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Thema: Die "Alternative für Deutschland"

  1. #361
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    Wir sprechen hier von einer der stolzesten Nationen dieses Planeten, eine Demokratie, die sich für Militärparaden auf Augenhöhe mit nordkoreanischen Aufmärschen nicht zu schade ist. Wir sprechen von der Nation, die von unseren Vorfahren jahrhundertelang gedemütigt wurde, wir sprechen von der Nation, mit der unsere Ahnen seit der Divisio Regnorum eine Erbfehde geführt haben.
    jahrhunderte gedemütigt? Die zwei großen Demütigungen Frankreichs von deutscher Seite aus waren die Reichsgründung 1871 und die Niederlage im Blitzkrieg durch Hitler zwischen denen nur wenige Jahrzehnte lagen. Die Jahrhunderte davor war Frankreichs Machtstellung einzig während des 100jährigen Krieges wirklich bedroht etwas das sich politisch im Anschluss an die Ergebnisse des Endes des Konlfikts mit England ins Gegenteil verkehrte. Die Macht und das Territorium wurden konsolidiert und Frankreich musste ab da an nur die Dominanz der Habsburger in ihren verschiedenen Entitäten fürchten, wobei fürchten hier hieß, dass man sich munter um die Dominanz in Westeuropa bekriegte, im Fall der Habsburger hieß das sowohl Spanien als Gegner als auch die linksrheinischen Teile des Reiches und diese verleibte sich Frankreich dann auch ein. Also so sehen für mich keine Demütigungen aus zumindest nicht in Hinblick auf Frankreich.

    Nichtsdestotrotz mischte Frankreich als Partei im Dreißigjährigen Krieg im "Reich" mit und begann mit dessen Ende ein Zeitalter der kulturellen Hegemonie in Europa. Und mit dem Furor der französischen Revolution im Rücken mischte Napoleon Mitteleuropa auf und unterwarf es dann herrschaftlicher Hegemonie. Diese Nation wurde zu keinem Zeitpunkt "jahrhundertelang gedemütigt" sondern war selbst ständig Teil einer aktiven und auch kriegerischen Machtpolitik, die auch von Seiten des Reiches, wechselseitig sowohl als Angriff als auch Verteidigung empfunden wurden. Ein erster Schock war die Erfahrung das das Reich zum Spielball im Dreißigjährigen Krieg ausländischer Mächte uA Frankreich wurde, der zweite große Schock dürfte die von Napoleon auferlegte Fremdherrschaft gewesen sein. Die erste Strophe des Deutschlandliedes lautet daher nicht umsonst auf "Zum Schutz und Trutze" und spielt auf eine unter damaligen Zeitgenossen verbreitete Wahrnehmung an, dass Deutschland gerade wegen seiner Zersplitterung vor allem Ziel von Angriffen war, denen es sich erwehren musste, kaum als aktiver Akteuer, wie es später uminterpretiert wurde.

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    Der Jour de l'Armistice ist allerdings seit 1919 inoffiziell, seit 1922 offiziell ein nationaler Gedenktag, keine Siegesfeier. Der Bleuet de France ist ein Symbol des Gedenkens. Remembrance Sunday im UK betrifft dasselbe. Red poppy ist ein Trauersymbol. Selbst die Serben tragen den Felsenteller im Andenken.
    Gedacht wird der gefallenen Soldaten dieses Weltkriegs und allgemein, allerdings der eigenen. Dieses Datum wird ja nicht ohne Grund in den damaligen Aliierten-Nationan begangen, Polen feiert wiederum seine Unabhängigkeit. Man gedenkt der Toten, wie es im Übrigen dem Gedanken an jeden Krieg angemessen ist, denn selbst ein Sieg ist mit Blut erkauft. Für sie fällt mit diesem Datum Sieg/ Erlösung zusammen. Ihre Toten hatten, soweit man das sagen kann, einen Sinn. Symbolisch ist dieses Datum für uns belasteter, weil es mit Niederlage zusammenfällt, mit somit sinnlos gestorbenen. Eine Übernahme der Entete-Lesart schickt sich da nicht für uns. Wir haben als Äquivalent ja dann auch den Volkstrauertag, wo wir dann unserer Toten gedenken.

    Wie gesagt ich halte Gaulands Äußerungen dazu für falsch. Es ist ja nicht so als wären wir dort eingeladen worden, um Abstand davon zu nehmen daran zu denken, was wir selbst verloren haben. Ein schönen formulierten Kommentar dazu:

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    Aber, wenn ich in die Erde lausche, in der die Gefallen ruhen, dann weiß ich, dass ich die Hand meiner französischen, oder englischen Kameraden beim nächsten Treffen ein bisschen fester drücken werde, eingedenk der Tatsache, dass unsere Urgroßväter vielleicht aufeinander geschossen haben.
    Ich denke das ist letztlich die wichtigere Botschaft heutzutage.


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    Und ja, das gehört hier rein.
    wie wäre es wenn du die glatzköpfigen Halbaffen deiner örtlichen Kameradschaften und die AfD auseinander hältst? Diese Leute waren vor der AfD da, sie sind jetzt immer noch da und womöglich wird es sie immer noch in irgendwelchen stumpfen Hitler-Sekten geben, wenn wir schon lange nicht mehr sind.

    Geändert von KingPaddy (14.11.2018 um 02:35 Uhr)

  2. #362
    Zitat Zitat von KingPaddy Beitrag anzeigen
    jahrhunderte gedemütigt? Die zwei großen Demütigungen Frankreichs von deutscher Seite aus waren die Reichsgründung 1871 und die Niederlage im Blitzkrieg durch Hitler zwischen denen nur wenige Jahrzehnte lagen. Die Jahrhunderte davor war Frankreichs Machtstellung einzig während des 100jährigen Krieges wirklich bedroht etwas das sich politisch im Anschluss an die Ergebnisse des Endes des Konlfikts mit England ins Gegenteil verkehrte. Die Macht und das Territorium wurden konsolidiert und Frankreich musste ab da an nur die Dominanz der Habsburger in ihren verschiedenen Entitäten fürchten, wobei fürchten hier hieß, dass man sich munter um die Dominanz in Westeuropa bekriegte, im Fall der Habsburger hieß das sowohl Spanien als Gegner als auch die linksrheinischen Teile des Reiches und diese verleibte sich Frankreich dann auch ein. Also so sehen für mich keine Demütigungen aus zumindest nicht in Hinblick auf Frankreich.
    Ich hämele nicht, wenn ich sage: Versailles x2 und Rhetondes x2. Bis 1945 haben unsere Vorfahren den Vorfahren der Franzosen etwas vergolten, das wir heute nicht mehr vergeltenswert nennen können, weil wir gute Menschen sind. Unsere Vorfahren waren das nicht. Ich möchte dich nicht in Sippenhaft nehmen und tue es auch nicht, wenn ich sage: Unsere Vorfahren haben die Vorfahren der Franzosen gedemütigt. Ich kann im außermoralischen Sinne die Genialität bewundern, mit der das geschehen ist. Als Deutscher, den eine tiefempfundene Freundschaft und Liebe zu den Franzosen prägt, kann ich nicht sagen, die Gemeinschaft, in der meine Vorfahren lebten, hat sich derselben Liebe hingegeben. Unsere Vorfahren wurden von den Franzosen-Vorfahren ebenfalls gedemütigt. Wir sind aber spätestens heute nicht in einer Position, die das zahlenmäßig aufrechnen kann oder darf oder will. Der kindische Streit, den unsere Vorfahren einst führten, offenbart allein das: Die Franzosen haben aufgehört, die Demütigungen zu aggravieren. Unsere Vorfahren haben unsere französischen Brüder und Schwestern unterworfen und vernichtet, wie sie unsere eigenen MitbürgerInnen unterworfen und vernichtet haben. Eins von beiden gebietet Demut. Das andere stellt eine unmenschliche Demütigung dar. Wir alle können zwischen dem einen und dem anderen unterscheiden und uns darauf einigen, dass unsere Vorfahren sich schuldig gemacht und die Franzosen-Vorfahren Größe gezeigt haben.

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    Gedacht wird der gefallenen Soldaten dieses Weltkriegs und allgemein, allerdings der eigenen.
    Du weißt vielleicht noch, ich halte nicht viel von Anekdoten-Argumenten. Aber ich bringe jetzt trotzdem eins, du darfst es schelten, wenn du willst.

    Die BBC hat neulich das Unis-Bild der ikonischen Macron-Merkel-Geste vor den Fichten geteilt. Darunter schrieb eine unserer Mitbürgerinnen sinngemäß: "Ich möchte mich entschuldigen, dass wir Deutsche so viele Tote und so viel Leid verursacht haben." Weißt du, was darunter folgte? Vielleicht. Was folgte, waren größtenteils Briten (es war die BBC ...), aber auch Franzosen und andere Europäer, die schrieben: "Wir haben der Opfer des Weltkrieges gedacht. Allen Opfern." Auch der deutschen, meinten sie.

    Ich gebe gerne zu, dass Europa noch nicht so weit ist, den WW2 mit einer Distanz zu betrachten, die die heutigen Deutschen aus der Schuld nimmt, die unsere Vorfahren tragen. Diese Schuld wird vermutet, sie wird politisierend genutzt, das ist so. Die BürgerInnen der Nationen, die unsere Ahnen im WW1 als Feinde brandmarkten, begegnen einer Selbstdemütigung deutscher BürgerInnen vor den fraglosen Verbrechen ihrer Ahnen heute mit freundschaftlichen Beschwichtigungen.

    Nein. Niemand gedenkt heute mehr den "eigenen" gefallenen Soldaten dieses Weltkrieges. Die Nationen gedenken im Höchstfall zuerst den "eigenen" gefallenen Soldaten. Macron und Merkel versöhnten sich vor Fichten. Vielleicht waren es Tannen, vielleicht waren es Pinien, ich bin ein schlechter Botaniker, das deutsche Schulsystem hat mir 3 Jahre Biologie-Unterricht geraubt. Es waren Nadelbäume, so viel weiß ich. Es war eine historische Geste der Aussöhnung. So viel weiß ich als Deutscher und Freund unserer französischen Nachbarn und Geschwister. Und das ist alles, was zählt: Gedacht wurde zuerst den Opfern. Und zugleich zuerst der Versöhnung zwischen den Völkern. Das Europa, in dem wir leben und lieben, das kann das.

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    Für sie fällt mit diesem Datum Sieg/ Erlösung zusammen. Ihre Toten hatten, soweit man das sagen kann, einen Sinn. Symbolisch ist dieses Datum für uns belasteter, weil es mit Niederlage zusammenfällt, mit somit sinnlos gestorbenen.
    Nein. Sorry, Paddy, aber nein. Frag einen Franzosen oder eine Französin. Frag eine/n EuropäerIn. Frag irgendwen, der nicht den Lügen der Völkisch-Nationalen verfallen ist. Frag einen Menschen, der es verstanden hat, Mensch geblieben zu sein. Denn: Nein. Ich kenne zufällig Französinnen und Franzosen und Europäerinnen und Europäer, ich kenne gar Außer-EuropäerInnen, deren Stimme wir zu dieser Sache nicht einmal als relevant wahrnehmen müssen. Nein. Nicht mal auf national-symbolischer Ebene, vor allem eigentlich auf dieser.

    Nein. Das stimmt nicht. Es stimmte vor spätestens 15 Jahren nicht und es stimmt auch heute nicht. Nein, ganz entschieden nein.

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    wie wäre es wenn du die glatzköpfigen Halbaffen deiner örtlichen Kameradschaften und die AfD auseinander hältst?
    Wie wäre es, wenn du mir zugestehst, dass ich die glatzköpfigen Halbaffen und die AfD als zeitgleiche Phänomene identifizieren kann? Ich sage nicht, dass AfD-WählerInnen die Moorfotzen sind, die hier Gedenktafeln zerstören. Aber ich sage, dass das, was die AfD in dieser Stadt anrichtet -- als AfD, nicht als irgendwie freie radikale Kräfte, die zufällig an manchen Stellen mit der AfD verbandelt sind, sondern als AfD, offiziell und bewusst als AfD --, elementar damit verschalten ist, dass hier irgendwelche Moorfotzen Gedenktafeln zerstören, dass hier Halbaffen Hitlergrüße präsentieren, dass hier Halbaffen nationalen Sozialismus jetzt jetzt jetzt einfordern. Ich sage nicht, dass die AfD das demokratiefeindliche Problem in dieser Stadt ist. Ich sage, dass die bundesdeutsche Stimmung und die lokalsächsische Verrohung, die zu diesen Dingen führt, elementar mit dem verschalten sind, was die bundesdeutsche AfD und die lokalsächsische AfD an Verrohung und Sagbarkeit und Normalisierung produzieren.

    Die AfD hat hier niemanden angegriffen, niemanden geschädigt, niemanden verletzt, nichts geschändet. Zumindest und vor allem nicht als AfD. Das will ich nie behauptet haben. Aber sie trägt mindestens in dieser Stadt -- Deutschland besteht ja immer noch aus mehr Städten als Chemnitz, aber in denen lebe ich nicht -- eine elementare Mitschuld an dem, was hier seit August und darüber hinaus passiert. Wir können uns gern darüber unterhalten, wie. Nicht aber darüber, dass. Ich bin gern dazu bereit zu erklären, warum. Ich bin gern dazu bereit zu erklären, wie und warum ich diesen Nexus ziehe. Nicht aber zu rechtfertigen, dass ich diesen Nexus ziehe.

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    Diese Leute waren vor der AfD da, sie sind jetzt immer noch da und womöglich wird es sie immer noch in irgendwelchen stumpfen Hitler-Sekten geben, wenn wir schon lange nicht mehr sind.
    Die AfD kam und auf einmal waren die Hitler-Sekten gesellschaftsfähig und fühlten sich mutig genug, nicht mehr nur anonym Flüchtlinge zu bedrohen, sondern sich offen gegen die zivile Gesellschaft zu richten. Ich bin gern bereit zu erklären, warum ich diesen Nexus ziehe. Ich bin aber gleichzeitig auch sehr gespannt zu erfahren, warum einem vernünftigen Menschen wie dir dieser Nexus so unverständlich bleibt.

    Geändert von Mordechaj (14.11.2018 um 03:49 Uhr)

  3. #363
    Schon wieder eine furchtbare Gewalttat durch einen Flüchtling. Das wird die AFD sicher wieder ausnutzen

    https://www.wiesbadener-kurier.de/lo...renes_19895289

  4. #364
    Ach, du bist viel zu spät dran, noRkia!

    Alice Weidel auf Twitter folgen heißt, einen Google Alert für Straftaten von Geflüchteten zu haben.

  5. #365
    Je unzufriedener die Deutschen, desto mehr Stimmen für die AfD. Ich denke, das kann man sehr gut auf diesen Umstand herunterbrechen. Die AfD will betroffen machen und Hass schüren mit ihren Posts und das gilt ganz besonders für Weidel. Diejenigen, die das nicht merken, und der AfD blind folgen sind meist auch diejenigen, die gelernt haben, sich von ihrem Hass in eine bestimmte Richtung lenken zu lassen. Und die Lenkenden sind hierbei die Funktionäre der AfD. Kann man das irgendwie in den Griff bekommen? Ich weiß es leider nicht.

  6. #366
    Ich hasse eigentlich nur die Merkel und alle links der FDP.

  7. #367

    steadily ready to stab
    stars5
    Manuel Ochsenreiter (zusammen mit mehreren anderen Rechtsextremisten angestellt bei Markus Frohnmaier, seines Zeichens MdB für die AfD und Sprecher von Alice Weidel), Chefredakteur der rechtsextremen Zeitschrift "Zuerst!", vorher bei der "Deutschen Militärzeitschrift" (und auch ansonsten für nichts zu schade, primär bei RT) wird gerade von einem Angeklagten (Michał Prokopowicz) im Prozess um den false-flag Brandanschlag am 4. Februar 2018 auf das Ungarische Kulturzentrum im ukrainischen Uschhorod unterstellt, er hätte den Anschlag geplant und bezahlt.


    rechts (haha) im Bild: Ochsenreiter und Michał Prokopowicz mit ihren Falanga Buddies

    Der Artikel hat nicht so viele Infos, aber wer mag, kann gerne mal hier ein wenig abtauchen: https://twitter.com/A_SHEKH0VTS0V/st...26616610537472

  8. #368
    Das ist jetzt zwar die FPÖ, also bisschen OT, passt aber weil es vergleichbare Partei mit rechtsextremen Tendenzen ist, meiner Meinung nach auch hinein:

    Zitat Zitat
    Kickl stellt Menschenrechtskonvention infrage, Kritik von Ministerkollegen und Van der Bellen

    "Das Recht hat der Politik zu folgen und nicht die Politik dem Recht", sagte der Innenminister im ORF. Justizminister Moser weist ihn zurecht, Bundespräsident Van der Bellen verwehrt sich gegen "Rütteln an EMRK"

    Wien – Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) stellt die Europäische Menschenrechtskonvention und das rechtsstaatliche Prinzip infrage. Im Interview mit Susanne Schnabl im ORF-"Report" am Dienstagabend erklärte er: "Ich glaube immer noch, dass der Grundsatz gilt, dass das Recht der Politik zu folgen hat und nicht die Politik dem Recht." Tatsächlich ist im Bundes-Verfassungsgesetz aber festgehalten: "Die gesamte staatliche Verwaltung darf nur auf Grundlage der Gesetze ausgeübt werden." Kickl ist als Minister Teil der Verwaltung, die Gesetze macht das Parlament.

    Bei seinen Wünschen nach strengeren Regeln für Asylwerber ist Kickl vor allem die Europäische Menschenrechtskonvention im Weg. Während er bei Wolfgang Fellner auf oe24.tv jüngst noch forderte, straffällige Asylberechtigte schon nach einem erstinstanzlichen Urteil ohne Rechtskraft abschieben zu lassen, revidierte er das im "Report": "Wünschen kann man sich vieles", so sei das aber derzeit nicht machbar.
    [...]
    Quelle: https://derstandard.at/2000096888042...ntion-in-Frage

    Zugegeben, ich finde den Standard in der Berichterstattung manches mal etwas sozialdemokratisch gefärbt aber in diesem Artikel gibt es auch ein offenbar ungeschnittenes Interview, in dem man sich von der Echtheit dieser Aussagen überzeugen kann. Die FPÖ hat in der letzten Nationalratswahl verhältnismäßig stark zugelegt, sie sind jetzt als zweitstärkste Partei in der Regierung und entsprechend sind einige Ministerposten von der FPÖ belegt.

    Herbert Kickl war der Generalsekretär der FPÖ und ist nun der Bundesminister für Inneres in Österreich. Ich finde den Sager "Das Recht hat der Politik zu folgen und nicht die Politik dem Recht", insbesondere in der klaren Selbstverständlichkeit, mit der er diese Worte sagt, absolut problematisch und alarmierend. Wir haben hier offenbar einen Absolutisten auf einen Ministerposten gesetzt, der unsere Verfassung als überholt betrachtet. Unser Bundespräsident ist aktuell nicht die Person, die ich gewählt habe aber ich bin in dieser Situation froh, einen Präsidenten vom anderen Ende des politischen Spektrums zu haben.

    Die AfD ist natürlich nicht die FPÖ, allerdings pflegt sie gute Kontakte zu ihr und ist in ihrer Strategie sehr vergleichbar. Behaltet diesen Sager bei den nächsten Wahlen im Hinterkopf. Besser die Unionsparteien eine Amtszeit länger durchdrücken als die Demokratie mit dem Bade auszuschütten.

  9. #369
    Die Zeit hat heute ein wie ich finde ganz interessantes Interview veröffentlicht, hier mal der "Klappentext":

    "Wie stehen die Menschen in Deutschland zur Integration? Die repräsentative Bevölkerungsumfrage "Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit – ZuGleich" erhebt das seit 2014 alle zwei Jahre. Im Rahmen der dritten Erhebung wurden 2.009 Personen telefonisch befragt. Gefördert wird die Studie von der Stiftung Mercator. Professor Andreas Zick ist Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld und leitet die Studie. Im Interview spricht er darüber, wie sich die Kriterien, um dazuzugehören, verändert haben."

    Link zum Artikel, hier dann der Link zu der Studie.

    Im Prinzip nimmt die Akzeptanz insgesamt offenbar langsam wieder zu, der Eindruck geht aber in die umgekehrte Richtung, da die Debatte selbst quasi mit dem metaphorischen Megaphon geführt wird und die Themen, die auch Baustellen sind aber dabei eher den Blick nach vorne gerichtet haben, politisch (und medial, würde ich hier mal behaupten) leider recht unangetastet bleiben (Stichwort Sprachkurse).

    Ich habe mir die Studie selbst noch nicht angeschaut (teilen wollte ich das Interview dennoch schon einmal), nur das Interview, daher bin ich mit der Validität erst einmal vorsichtig - das, was der Mensch da so in dem Interview erzählt, klingt aber für mich erst einmal ganz schlüssig. Ich schaue aber da aber noch tiefer rein und würde dazu einladen, dass der ein oder andere das auch täte.

    (EDIT: Das ganze hat btw nichts direkt mit der AfD zu tun, ich dachte aber, dass es hier immer noch thematisch halbwegs reinpasst - bin aber offen für Alternativvorschläge! News-Thread fand ich bloß suboptimal, da der weniger für den inhaltlichen Austausch gedacht zu sein scheint.)

    Geändert von BDraw (24.01.2019 um 11:18 Uhr)

  10. #370
    Dazu passt diese Meldung:

    https://www.wiesbadener-kurier.de/lo...sucht_19919373

    Eine 19 Jährige wird gezwungen ihr Kopftuch auszuziehen. Klingt nach einem rechtsextremem Vorfall. Aber halt: Der/die Täter waren dunkelhäutig.
    Ich vermute es waren Flüchtlinge, die die muslimische Kultur in Deutschland nicht akzeptieren. Sowas geht gar nicht.

    Ok heute ist mein Trolling nicht ganz so subtil wie gewohnt. Aber ich bin auch erkältet.

    Mich wundert wieso im Artikel steht, dass viele einen Rechtsruck wahrnehmen. Ernsthaft? Ich dachte das wäre nur bei ein paar Leuten hier im Forum, die in einer Blase leben.
    Stellt euch irgendeinen beliebigen Kanzler vor Merkel vor. Waren die linker? Nee.

    Zudem wurde in den Debatten der letzten Jahre immer wieder Migration an sich mit dem Flüchtlingsthema vermischt.
    Das führt zu dann zu Chaos und wirren Aussagen. Ich denke, dass weiterhin die aller wenigsten Deutschen (inklusive mir) ein Problem mit Einwanderern haben, die

    1. Mehr Kohle ranschaffen als sie kosten
    2. Sich und ihre Nachkommen anpassen, keine frechen Forderungen stellen und ihren kulturellen Kram daheim praktizieren wo er hingehört.

    Der %-Satz an Menschen die hier her kommen und diese Kriterien erfüllen hat nur meiner Einschätzung nach in den letzten 5 Jahren abgenommen, während die Anzahl an hinzugekommen Menschen zugenommen hat. Und das ist schlecht.

  11. #371
    Abgenommen? Nein, niemals! Das waren doch größtenteils Fachkräfte, die gekommen sind!

    Zitat Zitat von Surface Dweller Beitrag anzeigen
    Besser die Unionsparteien eine Amtszeit länger durchdrücken als die Demokratie mit dem Bade auszuschütten.
    Welche Demokratie?

    Geändert von Grendel (25.01.2019 um 13:43 Uhr)

  12. #372
    Zitat Zitat von Grendel Beitrag anzeigen
    Welche Demokratie?
    Die parlamentarische Demokratie der Bundesrepublik. Von der ist meistens die Rede, wenn in demselben Satz "Unionsparteien" vorkommt.

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