen und die Dialoge sind fast rein humoristischer Natur. Tatsächlich unterhalten die „R’lyehtionships“ aber sehr gut. Sie sind lustig geschrieben, abwechslungsreich und werfen nützliche Ausrüstungsgegenstände ab.
    Technisch ist das Spiel ausgereift und zweckmäßig. Die Pixelgrafik ist hübsch anzusehen und die Maps schön gestaltet, allerdings werden Animationen außerhalb der Kämpfe deutlich sparsamer eingesetzt als in Cosmic Star Heroine.



    Auch die Kämpfe machen zunächst Spaß. Im Gegensatz zu üblichen RPG-Kampfsystemen spielen hier Zustandsveränderungen eine entscheidende Rolle. Jeder Gegner ist anfällig gegen jede Zustandsveränderung – aber in unterschiedlichem Maße. Gegenebenfalls muss man dieselbe Zustandsveränderung mehrfach einsetzen, um erfolgreich zu sein. Zugleich werden die Gegner jedes Mal resistenter, was verhindert, dass man dieselbe Zustandsveränderung immer und immer wieder einsetzen kann.

    Das Kampfsystem ist sehr kalkulierbar. Die Beschreibung jedes Skills sagt klar, was dieser bewirkt, inklusive dem relativen Schaden, den er anrichtet. Acht Skills stehen einem gleichzeitig zur Verfügung, und jeder kann nur einmal eingesetzt werden, bis man sich verteidigt und somit alle Skills wiederauffrischt. Das Spiel ermutigt also dazu, eine Vielzahl verschiedener Skills einzusetzen. Da man jeden Kampf mit vollen HP startet und auch Items wiederverwendbar sind (aber nur einmal pro Kampf), gibt es nie einen Grund, sich zurückzuhalten.

    Der Unterschied zu Cosmic Star Heroine ist der „Wahnsinn“ („Insanity“), der nicht nur eine Zustandsveränderung ist, die die Schwächen der Gegner umkehrt, sondern auch das Spielsystem selbst betrifft. Während man Skills für vier Slots „ausrüsten“ kann, werden drei weitere Slots zufällig gefüllt. Der achte Slot, „Verteidigen“, mischt diese Zufallsslots jedes Mal neu. Einige Skills stehen nur so zur Verfügung.



    Cthulhu Saves Christmas ist ein angenehm gestreamlintes Spielerlebnis, das auf überschüssigen Ballast verzichtet und die Geduld des Spiels nicht zu sehr strapaziert. Zufallskämpfe können wie in Wild ARMs 2 per Knopfdruck vermieden werden und lassen wie in Wild ARMs 4 ganz nach, sobald man eine bestimmte Anzahl von Gegnern besiegt hat. (Man kann danach dennoch wahlweise neue Gegner herbeibeschwören).

    Die Kämpfe können auf höheren Schwierigkeitsgraden herausfordernd sein, allerdings werden normale Kämpfe trotz der flotten Animationen auf Normal und Schwer im späteren Verlauf sehr langatmig, da die Gegner unnötig viele HP haben. Davon abgesehen machen die Kämpfe aber viel Spaß und die Bosskämpfe können angenehm fordernd sein. Die Dungeons sind hübsch designt, aber in ihrer Komplexität sehr begrenzt und bieten abgesehen von Schatztruhen keinerlei Interaktionsmöglichkeiten.

    Unterm Strich ist Cthulhu Saves Christmas ein sehr unterhaltsames Mini-RPG, das neben dem interessanten Kampfsystem und dem Humor vor allem durch die Weihnachtsthematik besticht – und damit ein ziemlicher Einzelfall im Genre sein dürfte.



  3. #3
    Zitat Zitat von Narcissu
    und auch das Kampfsystem ist stark an Cosmic Star Heroine angelehnt
    "Stark angelehnt" ist gut, das sieht für mich so aus als hätten sie es 1:1 übernommen.^^ Lediglich das mit dem Skill-Shuffle hört sich anders an. Ist es denn auch noch so dass die Gegner im Laufe des Kampfes stetig stärker werden?

  4. #4
    Zitat Zitat von Nayuta Beitrag anzeigen
    "Stark angelehnt" ist gut, das sieht für mich so aus als hätten sie es 1:1 übernommen.^^ Lediglich das mit dem Skill-Shuffle hört sich anders an. Ist es denn auch noch so dass die Gegner im Laufe des Kampfes stetig stärker werden?
    Da bin ich mir nicht sicher. Mir kam es in einem Bosskampf so vor, aber sonst wäre es mir nicht aufgefallen. Und ja, ist wirklich sonst 1:1, wobei der Skill-Shuffle schon einiges ausmacht.


  5. #5
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Auf dem BMT sind noch ein paar Spiele hinzugekommen, die ich mal ausprobieren will, darunter Ghost Trick...
    Just do it.
    Die Story ist zwar stellenweise etwas abgedreht, aber die Knobeleien machen Spaß und der Twist gegen Ende ist nicht zu verachten.
    Geändert von LittleChoco (08.01.2020 um 20:09 Uhr)
    BITE ME, ALIEN BOY!

    Spiele gerade: Lunar Silver Star Story Complete
    Zuletzt gespielt: Grandia 3, Feuer um Mitternacht, Helden
    Best games ever: Tales of the Abyss / Vesperia / Symphonia / Legendia, Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney, Zelda - Skyward Sword / Ocarina of Time / The Minish Cap, Kingdom Hearts 2, Dragon Quest VIII, Okami, Ace Attorney-Reihe, Ghost Trick, Shadow Hearts - Covenant, Suikoden Tierkreis, Final Fantasy 6, 7, 9 & 12

  6. #6
    Narcissus 3-Monats-Plan

    Am Jahresanfang habe ich beschlossen, dieses Jahr mehr Verschiedenes auszuprobieren. Allerdings bin ich im Februar und März kaum zum Spielen gekommen – obwohl ich auch viele kürzere Spiele auf der Liste habe. Da es scheinbar doch einfacher ist, sich bewährten Tätigkeiten zuzuwenden, möchte ich daraus eine kleines Challenge-Projekt machen, das mich zusätzlich motivieren soll.

    Ziel:Im 2. Quartal (1. April ~ 30. Juni) aus der folgenden Liste (die ggf. noch erweitert wird) mindestens 12 Spiele anspielen (2h). Extrapunkte gibt’s fürs Durchspielen. In Klammern für mich selbst die geschätzte die Spielzeitangabe.
    1. A Plague Tale (12)
    2. A Short Hike (2)
    3. A Story Beside (2)
    4. Animal Crossing (∞)
    5. Banner Saga (10)
    6. Black Bird (2)
    7. Boku no Natsuyasumi (12)
    8. Boot Hill Heroes (12)
    9. Children of Morta (15)
    10. Deltarune (3)
    11. Firewatch (4)
    12. Ghost of Tsushima (?)
    13. Ghost Trick (12)
    14. Golf Story (15)
    15. Gris (4)
    16. Ico (7)
    17. Indivisible (20)
    18. Katana Zero (6)
    19. Last Word (6)
    20. Little Nightmares (4)
    21. LUNA The Shadow Dust (3)
    22. Moon: Remix RPG Adventure (15)
    23. Moonlighter (16)
    24. Old Man’s Journey (2)
    25. Ori and the Will of the Wisps (15?)
    26. Pyre (12)
    27. Rakuen (8)
    28. Romeo & Juliet (1)
    29. Shenmue (20)
    30. Stardew Valley (∞)
    31. Steamworld Dig 2 (8)
    32. The Last Guardian (13)
    33. Transistor (8)
    34. VA-11 HALL-A (11)


    Update seit dem letzten Post: Ich habe Life Is Strange 2 durchgespielt und für ziemlich großartig befunden, trotz Abzüge in der B-Note gegen Ende. Sylverthas hat es im zugehörigen Thread sehr gut auf den Punkt gebracht, würde da bei fast allem zustimmen. Werde vielleicht bei Zeiten noch mal mehr dazu schreiben, gerade zu den Sachen, die ich als ziemlich herausragend fand. Empfand es aber jedenfalls als deutliches Upgrade zum Vorgänger und finde es sehr schade, dass das Spiel allgemein – wohl auch wegen seiner Thematik – im Vergleich zum Erstling eher wenig Aufmerksamkeit erfahren hat. Außerdem habe ich West of Loathing und Evoland 2 angefangen, aber nicht allzu weit gespielt (daher ist West of Loathing auch noch in der Liste).

    Und JRPGs? In der obigen Liste befindet sich mit Moon eigentlich nur ein rein "richtiges" JRPG, obwohl es eher als Anti-RPG bezeichnet wird. Aber in den nächsten Monaten erscheinen einige Titel, die ich, denke ich, zeitnah spielen möchte. Darunter natürlich Final Fantasy VII, das ein Release-Zock wird, Trials of Mana und endlich The Legend of Heroes: Trails From Zero. Irgendwann dann auch Yakuza 7.
    Geändert von Narcissu (18.04.2020 um 14:22 Uhr)

  7. #7
    Zitat Zitat von Narcissu Beitrag anzeigen
    Stardew Valley (∞)
    Das klingt doch gut *g*
    Aber Stardew Valley macht wirklich Spaß, wenn man Harvest Moon mäßige Spiele mag. Ist eine exzellente Version davon geworden, was die HM Reihe schon längere Zeit IMO nicht mehr so gut einfangen konnte. Vielleicht gibt es etwas zu viele Optionen, aber hey, ich spiele solche Games in der Regel eh nicht "durch", von daher passt das schon. Wäre gespannt zu sehen, ob es bei dem zweistündigen Anspielen bleibt oder Dich das Game doch länger kriegt, weil diese Spiele ja schon den "noch einen Tag"-Faktor haben *g*

    Zitat Zitat
    Empfand es aber jedenfalls als deutliches Upgrade zum Vorgänger und finde es sehr schade, dass das Spiel allgemein – wohl auch wegen seiner Thematik – im Vergleich zum Erstling eher wenig Aufmerksamkeit erfahren hat.
    Hatte eben auf Metacritic geschaut, ist ja immer noch auf 5.9 der Userscore. Finde ich schon ziemlich hart, aber zeigt wohl auch, dass die Entwickler stellenweise mit der Thematik schon getroffen haben. Viele der Bewertungen scheinen ja sehr emotionsgeladen zu sein (zugegeben, noch nicht ganz so emotionsgeladen wie die zu WC3:Reforged, was auf ner lässigen 0.6 sitzt )
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2020): Ys - Felghana; Trials of Mana (SNES); Secret of Evermore (Pt. 1); Mystic Quest; Rakuen; Devotion


  8. #8
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Hatte eben auf Metacritic geschaut, ist ja immer noch auf 5.9 der Userscore. Finde ich schon ziemlich hart, aber zeigt wohl auch, dass die Entwickler stellenweise mit der Thematik schon getroffen haben. Viele der Bewertungen scheinen ja sehr emotionsgeladen zu sein (zugegeben, noch nicht ganz so emotionsgeladen wie die zu WC3:Reforged, was auf ner lässigen 0.6 sitzt )
    5.9 finde ich zwar auch ein bisschen hart, aber persönlich kann ich die schlechteren Bewertungen durchaus nachvollziehen. Das ganze als Roadtrip zu designen in dem die meisten Charaktere nach einer Episode direkt wieder rausgeschmissen werden war imo eins der größten Probleme, schon weil dadurch auch die damit zusammenhängenden Stories allesamt in einer Episode abgehandelt werden mussten (Selbst die Romanze bei der die beiden Optionen nichtmal als gleichwertig behandelt werden, weswegen sie den Kuss mit Finn imo auch gleich hätten weglassen können). Die ganzen rassistischen Charaktere die keinerlei Substanz besitzen haben darunter natürlich ebenfalls gelitten, schon weil sie eben keine Chance hatten sich über ihre rassistische Ader hinaus zu entwickeln. Von daher hat mich nur die Beziehung zwischen den Brüdern vollends überzeugen können, aber Daniel ist halt noch ein kleines Kind das teilweise echt nervig sein kann, weswegen ich Max und Chloe trotzdem bevorzuge. Und die Superkräfte waren im ersten Teil sowieso viel cooler, schon weil man tatsächlich direkt drauf zugreifen konnte anstatt sie nur indirekt beeinflussen zu können.

    Das Spiel hätte mir aber vermutlich wesentlich besser gefallen wenn die erste Episode noch ein bisschen länger gewesen wäre (damit zumindest die Halloween Party noch hätte stattfinden können, wodurch man noch ein bisschen mehr vom normalen Leben der Brüder hätte mitbekommen können bevor alles den Bach runtergeht), und wenn Sean später auf Brodys Ratschlag gehört und sich ein Burner Phone besorgt hätte. Weil dann hätte er zumindest mit Lyla in Kontakt bleiben können, welche mir als Charakter eigentlich echt gut gefallen hat, aber die bis auf die optionalen Anrufe ja leider keine wirkliche Rolle mehr gespielt hat. Und dann hätte man auch die Chance gehabt die Romanze noch ein bisschen weiterzuführen, wodurch das Ende in dem Sean mit einem der beiden zusammen ist noch etwas besser funktioniert hätte.

    Die eigentliche Story hätte sich dadurch zwar nicht geändert, aber es hätte trotzdem ein etwas runderes Gesamtbild hinterlassen.

  9. #9
    Fand es eigentlich sehr gut, dass die Superkräfte in LiS2 eher im Hintergrund waren. In LiS1 war die Idee zwar cool, aber am Ende wurde alles zu einem Clusterfuck, der mit "höhö, isso weil Butterfly Effect" erklärt wurde, was schon so ziemlich maximale Suspension of Disbelief erfordert hat.

    Bei LiS2 war ich zwar ab Episode 4 auch ein bisschen kritischer, weil es z.B. mit der Kirche sehr schwarzweiß wurde und Rassismus-Sache doch extrem dick aufgetragen war.

    Aber einige der Nebencharaktere fand ich verdammt gut umgesetzt. So zum Beispiel die Großeltern, die wirklich vielschichtig waren. Solche Figuren, die wirklich wie aus dem Alltag gegriffen wirken, hab ich in Videospielen sehr selten so gut umgesetzt gesehen. Fand auch Brody super, auch dass man im späteren Verlauf noch ein bisschen mehr über ihn erfahren hat.

    Es geht halt um eine Reise und da ist es klar, dass die Nebencharaktere eben Nebencharaktere sind und in ihrer Screentime begrenzt sind. Da baut man vielleicht keine so innige emotionale Beziehung auf, aber das war ja auch gar nicht das Ziel des Spiels. Hat aber imo nichts an der Tiefe der Figuren geändert.

    Ich verstehe einige deiner Kritikpunkte durchaus. Aber Lyla kann man ja z.B. zweimal im Spiel anrufen. Das waren wirklich emotionale Momente (das zweite Telefonat war tatsächlich der einzige Moment im Spiel, bei dem meine Augen feucht wurden) und die Tatsache, dass diese Momente so begrenzt waren, hat sie wertvoller gemacht. Das Gefühl der Abgeschiedenheit und Einsamkeit und die Ungewissheit, was anderswo vor sich geht, sind ja auch ein zentraler Teil des Spiels. In dem Sinne hat es mich an Harry Potter 7 erinnert, wo die Ausgangslage ja nicht ganz unähnlich ist. Das zu sehr zu verwässern, um dem Spieler emotionale Genugtuung zu verschaffen, hätte dem Spiel nicht gut getan. Life Is Strange 2 ist in dem Sinne halt kein Comfort Food und die Unbefriedigung, die mit den Dingen einhergeht, die nicht passiert sind, sind imo essenziell für die Erfahrung. Dass das vielen Spielern missfallen hat, ist nicht unverständlich, aber das Dontnod eben nicht den sicheren Weg gegangen, die Art der Dramatik an der emotionalen Erwartungshaltung der Spieler auszurichten, rechne ich ihnen hoch an.

    In meinem Playthrough gab es übrigens weder einen Kuss noch eine Romanze. Habe ich auch nicht vermisst und gerade in Kapitel 3 war für mich ziemlich klar, welche Wahl mir im Rahmen der Handlung passender erscheint.

  10. #10
    @Jack: 5.9 finde ich halt schon ziemlich heftig für das Game. Denke das Spiel sollte locker im 7-8er Bereich liegen. Bei Metacritic kann man solche Abweichungen in der Regel mit einer sehr emotionalen Aufnahme von Spielen rechtfertigen, und hier sehe ich da definitiv die dicke (und plumpe) politische Agenda, die halt vielen Spielern sauer aufstößt. Natürlich sind auch einige Leute enttäuscht, die sich einfach wieder sowas wie LiS1 gewünscht haben und hier eine ganz andere Geschichte präsentiert bekommen haben, aber ich bin nicht sicher, ob die den Score wirklich so niedrig gehalten hätten^^

    Es klingt für mich so, als hättest Du ein größeres Problem mit dem Roadtrip-Setup (klar, muss man nicht mögen). Wo ich aber einhaken will sind die Charaktere: diese fand ich auch bei LiS1 größtenteils nicht besonders prickelnd und sehr simpel, bis auf ein paar Ausnahmen (Stepfuhrer!). Es sind halt alles wandelnde Klischees (was OK ist - für eine gewisse Zeit). Tatsächlich schneidet Teil 2 da für mich besser ab, auch, weil man eben weniger Zeit mit ihnen verbringt. Und die Großeltern, ihre Nachbarn oder die Mutter empfand ich schon als starke Charaktere, sogar besser als viele aus Teil 1.

    Und bei Lyla speziell sehe ichs wie Narcissu: sie sollte ein Charakter sein, den man recht schnell "ins Herz schließt" und von der man sich mehr Interaktion erhofft, aber - ähnlich wie Sean - diese nicht bekommt. Quasi eine ziemlich sinnvoll Verknüpfung von den Emotionen, die man selber empfindet und die der Charakter haben soll. Dass die erste Episode so einen plötzlichen Wandel hat sehe ich auch als Stilelement Klar, als Spieler weiß man, dass irgendwann der Shit abgehen wird, aber das Spiel teased es so, dass die Party zumindest noch kommt - aber dass vorher alles schiefgeht soll einen, genau wie die Charaktere, unerwartet treffen. Muss man natürlich nicht mögen, aber ich denke schon, dass sowas die spezielle Narrative von dem Roadtrip (bzw. der Flucht) durchaus gestärkt hat. Nebenbei war die Isolation auch nötig, damit man den Bund der beiden Brüder besser darstellen kann - wenn sie andere ständige Begleiter gehabt hätten, wäre das Element weniger stark in den Vordergrund gekommen als es die Entwickler wollten. Und zumindest für mich hat es gut funktioniert.
    Geändert von Sylverthas (13.03.2020 um 13:12 Uhr)
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2020): Ys - Felghana; Trials of Mana (SNES); Secret of Evermore (Pt. 1); Mystic Quest; Rakuen; Devotion


  11. #11
    Das ganze als Roadtrip zu gestalten hat mich eigentlich nicht gestört, zumal ich den Entwicklern zumindest zugute halten kann dass sie tatsächlich was neues probiert haben anstatt einfach nur das Konzept des Vorgängers mit männlichen Charakteren zu recyceln. Im Gegensatz zu Telltales The Walking Dead, was ja ähnlich strukturiert ist (da man ständig an neue Orte reist) und sogar eine familiäre Beziehung in den Mittelpunkt stellt (wenngleich auch zwischen fremden Menschen), fand ich LiS 2 aber nicht so gut gemacht, vor allem was den emotionalen Aspekt der Story angeht. Nicht nur weil ich Clementine wesentlich sympatischer finde als Daniel, sondern weil es da auch mehr Charaktere gibt die einen für längere Zeit begleiten, wodurch es natürlich umso tragischer sein kann wenn die sterben. Dass die meisten Charaktere in LiS 2 nach einer einzigen Episode direkt wieder abgeschoben werden fand ich also etwas suboptimal, vor allem in Fällen wo man eine engere Beziehung zu denen entwickeln kann. Und das Spiel versucht ja sogar zu vermitteln dass selbst fremde Menschen einem teilweise näher sein können als die eigene Familie, aber das funktioniert für mich halt nicht so gut wenn die außerhalb ihrer Haupt-Episode kaum noch eine Präsenz haben. In der Hinsicht hätte es also schon gereicht wenn man mittels Burner Phone ein paar Textnachrichten hätte austauschen können damit man sich trotz dieser einsamen Reise nicht ganz so allein fühlen muss. Die Nachbarn in der zweiten Episode hätten für mich zum Beispiel auch nicht ganz so gut funktioniert wenn ich nicht vorher diese Captain Spirit Episode gespielt hätte. Aber jedem Charakter so eine Nebenepisode zu spendieren hätte natürlich nicht funktioniert.

    An einer Stelle hat das Spiel meiner Meinung nach aber auch einiges an emotionalem Potential verschenkt. Und zwar beim Tod von Mushroom. Das hätte eigentlich ein richtig emotionaler Moment sein können, schon weil Daniel den ja echt lieb gewonnen hat. Den von irgendeinem random Puma umbringen zu lassen war für mich aber komplette Verschwendung, zumal Muschroom zu diesem Zeitpunkt vielleicht eine halbe Episode mit dabei war, wenn denn überhaupt. Dieses Ereignis ans Ende der dritten Episode zu verschieben hätte imo wesentlich besser funktioniert, schon weil man dann noch etwas mehr Zeit gehabt hätte den Hund ins Herz zu schließen und weil es wesentlich grausamer gewesen wäre ihn von einem andern Mensch erschießen zu lassen.

    Im Gegensatz zum Vorgänger hat mir bei der Hauptstory aber auch das gewisse Etwas gefehlt. In LiS hatte man immerhin diese Rachel Amber Geschichte, welche durch Before the Storm imo noch gestärkt wurde, aber im zweiten Teil hat man hauptsächlich die Reise nach Mexiko und so ein paar Familienangelegenheiten. Für diese Art von Story durchaus in Ordnung, aber ich hätte mir echt noch ein bisschen mehr gewünscht. Eventuell irgendwas dass mit dieser Rassismus-Thematik zu tun hat, aber dazu hätten die Entwickler diese Thema auch ordentlich behandeln müssen anstatt den Brüdern ein rassistisches Arschloch nach dem andern vor die Nase zu setzen. Und wenn sie das ganze schon so extem negativ betrachten, dann hätte ich mir glatt gewünscht dass diese Typen an der Grenze Daniel tatsächlich erschießen, was eventuell dazu hätte führen können dass sich die Ereignisse vom Anfang wiederholen und diesmal Sean Superkräfte entwickelt. Und dann hätten all die Lektionen die man versucht hat Daniel beizubringen beeinflussen können ob er anschließend einfach nur nach Rache sinnt oder ob er gerade noch die Kurve kriegt und die Typen trotz allem was er erlebt hat verschont und mit Daniels Körper über die Grenze schreitet. Das wäre vielleicht überdramatisch gewesen, aber da ich eigentlich nur darauf gewartet habe dass Sean selber Kräfte entwickelt hätte ich es durchaus als passend empfunden.

    Es wäre aber natürlich auch möglich gewesen wenn die Ereignisse der dritten Episode noch tatsächlich Folgen gehabt hätten und die Brüder zum Beispiel von Big Joe an die Grenze gejagt worden wären. Oder von irgendeinem dieser Kult Heinis. Wäre auf jeden Fall ein bisschen interessanter gewesen als kurz vor Schluss noch mehr Rassisten einzuführen die charaktertechnisch eh nichts zu bieten haben.

  12. #12
    @Jack

    Habe mir gestern aus Spaß an der Sache erneut die Endings angeschaut und dann deine Spoilertexte durchgelesen und muss schon sagen, was für ein Glück, dass du nicht bei Dontnod Entertainment arbeitest.
    Ne, nicht böse gemeint, finde deine Ideen nur schrecklich.

    Gerade weil das mit dem Puma so plötzlich kam war ich zumindest überrascht.
    Sich über mehrere Episoden um Mushroom zu kümmern hätte die Geschichte der Brüder zu sehr verdünnt.
    Gleichzeitig bekommen die somit in den Episoden immer einen Tiefschlag versetzt, der die mehr und mehr bricht oder eben zusammenschweißt.

    Oder ein Sean der plötzlich Superkräfte entwickelt hätte mir bloß ein Gähnen entlockt.
    Nicht zu vergessen hätte das die emotionale Wucht gefährdet.
    Denn eben weil man als großer Bruder ohne Kräfte seinen kleinen Bruder anweisen, wenn nicht sogar unter Kontrolle kriegen muss, wirkt all das doch so dramatisch.
    Und wenn man seinen Bruder liebt aber gleichzeitig eine Scheißangst vor ihm kriegen kann, man sich dennoch in jeder Minute aufopfert, ist das für mich großes Kino und macht Life is Strange 2 erst so gut.

    Ein Big Joe oder dieser Kult die sich neben dem FBI!!! einmischen, wäre für das Ende aus meiner Sicht nur hinderlich und unglaubwürdig gewesen, eben weil deren Geschichten mit den Episoden 3-4 vorbei waren.
    Besonders Big Joe hätte da 0 vom Typ her reingepasst und wenn man in Episode 4 die Kult-Tussi killt (hups :hehe:) hätte man das ändern müssen, ist aber eigentlich schön dramatisch gewesen, oder?
    Einer ihrer Lakaien an der Grenze wäre dann noch unsinniger gewesen als eine Max, die sich plötzlich als Superheldin einmischt und als Sidekick, David Madsen dabei hat.


    @Sylverthas

    Jetzt wo du es erwähnst, die Nebencharaktere aus Teil 1 waren echt wandelnde Klischees.
    Und wenn man zu denen einen Draht aufbaut und sich dann ein bestimmtes Ende anschaut, wo alles sehr schnell abgefrühstückt wird, erscheint mir das schon merkwürdig.
    Da macht Life is Strange 2 mit seinen vier (?) grundverschiedenen Endings sehr viel mehr richtig und ist für jeden was dabei.

    Sicherlich ist Teil 2 nicht perfekt und kann man diese Fehler gerne für einen dritten Teil oder in Tell Me Why beseitigen.
    Geändert von Ὀρφεύς (27.03.2020 um 13:55 Uhr)
    Now: 13 Sentinels: Aegis Rim / Done: Tell Me Why
    Now: Last Exile / Done: Doctor Who Staffel 12
    Now: Black Hammer Band 2 / Done: Avatar - Der Herr der Elemente: Das Versprechen 1

  13. #13
    Ich habe in den letzten Wochen tatsächlich nach Langem mal wieder einige lange RPGs gespielt! \o/

    [36:00] Final Fantasy VII Remake
    [81:15] Final Fantasy XII: The Zodiac Age
    [45:00] The Legend of Heroes: Trails from Zero

    Bei Zero steuere ich langsam aufs Ende zu. FFXII habe ich letzte Woche extrem intensiv gespielt – bis zu 17 Stunden am Tag
    Zu FF7 wollte ich ja schon lange mal was schreiben. Konnte mich aber nie dazu aufraffen, weil ich so viele Gedanken dazu hatte. Mittlerweile vermutlich schon vieles wieder vergessen. ^^ Aber ich versuche das mal nächste Woche nachzuholen. FFXII dann auch. Wish me luck.


  14. #14
    Beim FF7 Remake bist du mit 36h ja auch recht flott durchgekommen. Da fällt dann sehr auf, dass du in XII sehr viel mehr Zeit investieren konntest Haust du da die ganzen Extra Bosse um?

  15. #15
    Ja, bei XII habe ich alles gemacht. Alle Bosse, alle seltenen Monster, sogar den Trial-Modus und die Platin-Trophäe.

    Habe auch schon angefangen, zu dem ausstehenden Kram was zu schreiben, aber seitdem sind noch knapp 10 (kürzere) weitere Spiele hinzugekommenn, also zieht es sich etwas. ^^

  16. #16
    Allo seltenen Monster? Ist Yiasmat immer noch ein Kampf, der sich über Stunden ziehen kann?^^
    Es ist schon teilweise verrückt, was man so auf sich nimmt, um doch alle Bosse im Game zu besiegen *g*

    Ist der Trial Mode eine Art Bossrush? Hab die Zodiac Edition noch nicht gespielt.
    Sylverthas' Second Devolution (RPG-Challenge 2020): Ys - Felghana; Trials of Mana (SNES); Secret of Evermore (Pt. 1); Mystic Quest; Rakuen; Devotion


  17. #17
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Allo seltenen Monster? Ist Yiasmat immer noch ein Kampf, der sich über Stunden ziehen kann?^^
    Es ist schon teilweise verrückt, was man so auf sich nimmt, um doch alle Bosse im Game zu besiegen *g*

    Ist der Trial Mode eine Art Bossrush? Hab die Zodiac Edition noch nicht gespielt.
    Yiasmat war ein Witz. Mit den richtigen Gambits und ohne besondere Vorbereitung saß ich keine halbe Stunde an dem. Mit 4x Beschleunigung natürlich. Hatte den viel schlimmer eingeschätzt, aber es war wirklich einfach. Was zum Teil auch daran liegt, dass die Debuffs im Spiel broken sind, aber auch daran, dass Yiasmat einfach kein besonders spannender Boss ist. ^^

    Zitat Zitat
    Ist der Trial Mode eine Art Bossrush? Hab die Zodiac Edition noch nicht gespielt.
    Quasi. Nur halt nicht nur mit Bossen, sondern auch Konstellationen von normalen Gegnern in insgesamt 100 Runden. Inkl. Yiasmat und anderen Megabossen, allerdings mit weniger HP als im normalen Spiel. Ist schon ziemlich cool, man kann hier auch viel der besten Ausrüstung im Spiel kriegen (also Kram, den man im normalen Spiel auch kriegen kann, aber in der Regel mit viel Aufwand). Allerdings ist Zodiac Age in der Hinsicht entschärft worden, dass es Autosaves nach jedem Kampf gibt statt wie in IZJS nur nach jeder 10. Runde.


  18. #18
    Okay, ich hab die Updates in diesem Thread wirklich sträflich vernachlässigt. Ich werde mich auch entsprechend kurz™ zu den einzelnen Titeln äußern, bevor ich es ganz sein lassen werde. Teils kopiere ich eventuell Kram von Twitter zusammen – also nicht wundern, wenn es in Englisch ist und etwas unzusammenhängend wirken sollte.

    Ein paar Worte vorweg: In der letzten Zeit spiele ich das erste Mal seit Langem wirklich regelmäßig, viel und gerne. Das schiebe ich einerseits natürlich auf unseren Freund COVID-19, durch den Uni/Arbeit/Soziales stark zurückgegangen ist. Andererseits darauf, dass ich nicht nur RPGs, sondern auch ein paar Titel gespielt habe, die eher "casual" sind. Und zuletzt auch auf den "Flow", der sich einfach mit der Zeit ergeben hat, sodass das Spielen nun auch ein bisschen Routine ist.

    Ich hatte ja ab April einen 3-Monats-Plan. Dem habe ich mich im April und Mai kaum gewidmet. Hatte zunächst noch sehr viel mehr um die Ohren und dann kamen längere Spiele, die mich an den Bildschirm gefesselt haben. Wurde also nichts. ABER ich habe die Idee nun in reduzierter Form an #ShortGameJune aufleben lassen – und das klappt bisher auch ganz gut, habe in den letzten Wochen viele kurze und interessante Spiele gespielt.

    Zuletzt noch dazu, was ich für die JRPG-Challenge zähle. Ich habe einige Platformer usw. gespielt, zu denen ich mich auch äußere, aber nicht zähle. Spiele, die in Richtung RPG gehen, es aber arguably nicht sind, zähle ich – hier speziell Moonlighter, Kamiko (Action-Adventure) und Transistor (letzteres noch nicht durchgespielt).

    Diese Spiele habe ich seit dem letzten Update durchgespielt:
    ??.04 – [45:00] Animal Crossing: New Horizons (NSW)
    26.04 – [36:00] Final Fantasy VII Remake (PS4)
    19.05 – [81:15] Final Fantasy XII (PS4)
    25.05 – [06:00] Gunbird (NSW)
    27.05 – [01:10] Q-YO Blasters (NSW)
    30.05 – [10:00] Spyro The Dragon (PS4)
    31.05 – [03:00] Gunbird 2 (NSW)
    01.06 – [04:00] Black Bird (NSW)
    02.05 – [14:30] Spyro 2: Riptp’s Rage (PS4)
    05.06 – [20:00] Moonlighter (PS4)
    10.06 – [62:00] Trails from Zero (PC)
    12.06 – [01:40] Old Man’s Journey (NSW)
    12.06 – [01:25] Kamiko (NSW)
    13.06 – [05:47] Steamworld Dig (NSW)
    15.06 – [07:15] Steamworld Dig 2 (NSW)

    Wollte ursprünglich alles in einen Post packen, aber da ich beim Schreiben zu FF7R doch teils ausufernder geworden bin, werde ich stattdessen täglich einen Bericht posten (oder es zumindest versuchen). Chronologisch von Animal Crossing bis Steamworld Dig 2. Unter Umständen fasse ich ähnliche Titel oder Prequels und Sequels zusammen.
    Geändert von Narcissu (16.06.2020 um 14:55 Uhr)


  19. #19

    Animal Crossing: New Horizons

    ??.04 – [45:00] Animal Crossing: New Horizons (NSW)



    Schon in den Monaten zuvor hatte ich größeres Interesse an der Serie, war mir aber nie sicher, ob sie mich auch wirklich reizen könnte. New Horizons habe ich mir dann kurz nach Release relativ spontan gekauft und habe tatsächlich 40+ Stunden investiert, in denen ich viel Spaß hatte.

    Der grundlegende Gameplay-Loop ist vielleicht etwas zu simpel, sodass man nach der Zeit die Motivation verliert, wenn man am Gestalten seiner Insel keinen großen Spaß hat. Denn Früchte ernten, Angeln, Insekten fangen, Unkraut jähten sind alle spielerisch extrem simpel.

    Zugleich hat die Welt aber etwas unheimlich Beruhigendes, Schönes. Alles ist friendlich, die NPCs sind quirky und charmant, jeder hat eine eigene Persönlichkeit und es wurde extrem viel Liebe in die Dialoge, Lokalisierung und kleine Details gesteckt.

    Hinzu kommen saisonale Events – die Kirschblütenzeit fand ich toll – und eine kleine, aber nette Multiplayer-Komponente, die zum Austausch mit anderen motiviert. Wirklich schön. Das Spiel lebt auch davon, denn dieses "Gemeinschaftserlebnis", dass jeder das gleiche Spiel spielt, hat man sonst nur bei sehr wenigen Titeln.

    Ich bin eigentlich weder ein Fan von Aufbausimulation noch von Spielen ohne Ziel noch designe ich gerne meinen eigenen Kram. Gerade deshalb ist es so erstaunlich, dass ich doch so lange Freude an Animal Crossing: New Horizons hatte. Es ist einfach ein schönes, kleines, entspannendes Spiel, das oberflächlich nicht viel zu bieten hat, aber beim Näheren hinsehen derart viel liebevollen Content bietet, dass ich es definitiv verstehen kann, wie man hunderte Stunden investieren kann.



  20. #20
    Sind ja einige Spiele zusammen gekommen, bin schon auf die Berichte gespannt.

    Animal Crossing ist auch so ein Spiel, was ich mir selbst nie holen würde, aber vermutlich auch ganz charmant finden würde. Wobei das letzte Bild mir den Eindruck vermittelt, als sei das Spiel zum Ende hin eskaliert xD.

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