Das ist irgendwie auch ein Punkt, den ich bei meinem Playthrough nicht so richtig gefühlt habe. Ich hab das Spiel auch in dieser Hinsicht als langweiligen Kompromiss empfunden. Nicht wirklich surreal, aber so wie der privilegierte, prätentiöse Erstsemesterstudent einer Kunsthochschule sich surreal vorstellt. Für echte Surrealität, die ich begrüßen würde, hat vieles einfach noch zu viel Sinn gemacht und war zu fest in der Realität verankert. Das ist an sich auch gar nicht schlimm – ich weiß aber eben, dass der Surrealitäts-Bait da sein soll. Und wie andere Konzepte zieht Expedition 33 auch das für meine Begriffe nicht wirklich konsequent durch. Streng genommen würde ich etwas ähnliches aber auch über die mir bekannten Persona-Designs sagen, also lasse ich mich von so einem Pretend wohl auch einfach mehr abschrecken als andere.
Allgemein hat sich das Spiel designtechnisch für mich damit auch wirklich nur an der alleräußersten Oberfläche einzigartig angefühlt. Wenn ich mich dann aber eben gerne irgendwie tiefer in etwas Substanzielles tragen lassen wollte, ging das nie auf. Ob in die Trauer, über die du ja auch noch sprichst, oder eben auch irgendeine Ästhetik.
Ich kotze ein bisschen!Zitat
Aber ja, kann mir gleichzeitig auch vorstellen, wie die Behandlung von Trauer in Clair Obscur solche Argumentationslinien hervorholt.
Ich selbst habe gar nicht gemerkt, dass ein Ende bevorzugt wird – ich habe mich aber auch nur mit dem Maelle-Ende auseinandergesetzt. Und obwohl mir nicht viel an der Fiktion gelegen hat, kann es für mich innerhalb einer solchen Geschichte ethisch eigentlich keine andere Wahl geben. Und auch konzeptionell ist es weird, ein Ende (eher) zu propagieren, das die gesamte Spielerfahrung leugnet – gerade wenn die ja keineswegs einfach nur realitätsflüchtig mit dem Thema Trauer umgehen will.
Dieser Aussage fügst du ja sowieso noch ein „aber“ hinzu, deswegen geht das nicht mal wirklich an dich. ABER ich würde auch sagen, dass selbst wenn es nicht das „aber“ gäbe, dass Clair Obscur sich mit Trauer auseinandersetzen will, wäre das unzulänglich. Gerade bei seinem Hype. Da muss es Dinge doch besser und nicht nur videospieltypisch machen. Noch dazu würde ich aber übrigens auch sagen, dass das keine per se videospieltypische Art ist, aber definitiv eine mainstreamvideospieletypische Art.Zitat
Ich schaue, wenn ich irgendwann das Gefühl habe, einem Anime eine Chance zu geben, aber auch mal, ob ich nicht Journal with Witch eine Chance gebe.

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Aber ja, kann mir gleichzeitig auch vorstellen, wie die Behandlung von Trauer in Clair Obscur solche Argumentationslinien hervorholt.
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