Was ist Dein Problem mit VN? Einfach nur, dass Du nicht so viel bei nem Spiel lesen willst? Oder schon tiefer, also auch das Writing, etc.?
Ich lese ja lieber ne VN, als dass ich ein Spiel mit viel trivialem Gameplay spiele. Also z.B. viel von diesem Gacha-Quark, der ne glorifizierte Beschäftigungstherapie ist und keinerlei Anspruch hat. Da hab ich dann lieber gar kein Gameplay und dafür ne (in der Regel) gut geschriebene Handlung. War auch son kleines Problem, was ich mit 13 Sentinels hatte - die Schlachten waren zumindest anfangs alle superlangweilig, so dass ich mir schon gewünscht hätte, dass sie entweder anspruchsvoller oder gar nicht da wären - so sehr ich Interaktivität zu schätzen weiß. Ich kann mich zwar durch langweiliges Gameplay durchboxen, wenn der Rest gut genug ist (hab immerhin Xenogears durchgespielt *g*), aber ideal ists nicht. Am Ende hängts aber auch immer vom Zeitaufwand ab - das Kaffeekochen in Affogato z.B. finde ich in Ordnung, aber das Spiel hat ja auch sonst noch recht viel "ordentliches" Gameplay, so dass ichs eigentlich gar nicht als Visual Novel ansehen möchte. Und dann gibts natürlich noch die Games, bei denen das simple Gameplay trotzdem genutzt wird, um etwas auszusagen, da kanns auch funktionieren.
Das isses ja - ich hab das Spiel ja schon EIN ZWEITES MAL zu 2/3 durchgespielt. Da müsste es doch eigentlich drin sein, dass das letzte Drittel jetzt auch mal fällt...Zitat
Verweis auf den Post zu Blue Reflection. Gerade der zweite Screenshot in der Umkleide, Kamera auf Arschhöhe mit halber Kimme draussen ist halt einfach nur dreist xDZitat
Aber wie erwähnt, ich finde sowas in der Dreistigkeit oft eher belustigend. Genau wie ich so ultra edgigen Kram, wo dem MC alle schlechten Dinge der Welt hintereinander passieren und alle um ihn rum nur Arschlöcher sind, auch eher lustig finde. Sowas kann ich dann nicht einfach nicht ernstnehmen. Siehe z.B. FF XVI mit der ultrarassistischen Welt voller Penner. Bei dem Quest mit dem kleinen Mädchen, die ihr "Tier" sucht und dem kleinen Jungen, der nen "Spielkameraden" für seinen Hund will, da war ich nicht wie viele andere entsetzt. Ich hab mit dem Kopf geschüttelt und n bisschen gelacht, weil das einfach so übertrieben war, dass ichs nur als edgy bezeichnen kann.
Die Sache bei Fanservice ist für mich aber (und denke, da gehen wir anders ran): Wenn man integere Charaktere haben will, dann sollte man mit plumpen Fanservice aufpassen. Denn sowas macht sie eher zu nem Schauobjekt, raubt ihnen Agency und nimmt für mich nen Teil der Immersion. Ich weiß ja, dass diese Aufnahmen gemacht werden, um die Zuschauer bewusst zu stimulieren, und nicht, weil es in der Situation Sinn ergibt / die Charaktere es so wollen würden. Letzteres ist übrigens der Punkt, weswegen ich mit sexuellen Charakteren keine Probleme habe. Wenn ein Charakter bewusst auf sexy macht (es also Teil der Charakterisierung ist), dann finde ich das total in Ordnung. Wenn man nem Charakter plottechnisch bewusst durch sowas Agency nehmen will, dann übrigens auch (wobei es hier schneller bergab gehen kann, wenn man merkt, dass es eher zum Selbstzweck gemacht wird). Dieser Selbstzweck ist mein größes Problem damit.