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Ergebnis 1 bis 15 von 15
  1. #1

    Jacks JRPG, WRPG und Etc Challenge 2019 - Kingdom Hearts: Birth by Sleep [4,5/12]

    Ich habe mein Lufia 2 Review für die letzte Challenge zwar noch immer nicht fertig gemacht, aber ich kann ja trotzdem mal einen neuen Thread aufmachen Und diesmal gibt es noch ein bisschen mehr Abwechslung was die japanischen Spiele angeht, auch wenn alles was hier aufgelistet ist nur eine generelle Vorauswahl und nicht unbedingt meine endgültige Entscheidung ist. Das einzige was ich auf jeden Fall beenden werde ist das Ace Attorney Fangame, weil ich da schon 3 von 5 Fällen durchgespielt habe. Und ich hätte an sich auch noch mehr dieser Fangames hier rumliegen die eventuell gut sein sollen. Also mal schauen. Meine Reviews werde ich aber vermutlich auf einen generellen Gesamteindruck beschränken anstatt auf Story und Gameplay separat einzugehen. Dann dürfte ich zumindest genug Motivation für all das haben.



    Liste eventueller Spiele


    Steam





    *Mir ist bewusst, dass sich Princess Maker 2 dank JRPG Gameplay besser für die Challenge eignen würde. Problem ist nur: ich habe das vor Jahren schon gespielt. Das selbe gilt zwar für The Banner Saga, aber da kenne ich die Sequels noch nicht.



    Nintendo 3DS





    Und was sich sonst noch so auftreiben lässt



    Extraregel: Bei Emulation ist alles erlaubt! Savestates, Turbo, was auch immer das Spiel angenehmer macht!
    Geändert von ~Jack~ (11.02.2019 um 06:24 Uhr)

  2. #2
    Ich bin mal mega gespannt auf deine Meinung zu Banner Saga 1-3!

    Patch 1.1.4 in Arbeit...!

  3. #3
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    Ich bin mal mega gespannt auf deine Meinung zu Banner Saga 1-3!
    Nicht nur du.
    Muss den Dritten selber noch beenden. Mal sehen, wann das klappt . da hat mich Winy massiv überholt

    Muss gestehen, dass die Hauptliste für mich bis auf die Drei Titel komplett unbekannt ist.

    dies Irae? Fairy fencer F? Ist sowas nen Blick wert?


    Es ist gelogen, dass Videogames Kids beeinflussen. Hätte Pacman das getan, würden wir heute durch dunkle Räume irren, Pillen fressen und elektronische Musik hören.

    ...Momentchen

  4. #4
    Zitat Zitat von one-cool Beitrag anzeigen
    dies Irae? Fairy fencer F? Ist sowas nen Blick wert?
    Bei Fairy Fencer würden einige aufgrund der Entwickler scheinbar sagen, dass es nicht der Fall ist. Ich habe von denen aber noch nie was gespielt, also mal schauen Und Dies Irae ist eine Visual Novel die scheinbar sehr gut sein soll. Wobei ich mit solchen Titeln in den letzten Jahren irgendwie mehr Pech hatte als mich diesen Meinungen tatsächlich anschließen zu können. Also kann nur schief gehen Mir ist aber zwischendurch eingefallen, dass ich ja DMC5 vorbestellt habe. Das sollte also zumindest ein Spiel sein, dass mich hoffentlich nicht enttäuscht!

  5. #5

    [JRPG-Challenge '19] Bringer of Calamity
    stars_mod
    Ich hab das ja auch noch rumliegen (bzw. in der Steam-Bibliothek) und werd's wohl in meine JRPG-Challenge '19 aufnehmen. Bin auch schon gespannt, was du dazu sagst!

    Aktuell: [#4] - Kingdom Hearts - Dream Drop Distance / [#5] - Etrian Odyssey Nexus


  6. #6
    Persona 5: Dancing in Starlight




    Spielzeit: 13 Stunden und 16 Minuten

    Wie durchgespielt: Ich habe alle Songs und die 8 Zwischensequenzen eines jeden Charakters freigeschaltet und schlussendlich die Credits gesehen.

    Da dieses Spiel keine RPG-Elemente besitzt und die Charaktergespräche allesamt zu dürftig sind als dass ich es als waschechte Visual Novel bezeichnen könnte, trägt dieses Spiel nur einen halben Punkt zu meiner Challenge bei.

    Dancing in Starlight ist ein Rhythm Game das als Nachfolger zu Persona 5 fungiert und sich quasi wie eine Erweiterung zu Persona 4: Dancing All Night spielt da das Gameplay beinahe identisch ist. Im Gegensatz zum Vorgänger gibt es aber leider keinen Story-Modus. Stattdessen wird die Gruppe einfach nur innerhalb eines Traums in den Velvet Room gerufen um mithilfe ihrer Tanzkünste zu beweisen wer der ehrwürdigste Gast von allen ist. Dabei messen sie sich theoretisch zwar mit dem Cast von Persona 3, die ja auch ihr eigenes Rhythm Game bekommen haben, aber praktisch bekommt man davon leider nichts mit. Hatte mir eigentlich erhofft, dass es zumindest einen finalen Tanz geben würde in dem sie tatsächlich gegeneinander antreten, aber Pustekuchen. Und als Ersatz für den Story-Modus gibt es für jeden Charakter nur 8 Zwischensequenzen die sich mithilfe verschiedenster Bedingungen freischalten lassen, wie zum Beispiel sehr viele unterschiedliche Accessoires zu tragen, was auch der einzige Grund ist warum sich die Komplettierung des Spiels noch bis ins neue Jahr gezogen hat.

    Ansonsten lässt sich das meiste aber ganz gut ohne Grinding erspielen solange man die meisten Songs auf allen vier Stufen durchspielt. Wirklich ersetzen können diese Sequenzen den Story-Modus aber nicht. Ist alles ganz nett wenn man die Charaktere aus Persona 5 mag, aber es gibt halt keinerlei Infos oder Charakterentwicklungen die irgendwie essenziell wären. Zumal das ganze halt nur ein Traum ist den sie am Ende vergessen werden, weswegen sie vermutlich nur unterbewusst ihre Tanzfähigkeiten behalten, oder so. Gameplay-mäßig ist das Spiel ansonsten aber ganz unterhaltsam und hat zumindest mit DLCs auch eine ordentliche Songauswahl zu bieten. Auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad waren mir viele zwar zu schwer, aber es gibt neben negativer Modifikatoren auch wieder positive die sich freischalten lassen, wie zum Beispiel dass jede beliebige Taste gedrückt werden kann um im Rhythmus zu bleiben. Senkt aber natürlich den Punktestand am Ende eines Songs.

    Wer Rhythm Games mag, der kann also durchaus zugreifen. Aber wer Dancing All Night noch nicht gespielt hat, dem würde ich das zuerst ans Herz legen. Weil mit Story-Modus ist das ganze einfach viel interessanter als mit dieser billigen Ausrede die hier und sicherlich auch in der Persona 3 Fassung geboten wird. Kann dementsprechend auch gar nicht so schwer gewesen sein die Spiele zu entwickeln. Das Gameplay wurde immerhin fast 1:1 kopiert und nur um kleinere Features erweitert, wie die Möglichkeit sich später im Raum eines jeden Charakters umzuschauen um dadurch auch noch ein bisschen was freizuschalten.






    Gesamtwertung: 4 von 5 Punkten
    Geändert von ~Jack~ (12.01.2019 um 01:47 Uhr)

  7. #7
    Ich weiß ja nicht.
    Kann mit diesen ganzen Persona Spin-Offs nichts anfangen.
    Bereits das Zusatzkapitel The Answer und die Szenen nach Persona 4 konnten mich damals nicht 100%ig überzeugen und als dann Atlus den Fanservice bedient hat, habe ich mich bloß an Persona Q und Persona 4 Arena versucht.
    Beide Spiele innerhalb kürzester Zeit abgebrochen und alle merkwürdigen Dancing-Spiele ignoriert.
    Für mich ein Rückschritt einer bis 2008 erfolgreich wiederbelebten Reihe, die ihren düsteren Touch immer weiter verliert.
    Hauptsache alles wird immer greller, bunter und süßer.
    Now: Resident Evil 2 Remake / Done: Onimusha: Warlords
    Now: Batman Staffel 1 & Doctor Who Staffel 11 / Done: Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt
    Now: Die DC Comics Enzyklopädie / Done: -

    Neu: Kingdom Hearts 3 - Ein Kindergeburtstag ohne Ende? | Info: März-Challenge 2019: Into the Space

  8. #8
    Die andern Spinoffs habe ich alle nicht gespielt, aber Dancing All Night hat sich für mich nicht wirklich anders angefühlt als das Hautspiel. Klar, dass die Charaktere tanzen müssen anstatt einfach nur ihre Personas einzusetzen wirkt ein bisschen erzwungen, ansonsten hätte das aber problemlos ein weiteres Dungeon von Persona 4 sein können. Immerhin geht es darum einer Idol Gruppe zu helfen die in eine andere Welt gesaugt wird und jeweils mit einem Aspekt ihrer Persönlichkeit konfrontiert werden. Der Ablauf dieser Story ist zwar extrem repetitiv (Schatten bekämpfen - Idol treffen - Schatten bekämpfen - Idol nochmal treffen - Boss bekämpfen), aber immer noch interessanter als nur ab und zu mit den Charaktere reden zu können. Und da es sich hier zeitlich um den letzten Teil mit dem Cast von Persona 4 handelt, ist es imo ein netter Abschied von der Gruppe. Muss man sicherlich nicht spielen, aber ich habs zumindest nicht bereut.

  9. #9
    Phoenix Wright: Ace Attorney: Conflict of Interest




    Spielzeit: Keine Ahnung, aber für die ersten beiden Fälle habe ich circa 8 Stunden gebraucht, und danach kamen noch drei weitere. Es ist also recht lang.

    Conflict of Interest ist ein Fangame das als Sequel zu Apollo Justice fungiert, wenngleich Apollo selbst nur eine unbedeutende Nebenrolle einnimmt. Dafür wird allerdings auf Story-Elemente nochmal eingegangen die in den offiziellen Nachfolgern nie wieder eine Rolle gespielt haben. So ist der gegnerische Staatsanwalt zum Beispiel felsenfest davon überzeugt dass Phoenix trotz der Enthüllungen in Apollo Justice tatsächlich Beweise gefälscht hat und nur deswegen die ganzen zuvor ungeschlagenen Staatsanwälte bezwingen konnte. Der Entwickler hat außerdem tatsächlich daran gedacht das Geschworenen System zu verwenden, was offiziell ja nie wieder zur Anwendung kam obwohl es keinerlei Erklärung für gab. Mag insgesamt keinen großen Unterschied machen, ist aber trotzdem ganz nett. Davon abgesehen könnte es sich eigentlich ganz gut in die restliche Reihe eingliedern, wenn da nicht die Tatsache wäre, dass Pearl Fey in dieser Kontinuität vor einigen Jahren entführt wurde und zu Beginn der Story weiterhin als verschollen gilt. Wird später natürlich nochmal aufgegriffen, aber vorher gilt es erst mal einige andere Fälle zu lösen die alle irgendwie mit dem Rivales Verbrecher-Syndikat in Verbindung stehen.

    Gameplaytechnisch gibt es dabei keinerlei Features die man nicht schon aus den offiziellen Teilen kennen würde. Manche von denen funktionieren allerdings nicht so gut wie in ihren Vorbildern, was zum Beispiel die Suche nach Fingerabdrücken erschwert. Und die Magatama Animationen (also die Ketten die dabei erscheinen) sind einfach mal nicht vorhanden obwohl trotzdem die entsprechenden Soundeffekte abgespielt werden. Davon abgesehen sorgt diese PyWright Engine aber für ein authentisches Ace Attorney Spielgefühl, zumal das Gameplay wie in den Vorbildern auf zwei Bildschirme gesplittet wurde. Mich stört allerdings die Tatsache, dass der Schwierigkeitsgrad vermutlich höher ist als in allen offiziellen Teilen. Und das nicht nur weil ich manchmal absolut keinen Plan hatte welchen Beweis ich wo zeigen muss, sondern weil es auch ein paar Stellen gibt die alles andere als intuitiv sind. Wie solche wo man die selben Aussagen mehrfach in Folge in Frage stellen muss, oder mehrmals hintereinander falsche Beweise vorzeigen muss. Oder die Stelle wo die einzige Möglichkeit zu "gewinnen" darin besteht zu verlieren. War teilweise also extrem frustrierend und wurde nur dadurch ein bisschen ausgeglichen, dass der Entwickler so nett war für jeden Fall eine Komplettlösung beizulegen. Beim letzten hört die Lösung nach dem letzten großen Twist allerdings auf, weswegen es trotzdem ein paar Stellen gab wo ich einfach alles überall durchprobiert habe bis es endlich weiter ging. Das hätte also noch ein bisschen offensichtlicher gestaltet werden können.

    Storytechnisch ist das Spiel dafür ganz gut. Mag nicht unbedingt auf dem selben Level sein wie das beste was Ace Attorney zu bieten hat, aber es hat mir auf jeden Fall sehr viel besser gefallen als Justice For All. Und beim letzten Fall hatte ich lange Zeit echt keine Ahnung wer denn jetzt der Täter ist, selbst als es extrem offensichtlich zu sein schien. Zwischendrin gibt es allerdings einen Fall der sich viel zu sehr wie ein Fangame angefühlt hat. Da ging es nämlich um das Internet und einen Phoenix Wright Fanclub, und einer der Zeugen war einfach mal der größte Troll ever (und hatte dazu auch noch Loituma - Ievan Polkka als Theme Song). Die zweite Hälfte wurde zwar plötzlich sehr viel ernster, aber das hätte eindeutig besser gehandhabt werden können. Danach kam allerdings ein Fall der sich mit dem Fey Clan beschäftigt hat und somit einige Verbindungen zur ursprünglichen Trilogie aufgebaut hat. War echt gut gemacht und hätte bis auf einen bestimmten Aspekt auch wunderbar als offizielle Fortsetzung dieser Geschiche fungieren können. Der Gesamteindruck ist also auch hier ein bisschen durchwachsen, aber durchaus positiver als beim Gameplay.

    Von daher muss ich nur noch auf den Soundtrack und die Grafik eingehen. Letztere lässt vor allem Anfangs arg zu wünschen übrig (wo es zum Beispiel ein Artwork gibt in dem die Charaktere klobige und überdimensioniert Hände haben), aber etwas anderes sollte man von einem Fangame auch nicht unbedingt erwarten. Das wird im Laufe der Zeit aber wesentlich besser, wenngleich es immer noch kleinere Probleme gibt, wie einen kleinen Charakter-Sprite im Gerichtssaal der nicht wirklich zum Artwork des Charakters passt. Der Soundtrack weiß da schon wesentlich mehr zu überzeugen, auch wenn es scheinbar keinen einzigen Song gibt der extra für das Spiel komponiert wurde. Stattdessen hat sich der Entwickler an anderen Spielen und ein paar frei verfügbaren Quellen bedient, wo er zum Beispiel diesen coolen Song auftreiben konnte.

    Wer die Ace Attorney Reihe mag und wie ich momentan keinen offiziellen Ableger mehr übrig hat (da die Fanübersetzung der ersten vier Fälle von Dai Gyakuten Saiban per Emulator leider nicht so gut läuft), der kann also durchaus einen Blick riskieren. Und es wird vermutlich nicht das einzige Fangame bleiben, das ich mir anschauen werde. Die nächsten werden aber sicher ein paar Monate auf sich warten lassen. Und vielleicht sieht es bis dahin mit dem emulieren ja ein bisschen besser aus, wenngleich ich vermutlich warten sollte bis Dai Gyakuten Saiban komplett übersetzt wurde.






    Gesamtwertung: 3,5 von 5 Punkten
    Geändert von ~Jack~ (12.01.2019 um 01:48 Uhr)

  10. #10
    Tokyo Dark




    Spielzeit: 5 - 6 Stunden, mit mehreren Endings die ich mir allerdings per Sicherheitskopie meines Savegame Ordners ercheatet habe

    Tokyo Dark ist eine Mischung aus Visual Novel und sidescrollendem Adventure in dem man in die Rolle einer Polizistin schlüpft die auf den Spuren eines mysteriösen Mädchens wandelt das selbst der Tod nicht aufzuhalten scheint. Deren erstes Zusammentreffen hat außerdem dafür gesorgt, dass die Psyche der Protagonistin arg angeschlagen ist, weswegen sie ständig Pillen zu sich nehmen muss um nicht von den Wahnvorstellungen übermannt zu werden die sie tagtäglich heimsuchen. Das klingt allerdings interessanter als es es tatsächlich ist. Weil ab und zu hat sie zwar tatsächlich Visionen, diese halten sich trotz der kurzen Spielzeit aber arg in Grenzen. Dementsprechend würde ich das Spielerlebnis höchstens als atmosphärisch, aber nicht als gruselig bezeichnen.

    Zumal es ein paar Stellen gibt an denen die Atmosphäre komplett auf den Kopf gestellt wird und man plötzlich süße und lustige Szenen zu sehen bekommt. Allen voran in einem Maid Café mit Katzenthema (wo natürlich lauter Wortspiele zum Einsatz kommen) ... und einem Katzencafé das sich nur ein paar Schritte entfernt befindet. Ein durchgehend ernsteres Erlebnis hätte mir vermutlich besser gefallen und mich für längere Zeit an den Bildschirm fesseln können. Eine bessere Story hätte aber auch geholfen. Sie ist zwar nicht schlecht und auch nicht langweilig, aber dafür auch nichts besonderes. Und es gibt leider keinen einzigen Moment den ich irgendwie als Highlight betrachten würde. Nicht einmal die Endings, welche insgesamt recht unspektakulär und auch allesamt sehr kurz sind.

    Für ein Adventure hat es in Sachen Gameplay außerdem nicht besonders viel zu bieten. Man läuft eigentlich nur ein bisschen durch die Gegend, redet mit allen Leuten die man finden kann, löst an einer einzigen Stelle etwas das ich tatsächlich als Rätsel bezeichnen würde, und ab und zu darf man Entscheidungen treffen die die Statuswerte beeinflussen (wie die geistige Gesundheit oder die Professionalität). Keine Ahnung ob letzteres irgendwelche weitreichenden Folgen haben kann, aber es dürfte zumindest für ein paar Endings von Bedeutung sein. Dank New Game+ mit Vorspul-Funtion und Speichermenü (beim ersten Mal hat man nur einen einzigen Slot) könnte ich zwar noch ein bisschen herumexperimentieren, aber dafür hat mir das Spiel einfach nicht genug gefallen. Wäre ansonsten aber durchaus ein nützliches Feature um noch die restlichen Achievements freizuschalten, wo ein Durchgang nicht mal für die Hälfte reicht.

    Tokyo Dark kann man also durchaus spielen, aber ich hatte mir irgendwie mehr erhofft. Zumal ich schon Indie Horror Adventures gespielt habe die atmosphärisch mehr zu bieten hatten obwohl sie objektiv schlechter aussehen.





    Gesamtwertung: 3,5 von 5 Punkten
    Geändert von ~Jack~ (12.01.2019 um 02:22 Uhr)

  11. #11
    Kann dem Grundton von Dir ziemlich zustimmen. Es ist eines dieser "neuen" Advneture Games, bei denen man die Spieler nicht sonderlich überfordern will und daher die Rätsel lokal stark begrenzt. So weiß man ja in der Einkaufspassage, dass man prinzipiell mehrere "Schlösser" öffnen muss um das zu schaffen - und wenn man mal wo anders hin soll, dann wird man ziemlich stark darauf verwiesen. Läuft im Prinzip sehr automatisiert ab.

    Bei den Statuswerten kriegt man höchstens ein glorifiziertes Game Over. Hatte sie z.B. mal ihre Pillen lange nehmen lassen, das war nicht so gut. Wobei das auch ohen die Statuswerte funktioniert hätte. Zumindest war das mein Eindruck, vielleicht war das auch komplett geskriptet und wäre ohnehin passiert - das kann man bei Games dieser Art immer recht schwer sagen. Also, wenn das Game so tut, als wären die Stats enorm wichtig, aber am Ende haben sie wenig Auswirkungen. Erinnert mich da ein wenig an Until Dawn, was im Hintergrund so nen komplexen Beziehungsgraphen hat, der aber soweit ich das sehe vollständig Fluff ist.

    Frage mich bei solchen Sachen immer, ob die Entwickler damit am Anfang Großes vorhaben, ihnen aber irgendwann auffällt, dass a) das die Komplexität zu sehr in die Höhe treibt und b) die meisten Spieler davon eh total verwirrt sind. Oder, ob es von Anfang an als Fluff entwickelt wird, der einfach nur "Immersion" erzeugen soll (dem Spieler numerisch visualisiert wird, dass die Aktion gerade die Beziehung gerettet hat, o.Ä.). Letzteres ist auch in Ordnung, z.B. lässt es dem Spieler dann eher die Möglichkeit zu roleplayen ohne Angst zu haben, damit die gesamte Story zu zerstören. So kann man beispielsweise total straight spielen, oder sie als ziemlich neurotisch (fands echt cool, dass man Reaktionen kriegt, wenn man die Personen immer wieder das gleiche fragt - zumindest am Anfang) und unprofessionell (Alkohol, Erpressungsbilder) spielen. Aber man wird dann immer enttäuscht, wenn sich herausstellt, dass die Aktionen eigentlich keine *wirklichen* Auswirkungen haben.

    Zur Atmosphäre: Kleine Auflockerungspassagen finde ich in der Regel in Ordnung, aber das Katzencafe war ne Ecke zu viel. Wobei ich zu dem Zeitpunkt eh von keinem harten Horror mehr ausgegangen war *g*
    Mir hätte es auch besser gefallen, hätten sie sich stärker auf Horror fokussiert - aber das war wohl gar nicht der Plan? Dabei hat der Anfang einige ziemlich effiziente Suspense-Momente (U-Bahn, Lagerhaus, Kanalisation, generell die Atmosphäre der Location). Und auch die Szene in der Vergangenheit, bei der man nur auf das Mädchen schießen konnte, egal, was man tut, war recht effizient.
    Erinnert mich irgendwie an Corpse Party, was ich auch nur als seichten Horror ansehe und auch ab und zu in der Atmosphäre gebrochen wird (auch wenn da nicht ansatzweise so hart wie hier). Gute Varianten davon wären aus meiner Sicht Lone Survivor und Detention.

    Ansonsten war für mich der wahre Aufhänger die Story, mit dem obigen wäre ich noch klargekommen. Aber dass es mal wieder eine Zeitreise / Parallelweltel / "irgendwie hab ich das doch schon mal erlebt..."? Geschichte ist hat bei mir komplett den Druck rausgenommen. Hier besonders kritisch, weil das Spiel ja den Eindruck erzeugen will, dass die Entscheidungen relevant sind - was sie aber in einer Story dieser Art grundlegend *nicht* sind, da man sie in universe immer wiederholen kann. Sehr großer Fehler, und das Game hätte das doch nicht mal nötig gehabt, denn es gibt doch genug faszinierendes an einer Anime Detektivstory um einen mysteriösen und paranormalen Mord. Kann mir das auch nur dadurch erklären, weils in den letzten Jahren ja in Mode gekommen ist, Gameplayfeatures wie speichern, laden und neu starten innerhalb der Geschichte zu kontextualisieren.

    Mein verbleibender Eindruck zu dem Game war der, dass es sehr charmant ist, aber am Ende auch ein wenig aufgebläht. Einige Momente bleiben mir sicherlich in Erinnerung, wie die Erpressung von dem einen Typen, die in einem NSFW Bild von ihm resultiert oder die Tatsache, dass das Game unheimlich süße Katzen hat.......
    Und ja, das Spiel hat den Tag "Horror" auf Steam
    Geändert von Sylverthas (12.01.2019 um 17:43 Uhr)

  12. #12
    Zitat Zitat von Sylverthas Beitrag anzeigen
    Ansonsten war für mich der wahre Aufhänger die Story, mit dem obigen wäre ich noch klargekommen. Aber dass es mal wieder eine Zeitreise / Parallelweltel / "irgendwie hab ich das doch schon mal erlebt..."? Geschichte ist hat bei mir komplett den Druck rausgenommen. Hier besonders kritisch, weil das Spiel ja den Eindruck erzeugen will, dass die Entscheidungen relevant sind - was sie aber in einer Story dieser Art grundlegend *nicht* sind, da man sie in universe immer wiederholen kann. Sehr großer Fehler, und das Game hätte das doch nicht mal nötig gehabt, denn es gibt doch genug faszinierendes an einer Anime Detektivstory um einen mysteriösen und paranormalen Mord. Kann mir das auch nur dadurch erklären, weils in den letzten Jahren ja in Mode gekommen ist, Gameplayfeatures wie speichern, laden und neu starten innerhalb der Geschichte zu kontextualisieren.
    Dieser Aspekt der Story war mir zumindest vollkommen egal. Nicht nur weil man das Spiel ja erst mal beenden muss bevor das überhaupt zum Vorschein kommt, sondern weil es im Gegensatz zu sowas wie der Zero Escape Reihe auch keinen wirklichen Anreiz gibt das Spiel noch ein zweites Mal zu spielen (außer man will unbedingt die ganzen unterschiedlichen Heransgehensweisen ausprobieren, aber das macht ja scheinbar keinen großen Unterschied). Klar, ein paar der Endings sind alles andere als zufriedenstellend, aber dann gibt es auch welche die die Story auf ordentliche Weise zuende bringen ohne dass noch irgendwelche wichtigen Fragen offenbleiben. Von daher sehe ich keinen Grund jetzt noch das eine Ending zu erspielen bei dem diese letzte Sequenz nicht gespielt wird. Ich habs mir aber gerade mal angeschaut ... und das hätte sich echt nicht gelohnt. Das meiste was dort gezeigt wird kannte ich ja eh schon, und den Rest kann man nun wirklich nicht als Happy End bezeichnen. Es ist halt einfach nur ein weiteres Ende das ich den guten Endings die ich bereits kenne in keinster Weise vorziehen würde.

    Zitat Zitat von Sylverthas
    Erinnert mich irgendwie an Corpse Party, was ich auch nur als seichten Horror ansehe und auch ab und zu in der Atmosphäre gebrochen wird (auch wenn da nicht ansatzweise so hart wie hier). Gute Varianten davon wären aus meiner Sicht Lone Survivor und Detention.
    Detention habe ich auch noch in meiner Steam Bibliothek rumliegen. Werd ich mir vermutlich dieses Jahr ebenfalls noch anschauen.
    Lone Survivor konnte mich dafür nicht vollends überzeugen. Das macht atmosphärisch zwar eigentlich alles richtig, aber die Menge an Gegnern hat mich irgendwann einfach nur genervt, weswegen ich das auch kein zweites Mal würde spielen wollen.
    Ansonsten bin ich aber gespannt auf Lorelei, das zweite "Sequel" zu The Cat Lady. Die Reihe hat zwar offensichtliche Probleme, wie die teilweise sehr dürftige Sprachausgabe, atmosphärisch weiß sie aber durchaus zu überzeugen.
    Geändert von ~Jack~ (12.01.2019 um 14:27 Uhr)

  13. #13
    Zitat Zitat von ~Jack~ Beitrag anzeigen
    Dieser Aspekt der Story war mir zumindest vollkommen egal. Nicht nur weil man das Spiel ja erst mal beenden muss bevor das überhaupt zum Vorschein kommt
    OK, dann beantwortet das durchaus die Frage, ob ich ein glorifiziertes Game Over durch Tablettenmissbrauch bekommen habe

    Btw. wenn man sowas macht wird man mit diesen Elementen schon früher konfrontiert. Z.B. werden schnell Sachen eingeworfen wie "das hier kommt mir so bekannt vor" und gerade im Haus mit der Maske wird das Gespräch sehr ausschweifend darüber, dass das schon mal passiert sei, etc. Aber spätestens, wenn man mit dem Time Lord da im Keller spricht wird einem klar, was das Szenario hier *wirklich* ist. Außer, das Gespräch ändert sich auch, wenn man bis dahin noch kein "Game Over" hatte? Naja, in jedem Fall hatte ich so schon vor meinem ersten Ende nen sehr klaren Eindruck davon, was für ne Story "hinter" dem Ganzen stecken soll und das fand ich dann schon störender, weil es anders als bei Zero Escapeeinfach kein zentrales Element war und ohne wunderbar funktioniert hätte.

    Cat Lady war mir ein wenig zu abgefucked um es richtig als Horror anzusehen. Also das war schon irgendwie zu abstrakt, ist aber durchaus ein sehr interessantes Spiel. Detention hat ja ne ähnliche Optik, sieht aber insgesamt "hübscher" aus. Lorelei muss ich mir auch noch mal geben!

  14. #14
    Mage's Initiation: Reign of the Elements




    Spielzeit: 10+ Stunden, zumindest wenn man die teilweise sehr umfangreichen Gespräche durchlaufen lässt. Und dank vier Magierklassen kann man es auch viermal durchspielen.

    Mage's Initiation: Reign of the Elements ist ein Adventure Rollenspiel im Stile von Quest for Glory. Ich werde hier allerdings nicht groß was drüber schreiben, da ich dank Review Fassung bereits ein längeres Review verfasst habe. Ich kann aber zumindest sagen, dass hier durchaus ordentliche Adventure Kost geboten wird, auch wenn weder das Gameplay noch die Story irgendwas innovatives zu bieten haben. Geht halt einfach nur um einen Magierschüler der drei Prüfungen bestehen muss, während sich im nahegelegenen Dorf irgendwas zusammenbraut. Dank gelungener Sprachausgabe, hübscher Pixelgrafik und ordentlichen Rätseln kann man sich das aber durchaus anschauen. Das Echtzeit-Kampfsystem finde ich aber leider arg misslungen. Bei mehreren Gegnern ist es nämlich zu hektisch, und bei einzelnen Gegnern reicht es meistens wenn man die ganze Zeit nur den schwächsten Angriff spammt (und den Gegner eventuell mal verlangsamt). Schon weil sich die ganzen anderen Zauber nur dann effektiv einsetzen lassen, wenn man ständig Mana-Tränke schluckt. Stattdessen das Magie-Attribut zu steigern bringt nämlich nicht sonderlich viel, weil man dann auf Schaden oder Treffsicherheit verzichten müsste. Ist ein bisschen schade, zumal die Entwickler mit ihrem Quest for Glory 2 Remake schon ein besseres Kampfsystem designt hatten, man kann aber zumindest den Schwierigkeitsgrad senken um das etwas angenehmer zu gestalten. Und vielleicht lernen die Entwickler ja draus und designen im scheinbar bereits angedachten Sequel ein besser durchdachtes Kampfsystem.






    Gesamtwertung: 4 von 5 Punkten
    Geändert von ~Jack~ (30.01.2019 um 18:27 Uhr)

  15. #15
    Kingdom Hearts: Birth by Sleep Final Mix




    Spielzeit: 35:32h auf Proud, inklusive der Secret Episode, aber ohne die ganzen optionalen Bosse.

    Birth by Sleep ist ein Prequel zum Rest der Serie (von Kingdom Hearts χ/Unchained χ mal abgesehen) in dem drei angehende Schlüsselschwertmeister versuchen den mysteriösen Unversed Einhalt zu gebieten und gleichzeitig den verschollenen Meister Xehanort aufzutreiben. Bevor es soweit ist, müssen Terra und Aqua aber erst mal ihren Mark of Mastery Test bestreiten um als vollwertige Schlüsselschwertmeister anerkannt zu werden. Und das ist auch schon die erste Stelle die mich persönlich etwas gestört hat. Weil auf sich allein gestellt wäre dieser Test einfach nur langweilig, da sie schlussendlich nichts weiter machen müssen als ein paar leuchtende Kugeln wegzuhauen und sich im Anschluss zu duellieren. Wenn man Dream Drop Distance gespielt hat, dann ist dieser Test aber absoluter Bullshit. Sora und Riku müssen immerhin trotz allem was sie bereits geleistet haben 7 schlafende Welten erwecken bevor sie endlich als Meister anerkannt werden. Und aufgrund unvorhergesehener Umstände wird schlussendlich nur Riku als wahrer Meister anerkannt, obwohl Sora aufgrund all seiner Leistungen den Titel mehr als verdient hätte. Terra und Aqua, die vor ihrem Test aber scheinbar noch nie irgendwas besonderes geleistet haben, müssen dafür nur ein paar Minuten kämpfen, und das wars. Einfach nur Schwachsinn!

    Aber gut, danach geht es mit der Story auch endlich los. Wobei mich da ebenfalls etwas stört. Meister Eraqus sagt nämlich dass er keinen Kontakt zu Xehanort aufbauen konnte und er dementsprechend verschwunden zu sein scheint … obwohl Terra erst vor wenigen Sekunden mit ihm geredet hat, was er aber nie mit irgendeinem Wort erwähnt. Es wirkt außerdem nicht so, als ob Eraqus nach Erhalt der Nachricht über die Unversed tatsächlich versucht hätte mit Xehanort Kontakt aufzunehmen. Stattdessen geht er direkt zu Terra und Aqua und erteilt ihnen die Mission die Unversed zu stoppen und Xehanort zu finden. Ist also ein bisschen seltsam.

    Um diese Mission zu erfüllen, muss man sich entscheiden mit welchen Charakter man das Spiel bestreiten möchte. An sich eine nette Idee, zumal man sowieso jeden Charakter spielen muss um die Story in ihrer Gesamtheit zu erleben und das finale Kapitel freizuschalten. Die Umsetzung fand ich aber ein bisschen mangelhaft, da sie unter anderem dafür sorgt, dass die ganzen Disney Stories extrem fragmentiert daherkommen, da man eben alle Stories erst mal durchspielen muss um sie in ihrer Gesamtheit zu erleben. Und man muss natürlich alle Welten dreimal besuchen, obwohl es nicht genug einzigartige Maps für alle Charaktere gibt. Dadurch, dass Birth by Sleep ursprünglich ein Handheld Spiel war, sind die Maps außerdem allesamt recht klein und auch extrem leblos. Die waren in den vorherigen Teilen zwar auch alles andere als belebt, aber hier ist es mir teilweise schon sehr negativ ins Auge gefallen (vermutlich weil ich da mittlerweile auch mehr drauf achte). Wie beim Ball in Cinderella, bei dem irgendwie 6 Leute anwesend sind, sprich alle die für die Story relevant sind. Terra tut aber so, als ob da tatsächlich ein richtiger Ball stattfinden würde. Und im Kolosseum wird man von unsichtbaren Mengen bejubelt und laut Zack als Held gefeiert.

    Das größte Problem ist aber das selbe das die komplette Reihe plagt: die Disney Welten sind größtenteils irrelevant und haben höchstens thematische Relevanz. Zwischen dem Anfang und dem Ende des Spiels passiert storytechnisch also nicht besonders viel. Und da die Story dreigeteilt ist, kommen die Charaktere allesamt ein bisschen zu kurz. Dabei hätte die Story durchaus davon profitiert wenn man mehr von der Freundschaft zwischen Terra, Aqua und Ventus gesehen hätte. Stattdessen rennen sie die meiste Zeit allein durch die Gegend bis sie am Ende ein letztes Mal zusammenkommen.

    Terras Story hat für mich außerdem nicht wirklich funktioniert. Es wird immerhin behauptet dass er nach Macht strebt und Dunkelheit in seinem Herzen trägt, aber man sieht davon so gut wie nichts. Wenn überhaupt kommt er wie ein Idiot rüber weil er ständig den bösen Charakteren zuhört und sich von ihnen ausnutzen lässt. Seine Story hätte also irgendwie anders verlaufen müssen damit sie glaubhafter rüberkommt. Dann hätte Aquas spätere Aussage, dass sie gesehen hat was er getan hat, vielleicht auch Sinn gemacht. So musste ich mich aber fragen was das bitte gewesen sein soll, weil außer der einen Stelle wo er vielleicht (aber scheinbar nicht wirklich) Auroras Herz gestohlen hat, hat er eigentlich nicht wirklich was böses gemacht.

    Die Verbindungen zum Rest der Reihe können außerdem ganz schön erzwungen wirken. Dass Ventus' Herz mit dem von Sora verbunden ist war aufgrund der Story gerade so in Ordnung. Aber dass Riku vom Schlüsselschwert erwählt wurde weil Terra ihm diese Macht verliehen hat, oder dass Aqua zufälligerweise Castle Oblivion erschaffen hat, ist schon ein bisschen zuviel. Und Aqua hat natürlich auch mit Riku und Sora geredet und letzterem gesagt, dass er seinen Freund retten soll falls er jemals der Dunkelheit verfallen sollte … was nicht nur alles andere als subtil, sondern auch komplett unnötig ist. Sora hätte das immerhin auch ohne ihren Zuspruch getan. Und zufälligerweise stammt Xehanort natürlich aus der selben Welt wie Sora, obwohl es storytechnisch komplett irrelevant gewesen wäre von wo er ursprünglich gekommen ist.

    Das Gameplay ist dafür aber vollkommen in Ordnung, auch wenn es sich für Veteranen der Reihe nicht soviel anders spielt. Ein paar neue Features gibt es aber trotzdem. So muss man hier zum Beispiel seinen Fähigkeiten leveln und sie ständig mit anderen Fähigkeiten und Items verschmelzen um stärkere Angriffe sowieso permanente Buffs freizuschalten. Ohne Guide wird man da aber vermutlich nie alles zusammenbekommen, auch wenn es Rezepte gibt. Es gibt außerdem das D-Link System mit dem man auf die Fähigkeiten anderer Charaktere zugreifen kann, was sich pro Charakter in zwei Stufen aufwerten lässt und somit auch passive Fähigkeiten mit sich bringt. Wenn einem die eigenen Angriffe zu langsam sind, dann kann man zum Beispiel zu Ventus wechseln, da eines seiner Upgrades die Angriffsgeschwindigkeit massiv erhöht. Wenn man oft genug angreift, schaltet man außerdem verschiedene Angriffsformen die von den ausgewählten Fähigkeiten abhängen. Wenn man gerade Blitzmagie gewählt hat, schaltet man also eine Blitzform frei. Und wenn man daraufhin noch einige gute Treffer landet, kann man schlussendlich einen Finisher entfesseln.

    Es gibt außerdem die sogenannten Shotlocks, welche man nach anvisieren der Gegner entfesseln kann, und welche immer schneller aufgeladen werden je mehr man sie gelevelt hat. Damit kann man unter anderem von Gegner zu Gegner fliegen um Dutzende Angriffe innerhalb weniger Sekunden zu entfesseln.Oder man schleudert Energiestrahlen von sich die automatisch auf die nächstgelegenen Gegner zusteuern. Ist also durchaus ein nettes System, zumal man während der Angriffe unverwundbar ist. Das sorgt allerdings dafür, dass es auch die beste Methode ist um Bosse zu bekämpfen. Ein einziger Angriff kann immerhin schon mal eine komplette HP-Leiste in Sekunden vernichten. Wenn nicht gar den Boss an sich. Dadurch fand ich das Spiel selbst auf Proud nicht allzu schwer, wenngleich es ein paar Bosse gibt die durchaus nervig sein können. Wie den allerletzten Boss der geheimen Episode, der einfach mal so schnell ist, dass man kaum dazu kommt ihn mit Shotlocks anzuvisieren. Oder die letzte Phase des Endbosses in Ventus' Kampagne, was aber hauptsächlich daran liegt, dass man diesen per Minispiel bekämpfen muss das ich zuerst nicht verstanden habe. Und der Finisher der alles beenden sollte, ging einfach mehrfach daneben, wodurch ich die erste Phase des Kampfes viel zu oft wiederholen musste.

    Das Spiel hat außerdem noch andere Minispiele zu bieten, wie ein Brettspiel durch das man neue Fähigkeiten freischalten und seinen alten aufleveln kann ohne kämpfen zu müssen. Das lohnt sich aber höchstens ganz am Anfang, weil es später einfach sinnvoller ist sich in Gegnerhorden zu stürzen und diese mit Shotlocks und Finishern zu vernichten. Hab ich mir später also komplett gespart. Genau wie die Arena, wo ich gegen Ende nur noch noch hin musste um einen Xehanort Report freizuschalten. Ist zwar durchaus unterhaltsam, aber die ganzen Fähigkeiten die ich da noch hätte kaufen können, habe ich schlussendlich nicht gebraucht. Nachdem ich von einem der optionalen Bosse mit jeden Angriff geonehittet wurde, habe ich mir diesen Teil des Spiels allerdings auch direkt gespart. Ansonsten gäbe es da vermutlich tatsächlich irgendwas nützliches zu kaufen.

    Zusammengefasst muss ich also sagen, dass mir Birth by Sleep in Sachen Gameplay mal wieder richtig gut gefallen hat. Die Story hätte aber, wie in vielen Teilen der Serie, besser ausgearbeitet sein können. Von der Idee her finde ich sie nämlich durchaus ganz gut. Die Umsetzung lässt nur leider zu wünschen übrig. Von den ganzen Spinoffs der Reihe würde ich Birth by Sleep aber trotzdem mit zu den besten zählen, schon weil hier bei weitem nicht so viel recycelt wurde wie in Chain of Memories oder 358/2 Days.

    Mit ordentlichen Screenshots kann ich dank PS3 nicht dienen, also hier ein paar Intro und Trailer Shots






    Gesamtwertung: 4 von 5 Punkten

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