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Thema: Der große Ernährungsthread

  1. #61
    Zitat Zitat von Caro Beitrag anzeigen
    Fantastisches Rezept, dann weiß ich schon, was heute Abend hier auf den Tisch kommt! Kleine Abänderung: Wir lassen den Bacon weg (weil ich Speck echt nicht mag) und nehmen frische Spätzle, aber das ist im Endeffekt ja Shietegal. Danke für die Anregung
    Diese Abendessen-Entscheidung erhält von mir einen deutlich sichtbaren Daumen nach oben.

    Wenn du den Bacon raus lässt würde ich dir empfehlen noch etwas nach zu salzen. Hängt aber auch davon ab, wie viele Gemüsebrühwürfel du letztlich da drin versenkst. Du kannst das Gesamtergebnis gern hier reinposten.

  2. #62
    Gut, Linseneintopf zählt leider zu den Gerichten, die eher unfotogen sind. Aber das soll uns ja nicht aufhalten!



    Statt Spätzle gab es im inkoop unseres Vertrauens nur noch die kleine Frischeinudelalternative, aber es ging auch so.

  3. #63
    Linse mit Saitewürscht'?
    Nein. Schon gar nicht mit braunen Linsen.
    Ne, dieser Schwabenklassiker kommt mir nicht auf die Geschmacksnerven.

  4. #64
    Zitat Zitat von Auratus Beitrag anzeigen
    Linse mit Saitewürscht'?
    Nein. Schon gar nicht mit braunen Linsen.
    Ne, dieser Schwabenklassiker kommt mir nicht auf die Geschmacksnerven.

  5. #65
    So liebe Leute - jetzt will ich einen zu Gewürzen raus hauen.
    Es gibt die Meinung, dass vegan nix kann, dass vegan nach nix schmeckt - dann macht doch mal den Test und würzt einfach nur eure Speisen mal OHNE Pflanzen - was bleibt da so übrig, außer Steinsalz?
    Pfeffer? Nein.
    Liebstöckel? Nein.
    Petersilie? Nein.
    Gemüsebrühe? Nein.
    Muskat? Nein.
    Paprika? Nein.
    Chili? Nein.
    Piment? Nein.
    Schnittlauch? Nein.
    Dill? Nein.
    Die Liste kann ich endlos fortsetzen - Koriander, Curry, Kräuter der Provence, italienische Kräuter, Rosmarin, Thymian, Oregano, Beifuß, etc...

    Aber in Sachen Salze kann man sich reichlich austoben (sowohl in Sachen Geschmack als auch in Sachen Geldausgabe), ich zitiere aus einem anderen Forum:
    Zitat Zitat
    Wenn du ein Salz willst, was die gleiche Färbung wie Himalayasalz hat, dann schaust du nach polnischem Steinsalz - dieses wird mit modernen Maschinen abgebaut und ist entsprechend rein, ohne gesundheitsschädliche Verunreinigungen.
    Ansonsten gibt es eigentlich nur die Farbe als Unterscheidung bei den Steinsalzen ... heißt also, wenn es nur um Essen geht, dann ist deutsches Steinsalz das Beste, was du dir antun kannst - Arbeitsbedingungen sind durchgehend gut, es gibt also keine ethischen Probleme, die Maschinen sind modern, es gibt also keine Verunreinigungen a la Erdöl und Sprengmittelresten, die Zusammensetzung ist die Gleiche, wie die Zusammensetzung von Himalayasalz, nur die Einlagerungen an Eisenionen ist anders, so daß die rote Färbung fehlt.
    Also kurzum - Steinsalz aus Deutschland ist eigentlich viel besser, billiger etc, aber es kauft keiner, weil ja nur das Himalayasalz Glück und Zufriedenheit für alle Zeit garantiert oder so ähnlich ... man kauft praktisch ein ausgedachtes Wunder mit dem Himalayasalz mit.
    Die Werbung machts!

    Es gibt übrigens ein sehr wohlschmeckendes Steinsalz aus der Alpenregion, was neuerdings unter Alpensalz verkauft wird - es handelt sich wieder um ein rötliches Salz, allerdings nicht so durchgefärbt wie das polnische Steinsalz.
    Der Geschmack ist excellent ...
    Der Preis allerdings auch ...

    Dann gibts noch das Halitsalz ... das ist das reinste an Salz, was du herbekommen kannst - leider ist selten die Herkunft angegeben. Man kann also auch hier leider selten sagen, ob Abbaumethoden und Arbeitsbedingungen in Ordnung sind.

    Übrigens ... beim Himalayasalz kam der Myth mit den 70 Mineralstoffen intus das erste Mal auf.
    Ich hatte mehrere Anbieter angeschrieben, aber keiner konnte mir eine Liste dieser 70 Mineralstoffe schicken ... hmmm ...

    Es gibt noch etliche ausländische Salze mit teils faszinierenden Eigenschaften und Geschmacksrichtungen ... angefangen vom Bambussalz bis hin zu Rauchsalz.
    Allerdings sind das alles sehr spezielle Salze, die man wirklich nur selten in der Küche verwenden sollte. Dazu kommt, daß Bambussalz meist aus China kommt - einem Land mit inzwischen immensen Menschenrechts- und Umweltproblemen. Naja ... also als wirklich ethisch würd ich das auch nicht bezeichnen, ein solches Salz zu kaufen ... Bambussalz aus Korea dagegen ist in Ordnung (wenn man mal den Gedanken Regionalität beiseiteschiebt ... bzw es wirklich nur als Luxussalz verwendet)

    Bambussalz

    Bambussalz wurde ursprünglich in Korea in den dortigen Klöstern hergestellt. Dabei wurde zwischen dem zweimal gebrannten Bambussalz für Speisezwecke und dem neunmal gebrannten Bambussalz für Heilzwecke unterschieden.
    Es ranken sich viele Mythen und Märchen rund um das Bambussalz ... wieviele davon erst erfunden wurden, um Werbung für Bambussalz zu machen, vermag ich nicht zu sagen.
    Koreaner, die ich in Deutschland getroffen und dazu befragt hatte, kannten jedenfalls kein einziges dieser Märchen und Mythen - aber sie kannten das Bambussalz, also vermute ich, daß da mal wieder ein Hype gestartet werden soll.

    Um Bambussalz herzustellen, werden in Bambusrohre Meersalz gefüllt. Die Enden der Bambusrohre werden mit einer speziellen, ockerfarbenen Tonerde verstopft. So werden die Bambusrohre über Feuer erhitzt, welches mit Pinienhölzern und Harzen entflammt wurde.
    Es passieren nun pro Brennvorgang verschiedene Dinge ... die Tonerden filtern diverse Stoffe, wie Jod, aus den Salzen heraus. Plastikteilchen verdampfen und verbrennen und werden vom Bambusrohr aufgenommen. Selbst entstehende Dioxine lassen sich im Salz selbst nicht nachweisen, dafür aber im Bambusrohr und in den Tonerden an den Enden der Bambusstangen.
    Das Salz wird durch den Rauch der Pinien und der Harze aromatisiert - angeblich soll nach einigen Autoren das Salz sich mit immer mehr Mineralstoffen anreichern aufgrund dieser Prozesse (eher unwahrscheinlich, klingt nach den über 70 Mineralstoffen-Myth. Wahrscheinlich ist jedoch eine Anreicherung mit Silicium), nach anderen Autoren soll Schwefel aus dem ockerfarbenen Ton in das Salz diffundieren (sehr viel wahrscheinlicher). Auch soll sich der pH-Wert in den basischen Bereich verschieben (hab ich noch nicht nachgeprüft, läßt sich aber zuhause leicht herausfinden, indem man mit diesem Salz eine gesättigte wässrige Lösung herstellt und da einfach mal nen pH-Stick reinsteckt. Gleiches tut man mit einem anderen Salz, was man gerade zur Hand hat - es sollte dann ein deutlicher pH-Unterschied erkennbar sein, wenn das mit dem pH-Wert stimmt)
    Nach zweimaligen Brennen wird das als Speisesalz vorgesehene Bambussalz staubfein zerrieben und weltweit in den Handel gebracht. Nach neunmaligen Brennen erhält Bambussalz einen Geschmack nach faulen Eiern (spricht tatsächlich für eine Anreicherung mit Schwefel) und eine sehr spezielle Farbe (auch hier sind sich diverse Autoren nicht einig, ich hab noch kein neunmalgebranntes Bambussalz gesehen). Es wird sehr unterschiedlich, sowohl vermahlen, als auch stückig, in den koreanischen Handel gebracht für medizinische Zwecke.
    Da das Bambussalz in Korea historisch gesehen als heiliges Tempelsalz gilt, verdienen wohl die Hersteller dieses Salzes relativ gut am Salz - der Preis ist also nicht nur deshalb so gesalzen, weil es gehyped wird, sondern auch, weil es schon ab Werk sozusagen nicht sonderlich billig ist.

    Inzwischen gibts auch Bambussalz aus China - ich hab jedoch weder was zur Herstellung, noch sonstigem gefunden ... ist also alles sehr dubios und klingt danach, daß man lieber das Bambussalz aus Korea möchte ...

    Nacht man Bambussalz mit dem Finger, schmeckt es angenehm salzig. Dennoch: Bambussalz salzt intensiver, wie Steinsalz - ist also sehr vorsichtig anzuwenden, sonst ist die Suppe schnell versalzen. Es gibt den Speisen einen subtilen, wie ich finde, sehr gut schmeckbaren besonderen Geschmack, vor allem an Salaten und zu Gemüse jeglicher Art. Speziell bei den sehr milden Gemüsen, wie beispielsweise Spargel, ist wirklich sehr, sehr vorsichtig zu dosieren! Dieses Salz eignet sich hervorragend zum Nachwürzen, da es sich aufgrund seiner staubfeinen Struktur sehr schnell auflöst.
    Auch Saucen und Suppen bekommen nach meinem Empfinden einen besonderen Geschmackshauch, den man mit anderen Salzen nicht erreichen kann.
    Für Fleisch und Eintöpfe dagegen sollte man besser ein weniger wertvolles Salz verwenden, Bambussalz ist da die reinste Verschwendung.

    Firmen, die in Deutschland koreanisches Bambussalz vertreiben:
    - Biova
    - Dr. Rudolph GmbH
    - Zauber der Gewürze
    Neunmal gebranntes Salz kann man bei DocMorris bestellen.

    Kala Namak (Schwarzsalz)

    Kala Namak kommt aus Indien ... leider kann man nicht ausschließen, daß die Hersteller zu sklavenähnlichen Bedingungen das Salz herstellen, ist leider eine Folge des seit Jahrhunderten etablierten Kastensystems in Indien. Fair Trade lizensiert Salzhandel noch nicht, da sie noch keine Standards für Salzherstellung entwickelt haben.
    Es gibt allerdings einige Firmen, die sich von sich aus versuchen, dieses Salz zu fairen Preisen zu erwerben ... wie sehr man dem trauen kann, weiß ich nicht, muß aber zu meiner Schande gestehen, ich benutze es dennoch sehr gern.

    Kala Namak wird hergestellt, indem Steinsalz in Wasser gelöst wird und dieses mit den Früchten des Baumes Terminalia chebula aufgekocht wird. Diese schwarze Brühe wird eingedampft, das so gewonnene Salz ist gräulich oder dunkelrötlich bis tiefschwarz. Es riecht eindeutig nach faulen Eiern, was aber niemanden abschrecken sollte, es mal auszuprobieren.
    Aufgrund des Kochvorgangs reichert sich das Salz mit Eisenionen und Schwefelwasserstoff an. Dieses gibt ihm seine besondere Farbe und seinen besonderen Geschmack. Es gilt in der Ayurvedischen Heilslehre als eines der wichtigsten Heilsalze überhaupt - leicht verständlich, wenn man weiß, daß speziell in den ehemaligen Waldregionen von Indien Eisen zuwenig in der Nahrung steckt - man hatte also mit diesem Salz seinen Eisenmangel heilen können. In Indien wird es sowohl als Speisesalz, als auch als Heilsalz verwendet und ist eines der meistbenutzten Salze in Indien überhaupt.

    Für Veganer ist dieses Salz übrigens besonders wertvoll ... der Schwefelwasserstoff erleichtert die Zerlegung von Eiweiß. Gleichzeitig liefert es Eisen und Zink ... vor allem Zink ist in der veganen Ernährung oft zuwenig drin, aber auch Eisenmangel gilt bei Medizinern als typisch für Veganer.
    Weiterhin besitzt der Mensch eine Geschmacksrichtung für die Beurteilung tierischer Kost, das Umami ... diese Geschmacksrezeptoren werden vom Schwefelwasserstoff im Kala Namak angeregt, was wiederum etliche gesundheitliche Auswirkungen hat, beispielsweise wird so die Verdauung und das Immunsystem angeregt, was bei der sonstigen veganen Ernährung fast nie geschieht. Der Mensch ist nunmal an eine Mischernährung aus pflanzlichen und tierischen Komponenten angepaßt.

    Kala Namak soll die Knochen und Zähne stärken ... keine Ahnung, ob das stimmt, hab da nix seriöses zu gefunden, könnte jedoch sein, wenn es ein Ungleichgewicht im Mineralstoff-Stoffwechsel gibt und es dadurch zum Knochenabbau kommt - in solchem Fall sollte Kala Namak tatsächlich diesen Knochenabbau (oder besser gesagt, Calciumabbau aus den Knochen) hemmen können.

    Kala Namak gibt insbesondere veganen Speisen, aber auch Suppen, Saucen, Eintöpfen etc einen leicht fleischig anmutenden Geschmack. Es intensiviert eine ganze Reihe von Gewürzen, insbesondere sowas wie Petersilie, Thymian, Majoran und Rosmarin. Auch Fleischgerichte verändern mit Kala Namak den Geschmack, allerdings auf sehr subtile Art und Weise, das Fleisch schmeckt abgerundeter.
    Für Salate dagegen und für Rohkost eignet sich Kala Namak dagegen meiner Meinung nach gar nicht, da es einen Geschmack da reinbringt, den man in einem erfrischenden Salat nunmal nicht haben will.

    Quellsalz

    Quellsalz wird nach der alten Weise, nach welcher es früher abgebaut wurde, genannt.
    An einigen Stellen der Erde trat salzhaltiges Quellwasser ans Tageslicht. Dieses wurde ähnlich wie Meersalz eingetrocknet und das Salz abgeschabt.

    Modernerart und Weise werden jedoch tiefe Löcher gebohrt und das unterste (und damit älteste) Salz der Erde mit Wasser gelöst. Diese Sole wird nach oben befördert und eingedampft, um es dann als Quellsalz zu verkaufen. In Peru und Portugal (und vermutlich auch anderen Ländern) wird Quellsalz auch heute noch nach alter Tradition und Art und Weise und so hergestellt, also die haben noch einige echte Salzquellen.
    Ähnlich wie Halitsalz ist Quellsalz eines der reinsten Salze dieser Erde und gilt in der Naturheilkunde als äußerst heilsam und energetisch.
    Quellsalz wird in allen Teilen dieser Erde gefördert, auch in Deutschland. Hier lohnt es sich, nach deutscher Herkunft zu schauen, um möglichst geringe Transporte und damit möglichst wenig Umweltverschmutzung zu verursachen.

    Quellsalz entfaltet seinen Geschmack am Besten, wenn es erst kurz vor Fertigstellung der Speisen zugesetzt wird. Vor allem Grillfreaks werden glücklich sein über dieses Salz, da es den Geschmack der Grillware (nicht nur der Fleischlichen, auch der pflanzlichen Grillware) besonders hervorhebt und bestens mit dem leichten Rauchgeschmack des Grilles harmoniert.
    Quellsalz ist auch zum Nachwürzen geeignet. Es ist das für Salzbäder und Solebäder am häufigsten verwendete Salz.

    Blausalz

    Blausalz fasziniert durch einen leichten bläulichen Schimmer, der durch Kaliumchlorideinschlüsse entsteht. Es wird im Iran abgebaut. Es ist seit Jahrtausenden DAS Luxussalz überhaupt - selten, teuer, einmalig in seiner Zusammensetzung und seinem Aussehen, einfach nur dekadent teuer ...

    Blausalz kommt nur in der Wüste Lut in der Provinz Semnan im Iran vor, sonst nirgendwo ... und selbst da gibts zwar viel Salz, aber nur wenig Blausalz. Es wird dort seit Jahrtausenden im Tagebau abgebaut.
    Das Besondere des Salzes ist, daß es unter großem Druck durch die Plattenverschiebung der Kontinentalplatten entstand, das Salz verband sich vor 200 - 600 Millionen Jahren mit dem Mineral Sylvin, welches aus Kaliumchlorid besteht. Der blaue Schimmer kommt durch Sylvineinschlüsse zustande.
    Zumindest vor dem Krieg mit dem Irak verdienten die Salzabbauer in der Wüste Lut schon traditionsmäßig sehr gut und die Arbeitsbedingungen waren excellent, wenn man mal von der enormen Hitze der Wüste Lut absieht - wie es heute ist, weiß ich nicht. Es hat sich ja viel in dieser Region zum Schlechteren gewendet.
    Die Wüste Lut ist tot ... so tot, wie eine Wüste nur sein kann und das seit langer, langer Zeit. Es sind keine Fossilien in der Wüste zu finden. Also wenigstens braucht man durch den Salzabbau keine Umweltzerstörungen zu befürchten, da läßt sich nix zerstören, was lebt, weil dort von Natur aus nix lebt.
    Immerhin wurden wohl Bodentemperaturen im Sommer über 70°C gemessen ... und selbst für Archaebakterien, die sonst solche Extremstandorte lieben, scheint es in dieser Wüste nicht feucht genug zu sein.

    Eigentlich ist Blausalz ein excellentes Heilsalz - eben aufgrund der Sylvineinschlüsse, denn das Kalium kann in dieser Form sehr gut vom Körper aufgenommen werden und ist lebensnotwendig. Allerdings war und blieb es ein reines Luxussalz - das Salz der Adeligen und Reichen. Wer anders konnte sich das nicht leisten.
    Auch heute kommt Blausalz hauptsächlich als Cocktailsalz oder als Tischsalz zum Einsatz ... also genau in den Bereichen, wo man zeigen kann, wie reich man ist. Es sieht ja auch wunderschön als Streu auf Cocktailgläsern oder aber in einer durchsichtigen Salzmühle aus.
    Eigentlich ist es schade - denn es bietet mehr, wie nur schön auszusehen ... es ist gesund, und es gibt einen für Salze erstaunlich prickeligen Geschmack, vor allem, wenn man es aus der Salzmühle zum Nachwürzen benutzt.
    Ich habe 2 verschiedene Salze: Einmal das Schwarzsalz aka Kala Namak - wer zum 1. Mal in mein Gewürzfach schaut, wird sich wundern, warum ich da Straßensplitt in einem Glas stehen habe Verwende ich zu ziemlich jeder herzhaften Speise, natürlich in Maßen.
    Das andere ist einmal gebranntes Bambussalz - sehr salzig, ich dachte zuerst, da ist Puderzucker in der Tüte, so fein, wie das zerkleinert war.

  6. #66
    Folgendes: Der User Ligiiihh (ernsthaft, ich muss diesen Namen kopieren, um sicherzugehen, dass ich ihn korrekt hier reinposte) hat auf der letzten Seite dieses Topics ein Rezept mit Tofu und Tomaten hier reingestellt, dass ich so nicht kannte. Und weil er...

    Zitat Zitat von Ligiiihh Beitrag anzeigen
    Um aus meinem persönlichen Erfahrungsschatz herauszugreifen, kann ich jedem nur ans Herz legen, mal "Tofu geschmort in Tomateneinlage" zu probieren, ein Favorit vieler Kinder in Vietnam.
    ...uns das hier so freundlich ans Herz gelegt hat und ich in meinem bisherigen Leben zu wenig mit Tofu zu tun hatte (gar nichts), um Vorurteile dagegen entwickeln zu können, hab ich das mal eben für euch ausprobiert. Bilder gibt's wie immer im Spoiler.

    Frittierter Tofu mit gehackten Tomaten und zusätzlich mit ordentlich Jalapeños verfeinert. Sojasoße ist auch nicht wenig drin.


    Serviert hab ich das Ganze mit Pilzen, die ich zuvor mit einer aus Magerquark, Salz und Pesto zusammengewürfelten Mischung gefüllt hab, die anschließend noch mit ordentlich Parmesan bestückt wurden. Fuck yeah! Mit Schnittlauch als Topping anrichten. Das Auge isst mit, Leute! Es isst mit!


    War's geil? Yes! Tofu pur schmeckt nach absolut nichts, aber frittiert erhält das Zeug gut Biss und es nimmt auch den Geschmack der Soße auf, indem das Tofu sie ziemlich kartoffelähnlich aufsaugt. Kann ich empfehlen und die Portion, die ihr hier so majestätisch auf meinem Teller funkeln seht, hat mich auch gut gesättigt ohne dass ich mich danach unnötig überfuttert gefühlt hab. Das kommt mir beizeiten auf jeden Fall nochmal auf den Tisch. Danke für das Rezept!

    Dein,
    Ken der Tofukot

    Geändert von Ken der Kot (Gestern um 00:02 Uhr)

  7. #67
    Also dass es Leute gibt, die sich so intensiv mit verschiedensten Arten von Speisesalz auseinandersetzen - hätt ich nicht gedacht. Aber gibt ja für jeden Bereich so Spezialitäten. Ohne Fleisch und diese Ernährungsart, bei der man Fisch noch essen darf (und Käse) - könnt ich mir auch vorstellen. Selbst Verzicht auf Fleisch und Fisch.

    Aber komplett auf alle tierischen Produkte? Eher nich vorstellbar. Ich bin ja so irgendwo zum Käsefan (also Milchprodukte sind mir irgendwo schon wichtig) geworden, auch wenn ich mir nich wirklich hochwertigen Käse leisten kann. (Aber ab und zum mal bei Aktionen findet man was.) Ist ja erstaunlich, was da quasi nur aus Milch + Reifung und nich viel anderen Zutaten herausgeholt wird. (Quasi ähnlich zu Bier/Wein, wo auch nich extreeem viel an den Grundzusaten variiert wird und mehr das Verfahren bzw. die Dauer der Reigung zum Geschmack führen.)

    Also aus Käse, Fleisch, Fisch könnt ich maximal auf 2 der 3 verzichten. Eins davon bräucht ich aber. Verschiedene dieser speziellen Salze hab ich auch schon mal in Aktionen/Werbeprospekt gesehn bei Supermärkten. Aber war mir zu teuer - vor alle da ich eh selten bis gar nich koche (lohnt für 1 Person vom Kosten-Nutzen-Faktor - hier Zeit + Geld eingerechnet, da es auch Zeitaufwand ist) und auch meist schon fertig gewürzte Sachen hab und fast gar keine lose Gewürze zum Würzen/Nachwürzen brauche.


    Edit: Und Fisch - zumindest das was ich so mag (geräuchter Lachs und so) - ist deutlich am Teuersten. Bei Fleisch und Käse ist es tatsächlich so, dass "besserer" Käse auch schnell das billige Fleisch übersteigt am Preis. (Sofern man aber Rindfleisch in ordentlicher Qualität will - bei Steaks also nich "Schweinenackensteak", etc. - dann ist das Fleisch auch gut beim Preis mit dabei.) Spiegelt aber irgendwo auch meine Verteilung wieder. Fisch und andere Meeresfrüchte werden seltener verzehrt. Fleisch - weil ich auch eher beim preiswerteren Fleisch bin - am meisten. Gelegentlich in Aktionen mal "besseres" Fleisch zu angenehmerem Preis.

    Beim Käse hab ich so bestimmte Vorlieben. Blauschlimmelkäse, etc. (und Weichkäse anderer Sorten) sine eher nich so mein Fall. Ebenso wie Parmesan oder anderer Hartkäse (der üblicherweise gerieben beim Kochen irgendwo drankommt, aber ich koche ja kaum). Fetakäse, Sauermilchkäse (eingelegt) ... und als Highlight halt Schnittkäse/Hartkäse. Da gibts eben annehmbare Qualität auch nich zuuu teuer. Wobei die billige Wurst - die mir reicht (da hab ich weniger Ansprüche, bei Milchproduktein bin ich allgemein empfindlicher) für aufs Brot schon billiger ist. Und es gibt bessere Qualität die bissl mehr kostet. (Wobei ich nich mal richtig teuren Käse hole. "Old Amsterdam" Zu 1 bis 1,29 je 100g wenn er im Angebot ist, ist schon sau geil zum so essen am Stück. Und jetzt aucn nich wirklich teuer.)

    Höhlenkäse mag ich. Havarti ist auch gut. Limburger/Romadur als weichere Käse die auch ich esse (="Stinkekäse" auch gut, kann man auch einlegen). Allgemein mag ich die Niederlande (Goude oder Brugge aus Belgien ist auch geil) und Frankreich (Tomme de Savoie, Tomme de blairgenwas von noch ner andern Rregion, Cantal, etc. ) da gern - bei härterem Käse. Durch Aktionen bei LIDL (die halt auch nich die beste Quali haben aber schon annehmbar) drauf gekommen. (Die Schweizer stehen bei mir igendwie hinten an. Hab ich aber auch noch nich zuuu viel probiert. Hab in nem andern Forum - kein Käseforum! - nen echten Käseeperten, der hatte mir da noch mal die ein oder andere Empfehlung)

    Geändert von PeteS (Gestern um 18:22 Uhr)

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