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Thema: Die "Alternative für Deutschland"

  1. #241
    PeteS

    Ich hatte mich nur von einer Aussage von Dir distanziert.

    Weil der Kommentar nah an StgB 130 Volksverhetzung war.
    Man kann nicht schreiben:

    "Alle hatten einen Job, auch die Juden im Vernichtungslager."

    Auch wenn das vielleicht böse Ironie war, das ginge zu weit. (Meintest du auch sicher anders.)

    Das A***** von Morderchaj war doch auch nicht ernst gemeint.
    Er kennt mich ja nicht.

    Ihm gefällt nur meine politische Meinung nicht, und wie ich Dinge direkt formuliere.

    Chillt mal Alle ein Wenig.
    Bei Politik gibts nunmal sehr verschiedene Meinungen. Und ich finde solche streitbaren Themen ein Gewinn für das Forum.

    Ich trolle überhaupt nicht, wie vielleicht einige vermuteten.
    Aber Danke für deine netten Erklärungen PetesS.

    Wir sind halte beide konservativ eingestellt.

    Kelven
    Themen wie Gender, und AfD sind nunmal sehr polarisierende Themen.

    Ich lese jede Meinung, vielem kann ich nunmal nicht zustimmen.
    Ich bringe Argumente in den Raum, die andere Konservative vielleicht zustimmen.

    Aber natürlich gibt es auch viele linke politische Parteien. Ich akzeptiere das total. Und mich stören streitbare Diskussionen überhaupt nicht.

    Ich bin absolut neutral. Und sehe alle Diskussionsteilnehmer wie vorher. Weil ich weiß, bei Politik gehts nicht um richtig oder falsch, sondern um "Wer hat die beste Lösung, und wer überzeugt die meisten Menschen."?

    MfG

    Geändert von RPG-Devil (11.10.2018 um 22:44 Uhr)

  2. #242
    Aus der Rubrik "Wer hätte das nur gedacht (jeder, der nicht super naiv ist)": Die AfD möchte einen Gesetzesentwurf einreichen, um die "Ehe für alle" abzuschaffen.

    Ist selbstverständlich reine Provokation und zum Scheitern verurteilt, führt aber eigentlich ganz gut den Irrtum vor Augen, diese Partei hätte "nix gegen Minderheit XYZ, weil ja welche davon in der Partei sind".

  3. #243
    (@RPG-Devil: Ich sehe mich nicht wirklich als konservativ (eher das Gegenteil - ohne aber links zu sein). Scherzhaft bezeichne ich mich gerne als zu fortschrittlich und 100 Jahre meiner Zeit vorraus. Das aber nur so nebenbei. Bei der Gender-Thematik bin ich ja auch eher anderer Meinung als du. Da funktionierte meine Kommunikation mal vor Ewigkeiten mit Mordechaj im dortigen Thread ganz gut. Da war man sich von den Positionen aber auch nicht total unterschiedlich, außer bei den Frauenquoten - wo ich eben wieder mit meiner stark individualistischen Einstellung anders liege.)

    Das mit der Ehe für Alle habe ich tatsächlich auch gehört. In dem "Thread" da bei Twitter war auch nochmal irgendwo erwähnt, dass die CSU unter Druck gesetzt werden soll. Das ist wohl Landtagswahlkampf für Bayern. Da die CSU ja sich nich einfach mit der bösen AfD zusammentun kann oder gegen die Koalition stimmen kann wird sie nich dem Antrag zustimmen. Im konservativen Bayern erhofft man sich wohl seitens der AfD dadurch Stimmen von erzkonservativen heterosexuellen älteren Männern. Ich bin so froh, wenn dort die Landtagswahl vorbei ist und Seehofer - sollte er politisch überleben - auf Bundesebene auch wieder vielleicht ein bissl "normaler" wird.


    Zur Ehe hatte ich glaub ich auch in andern Threads schon mal was gesagt: Nachvollziehen kann ich, dass man damit Familie und auch Nachwuchs fördern will. Macht aber wenig Sinnd wenn in Hetero-Ehen es auch nicht zu Kindern zwingend kommen muss. Und manche nur wegen Steuervorteil heiraten. (Eigentlich müssten die - wer zusammenlebt/woht lebt schon billiger als mit getrennten Wohnungen - ohne Kinder mehr Steuern zahlen. )

    Vorteile sollten sich rein an real in nem Haushalt existierenden Kindern orientieren. (Bei Nicht-Hetero-Paaren dann auch zum Beispiel adoptierte Kinder.) Ob da das Kindergeld oder Kinderfreibetrag reicht. Man das verändert. Oder nebenher andere Boni dazugibt. Ist ne andere Frage. Dieses "für den andern Sorgen, auch weitergehende Verpflichtungen haben, aber auch Rechte Entscheidungen zu treffen, im Notfall" - das kann unabhängig von der Ehe gehen. Ehepartner ... da haben wir es schon. Eltern/Kinder - da gibt es sowas auch. Unter Geschwistern die verwandt sind wegen Verwandschaftsverhältnis vielleicht auch. (Ich kenne da nicht alle rechtlichen Regeln im Detail.)

    Dass man sowas für fremde Personen schafft - noch unabhängig vom Ehepartner von dem man sich vielleicht nur maximal 1 raussuchen können soll ... fänd ich gar nicht sooo abwegig. Ebenso Ehekonstrukte mit mehreren Personen. Sofern nicht einer sich einfach ne "Zweitfrau" nimmt, sondern im Einverständniss aller beteiligter ein neuer Vertrag geschlossen wird, dem alle zustimmen. (Bei bestehender Ehe würden also beide mit der 3. Person verhandeln, nicht etwa eine Person gegen den willen der anden ein zweiseitiges Verhältnis mit ner 3. Person abschließen. Es beeinflusst schließlich auch wie viel Zeit derjenige für die anderne aufwenden kann - wenn es mehr sind, wird es weniger Zeit je Person, da ist vielleicht nich jeder einverstanden.)

  4. #244
    Ehe für Alle ist eigentlich eine richtige Sache.

    Ich steh ja auch nicht zu 100 Prozent hinter der AfD.
    Ich wähle eher nach Programm, als dass ich ein AfD Fan wäre.

    Natürlich soll der Antrag provozieren.
    Die Leute wollen unterhalten werden. Das ist doch bei Trump genauso. Er kommt aus der Unterhaltungs-Branche.

    Das ist bei den Rechtspopulisten nicht anders.
    Erzkonserativ mit populistischen Elementen.

    Das ist eine Agenda, ein Programm.

    Ich glaube es gibt auch linke Themen, wo nicht jeder Die Linke Wähler oder SPD Wähler zustimmen würde.

    Denn auch wenn die linken Parteien sehr Arbeitnehmer-freundlich sind, muss man auch die Sicht der Arbeitgeber verstehen.

    Und das ist das Prinzip von vielen Parteien, Klientel-Politik.

  5. #245

    Hier wird nicht geterrort
    stars_gf
    Die afd Unterhält nicht, sie kokettiert mit Ängsten. Und ich bin sehr zuversichtlich zu sagen, dass es nur die unterhält die nichtmal theoretisch von der Politik der afd bedroht ist, selbst wenn es nur eine "Provokation" ist. Trump hat gefordert, Transgender People aus dem Militär zu entlassen - wie lustig fühlt sich dass an, wenn man plötzlich seinen Job gefährdet sieht? Es ist nämlich bei all dem Chaos dass in der USA gerade abgeht nicht offensichtlich, was auf eine verdrehte Weise doch noch seinen Weg in die Umsetzung findet.

    Ich will kein "haha" und "Brot und Spiele" in meiner Politik. Ich will dass sich dort Leute ernsthaft über notwendige politische Schritte unterhalten und nicht den Prozess verlangsamen, in dem sie ab und an mal einen Stock ins Getriebe werfen.

    Du könntest dich halt fragen "Statt Zeit zu verschwenden zu provozieren könnte die afd ja mal meine Sorgen ernstnehmen und wichtige Vorschläge vorlegen." - stattdessen versucht sie die Ehe für alle abzuschaffen, die du doch angbelich sogar unterstützt. Weird.

  6. #246
    Zitat Zitat von RPG-Devil Beitrag anzeigen
    Ich steh ja auch nicht zu 100 Prozent hinter der AfD.
    Ich wähle eher nach Programm, als dass ich ein AfD Fan wäre.
    Darf ich versuchen, das einmal kurz vom Kopf auf die Füße zu stellen und zu fragen, welchen Punkten des AfD-Programms du genau zustimmst? Du hast einige bereits angedeutet bis ausgeführt, es wäre nur noch einmal spannend für die Diskussion, insgesamt zu erfahren, was die AfD deiner Meinung nach an richtigen politischen Programmpunkten hat. Wenn du willst natürlich auch gern gleich mit Abgrenzung zu dem, dem du nicht zustimmst. Und, das ist natürlich nur ein Vorschlag und du schreibst, wie es dir am liebsten ist, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich das gut nach den 14 Hauptpunkten des Grundsatzprogramms abarbeiten lässt, von denen du dir natürlich auch einfach die relevanten rauspicken kannst. Ich persönlich wäre beispielsweise nicht umfassend in der Lage, zu (10) "Wirtschaft, digitale Welt und Verbraucherschutz" klar und informiert Stellung zu nehmen, wir haben nunmal alle unsere blinden Flecken.

    Es ist richtig, auch andere Parteien haben Schmist im Programm oder verursachen Schmist. Ich persönlich würde gern immer noch begreifen, wie das zum Gebahren der AfD in Beziehung zu setzen ist. Ich kann übrigens gern im Gegenzug (damit hier keine Bringschulden entstehen) dasselbe am Grundsatz- oder Wahlprogramm einer anderen Partei machen, vermutlich würde ich die CDU oder die Grünen nehmen, vor allem weil die SPD nicht gut in aussagekräftigen Katalogen ist (als leidenschaftlicher Leser von Inhaltsverzeichnissen gebe ich übrigens neidlos zu, dass das AfD-Programm eine wunderbar klare und handhabbare Struktur hat, selbst setzerisch isses ein Genuss; das Hamburger Programm ist ne einzige Katastrophe für die Leserorientierung dagegen).

    Achso, und geh natürlich gern von der Programmkurzfassung aus. Es muss nicht wortklauberischer werden, als sowas ohnehin schon zu werden droht.

  7. #247
    Ich wähle die AfD, weil ich gegen Merkels Flüchtlingspolitik bin.

    Ja, man könnte behaupten, dann könne man auch eine andere Partei wählen.

    Aber die Partei muss halt über die 5 Prozent Hürde kommen und eine realistische Chance haben, die Flüchtlingspolitik zu ändern. Das ist nunmal zurzeit die AFD.

    Durch die Flüchtlingspolitik ist die Kriminalität insbesondere bei Messerangriffen stark angestiegen.
    Punkt 1

    Durch die Flüchtlingspolitik entstehen horrende Kosten, die in die Milliarden gehen.
    Sozialkosten.
    Punkt 2

    Durch die Flüchtlingspolitik kommen sehr viele Muslime.
    Der Islam ansich ist nicht verfassungswidrig.
    Aber es gibt einen politischen Islam. Es gibt Islamismus und Salafismus.

    Wir haben schon genug Islamisten im Land. Natürlich ist nicht jeder Flüchtling ein Islamist. Aber die Anzahl wird steigen.

    Punkt 3

    Durch Millionen an Flüchtlinge ist eine Wohnungsnot entstanden.
    Wir haben schon genug Einwohner / m 2 . Siehe dazu Frankreich. Viel weniger Flüchtlinge, viel mehr Wohnfläche.

    Unsinnig, also noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

    Punkt 4

    Deutschland hat bereits die höchste Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen in der EU.

    Punkt 5

    Soviel, warum ich gegen Merkels Flüchtlingspolitik bin.

    Die AFD ist zudem eine patriotische Partei, was ich begrüße.

    Die engstirnige Sicht zum Islam bemängel ich bei der AfD, aber auch bei den "Altparteien"
    Beide Seiten haben Recht.

  8. #248
    Zu 1)
    Gibt es eigentlich gute Artikel/Studien zu der gestiegenen Kriminalität mit Messerangriffen? Was ich so in den letzten Wochen/Monaten immer wieder gelesen habe, dass die Zahl der "Verdächtigungen" gegen Flüchtlinge gestiegen ist - gleichzeitig aber auch generell Flüchtlinge/Ausländer eher angezeigt werden, als deutsche. Würde da gerne mal die Quelle zu sehen, die du da im Kopf hast RPG-Devil (also ernst gemeint).

    Zu 3)
    Solche Aussagen sind wirklich kritisch. Unabhängig davon, Leute aufgrund ihres Glaubens generell schon abzulehnen, schau dir doch mal an, was in der katholischen Kirche so los ist (mal so als Beispiel: http://www.spiegel.de/panorama/gesel...a-1227688.html )

    Gerade auch im Bereich der Religionen ist Diversität was wunderbares (wie auch bei allen anderen Themen) - Horiziont erweitern.

    Zu 4)
    Hier wurden doch schon viele Quellen genannt, wie viele leerstehenden Wohnungen es gibt und das die Wohnungsnot nicht auf die Flüchtlingskriese zurückzuführen ist.

  9. #249
    Zitat Zitat von Linkey Beitrag anzeigen
    Zu 1)
    Gibt es eigentlich gute Artikel/Studien zu der gestiegenen Kriminalität mit Messerangriffen? Was ich so in den letzten Wochen/Monaten immer wieder gelesen habe, dass die Zahl der "Verdächtigungen" gegen Flüchtlinge gestiegen ist - gleichzeitig aber auch generell Flüchtlinge/Ausländer eher angezeigt werden, als deutsche. Würde da gerne mal die Quelle zu sehen, die du da im Kopf hast RPG-Devil (also ernst gemeint).
    https://www.bka.de/SharedDocs/Downlo....html?nn=62336

    https://www.bka.de/SharedDocs/Downlo....html?nn=62336

    Mal so generell was zur Kriminalität von Zuwanderern.

    Gut und interessant auch immer die PKS: https://www.bka.de/DE/AktuelleInform...2017_node.html

    Wird RPG-Devil natürlich nicht gefallen.

  10. #250
    Das orientiert sich aber nicht wirklich am Programm und diesen 14 Abschnitten (habe mal in eine Kurzversion des Programms zur Wahl 2017 reingeguckt) - aber gut, das war auch nur empfohlen, nicht absolut gefordert. Doch scheint mir sehr stark der Fokus auf den Flüchtlingen zu liegen. Man sollte schon mit EINIGEM MEHR übereinstimmen mit einer Partei, als nur dort.

    Ich gestehe: Ich habe noch nie wirklich in ein Wahlprogramm geguckt, vor einer Wahl. Die Wahlplakate, das was man grob so mitkriegt im TV/Internet (Nachrichtenseiten, nicht 4chan) - und ergänzend der Wahl-O-Mat ... das reichte mir immer.

    Bei der FDP die ich ja wähle fand ich auch kritisch, dass die auf Plakaten 2017 sehr mit der Sicherheit worben. (Man war halt unter Zugzwang, da die AfD dieses Thema sehr präsent hielt.) Was mir eigentlich gar nicht sooooo gefällt, wenn mit mehr Polizie, etc. geworben wird. (Als einer der nicht 24/7 von Polizei verfolgt werden will und eigentlich das "frei" bei den Freien Demokraten schätzt.)

    Ins Wahlprogramm hab ich da eben dann sogar mal reingeguckt - ins ausführliche. "Weltbeste Bildung" fordert man da an erster Stelle. Es ist auch grob gegliedert in Überpunkte und diese dann nochmals aufgeführt.


    Die Kriminalitätsstatistiken zu den Messerangriffen lese ich mir vielleicht später mal durch. Ich bin immer der Ansicht, dass durch die Medien stark aufgebauscht wird. Es aber natürlich auch nicht ganz unrealistisch scheint, dass Leute die nich so viel zu tun haben und nicht integriert sind eher mal zu Aggressvität neigen. Das hat aber mit der Religion nichts zu tun.

    Man sagt ja die Flüchtlinge - wenn später integriert - werden auch zu Konsumenten. Wodurch gleich mal mehr Arbeitsplätze nötig sind, um die Nachfrage zu bedienen. Dem stimm ich auch immer zu. (Außerdem muss man bedenken, dass immer vom Konsum direkt mal viel als Mehrwertsteuer abgeholt wird, selbst bei einem der einfach nur Leistungen bezieht. Also der bezieht schon mal "netto" weniger, außer er hortet das Geld alles oder kauft nur steuerbefreite Sachen.)

    Hier wird halt ein bissl Zeit nötig sein, damit sich sowas vollzieht. Deshalb bin ich ja schon dafür, dass man so gut wie möglich integrieren sollt - anbieten, aber auch zur Teilnahme verpflichten. (Möglichst sinnvolle Sachen, nich nur Kram wo die Leute die das durchführen dran verdienen, es aber nix bringt am Ende.) Und man sollte nur so viele aufnehmen, wie man auch integrieren kann. Das vor allem eben wenn man noch auf andere Länder in der EU verteilen kann durch EU-Regelungen. Wenn Familiennachzug im Gespräch ist, wo diese auch jeder für sich einen eigenen Antrag stellen könnten. Ein einzelner der selber erst mal herkommt und tatsächlich in Not ist - da seh ich schon problematisch, da ablehnen zu wollen, nur weil er über einer Zahl/Grenze liegt. Aber genauso halt. Einfach immer mehr hereinkommen lassen aber nicht das bestmögliche herausholen bei Integration. (Ich denke leider dass es besser gehen sollte als jetzt schon der Fall ... aber "bestmöglich" ist halt immer so ein Problem, wenn Bürokratie zwischendrin ist und wir schon sehen welch doofe Maßnahmen man selbst unseren hier lebenden Arbeitslosen teilweise andreht, wo nur die Maßnahmeträger abkassiern.)

  11. #251
    @RPG-Devil: Erstmal danke. Aber ich würd's begrüßen, wenn du's wirklich mal am Grundsatzprogramm (oder ner anderen agendarischen Niederschrift, wie du willst) tust. Du listest gerade wieder Probleme, die du siehst, nicht die Lösungen, die die AfD bietet. Über diese Probleme haben wir hier und anderswo zur Erschöpfung geredet, ich werd's gleich nochmal tun, weil ich ein alter Gegenhalter bin. Aber du sagst, du wählst nach Programm. Ich würde wirklich gern wissen, welche Teile des AfD-Programms du sinnvoll findest.

    So, zur Gegenhalterei:

    Zitat Zitat von RPG-Devil Beitrag anzeigen
    Ich wähle die AfD, weil ich gegen Merkels Flüchtlingspolitik bin.
    Auch hier würde ich gern nochmal geklärt haben, was du für "Merkels Flüchtlingspolitik" hältst. Nicht zum Strietzen, sondern weil es wirklich wichtig ist, dass wir untereinander klären, was eigentlich mit solchen Phrasen gemeint ist.

    Zitat Zitat
    Ja, man könnte behaupten, dann könne man auch eine andere Partei wählen.

    Aber die Partei muss halt über die 5 Prozent Hürde kommen
    Alle aktuell im Bundestag vertretenen Parteien haben Programmpunkte zur Zuwanderungspolitik.

    Zitat Zitat
    und eine realistische Chance haben, die Flüchtlingspolitik zu ändern. Das ist nunmal zurzeit die AFD.
    Wie realistisch siehst du diese Chance? Ich weise nochmal drauf hin, dass die AfD aktuell im Bundestag sitzt und Anträge einbringen kann, dass es Kooperationswege mit den restlichen Bundestagsfraktionen gibt. Warum ist da noch nichts passiert auf Seiten der AfD?

    Zitat Zitat
    Durch die Flüchtlingspolitik ist die Kriminalität insbesondere bei Messerangriffen stark angestiegen.
    Punkt 1
    Zu Messerangriffen gibt es bis heute keine schlüssigen Daten, diese Aussage kannst du also nicht auf Grundlage einer eindeutigen Faktenlage, sondern aus nem Gefühl heraus treffen. Ich verweise auch nochmal auf Sabakus sehr aufschlussreiche Stichprobe aus der AfD-Messerkarte.

    Was die Kriminalität insgesamt betrifft, habe ich Gala nichts hinzuzufügen. Und meiner Stellungnahme zu Itajus (anders gelagerter, prinzipiell aber diese Kriminalitätsanstieg-Hypothese betreffender) Frage auch nicht. Nur zwei Fragen: Was wäre die Konsequenz, wenn auf einmal ein relevanter Anstieg der Kriminalfälle zu verzeichnen wäre? Findest du, man sollte Beförderungserschleichung und Messerangriffe in einem Atemzug nennen, wenn man über Zuwandererkriminalität spricht?

    Zitat Zitat
    Durch die Flüchtlingspolitik entstehen horrende Kosten, die in die Milliarden gehen.
    Sozialkosten.
    Punkt 2
    Diese Kosten entstehen durch Fluchtzuwanderung, sie sind nicht von der Flüchtlingspolitik verursacht. Das mag wie ne krümelkackerische Unterscheidung klingen, bis du dir eins klar machst: Menschen kommen zu uns und deren Versorgung, Asyl, Bleibe oder Duldung verursacht auch mit einer anderen Flüchtlingspolitik hohe Kosten.

    Ich weise in diesem Zusammenhang auch nochmal drauf hin, dass diese Kosten, ja, im Milliardenbereich liegen, prognostizierbar aber gelindert werden, unsere Gesellschaft maximal auf Zuwanderung angewiesen ist (und nein, wir kriegen nicht mal eben so 30 000 hochqualifizierte Westeuropäer in dieses Land, wir könnten aber mit den persönlichen und qualifikativen Potentialen derer, die in den letzten Jahren hier her gekommen sind, wunderbar umgehen und sie gezielt fördern; Beispiele, wo das bereits zum großen Nutzen unseres Mittelstandes passiert, habe ich in diesem Thread ausführlich und mehrfach gegeben). Und dass wir drei- bis fünfmal so viel auf Bundesebene für Verteidigung ausgeben. Die nötigen Ausgaben betragen abnehmend etwa 10% des Gesamtsteueraufkommens (das heißt NICHT, dass 10% Steuern dafür ausgegeben werden) und machen damit bis zu 1-2% des BIP aus, prognostisch sinkend und durch Reeinnahmen gemildert.

    Zitat Zitat
    Durch die Flüchtlingspolitik kommen sehr viele Muslime.
    Der Islam ansich ist nicht verfassungswidrig.
    Aber es gibt einen politischen Islam. Es gibt Islamismus und Salafismus.

    Wir haben schon genug Islamisten im Land. Natürlich ist nicht jeder Flüchtling ein Islamist. Aber die Anzahl wird steigen.

    Punkt 3
    Ja, wird sie. Bezogen auf den letzten Wert, den ich zur Kenntnis genommen habe (ist allerdings schon einige Monate her), geht man aktuell von 5000 bis 10 000 islamistischen oder salafistischen Gefährdern aus, also solchen, deren ideologische Einstellung tatsächlich am Rechtsrahmen kratzt. Muss ich dir den Prozentsatz nennen, den diese Menschen an der Gesamtzahl der Muslime in Deutschland ausmacht? Muss ich dir in Prozent ausdrücken, was für einen "Anstieg" die Zuwanderung bedeutet hat? Wir bewegen uns da in großen Abständen vom Komma.

    Zitat Zitat
    Durch Millionen an Flüchtlinge ist eine Wohnungsnot entstanden.
    [...]

    Unsinnig, also noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

    Punkt 4
    Hierzu habe ich mich bereits geäußert, eine Reaktion von dir darauf steht noch aus. Die Flüchtlingssituation hat die bereits seit Jahren bis Jahrzehnten bestehende Wohnungsnot nicht relevant verschlechtert und dort, wo Wohnungsmangel auf Wohnansprüche von Flüchtlingen trifft, ja, da wurde schlecht verteilt. Die Wohnungsnot hat aber ganz andere Ursachen und ist in Teilen dieses Landes absolut nicht vorhanden -- ich wohne in Chemnitz im bestsituierten Viertel in einem renovierten Altbau mit Parkblick, Tageslicht-Wannenbad und EBK. Ich zahl 7 Euro Warmmiete pro m², das ist verhältnismäßig teuer für diese Stadt (liegt aber vor allem an den Nebenkosten, kalt sind's knapp 5 Euro pro m²). Keine Nebenbewerber. Bis vor etwa vier Jahren konntste hier mit ein bisschen Geningel drei Kaltmieten sparen; eine ansässige Wohngenossenschaft hat bis vorletztes Jahr damit geworben, man nehme eine ihrer glaub 50m² Dreizimmerwohnungen für 300 Euro all inclusive, wenn man will, wird der Grundriss der Wohnung verändert, außerdem EBK und erste Kaltmiete erlassen. Und und und.

    Auf Deutschland gesagt gerechnet, du kannst es im anderen Beitrag nachlesen, ich schreibst dir hier nochmal hin: In Deutschland stehen knapp 2 Millionen Wohnungen leer.

    Zitat Zitat
    Wir haben schon genug Einwohner / m 2 . Siehe dazu Frankreich. Viel weniger Flüchtlinge, viel mehr Wohnfläche.
    Du weißt, dass die Franzosen auch in Häusern wohnen und nicht auf der freien Flur? Selbst in der Gascogne sind sie irgendwann von den Erdhügeln runtergeklettert. Diese Rechnung ist einfach schwachsinnig, die Franzosen haben seit mindestens den 60ern eine noch viel gravierendere Wohnungsnot, mittlerweile leben dort mehr als 12 Millionen Menschen in notdürftigen Wohnverhältnissen -- Frankreich hat 67 Mio. Einwohner. In Deutschland sind es demgegenüber etwa 2 Millionen (älterer Wert, hab ich nicht nochmal neu überprüft). Übrigens ist das auch in Frankreich ein großes Verteilungsproblem, das hängt mit der Ghettobildung und der zentralistischen Missökonomie und dem sozialistisch subventionerten Mietenwucher zusammen (in Strasbourg nimmste schnell mal 5000 Euro in die Hand, nur um eine halbwegs passable Wohnung zu haben, wovon du dir dann über Sozialzuschüsse pro Monat nen Mietanteil zurückholen kannst -- ist n echt wunderbares System, wo der Staat sich freiwillig auf dem Rücken seiner BürgerInnen von Vermieterclans ausbeuten lässt).

    Aber hey, machen wir's doch wie Frankreich.

    Zitat Zitat
    Deutschland hat bereits die höchste Anzahl von Flüchtlingen aufgenommen in der EU.

    Punkt 5
    In absoluten Zahlen stimmt das, Schweden und Ungarn haben aber gemessen am Bevölkerungsanteil mehr aufgenommen. Was ist gerade bei diesem Punkt deine Konsequenz, bzw. ist das ein Problem, das wir lösen können? Wie?

    Zitat Zitat
    Die AFD ist zudem eine patriotische Partei, was ich begrüße.
    Was ich in Polen und Tschechien gelernt habe: Von innen sehen deren Wohnhäuser wie Gründerzeit-Villen aus, von außen wie Abbruchhäuser. Ich glaube, von Innen sieht Nationalismus manchmal wie Patriotismus aus. Ist halt immer die Frage, wer drinnen wohnt und wer den Anblick der Fassade ertragen muss.

    Zitat Zitat
    Die engstirnige Sicht zum Islam bemängel ich bei der AfD, aber auch bei den "Altparteien"
    Beide Seiten haben Recht.
    Und das hätte ich gern dringend noch ausgeführt, was hier die "beiden Seiten" sind.

    Geändert von Mordechaj (12.10.2018 um 15:03 Uhr)

  12. #252
    @PeteS:

    Ja, die Flüchtlingspolitik beherrscht aber die Agenda, weil es in alle anderen Themen hineinwächst.

    Durch viele Milliarden, die wir für die Flüchtlingspolitik aufwenden, haben wir nunmal weniger Geld zur Verfügung, für andere soziale Projekte.

    Das ist ein zweistelliger Milliarden-Betrag und keine Krümmel.
    Und das ist der Logikfehler der Linken - unbegrenzte Einwanderung ohne strikte Regeln, führt nunmal zur Einwanderung in die Sozialsysteme.

    @Morderchaj:
    Erzähl mir doch nicht, dass der Großteil der Flüchtlinge, hochgebildete Leute sind, die wir händeringend suchen.

    Eher das Gegenteil ist der Fall, der Großteil hat nur eine geringe Bildung. Die werden ganz sicher nicht unsere Rente erarbeiten.

    Ich bin für soziale Politik, und eine strenge Einwanderungspolitik.

    Nur so kann ein Sozialstaat funktionieren. Wir brauchen Ärzte, Ingeneure, Architekten aus dem Ausland. Aber keine Geringgebildeten aus dem Ausland, die in Konkurrenz stehen zu den deutschen Geringgebildeten, aber meist viel "günstiger arbeiten".

    Thema Islam:
    Wir sind ein christlich-atheistisches Land. Das soll auch so bleiben. Überall wo der Islam die Mehrheit ist, gibt es keine Demokratie. Das sollte uns warnen.

    Die Muslime gehören zu Deutschland. Der Islam kulturell gesehen, eigentlich eher weniger.

  13. #253
    Zitat Zitat von RPG-Devil Beitrag anzeigen
    @Morderchaj:
    Erzähl mir doch nicht, dass der Großteil der Flüchtlinge, hochgebildete Leute sind, die wir händeringend suchen.
    Über welchen anderen Kamm sollen wir sie denn dann scheren? Alle arm und dumm? So einfach ist es mit Sicherheit nicht!

    Du kannst Intelligenz und Arbeitsbereitschaft ganz sicher nicht einfach an der Herkunft festmachen, auch wenn die AfD diesen Schritt gerne gehen würde, und ihren Wählern auch noch immer weiter fleißig eintrichtert, dass es so wäre. Aber erstmal ist das einzige, was diese Menschen von uns unterscheidet, die Tatsache, dass sie aus ihrem Land aufgrund besonderer Umstände fliehen mussten.

    So, und jetzt drehen wir das ganze Spiel doch mal fröhlich, um und machen ein Gedankenspiel: Nur hochgebildete Menschen, die wir händeringend suchen, dürfen in Deutschland bleiben und arbeiten. Wie viele Deutsche Staatsbürger müsste man nun abschieben, damit dies gewährleistet ist?

    Fällt dir was auf?

  14. #254
    Zitat Zitat von RPG-Devil Beitrag anzeigen
    @Morderchaj:
    Erzähl mir doch nicht, dass der Großteil der Flüchtlinge, hochgebildete Leute sind, die wir händeringend suchen.
    Abgesehen von Kens richtigem Einwand: Kannste mir bitte rauszitieren, wo ich das geschrieben habe? Ich erinnere mich so schlecht.

    Zitat Zitat
    Eher das Gegenteil ist der Fall, der Großteil hat nur eine geringe Bildung. Die werden ganz sicher nicht unsere Rente erarbeiten.
    Ich hätte gern eine Quelle und eine Ausführung oder Quelle für diese Prognose.

    Zitat Zitat
    Wir brauchen Ärzte, Ingeneure, Architekten aus dem Ausland.
    Nein, wir brauchen Pflegekräfte, HandwerkerInnen, ArbeiterInnen und DienstleisterInnen. Herzl, du musst halt begreifen, dass wir nicht mehr in den 2000ern leben. Es ist mir wirklich wichtig, dass du das begreifst. Die Ebene der Hochqualifizierten ist dank einer radikalen Bildungsoffensive so gedeckelt, dass diese Berufsschicht zur Abwandererschicht wird. Komm doch mal 2018 an, wir haben hier neue Probleme zu lösen.

    Zitat Zitat
    Aber keine Geringgebildeten aus dem Ausland, die in Konkurrenz stehen zu den deutschen Geringgebildeten, aber meist viel "günstiger arbeiten".
    Du weißt, wie das tariflich gebundene Lohnsystem funktioniert? Weder der Kassierer noch die Auszubildende treten in Lohnverhandlungen ein.

    Zitat Zitat
    Überall wo der Islam die Mehrheit ist, gibt es keine Demokratie. Das sollte uns warnen.



    Kolonialismus, du Oger.



    Und ich hätte gern immer noch meine Ausgangsfrage nach konkreten Programmpunkten beantwortet. Du nutzt die bitte nicht weiter als Sprungbrett für deine geistlosen, subsumptionslogischen und verlogenen Kahlschlagbehauptungen, du gehst bitte nicht über Los, sondern äußerst dich entweder zu dem Programm, das du meinst zu wählen, oder hältst die Babbeln und gehst dich informieren, wie Ausbildung und Arbeitsmarktintegration in diesem Land funktioniert. Oder der Wohnungsmarkt. Oder menschliches Zusammenleben.

    Geändert von Mordechaj (12.10.2018 um 15:44 Uhr)

  15. #255
    Zitat Zitat
    Du kannst Intelligenz und Arbeitsbereitschaft ganz sicher nicht einfach an der Herkunft festmachen, auch wenn die AfD diesen Schritt gerne gehen würde, und ihren Wählern auch noch immer weiter fleißig eintrichtert, dass es so wäre.
    Intelligenz und Arbeitsbereitschaft ist strittig, aber dass Bildungsstand und Schulabschluss was mit Herkunft zu tun hat, musst du schon einsehen, oder?

  16. #256
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Intelligenz und Arbeitsbereitschaft ist strittig, aber dass Bildungsstand und Schulabschluss was mit Herkunft zu tun hat, musst du schon einsehen, oder?
    Nein, das muss ich nicht. Wieso hat deiner Meinung nach Bildungsstand und Schulabschluss was mit der Herkunft zu tun? Wenn du das schon in den Raum wirfst, wäre eine Begründung nicht ganz verkehrt.

  17. #257
    Stell dir vor, lebst in einem Land, in dem es wenig und schlechte Bildungseinrichtungen gibt, du lebst in einem Land, in dem die Grundschule nach der 6. Klasse aufhört. Du lebst in einem Land, in dem jede höhere Schulbildung etwas kostet.

    Dagegen lebst du ein Land, in dem Bildung größtenteils kostenlos ist. In dem mancherorts eine Schulpflicht bis zum 18. Lebensjahr herrscht.

    Schon mal davon gehört, dass es Länder mit unterschiedlichen Alphabetisierungsraten gibt? Von Kinderarbeit, wo Kinder arbeiten müssen, statt zur Schule zu gehen zu dürfen.

    Das hat alles nichs mit der Herkunft zu tun?


    Komisch, dass ich das hier schreiben muss. Ich dachte, du wärst ein Mensch, der son bisschen Plan davon hat, wie es in der Welt aussieht und für so etwas Beispiele brauchst.


    Darf ich hier auch schreiben, dass es arme und reiche Länder gibt, oder brauchst du dafür auch eine Begründung? Ich dachte so ein paar Sachen kann man wirklich getrost als vorausgesetzt annehmen.

    Geändert von Itaju (12.10.2018 um 17:31 Uhr)

  18. #258
    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Du lebst in einem Land, in dem jede höhere Schulbildung etwas kostet.
    Willkommen in Deutschland. Mach hier mal deine Meisterprüfung oder werd Arzt. Viel Spaß beim Kalkulieren deiner hierfür nötigen Finanzen.

    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Dagegen lebst du ein Land, in dem Bildung größtenteils kostenlos ist.
    Haha. Nein. Als Stichworte werfe ich hier mal Studiengebühren rein. Gibt es zum Glück in großen Teilen Deutschlands nicht mehr. Trotzdem bezahlt man im Studium pro Semester einen dreistelligen Betrag, um weiter studieren zu können. Lehrbücher fallen auch nicht einfach vom Himmel. Ich rede hier im übrigen von Studenten, die sich während ihrer Ausbildung selbst versorgen (müssen) und nicht alles von Mum und Dad in den Arsch geblasen bekommen. Das nur am Rande. Lebensunterhaltskosten lasse ich hier bewusst mal außen vor, da es hier ja nur um den speziellen Punkt "Bildung" geht und nicht um das drumherum, obwohl das auch unweigerlich dazugehört. Du siehst also: Umsonst ist auch in Deutschland nichts.

    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Das hat alles nichs mit der Herkunft zu tun?
    Dann sag mir, wieso es manche Einwanderer schaffen, innerhalb von nur wenigen Jahren besseres Deutsch in Wort und Schrift zu erlangen, als so mancher Deutscher. Es gibt auch hier in Deutschland verflucht dumme Menschen, Leute in irgendwelchen sozialen Brennpunkten, die bestenfalls den Hauptschulabschluss vorweisen können, aber das nimmst du nur nicht so sehr wahr, weil die Medien dieses Thema nicht so sehr in den Vordergrund rücken. Dann müsste man sich ja bereits bestehender Probleme annehmen und könnte nicht jederzeit darauf verweisen, was für neue Probleme kämen, wenn diese und jene Menschen aus diesem und jenem Land hier wären.

    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Komisch, dass ich das hier schreiben muss. Ich dachte, du wärst ein Mensch, der son bisschen Plan davon hat, wie es in der Welt aussieht und für so etwas Beispiele brauchst.
    Ich möchte lediglich wissen, auf welche Annahmen du deine Thesen stützt. Hier wäre beispielsweise eine Statistik ganz hilfreich, die aufzeigt, wie viele Akademiker bezogen auf die Gesamtanzahl der Akademiker einen nicht-deutschen Hintergrund haben. Oder wie hoch die Ausländerquote unter den Arbeitslosen ist. Oder, oder, oder. Irgendwas, das deine These halt irgendwie in irgendeiner Art bekräftigen kann.

    Zitat Zitat von Itaju Beitrag anzeigen
    Darf ich hier auch schreiben, dass es arme und reiche Länder gibt, oder brauchst du dafür auch eine Begründung? Ich dachte so ein paar Sachen kann man wirklich getrost als vorausgesetzt annehmen.
    Ansonsten kann ich aus deinem Post nur das "es gibt arme Länder und reiche Länder" mitnehmen. Dazu kann ich dann nur sagen, dass die Grundvoraussetzungen für Menschen in armen Ländern höchstwahrscheinlich sehr viel schlechter sind als die Grundvoraussetzungen der Menschen, die aus reichen Ländern stammen. Die Intelligenz ist deshalb trotzdem nicht in Stein gemeißelt. Sie hatten in ihrem Land nur keine Chance. In Deutschland haben sie diese Chance. Und diese Chance soll man ihnen wegnehmen, weil sie auch davor keine hatten? Erschließt sich mir nicht.

    Und um den Bezug zur AfD herzustellen: Inwiefern kann diese Partei etwas an dieser Situation ändern?

    Geändert von Ken der Kot (12.10.2018 um 17:56 Uhr)

  19. #259

    steadily ready to stab
    stars5
    So sehr dein Avatar auch zu dir passt, Itaju, kannst du den bitte wechseln? Immer wenn ich Pokémon spiele muss ich an diesen Thread denken

  20. #260
    Zitat Zitat
    Haha. Nein. Als Stichworte werfe ich hier mal Studiengebühren rein.
    Cool, dass du bei Bildung ans Studium denkst, aber die kostenlosen Jahre bis zur Hochschulreife drüber hinwegsiehst. Betrifft dank Schulpflicht nun etwa äh... jeden minderjährigen Menschen, der sich dauerhaft in Deutschland aufhält und je nach Bundesland mindestens bis zur 9. Klasse in Beschlag nimmt. Studiengebühren sind afaik in allen Bundesländern wieder abgeschafft, bis auf einen Semesterbeitrag. Ich hab auch geschrieben größtenteils. Nicht komplett. Cool, dass du dich auf den kleinen Beitrag, den ein abgeschlossener Student, der auf 20 Jahre, die der Staat mehrere zehntausende Euro von Kita bis zum Diplom investiert hat, einschießt. Ich rede hier von Personal für Lehrer, von Schulen, die Gebaut, in Stande gehalten und beheizt werden müssen. Von Reinungspersonal und von Mitarbeitern von Bildungsministerien, die sich über Lehrplänen den Kopf zerbrechen. Und du schießt dich ernsthaft auf ein paar Hundert Euro Semesterbeitrag pro Jahr und Schulbücher ein?
    Schau dich mal um auf der Welt. Eine großzügige Bebildung und eine Infrastruktur, die so vielen Menschen eines Jahres ein Studium ermöglicht, wirst du kaum außerhalb des Abendlandes finden. -> Hier unterscheidet die Herkunft nach Bildungsgrad. Versuch mal ein zufällig in Deutschland geschlossenes Studium zu finden.

    Zitat Zitat
    Ich rede hier im übrigen von Studenten, die sich während ihrer Ausbildung selbst versorgen (müssen) und nicht alles von Mum und Dad in den Arsch geblasen bekommen.
    Ist in Deutschland übrigens meistens der Fall. Ach ja "in Deutschland" -> Herkunft much?

    Zitat Zitat
    Dann sag mir, wieso es manche Einwanderer schaffen, innerhalb von nur wenigen Jahren besseres Deutsch in Wort und Schrift zu erlangen, als so mancher Deutscher.
    Ja, die gibt es und streite es auch nicht ab. Ich weiß nicht, wieso das mein Argument irgendwie wiederlegen sollte.


    Da ich den Eindruck habe, wir reden hier aneinander vorbei: ich wollte hier nicht angreifen, dass Leute meinen, innerhalb des deutschen Bildungssystems haben deutsche die Nase vor Menschen mit anderer Herkunft vorn. Ich rede davon, dass eine in Deutschland geborene Person egal welchen ethnischen Hintergrunds bessere Bildungschancen hat, als eine, die in der dritten Welt geboren ist. Die Details hab ich weiter oben geschrieben. Und das liegt an .. äh der Herkunft? Find aber enorm, mit welcher Vehemenz du gleich versuchst, diese Grundannahme zu "widerlegen".

    Und die Diskussion, die die AfD in den Raum schmeißt, basiert nicht auf ideologischen Grunddogmen, dass alle Menschen im Prinzip die gleiche Intelligenz und Bildungschancen mitbringen, sondern darauf, dass mit einer unkontrollierten Einwanderung Menschen aus Gebieten nach Deutschland kommen, die wenig oder keine Qualifikation mitbringen, wenn sie denn überhaupt alphabetisiert sind. Die AfD besitzt nicht die Geduld unserem ohnehin schon maroden Bildungssystem die Last kulturfremder und ungebildeter (zum Zeitpunkt, in dem sie nach Deutschland kommen) Zuwanderer aufzuladen.*

    Und wenn du ein paar Schritte zurückverfolgst, wirst du sehen, dass ich hier RPG-devil zur Seite gesprungen bin, da du den Begriff der Herkunft in den Raum geschmissen hast. Ja, es gibt zwei (und vermutlich noch mehr) Auffassungen von Herkunft. Ich habe hier noch einmal erläutert, welche ich meine und dann kannst du überlegen, ob die Tatsache, dass die Herkunft in der Diskussion der Migration eine Rolle spielt oder nicht, Schwachfug ist, oder nicht. Das ist alles, worum es mir bei diesen Postings ging. Ich hoffe, dass wir hier um den Begriff der "Herkunft" gestritten haben, denn es würde mich schon schwer verstören, wenn hier jemand behauptete, dass in Burkina Faso, Singapur, Afghanistan, Finnland und Bolivien es keine Unterschied im Bezug auf Bildungschancen gibt.

    *Btw. habe ich in keinem der jüngeren Posts dazu Stellung bezogen, ob ich das nun gut finde, oder nicht.

    @Tako, ich habe bereits mehrfach in diesem Forum zur Kenntnis genommen, dass du nur kurze, mal mehr, mal weniger zur Argumentation gehörende Postings verfasst. Meine Interpretation dahinter ist, dass du dich der von dir gefundenen Wahrheit so nah fühlt, dass eine tiefere Auseinandersetzung für dich irgendwie überflüssig scheint. Du weißt ja, was richtig ist, wozu müsste man da noch was Gescheites schreiben. Ich trage das Flegmon weiterhin in deinen Ehren.

    Geändert von Itaju (12.10.2018 um 18:28 Uhr)

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