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Thema: Der große Ernährungsthread

  1. #1

    Der große Ernährungsthread

    Lasst uns mal über Essgewohnheiten und deren Vor- und Nachteile quatschen. Vegetarier, Veganer, Pescetarier, Omivoren - es gibt ja mittlerweile ganz unterschiedliche Strömungen, was die tägliche Nahrungsaufnahme anbelangt. Wie steht ihr dazu? Macht ihr euch Gedanken darüber, was ihr esst oder muss es euch einfach nur schmecken? Mit welcher Grundeinstellung geht ihr in den Supermarkt und worauf achtet ihr beim Einkauf eurer Lebensmittel? Was haltet ihr von Menschen, die es anders machen? Reicht euch die Palette an Angeboten in Supermärkten aus, um das zu bekommen, was ihr wollt oder hättet ihr es gerne anders? Lasst uns dieses Topic mit einer geballten Ladung an qualitativ guten Beiträgen füllen, von der der Rest des Internets nur träumen kann.

    Geändert von Ken der Kot (24.02.2019 um 12:38 Uhr)

  2. #2
    Komisch - ein Thema, zu dem jeder was sagen könnte, aber noch keiner hat geantwortet.
    Dann werd ich mal den Anfang machen.

    Zuerst meine Meinung zum Futter: Iss' du doch, wie du magst und wie es dir bekommt. Ob das nun Hühnchen, Mehlwürmer, Erbsen oder Käse sind, ist mir primär egal. Wir haben die allwissende Müllhalde (aka Internet), jeder hat mehr oder minder 24/7 Zugriff darauf und somit die Möglichkeit, sich zu informieren. Nicht nur über Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette, sondern auch über Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, die gesundheitlichen Auswirkungen des übermäßigen Verzehrs und auch die des Verzichts. Wie einst ein Herr Kant sprach: "Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."

    Klar hab ich mir Gedanken über mein Essen gemacht - es will ja erstmal bezahlt werden. Und wenn es bezahlt ist, will es so zubereitet sein, dass es mir auch schmeckt. Man sollte 3x am Tag essen - da sollte es doch zumindest schmecken, wenns sowieso an den Geschmacksnerven vorbei muss? Ist mir zumindest schleierhaft, wenn man widerlich schmeckende Dinge runter würgt, es sei denn, aus akuter Not.

    Ich versuche, regional zu essen. Also zumindest deutsche Äpfel und nicht die aus Neuseeland, ähnliches mit Trauben aus Peru oder grünen Bohnen aus dem Kongo.

    Jeder kauft nach seinem Geldbeutel und Geschmack ein - bei nem 6er Eistee und dazu noch Mikrowellenburgern mit 3 Tüten Chips bekomme ich auch noch ein Runzeln auf die Stirn, aber vielleicht ist das ja nur ein Zocker oder TV-Abend, man weiß ja nicht, was der vor einem an der Kasse sonst so verzehrt.

    In Sachen Bio-Sortiment sind ja mittlerweile alle Discounter dabei, egal ob Aldi, Lidl oder netto... ein bisschen besseres Gewissen kann man sich da also auch "erkaufen". Nur die größere Palette der pflanzlichen Eiweißquellen (wenn man Erbsen, Bohnen und Linsen sowie Nüsse ignoriert) findet sich im Bioladen - Tempeh, Seitan, Tofu, Sojajoghurt, etc pp.

    Abschließend kann ich eigentlich nur sagen: Hört auf, euch wegen eurer Ernährungsweisen zu bekriegen. Wer sich sein Futter zum Religionsersatz macht, beschneidet damit auch ziemlich oft seine Toleranz. Ich habe den Eindruck bekommen, LGBTIQ* wird mehr Toleranz entgegengebracht als Carnivoren bzw Herbivoren. Die beiden Gruppen können sich gefühlt stundenlang fetzen und ordentlich auf YT gegeneinander schießen. Von "Fleischfresser sind Massenmörder" bis "ihr veganen Hippies habt doch den ganzen Tag ne Weide im Arm und nuckelt auch noch an deren Rinde" ist wirklich alles vertreten, und das ist für mich nicht mehr lustig.

  3. #3
    Gosh, ich hab dieses Topic komplett vergessen. Liegt vermutlich daran, dass außer dir noch niemand hier reingeschrieben hat, Auratus. Zumindest auf dich möchte ich aber gern noch eingehen.

    Löbliche Einstellung. Viele machen aus der Nahrungsaufnahme förmlich eine Wissenschaft und erheben den Anspruch darauf, anderen aufzudiktieren, was sie zu Essen haben (Hallo, Internet!), was sich komplett meinem Verständnis entzieht, weil eine andere Person de facto keinerlei Gewinn/Vorteil daraus erzielt, wenn ich ihren Ernährungsansprüchen gerecht würde. Demnach ist es absurd, wenn sich das gesamte Internet darüber echauffiert, dass es Menschen gibt, die anderes essen als sie selbst - Umweltaspekte mal ausgenommen, da sie meiner Ansicht nach ein gutes Argument für ein Umdenken darstellen. Lange Rede, kurzer Sinn: Schön, dass du Menschen zugestehst, das zu essen, was sie für richtig halten. Ich handhabe das ähnlich, höre sogar lieber zu als zu reden, denn anders kann ich keine neuen Perspektiven kennenlernen, die möglicherweise von den meinen abweichen und die ich unter Umständen von selbst nie in Erwägung gezogen hätte. Leider wird das durch den Imperativ vielerorts im Internet erschwert. Essen und Kompetenzen im Bereich der Ernährung werden zum Statussymbol, mit dem sich Internetuser im Rahmen ihrer Anonymität profilieren - aus einem "Fleischfresser sind Mörder" oder "Veganer lutschen Gras" kann ich als interessierter Leser für mich nichts konstruktives mitnehmen.

    Neuer Absatz für Menschen, die es interessiert, was ich so den lieben langen Tag in mich reinschaufle: Ich bin im Bilde über die vielen gesundheitlichen Nachteile von Zucker und versuche es, so gut es eben geht, zu vermeiden, übermäßig viel Zucker in mich reinzustopfen und zwischen kurz- und langkettigen Kohlenhydraten zu unterscheiden. Ich versuche viel gesunde Fette und Proteinquellen heranzuziehen, dazu Gemüse oder Salat. Persönlich hab ich die Erfahrung gemacht, dass Pizza und Burger zwar ab und an ganz geil sind (Fast Food ist meine größte Schwäche. Ich würde töten für einen fettigen Burger mit Mayo), jedoch meine körperliche Leistungsfähigkeit über den Tag hinweg durchgehend negativ beeinflussen. Wenn ich mir 3 Stunden vor dem Sport eine Pizzaschnitte mit Salami ins Gesicht schleuder bin ich tatsächlich noch weniger leistungsfähig als wenn ich in der Tageszeit vor dem Sport einfach gar nichts esse und auf nüchternem Magen trainiere. Für Süßkram und Schokolade bin ich recht anfällig - sofern ich das verfügbar habe. Zum Glück komme ich recht selten auf die Idee, mir derlei Zeug bewusst im Laden zu kaufen. Ich mag weder Salzstangen, noch Chips, noch sonstige "Snackboxen", was mich schon mal vor weiteren Versuchungen automatisch bewahrt (auch wenn mir kein Aas glaubt, dass ich einfach komplett kein Verlangen nach Chips mit scharfem Dip hab). Fleisch hingegen spielt in meinem Leben eine ziemlich große Rolle. Vor allem Hähnchen und -wenn die Kohle reicht; damit wären wir bei deinem finanziellen Aspekt- auch gern Wild. Ansonsten hab ich in den letzten Wochen mal einen halbwegs ernsthaften Versuch unternommen mich Paläo zu ernähren, was sich allerdings ziemlich schnell wieder im Sande verlaufen hat.

  4. #4
    Schön, dass von dir ne Antwort kommt - wenn auch recht spät, aber das passiert.

    Willst du aufgrund meines Statements meine Ernährungsform raten?

    Wegen deinen klassischen Sachen, fangen wir beim Zucker an: Kenne ich. Wenn du Nuss-Nougat-Schmiere nicht abschwören kannst, probier Nudossi. Hat 36% Haselnüsse, muss also weniger Zucker drin sein als bei der Konkurrenz. Und weißen Kristallzucker durch Rohrzucker ersetzen, sei es Rohrohr oder Vollrohr, da kommt auch noch etwas mehr an Geschmack bei rum außer süß. Ansonsten gibts noch mehr pflanzliche Alternativen - Reissirup, Agavendicksaft, Ahornsirup, Stevia, Xylit...und ich hab bestimmt welche vergessen.
    Bezüglich Schoki: Ich hab mich über Zartbitter an Edelbitter ran getastet - am leichtesten fiel es mir durch welche mit Frucht dabei. Wenn dir also 55% Kakao pur zuviel ist, such dir eine mit Kirsch&Chili oder weiß der Geier nicht was. Es gibt Schoki in sämtlichen Kakaogehalten und sämtichen Zusätzen - Meersalz, Mandel, Waffel, Sesam, Kardamom - reiche Auswahl, taste dich ran und futter dich durch. Ich hab auch nichts mehr unter 70% Kakao bei mir in der Wohnung - weil es sonst instant verputzt wird. Ich hatte mir 5 Riegel weiße Schoki mit Erdbeere und Waffel zugelegt - "für mal samstag abends zocken" jaaaa klar. Die Riegel waren nach 3 Tagen verputzt...
    Geile Burger gibt es - habe ich schon regelmäßig verputzt und bin irre gespannt auf "Beyond Meat"...

    Und wer sich jetzt wundert, wo er die ganzen Ersatzprodukte her kriegen soll, ohne danach Ebbe auf dem Konto zu haben, hier 3 kleine Websiten: foodoutlet24.de, sirplus.de und leckerposten.de

  5. #5
    Schokolade ist tatsächlich gar nicht so sehr das Problem. Fast Food eher. Lässt sich aber kontrollieren. Ich hab da mega oft abnorm Bock drauf, aber ich lass es dann halt sein und ess stattdessen was anderes. Wenn ich satt bin interessiert mich anschließend ohnehin nicht mehr die Bohne, was ich futtern wollte, als ich eben noch Hunger hatte. Bin ja satt und das Problem ist gegessen. Höhö, gegessen...

    Dennoch muss es besser gehen als "nur" auf Burger, Pizza und Konsorten zu verzichten, denn der Verzicht auf diese Produkte macht noch lange keine gute Ernährung aus. Ich müsste exakt wissen, was mein Körper braucht (und wann) und dann zu diesem Zeitpunkt exakt das zuführen. Klingt utopisch, aber stell dir vor, wir würden nicht irgendwas x-beliebiges in uns rein schaufeln, einfach deshalb, weil wir da gerade tierisch Bock drauf haben, sondern zB sagen "Ich ess jetzt Salat und zwar nicht deshalb, weil ich da grad Bock drauf hab oder weil ich denke, dass das viel gesünder ist als eine Packung Pommes aus der Fritteuse mit Mayo garniert, sondern weil mein Körper genau jetzt Ballaststoffe braucht, um optimal zu funktionieren." Anschließend führe ich mir etwas zu, das Mikronährstoff xy enthält, weil ich exakt in diesem Moment beispielsweise Mikronährstoff xy brauche. Essen geht dann somit eher weg vom Genuss, weg von dem, was ich mir jetzt "persönlich gerne hinter den Latz knallen würde" und hin zu einer bedürfnisorientierten Versorgung des Körpers mit exakt dem, was er zum gegenwärtigen Zeitpunkt braucht, um perfekt zu funktionieren. Interessanter Gedanke, oder? Leider funktioniert der menschliche Körper nicht so einfach und das genau zu jedem Zeitpunkt zu tracken erscheint mir unmöglich, weil wie zum Henker soll das auch gehen? Vielleicht kann man sich mit irgendeinem Ernährungsstil aber zumindest dieser Wunschvorstellung in irgendeiner Weise annähern, man weiß es nicht.

    Damit setze ich einen Punkt an dieser Stelle, um nicht durch zu viel privates Gewäsch von mir selbst den Eindruck zu erwecken, hier drehe es sich nur um mich, sodass andere nicht ebenfalls eingeladen wären, hier zu posten.

    Zitat Zitat von Auratus Beitrag anzeigen
    Willst du aufgrund meines Statements meine Ernährungsform raten?
    Ich müsste tatsächlich raten, aber da du in punkto Bio-Sortiment sofort Sojajoghurt und Tofu als Beispiele gewählt und bei den regionalen Produkten, die du kaufst, hauptsächlich Obst, jedoch nichts vom Tier erwähnt hast (plus du in deinem letzten Beitrag bewiesen hast, dich mit pflanzlichen Produkten gut auszukennen), würde ich mit einer Sicherheit von 94,83% zu vegan tendieren.

    Geändert von Ken der Kot (19.02.2019 um 23:13 Uhr)

  6. #6
    Grund weshalb hier so wenige Posten ist vermutlich, dass wir vor zwei Jahren uns da schon ziemlich dran abgearbeitet haben. Mein Statement dazu sollte auch noch irgendwo zu finden sein.

    https://www.multimediaxis.de/threads...r-Tierschonung

  7. #7
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Grund weshalb hier so wenige Posten ist vermutlich, dass wir vor zwei Jahren uns da schon ziemlich dran abgearbeitet haben. Mein Statement dazu sollte auch noch irgendwo zu finden sein.

    https://www.multimediaxis.de/threads...r-Tierschonung
    Der Thread, den du verlinkt hast, heißt "Über den moralischen Wert des Vegetarismus\der Tierschonung", was bestenfalls ein Teilaspekt dessen ist, worüber wir uns hier austauschen möchten. Dein Statement dazu postest du entweder hier oder du postest es nicht. Ich meine das auf keinen Fall böse, aber ich hab ehrlich gesagt nicht so viel Lust, nach der Meinung eines einzelnen Users in einem fremden Thread zu suchen, der nur am Rande etwas mit dem zu tun hat, worum es hier geht.

    Geändert von Ken der Kot (20.02.2019 um 14:54 Uhr)

  8. #8
    "am Rande etwas mit dem zu tun hat, worum es hier geht"

    ernsthaft? Guck dir mal die beiden Startposts an

    Zitat Zitat
    Komisch - ein Thema, zu dem jeder was sagen könnte, aber noch keiner hat geantwortet.
    Wollte eigentlich nur auf die Stimmung in diesem Dialog hier bezug nehmen, dass der Themenbereich oh ja, auch mit Pro und Contra bereits in diesem Forum seziert wurde und die meisten dem vermutlich nicht viel neues hinzuzufügen haben.

    Soll ja nicht heißen, dass man auch irgendwann mal einen neuen Thread zu einem alten Thema eröffnen kann.

  9. #9
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    "am Rande etwas mit dem zu tun hat, worum es hier geht"

    ernsthaft? Guck dir mal die beiden Startposts an
    Status der Tiere, Tierwohl und Moral sind Aspekte, die man bei der Wahl seiner Ernährung durchaus berücksichtigen kann. Doch weitere Aspekte sind unter anderem die Qualität und Preis der Nahrung, persönliche Präferenz/en (Essen, weil's schmeckt), gesundheitliche Aspekte, körperliche Ziele (Sport), Zuckerzusatz, ggf. Unverträglichkeiten u.v.m. ... vielleicht fällt dir noch mehr ein?

    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Wollte eigentlich nur auf die Stimmung in diesem Dialog hier bezug nehmen, dass der Themenbereich oh ja, auch mit Pro und Contra bereits in diesem Forum seziert wurde und die meisten dem vermutlich nicht viel neues hinzuzufügen haben.
    Etwas, das es damals noch nicht gab, ist beispielsweise der Haltungskompass auf bestimmten Fleischprodukten. Ich nagel die Leute, die in meinen Threads diskutieren, nicht auf einzelne Aspekte fest, aber auch über sowas darf gesprochen werden, sofern es für dich oder andere möglicherweise von Relevanz ist.

  10. #10
    Zitat Zitat von Ken der Kot Beitrag anzeigen
    Ich müsste tatsächlich raten, aber da du in punkto Bio-Sortiment sofort Sojajoghurt und Tofu als Beispiele gewählt und bei den regionalen Produkten, die du kaufst, hauptsächlich Obst, jedoch nichts vom Tier erwähnt hast (plus du in deinem letzten Beitrag bewiesen hast, dich mit pflanzlichen Produkten gut auszukennen), würde ich mit einer Sicherheit von 94,83% zu vegan tendieren.
    Schau dir einfach mal die Kilopreise von Fleisch VS Gemüse an - wenn du nicht gerade Hühnerinnenfilet aus dem Sonderangebot mit frischen Heidelbeeren im Winter vergleichst, wirst du einen starken Unterschied merken. Wer nicht recht viel Kohle für Fleisch & Käse raus hauen will, wird mit Gemüse billiger und öfter satt.

  11. #11
    Zitat Zitat von Auratus Beitrag anzeigen
    Schau dir einfach mal die Kilopreise von Fleisch VS Gemüse an - wenn du nicht gerade Hühnerinnenfilet aus dem Sonderangebot mit frischen Heidelbeeren im Winter vergleichst, wirst du einen starken Unterschied merken. Wer nicht recht viel Kohle für Fleisch & Käse raus hauen will, wird mit Gemüse billiger und öfter satt.
    Heißt? Du isst Gemüse, weil es pro Kilo billiger ist als Fleisch? Warum sollte ich jetzt raten?

    Kann aber tatsächlich sein, was du sagst. Ich achte da nicht immer so sehr drauf, da ich, was Fleisch mit einschließt, aber das meiste betrifft, was ich kaufe, eh immer die Eigenmarken der jeweiligen Supermärkte kaufe (Ja!, Gut und Günstig, etc.). Und hey, lustigerweise sind die am billigsten, sie liegen bei Stiftung Warentest meinst aber trotzdem ganz vorn, was ich ziemlich nice finde. Gemüse und Salat hol ich mir nach Bedarf. Meistens das, was im Angebot ist, d.h. entweder wenn's Saison hat oder wenn ich weiß, dass es ohnehin Hauptbestandteil meines Mittagessens wird. Dann ist die Fischbeilage halt einmal nur und ausschließlich Blumenkohl, geht auch. ^^

  12. #12
    Zitat Zitat von Ken der Kot Beitrag anzeigen
    Heißt? Du isst Gemüse, weil es pro Kilo billiger ist als Fleisch?
    Auch - das stimmt. Macht wohl mehr oder minder jeder, der nicht mehrere Hundert € pro Monat ins Futter stecken kann (oder bin ich hier alleine, dass ich mir ausrechne, wieviele Portionen ich mit wieviel Geld zubereiten kann?)

    Ich hab mir grad die Penny Angebote für diese Woche angeschaut und mal auf den Kilopreis gerechnet.
    Cherrytomaten 3,20€/kg
    Bio-Rispentomaten 2,22€/kg
    Kartoffeln 0,62€/kg
    Feldsalat 7,40€/kg

    Frischer Schweinespießbraten 4,99€/kg
    Gemischtes Hacktes 3,58€/kg
    Frisches Schweine-cordon-bleu 6,64€/kg
    Hähnchengeschnetzeltes 7,48€/kg

    Nehmen wir doch mal einen Mittelwert zwischen Gemüse und Fleisch. (Ist doof, dass jetzt 2x Tomaten im Angebot sind, aber ich hab die Angebote nicht gemacht...)
    3,36€ für das Gemüse, das hält sich grob die Waage dank sehr günstiger Kartoffeln aber auch ziemlich teurem Feldsalat.
    5,67€ für das Fleisch, Hacktes ist eine der billigsten Sachen, das Hähnchen war am teuersten.
    Ein Unterschied von 2,31€ pro Kilo, nur hier mal eben ganz klein aufgeführt.

  13. #13
    Zitat Zitat von Auratus Beitrag anzeigen
    Auch - das stimmt. Macht wohl mehr oder minder jeder, der nicht mehrere Hundert € pro Monat ins Futter stecken kann (oder bin ich hier alleine, dass ich mir ausrechne, wieviele Portionen ich mit wieviel Geld zubereiten kann?)
    Nein, bist du vermutlich nicht. Hab ich auch mal eine Weile gemacht. Durchgehalten hab ich das allerdings überhaupt nicht lange, was hauptsächlich daran liegt, dass ich das absolut nicht wollte. Ich sehe es komplett nicht ein, bei sowas wichtigem wie der Ernährung Abstriche machen zu müssen, nur aus dem einen Grund, weil die Kohle nicht reicht. Da stecke ich lieber anderweitig zurück, mische mich zum Beispiel an einem Wochenende halt mal nicht unter das Volk und bleib stattdessen daheim und schau Netflix - klaro, kostet auch, ist im Verhältnis aber billiger, als wenn ich mir an einem Abend drei Getränke für 3 bis 5 Euro in irgendeiner Bar bestelle. Das handhabt aber wohl jeder unterschiedlich. Mir ist wichtig, dass ich mich nicht von "minderwertigen" Produkten ernähre. Auch diesem Ziel bin ich -vermutlich noch nicht mal im Ansatz- so nah, wie ich es gerne hätte. Aber gerade wenn es um Fleisch geht nehm ich lieber das teure Produkt und lass das verknorpelte Grillsteak mit Zuckermarinade im Tiefkühlfach liegen wo es hingehört. Genauso bei Obst und Gemüse. Wenn ich die Chance hab das frisch zu kaufen, dann kauf ich es frisch und nicht etwa aus der Dose. Soll natürlich nicht bedeuten, dass ich dir oben genanntes unterstelle - nur um zu vermeiden, dass der Eindruck entstehte. Aber ich kenne viele, die sparen beim Essen massivst ein und gönnen sich am Wochenende dafür halt den hochwertigsten Whisky. Kann man so machen, ist aber nichts für mich, weil es einfach in meinen Augen unvernünftig ist.

    Gute Kostenaufstellung übrigens. Zahlen lügen nicht.

    Geändert von Ken der Kot (22.02.2019 um 19:10 Uhr)

  14. #14
    Ich versuch schon seit 3 Jahren vegan zu werden. Klappt immer nur höchstens 5-7 Tage. Dann raste ich aus und "feier" eine Orgie, bei der ich einen ganzen Hühnerstall, Schweinestall und SeaLife-Aquarium auffresse mit massenhaft Fischstäbchen, Dinosaurier-Nuggets und Hackepeter. Echt krank! Aber was will man machen. Meine Eltern haben halt schuld, weil sie mir dieses Zeug als Kind immer vorgesetzt haben und mich so auf den Geschmack brachten. Eigentlich wollte ich als Kind nie Fleisch, weswegen meine Eltern dann halt mit solchen Sachen anfingen, die jedes Kind lecker findet und wo halt Fleisch drin ist. Da kann man einfach nicht widerstehen.

  15. #15
    Zitat Zitat
    Ich versuch schon seit 3 Jahren vegan zu werden.
    Wieso eigentlich, wenn dir (bestimmtes) Fleisch offenbar schmeckt?

  16. #16
    Zitat Zitat von Grendel Beitrag anzeigen
    Ich versuch schon seit 3 Jahren vegan zu werden. Klappt immer nur höchstens 5-7 Tage. Dann raste ich aus und "feier" eine Orgie, bei der ich einen ganzen Hühnerstall, Schweinestall und SeaLife-Aquarium auffresse mit massenhaft Fischstäbchen, Dinosaurier-Nuggets und Hackepeter. Echt krank! Aber was will man machen. Meine Eltern haben halt schuld, weil sie mir dieses Zeug als Kind immer vorgesetzt haben und mich so auf den Geschmack brachten. Eigentlich wollte ich als Kind nie Fleisch, weswegen meine Eltern dann halt mit solchen Sachen anfingen, die jedes Kind lecker findet und wo halt Fleisch drin ist. Da kann man einfach nicht widerstehen.
    ....Schonmal beim Arzt gewesen, Verdacht auf Binge-Eating scheint mir hier angebracht....?

    Nochmal @Ken, zu den Zuckerersatzprodukten: Der einzige tierische Zucker, den ich kenne, nennt sich "Laktose" und der ist ja deutlich problematischer als Rübenzucker, Stichwort Laktoseintoleranz.
    Hier noch ein paar mehr pflanzliche Zucker:


    Ich versuche beim Essen den Mittelweg zu finden - weder zu teuer, noch zu billig. Vollkornnudeln statt nur Hartweizengrieß, zwar teurer, macht aber auch länger satt z.b. Soll ja 1. einem gut tun und dann 2. auch noch schmecken, wie ich bereits erwähnt habe.

  17. #17
    Zitat Zitat von Grendel Beitrag anzeigen
    [...]Meine Eltern haben halt schuld, weil sie mir dieses Zeug als Kind immer vorgesetzt haben und mich so auf den Geschmack brachten. Eigentlich wollte ich als Kind nie Fleisch, weswegen meine Eltern dann halt mit solchen Sachen anfingen, die jedes Kind lecker findet und wo halt Fleisch drin ist. Da kann man einfach nicht widerstehen.
    Sry, aber das finde ich von dir gegenüber deinen Eltern nicht fair. Als Kind kannst du doch sowas gar nicht entscheiden geschweige überhaupt verstehen. Kinder brauchen in ihrer Entwicklungszeit genügend Mineralien und Nährstoffe und veganes Essen kann halt Fleisch nie ersetzen. Sei froh, dass deine Eltern dir eine solche Ernährung bieten konnten, hier haben sie in ihrer Verantwortung völlig richtig gehandelt. Dass du dich jetzt nicht vegan ernähren kannst, liegt nicht an deinen Eltern.

  18. #18
    Wär mir neu, dass Chicken-Nuggets und Co. sonderlich viele Mineralien und Nährstoffe hätten.

    Zitat Zitat
    Wieso eigentlich, wenn dir (bestimmtes) Fleisch offenbar schmeckt?
    Weil die Fleisch-Industrie = böse ist.

    Zitat Zitat
    ....Schonmal beim Arzt gewesen, Verdacht auf Binge-Eating scheint mir hier angebracht....?
    Ich schaff nur 1000 kcal am Stück. Für Binge-Eating ist mein Magen scheinbar zu klein.

  19. #19
    Zitat Zitat von Grendel Beitrag anzeigen
    Ich schaff nur 1000 kcal am Stück. Für Binge-Eating ist mein Magen scheinbar zu klein.
    Standardmaß sind 2000kcal für nen Menschen am Tag, aufgeteilt auf 3 Mahlzeiten sind wir bei grob 700kcal pro Mahlzeit. Du kloppst dir in wenigen Minuten die halbe Tagesdosis rein und nennst das "scheinbar zu klein"....?

  20. #20
    Zitat Zitat von Grendel Beitrag anzeigen
    Ich versuch schon seit 3 Jahren vegan zu werden. Klappt immer nur höchstens 5-7 Tage. Dann raste ich aus und "feier" eine Orgie, bei der ich einen ganzen Hühnerstall, Schweinestall und SeaLife-Aquarium auffresse mit massenhaft Fischstäbchen, Dinosaurier-Nuggets und Hackepeter. Echt krank! Aber was will man machen. Meine Eltern haben halt schuld, weil sie mir dieses Zeug als Kind immer vorgesetzt haben und mich so auf den Geschmack brachten. Eigentlich wollte ich als Kind nie Fleisch, weswegen meine Eltern dann halt mit solchen Sachen anfingen, die jedes Kind lecker findet und wo halt Fleisch drin ist. Da kann man einfach nicht widerstehen.
    Ich war als kind regelmäßig (gerne) bei mcdonals, mein lieblingsessen waren bis 18 chicken nuggets, und ich habe mir bis 20 regelmäßig kalte fleischbällchen mit mayonnaise zum abendbrot reingedrückt weil ich zu faul war zu kochen. Dann bin ich vegetarier geworden, weil mir klar wurde, was für ein gigantischer haufen scheiße die fleischindustrie ist und was ich meinem körper damit antue. 3 monate später bin ich veganer geworden. Das ist jetzt 3 jahre her. Ich bereue es nicht. Vor allem, weil es heutzutage so viel einfacher ist. So gut wie jede fleischart gibt es vegan und vegetarisch. Veganer käse, alles kein problem.

    Nicht deine eltern oder deine kindheit ist schuld, wenn du nicht auf fleisch verzichten kannst. Sondern du. Veganer ist für den einstieg auch schwer, kein wunder, dass du dann sofort wieder in fleischwahn verfällst. Versuch dir stückweise das fleisch abzugewöhnen, mach erst einen, dann zwei, dann drei vegetarische tage in der woche. Dann hör auf kuhmilch zu trinken und ersatzmilch zu benutzen, die meistens sowieso besser schmeckt. Dann fang an eier wegzulassen. Guck bei käse hinten drauf ob microbielles lab draufsteht. Ess nur noch weingummies ohne gelatine. Fang an die vegetarischen schnitzel und brotbelege zu essen, die größtenteils genau schmecken wie ihre vorbilder.

    So hast du bessere chancen, deinen fleischkonsum dauerhaft zu reduzieren.

    Geändert von Pacebook (23.02.2019 um 21:35 Uhr)

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