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Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1

    dasDulls JRPG-Challenge 2019: Pokemon Schwert [6/6]

    Ich versuch mich 2019 auch mal wieder an einer halben Challenge.

    Der Spielepool (to be filled):

    Erledigt:
    CrossCode
    Sekiro: Shadows Die Twice
    Etrian Odyssey Nexus
    Final Fantasy XV
    Fire Emblem: Three Houses
    Pokemon Schwert
    Geändert von dasDull (09.12.2019 um 23:02 Uhr)

  2. #2
    Spiel 1: CrossCode.

    In der RPG-Maker-Szene sind Tara's Adventure und Velsarbor ja große und leider unfertige Klassiker. In beiden erkennt man auf jeden Fall schon das Talent Lachsens, Spiele mit einfach spaßigem Kerngameplay abzuliefern. In CrossCode ist das nicht anders.

    In dem extrem umfangreichen (locker 40-50 Stunden Spielzeit) Action-RPG verbringt man auch wieder viel Zeit mit Rumgehüpfe und Exploration. Außerdem können Gegner verdroschen und deren Loot gegen stärkeres Equipment eingetauscht werden. Dazu noch ein paar Quests hier und da - klingt unspektakulär, macht aber grundsätzlich Laune, auch wenn es bei der sehr langen Spielzeit auf Dauer doch etwas eintönig wird. Zudem sind die gefundenen Schätze (außer in Saphhire Ridge) nur selten wirklich nützlich und das hart ergrindete Equipment ist ab dem nächsten Storygebiet dann eh sofort überholt.

    Das Kampfsystem ist schnell und vielseitig. Es gibt 4 verschiedene Elementmodi zur Wahl, sowie einen neutralen Modus, in den man nach exzessivem Gebrauch der Elementfähigkeiten zurückfällt, um kurz zu rasten. Das ist besonders in Bosskämpfen ein interessantes Feature: den "Elemental Overload" zu managen. Zudem können vielerorts Partymember rekrutiert werden, die einem im Kampf zur Seite stehen, es gibt einen Haufen Consumables mit Buffs, Gegner mit verschiedenen Bewegungsmustern und Schwachstellen etc...
    Die Bossgegner verbinden zudem noch die Kämpfe mit Puzzleelementen, was auch meist gelungen ist. Leider sind einige Bosskämpfe dann auch sehr schwierig und fühlen sich etwas unfair an, weil dann nach 5 einfachen Phasen plötzlich die eine schwierige Stelle kommt, bei der man verreckt. Um Frust zu verhindern gibt es dafür einen komfortablen Assist Mode.

    Zwischen den Exploration-Abschnitten gibt es noch Puzzledungeons. Das Puzzledesign ist zwar wirklich klasse, die Dungeons haben aber (wie das gesamte Spiel) die Eigenschaft tendenziell etwas zu lang zu sein, sodass man irgendwann dann etwas genervt ist beim Anblick eines noch größeren Puzzles. Eine bessere Durchmischung von Erkundungs und Puzzle-Abschnitten wäre hier noch etwas gelungener gewesen. Die Puzzles sind teilweise aufgrund langer, timingabhängiger Passagen zuweilen auch frustrierend. Könnte bei mir aber auch daran gelegen haben, dass ich mit dem Gamepad gespielt habe.

    Die Story ist über weite Teile nur angedeutet, nimmt am Ende aber reichlich Fahrt auf und ist im Finale durchaus mitreißend. Zum Teil gelungener sind aber die Charaktere, besonders Emily und Apollo hat man schnell ins Herz geschlossen.

    Insgesamt ein solides Action-RPG mit kleinen Schwächen aber viel Charme.
    Wertung: 7 / 10

  3. #3
    Spiel 2: Sekiro - Shadows Die Twice

    Auch wenn das Spiel noch weniger RPG ist als seine Vorgänger aus dem Hause From Software, wird es jetzt hier aufgenommen, denn sonst kriege ich die 6 Spiele ja nie voll.

    Wie sehr mir das Spiel gefällt sieht man alleine daran dass ich es in 5 Tagen durchgespielt habe und mittlerweile am NG+2 sitze um noch die letzten Enden freizuspielen. Sekiro ist kein Dark Souls - aber übernimmt doch sehr viele Elemente aus diesem, wie das Estus-System, die Leuchtfeuer, die Grundaktionen des Kampfsystems, die Exploration und den knackigen Schwierigkeitsgrad. Gleichzeitig wurde spürbar entschlackt: Keine Ausrüstungsupgrades, nur eine einzige Waffe und Charakterklasse, keine Level ups mehr.

    Aber was ist denn nun neu? Man ist deutlich beweglicher und freier in der Erkundung der Welt, in der es nach wie vor viel zu entdecken und die üblichen leicht kryptischen Nebenmissionen zu absolvieren gibt. Es gibt ein recht simples Stealth-System mit dem man die Trash-Mobs hinterrücks ausschalten kann um sich etwas Arbeit zu sparen. Ganz nett und zuweilen wie ein kleines Puzzle bei größeren Gegnergruppen, lässt sich aber auch leicht ausnutzen indem man nach und nach einen Gegner absticht und wieder abhaut. Statt der Level Ups gibt es immerhin Erfahrungspunkte für einen Skillbaum, mit dem man seinen Charakter zumindest noch etwas upgraden kann.

    Klingt alles noch nicht so revolutionär? Nun, die größte Änderung wurde vermutlich am Kampfsystem vorgenommen, bzw. an der Art und Weise wie man nun gegen die Gegner vorgehen muss. Das Ziel ist in vielen Kämpfen nicht mehr die Lebensenergie der Gegner zu leeren (denn das würde ewig dauern), sondern ihre Haltung zu brechen, um zum tödlichen Finisher anzusetzen. Hierzu gilt es vor allem durch das richtige Timing die Attacken der Gegner zu parieren, um nach und nach Haltungsschaden aufzubauen. Dabei darf man aber auch nicht zu defensiv vorgehen, denn wenn man zu lange abwartet regeneriert sich die Haltung des Gegners. Gleichzeitig sind Pausen aber ab und an nötig um zu heilen oder die eigene Haltung zu regenerieren. Was simpel klingt spielt sich durch die verschiedenen Angriffsmuster der Gegner sehr facettenreich. Noch mehr als in Dark Souls kommt es darauf an, die Patterns der Gegner zu lernen, um in den zahlreichen Bosskämpfen als Sieger hervorzugehen.

    Ich hatte sehr viel Spaß mit Sekiro und werde mich auch noch an den zwei weiteren Endings versuchen (falls ich das im NG+2 gebacken kriege).

    Wertung: 10/10

  4. #4
    Wie lange hast du denn gebraucht für Sekiro?
    Auf howlongtobeat kommen die alleine für das Hauptspiel auf knapp 23 Stunden, was mir etwas wenig erscheint.
    Now: The Messenger / Done: Old Man's Journey
    Now: Grünes Ei mit Speck / Done: MasterZ - The IP Man Legacy
    Now: Black Hammer Done: Descender Bd. 1: Sterne aus Blech

  5. #5
    Zitat Zitat von Ὀρφεύς Beitrag anzeigen
    Wie lange hast du denn gebraucht für Sekiro?
    Auf howlongtobeat kommen die alleine für das Hauptspiel auf knapp 23 Stunden, was mir etwas wenig erscheint.
    Ich glaube nicht dass man die Zeiten bei HowLongToBeat für voll nehmen kann, wenn ein Spiel gerade erst erschienen ist, die Leute die sich dort als erstes eingetragen haben, werden das Spiel möglichst gerushed haben, damit sie dort überhaupt eine Zeit eintragen können oder lediglich die Zeit geschätzt haben (das kann ja auch nirgends abgefragt werden)
    Gerade bei solchen Hype Spielen gibt es ja auch viele Streamer die sich selbst auferlegt haben das Spiel als erstes durchzuspielen bzw Leute die Youtube Videos über alle Bosse machen um die Klicks abzugreifen. Daher halte ich HowLongToBeat gerade bei so einem etwas schwierigeren Spiel, für keine sonderlich verlässliche Quelle innerhalb der ersten 1-2 Monate.
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  6. #6
    Ich habe ca. 40-45 Stunden gebraucht. Das war aber mit viel optionalem Kram. Vor dem final Boss habe ich auch noch mit dem Wiki alle secrets abgesucht die ich nicht gefunden hatte.
    Ich denke, man kann auch in 30 Stunden durchkommen wenn man nicht so viel erkundet und sehr gut ist. 23 halte ich für sehr niedrig angesetzt.

  7. #7
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Ich glaube nicht dass man die Zeiten bei HowLongToBeat für voll nehmen kann, wenn ein Spiel gerade erst erschienen ist, die Leute die sich dort als erstes eingetragen haben, werden das Spiel möglichst gerushed haben, damit sie dort überhaupt eine Zeit eintragen können oder lediglich die Zeit geschätzt haben (das kann ja auch nirgends abgefragt werden)
    Gerade bei solchen Hype Spielen gibt es ja auch viele Streamer die sich selbst auferlegt haben das Spiel als erstes durchzuspielen bzw Leute die Youtube Videos über alle Bosse machen um die Klicks abzugreifen. Daher halte ich HowLongToBeat gerade bei so einem etwas schwierigeren Spiel, für keine sonderlich verlässliche Quelle innerhalb der ersten 1-2 Monate.
    Ach, ist doch bloß eine grobe Schätzung für mich.
    Die 20 Stunden habe ich eh schon rum, also zähle ich nicht zum ausgewählten Kreis.

    Selber peile ich so um die 60 Stunden an, da ich viel zu schlecht bin.
    Now: The Messenger / Done: Old Man's Journey
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    Now: Black Hammer Done: Descender Bd. 1: Sterne aus Blech

  8. #8
    Spiel 3: Etrian Odyssey Nexus

    Ein Best Of Etrian Odyssey mit Klassen, Dungeondesigns, Gegnern und Bossen bunt zusammengewürfelt aus den bisherigen Serienteilen - durchmischt mit einzelnen Neuerungen. Am interessantesten ist dabei noch der Content aus Etrian Odyssey 3, welches man ja technisch noch nicht auf dem 3DS-Niveau gesehen hat.

    Ansonsten ist es klassische EO-Kost, auf ähnlich hohem Niveau wie Untold 2 oder Teil 5, vielleicht etwas darunter. Aber ich muss ganz ehrlich sagen: das ganze Recycling nervt auf Dauer schon. Zwar werden auch einige Elemente noch mal neu interpretiert oder kombiniert, aber trotzdem bleibt immer ein bisschen der fade Beigeschmack, das alles schon einmal gesehen zu haben. Es ist auch etwas schade, dass der eigentliche neue Content, immerhin 21 Dungeonebenen, komplett mit nur einem Dungeondesign auskommt und das gleiche Gimmick benutzt - daher ziehen sich diese Abschnitte gegen Ende auch etwas. 3 Ebenen pro Schrein hätten da auch gereicht.

    Etwas merkwürdig fand ich den Schwierigkeitsgrad bzw. dessen Verlauf. Die ersten 2 Dungeons sind nämlich eine ganz schöne Ansage - mit einem Dungeon-Event welches einem ziemlich sicher in Lebensgefahr bringt, einem Überraschungsbosskampf mitten im Dungeon, und nachdem man den Boss dann umhaut geht es direkt in den nächsten Kampf mit einem der schwersten Bosse bei dem ein Fehler den Tod bedeutet. Danach geht es dann eigentlich bis zum Endgame sehr erträglich weiter, lediglich der vorletzte Bossgegner ist nochmal eine größere Herausforderung. Mir ist ein bisschen schleierhaft, was da die Überlegung war, oder ob da schlicht das Balancing in den ersten Dungeons eben meine Gruppe benachteiligt hat.

    Insgesamt ein gutes Etrian Odyssey, aber letztendlich eben auch "nur" ein Best Of. Aber genau das sollte es wohl auch sein, als Abschluss der Reihe auf dem 3DS.


    Wertung: 6/10

  9. #9
    Spiel 4: Final Fantasy XV

    Dieses Spiel ist wirklich eine bunte Mischung. Die ersten paar Kapitel spielen sich wie ein westliches RPG ala Xenoblade Chronicles - offene Welt, zig Fetchquests und ein relativ simples Action-RPG-Kampfsystem mit ein paar Kniffen. Die eigentlichen Storymissionen sind dabei vergleichsweise wenige und auch recht kurz und lassen sich wohl in ein paar Stunden durchspielen - wer den ganzen Sidequestcontent macht, ist dagegen zig Stunden beschäftigt und kann sich locker für den Rest des Spiels overpowern.

    In der zweiten Hälfte haben wir dann eine fast völlig lineare, JRPG-typische Reise mit zahlreichen Cutscenes und absolut bombastischer Inszenierung. Gerade das Finale mit den tollen Beschwörungsanimationen und vielseitigen Bosskämpfen reißt einen wirklich mit.

    Nur irgendwie passt das Ganze nicht so gut zusammen bzw. ist nicht gut balanciert. Zwar kann man auch gegen Ende noch in die Open World zurückkehren, aber das geht nur an einigen Punkten und fühlt sich auch irgendwie falsch an. Besser hätte mir gefallen, wenn die Hauptmissionen auch größtenteils in der Open World stattgefunden hätten, und diese einem somit im Verlauf des Spiels erhalten bleibt. Denn es macht durchaus eine Menge Spaß, die Welt zu erkunden und die Nebenmissionen zu machen - denn auch wenn diese sehr generisch sind, macht das grundsätzliche Gameplay schon Spaß und es ist fast schon meditativ mit dem Auto durch die Welt zu cruisen, ein paar Fische zu fangen oder Monster zu verkloppen. Nur kann man das auch nicht stundenlang am Stück machen, und man will ja auch nicht zu sehr für die Story overleveln. Ich bin auch nicht jemand der nach der Story dann nochmal zurückgeht und die Nebenmissionen weiterspielt. Somit habe ich dann einfach irgendwann mit der Open World aufgehört.

    Was mir noch gut gefallen hat in dem Spiel waren die Charaktere der Party und die Entwicklung ihrer Beziehung untereinander. Insbesondere im linearen Teil des Spiels passieren da auch einige wirklich einschneidende Ereignisse, die auch Einfluss aufs Gameplay haben - Ignis humpelt durch die Gegend, Prompto ist eine zeitlang weg etc. Auch wenn einige Stellen zuweilen etwas abrupt / unfertig wirken (zum Beispiel die "World of Ruin") ist das sicherlich eine der Stärken des Spiels.

    Insgesamt hatte ich Spaß mit dem Spiel, auch wenn man ihm die schwierige Entwicklungsgeschichte anmerkt.

    Wertung: 7 / 10

    Damit habe ich alle Hauptserienspiele von Final Fantasy durchgespielt - abgesehen von XI und XIV, aber die zählen nicht. Hier meine Rangliste nach aktuellem Bauchgefühl, welche eventuell meinem Geschwätz von gestern widerspricht (mit jeweils gespielten Versionen):

    schlecht
    FF II (GBA)
    FF VIII (PC)
    FF III (DS)
    FF I (GBA)
    FF VII (PC)
    FF V (GBA)
    FF XII (Zodiac Age PC)
    FF IV (GBA)
    FF XV (PC)
    FF X (HD Remaster PC)
    FF IX (PC)
    FF XIII (PC)
    FF VI (GBA)
    gut

  10. #10
    Spiel 5 - Fire Emblem: Three Houses

    Habe das Spiel vor ein paar Wochen schon beendet. Endlich mal wieder ein richtig gutes Fire Emblem. Und das sage ich als jemand, der angesichts der Ableger seit Awakening sehr skeptisch war und durch das Schulsetting noch skeptischer wurde.

    Aber letztendlich hat mir gerade die Hogwarts-Simulation sehr viel Spaß gemacht. Das Unterrichten zum Ausbauen der Fertigkeiten hat mir gut gefallen und auch das neue Promotion-System ist gelungen. Gärtnern, angeln etc. ist auch ganz nett, wenngleich es wenig Vorteile einbringt. Gegen Ende des ersten Teils wurde es vielleicht etwas nervig durch die ständige Wiederholung der Aufgaben in Hogwarts, und im zweiten Teil ist das Drumherum nur noch sehr eingeschränkt. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

    Die Geschichte und Charaktere sind im Vergleich zu den letzten Teilen deutlich besser ausgearbeitet und es gibt sogar verschiedene Pfade, je nach Haus und Entscheidungen in der Story. Im Nachhinein habe ich dann erfahren, dass ich mich für den einzigen Pfad entschieden habe, der kürzer ist als alle anderen, was ich etwas schade fand.

    Das grundlegende Kampfsystem ist klassisch Fire Emblem mit leichten Abwandlungen - so ist das Waffendreieck Geschichte und es gibt mit den Gambits neue Spezialangriffe. Ansonsten funktioniert hier alles nach wie vor gut, wenngleich der Schwierigkeitsgrad selbst auf Hard/Classic in der ersten Spielhälfte sehr zahm ist und erst zur Halbzeit einen Sprung macht. Aber selbst dann ist es durch das Rückspulfeature relativ frustfrei.

    Unterdurchschnittlich ist teilweise die Spielgrafik, die in manchen Ecken fast an ein Wii-Spiel erinnert. Auch muss der Switch-Lüfter teilweise ganz schön kämpfen, es gibt Ladezeiten in Hogwarts und einen Absturz hatte ich sogar auch. Technisch also eher Mittelmaß, was zu einer leichten Abwertung führt.

    Wertung: 8/10

    Das letzte Spiel der Challenge wird vermutlich Pokemon.

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