Warum denn? Mir machen Spiele, die sich deutlich an anderen anlehnen, nicht grundsätzlich weniger Spaß als die Vorbilder. Ich such sogar öfters gezielt nach ähnlichen Spielen, weil ich erwarte, so gut wie beim Vorgängern unterhalten zu werden. Ich werd zum Beispiel sofort hellhörig, wenn jemand "souls-like" sagt, und obwohl es sicher Derivate gibt, die mit dem Original nicht mithalten können, gibt es auch Spiele, die es tun. Natürlich nutzen sich Spiele und Spielkonzepte ab, aber das ist nur ein temporärer Effekt. Wenn ich direkt hintereinander ähnliche Spiele spiele, dann macht das Spielprinzip nach einer Weile nicht mehr so viel Spaß, aber zumindest bei mir legt sich das wieder, wenn ich eine Zeit lang etwas anderes oder gar nichts spiele. Mich stören die Klone nicht, solange sie Spaß machen.Zitat von WaterKnight
Es stellt für mich sich die Frage, was generisch in unserem Fall heißt. Handelt es sich um ein Spielkonzept, das von der großen Mehrheit der Spieler nicht mehr gemocht wird, oder ist es eines, das ein bestimmter Spieler schon zu oft gesehen hat und deswegen macht es ihm (gerade) nicht mehr so viel Spaß. Für uns Entwickler kommt es ja vor allem darauf an, wie sehr "die Spieler" (falls sich deren Geschmack überhaupt erfassen lässt) ein bestimmtes Konzept mögen. Ich hab das Gefühl, dass häufig gesehene Spielkonzepte gerade daher so gerne genommen werden, weil sie den Spielern gefallen.
Davon mal abgesehen sind viele Entwickler aus unserer Szene sicher schon dann mit ihren Spielen glücklich und zufrieden, wenn es ihnen gelingt, das umzusetzen, was sie sich vorgenommen haben und das wird meistens etwas sein, was sie selbst gerne spielen und gespielt haben. Da fließen sicherlich auch mal Ideen zusammen, die gar nicht so gut zusammen passen, aber das finde ich nicht so schlimm. Letztendlich muss ja jeder Entwickler für sich selbst entscheiden, mit was und wie viel er sich zufrieden gibt.






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