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Thema: Rassismus - Definition | Ursache vs. Symtpom ?

  1. #1

    Rassismus - Definition | Ursache vs. Symtpom ?

    Ich dachte ich mach mal nen Thread auf hierzu. Der Flüchtlins-Thread, in dem es teils auch darum ging - ist ja glaub ich (noch) zu. Aber hier solles allgemein um den Begriff gehen. Hier haben ja Leute teils recht unterschiedliche Definitionen. Außerdem sehen manche hier mehr die Ursache, anderew wiederum mehr ein Symptom.

    Wie ist es bei euch?

    Wie sind eure Definition(en) von Rassismus?
    Ist Rassismus für euch mehr Ursache oder Symptom?


    Meine Definition ist:

    Benachteiligung auf Grund der Rasse. Die Frage der Rasse stellt sich hier natürlich auch. Irgendwie Unterschiede im Aussehen oder "ethnischer Herkunft", wären hier wohl zu nennen. Als Spieler für RPG nehme ich streng genommen persönlich nur "Mensch" als Rasse, gegenüber Tier, etc. Aber bei Tieren haben wir ja bei Hunden, etc. schon innerhalb der Hunde unterschiedliche Rassen. Und da andere eben auf Grund geringfügiger Unterschiede im Aussehen (Hautfarbe, etc.) schon unterscheiden - und es bei RPG auch "Unterrassen" gibt, wäre hier die Unterschiede im Aussehen bzw. "ethnische Herkunft" die da bestimmte Merkmale die man oft zuschreibt (andere Hautfarbe ... bei Asiaten die Augenform) schon passend in der Diskussion (auch wenn einem selber das egal ist, da aber andere oft hiernach handeln und unterscheiden).

    Die Benachteiligung ist für mich relevant. Eine Beleidigung, etc. die nach außen hin rassistisch wirkt (weil bezug auf äußere Merkmale) mag fürmich eine "rassistische Beleidigung sein". Die Person die diese tätigt muss aber nicht Rassist sein. Ihr kann sonst auch die Rasse egal sein. (zum Beispiel wenn man im Streit mit ner bestimmten Person nur gegen die bestimmte Person hetzen will, ne bestimmte Wortahl nur wähl, weil diese "mehr reinhaut, könnte auch Berugsfruppe, Geschlecht, etc. sein).

    Bei der Benachteiligung unterstelle ich aber nicht immer bösen Willen. Polizisten die unterschwellig eher Angst haben dass das Gegenüber ne Schusswaffe zieht, wenne es schwarz ist ... das wäre für mich "latenter" Rassismus. Es ist ne gewisse Einstellung vorhanden. Aber in Situationen in denen wenig Bedenkzeit bleibt (ist tatsächlich ne Waffe im Spiel hätte man in dem Fall nämlich Pech gehabt) - seh ich die Schuld nicht bei der Person.

    Aktiv/direkt wird es, wenn man sich der Sache bewusst ist - und noch Bedenkzeit hätte, um es zu vermeiden. Bei Personalern besteht die Bedenkzeit. Könnte aber - wenn diese sich nich bewusst sind (bewusst gemacht werden, in dem die Geschäftsleitung auch den Personaler schult in großen Firmen, in kleinen in denen die Leitung selber er einstellt sich selber sich Schulen notwendig) - trotzdem noch "latent" sein.


    Zu Ursache vs. Symtpom:

    Eher Symptom. Kann natürlich weiterführend dann auch als Ursache tätig sein. Es gibt eben bestimmte Dinge die als Ursache hier wirken. Bild dass die Medien vermitteln, etc. - damit sich latent die Einstellung festsetzt. Und man auch mal unbewusst anders handelt. Gerade wenn Leute sich nich bewusst sind und nicht diese "böse Absicht" haben, sollte man eher auf die Ursache gucken - die dazu führt.

    Das Symptom a la "der ist von Natur aus grundos böse und hasst andere Rassen einfach nur weil sie anders sind" halt ich für nicht existent.

    Verzerrte Wahrnehmung und Propaganda lässt hier natürlich ein falsche Bild endstehen. (Die die die Progapanda machen, machen dies auch aus andern Gründen - weil Wählerstimmen und Abgeordnetensitze locken, nich weil sie selber jetzt auch unbedingt von natur aus gegen andere RAssen sind.)

    Hier ist meiner Meinung nach auch die Hauptproblematik im "Kampf" gegen Rassismus. Viele denken en bissl Kontakt mit andern Rassen und "Auflklärung" wäre das Allheilmittel. Aber da werden eben nicht alle Ursachen erfasst bzw. es geht mehr in die Richtung dass Rassismus ja selber ne Ursache ist. Falsche Einstellung, Angst, etc. - durch die Medien halt falsch vermitteltes Bild, etc. Das kann man vielleicht abfangen.


    Aber so Sachen wie "die nehmen uns unsere Arbeitsplätze weg" etc. kriegt man halt nich einfach damit weg, dass andere jetzt durch mehr Kontakt denken, dass es nette Leute sind. Wenn ich den Rassismus als Symptom sehe und mich daran orientiere - kann ich dann ben auch kontern in dem ich belege liefere, dass die Arbeitsplätze nich weggenommen werden - zum Beispiel. Da hab ich viel mehr Spielraum. Es wirkt weniger nach "08/15-billiger linker Hetze". Die Sache ist ja dass es vielleicht sogar so ist, dass eher Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit bedrohte Leute diese Ängst haben.

    Wenn ich rein an der Arbeitslosigkeit oder an der Betreuuung solcher Personen drehe/verbessere ... wird vielleicht das sowieso hinfällig und keiner macht sich mehr Gedanken ob ihm jemand die Arbeit wegnimmt. (Und wenn ichs nicht macht und Migranten nix wegnehmen und man da kontert mit Studien ... sucht sich die "Angst-Gruppe" andere Figuren auf die sie es schieben könne ... Rentner die neben der Rente noch arbeiten. etc.)

    Das ist einfach mein Favorit.

    Leider spielt meiner Meinung nach die Politik - und die Alltags-Linksk-Hetzerischen - eher der AfD in die Hände. Weil die Diskusskionen (zumindst wie in den Medien oft aufgebauscht) eher nicht so in die Richtung gehen. Mehr so Richtung "du böser Rassist" gehen (Rassismus selber als Ursache) - und als wolle man den Leuten verbieten sich aufregen zu dürfen. (Ohne zu analyiseren, woher das kommt bzw. Alternativ-Lösungen zu bieten.)



    (Und ja: Die CSU seh ich aktuell hier am Schlimmsten mit ihrem Landtagswahlkampf, den sie stellvertretermässig auf Bundesebene ausfrechten. Ich find es einfach nur noch zum Kotzen dass so eine Partei weiter existieren darf und auf Bundesebene mitmischen darf. Aber das ist wieder gesonderte Sache und für den Politik-Thread. Dass die SPD da noch mitmacht und nicht den Hebel zieht und die GroKo platzen lässt ist erbärmlich.)

  2. #2
    Für mich gibt es grob gesehen drei Fälle:
    - Menschen, die Vorurteile gegenüber bestimmten ethnischen Gruppen haben.
    - Äußerungen, die bestimmte ethnische Gruppen diskriminieren und verletzen.
    - Menschen, die bestimmte ethnische Gruppen für geringwertigere Menschen halten.

    Rassisten sind mMn nur letztere, auch wenn mir bewusst ist, dass der Übergang zwischen Vorurteilen und ideologischer Verblendung fließend sein kann.

    Diese ideologische Verblendung ist sicher nicht angeboren, sondern entsteht während der Sozialisation oder später durch den Einfluss des sozialen Umfelds. Wobei ich mir schon vorstellen kann, dass Menschen von Geburt an eine Veranlagung dafür haben können, sich gegenüber anderen schlecht zu verhalten (es wird sicher Studien darüber geben, ob Rassisten auch in anderen Belangen auffällig intolerant sind, weniger Empathie besitzen usw.).

  3. #3
    Rassismus ist wenn alle Menschen innerhalb einer Rasse diskriminiert, nur weil sie dieser angehören.
    Äußerungen die andere (ethnische Gruppen) Verletzten heißen einfach Beleidigungen.

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