mascot
pointer pointer pointer pointer

Seite 2 von 5 ErsteErste 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 40 von 93
  1. #21
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    Oh damn, das wollte ich dich noch fragen!
    Ich habe ebenfalls Epic Battle Fantasy bei mir in der Lib, bei genauerem Hinsehen ist mir aber aufgefallen, dass ich in der Gruppe einen schwarzgewandten Typen mit deutschem Wehrmachtskreuz und Lederkäppi mit SS-Totenkopfemblem habe und da ist mir spontan die Lust vergangen...
    Was hat es mit diesem Typen auf sich?
    Das ist Lance, der Gun-Freak.

    Der ist in Epic Battle Fantasy 3-5 (ergo, alle EBFs, die ich bisher überhaupt gespielt habe) Teil deiner Party. In EBF3 ist er fix in der Party, in 4 & 5 effektiv auch, aber da kannst du ihn in die Reserve packen, sprich, du musst ihn nicht die ganze Zeit über sehen, wenn du das nicht willst. Ist in etwa vergleichbar mit dem System von Tales of Berseria, bei dem du 4 Charaktere kämpfen lassen kannst, aber 6 Charaktere besitzt, diese aber jederzeit wechseln kannst.

    Wegen Lances Offiziers-Outfit: Das hängt mit seiner Story zusammen. In EBF2 z.B., also bevor er ein spielbarer Charakter wurde, sah er auch noch leicht anders aus, und hatte Tendenzen, die Welt zu übernehmen. Ich muss sagen, ich fand die Umstände, unter denen Lance der Gruppe beigetreten ist, auch nicht so toll und sein Charakter an sich ist auch was, was gerade in EBF4 und EBF5 eher lästig ist und was daher von vielen anderen Spielern (inklusive mir) auch nicht unbedingt gemocht wird, aber Lances Erscheinung soll eben auch mehr oder weniger nur das darstellen - eine Anspielung auf sein Welteneroberer-Ego. Was sich Matt (der Produzent) genau beim Einführen von Lance als Charakter gedacht hat, kann ich zwar weder erraten noch nachvollziehen, aber es wurde zumindest versucht, sich von Nazi-Lance in Sachen Aussehen zu distanzieren - auch wenn der Content von EBF5 diesbezüglich wirklich überhaupt nicht geholfen hat.

    In EBF3, als er gerade der Gruppe beitritt, hat er auch mehr so etwas Analytisches, was er zwar nie ganz ablegt (diese ganze Welteroberungsgeschichte wird in EBF5 auch wieder aufgegriffen), das wird aber von seinen anderen nicht unbedingt besseren Eigenschaften überschattet. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass er in dem Quartett um Matt, Natalie, Anna und ihm selbst auch wirklich der unangenehmste Charakter ist.

    Beantwortet das deine Frage? ^^

  2. #22
    #5 – Cyberdimension Neptunia: 4 Goddesses Online (PC)

    Gestartet: 28.02.2018
    Erneut gestartet: 20.03.2019
    Beendet (Cleared!): 23.03.2019
    Beendet (Finished!): 24.03.2019



    Warum gerade dieses Spiel?

    Ist schwer zu sagen. Ich hab mir vor Release einen Trailer angeguckt und fand damals das Kampfsystem und die Optik für Neptunia-Verhältnisse ziemlich brauchbar. Beides sollte später revidiert werden, um das mal vorwegzunehmen. Letzten Endes fand ich auch die Idee von Neptunia mit einem Action-Kampfsystem relativ brauchbar – das hat aber mein damaliger Rechner nicht wirklich gepackt, weswegen die Spielerfahrung 2018 noch eine ziemlich miserable war – eine Kombination aus einem miesen PC-Port, miesen Rechner meinerseits und auch eines miesen und repetitiven Gameplays. Nun hatte ich zumindest am größten dieser Spaß hemmenden Faktoren geschraubt – und das Ergebnis war leider nicht mal mehr ausreichend.

    Spielweise:

    • Ich hab 100% Quests erledigt. Keine Ahnung, ob das von Nöten für die Hauptstory war, aber zumindest fürs Postgame hielt ich es für nötig, zumindest jeden Questgegner (und damit auch Bossgegner) mal gesehen zu haben.
    • Benutzt hab ich Uni und den Rest des Hauptteams – außer „Main Character“ Neptune. Konnte mir dieses Mal gestohlen bleiben.
    • An sich hab ich ziemlich viel gekämpft, weswegen die Charaktere vom Level her oftmals ziemlich hoch waren. Kann auch daran liegen, dass ich mit Lv10 in das Lv40er-Gebiet gerannt bin und dort die EXP abgestaubt hab.
    • Es ist zwar so, dass ich Uni meist als Hauptcharakter genutzt habe (weswegen die auch das höchste Level besaß), aber Noire, Blanc und Vert hab ich gelegentlich auch mal ausprobiert. Die haben mir aber nicht so gelegen. Kann am Nahkampf liegen.
    • Von der Ausrüstungs-Verbesserungs-Funktion hab ich hin und wieder mal Gebrauch gemacht, wobei ich nicht die maximale Ausrüstung besessen habe. Liegt daran, dass ich mich nicht um den Multiplayer gekümmert habe, und einige Items hat man nur so bekommen – für derartige Missionen musste man Bosse alleine umnieten, die mehr als 5x so viel Leben hatten wie der letzte Endboss des Postgames. Ne danke, nicht mit mir.
    • Die paar Sidequests und Events, die es so gab, hab ich mir alle angetan. Waren ja auch nicht so viele.
    • DLC-Charaktere und Ähnliches wurden nicht benutzt.
    • Ich hab auf Englisch gespielt – ging ja nicht anders.
    • Party bestand aus: Uni Lv105 (Thief), Noire Lv100 (Black Knight), Blanc Lv100 (Priest), Vert Lv99 (Enchanter)
    • Spielzeit (bis der Abspann gesehen wurde): 012:22 h (Cleared!), Party-Level: 75
    • Spielzeit (100%): 016:59 h (Finished!), Party-Level: 105



    Story:


    Gamindustri wird insgesamt von vier Göttinnen überwacht – Purple Heart bzw. Neptune, Black Heart bzw. Noire, Green Heart bzw. Vert und White Heart bzw. Blanc. Während sie sich normal eher mehr oder weniger die Schädel wegen Shares (In Prinzip Follower) einschlagen, geht doch nichts über eine gesunde Runde MMORPG-Gaming ein einem brandneuen MMORPG, nämlich 4 Goddesses Online (kurz: 4GO).

    Vert, normalerweise ein Ultra-Hardcore-Gamer, die auch mal vor schlaflosen Nächten nicht Halt macht, will es in der Beta von 4GO eher langsam angehen lassen und nimmt sich vor, die drei anderen Göttinnen, Neptune, Noire und Blanc durchs Spiel zu führen – wofür das Spiel jedoch einen eigenen NPC hat, nämlich den königlichen Geist Bouquet. Dieser erzählt den vier, dass sie Auserwählte sind und einen bösen Dämonenkönig mitsamt seinen Lakaien erledigen müssen. Dafür brauchen sie vier göttliche Objekte, die der Schlüssel sein sollen, um den bösen Dämonenkönig für immer aus Alsgard , der Welt, in der 4GO spielt, für immer zu verbannen, da diese die vier Göttinnen innerhalb des Spiels wiedererwecken soll. Neptune & Co. Nehmen den Auftrag mit Freuden an.

    Im Laufe des Spiels stellt sich allerdings heraus, dass nicht alles so toll ist, wie man denkt. Spieler verteilen munter irgendwelche Hacking-Programme, um andere Spieler dazu zu animieren, unfair zu spielen. Und hinter allem scheint ein Spieler zu stecken, dessen Absichten man nicht mal ansatzweise kennt…

    Story-Eindruck:


    Eigentlich hat mich die Story von vorne bis hinten nicht beeindruckt. Es war ziemlich offensichtlich, dass neben der Story noch irgendein dahergelaufener Hacker mit dem Spiel nichts nettes vorhat, wobei die Motivation für diese Aktionen zumindest halbwegs begründet werden kann. Insgesamt ist das auch der deutlich „spannendere“ Teil (wobei, nicht mal das wirklich) der Story – wie Neptune & Co. Sich mit diesem Hacker herumschlagen müssen, der anderen Spielern Hacking-Programme gibt, damit diese gewöhnliche Spieler übertrumpfen können. Ein bisschen mehr Verbesserungspotential wäre hier schon durchaus noch da gewesen, z.B in Form von PvP oder sowas, so war’s aber eben nur die typische PvE-Hackerstory.

    Mal zur eigentlichen Story: Die ist ausgesprochen ernüchternd. Man questet sich so lange durch Gebiete, bis man irgendwann vom Questgeber die Meldung bekommt, dass irgendwer das entsprechende göttliche Objekt gefunden hat, aber wegen den Monstern dort nicht weiterkommt. Die Storybosse sind auch, mit wenigen Ausnahmen, die eher gegen Ende hin relevant werden, irgendwelche mechanischen No-Name-Viecher, die aus dem Nichts auftauchen. Normalerweise seh ich das auch nicht so eng, aber dass man auch hier nicht vom Recycling absehen konnte, ist echt schade.

    Zulestzt noch zum typischen Neptunia-Humor: Wer ihn kennt, weiß, was er zu erwarten hat – in 4GO geht es prinzipiell mehr um Gamer-bezogene Dinge. Viele davon waren ganz lustig, aber so richtig ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Viel bezieht sich auch wieder auf frühere Neptunia-Games und die verzerrten Persönlichkeiten der vier Göttinnen und ihrer Geschwister. Positiv fand ich aber, auch wenn das in gewisser Weise Postgame-Content ist, die Events zu den beiden Schergen des Dämonenkönig. Die Storys dazu haben mir wirklich gefallen und heben die beiden immerhin von „zufällig platziertem Boss ohne Hintergrundgeschichte“ auf „Boss mit miserabler Hintergrundgeschichte“.

    Gameplay:


    1) Allgemein

    Eine Anmerkung am Rande: Einiges, was hier kommt, betrifft den Port, das hat wenig mit dem Spiel zu tun, betrifft aber die Übertragung des Spiels von der PS4 auf den PC. Die PS4-Version hat diese Probleme demnach entweder nicht oder in abgeänderter Form.

    Eigentlich war das größte Problem am Gameplay zwei Aspekte: Man konnte diverse Befehle wie z.B. Ausweichen nicht auf dafür geeignete Tasten umlegen, wie z.B. auf die Maus. Das Resultat war dann, dass ich die fast gar nicht benutzt habe, sondern nur geblockt habe. Für ein vollständiges Spielerlebnis ist das aber von Nöten. Das zweite große Problem war dann, dass angezeigte Taste und tatsächliche Taste für einen Befehl (wie z.B. Angreifen) sich unterschieden haben, was oft zu Verwirrung und letzten Endes auch Ärger geführt hat. Ich erwarte von einem Port, dass ich am Ende weiß, wo welche Taste ist. Oftmals war die Belegung auch einfach ziemlich umständlich und man konnte weder vor noch zurück.

    Das war’s zum Port, nun zum eigentlichen Spiel: Während dieses Mal das Dungeon-Recycling zum Glück ausgeblieben ist, gab es nur sehr wenige Gegner im Allgemeinen, die wirklich einzigartig waren – bzw gar keine, um genau zu sein. Alles wurde irgendwann mal wiederverwertet, was jetzt an sich nicht schlimm ist, aber das Ausmaß der Wiederverwertung gerade bei den Gegnern war wieder einmal ziemlich krass. Quests waren auch nicht unbedingt aufregend und man musste bei einer Quest (die furchtbarste Quest im ganzen Spiel) seltene Materialien von Pilzen sammeln. Hab auch mal eben acht Durchgänge gebraucht, bis ich durch die Quest durch war. Es half dabei nicht, dass ca. 50% von dem, was man in dem Spiel macht, Quests sind, die andern 50% sind Story.


    2) Schwierigkeit

    Im Kern waren die meisten Gegner ein Kinderspiel, auch wenn einige ordentlich Leben hatten.

    Von den normalen Gegnern reden wir mal nicht, der Großteil von denen, außer die metallschleime, die lästig waren, waren absolut kalter Kaffee und hatten auch meist gar nicht so viel HP, außer am Ende. Während man anmerken kann, dass spätere Gegner zumindest mehr als zwei Angriffe besaßen, die sich optisch auch unterschieden haben, hat es oftmals nicht besonders viel gebracht, wenn man nie sehen konnte, wie sie diese einsetzen. Wenn man sich denen dann solo genähert hat, z.B. in Multiplayer-Missionen, hat man durchaus ein Händchen dafür haben müssen, wie man Projektilen und Attacken ausweicht – wobei viele von denen auch nach dem Tod noch Schaden gemacht haben. Insgesamt war die Abwechslung auch hier aber nicht unbedingt vorhanden.

    Bosse besaßen in der Regel viel HP und nahmen auch nicht unbedingt viel Schaden, bis die Break-Leiste weg war. Bis zu diesem Zeitpunkt waren rund 150 Schaden/Angriff bei bis zu 450,000 HP absolut normal. War dann die Break-Leiste weg, hat sich der Schaden mal eben versechsfacht, was wesentlich besser war, da der Boss dann auch nicht mehr angegriffen hat. Die Taktik war demnach oftmals offensichtlich: Break-Leiste wegprügeln – Boss erledigen. Einige Bosse haben außerhalb des Breaks auch einstelligen Schaden genommen, bei denen hat das Wegprügeln der Break-Leiste auch nicht so lange gedauert. Insgesamt war die Entwicklung mehr als nur schade, da kaum ein Boss wirklich eine Herausforderung war, speziell dann nicht, wenn man einen Heal im Team hatte – aber auch so waren die Bosse, wenn man ihre Attacken mal kannte, kein Hexenwerk.

    Die Postgame-Bosse hatten dann mehr HP (bis zu rund 900,000), konnten aber immer noch dasselbe wie die Maingame-Bosse, da das alles nur Reskins waren. Absolut schade. Die Multiplayer-Bosse, die man für bestimmte Items brauchte, hatten dann mal eben 5 Millionen HP und mehr – alleine schlecht bis gar nicht machbar und das nicht, weil sei schwer waren, sondern weil so ein Boss dann eben rund eine Stunde und mehr gedauert hat.

    Fazit (4,5/10):

    Viel vom Ärger, der mir Cyberdimension Neptunia: 4 Goddesses Online schwer madig gemacht hat, ist portbedingt – die PS4-Version hat in der Beziehung wohl eher weniger Knackse. Als wäre das alles aber auch noch nicht genug, ist das Gameplay mehr als nur monoton, die Gegner wiederverwertet und die eigentliche Story bietet wenig spannende Momente, da der Antagonist als solches auch wenig taugt.

    Positiv sind dann eher andere Aspekte – Die Hacker-Substory war zumindest okay, auch wenn da noch ordentlich Verbesserungspotenzial war, und die Konversationen zwischen einigen Charakteren, wobei auch die ein zweischneidiges Schwert sind. Für Neptunia-Verhältnisse könnte man auch noch die dieses Mal nicht recycelten Gebiete nehmen, sowie die BGM, die an manchen Stellen auch gar nicht mal schlecht war.

    Wobei ich auch sagen muss, dass mir bei dem Spiel zu viel schlicht und einfach suboptimal war, als dass ich das Spiel weiterempfehlen könnte. Dafür hab ich mich auch einfach zu sehr wegen dem Port geärgert der wirklich unter den vielen schlechten Aspekten noch einmal massiv heraussticht.


  3. #23
    Autsch, aber so passt das Spiel ja wunderbar zum Threadtitel^^

    Das die Multiplayer-Gegner dann natürlich extra nervig sind mit den ganzen zusätzlichen HP is verständlich. Aber nur aus Neugier, wenn du noch andere Mitspieler gefunden hättest, wäre das einfacher gewesen, oder schreibt das Spiel vor, dass du die Solo machen musst um bestimmten Loot zu bekommen?

  4. #24


    Ne, die sind schon auf vier Spieler ausgelegt, aber die Spieler findest du halt auch einfach nicht.
    Die Quest hat jeder bekommen und konnte jeder annehmen, sprich, alle Spieler haben dann auch zumindest den Loot bekommen, für den sie das Vieh geklatscht haben. xD

  5. #25
    Sieh an
    Ja, solche Online Komponenten sind leider nicht besonders langlebig. Dafür müssten die Hersteller sonst irgendwann was nachpatchen, dass man zumindest NPCs dazu bekommt oder seine eigene Party aufstocken kann.

  6. #26
    Ich werde mit Neptunia wirklich so gar nicht warm. Egal, wie oft mir das bisher empfohlen wurde. Gameplay war bisher eher sehr laue Sparflamme und die Charaktere würden sich bei mir maximal gut als Muster für eine Dartscheibe eignen, um es mal dezent auszudrücken.
    Zugegeben, bisher habe ich nur Re;Birth 1 sowie Goddesses Online gespielt. Aber bei zwei solcher doch etwas längeren Teile so gar nicht damit warm zu werden lässt nicht viel Hoffnung bei mir übrig.

    Wobei ich sagen muss, dass ich besagten Teil 4 deutlich schlechter bewertet hätte als du, Kael. Bei mir wäre das Spiel vermutlich irgendwo bei 1.5 bis 2 gelandet, maximal. Wobei ich es am ehesten gleich mit einer Wertuntg von 0 sowie dem "Prädikat: Nicht lohnenswert" auszeichnen würde. Wenn ich ein Spiel als absolut nicht spielenswert empfinde, sehe ich keinen Sinn dahinter, es mit einer Wertung über'm Nullpunkt in den Raum zu stellen. Das würde, in meinem Fall, ja sonst irgendwo suggerieren, dass es lohnenswerte Elemente besäße.

    Ansonsten: was genau steht denn als nächstes Projekt in der engeren Auswahl? Ungeachtet meiner persönlichen Favoriten im Rennen würde ich ja Dream Team Bros empfehlen. Nicht perfekt, aber "Summa Summarum Im'ma Luigi Numberé Oné" ein doch recht gutes Spiel, mit welchem du entspannteren sowie angenehmeren Spielspaß haben solltest.
    Geändert von Exorion (17.04.2019 um 06:58 Uhr) Grund: Uhrzeit
    Vanduhn:

    "Die Musik ist aus "Umineko no Naku Koro ni" du Ignorant! xD
    Aber Gratz dazu. Bist einer der Wenigen die das LP angefangen UND das Finale geschafft haben! xD"

    - I Wanna Have The Wurstbrot Folge 7

  7. #27
    @Dnamei:
    Zitat Zitat von Dnamei Beitrag anzeigen
    Ja, solche Online Komponenten sind leider nicht besonders langlebig. Dafür müssten die Hersteller sonst irgendwann was nachpatchen, dass man zumindest NPCs dazu bekommt oder seine eigene Party aufstocken kann.
    Wobei man halt auch sagen muss, dass der Multiplayer nur in der Maximierung überhaupt Anwendung findet. Man rennt halt entweder durch eine Map mit von den Werten her aufgeblasenen Monstern oder stellt sich einem Bosskampf, wie oben. Dadurch, dass der letzte Boss des Postgames auch viel weniger Leben hat als die Multiplayer-Bosse, war's eben auch echt fraglich, wozu man die Ausrüstung überhaupt braucht. xD

    @Exorion:
    Zitat Zitat von Exorion Beitrag anzeigen
    Ich werde mit Neptunia wirklich so gar nicht warm. Egal, wie oft mir das bisher empfohlen wurde. Gameplay war bisher eher sehr laue Sparflamme und die Charaktere würden sich bei mir maximal gut als Muster für eine Dartscheibe eignen, um es mal dezent auszudrücken.
    Zugegeben, bisher habe ich nur Re;Birth 1 sowie Goddesses Online gespielt. Aber bei zwei solcher doch etwas längeren Teile so gar nicht damit warm zu werden lässt nicht viel Hoffnung bei mir übrig.
    Megadimension Neptunia VII hab ich ja auch noch rumliegen, das will ich auch irgendwann mal durchspielen. Ich kann aber jeden verstehen, der mit den Spielen nichts anzufangen weiß, aber 4GO war irgendwie vom Gameplay her noch eine Spur schlechter als die beiden Remakes (Re;Birth 1 und Re;Birth 3). Liegt aber hauptsächlich daran, dass ich die Story in 4GO wirklich mies fand, in den Originalteilen geht's zumindest irgendwo.

    Zitat Zitat von Exorion Beitrag anzeigen
    IWobei ich sagen muss, dass ich besagten Teil 4 deutlich schlechter bewertet hätte als du, Kael. Bei mir wäre das Spiel vermutlich irgendwo bei 1.5 bis 2 gelandet, maximal. Wobei ich es am ehesten gleich mit einer Wertuntg von 0 sowie dem "Prädikat: Nicht lohnenswert" auszeichnen würde. Wenn ich ein Spiel als absolut nicht spielenswert empfinde, sehe ich keinen Sinn dahinter, es mit einer Wertung über'm Nullpunkt in den Raum zu stellen. Das würde, in meinem Fall, ja sonst irgendwo suggerieren, dass es lohnenswerte Elemente besäße.
    Das Ding ist - ich hab an sich schon ein System, wie ich die Sachen bewerte, und bei 4GO war ich auch leicht am Schwanken, ob's jetzt 4 oder 4,5 Punkte werden. Insgesamt gab es aber schon diverse Szenen, Lacher und Konversationen, die das Spiel für mich zumindest erträglich gemacht haben. Ich orientiere mich aber auch gerne an meiner eigenen Wertungstabelle, wie ich das Spiel empfunden habe und was positiv bzw. negativ am Spiel war. Und dann guck ich auch eben noch aufs aktuelle Maximum und aktuelle Minimum der Skala und vergleiche
    .
    Zitat Zitat von Exorion Beitrag anzeigen
    Ansonsten: was genau steht denn als nächstes Projekt in der engeren Auswahl? Ungeachtet meiner persönlichen Favoriten im Rennen würde ich ja Dream Team Bros empfehlen. Nicht perfekt, aber "Summa Summarum Im'ma Luigi Numberé Oné" ein doch recht gutes Spiel, mit welchem du entspannteren sowie angenehmeren Spielspaß haben solltest.
    Zur ersten Frage: Zanki Zero: The Last Beginning. Dazu schreib ich auch gleich noch was.
    Zur Empfehlung: Das ist auch was, was ich schon seit einer geraumen Weile spielen wollte, aber immer entweder verschoben oder verdrängt habe, ähnlich wie auch jetzt Moero Chronicle. Dabei find ich die Mario-RPGs gar nicht mal schlecht. xD

    Update:

    Im Moment spiel ich [#7] Zanki Zero: The Last Beginning. Das ist eine Art Survival-ARPG. Grob geht's darum, dass acht Leute zusammen auf einer Insel aufwachen, wobei jeder so seine eigene Geschichte bisschen verbirgt. Die acht müssen zusammenarbeiten, damit sie überleben und eine Maschine zusammenbauen können, die ihre Rettung ist - durch die können die acht sich klonen und durch den Weiterbau der Maschine wird sie erweitert. Monster und andere Proleme (Krankheiten, Hunger, etc.)sowie der Prozess des Alterns und ihre kurze Lebensspanne von 13 Tagen hindern sie effektiv daran.

    Was ganz lustig ist: Durch den Survival-Anteil muss man diverse Features berücksichtigen, die das Spiel einem engegenwirft. Die größten davon sind Ausdauer, Stress sowie das Bedürfnis, auf die Toilette zu gehen.
    Ersteres ist eine limitierende Ressource, die besagt, wie lange man erkunden kann. Fällt die Ausdauer auf 0, nimmt das Leben permanent ab, ist das Leben auf 0, stirbt man (logischerweise). Stress dagegen erhöht den Ausdauerverbrauch bei jeder Aktion und lässt sich fast nur durch Wasserzufuhr verringern, was wiederum die Dringlichkeit des Toilettengangs erhöht. Passiert der nicht rechtzeitig, geschieht das Unvermeidliche - was wiederum Stress für alle anderen Partymitglieder bedeutet.
    Passt man nicht auf einen der zwei bedingenden Faktoren auf, leidet fast immer die Ausdauer drunter, was dann logischerweise entweder zu einem beschleunigten Rückzug oder zum Tod führt. Beides ist nicht besonders toll. Rückzug heißt, den Dungeon zum Teil nochmal machen zu müssen und Tod ist aus nachvollziehbaren Gründen noch ätzender, da bei bestimmten Mechaniken alle acht Partymitglieder am Leben sein müssen.

    Dann gibt es noch den Alternsprozess. Der ist deswegen problematisch, weil in der Zeit, die im Dungeon verstreicht, in der Theorie keiner sterben darf, was an der Mechanik liegt, die alle acht Partymitglieder lebend benötigt. Ergo: Wenn auch nur ein Charakter zum Zeitpunkt des Betretens eines Dungeon bereits 11 oder 12 Tage alt ist, braucht man sich nicht mehr bemühen, den Dungeon überhaupt abzuschließen, da das eh nicht funktioniert. Dieser Aspekt, kombiniert mit dem Problem, dass zwar alle Charaktere gleich alt sein können, aber nicht sollen, sorgt zum Teil ordentlich für Frust - und zwar hauptsächlich wegen Inventarmanagement und Angriffskraft. Ersteres ist ein (teils geringfügiges) Problem, da sowohl sehr junge als auch sehr alte Menschen aus nachvollziehbaren Gründen nicht viel tragen können - und das gleiche gilt auch für die Angriffskraft, die in diesen beiden Fällen stark verringert ist. Dazu ein Beispiel, wie sehr das im Sand verlaufen kann (und in allen vier Fällen einen Neustart des Spiels erfordert hat):

    Ziel: Ich will in Dungeon X vom Erdgeschoss auf F2 gelangen und diesen abschließen, sprich weiter auf F3. Erdgeschoss und F1 sind hierbei schon komplett erkundet.
    Versuch 1: Ich schaffs von F1 auf F2. Beim Versuch, Beute einzustecken, überlädt sich ein Partymitglied durch das volle Inventar eines anderen Partymitglieds mit Beute, woraufhin die ganze Party sich nicht mehr bewegen kann. Drei Monster, die ich gekonnt übersehen habe, rücken an und zerlegen nach und nach die bewegungsunfähige Party. => Na gut, nächster Versuch!
    Versuch 2: Während der erneuten Erkundung von F1 gerate ich in mehr schwierige Kämpfe, weswegen die Ausdauer von zwei Partymitgliedern 0 erreicht, die aufgrund dessen an Hunger sterben und nicht an Alter. => Nochmal, jetzt aber wirklich!
    Versuch 3: Ich schaffs von F1 auf F2, die beiden Charaktere sterben an Alter. So weit so gut. Ich vergesse aber, dass ein Charakter dringend auf die Toilette muss - und für die Toilette zurückzugehen, würde einen weiteren Tag kosten, der unproduktiv verstrichen ist. => So langsam nervt's, jetzt ist's mal gut!
    Versuch 4: Ich schaffs von F1 auf F2, die beiden Charaktere sterben an Alter, so weit, so gut. Ich überstehe F2 ohne größere Schwierigkeiten, wenn auch nicht komplett ohne Schaden, aber ein starkes Monster taucht kurz vor Ende auf und zerlegt mir die Party komplett. => Keine Lust mehr, Spiel wird ausgeschaltet.

    Die Moral von der Geschichte: Survival-Spiele sind echt nix für mich. Ich war am Ende wegen dem Ressourcen-Management schwer überfordert und schwer frustriert.

  8. #28
    Irgendwie gerade erst aufgefallen, dass Du ja was zu Zanki Zero geschrieben hast, was mich auch interessiert. Und das... klingt ja gar nicht mal so angenehm.

    Aber hey - immerhin seit den Sims mal wieder ein Game, was "Einscheissen" als Spielmechanik hat
    Also wenn ich das richtig sehe, dann nehmen die ganzen Werte im Dungeon zu / ab? Zumindest bei letzterem gibts ja sowas wie... naja, in den Busch gehen während die anderen aufpassen. Aber vielleicht ist das für japanische Verhältnisse schon zu krass und erhöht den Stress maximal? Glaube nicht, dass die Mechanik besonders immersiv ist

    Wie ist das, resettet sich das Alter bei jedem Dungeon, oder ist das ein harter Limiter auf die gesamte Spielzeit? Bzw. dieser Satz
    Zitat Zitat
    Ergo: Wenn auch nur ein Charakter zum Zeitpunkt des Betretens eines Dungeon bereits 11 oder 12 Tage alt ist, braucht man sich nicht mehr bemühen, den Dungeon überhaupt abzuschließen, da das eh nicht funktioniert.
    lässt es so klingen, als könnte man selber Charaktere (durch das Klonen?) wieder auf 0 setzen? Und ne reine Gruppe aus "Neugeborenen" kann man dann nicht mitnehmen, weil die nix tragen und auch nicht gut kämpfen können? Klingt ein bischen wie ein Spreadsheet Management Albtraum, wenn ich das alles richtig verstehe

  9. #29
    Du kannst auch einfach auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad spielen, dann hast du effektiv ne Visual Novel mit rumlaufen. xD

    Aber nja, wenn ein Charakter stirbt (wodurch auch immer) kannst du ihn durchs Klonen wieder auf 0 setzen. Stress nimmt im Dungeon zu, Stamina nimmt ab, Harndrang nimmt ebenfalls zu. Letzteres kann man nur durch Toilettengänge oder unfreiwillige Unfälle resetten. Stress durch trinken von Wasser, Stamina durch Essen. Wenn du nicht auf den höchsten Schwierigkeitsgraden spielst ist das aber doch ganz gut machbar. Da fallen die Mechaniken auch nicht sooo stark auf.

  10. #30
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Irgendwie gerade erst aufgefallen, dass Du ja was zu Zanki Zero geschrieben hast, was mich auch interessiert. Und das... klingt ja gar nicht mal so angenehm.
    Wie Sölf schon erwähnt hat - die "Probleme" gehen erst ab Schwierigkeit 3 los. Auf Schwierigkeit 3 (= Normal, bzw. so wie das Spiel eigentlich gedacht ist) musst du eben Stress & Stuhlgang sowie die Ausdauer managen, auf Schwierigkeit 2 und 1 (Leicht und Lutscher xD) nur die Ausdauer bzw. auf 1 glaub ich nicht mal das, sondern nur das Alter. Auf Schwierigkeit 4 kommen dann noch hübsche Events wie fallende Steine, Fallen und lustige Wettereffekte hinzu und von Schwierigkeit 5 (auf der ich spiele) reden wir mal nicht - Alles, egal welcher Treffer, bedeutet den sofortigen Tod einer oder mehrerer Charaktere.

    Sölf hat das aber schon erwähnt - das Spiel bietet einem an, das Spiel rein für die Story zu spielen - auf Schwierigkeit 1 hast du einen Großteil der Mechaniken überhaupt nicht.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Aber hey - immerhin seit den Sims mal wieder ein Game, was "Einscheissen" als Spielmechanik hat
    Also wenn ich das richtig sehe, dann nehmen die ganzen Werte im Dungeon zu / ab? Zumindest bei letzterem gibts ja sowas wie... naja, in den Busch gehen während die anderen aufpassen. Aber vielleicht ist das für japanische Verhältnisse schon zu krass und erhöht den Stress maximal? Glaube nicht, dass die Mechanik besonders immersiv ist
    Wenn sind ein Charakter einstuhlt bzw. einnässt, bekommt er zunächst die Stench-Statusveränderung, wodurch zunächst der Stress von allen anderen durch den Geruch des Chars massiv ansteigt, was wiederrum massiv zu Lasten der Ausdauer geht, die wie blöd abnimmt, wenn der Stress bei einem Charakter maximal ist. Sollte der Stress aller oder fast aller Charaktere das Maximum erreichen, kann man sich entweder auf den Rückweg machen (und dabei vermutlich paar Charaktere verlieren) oder weiterlaufen und dabei zugucken, wie ein Charakter nach dem anderen draufgeht - und das in kürzester Zeit. Egal, welcher Fall eintritt, man hält auf jeden Fall nicht mehr lange durch. Maximalen Stress willst du nicht, zumal man sowohl Stench als auch Stress schlecht wieder wegbekommt.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Wie ist das, resettet sich das Alter bei jedem Dungeon, oder ist das ein harter Limiter auf die gesamte Spielzeit? Bzw. dieser Satz lässt es so klingen, als könnte man selber Charaktere (durch das Klonen?) wieder auf 0 setzen? Und ne reine Gruppe aus "Neugeborenen" kann man dann nicht mitnehmen, weil die nix tragen und auch nicht gut kämpfen können? Klingt ein bischen wie ein Spreadsheet Management Albtraum, wenn ich das alles richtig verstehe
    Naja, das ist schon zur Hälfte richtig. Wenn man einen Dungeon komplett abschließt, ergo mit Endboss, verändern sich die Charaktere meist drastisch - so wird ein Kind nach einem abgeschlossenen Dungeon häufig zu einem alten mann, auch ohne, dass entsprechende Tage vergehen. Den Aspekt mit dem Klonen hast du auch richtig erfasst - Ein Charakter hat normal 13 Tage zu leben (wobei es auch Möglichkeit gibt, das auf 15-16 Tage auszudehnen), wenn der 14. Tag anbricht, stirbt der Charakter an Alter. Dann kann man die sogenannte Extend Machine anschmeißen, um eine Ressource namens "Score" zu verwenden, um den entsprechenden Charakter wiederzubeleben - der dann aber als Kind startet.

    Zum Abschluss noch der Grund, warum es nicht unbedingt sinnvoll ist, nur Kinder im Team zu haben (Das Bild ist kein großer Spoiler, aber zu Übersichtlichkeitszwecken darin):



    Wenn man mal guckt, sind Minamo & Zen fast schon am Limit des Möglichen. Das ist auch nicht das Maximum. Bei einer Traglast von mehr als 75% des maximalen Gewichts verbraucht der Charakter zusätzliche Ausdauer, bei mehr als 100% kann sich die komplette Party nicht mehr bewegen. Dass das extrem doof ist, muss ich wohl nicht erwähnen - und dass es auch extrem doof ist, Loot liegenzulassen - gerade Essen, was idR viel wiegt, auch. Hinzu kommt eben auch, dass Kinder nicht besonders durchschlagskräftig sind und bei Erwachsenen-Waffen, wie z.B. Zens Säge, dier er in dem Screen ausgerüstet hat, Abzüge bekommen und generell nicht die beste Angriffskraft besitzen.

  11. #31
    Zitat Zitat von Kael Beitrag anzeigen
    Sölf hat das aber schon erwähnt - das Spiel bietet einem an, das Spiel rein für die Story zu spielen - auf Schwierigkeit 1 hast du einen Großteil der Mechaniken überhaupt nicht.
    Ja... also ich würde das Spiel eher gar nicht spielen als ohne Mechaniken
    Die Designer haben sich ja bewußt für dieses System entschieden, und wenn es nicht funktioniert, dann funktioniert es eben nicht - und wenn man ein Spiel erst spielbar macht indem man es deaktiviert, ist das meiner Meinung nach ein fettes Minus^^
    Klingt zumindest so, als wäre zumindest Schwierigkeit 4 angedacht, weil es da ja noch durch Fallen neue Elemente gibt. Die höchste ist dann vielleicht Overkill für Dungeon Crawling Freunde?

    Zitat Zitat
    Wenn sind ein Charakter einstuhlt bzw. einnässt, bekommt er zunächst die Stench-Statusveränderung, wodurch zunächst der Stress von allen anderen durch den Geruch des Chars massiv ansteigt, was wiederrum massiv zu Lasten der Ausdauer geht, die wie blöd abnimmt, wenn der Stress bei einem Charakter maximal ist.

    Lieber laufen lassen statt in die Ecke gehen! Irgendwie find ich die Mechanik recht witzig, auf der anderen Seite ist das doch sicher Fetisch-Material

    Die Mechaniken klingen zumindest auf dem Papier so, als hätte sich da jemand Gedanken bezüglich verschiedenster Systeme gemacht und wie sie das Dungeon Crawling beeinflussen. Bin nicht sicher, ob das am Ende alles so gut zusammenkommt, aber (auch wenn es irgendwie ätzend klingt) bin ich ein wenig interessierter an dem Game. Bin ja eigentlich kein Fan von Dungeon Crawlern, was einer der Gründe war, wieso das hier nicht Day One ist. Über sonderlich positive Kritiken darf sich das Spiel wegen dieser Systeme aber sicher nicht freuen - unabhängig davon, ob die nun gut umgesetzt sind oder nicht.

    Taugen denn die Story und Charaktere bisher was? Das ist ja einer der großen Selling Points bei Games von dem Produzenten.
    Geändert von Sylverthas (23.04.2019 um 10:38 Uhr)

  12. #32
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Taugen denn die Story und Charaktere bisher was? Das ist ja einer der großen Selling Points bei Games von dem Produzenten.
    Das wollte ich auch schon fragen, weil wenn das auch nur so vor sich hindümpelt wären weder die niedrigen, noch die höheren Schwierigkeitsstufen was für mich. Sind aber die Punkte wenigstens gut, würde ich es zumindest sicher mal ausprobieren. Dabei hatte ich mich eigentlich richtig auf das Spiel gefreut.^^

  13. #33
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    Oh damn, das wollte ich dich noch fragen!
    Ich habe ebenfalls Epic Battle Fantasy bei mir in der Lib, bei genauerem Hinsehen ist mir aber aufgefallen, dass ich in der Gruppe einen schwarzgewandten Typen mit deutschem Wehrmachtskreuz und Lederkäppi mit SS-Totenkopfemblem habe und da ist mir spontan die Lust vergangen...
    Was hat es mit diesem Typen auf sich?
    Das nennt sich Nazi-chic.
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Nazi_chic

    Ist ziemlich beliebt in asiatischen Kulturen wie z.B Taiwan, bei der keinerlei Bezug zum deutschen Nationalsozialismus besteht.
    Gamingblog: Ulterior_Audience (Aktuell: Lobotomy Corporation)

  14. #34
    @Sylverthas:
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Ja... also ich würde das Spiel eher gar nicht spielen als ohne Mechaniken
    Die Designer haben sich ja bewußt für dieses System entschieden, und wenn es nicht funktioniert, dann funktioniert es eben nicht - und wenn man ein Spiel erst spielbar macht indem man es deaktiviert, ist das meiner Meinung nach ein fettes Minus^^
    Das ist auch so ein zweischneidiges Schwert. Insgesamt finde ich die Art, wie Zanki Zero den Einfluss vom Schwierigkeitsgrad gelöst hat, ziemlich gut: Wer das Spiel nur für die Story spielt, bekommt keinen Zugriff auf gewisse Crafting-Gegenstände (die dann bestimmt auch nicht von Nöten sind) und Cliones (zusätzliche Charakterfähigkeiten, mehr dazu unten). Gleichzeitig bietet es die Option, sich die Story angucken zu können, ohne sich auf das Gameplay zu fokussieren.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Klingt zumindest so, als wäre zumindest Schwierigkeit 4 angedacht, weil es da ja noch durch Fallen neue Elemente gibt. Die höchste ist dann vielleicht Overkill für Dungeon Crawling Freunde?
    Empfohlen ist 3, das ist quasi der "normale" Schwierigkeitsgrad. 4 ist dann "Hard", da machen die Monster etwas mehr Schaden, sodass deine Charaktere nur noch maximal 2-3 Schläge von denen aushalten - den zweiten Dungeon hab ich auf Schwierigkeit 4 gespielt (weil ich noch nicht genügend Score für Schwierigkeit 5 hatte, Schwierigkeit 5 kostet immerhin 30,000 Score das ist ein ganz schöner Haufen), da machen die Monster ca. 140-180 Schaden bei rund 400 HP. Auf Schwierigkeit 4 kommen dann eben noch die Fallen hinzu, die aber auf Schwierigkeit 4 noch nicht bei einem Treffer töglich sind, sondern auch erst bei zwei oder drei Treffern, je nach dem, wen es erwischt. Außerdem tauchen auf Schwierigkeit 4 auch fallende Brocken oder sowas auf, die die Party piesacken können. Dafür gibt's auf Schwierigkeit 4 die ersten Clione-Eier von Trashmobs - die verleihen Charakteren zusätzliche Fähigkeiten, sind aber in der Anwendung pro Lebenszyklus begrenzt und funktionieren als Kind auch nicht, was ein weiterer Nachteil daran ist, nur Kinder in einen Dungeon zu schicken. ^^

    Schwierigkeit 5 ist dann, und Sölf kann das bestätigen, das Äquivalent zum "Hell"-Schwierigkeitsgrad: Du darfst dir keinerlei Fehler mehr erlauben. Sämtliche Gegner machen Schaden, die weit über den eigenen HP liegen - so ein Vogel hat mir in meiner heutigen Runde 2050 Schaden mit einer Krallenattacke reingedonnert bei HP-Werten von 250-430. Ja, okay. Dasselbe gilt hier für irgendwelche Fallen und herunterfallende Brocken: Bestimmt rund 900-1100 Schaden. Man kann das zwar auch verringern, aber dazu muss ein Charakter erst einmal durch die entsprechende Quelle sterben.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen

    Lieber laufen lassen statt in die Ecke gehen! Irgendwie find ich die Mechanik recht witzig, auf der anderen Seite ist das doch sicher Fetisch-Material
    Bestimmt. Bei meinem vorletzen Run ist bei gleich zwei Charakteren das Unglück passiert, dieses Mal hab ich zwei Mal gerade rechtzeitig die Toilette gefunden. xD

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Die Mechaniken klingen zumindest auf dem Papier so, als hätte sich da jemand Gedanken bezüglich verschiedenster Systeme gemacht und wie sie das Dungeon Crawling beeinflussen. Bin nicht sicher, ob das am Ende alles so gut zusammenkommt, aber (auch wenn es irgendwie ätzend klingt) bin ich ein wenig interessierter an dem Game. Bin ja eigentlich kein Fan von Dungeon Crawlern, was einer der Gründe war, wieso das hier nicht Day One ist. Über sonderlich positive Kritiken darf sich das Spiel wegen dieser Systeme aber sicher nicht freuen - unabhängig davon, ob die nun gut umgesetzt sind oder nicht.
    Im Grunde ist das fast alles dazu da, um deine Erkundung auszubremsen oder aber Charaktere verfrüht sterben zu lassen (was bedingt gut ist). Charaktere durch eine Quelle sterben zu lassen, erhöht im nächsten Leben des Charakters die Resistenz gegen diese Quelle. Ich bin mir grad nicht sicher, ob diese Effekte grundsätzlich permanent sind, also für weitere Leben gelten, das müsste ich nachgucken. Was mir aber ganz gut daran gefällt, ist, dass sowohl Gameplay-Atmosphäre als auch Survival- und Dungeon-Crawling-Gameplay nennenswert herausstechen und auch beeinflussen. So ist z.B. das Kochen und die Herstellung neuer Items absolut überlebenswichtig, aber ohne Kämpfe zu erledigen, sterben irgendwann alle Charaktere an Alter. Du siehst, beides ist wichtig um voranzukommen, einen Aspekt davon zu ignorieren ergibt wenig Sinn. ^^

    @Sylverthas & Lynx
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Taugen denn die Story und Charaktere bisher was? Das ist ja einer der großen Selling Points bei Games von dem Produzenten.
    Zitat Zitat von Lynx Beitrag anzeigen
    Das wollte ich auch schon fragen, weil wenn das auch nur so vor sich hindümpelt wären weder die niedrigen, noch die höheren Schwierigkeitsstufen was für mich. Sind aber die Punkte wenigstens gut, würde ich es zumindest sicher mal ausprobieren. Dabei hatte ich mich eigentlich richtig auf das Spiel gefreut.^^
    Story: Bedingt. Im Moment müssen sie eigentlich nur nach und nach Maschinenteile für ihre Extend Machine (wir erinnern uns, das Teil, wodurch sie sich klonen können, und das ihre einzige Hoffnung ist) sammeln und dabei die Sünden ihrer Vergangenheit aufarbeiten. Die Charaktere sind aber ganz gut, auch wenn ich bei gewissen Charakteren nicht unbedingt überzeugt davon war, was ihre Motivation betrifft, so zu handeln, wie sie handeln. Insgesamt haben die Charaktere etwas, auch, wenn sie ein echt ausgelutschtes System zur Beschreibung ihrer Persönlichkeiten und ihrer Vergangenheit haben. Und dann gibt es noch die beiden Extend TV-Kasper Sho und Mirai, die der Trümmertruppe sagt, wo es weitergeht. Die waren am Anfang ganz witzig, aber gerade Sho fängt auf Dauer an, zu nerven. xD

    @Klunky:
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Ist ziemlich beliebt in asiatischen Kulturen wie z.B Taiwan, bei der keinerlei Bezug zum deutschen Nationalsozialismus besteht.
    Wobei Matt enwteder Kanadier oder UK-Bürger war, bin mir grad nicht sicher. Keine Ahnung, was genau er sich bei Lance in der Party gedacht hat.

  15. #35
    Zitat Zitat von Klunky Beitrag anzeigen
    Das nennt sich Nazi-chic.
    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Nazi_chic

    Ist ziemlich beliebt in asiatischen Kulturen wie z.B Taiwan, bei der keinerlei Bezug zum deutschen Nationalsozialismus besteht.
    Krass, was es nicht alles gibt...

    Patch 1.1.4 in Arbeit...!

  16. #36
    Also kA was mit Kael ist, ich find die Story bisher ziemlich interessant. Die Charaktere sind ganz cool, aber man weiß halt immer noch nicht so ganz was eigentlich passiert ist. Dazu gibts wenn man alles erkundet auch überall mehr oder minder kleine Andeutungen. Ich denke, wenn die Story so bleibt wie bisher oder besser wird, dann funktioniert das Spiel auch als reine Visual Novel ohne das ganze Gameplay.

  17. #37
    #6 - Epic Battle Fantasy 3 (PC)

    Gestartet: 24.01.2019
    Beendet (Cleared! & Finished!): 31.03.2019



    Warum gerade dieses Spiel?

    Epic Battle Fantasy 4 (kurz: EBF4) und EBF5 hab ich 2017 bzw. 2019 im Rahmen der JRPG-Challenge durchgespielt, wodurch nur noch das letzte RPG der Reihe fehlte: Epic Battle Fantasy 3 (kurz: EBF3), was ich zwar 2014 schon einmal durchgespielt habe, aber nicht auf dem Epic-Schwierigkeitsgrad und nicht im Rahmen der Challenge. In den Fazits von EBF4 und EB5 war ich der Meinung, dass EBF3 die brauchbarste Story der drei EBFs hätte und der Humor weniger schlimm wäre als in EBF4 und in EBF5. Beim Storyaspekt hat irgendwo der Schein getrübt, beim Humor bin ich nach wie vor derselben Meinung wie davor auch. Übrigens: Wer sich fragt was mit EBF1 und 2 ist – das sind nicht direkt RPGs, sondern Boss Rushs. Zu dieser Zeit waren einiges an Themen problematischer, als es jetzt der Fall ist – und das betrifft beide Spiele.

    Spielweise:

    • Gespielt wurde die Version, die es auf Steam gibt.
    • Schwierigkeit war Epic. Das heißt, dass sämtliche Werte der Monster verdoppelt wurden und sie sich intelligenter verhalten haben, sprich, Combos aufgebaut, HP regeneriert oder den schwächsten Spieler angegriffen haben.
    • Vom Prinzip her war Matt physischer Damagedealer (& Buffbot), Natalie Kyun-Caster (da Kyun, ihr einer Vielfach-Buff-Zauber, ziemlich übertrieben ist) sowie Buffbot für Lance und Lance war magischer Damage Dealer. Matt hat beim letzten Boss an Bedeutung gewonnen.
    • Das optionale Gebiet des Volcano Peaks wurde nicht angegangen, der Rest schon. Grund war der, dass man dafür alle Achievements brauchte und einige waren hinter Scores bei Mimigames verborgen, welche für mich zu schwer waren. Da war ich wohl einfach zu schlecht.
    • Limit Breaks hab ich fast gar nicht eingesetzt. Wie letztes Mal: Hätte ich lassen sollen, aber man weiß ja nie, wozu man die in einem Kampf später braucht!
    • Achievement-Fortschritt (laut Steam): 58/60 (= 96,6%). Gefehlt haben mir beim vierten Minigame 200 und beim fünften Minigame 170 Punkte. Danke dafür!
    • Ich hab auf Englisch gespielt, bei EBF3 ging es auch nicht anders.
    • Spielzeit (100%): 011:11 h ((Cleared! & Finished!), Party-Level: 30


    Story:


    Seitdem die Erde vor der letzten Katastrophe von Matt und Natalie gerettet wurde, ist wieder eine Menge Zeit vergangen. Matt, Natalie und ihr neuer „Freund“ Lance ziehen durch die Lande, suchen nach Schätzen und fordern Gegner heraus. Eines Tages kommen dem Trio Gerüchte und Legenden über ein antikes Grab zu Ohren, das wohl irgendwo liegen und ebenso antike Schätze beinhalten soll. Das Trio begibt sich auf den Weg, um dieses Grab zu finden, und die Schätze abzustauben.

    Als Matt, Natalie und Lance am Grab ankommen, kommt jedoch einiges anders. Das Grab gehört einer schlafenden Gottheit, Akron, der alles andere als erfreut darüber ist, dass er aus seinem ewig anhaltenden Schlaf geweckt wurde. Er entzieht den Helden sämtliche Kräfte und schleudert sie fort, woraufhin diese geschwächt und mit minimaler Ausrüstung in einem namenlosen Dorf aufwachen. Die Helden entscheiden, dass sie Akron nicht frei herumlaufen lassen können – immerhin hat er ihre geballten Kräfte, mit denen Matt und Natalie schon einmal die Welt gerettet haben. So ziehen die drei Richtung Volcano Peak um Akron unter die Erde zu bringen – dahin, wo er hingehört…

    Story-Eindruck:


    Letzten Endes ist EBF3 auch nicht anders als EBF4 und EBF5, was die Story betrifft, auch wenn im direkten Vergleich EBF3 mit die vernünftigste Story hat – der Endboss ist fast von Anfang an bekannt und der Weg ist das Ziel, zumindest zum größten Teil.

    Leider taugen in EBF3 auch die Zwischenbosse nicht viel, das ist meist nur irgendwelches Gemüse, was irgendwie im Weg herumsteht. Der Endboss ist ingesamt dagegen eben etwas interessanter, gerade, was sein Aussehen, seine Handlungsweisen und seine Art zu reden betrifft – bedingt kann man das durchaus als Situationskomik auffassen. Apropos Situationskomik: Was EBF3 von seinen beiden Nachfolgern unterscheidet, ist dass die Komik wesentlich häufiger situationsbedingt ist und nicht komplett erzwungen dargestellt wird. Das hat z.B. auch zur Folge, dass Lance nur halb so nervig, und zu einem Teil auch weniger pervers dargestellt, lediglich seinen leichten Offiziers-Jargon hat er noch. Auch Matt wirkt auch nicht komplett wie als ob er komplett durch den Wind wäre und Natalie ist gefühlt auch noch nicht das Objekt der Begierde.

    Was noch ganz lustig ist im Rahmen der Sidequests ist, ist dass die NPCs von der Katastrophe, die sie befällt, entweder nichts wissen, oder dass sie das nicht großartig stört – nur die Heldenparty um Matt, Natz und Lance sieht in Akron ein Problem. Man sieht später, warum das so ist, was wiederum die Sorglosigkeit der NPCs ziemlich amüsant macht. Ansonsten sind die Sidequests aber auch nur bedingt storyrelevant – meist haben die NPCs ein Problem, was man direkt vor Ort lösen kann – z.B. brauchen einige NPCs in Kitten Kingdom Ruins ein paar Materialien für einen neuen Bohrer – und drücken der Party dafür den alten Bohrer in die Hände (was ein Skill ist).

    Insgesamt ist aber gerade der Humor erträglicher als in den beiden Nachfolgern. Das 4th-Wall-Breaking hält sich in EBF3 noch auf einem Minimum, und wie schon erwähnt, sind die Protagonisten deutlich erträglicher als in den Nachfolgern. Allerdings muss man auch erwähnen, dass der Verlust des grenzwertigen Humors sich wohl ein bisschen in der einen oder anderen Gebiets-Übergangsszene manifestiert hat. Einige davon sind auch echt grenzwertig, das ist aber immer noch weniger lästig, als wenn die Charakteristika der Protagonisten einem alle drei NPC-Zeilen ins Gesicht gepresst werden.

    Gameplay:


    1) Allgemein

    In Prinzip lässt sich hier auch sagen, dass der Grund für das Durchspielen puzzleartige Kämpfe in Form der Epic-Schwierigkeit waren. Auf Normal und Hard sind die meisten Bosse ziemlich kalter Kaffee, da die meisten Bosse auf der Epic-Schwierigkeit zumindest nicht unbedingt schwer waren, wobei die Schwierigkeit ab dem dritten Gebiet ziemlich angezogen hat – wo man dann auch nicht mehr mit x-beliebiger Ausrüstung in die Kämpfe ziehen konnte, während das in den ersten beiden Gebieten noch ging. Das vierte Gebiet war dann auch wieder etwas leichter, wenn man nicht gerade auf Monolithen getroffen ist – resistente Steine, die gerade in EBF3 noch ziemlich unschöne Angriffe und Verhaltensmuster besaßen- und das fünfte Gebiet war dann auch wieder okay, weil sich gegen Ende hin ziemlich viel ausbalanciert hat – Maximallevel erreicht, Skills am Maximum und Ausrüstung am Maximum.

    Was es in EBF3 gab, in späteren EBFs nicht mehr, waren die Minispiele, mit denen man Gold erwerben konnte, das gegen Ende hin, aber sowieso überflüssig ist. Der einzige Grund, die Minispiele zu spielen, waren Medaillen, die man für optionale Gebiete gebraucht hat – nach und nach 20, 30, 40 und schließlich alle (!) existenten Medaillen. Da blöderweise zwei davon ziemlich absurde Voraussetzungen besaßen, gerade die 200 Kills im vierten Minigame, wo man Skelettmonster mit NoLegs töten musste, waren äußerst übertrieben. Mittlerweile kann ich nachvollziehen, warum die Minigames später komplett verschwunden sind, wobei das auch nicht unbedingt notwendig gewesen wäre. Es hätte auch gereicht, keine Gebiete hinter Minigames zu verstecken, wobei man fairerweise auch sagen muss, dass die ja ebenfalls optional waren.

    2) Schwierigkeit

    Wie in den beiden Nachfolgern auch, identifiziert sich für mich ein großer Teil des Spielspaßes über die Epic-Schwierigkeit. Auch, wenn die Features in EBF3 auch noch ziemlich gering waren, gerade wenn man die Nachfolger gespielt hat, kommt einem EBF3, was taktische Möglichkeiten bietet, ziemlich mau vor.

    Sowohl der erste als auch der zweite Boss konnten ziemlich problemlos erledigt werden, auch auf Epic, zumindest, wenn man ein bisschen darauf geachtet hat, was die Bosse für Schwächen haben oder haben könnten. Beide waren auch nicht sonderlich schwer und konnten fast nur zuhauen – wobei der zweite Boss durchaus eine Mechanik hat, die Probleme machen kann. Schwerer waren dann gerade der dritte und zu einem geringeren Grad der vierte und der fünfte Boss. Man muss aber sagen, dass ich an sich in EBF3 kaum Statusveränderungen verwendet habe – zum Einen gibt’s oft nicht die Möglichkeit, zum anderen waren die damals auch noch nicht so mächtig wie in den Nachfolgern. Es gab außerdem ein Element, was den anderen ziemlich überlegen war und ein Charakter hatte einen ziemlich üblen Angriff dieses Elements – dementsprechend hat es häufig geholfen, auf das Element zu bauen.

    Und dann gab es noch den letzten Boss. Im Vergleich zu den anderen beiden Endbossen von EBF4 und EBF5 war der Boss ein vergleichbar großes Problem, wegen mehreren Mechaniken sowie einigen grässlichen Monstern – wobei der größte Unterschied der ist, dass man die beiden anderen Endbosse überleveln kann, was den Bosskampf massiv vereinfacht – das geht in EBF3 nicht und das ist auch gut so. Insgesamt kann das durchaus der Grund dafür sein, dass ich den bisher als den schwierigsten Endboss der Serie ansehe.

    Fazit (7,0/10):

    Von den EBF-Spielen 3-5 hat mir EBF3 am Meisten getaugt. In Prinzip liegt das daran, dass man hier diese „Typische Heldentruppe bringt die Welt wieder in Ordnung, die sie selbst durch bedauernswerte Nachlässigkeit und Gier ins Wanken gebracht hat“-Geschichte serviert, die zwar nicht wirklich motiviert, aber zumindest auch nicht künstlich aufgebauscht wird. Man muss zwar sagen, dass man auch hier das Spiel nicht für die Story spielt, aber insgesamt gestaltet sich die Story zumindest besser als im letzten Teil. EBF4 hat zwar die bessere Story, aber auch nur deswegen, weil der letzte Boss dort ordentlich aufgebaut wird – was er in 3 schon ist und deswegen auch wunderbar funktioniert.

    Ein weiterer Vorteil in EBF3 im Vergleich zu den beiden anderen Spielen ist, dass die Anspielungen, die z.T. tropenlastigen Charakterzüge der Charaktere auf ein Minimum reduziert wurden – so ist Lance in EBF3 ein größtenteils erträglicher Charakter, was in den Nachfolgern massiv abnimmt. Dasselbe gilt für irgendwelchen Blödsinn, was Natalies Rundungen betrifft.

    Während es frustrierend sein kann, dass sich die 100%ige Komplettierung hinter Geschicklichkeitsspielen versteckt, kann man zumindest anmerken, dass der Content optional ist und für den letzten Boss auch nicht benötigt wird. Das Gameplay dagegen ist tatsächlich eher etwas problematischer, gerade, wenn man die Nachfolger kennt – es kommt einem dann schon arg zusammengestaucht vor, da es Sachen wie Beschwörungen in EBF3 einfach noch nicht gab. Als letztes sei noch die Balance angemerkt – einige Elemente kommen häufiger vor als andere, auf andere wiederrum hat man kaum Zugriff – es bringt dann auch nichts, wenn schwierige Gegner schwach gegen dieses Element sind. Insgesamt muss ich aber sagen, dass das Balancing gegen Ende hin recht gelungen ist.


  18. #38
    #7 – Zanki Zero: Last Beginning (PC)

    Gestartet: 14.04.2019
    Beendet (Cleared! & Finished!): 29.04.2019



    Warum gerade dieses Spiel?

    Sölf hat mich drauf aufmerksam gemacht. Ich hab kurz wegen dem Preis überlegt und mich dafür entschieden, dass es mir das wert ist. Ohne Sölf hätte ich das zwar irgendwann auf Steam gefunden, aber bestimmt nicht zu Release gekauft. Tatsächlich hat mich das Spiel aber an sich auch ziemlich fix für sich gewonnen: Dungeon Crawler, Survival-RPG und Action-RPG, kombiniert mit dem allgemeinen Setting des Spiels – acht Leute landen zusammen auf einer Insel mit Garage drauf und wollen herausfinden, warum sonst außer Viechern wie Ziegen und Affen sowie einigen Kreaturen nicht mehr viel lebt – und warum sie sich klonen können. Zusammengefasst setzt das Spiel auch jeden einzelnen Punkt eigentlich ziemlich gut um – wenn auch einige mehr als andere.

    Spielweise:

    • Gespielt wurde anfangs Version 1.00, später dann 1.01. Der Unterschied ist nicht nennenswert.
    • Schwierigkeit war V (5) ab dem dritten Dungeon. Davor war die Schwiewrigkeit III (3) (1. Dungeon) und IV (4) (2. Dungeon), auch jeweils die höchstmögliche. Difficulty 5 entspricht dem Hell-Schwierigkeitsgrad und war der höchstmögliche. Konkret hat das zur Folge gehabt, dass Charaktere Schaden von Angriffen und Fallen genommen haben, die weit über den eigenen HP liegt, dafür ließen Gegner exklusive Materialien und Clione fallen. Clione waren in Prinzip zusätzliche Spezialangriffe, die man nur auf diese Weise bekommen konnte. Das hatte aber auch zur Folge, dass einige Gebiete regelrecht grausam zu durchqueren waren und ich diese nur durch mehrere Neustarts abschließen konnte. 10-20 Neustarts und mehr waren absolut keine Seltenheit – Difficulty 5 ist ziemlich unbarmherzig, was das Gameplay betrifft. Dungeon 1 und Dungeon 2 hab ich aber noch jeweils einmal auf Difficulty 5 durchgespielt, um zu sehen, was der Boss konnte.
    • Im Anschluss daran: Difficulty 5 hatte aber auch zur Folge, dass Score und auch EXP in Massen abgefallen sind. Meine Charaktere waren schon auf dem Maximallevel, bevor ich den letzten Dungeon erreicht habe und Score (Währung, mit der man Charaktere wiederbeleben konnte) war überhaupt kein Problem, ich bin zu keinem Zeitpunkt in Engpässe diesbezüglich geraten.
    • Die Aufteilung der Charaktere war folgendermaßen: Ryo (Pierce-Spezialist), Zen, Rinko (Slash-Spezialist), Minamo (Blunt-Spezialist), Yuma (Range-Spezialist & Harvester), Haruto, Mamoru (Reformer & Harvester), Sachika (Chronischer Packesel, & Schlösserknack-Spezialist). Soll konkret heißen, ich hab nur vier Charaktere im Kampf aktiv verwendet und auch nur diese vier (Minamo, Zen, Rinko, Ryo) besaßen Ausrüstung. Liegt daran, dass man die anderen vier als Ablage für schwere Items benutzen konnte. Sachika war für irgendwelche Safes zuständig, die meist mit Fallen belegt waren.
    • Ich hab mir nicht die Mühe gemacht, den Charakteren ihre Shigabane zu besorgen. Shigabane waren im Endeffekt Resistenzen bezüglich Todesquellen – und die primäre Möglichkeit, Charaktere stärker werden zu lassen, neben Ausrüstung.
    • Anfangs hab ich noch versucht, die Charaktere auf einer unterschiedlichen Altersstufe zu lassen. Später hat sich das als ziemlicher Nachteil herausgestellt und war weniger aufwändig, die damit verbundenen anfänglichen Nachteile zu umgehen.
    • Maximiert auf +99 hab ich immerhin ganze zwei Waffen und eine Rüstung für Minamo.
    • Clione-Fähigkeiten und die damit verbundene Fähigkeit des Silburst (ein letzter Angriff bei 0 HP am letzten Tag der Lebensspanne) hab ich eigentlich äußerst selten benutzt. Oftmals gab es dafür auch keine bzw. nur geringe Anwendungsmöglichkeiten.
    • Die Field-On-Events hab ich alle gesehen, die Bonding-Events dagegen nicht.
    • Achievement-Fortschritt (laut Steam): 25/38 (= 66%), wobei alleine acht davon Achievements sind, alle Shigabane für einen entsprechenden Charakter zu besorgen…
    • Ich hab auf Englisch gespielt, ging auch nicht anders. Alternative wäre Japanisch gewesen.
    • Spielzeit (100% Content): 047:51 h ((Cleared! & Finished!), Party-Level: 99


    Story:


    Haruto Higurashi und sieben andere Menschen – Zen, Ryo, Mamoru, Minamo, Rinko, Yuma und Sachika wachen eines Tages auf einer Insel mit einer Garage auf und haben keinen blassen Schimmer wie und warum sie auf diese ziemlich desolat aussehende Insel gekommen sind. Was sie auf dieser Insel sonst noch verwundert, sind zwei kleine Probleme, die sie alle gemeinsam haben: Zum einen gibt es das sogenannte Programm „Extend TV“ mit Schaf-Maskottchen Mirai und deren latent hitzigen und schlagfertigen Assistenten Sho Terashima, das ihnen einen Leitfaden gibt, was sie tun sollen, aber gleichzeitig von Mysterien umwoben ist. So haben die acht keinerlei Ahnung, wer sie mit Extend TV bestraft haben könnte und wer den Fernseher eingerichtet haben könnte – der immer genau dann ein Lebenszeichen von sich gibt, wenn die acht die vorherige Mission von Extend TV erfüllt haben. Und dann gibt es noch die X-Keys, durch die nur diese acht Personen sich klonen können, wobei jeder Klon die Erinnerungen des vorherigen Lebens besitzt – und sich auch merkt, weswegen er gestorben ist und Resistenzen gegen den Grund des Todes entwickelt. Das einzig lästige ist der Alternsprozess, der physisch schmerzhaft und auch ziemlich kurz ist – ein Klon lebt 13 Tage, bevor er am 14. Tag stirbt und geklont bzw. wiederbelebt werden muss.

    Von diesen 13 Tagen müssen die acht ca. 25% ihrer Lebenszeit als Kind, Erwachsener, Alter und Senior verbringen, was einige Probleme mit sich bringt, wenn die acht tagtäglich ums Überleben für Essen und Score kämpfen müssen – die Währung, die sie benötigen, da die sogenannte „Extend Machine“ nach Score verlangt, das Gerät, das in der Garage steht und ihnen das Klonen ermöglicht. Die acht plagen einige Fragen zu den X-Keys, Extend TV und der Extend Machine, z.B. warum ausgerechnet die acht sich klonen können, was Extend TV soll und wer die Extend Machine in Betrieb genommen hat. Und dabei hat jeder der acht noch so seine eigene kleine Sünde, die ihre Vergangenheit prägt…

    Story-Eindruck:


    Insgesamt ist die Story mehr als nur okay und insgesamt ziemlich spannend, zum Teil auch mit einer Prise Horror, der meistens in irgendwelchen Cutscenes vorkommt. Man kann sich größtenteils gut in die Charaktere hineinversetzen – jeder der Charaktere besitzt eine starke Charakterisierung durch die entsprechende Todsünde, die seine Vergangenheit verkörpert, wie z.B. Zorn, Faulheit oder Gier. Manchmal gelingt die Darstellung zwar nur bedingt, gerade auf den entsprechenden Charakter bezogen, aber die Todsünden sind eh nur der deutlich vernachlässigbarere Teil der Story, der leider auch für 2/3 der Zeit über im Fokus steht. Somit braucht das Spiel leider auch sehr lange, um in die Gänge zu kommen, auch wenn gerade im Mittelteil dem Spieler hin und wieder ein Brocken hingeworfen wird, worauf das Dilemma, in dem sich die auch befinden, eigentlich hinausläuft – wer oder was „Extend TV“ eigentlich ist und wer es produziert hat und was es mit den acht vorhat. Gerade diesbezüglich nimmt das Spiel gegen Ende auch noch einmal ordentlich Fahrt auf. Es ist zwar schade, dass so viel Zeit mit der Bearbeitung der Sünden verbraten wird und das Finale ziemlich abrupt eingeleitet wird, aber insgesamt kann sich der Aufbau der Story wirklich sehen lassen.

    Was die Story gut macht, vermiesen bedingt die Charaktere – einige davon gestalten sich als arg unlogisch und werden mit ihren Charakteristika auch ziemlich im Regen stehen gelassen, und das ist leider mehr als nur ein Charakter. Primär gilt, je weiter das Spiel voranschreitet, umso seltsamer wird die Motivation der Charaktere.

    Der zweite große Negativpunkt, der mir die, wohlgemerkt regelrecht geniale und stimmige Atmosphäre nicht nur eine Spur, sondern gewaltig vermiest hat, ist der Humor einiger Charaktere. Allen voran Sho Terashima, der als Charakter mit regelmäßigen, dämlichen und krampfhaft witzigen Kommentaren wohl witzig sein soll, mag am Anfang die Aufgabe ganz brauchbar erfüllen, aber endet primär darin, ein absolut nerventötender Charakter zu sein. Mirai ist in Prinzip ähnlich nervig, wenn auch nicht ganz so lästig. Und dann gibt es noch einige andere Charaktere, die zwar auch ihre insgesamt einseitigen Handlungsweisen besitzen und sich auch darüber identifizieren – so ist Ryo z.B. ein kleiner Angsthase und Sachika chronisch optimistisch, was wiederum auch in leichter Naivität enden kann. Meistens wirkt das auch in Folge gerade auf Dauer etwas komisch.

    Ich muss aber sagen, dass die Story als Ganzes mehr als brauchbar dargestellt wird und die Atmosphäre wirklich gut eingefangen ist. Gerade auch innerhalb der Dungeons, die auch stark auf die Vergangenheit der Charaktere anspielt, kommt die Stimmung insgesamt auch sehr gut herüber, gerade am Ende.

    Gameplay:


    1) Allgemein

    Zum Gameplay lässt sich in Prinzip sagen, dass das Spiel die Umsetzung der einzelnen Bruchteile, sprich, Survival-RPG, ARPG und Dungeon Crawler insgesamt ganz gut herüberbringt, wobei man auch sagen muss, dass gerade der Survival-Anteil schwierigkeitsbedingt später stark in den Hintergrund rückt – was aber nicht schlecht per se ist.

    Zunächst zum Survival-Anteil: Man muss das komplette Spiel über diverse Parameter im Auge behalten, wobei der wichtigste davon die Ausdauer ist. So ziemlich alles geht zu Lasten der Ausdauer, allen voran Stress, Überlastung und eingenässte Partymitglieder. Sinkt die Ausdauer auf 0, verliert man HP und kann sich nicht mehr ordentlich heilen. Man muss aber dazu sagen, dass das Spiel einem das Management der einzelnen Faktoren zumindest nicht gerade schwer macht. Um Stress zu reduzieren, gibt es Wasser (oder alternativ Tee), das bzw. der im Austausch den Harndrang erhöht. Um den Harndrang zu reduzieren, gibt es in Dungeons Toiletten oder, wenn man keine findet, leere Flaschen (… ja, genau das!), die ziemlich häufig auf der Insel angespült werden. Überlastung lässt sich dadurch beheben, dass man schwere Gegenstände wie Hasenbraten oder Ähnliches die Reserve-Party tragen lässt, da die keinen Ausdauerverbrauch hat, wenn sie nur mitzieht und nicht selbst erkundet. Ausdauer selbst lässt sich durch Essen wiederherstellen, dass man kochen muss, wobei es auch da Rezepte gibt, die ziemlich einfach herzustellen sind und für die man keine 28,000 Zutaten braucht. Hinzu kommt, dass die Relevanz der Ausdauer verbrauchenden Faktoren über die Zeit nachlässt, wenn diese mit ein Grund dafür waren, warum der Charakter gestorben ist. Genauso hat man dann auch dagegen Resistenzen entwickelt, auch wenn das Management der ausdauerbedingenden Faktoren durchaus noch relevant war, nur eben später nicht mehr in dem Ausmaß, wie am Anfang. Hinzu kamen noch Aufbauarbeiten wie den Bau einer Toilette, einer Küche und einer Handwerksbank, die alle auch ziemlich wichtig waren – Über die Handwerksbank ist man an Waffen gelangt, über die Küche an Essen.

    Zum Schluss noch zum eigentlichen Gameplay: Auch Dungeon Crawler- und ARPG-Anteil können sich sehen lassen, auch wenn das AKS sehr simpel gehalten ist. Man hat lediglich einen normalen Angriff, und einen Aufladeangriff, der zwar Stamina bei voller Aufladung verbraucht hat, aber ziemlich gut dafür war, Gegnern irgendwelche Körperteile abzuschlagen, was zusätzliche Items eingebracht hat und die Gegner geschwächt hat – die konnten bestimmte Attacken, die das entsprechende Körperteil benutzt haben, nicht mehr einsetzen. Dann gab es noch die Clione-Fähigkeiten, die ich gar nicht benutzt habe, z.B. einen AoE-Säure-Angriff oder Heilung. Die meisten Gegner lassen sich so auch nur durch Hit & Run besiegen, da jeder Angriff anfangs den sofortigen Tod bedeutet hat. Später hat das dann auch nachgelassen.

    Ich muss aber sagen, dass ich es fast schade fand, dass es nur so wenige unterschiedliche Gegner gab. Die Standardgegner haben sich zwar immer weiter verstärkt, so erlangen die Ferkel, die man in Stage 01 trifft, in Stage 04 einen Fernkampfangriff, aber irgendwie hat es sich ziemlich danach angefühlt, als ob man immer nur dieselben Gegner bekämpft hat. Ein weiterer Minuspunkt war für mich das Dungeondesign – die Dungeons waren zwar wunderbar auf die Charaktere zugeschnitten, aber ich hätte mir noch ein bisschen was anderes gewünscht als meist nur Gebäude. Ein weiterer Negativaspekt sind teilweise auch die hin und wieder mal äußerst kryptischen Rätsel – bei einigen hab ich echt lang gebraucht, um herauszufinden, was das Spiel von mir wollte. Vom letzten Dungeon will ich an dieser Stelle mal nicht reden.

    2) Schwierigkeit

    Vielleicht eins vorneweg: Der Unterschied zwischen Schwierigkeit 3/Normal und Schwierigkeit 5/Hell war regelrecht gewaltig. Bosse hatten im Allgemeinen nicht so viel HP, dass man ewig an denen dran saß, waren dementsprechend auch keine HP-Sponges, aber man musste gerade bei den Bossen oftmals echt aufpassen, da jeder Treffer den sofortigen Tod bedeutet hat. Einige Bosse waren gerade deswegen echt grässlich, andere wiederum gingen ohne größere Probleme, gerade wenn die Angriffe sehr vorhersehbar waren. Im Allgemeinen hat es sich aber auch gelohnt, Resistenzen gegen die Bosse zu entwickeln, da deren Angriffe dann mal eben 80% weniger Schaden gemacht haben – was zwar immer noch ziemlich viel war, aber zumindest hat man dann mehr als einen Schlag ausgehalten. Gemacht hab ich das aber nur bei einem einzigen Boss, beim Rest hab ich mehr auf Wiederholungsversuche gesetzt, bis ich den Boss in- und auswendig kannte – und selbst dann gab es noch einige Überraschungen.

    Dann gab es aber noch Monster, die auf Schwierigkeit 5 regelrecht widerlich war – und wo ich kurz davor war, die Schwierigkeit auf 3 herunterzuschrauben, da Schwierigkeit 5 als solches nicht viel bringt, außer dass man Zugriff auf die Clione bekommt. Diese Monster besaßen einen Fernangriff einen Nahangriff und einen AoE-Nahangriff, die alle extrem schwer vorherzusagen waren und extrem schnell durchgeführt wurden – und als wäre das noch nicht genug, konnten sie sich auch noch teleportieren und wenn man sich von ihnen weggedreht hat, tauchten sie direkt hinter einem auf. Diese Spezies von Monster war äußerst lästig und hat auch für ordentlich Frust von meiner aus gesorgt., der Rest ging. Man muss aber auch sagen, dass das Spiel es einem ermöglicht, nur durch die Story zu rauschen. Auf Schwierigkeit 1 und 2 muss man sich um kaum Faktoren mehr kümmern, büßt aber dafür massiv Materialien ein.

    Fazit (8,5/10):

    Zanki Zero: Last Beginning macht im Großen und Ganzen vieles richtig. Anfangs hatte ich doch einige Bedenken, ob der Dungeon-Crawling und der ARPG-Aspekt sich gut mit dem Survival-Aspekt des Spiels verträgt, aber dafür hat sich Spiel doch überraschend gut geschlagen, auch wenn der Survival-Aspekt später deutlich an Relevanz verliert, da man für sämtliche Einrichtungen irgendwann Materialien braucht, an die man nicht oder nur schlecht herankommt und gegen die Ausdauer reduzierenden Faktoren im Laufe des Spiels eine Resistenz entwickelt. Auf Schwierigkeit 5 ist das Spiel ziemlich erbarmungslos und erfordert entweder starke Nerven für Wiederholungsdurchgänge oder starke Nerven, um sich Resistenzen gegen Todesursachen anzueignen, man muss aber auch sagen, dass man auf Schwierigkeit 5 nicht viel verpasst, lediglich für Clione-Sammler wär Schwierigkeit 5 überhaupt interessant. Negativ im Gameplay ist eigentlich nur die Monotonie im Dungeondesign und einige kryptische Rätsel, bei denen man die Lösung nur schwer erraten kann gerade das sorgt dafür, dass das sonst brauchbare Gameplay ins Stocken gerät. Zu guter Letzt muss man dem Spie zugutehalten, dass es die Möglichkeit bietet, das Spiel für die Story zu spielen und die Gameplayelemente abzuschalten.

    Die Story weiß am Anfang und am Ende zu fesseln, während sich der Mittelteil eine leichte Durststreckentendenz hat, aber mit kleinen Storybrocken, die später relevant werden, aufgewertet wird, wobei die eigentliche Story auch wirklich nur gegen Ende hin behandelt wird – das Spiel geht größtenteils darum, die Todsünden der acht Protagonisten abzuarbeiten. Leider zieht sich das etwas, sodass die Relation zwischen relevanter Story und eigentlicher Story nur bedingt gegeben ist. Hinzu kommen einige nerventötende Charaktere wie Sho Terashima, der witzig dargestellt wird und es wohl auch sein soll, aber eigentlich von Anfang an ziemlich dämlich und pseudocool herüberkommt. Bedingt betrifft das auch einige Eigenheiten der Protagonisten, wenn auch zu einem geringeren Anteil.

    Ich empfehle das Spiel aber jedem, der mal damit geliebäugelt hat und zur Not mit Survival-Elementen sowie einigen nervigen Charakteren kein Problem hat. Der Preis ist zwar auch noch mal eine ganz eigene Sache, aber wofür gibt’s Sales…. Irgendwann.


  19. #39
    Was mir grad noch zu [#7] Zanki Zero: Last Beginning eingefallen ist, was es aber irgendwie nicht ins Review geschafft hat (weil ich das auch sonst nie angebe), ist die eigentliche Spielzeit, die laut Steam rund 87 Stunden beträgt - so hat sich das auch angefühlt, muss ich sagen. Der Grund dafür ist, wie schon genannt, Schwierigkeit 5 - viel zu oft sind mir Charaktere in blöden Situationen gestorben und ich hatte dann keine Lust mehr, die Ausrüstung wieder aus dem Dungeon zu fischen.
    Long story short: Wenn ihr's spielt, spielt nicht auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad, das lohnt sich eh nicht. Mit 3 und 4 seid ihr bei einem normalen Gameplay schon gut bedient, empfehlenswert ist 4, da die Gegner so auch ihre seltenen Drops loswerden und man nicht viele von denen vermöbeln muss. Am Ende hatte ich eh viel zu viel Material, wenn ich mir mal mein Lager angucke. xD

    Ansonsten sind die Bonding-Boni (die man in den Schlafräumen bekommen kann) auch ziemlich mächtig. Ich hab die am Anfang total unterschätzt, die machen aber einen enormen Unterschied.

    Ansonsten, zu was Aktuellem: Wie im MM: May-Thread schon angekündigt, gehe ich die nächsten paar Tage wohl über [#8] Sweet Lily Dreams. Ich hab 1,5 Stunden reingeguckt und der Ersteindruck war irgendwie arg meh. Sind zwar immer noch nur die ersten 1,5 Stunden, aber selbst in sämtlichen EBFs, von denen ich zwei dieses jahr durchgespielt hab, passiert da mehr aufs Gameplay bezogen.

    • Fangen wir mal bei der Story an: Die ist im Moment arg verwirrend und ich kann nichts mit ihr anfangen. Lily träumt sich irgendwie einen Ast aus dem Leib, landet irgendwie auf einem Schiff und wird irgendwie aus einem nicht näher bekannten Grund von dem nächstbesten Monster angegriffen, soll dabei von Faith & Curly gerettet werden, die das beide glorreich in den Sand setzen, woraufhin die drei Schiffbruch erleiden. Ja, bestimmt. Hinzu kommt dass gleich am Anfang eine Stange dubioser Typen auftaucht, die in ihrem Fachjargon simpeln und, ja keine Ahnung was machen. Die Bewohner von der Hauptstadt der Dreamworld machen's dann auch nicht besser - jeder zweite Satz geht um irgendwas, was im Spiel blau hinterlegt, also anscheinend wichtig ist, aber noch nicht aufgekreuzt ist.
    • Das Kampfsystem ist kalter Kaffee. Der erste Dungeon war nett, aber von der Schwierigkeit herauch kalter Kaffee. Die Monster dadrin waren hübsch, aber ebenfalls kalter Kaffee. Der erste Boss war auch kalter Kaffee, und zwar in allen Belangen. Selbst mein kalter Kaffee, den ich heute Morgen getrunken habe, hatte mehr Substanz als dieser Boss.
    • Das No-Heal-System, dass sie in die Dungeons eingebaut haben, scheint sinnbefreit zu sein. Zum einen kann man nach einem geschafften Abschnitt wieder aus dem Dungeon laufen und sich heilen lassen, zum anderen sind Heilitems nicht teuer und man kann sich mit denen ziemlich bewerfen.
    • Was die Grafik betrifft, ist die für ein RPG-Maker-Game schon ein ziemlicher Hingucker und auch, wenn der erste Dungeon nicht schön war und im Kern ziemlich linear war - größere Abzweigungen gab es keine - macht er zumindest atmosphärisch etwas her, genau wie auch die Hauptstadt der Dreamworld. Viele Ecken sehen zwar ziemlich gleich aus, aber die ganze Stadt hat etwas ziemlich magisches.


    Ich hab Lynx' MMX-Rewiew durchgelesen (und auch Teile des spoilerlastigen Reviews) aber ich hoffe echt, dass sich am Gameplay was tut. So, wie's im Moment ist, ist es nicht gut. Über die Story kann ich im Moment noch hinwegsehen, gerade, da die erst noch am Anfang ist, vielleicht wird später da was besser erklärt.

    Zum Abschluss noch ein Wort von Faith, die hiermit zeigt, dass Dienstanweisungen von Vorgesetzten zu übergehen, grundsätzlich mit einem Hauch von Abenteuer gleichzusetzen ist:



    Achja: [#9] Moero Chronicle wird mal wieder glorreich nach hinten verschoben. Da ich auch das eigentlich mit Postgame spielen wollte, scheine ich aber trotzdem nicht viel verpasst zu haben. Sorry, Exorion. xD

  20. #40
    Ich zocke aktuell auch Zanki Zero und mein Fazit wird auch sehr gut ausfallen (bin in der Final Stage). Ich habe ja sowieso ein Faible für Dungeon Crawler, da hatte es das Spiel in dieser Hinsicht sehr leicht bei mir. Story wusste bis jetzt definitiv zu unterhalten (auch wenn es im Vergleich mit Danganronpa weniger verrückt ist, was man bei dem Grundsetting erstmal nicht erwarten würde). Dazu waren einige Charakterstorys ziemlich hart -> ich sag nur Kapitel 2 mit Zen.

    Was mir auch besonders gut gefallen hat ist das man jedes Kapitel aus den Augen eines "Hauptcharakters" erlebt und auch seine Gedanken erfährt. Mit dem dritten Schwierigkeitsgrad bin ich gut durch das Game gekommen.
    Meine Videospielsammlung


Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •