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  1. #21
    Was Grimshade betrifft, stimme ich dir schweren Herzens zu.
    Die Welt und die Charaktere sind awesome, aber das Kampfsystem und die recht unausgegorenen Mechaniken machen viel Spielspaß zunichte.
    Total schade um die guten Ideen...

    Patch 1.1.4 in Arbeit...!

  2. #22
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Und in einem Fall ist mir ein Boss sogar in den Abgrund hinterhergesprungen
    War das bei ROBERTOOOOO?

    Zitat Zitat
    Und ob ich das ohne Tricks schaffe So viel mehr an Upgrades kann ich mir ja scheinbar nicht mehr holen um das irgendwie leichter zu machen. Außer halt für die ganzen Shinobi Tools, wo mir noch so einiges fehlt.
    Also mit Hit & Run müsste man eigentlich die meisten Bosse legen können, es dauert halt nur. Man muss ja "nur" erkennen, welche Angriffe man relativ sicher bestrafen kann und dann immer da zuschlagen, sonst auf Abstand bleiben. Selbst beim Endboss müsste das gehen. Bei Kämpfen mit mehreren Phasen stell ich mir das aber nicht so angenehm vor.

  3. #23
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    War das bei ROBERTOOOOO?
    Jo, genau der. War zwar nicht so geplant, und ich wusste auch gar nicht dass das funktionieren würde, aber da ich aufgrund des engen Raumes einige Probleme hatte an dem vorbeizukommen, war es schon ganz geil wie er plötzlich tot war nachdem ich ausversehen in den Abgrund gehüpft bin


    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Also mit Hit & Run müsste man eigentlich die meisten Bosse legen können, es dauert halt nur. Man muss ja "nur" erkennen, welche Angriffe man relativ sicher bestrafen kann und dann immer da zuschlagen, sonst auf Abstand bleiben. Selbst beim Endboss müsste das gehen. Bei Kämpfen mit mehreren Phasen stell ich mir das aber nicht so angenehm vor.
    Also den Corrupted Monk hab ich damit zumindest nicht besiegt, dafür aber ganz billig mit zwei gut getimten Deathblows und in der letzten Phase mit Dauerstunlock. Hatte immerhin schon beim allerersten Kampf gegen den massive Probleme und da hatte ich noch etwas mehr Platz um frei herumzurennen. Den Divine Dragon fand ich vom Design her besser, auch wenn er verglichen mit den meisten Bossen kinderleicht war. Und im Endkampf habe ich es jetzt zumindest beim ersten Versuch relativ gut in die dritte Phase geschafft. Jetzt müsste ich es nur noch irgendwie schaffen in den ersten beiden Phasen nicht getroffen zu werden damit ich gegen Ende überhaupt eine Chance habe. Was natürlich sehr viel einfacher wäre wenn der erste Kampf auch tatsächlich separat wäre und nicht ständig wiederholt werden müsste.

    Ich finds außerdem ein bisschen blöd dass ich scheinbar nur ein einziges Ende werden machen können, weil ich natürlich nicht wusste dass ich die restlichen Items nicht mehr sammeln kann nachdem ich den Divine Dragon besiegt habe. Dabei hatte ich sonst eigentlich alles beisammen. Naja, schau ich mir den Rest halt bei Youtube an. New Game+ muss nicht unbedingt sein.
    Geändert von ~Jack~ (11.04.2019 um 04:24 Uhr)

  4. #24
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Jo, genau der. War zwar nicht so geplant, und ich wusste auch gar nicht dass das funktionieren würde, aber da ich aufgrund des engen Raumes einige Probleme hatte an dem vorbeizukommen, war es schon ganz geil wie er plötzlich tot war nachdem ich ausversehen in den Abgrund gehüpft bin
    Hehe, ja, das ist ein FromSoft Klassiker, besonders bei menschlichen Gegnern. Aber auch allgemein klappt das gut, wenn die Arena es möglich macht - den Taurus Demon am Anfang von Dark Souls kann man auch gut ind en Abgrund "locken"
    Ist wohl ein Feature, weils so lange schon in den Games ist und irgendwie ja auch ein geiler Effekt, wenn man selber zwar stirbt, der Boss aber auch und es dann tatsächlich zählt.

    Zitat Zitat
    Also den Corrupted Monk hab ich damit zumindest nicht besiegt, dafür aber ganz billig mit zwei gut getimten Deathblows und in der letzten Phase mit Dauerstunlock. Hatte immerhin schon beim allerersten Kampf gegen den massive Probleme und da hatte ich noch etwas mehr Platz um frei herumzurennen. Den Divine Dragon fand ich vom Design her besser, auch wenn er verglichen mit den meisten Bossen kinderleicht war. Und im Endkampf habe ich es jetzt zumindest beim ersten Versuch relativ gut in die dritte Phase geschafft. Jetzt müsste ich es nur noch irgendwie schaffen in den ersten beiden Phasen nicht getroffen zu werden damit ich gegen Ende überhaupt eine Chance habe. Was natürlich sehr viel einfacher wäre wenn der erste Kampf auch tatsächlich separat wäre und nicht ständig wiederholt werden müsste..
    Besonders die Corrupted Monk hab ich so gekillt, weil ihre Angriffe so schnell waren und eine hohe Reichweite hatten und mir parieren da wirklich schwerfiel. Habe immer angegriffen, wenn sie den Wirbelangriff zu Ende gemacht hat (waren meist zwei Treffer drin) oder den langen Sprungangriff machte. Die Sache mit den zwei Deathblows wusste ich noch gar nicht, interessant. Wie triggert man die? Indem man diesen Schleichzucker benutzt?

    Was den Divine Dragon angeht: FromSoft Spiele haben ja häufig den ein oder anderen recht einzigartigen Kampf drin, der aber ein wenig gimmicklastig ist. Finden einige Spieler nicht so toll, weil das Bosse sind, die ihre Monsterskills nicht testen. Ich find die aber zumindest interessant, weil sie erinnerungswürdiger sind als der 10. Kampf gegen nen humanoiden Boss. Daher sollen die meist wohl nicht zu schwer sein, sondern sind eher für die "Erfahrung" da. Würde den definitiv dazuzählen, weil Leute, die die vorherigen Bosse gekillt haben, mit dem wenig Probleme haben sollten *g*
    Auch vom Gamedesign ist das ganz praktisch, weil einem dort Lightning Reversal abverlangt wird, was man dann später noch mal gebrauchen kann.

    Hier hat man ja mit der Affenjagd noch einen weiteren, der auch viele Spieler zum Fluchen bringen wird. Obwohl man ihn ziemlich schnell erledigen kann, wenn man sich anhört, was einem der Mönch dazu erzählt und die Räume einigermaßen nutzt. Oder einfach Glück hat und die Gegner schnell genug überrascht *g*
    Geändert von Sylverthas (11.04.2019 um 09:54 Uhr)

  5. #25
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Die Sache mit den zwei Deathblows wusste ich noch gar nicht, interessant. Wie triggert man die? Indem man diesen Schleichzucker benutzt?
    Wäre vielleicht möglich, aber ich bin zweimal vom Ast gesprungen unter dem der Boss in jeder Phase startet. Das erfordert zwar auch ein gewisses Timing, vor allem in der zweiten Phase wo man nur ein sehr kurzes Zeitfenster hat um den Deathblow auszuführen, aber es ist immer noch praktischer als die Phasen legitim runterhauen zu müssen.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Hier hat man ja mit der Affenjagd noch einen weiteren, der auch viele Spieler zum Fluchen bringen wird. Obwohl man ihn ziemlich schnell erledigen kann, wenn man sich anhört, was einem der Mönch dazu erzählt und die Räume einigermaßen nutzt. Oder einfach Glück hat und die Gegner schnell genug überrascht *g*
    Zum Fluchen fand ich das jetzt nicht, aber vom Design her hätte diese Sequenz durchaus besser sein können. Die speziellen Räume die man theoretisch hätte nutzen können fand ich jedenfalls nicht so nützlich weil die Gegner sich zumindest bei meinem kurzen Test da nie haben blicken lassen. Also hab ich die halt einfach so gejagt.

    Und ich hab jetzt auch den Endkampf geschafft wo ich mich tatsächlich größtenteils auf Hit and Run verlassen musste. Die erste bzw. zweite Phase ist zwar noch ganz angenehm, aber der Rest war mir dann doch zu aggressiv. Und die Taktik Angriffe mit dem Schirm zu kontern hat bei mir irgendwie nicht wirklich viel gebracht. Stattdessen hab ich ständig Ichimonji: Double nach den Sprüngen benutzt, was vom Timing her gerade so gepasst hat. Ohne die allererste Phase hätte ich den Kampf aber eindeutig angenehmer gefunden. Die ist zwar taktisch keine wirkliche Herausforderung, da ohne Heilung durchzukommen fand ich aber sehr viel nerviger als in der zweiten Phase. Und in der letzten hatte ich dann nur noch ein bisschen Reis in der Tasche.

    Von daher würde ich sagen, dass ich zwar das generelle Gameplay unterhaltsamer finde als in Dark Souls, aber mit den Bossen hatte ich eindeutig größere Probleme. In Dark Souls 3 gab es zwar auch so eine handvoll wo ich erst mal nicht weiterkam, und zumindest zwei wo ich mir von anderen Spielern habe helfen lassen müssen, aber in Sekiro gab es für meinen Geschmack einfach viel zu viele Bosse an denen ich mir die Zähne ausgebissen habe. Und hier gab es ja leider nicht die Möglichkeit sich helfen zu lassen, weswegen ich stattdessen nach Taktiken googeln musste. Bin aber froh, dass sich die Spielwelt ab Ashina Castle gewaltig öffnet und man somit die Chance hat sich an einigen unterschiedlichen Bossen zu probieren um stärker zu werden. Bin mir nämlich nicht sicher ob ich Genichiro ansonsten hätte besiegen können. Auch wenn ich den schlussendlich mit Ichimonji: Double ganz gut klein bekommen habe ohne seine Angriffe kontern zu müssen.
    Geändert von ~Jack~ (11.04.2019 um 23:44 Uhr)

  6. #26
    Gerade den zweiten Fall von The Great Ace Attorney beendet, und ich will storytechnisch zwar nichts spoilern, aber ich kann zumindest sagen, dass das ein recht einzigartiger Fall für die Reihe war. Auch wenn er gameplaytechnisch wesentlich besser in Ace Attorney Investigations gepasst hätte, da sich der komplette Fall auf die Untersuchung eines Mordes in einem verschlossenen Raum beschränkt hat. Und neben diesem Raum gibt es nur noch zwei weitere Räume in denen man sich umschauen kann, wenngleich die allesamt nochmal in zwei Bildschirme gesplittet wurden. Dafür kam aber das vermeintliche Haupt-Gimmick des Spiels zum Einsatz: Sherlock Holmes' Theater von Logik und Schlussfolgerungen.

    Dabei macht er nämlich eine Reihe von Aussagen die man anschließend mit Gegenbeweisen in wahre Aussage umkehren muss. Ist also ein bisschen wie eine Verhandlung, nur dass man die meisten Beweise in speziellen Untersuchungsphasen ausfinding machen muss, zum Beispiel indem man den Körper eines der Verdächtigen in einer dreidimensionalen Ansicht untersucht. Und es hat mich von der Präsentation her ein bisschen an Danganronpa erinnert da man mit jedem Gegenbeweis Holmes' Aussage wie Glas zerschmettert. Da der Fall so Stück für Stück logisch zusammengebastelt wird hält er allerdings nur wenige Überraschungen parat (und ist dazu auch sehr einfach, von einer einzigen Stelle mal abgesehen). Das selbe war auch bei den Investigations Spielen der Fall, was einer der Gründe ist warum ich deren Stories etwas schwächer finde als die der Hauptreihe.

    Ich bin mir momentan außerdem nicht sicher was ich von Holmes halten soll. Manchmal leistet er nämlich ganz gute Detektivarbeit, aber teilweise kommt er auch wie ein kompletter Vollidiot rüber. Anders würde das Spiel allerdings auch nicht wirklich funktionieren. Ohne seine teilweise sehr schwachsinnigen Aussagen gäbe es immerhin nichts was man widerlegen könnte. Wenn man darüber nachdenkt, dass der Mord in einem verschlossenen Raum stattfand, wirken manche (für die Story unwichtigen Elemente) außerdem extrem unglaubwürdig. Hat den Fall jetzt nicht kaputt gemacht, aber es gab einfach mehrere Dinge die ich deswegen sehr seltsam fand. Und ich hatte zumindest bei Bluestacks das Problem dass ich Objekte in den Bildschirmecken nicht ordentlich untersuchen konnte ohne den Cursor von woanders in die Ecke schieben zu müssen. Weil direkt da hinzuklicken hat unter anderem dazu geführt, dass ich stattdessen das zuvor angeschaute Objekt nochmal angeschaut habe.

    Der Gesamteindruck bleibt aber weiterhin positiv!
    Geändert von ~Jack~ (15.04.2019 um 04:48 Uhr)

  7. #27
    Das klingt ja gar nicht so übel. Find die Idee auch nicht schlecht, dass sie sich (zeitlich) ein wenig von den anderen Teilen distanzieren, auch wenn man deren Charaktere sehr ins Herz geschlossen hat. Dass sie Holmes direkt einbauen mussten ist ein wenig billig, aber zumindest scheint es eine Trottelvariante von Holmes zu sein?^^

    Wie würdest Du das Spiel bisher einordnen? Eher Mittelfeld? Du vergleichst es ja ein wenig mit Investigations, welches zwar ne nette Idee war, aber für mich zu den schwächsten Teilen der Reihe gehört. Da das Spiel einem bestimmt ein paar historische Perspektiven liefert (wobei man da bei der AA Reihe ja nie zu viel Gewicht auf Korrektheit des Dargestellten legen sollte *g*) könnte es echt interessant sein.

  8. #28
    TGA hat schon große Schwachstellen. Fall 1 und 3 finden nur im Gerichtssaal statt. Fall 2 ist im Grunde nur eine Untersuchungsphase mit AAI Auflösung.

    Fall 4 hat erst Untersuchung+Verhandlung, ist aber der typische Filler Fall. Böse Leute sagen er ist schlechter als 2-3 oder 1-3. XD Fall 4 ist auch recht kurz.

    Fall 5 versagt als Final Case da er nur die Bühne für Teil 2 ebnet. XD

    Es ist ein kurzes Ace Attorney. Fall 5 ist nur 6 Stunden lang während Fall 1 bis 3 in 2-3 Stunden abgeschlossen sind.

    Ohne Teil 2 funktioniert die Reihe nicht, aber der negative Eindruck hat dafür gesorgt, dass TGA 2 unberechtigter Weise, da er fast alle Schwächen aus Teil 1 ausgeräumt hat, sich nicht gut verkauft hat.
    Geändert von Ninja_Exit (15.04.2019 um 15:57 Uhr)

  9. #29
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Wie würdest Du das Spiel bisher einordnen? Eher Mittelfeld?.
    Nach 2 Fällen kann ich das natürlich noch nicht wirklich sagen, die hatten aber beide sehr interessante Prämissen, wenngleich man sich aufgrund eines bestimmten Aspekts vermutlich fragen muss ob es tatsächlich so sinnvoll war die direkt hintereinander zu packen. Da sie beide komplett anders aufgebaut sind (mit dem ersten als normale Gerichtsverhandlung und dem zweiten nur als Untersuchung) hat mich das allerdings nicht wirklich gestört. Der zweite hätte mit der klassischen Struktur vermutlich sehr viel epischer sein können, aber sie haben stattdessen halt mal was anderes probiert und ich fands durchaus nicht schlecht. Dass der dritte wieder nur im Gerichtssaal stattfindet stimmt zwar tatsächlich, aber nachdem ich mittlerweile weiß worum es geht macht das durchaus Sinn, während eine separate Untersuchungsphase vermutlich komplette Zeitverschwendung gewesen wäre. Den Tatort kann man sich ja trotzdem anschauen. Und da es auch hier schon wieder neue Features gibt, vermisse ich bisher auch gar nichts. Von daher würde ich das Spiel bisher zu den besseren Teilen der Serie zählen. Auch wenn ich ja leider weiß, dass die Story erst im Nachfolger abgeschlossen wird. Und bis der mal übersetzt ist dauert das sicherlich noch eine ganze Weile. Muss aber mal schauen ob mich das am Ende tatsächlich stört. Schlimmer als das Finale des Professor Layton Spinoffs, welches ich ansonsten richtig gut fand, kann es ja vermutlich nicht sein.

    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Du vergleichst es ja ein wenig mit Investigations, welches zwar ne nette Idee war, aber für mich zu den schwächsten Teilen der Reihe gehört.
    Das trifft halt wie gesagt nur auf den zweiten Fall zu. Und aufgrund des sehr kompakten Settings wird dieser auch relativ flott abgehandelt. Wer die Investigations Spiele nicht mochte, der könnte also trotzdem seinen Spaß dran haben. Wenn nicht an diesem Fall, dann zumindest am restlichen Spiel. Der Humor ist immerhin so gut wie eh und je und die Stories fand ich bisher gut erzählt.
    Geändert von ~Jack~ (16.04.2019 um 05:03 Uhr)

  10. #30
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Da sie beide komplett anders aufgebaut sind (mit dem ersten als normale Gerichtsverhandlung und dem zweiten nur als Untersuchung) hat mich das allerdings nicht wirklich gestört. Der zweite hätte mit der klassischen Struktur vermutlich sehr viel epischer sein können, aber sie haben stattdessen halt mal was anderes probiert und ich fands durchaus nicht schlecht.
    Das ist sogar recht schön, denn so interessant die Geschichten in AA sind, so gleichförmig ist das Gameplay häufig.

    Zitat Zitat
    Das trifft halt wie gesagt nur auf den zweiten Fall zu. Und aufgrund des sehr kompakten Settings wird dieser auch relativ flott abgehandelt. Wer die Investigations Spiele nicht mochte, der könnte also trotzdem seinen Spaß dran haben. Wenn nicht an diesem Fall, dann zumindest am restlichen Spiel. Der Humor ist immerhin so gut wie eh und je und die Stories fand ich bisher gut erzählt.
    Das ist gut zu hören. Aber dann warte ich lieber noch mal ab, bis der zweite auch übersetzt ist. Die Chancen, dass es die Teile offiziell hier rüber schaffen, scheinen ja gering zu sein. Aber glaube die waren sowieso nie unheimlich erfolgreich hier und mit dem Setting in der Vergangenheit ist die Zielgruppe noch mal kleiner.

  11. #31
    Gerade den ersten Fall in England abgeschlossen. War von der Prämisse her zwar nicht so interessant wie die davor, und hatte auch einige altbekannte Elemente zu bieten, wie einen Ankläger der noch nie zuvor bezwungen wurde, aber es gab trotzdem ein paar interessante Twists. Schon weil der Tatort diesmal eine Kutsche war die auch einfach mal in den Gerichtssaal geschleift wurde, weswegen eine separate Untersuchungsphase gar nicht nötig war. Es wurde außerdem schon wieder ein neues Feature eingebaut: das Jury System. Das macht von der Exekution her nur absolut keinen Sinn, da sie jederzeit ihre Stimme abgeben können, ganz egal ob schon Beweise vorgezeigt wurden oder nicht. Und sobald jeder einzelne für schuldig gestimmt hat, ist der Fall quasi vorbei. Außer natürlich der Verteidiger kann noch irgendetwas vorzeigen um das Gleichgewicht der Stimmen wieder auf unschuldig zu kippen. Das geht hier allerdings nicht mit Beweisen, sondern man muss stattdessen die Meinungen der Jury anhören und Unstimmigkeiten zwischen diesen aufzeigen. Durchaus ganz interessant gemacht, auch wenn das drumherum so unlogisch ist. Wenn jeder einzelne für unschuldig stimmt, dann darf der Ankläger aber scheinbar machen was auch immer er will um die Stimmen wieder ins Gegenteil zu verkehren. Und sowas bezeichnen die als modernes Justizsystem

    Der Fall war ansonsten aber ganz nett. Und die Möglichkeit mehrere Zeugen gleichzeitig zu befragen wurde diesmal etwas besser genutzt als im ersten Fall. Am Ende standen da nämlich vier Zeugen auf einmal, und man muss da gut aufpassen ob irgendwer auf die Aussagen der anderen reagiert. Man sieht die Reaktion zwar wenn der reagierende Charakter direkt daneben steht, aber wenn er sich irgendwo außerhalb des Bildschirms befindet muss man stattdessen seinen Ohren spitzen um die Reaktion nicht zu verpassen. Der Ankläger konnte mich dafür noch nicht so wirklich überzeugen. Der sieht zwar aus wie ein bösartiger Vampir und hat dazu auch noch einen furchterregenden Spitznamen (Grim Reaper), aber nichts davon hat sich wirklich in seinem Verhalten widergespielt. Stattdessen war er halt ein ganz normaler Ankläger, von seiner arroganten Art mal abgesehen.

    War also ein bisschen positiv, ein bisschen negativ, aber durchaus unterhaltsam.

  12. #32
    Du erreichst jetzt die 2 kritischen Fälle wo viele Mysterien angedeutet werden aber erst im zweiten Teil (gut und zufriedenstellend) gelöst werden. Manche Motive sind ohne Kontext schwer zu verdauen, aber Fall 4 bringt zumindest eine neue Form von Tragödie ins Spiel ein. Fall 4 wäre aber in Teil 2 besser aufgehoben. XD

  13. #33

    So, heute Nacht den letzten Fall beendet. Und ich muss sagen, dass sich meine Erwartungen nicht erfüllt haben. Und das im positiven Sinne. Den vierten Fall fand ich zwar tatsächlich nicht sonderlich interessant, auch wenn hier ebenfalls was neues ausprobiert wurde, aber der fünfte Fall war als Finale durchaus befriedigend. Es hat zwar gefühlt ewig gedauert bis endlich die Verhandlung losging (4 Untersuchungs-Phasen, auch wenn der Mord erst zwischendrin stattfand), und bestimmte Fakten waren eigentlich offensichtlich, aber es gab trotzdem einige interessanten Enthüllungen die auch zuvor ungeklärte Fragen endlich beantwortet haben.

    Und obwohl ich damit gerechnet hatte, dass das Spiel auf einem Cliffhanger enden würde, war das schlussendlich überhaupt nicht der Fall. Stattdessen wurde eigentlich alles Wichtige zufriedenstellend aufgelöst, weswegen ich überhaupt nicht den Drang verspüre jetzt unbedingt den Nachfolger spielen zu müssen. Es wurde am Ende zwar noch ein neues Mysterium aufgeworfen, und es gibt auch noch diverse ungeklärte Fragen, aber ich habe kein Problem damit jetzt noch Monate oder Jahre auf das Sequel zu warten.

    Wer die Reihe mag, der kann das also ruhig jetzt schon spielen. Mag nicht unbedingt der beste Teil der Reihe sein, aber er ist teilweise sehr lustig, gut animiert, hat einige interessante Features zu bieten und hebt sich vor allem aufgrund der Zeitepoche vom Rest der Reihe ab. Es dürfte allerdings mit zu den einfachsten Ablegern gehören da es nur sehr wenige Stellen gab wo ich keine Ahnung hatte was genau ich vorzeigen muss. Ob das jetzt was positives oder negatives ist muss jeder selbst entscheiden


    Abschließend würde ich die Fälle aber wie folgt bewerten


    Geändert von ~Jack~ (04.05.2019 um 12:28 Uhr)

  14. #34
    Wenn dir Teil 1 dann doch gut gefiel, solltest du Teil 2 lieben. Es gibt wieder Fälle die länger als ein Tag dauern und die Täter in Teil 2 geben ihr Motiv mal preis. Der Finalfall (Episode 4+5) ist ein episches Monstrum und hat die längste Anzahl an Verhandlungstagen in der Ace Attorney Reihe und wurde zurecht in 2 Episoden gesplittet. Beide Episoden haben ungefähr die Länge von Episode 5 aus Spirit of Justice.

    Ich hatte mit Teil 1 das Problem, dass der Erzählstil viel zu schnell von statten ging. Episode 1-3 wirken wie ein langer Prolog. Und Episode 4 und 5 haben nur einen Tag.

    Dann sind die Untersuchungsphasen viel zu händchenhaltend und zu linear. Man kann nicht wie in vorherigen Ace Attorneys 2-3 Locations aufsuchen und in beliebiger Reihenfolge bearbeiten. Es gibt einen Ort dem man untersucht und dann grätscht Holmes rein und kaut einem alles in der Detektiv Phase vor. Dann kommt meistens das "To be Continued" und der nächste Ort wird abgesucht. So hat sich die Interaktivität die ich in den Untersuchungsphase sonst so geschätzt habe stark in den Hintergrund gerückt worden. Und London an sich hat sich klein angefühlt.

    In Teil 2 kann man plötzlich wieder frei zwischen Detektei, Strafanstalt, Tatort, und 4 weiteren Locations pro Fall hin und her reisen.

  15. #35
    Fell Seal: Arbiter's Mark




    Spielzeit: 50h (mit einiges an Grinding, aber nur wenigen maximierten Klassen)

    Fell Seal ist ein Taktik-Rollenspiel ala Final Fantasy Tactics in dem man eine Pilgerreise unternehmen muss die darüber entscheidet wer einen der Unsterblichen ablösen wird die seit dem Sieg über eine furchtbare Bestie über die Welt wachen. Als Prämisse durchaus in Ordnung, auch wenn es schlussendlich nicht so wirkt als ob man tatsächlich mit anderen Auserwählten konkurrieren würde. Stattdessen sind nur zwei von denen wirklich relevant, wenngleich der erste relativ schnell ausscheidet. Das größere Problem ist aber die Tatsache, dass man bereits in den ersten Stunden einige Storyentwicklungen akkurat vorhersagen kann. Darunter auch die Tatsache wer der Endgegner sein wird. Ich hatte irgendwie gehofft dass die Entwickler das absichtlich gemacht haben damit man die wahren Twists nicht vorhersagen kann, aber schlussendlich ist es genauso gekommen wie erwartet. Ein paar Twists gab es zwar trotzdem, die ändern am Endresulat aber nichts.

    Viel schlimmer ist aber die Tatsache, dass die Story bis zum Ende relativ gemächlich vor sich hinplätschert und es dementsprechend keinen ordentlichen Spannungsbogen gibt. Am Ende (nach über 40 Missionen) eskaliert es dann zwar endlich, aber kurz vorm Finale wird das alles nochmal extrem ausgebremst da man noch ein paar zusätzliche Missionen machen muss bevor man sich dem wahren Endboss stellen kann. Und falls man noch das gute Ende freischalten will, dann dauert das ganze noch ein bisschen länger, zumal eine der nötigen Bedingungen sehr obskur ist. Dazu muss man nämlich eine Klasse freischalten für die man einen Brief braucht der nur am Rande mal erwähnt wird und von einem ansonsten unwichtig wirkenden Gegner getragen wird. Der lässt diesen aber nicht fallen wenn man ihn umbringt. Stattdessen muss man einen Skill benutzen der beim Tod des Gegners ein Item liefert. Und beim Endkampf darf man genau den selben Mist nochmal machen, nur dass sich die zu bestehlenden Gegner diesmal in die Luft sprengen wenn ihre HP zu niedrig sind. Die respawnen zwischendurch zwar wieder, aber da der Endboss gar nicht so schwer ist, ist er mir beim ersten Mal verreckt bevor ich es geschafft habe auch nur einmal erfolgreich was zu stehlen.

    Storytechnisch hat mich Fell Seal also echt nicht überzeugen können. Und die Charaktere fand ich trotz optionaler Zwischensequenzen die extra dafür gedacht sind einem die Charaktere näher zu bringen viel zu unterentwickelt als dass mir irgendwer ans Herz gewachsen wäre. Bleibt von daher nur das Gameplay mit dem das Spiel eventuell überzeugen könnte. Und ich kann zumindest sagen, dass es in dieser Hinsicht einiges zu bieten hat. Darunter über 30 Klassen, wobei nicht jeder Charakter auf alle zugreifen kann. Und einer von denen hat sogar seine ganz eigenen Klassen da er diese durch das Töten von Gegnern erlernt. Anstatt ständig wechseln zu müssen, kann man diese außerdem auch miteinander kombinieren sobald man die Fähigkeiten einer anderen Klasse erlernt hat. Die Skills und passiven Fähigkeiten der aktuellen Klasse können zwar nicht geändert werden, aber die Zweitklasse, der Konterskill, sowie die dritte und vierte passive Fähigkeit kann man jederzeit frei wählen. Dadurch lässt sich unter anderem ein Heiler basteln dessen Heilzauber verstärkt sind, der sich durch das Heilen von Partymitgliedern hochheilt, der mit jeden Schritt HP regeneriert und der beim Erleiden von Schaden in einen regenerativen Zustand wechselt.

    Manche Skills die eigentlich ganz cool klingen sind allerdings bei weitem nicht so gut wie sie hätten sein können. So ist Doppel Magie fast komplett nutzlos da man eigentlich nie genug MP besitzt um zwei mächtige Zauber in Folge zu verwenden. Man müsste dazu schon eine zweite Klasse meistern die die benötigen MP um 1/3 reduziert, aber selbst dann dürfte es knapp werden. Und es dauert schlichtweg viel zu lange mehrere Klassen zu meistern, zumal bestimmte Klassen andere Klassen als Vorraussetzung benötigen bevor man überhaupt in der Lage ist zu wechseln. Von daher habe ich pro Charakter nur so 5 Klassen gemeistert. Und selbst dafür musste ich vor dem Endkampf eine ganze Weile grinden. Wer das Spiel zu 100% abschließen will, der ist also vermutlich sehr viel länger als 50 Stunden mit beschäftigt. Zumal es neben den Arenakämpfen auch noch ein immer schwerer werdendes Gebiet gibt bei dem ich gerade mal zwei Missionen geschafft habe.

    Ich fand das Spiel von Anfang bis Ende aber auch sehr herausfordernd, weswegen mir immer wieder Charaktere weggestorben sind. Das könnte man theoretisch auch mit Permadeath kombinieren da sich der Schwierigkeitsgrad auf vielfältige Art und Weise anpassen lässt, aber ich würde persönlich niemanden zu raten. Schon weil es gegen Ende mehrere Gegner gibt die jede Runde Instant Death Skills raushauen die sich höchstens durch Verstummung oder Absorbierung ihrer MP vermeiden lassen. Einer von denen regeneriert allerdings jedes Mal MP wenn man ihn verletzt, von daher muss man sich da entweder zurückhalten oder genug Schaden machen bevor er die eigene Gruppe dezimiert. Man kann Charaktere zwar wiederbeleben, aber natürlich so lange wie der Instant Death Skill nicht die eigenen Heiler umbringt. Items gibt es zwar auch, und man muss die nicht mal kaufen, aber dafür sind sie arg begrenzt. Die lassen sich mittels Crafting zwar verbessern, aber selbst auf maximaler Stufe kann man pro Kampf nur zwei Charaktere wiederbeleben. Und das auch nur mit einem Bruchteil ihrer maximalen HP. Ist bei solchen Bossen also nicht so prickelnd. Und verglichen damit fand ich selbst den Endboss ganz angenehm.

    Von daher muss ich sagen dass Fell Seal zwar zumindest mit dem Gameplay überzeugen kann, aber es gibt einfach ein paar Design Entscheidungen die mir den Gesamteindruck vermiest haben. Und es gibt auch welche die rein logisch keinen Sinn ergeben. Wie Flächenzauber die über kleinere Höhenunterschiede nicht hinwegkommen obwohl jeder Gegner von einem separaten Zauber getroffen wird. Oder ein Sprung-Skill mit dem man bizarrerweise keine Abgründe runterspringen kann obwohl die Distanz niedriger wäre als die maximale Reichweite des Skills. Kann man also durchaus spielen wenn man sonst nichts weiter hat, aber storytechnisch sollte man nichts besonderes von erwarten. Sowas wie Stella Glow hat mir da persönlich besser gefallen. Mit Final Fantasy Tactics kann ich es aber nicht vergleichen da ich nur Tactics Advance gespielt habe. Und das auch nur bis ich irgendwann keine Lust mehr hatte.






    Gesamtwertung: 3,5 von 5 Punkten
    Geändert von ~Jack~ (23.05.2019 um 12:40 Uhr)

  16. #36
    Rein von den Trailer hatte mich das Spiel auch nicht so sonderlich angesprochen. Und dort wirkte das Spiel auch recht träge/langsam, was bei so einem Spiel auf Dauer ganz schön nervig werden kann. Gibt es denn Optionen um den Kampfablauf zu beschleunigen? Also Animationen abkürzen/auslassen, höhere Laufgeschwindigkeit etc. ?

  17. #37
    Zitat Zitat von Dnamei Beitrag anzeigen
    Gibt es denn Optionen um den Kampfablauf zu beschleunigen? Also Animationen abkürzen/auslassen, höhere Laufgeschwindigkeit etc. ?
    Ja, man kann sowohl die Laufgeschwindigkeit als auch die Animationen auf bis zu 200% beschleunigen. Hab ich dementsprechend auch schnell geändert, wenngleich ich die Angriffsanimationen nur auf 150% gestellt habe. Je nach Schwierigkeitseinstellung können sich die Kämpfe aber trotzdem ziehen, vor allem wenn man Gegner bekämpft die sich entweder gegenseitig wiederbeleben, oder die selber von den Toten auferstehen wenn man nicht genug Schaden anrichtet um den Wiederbelebungszustand zu unterbinden. Letzteres fand ich vor allem in einem Kampf nervig in dem ich lauter Zombies beschworen habe die eigentlich verhindern würden dass die Gegner sich wiederleben. Die haben allerdings so wenig Schaden gemacht und waren außerdem so oft dran, dass einer der Gegner sich ständig alleine wiederbeleben konnte.
    Geändert von ~Jack~ (10.06.2019 um 12:53 Uhr)

  18. #38
    Das sich das Spiel beschleunigen lässt hat schonmal was, aber das Wiederbeleben klingt echt furchtbar nervig. Bin eigentlich eher ein Freund davon, wenn man die Gegner permanent ausschaltet. Vielleicht kann auch mal Verstärkung auftauchen, aber dann immer begrenzt. Wenn das aber Fähigkeiten von Gegnern sind, kann das immer mal ausufern wenns blöd läuft. Wie dein Zombie Beispiel ja auch schön zeigt^^.

  19. #39
    Suikoden 2




    Spielzeit: 55h mit allen 108 Charakteren und dem besten Ending

    Bevor ich irgendwas zu dem Spiel sage muss ich mal erwähnen dass es echt ein Krampf war das Ding zu emulieren. Mit ePSXe hatte ich Tonausfälle im Sekundentakt, mit Retroarch war die Performance von Anfang an furchtbar, und bei Mednafen musste ich erst drei GUIs ausprobieren bin ich eins gefunden hatte bei dem mein Controller sowohl in den Einstellungen als auch im Spiel erkannt wurde. Danach liefs zwar eigentlich echt gut, aber ich durfte den Emulator nicht mehr ausmachen da ich ansonsten den PC neu starten musste bevor sich das Spiel ein zweites Mal starten ließ. Von daher konnte ich meinen Spielstand nicht importieren und habe somit meinen alten Helden nicht rekrutieren können. War also ein bisschen blöd, aber ohne Emulator hätte ich das auch nicht spielen wollen, aus Gründen die ich später noch erwähne.

    Zuerst will ich aber auf die Story zu sprechen kommen. Diese beginnt 3 Jahre nach dem ersten Teil und erzählt vom Krieg zwischen dem Königreich Highland und den Stadtstaaten von Jowston. Dieser ist zu Beginn des Spiels zwar eigentlich vorbei, es stellt sich aber schnell heraus das all das nur ein Täuschungsmanöver des Prinzen Luca Blight war um die Stadtstaaten hinterrücks zu überfallen. Dieses Täuschungsmanöver sorgt allerdings dafür dass sowohl der Protagonist als auch sein bester Freund Jowy, welche eigentlich für Highland kämpfen, beinahe das Zeitliche segnen. Und die Stelle fand ich von der Umsetzung her bereits ewas suboptimal.

    Sie ist von der Idee her zwar in Ordnung, aber dank der Flashbacks die man da zu sehen bekommt, und welche mit emotionaler Musik unterlegt wurden, wirkt es quasi so als ob einer von beiden als nächstes sterben würde. Das hat mich an der Stelle aber komplett kalt gelassen, weil ich kannte die Charaktere ja erst seit wenigen Minuten. Von daher wäre es vielleicht sinnvoller gewesen dieses Intro ein bisschen zu strecken. Schon damit man auch noch einen anderen Charaktere besser kennenlernen kann den man als Spieler eigentlich hassen sollte (auch wenn dessen Story leider im Sand verläuft und man nie dafür sorgen kann dass er bekommt was er verdient).

    Luca Blight ist dafür ein absolutes Monster da er selbst kleine Kinder mit eigenen Händen ermorden würde. Als vielschichtig kann ich ihn allerdings nicht bezeichnen. Es mag zwar Gründe für seinen Wahnsinn geben, die werden aber nur am Rande mal erwähnt, weswegen er im Endeffekt einfach nur böse ist um böse zu sein. Er lässt als Antagonist also ein bisschen zu wünschen übrig, aber töten will man ihn auf jeden Fall! Schon weil er im Laufe des Spiels einige Gräueltaten verübt und dementsprechend eine richtige Präsenz innerhalb der Story hat. Nicht so wie der Antagonist des Vorgängers, der im kompletten Spiel nur dreimal aufgetaucht ist.

    Die Story ist ansonsten aber eigentlich nicht schlecht. Sie leidet nur darunter dass sie unnötig in die Länge gezogen wurde. Das sorgt zwar für ein paar interessante Momente und führt außerdem dazu dass Luca Blight durch einen etwas interessanteren Gegenspieler ersetzt wird, aber die Erklärung die man am Ende aufgetischt bekommt fand ich persönlich eher unbefriedigend. Wie schon im Vorgänger wäre es außerdem toll gewesen wenn der Protagonist auch mal was sagen würde. Seine Beziehung zu Jowy, seiner Stiefschwester Nanami und einem kleinen Mädchen namens Pilika sind nämlich recht wichtig, aber deren Interaktionen sind dank der Stummheit des Protagonisten allesamt sehr einseitig, auch wenn man als Spieler ab und zu Dialogoptionen auswählen kann. Die Story hat aber zumindest den Vorteil dass sie nicht nur besser animiert ist als die des Vorgängers, sondern dass es auch mehrere computergenerierte Zwischensequenzen gibt um besonders wichtige Momente in Szene zu setzen. Mit Final Fantasy 7 – 9 können die zwar nicht mithalten, aber es zumindest ist besser als nichts.




    Das Gameplay wurde aber natürlich auch verbessert, wenngleich manche Änderungen ein bisschen fragwürdig sind. Das Kriegssystem erinnert hier nämlich an Fire Emblem, macht aber bei weitem nicht so viel Spaß. Fußsoldaten können sich pro Runde nämlich nur ein einziges Feld bewegen, wodurch es ohne Magier eine Weile dauern kann bis man überhaupt mal angreifen kann. Das lässt sich mit dem Automatik-Modus zwar ein bisschen abkürzen, ist aber trotzdem etwas nervig. Das Schere-Stein-Papier Prinzip des Vorgängers wurde außerdem komplett abgeschafft … und scheinbar mit kompletten Zufall ersetzt. Also, es gibt zwar Angriffs- und Verteidigungsboni, sowie diverse aktive und passive Skills, aber es scheint größtenteils vollkommen egal zu sein mit welcher Einheit man angreift, oder welche Charaktere man in welche Truppe packt (von Reitern mal abgesehen). Viele Angriffe gehen nämlich komplett daneben, was vor allem bei den limitierten Zaubern etwas frustrierend sein kann. Von daher ist es gegen Ende eigentlich am sinnvollsten mit Magiern oder Bogenschützen aus der Ferne anzugreifen bis die Gegner irgendwann umfallen.

    Es ist außerdem weiterhin nicht möglich seine Zauber innerhalb von Dungeons wieder aufzuladen (außer kurz vor dem Finale), weswegen ich die meisten Kämpfe automatisch habe austragen lassen, oder auf Kombo-Angriffe zurückgegriffen habe. Wenn ich aber doch mal zaubern musste, dann habe ich das Spiel stets im Turbomodus laufen lassen. Die Animationen sind zwar eigentlich ganz hübsch, vor allem die der mächtigsten Zauber, sie dauern mir persönlich aber viel zu lange, was vor allem bei Bosskämpfen etwas nervig ist. Da kann auch der Soundtrack nicht drüber hinweghelfen, welcher genau wie im Vorgänger absolut generisch ist und höchstens ein handvoll einprägsamer Songs besitzt, wie Reminiscence. Die Kampfmusik gehört aber nicht dazu, egal ob es sich um normale Kämpfe, Bosskämpfe oder den finalen Boss handelt.

    Ich habe außerdem das Gefühl, dass ich verglichen mit dem ersten Teil bei mehr Charakteren nachschauen musste wie ich diese rekrutiere. Man kann zwar einen Detektiv anheuern um die Bedingung eines jeden Charakters in Erfahrung zu bringen, der braucht für jede Untersuchung aber 10 Minuten, weswegen ich die nur sehr langsam abgearbeitet habe. Manche seiner Aussagen sind aber komplett nutzlos, zumal es mehrere Charaktere gibt bei denen er quasi nur sagt dass diese Stärke wertschätzen und man dementsprechend zeigen soll wie stark man ist. Das bringt aber vor allem deswegen nichts da die meisten dieser Charaktere erst dann rekrutiert werden können wenn man bereits eine bestimmte Menge an Charakteren angeheuert hat.

    Das ist vor allem bei den Charakteren nervig für die man extra in ein Dungeon zurückkehren muss. Oder bei denen für die man erst mal ein verstecktes Dorf in einem Wald ausfinding machen muss. Dieser führt außerdem zur einzigen Stadt im Spiel zu der man sich nicht teleportieren kann, was vor allem deswegen nervig ist weil dort ein Händler wohnt bei dem man erst eine bestimmte Menge an Geld erwirtschaften muss bevor er sich einem anschließt. Das ist allerdings kein Händler bei dem man irgendwelche x-beliebigen Gegenstände verkaufen kann, sondern einer der nur bestimmte Tauschgegenstände aus ähnlichen Geschäften annimmt. Man sollte die entsprechenden Gegenstände also idealerweise schon besitzen bevor man versucht diesen anzuheuern damit man den Wald nicht mehrfach durchqueren muss. Ist aufgrund des limitierten Inventars aber nicht so einfach, auch wenn es im Gegensatz zum Vorgänger endlich ein Gruppeninventar gibt und die Charaktere nur noch ihre Ausrüstung + 3 Accessoires/Heilgegenstände/Schriftrollen mit sich tragen.

    Es gibt außerdem einen Charakter den man entweder sehr früh rekrutieren kann indem man einen bestimmten Baum (den ich nie gesehen habe) ein paar Mal anschaut, oder indem man sehr viel später an einer bestimmten Stelle auf der Weltkarte herumrennt (oder schlichtweg still stehen bleibt) bis er plötzlich in der Gruppe erscheint. Das selbe Gimmick kommt außerdem bei vier weiteren Charakteren zum Einsatz die aber glücklicherweise nicht zu den 108 Stars of Destiny gehören. Kann man von daher auch ignorieren. Erst recht wenn man ohne Emulator spielt. Ich habe die nämlich nur gefunden weil ich den Emulator im Hintergrund im Turbomodus habe laufen lassen, was sicherlich einige Stunden in Echtzeit abgedeckt hätte.

    Wenn man das beste Ende kriegen will, dann reicht es außerdem nicht alle 108 Charaktere zu rekrutieren. Stattdessen muss ein bestimmter Charaktere einen Verteidigungswert von mindestens 121 erreichen, was mir persönlich erst in dem Dungeon gelungen ist in dem dieser Wert abgefragt wird. Und das auch nur weil ich noch ein paar Ausrüstungsgegenstände gefunden und 3 oder 4 Level gegrindet habe. Solche Spielzeitstreckung hätte nach dem Sammeln aller Charaktere aber echt nicht sein müssen.

    Ansonsten gibt es aber nicht soviel zu sagen. Rätsel gibt weitherin so gut wie keine, und wenn man doch mal drüber stolpert sind die allesamt sehr einfach. Und obwohl es bereits im ersten Teil total bescheuert war dass man ein Würfelspiel gewinnen muss um mit der Story fortfahren zu können wurde das auch hier für genau den selben Zweck recycelt. Beim ersten Spiel habe ich zwar direkt gewonnen, aber beim zweiten durfte ich wieder ewig mit Turbo rumprobieren bis ich die benötigte Summe endlich gewonnen hatte. Es gibt außerdem noch viele andere Minispiele mit denen man sich beschäftigen kann, aber wirklich interesant fand ich die jetzt nicht.

    Im Endeffekt würde ich also sagen dass Suikoden 2 seinen Vorgänger zwar in gewisser Weise übertrifft, aber die Story leidet weiterhin darunter dass der Protagonist nie was sagt, das Gameplay ist ingesamt nur okay, den Soundtrack kann man vergessen, und dank der Masse an Charakteren gibt es insgesamt nur wenige die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Kann man also durchaus spielen, aber für die Playstation gab es eindeutig bessere JRPGs.




    Gesamtwertung: 3 von 5 Punkten

  20. #40
    Du findest die Musik der beiden Spiele generisch? Finde eigentlich, dass sie recht viele Alleinstellungsmerkmale haben. (Suikoden II hab ich nur kurz gespielt, also bezieht sich mein Urteil eher auf den ersten Teil.) Miki Higashino hat imo recht viele Stücke mit einem starken ethnischen Klang geschrieben, die man so in anderen RPGs eigentlich kaum findet.

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