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Thema: Eine Unterscheidung treffen

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Gleich hinterher geschickt: Ich (und gewisslich nicht nur ich) finde es super, mit welcher Offenheit du uns an deinen Erfahrungen und auch dem Diagnose-/Therapieprozess teilhaben lässt, Cuzco. Das erhellt sehr viel und hilft gewiss auch anderen, ihre Situation einzuschätzen. Ich wünsch dir möglichst viel Kraft, die hoffentlich schon bald wieder zum Kämpfen reicht. Eins will ich noch beigeben: Ja, man darf sicherlich nicht alles in Selbstmitleid ertränken. Kräftesammeln heißt aber auch, sich hin und wieder mal klar zu machen, dass man ein denkendes und fühlendes Wesen ist, das all die Erfolglosigkeit nicht verdient hat. Auch das hat was mit gesundem Selbstwertgefühl zu tun, nämlich zu wissen, dass du verdammt nochmal mehr wert bist als diese ständige Ablehnung und Misserfolge.

    Und wenn ich das aus eigener und fremder Erfahrung aus einem Berufsfeld berichten darf, in dem FußFassen manchmal ähnlich aussichtslos ist wie in deinem: Sehr oft ergibt sich aus der notgedrungenen Zwischenlösung (wie in deinem Fall z.B. vielleicht das Kellnern) überraschend eine langfristig gute und beglückende Lösung, oder gar etwas völlig neues. Für was immer auch da auf dich zukommt: alles Gute.

  2. #2
    Zitat Zitat von Mordechaj
    Auch das hat was mit gesundem Selbstwertgefühl zu tun, nämlich zu wissen, dass du verdammt nochmal mehr wert bist als diese ständige Ablehnung und Misserfolge.
    Das ist der springende Punkt! Auf alle Fälle.

    Man muss auch eingestehen, dass das Leben einfach nicht fair ist. Es geht schon damit los, in welchem Land Du aufwächst, in welche Familie Du geboren wirst und was für kognitive bzw. körperliche Talente Du mitbringst. Und genau so ist das mit den Chancen. Es gibt Menschen, denen fällt alles in den Schoß, aber es gibt auch Menschen, die erfolglos kämpfen.

    Nur Aufgeben ist der denkbar schlechteste Weg oder - wie ich - einfach 90 Bewerbungen schreiben und dann den Sand in den Kopf stecken, da es nicht funktioniert. Weil es bequemer ist, als sich auf die Hinterfüße zu stellen, seinen Fähigkeiten zu vertrauen, stärker auf die Leute zuzugehen trotz der Angst vor Zurückweisung und Blamage und vielleicht auch mal die Brust rauszutragen (muss ja nicht gleich der Ellbogen sein). Und wie heißt ein schönes Stichwort: Wer nicht kämpft, der hat schon verloren!

    Danke!

  3. #3
    @ Cuzco: Alles Gute.

    Problematischerweise ist es ziemlich schwierig, ernsthaft zu denken, dass alles gut laufen wird, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass es eben nicht so ist. Ich meine: Woher soll die positive Einstellung kommen, wenn in der Vergangenheit alles schiefging, ergo: auf welcher Grundlage? 100%ig möglich dürfte das nur schwer sein, aber ich denke man kann sich entsprechend konditionieren, frei nach dem Motto "Fake it, Till you make it". Man wird ja, wie man denkt., vielleicht hilft dann positives Gedankengut zu "erzwingen", bis man es tatsächlich auch wieder hat.

  4. #4

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