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Thema: Die "Alternative für Deutschland"

  1. #41
    Zitat Zitat von Surface Dweller Beitrag anzeigen
    Radikalität und Gewaltexzesse bei Demonstrationen und versiegelte Münder der Parteisprecher sind also ein rechtes Problem? Und verhüllte Steinewerfer fahren irgendwann in Menschenmengen?
    Ich spreche nicht für Schattenläufer, sondern für mich selbst:

    Ja. Ihr kriegt es nur in euren Filterblasen nicht mit.

  2. #42
    Zitat Zitat von Surface Dweller Beitrag anzeigen
    Du verdrehst RPG-Devil die Worte im Mund. Jemand kann durchaus die Bildung und Veränderung einer Nation anstreben, die sich aufgrund kultureller oder religiöser Merkmale solidarisieren soll. Der islamische Staat ist z.B. auf eine ähnliche Weise entstanden. Dass "mehr von meiner Kultur hier haben wollen" und "eine Nation bilden" nichts miteinander zu tun haben muss, steht auf einem anderen Blatt.
    Ich drehe ihm nicht die Worte im Mund herum. Ich merke an, dass die Leute mit Migrationshintergrund in Deutschland alle einen verschiedenen Migrationshintergrund haben, und dass es Quatsch ist anzunehmen, dass es da eine Solidarisierung bis hin zu einem "Nationalismus" gibt, wenn die einen aus der Türkei kommen, die anderen aus Vietnam, wieder andere aus Libyen etc.
    Falls er meinte, dass Leute einer bestimmen Kultur gerne mehr Leute aus ihrer Kultur hier hätten, dann muss er das so deutlich schreiben. In dem Fall ist die Aussage wahrscheinlich korrekt, aber ich verstehe ihren Sinn in der Diskussion hier nicht und der Verweis, dass das ja auch irgendwie Nationalismus sei, wäre auch in dem Fall extrem unangebracht.

    Zitat Zitat
    Radikalität und Gewaltexzesse bei Demonstrationen und versiegelte Münder der Parteisprecher sind also ein rechtes Problem? Und verhüllte Steinewerfer fahren irgendwann in Menschenmengen?
    Was auch immer du gerade implizieren willst: nein. Und wenn Linke sowas machen wir die AfD hier, wären sie bei mir unten durch. (Hinweis, ich wähle die Linken sowieso schon nicht.)
    Um trotzdem auf die Frage zu antworten: Politisch motivierte Gewalttaten sind meines Wissens in Deutschland hauptsächlich ein rechtes Problem, ja. Vor allem auch gegen Unbeteiligte. Wenn Linksextreme etwas tun, greifen sie meistens Polizei und Rechtsradikale in der Gegendemo an. Oder Autos. Aber ich will linksextreme Gewalt nicht schönreden, ich finde Gewalt und Vandalismus von allen Seiten scheiße und nicht hilfreich. Und wenn linke Politiker bei so etwas mitlaufen, es teilweise sogar selbst organisieren, und die Gewalt dann danach wegdiskutieren und sich nicht der Kritik stellen wollen (also sich wie die AfD verhalten), dann sind sie bei mir unten durch.
    Trotzdem, wie auch Mordechaj sagt: das Problem ist tatsächlich eher von rechts als von links. Die Zahlen dazu in Ostdeutschland sind irgendwie sowas wie 80 links motivierte Delikte vs. >1000 rechte Delikte.

    Geändert von Schattenläufer (18.09.2018 um 10:26 Uhr)

  3. #43
    Zitat Zitat von Schattenläufer Beitrag anzeigen
    Trotzdem, wie auch Mordechaj sagt: das Problem ist tatsächlich eher von rechts als von links. Die Zahlen dazu in Ostdeutschland sind irgendwie sowas wie 80 links motivierte Delikte vs. >1000 rechte Delikte.
    Da habe ich letztens einen interessanten Artikel gelesen. Die AfD stellt eine Anfrage über die Verteilung der Straftaten politischer Gewalt nach linken und rechtem Lager und dann stellt sich heraus, dass von ~2200 Straftaten rund 1800 dem rechten Spektrum zugeordnet wurden und die Linken lediglich bei Sachbeschädigung (ganz knapp) führen.

    Geändert von Ashrak (18.09.2018 um 11:10 Uhr)

  4. #44
    Ja, die Statistik ist dahingehend ziemlich eindeutig; es handelt sich um Drucksache 7/178 des Landtags von Sachsen-Anhalt.

    Ich war allerdings ein bisschen enttäuscht von meinen FreundInnen von der AfD, dass sie keine Folgefrage nach dem Migrationshintergrund der Täter gestellt haben.

    Weil irgendwer gefährdet unsere innere Sicherheit massiv. Aber es können nicht die Rechten sein, wir sollten erst alle anderen Steine umdrehen. Am Ende stellt sich heraus, dass sich in Ostdeutschland nachts Mobs aus radikalisierten Blässrallen bilden, die dann Menschen angreifen. Und niemand tut was dagegen, obwohl Maaßen bereits vor Monaten einen Ermittler ins Zeisigwaldbiotop geschickt hat.

  5. #45
    @Surface Dweller
    Zitat Zitat
    Das war aber besonders in diesem Forum einmal anders und wurde auch deswegen geschätzt bzw. es gab hier immer den Konsens, dass ein gewisses Maß an Offenheit für andere Ansichten essenziell für eine sinnvolle politische Diskussion ist.
    Jetzt versteh ich, was du meinst. Ich denke aber schon, dass die Forumslinke andere Ansichten toleriert, solange sie nicht diskriminierend sind und damit meine ich z. B. so richtig rassistisch. Sachliche Kritik an der Flüchtlingspolitik nennt hier eigentlich niemand Rassismus.

    Zitat Zitat
    Zuvor hast du noch suggeriert, das das sehr wohl der Fall sein kann:
    Ich hab ja nicht gesagt, dass man es kann, sondern nur, dass man der Welt etwas Gutes (nicht auf die Goldwaage legen) tun würde, wenn man es könnte und die Partei wirklich so wäre.

  6. #46
    Ja die Diskussion ist bisher sehr sachlich. Wundert mich doch ein wenig. Auch wenn es natürlich sehr viele verschiedene Meinungen zur AfD gibt. Muss ich auch mal loben.

    Die Rechtspopulisten sind aber bereits weltweit auf dem Vormarsch und hier sei nochmal zu erwähnen, dass Deutschland, in Europa die meisten Flüchtlinge aufgenommen hat.

    Natürlich die Türkei und die Nachbarländer Syriens - auch eine große Menge, aber man muss bedenken, dass diese Menschen eine ganz andere Kultur haben, als die Europäer.

  7. #47
    Zitat Zitat von Mordechaj
    Ja, die Statistik ist dahingehend ziemlich eindeutig; es handelt sich um Drucksache 7/178 des Landtags von Sachsen-Anhalt.
    Erstmal danke für's raussuchen, das ist recht interessant. Das Gegenargument, dass bei dieser Übersicht der Deliktskategorien zwangsläufig irgendwann kommen muss ist, dass die 1037 Propagandadelikte und 274 Fälle von Volksverhetzung Delikte sind, die in unseren Gebieten nur von Rechts kommen können (mich würde interessieren welches Propagandadelikt dieser eine Linke gegangen hat). In der Ukraine z.B. wo der rote Stern und Hammer & Sichel verboten sind, würde diese Statistik anzunehmenderweise anders aussehen.
    Will man aber daraufhin gegenargumentieren, dass das hier trotzdem nunmal als Delikt gilt und man sich trotzdem daran zu halten habe, dann muss man dazu sagen, dass wir hier von den Radikalen auf beiden Seiten reden und der Rechtsradikale nunmal nicht radikal wäre, wenn er sich in diesen Belangen zu mäßigen wüsste. Keine Frage aber, dass das insgesamt natürlich ein schlechtes Licht auf die "rechte Seite" wirft.

    Die unter diesen Gesichtspunkten vergleichbaren, relevanten Delikte sind Sachbeschädigung und Körperverletzung, da bei bei Äußerungsdelikten unklar ist, inwiefern sie mit z.B. Volksverhetzung in tandem passiert sind. Und bei diesen sind die Zahlen (Sachbeschädigung Links um 10 mehr, Sachbeschädigung Rechts um >50% mehr) meiner Meinung nach nicht aussagekräftigung genug um Radikalität in Demos als ein grundsätzlich oder mehrheitlich rechtes Problem darzustellen (es ist auch anzunehmen, dass sich eine ähnliche Untersuchung an anderen Orten unterscheiden würde). Das passiert ständig, insbesondere auch gerne von Rechts gegenüber Links, wie dieser Hüftschuss der AfD (der nach hinten losging) das mal wieder zeigt, ist aber, und das ist meine Aussage, viel weniger das Problem als Radikalität selbst.

    Zitat Zitat von Kelven
    Jetzt versteh ich, was du meinst. Ich denke aber schon, dass die Forumslinke andere Ansichten toleriert, solange sie nicht diskriminierend sind und damit meine ich z. B. so richtig rassistisch.
    Ich wurde schon direkt beleidigt und jemand hat mir eine antisemitische Judenkarikatur hingeknallt in der Annahme, ich wäre ein fieser Rechtsradikaler der Kreide gefressen hat und entlarvt werden muss und ich kann mich nicht erinnern hier jemals eine Äußerung getätigt zu haben, die einvernehmlich als rassistisch bezeichnet werden könnte. Soviel mal dazu.

    Wir haben halt aktuell eine sehr polarisierte Situation, die politische Mitte verschwindet zusehends in diesem Tauziehen und es fällt mir als ziemlich mittig-konvervativ ausgerichteten schwer eine entsprechende Ansicht zu vertreten, ohne das jemand suggeriert, ich wäre irgendwie Opfer einer AfD-Gehirnwäsche (dabei wähle ich noch nicht einmal die AfD/FPÖ).

    Zitat Zitat von Schattenläufer
    Ich merke an, dass die Leute mit Migrationshintergrund in Deutschland alle einen verschiedenen Migrationshintergrund haben, und dass es Quatsch ist anzunehmen, dass es da eine Solidarisierung bis hin zu einem "Nationalismus" gibt, wenn die einen aus der Türkei kommen, die anderen aus Vietnam, wieder andere aus Libyen etc.
    Und ich wollte nur anmerken, dass das so halt nicht stimmt und dass der Wunsch nach Staatlichkeit (bzw. nationalistisches Gedankengut) auf Grundlage gemeinsamer Kulturen oder Religionen basieren kann. Die ISIS-Leute haben sich zusammengefunden und waren schon Nationalisten bevor sie ihren Staat gegründet haben. Ich möchte hier keine Parallelen ziehen aber ISIS eignet sich in dem Fall halt gut als erklärendes Beispiel. Auf Wikipedia findet man aktuell diese Erklärung zu "Nation": "Nation (um 1400 ins Deutsche übernommen, von lat. natio, „Volk, Sippschaft, Menschenschlag, Gattung, Klasse, Schar“) bezeichnet größere Gruppen oder Kollektive von Menschen, denen gemeinsame Merkmale wie Sprache, Tradition, Sitten, Bräuche oder Abstammung zugeschrieben werden." Es braucht also nicht zwingend romantische Gefühle gegenüber dem Herkunftsland.

    Geändert von Surface Dweller (Gestern um 10:19 Uhr)

  8. #48
    @Surface Dweller
    Aber das waren doch bestimmt Einzelfälle. Konservative Ansichten sind hier sicher umstritten, aber ich hab nicht den Eindruck, dass alle gleich total aggressiv auf sie reagieren.

    Zitat Zitat
    Wir haben halt aktuell eine sehr polarisierte Situation, die politische Mitte verschwindet zusehends in diesem Tauziehen und es fällt mir als ziemlich mittig-konvervativ ausgerichteten schwer eine entsprechende Ansicht zu vertreten, ohne das jemand suggeriert, ich wäre irgendwie Opfer einer AfD-Gehirnwäsche (dabei wähle ich noch nicht einmal die AfD/FPÖ).
    Bei solchen hitzigen ideologischen Diskussionen passiert es schnell, dass zu voreilig Schlüsse gezogen werden. Ich weiß auch nicht, was man dagegen machen kann, außer dass man sich vielleicht explizit von der Position des rechten Rands distanziert. Vermutlich ist es oft nicht klar, wo jemand wirklich steht.

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