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Thema: Lohnt es sich heutzutage zu makern?

  1. #21
    Absolute Zustimmung, Grendel, aber auch DIE Chance:
    Die Generation SNES ist nun 30+ und enorm zahlungskräftig mit einer häufigen Liebe zum Retro.

    Wenn man mal den Schritt wagen würde und ein wirklich gutes durchdachtes Makerspiel auf steam hauen würde, das würde klappen.
    Vor allem: Modernes Gameplay mit QoL bei toller Retrografik.
    Der Erfolg von Stardew Valley kommt nicht von ungefähr: Zeitloses HM-Konzept, beliebte Retrografik und modernes Gameplay. Konnte ja nur klappen.

  2. #22
    Zitat Zitat von Daen vom Clan Beitrag anzeigen
    Hobby ist was man draus macht würde ich sagen.

    Für mich, die deutsche Nationalmannschaft ( ) und Millionen anderer Menschen ist Fussball ein Hobby. Für die Handvoll - gemessen an den Spielerzahlen - Profispieler aber nicht.
    Trotzdem würde ich den Fussball jetzt nicht als Arbeitsgerät bezeichnen.

    Solange ein Großteil der Leute den Maker rein als Hobby benutzt und sich selbst auch als Hobbyentwickler sieht, solange denke ich dass wir von einem Hobby sprechen können.
    Auch die Anzahl der investierten Stunden ändert nichts daran ob ich es als Hobby sehe oder nicht.

    Ich gehe gerne mit wenn die Szene dahingehend eine Wende durchmacht, aber im Moment sehe ich es noch nicht - auch aus den Gründen die du schon angesprochen hast.
    Wir reden aneinander vorbei .
    Der Maker an sich ist nicht das Hobby, er ist, z.B. in der Atelier Community, das Mittel der Wahl um seine Vorstellungen als Freizeitbeschäftigtung zu verwirklichen.
    Was mich stört und was der Knackpunkt ist:
    Der Maker, oder der eingebürgerter Begriff "Makern", wird als synonym für die nicht zu ernst nehmende, kleine, unwichtige amateur bastel Ecke und der Arbeit, die dort verrichtet wird, genommen.
    Und damit steht sich die (deutsche) Community selber im Weg. Das schon eine lange Zeit.
    Es fehlt der Schritt (und Mut?) sich als Spielentwickler zu sehen. Freizeit oder professionell ist hier Nebensache, wie ich finde. Die künstlerische Arbeit wird ja dennoch ausgeübt.
    Zwar nicht in dem Umfang wie es professionelle Studios machen, was auch als einsamer Wolf kaum möglich ist, besonders wenn es in der Freizeit passiert und man nicht alle Bereiche abdecken kann und deswegen auf verfügbare Materialien zurückgreift.
    Auf der anderen Seite umso mehr Respekt wenn es doch passiert. Und auch sonst ist es eine nennenswerte Leistung, wenn ein qualitativ wertiges Spiel heraus kommt.

    In diesem Sinne: Der Fußball, dem alle hinterher rennen auf dem Platz, und die die Regeln der Sportart sind der Maker.
    Was man daraus macht, also ob man in seiner Freizeit in der Kreisliga spielt oder doch in der deutschen 11 entscheidet, ob es hobby oder profesionell ist.
    Die deutsche Community geht damit allerdings so um, als hat sie nur einen zerfetzten Ball mit dem sie im Garten auf ein kleines Tor schießt und die Nachbarn schauen zu.
    Und das ist schade. Das ist auch ein Grund, wieso es langsam ausstirbt, neben der Tatsache, dass Smartphones bei Kids die Überhand haben.
    Den Sprung haben andere hingegen geschafft. Auch dank der offiziellen, englischen Übersetzung der Maker und der damit einhergehenden Publicity.

    Es gibt überigens mittlerweile das eine oder andere wertige Spiel, auch z.B. auf Steam. Ara Fell beispielsweise wurde mit dem 2k3 erstellt.
    To the Moon ist auch bekannt, XP. Und noch weitere. Den "schlechten" Ruf, welchen Maker Spiele allerdings grundsätzlich haben und dank der Überflutung von schlechten Spielen in Kombination mit Standard Ressourcen auf Steam, werden sie wahrscheinlich nie weg bekommen. Die Grundhaltung über das "makern", wie es in der deutschen Community allerdings gelebt wird trägt dazu auch bei. Daher mein Appell:

    Horizont erweitern. Nicht nur die eigene Ecke bedienen und international präsent sein, englische Übersetzungen erstellen oder erstellen lassen.
    Weitere Plattformen wie Steam (ja, da kann man auch f2p Spiele hosten lassen) nutzen. Seiten wie Gamestar, PC Games usw. mal anschreiben und auf das Spiel hinweisen. Schadet ja nix.
    UiD, Allreise, Wolfenhain, Kelvens Spiele ... ab damit in die weite Welt und lasst die Leute wissen, dass es hier auch gute hobbyentwickler gibt die gute Spiele machen können.
    Und vor allem, dass es Tools wie den Maker gibt, womit auch Anfänger keine allzu große Hürde habe wenn sie Lust darauf bekommen sich mit Game Design zu beschäftigen.

    greetz

    Geändert von schmoggi (28.06.2018 um 19:28 Uhr)

  3. #23
    Makern ist ein tolles Hobby, welches mir sehr gefällt.
    Ich brauch nicht mal die Projekte vorstellen. Für mich lohnt es sich, einfach mal bei ruhigen Zeiten zu makern. Macht Spaß und entspannt.

  4. #24
    Zitat Zitat von schmoggi Beitrag anzeigen
    Wir reden aneinander vorbei .
    Nicht mehr.
    Super erklärt - jetzt stimme ich dir unumwunden zu.

    Um aber jetzt mal von meiner Warte aus zu sprechen mit einem fertigen Projekt:
    Ich würde den Schritt Steam beispielsweise deswegen nicht gehen weil die Basis unserer Fans hier zu finden ist und ich mich in dieser kleinen Oase pudelwohl fühle.
    Dazu kommt: Viele Fans - viele Meinungen. Wir hatten hier mal einen User der komplett ausgetickt ist weil ein Spiel die Vision der Entwickler darstellte und nicht die seine.

    Außerdem erfordert eine Veröffentlichung auf Steam deutlich mehr Maintenance.
    User hier wissen wie schwer es ist ein Spiel zu makern - entsprechend wohltuend cool sind sie bei Problemen, beispielsweise bei Spielen die mega verbuggt veröffentlicht wurden. (Und da weiß ich wovon ich rede ^^)
    Die Userbase auf Steam ist deutlich mehr fordernd, die Konsumentenhaltung ist eine ganz andere Sache - selbst bei kostenlosen Spielen.

    Ich verstehe warum sowas abschreckt. Stichwort Wohlfühl-Oase.


    Jeder der es wagt, dem spreche ich im Sinne von High-Risk-High-Effort meine Hochachtung aus.
    Vielleicht braucht es auch nur einen initialen Funken, eine Person aus der Community hier, die den Schritt wagt und seeehr gerne auch reich damit wird - dann folgen Andere bestimmt nach.
    Und wenn dem so ist: Bescheid geben - ich kaufe schon aus Prinzip alle Makerspiele die mir so beim Steam über den Weg laufen.

  5. #25
    Die Wohlfühl-Oase soll ja auch nicht verlassen, sondern erweitert werden .
    Ich selber würde auch nicht die bekannten, deutschen Portale, die ja auch ein Stück Heimat sind, unter den Tisch kehren.
    Im Gegenteil, es lässt sich eventuell sogar Werbung für machen und für Nachwuchs sorgen.

    Der Schritt richtung Steam und ähnliche Plattformen würde ich tatsächlich auch erst bei einem fertigen Produkt wagen, oder zumindest mit einem "Early Access" Titel in poliertem Zustand.
    Denn ich gebe dir absolut Recht. Das Publikum ist größer, die Meinungen unterschiedlicher, der Anspruch insgesamt höher und die Kritiker (ohne den Maker Hintergrund) schärfer.

    Wer weiß, was die Zukunft noch bringt .

    greetz

  6. #26
    Zitat Zitat von Grendel Beitrag anzeigen
    Und die jüngeren Generationen, die danach kamen, haben 2D nicht mehr erlebt und interessieren sich daher auch nicht für solch ein Tool.
    Seh ich auch so. Das ist aber leider eine sehr bedauernswerte Entwicklung. 3D heißt nicht automatisch, daß man hier den Übershit vor sich hat. Baller dir mal gepflegt Santria rein, das ist sicher besser als manch AAA-Titel auf dem großen Markt der HD-Grafik-Spiele.

    Zitat Zitat von Linkey Beitrag anzeigen
    Makern ist ein tolles Hobby, welches mir sehr gefällt.
    Ich brauch nicht mal die Projekte vorstellen. Für mich lohnt es sich, einfach mal bei ruhigen Zeiten zu makern. Macht Spaß und entspannt.
    Und grad DU solltest das echt machen. Wäre doch bei deinem technischen Verständnis weggeworfenes Talent, wenn da nicht mal zumindest eine Tech-Demo oder sowas von dir rauskäme. Würde mich sehr interessieren, wie sehr du den Maker ausreizen kannst.

    Ken der Makerkot

  7. #27

    steadily ready to stab
    stars5
    Lernt mal lieber Unity.

  8. #28
    Eine interessante Frage/Diskussion, welche sich hier ergibt. Tatsächlich wird die "Entwicklung" der deutschen Szene ja oftmals eher negativ gesehen. Einen gewissen Rückgang kann ich in all den Jahren ebenfalls bestätigen und da würde ich eine genauere Befolgung der Gesetzeslage nur zum Teil als Argument aufführen.
    Es scheint mir so, als ob auch einfach einige "alte Hasen" vom Maker ermüdet sind, sich in ihrer Meinungsbildung festsetzten und Spiele nach selbem Schema unbewusst fördern, anstelle zum freien inspirieren anzustiften. Und zu diesen Leuten muss ich mich ein Stück weit wohl auch selbst zählen, da ich einfach den anfänglichen Reiz vom "Makern" in dieser Form nicht mehr verspüre.

    Aber gut, ich drifte ab. Worauf ich eigentlich hinaus wollte ist, dass "uns" der beständige Nachwuchs zwar immer wieder abhanden kommt, man es aber auch selber in der Hand hat, inwiefern man Neulinge fördert und wie der allgemeine Umgang miteinander ist. Leider gibt es immer wieder einzelne Personen, welche ihre Meinung in Form von "Wahrheit" wie die Axt im Walde kommunizieren und dadurch ebenfalls Leute vergraulen, welche mit der Spieleentwicklung noch nicht allzu sehr vertraut sind und eine Art Grundrespekt vor jedem haben, der erfahrener zu sein scheint.

    Persönlich nutze ich den Maker auch nicht mehr wirklich, sondern sprang (durch Schotti letztendlich überzeugt) auf das Game Maker Studio 2 auf. Dieses ist auch nicht perfekt, aber man kann sich mit seinem geliebten Hobby und all den Erfahrungen welche man machte, mit neuen Möglichkeiten wie anderen Genren auseinander setzen.
    Deswegen kann ich schmoggi auch nur völlig zustimmen, dass man "das große Ganze" im Auge behalten sollte und sich nicht selber einschränkt, indem man beispielsweise aus Gewohnheit bei einer Engine bleibt oder sich selbst nicht für voll nimmt, da man ja aufgrund einer "Baukasten-Engine" angeblich keinerlei Kreativität zeigen würde.

  9. #29

  10. #30
    Zitat Zitat von dasDull Beitrag anzeigen
    Nö, lohnt sich nicht.
    warum?

  11. #31
    Ob sich das lohnt, muss doch jeder mit seinem eigenen kompass entscheiden. Ich habe nicht mit anderen tools gearbeitet, aber die arbeit mit dem maker ist unglaublich zeitaufwendig. Wie viel lebenszeit jemand für sich und bestenfalls ein paar dutzend menschen versenken will ist ansichtssache. Erst heute habe ich ein paar dialoge geschrieben, events platziert und variablen abgefragt - vier stunden waren rum. Das passiert mir regelmäßig.
    Makern hat für mich als hobby angefangen, dann habe ich es irgendwann nur noch als arbeit angesehen mit der ich fertig werden möchte und jetzt gerade sehe ich es als eine mischung aus beidem an. Makern ist doch eine arbeit die einen irgendwie erfüllt. Das ist in dieser community glaube ich die hauptmotivation der entwickler. Es erfüllt sie, sie wollen sich kreativ entfalten und ideen umsetzen. Wenn dann spieler das toll finden ist das ein schöner nebeneffekt.

    Als die arbeit an meinem projekt so exzessiv wurde, dass ich an freien tagen acht bis neun stunden am stück vor dem bildschirm gesessen und geklickt habe, wusste ich, dass irgendetwas unausgewogen ist und ich habe es als plackerei gesehen und ich wollte meine freizeit wieder. Dann war ich irgendwann fertig, habe mich etwas ausgeruht, und jetzt arbeite ich schon wieder an einem großen update. Und danach habe ich schon was neues geplant. Es stellt sich heraus, dass diese kreative arbeit teil meiner freizeit geworden ist und mich erfüllt, auch wenn mir bei der zeit, die das ganze täglich verschluckt, übel wird. Grandy hat mal in einem seiner videos gesagt, dass er nicht mehr weiß, wie viele hundert stunden er in unterwegs in düsterburg versenkt hat, diese aber wohl mehr als berechtigt sind, wenn er sie gegen die spielzeit aller bisherigen 'UiD-spieler aufwiegt. Lohnt es sich also, als hobby zu makern? Erwarte ich, dass ich für den kolossalen zeitaufwand am projekt entsprechend mit jubel und feedback entgeldet werde? Nein. Aber irgendwie erfüllt es mich, und wenn ein spieler dann diesen einen dialog bei diesem einen npc in dieser einen gut versteckten höhle findet, ist das doch auch nett. Leuten wie kelven oder realtroll geht es sicher ähnlich. Sie hätten sich auch nach ein, zwei großartigen spielen ausruhen können. Haben sie aber nicht. Und sie könnten sicher sogar geld damit verdienen. Machen sie aber nicht.
    Jeder verantwortet sich selbst vor sich für seine versenkte lebenszeit. Und in meinen augen ist makern auch nicht weniger sinnvoll vergeudete zeit als videospiele oder filme, und hierbei kommt sogar etwas heraus.

    Dass diese deutsche community so sehr geschrumpft ist hat gründe an die ich glaube die hier auch schon angedeutet wurden, aber ich lasse das stecken, ich möchte nicht in ein wespennest stoßen. Aber auch, dass wir keine neulinge haben ist eigentlich kein wunder.

    Wenn man auf steam etwas veröffentlichen will, arbeitet man übrigens unter ganz anderen konditionen, und mit anderer einstellung. Das projekt muss dann andere ansprüche erfüllen, und der rückstoß wenn etwas beim release nicht klappt ist vernichtend. Dann ist es sicher weniger hobby als mehr arbeit, und ob die sich dann für das geld auszahlt...

  12. #32
    Eine gute Frage.

    ChimaereJade hat schon richtig festgestellt:

    Die RPG Maker Szene ist geschrumpft.

    Das hat vielerlei Gründe.
    Ein Grund ist, dass Windows immer mehr von Android verdrängt wird.
    Das Smartphone ersetzt den PC.
    Zwar nicht komplett, aber es gibt immer mehr Apps, die den Windows-Rechner nutzlos machen.

    Dadurch dass weniger Windows genutzt wird - dadurch nutzen auch weniger Leute den RPG Maker und dessen Spiele.

    Deswegen ist es ärgerlich, dass es den RPG Maker nicht für Android gibt. Aber die Umsetzung wäre glaube ich nicht praktikabel.

    EasyRPG ist deswegen der richtige Schritt, und der RPG Maker MV soll ja zumindestens auch für PS4, Switch und Xbox One erscheinen, was die Community wachsen lassen könnte.

    Ein anderer Grund ist sicherlich, dass die Anforderungen für ein Release sehr hoch gesetzt werden, was allerdings für das RPG-Atelier spricht.

    Wenn nur Müll veröffentlicht werden würde , dann gäbe es geringere Qualität an Spielen, aber vielleicht mehr Nutzer.
    :-D

  13. #33
    Mag sein, dass die Commiunity kleiner wird, aber ist doch nicht schlimm. Irgendwann wächst sie vielleicht wieder.
    Wenn jemand Spaß am Makern hat, dann soll er Makern. Wenn ich Spaß am Entwickeln hätte oder Lust hätte es zu lernen, würde ich es auch machen, wenn ich ganz genau wüßte, dass kaum jemand Rückmeldung geben wird.

    Ich habe schon verdammt viele Leute kennengelernt, die wirklich intensiv RPG Maker Spiele zocken und auf neue Veröffentlichungen hinfiebern, ohne dass sie dabei aktiv in irgendwelchen Foren posten. Die Zahl der "stillen Spieler" ist enorm hoch und selbst wenn niemand zu euren Spielen was schreibt, werden sie dennoch vom einen oder anderen gespielt und gefeiert. Selbst die größten Trash-Games werden gezockt und wieder gezockt. Da brauch ich von guten / durchdachten Spielen gar nicht erst zu erzählen.

    Selbst wenn die Downloadzahlen eurer Spiele gering bleiben, heißt das nichts. Nach der Erfahrung, die ich gemacht habe, werden RPG-Maker Spiele nicht von jedem, der sie spielt extra runtergeladen. In ländlichen Gegenden mit Steinzeit-Internet & Bronzezeit-PCs werden die Spiele auf USB-Sticks in alle Himmelsrichtungen verstreut und verbreitet und landen auf ettlichen Festplatten. Nicht alle Menschen zocken nur auf Smartphones, PS4 & den neuesten High-End-Rechnern.

  14. #34
    Ich finde es hat sich über die Jahre sehr bemerkbar gemacht, was die Deutsche Community angeht. Viele ausschlaggebende Gründe wurden ja bereits genannt unter anderem glaube das es einigen noch etwas schwer fällt mit dem Fortschritt zu wachsen und sich mit den neueren Makern auseinanderzusetzen. Ich habe mich auch nach langer Zeit wieder an ein Projekt gewagt und bin dafür auf den Ace/XP umgestiegen. Trotzdem glaube ich, dass in der Deutschen Community da keine wirklich große Resonanz mehr kommen wird, weswegen ich wohl mit meinem Projekt auch plane auf internationalen Plattformen präsent zu sein.

    Geändert von Gridley (01.09.2018 um 16:42 Uhr)

  15. #35
    Wenn man die RPG Maker Spiele ohne Umstand, ins Android Format bringen könnte, würde das zumindestens die Schwelle für Downloads von Spielen senken.

    Bei dem RPG Maker MV soll das ja zumindestens möglich sein.

  16. #36
    Ja, beim MV ist das möglich, aber es wäre ultra luxuriös wenn es da auch für den Ace die kotige Möglichkeit gäbe, dessen Spiele mobil zu zocken. Einfach ein simples Programm, was die Game.exe abspielen kann. Ich wäre echt verdammt excited, wenn sowas rein grundsätzlich möglich wäre. Wundert mich aber, daß sich dessen noch niemand angenommen hat, da Smartphones und Tablets durchaus die digitale Zukunft darstellen und man durchaus in diese Richtung operieren sollte.

    Ken der Operationskot

  17. #37
    Jeder muss das für sich entscheiden. Aber das Problem allein bei der Frage ist nach wie vor, dass viele in Engines denken. Am Ende geht es ja ums Game Design, und hier werden ja die Möglichkeiten sowie das Publikum (aber eben auch die Konkurrenz) immer grösser, was an sich toll ist. Man findet international so viele tolle Projekte, dass es eben einen Mehraufwand braucht, um wahrgenommen zu werden.
    Aber geht es wirklich ums wahrgenommen zu werden? Am Ende geht es meiner Meinung nach um Selbstverwirklichung. Es ist natürlich schön, wenn viele dein Spiel spielen, aber es muss auch der Prozess an sich sein, der einem Freude bereitet (angenommen man macht Spiele als sein Hobby).

    Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass die Szene etwas gelitten hat. Ich bin heute auch sehr viel weniger in den Foren unterwegs, da mir schlichtweg die Zeit fehlt (hach, war die Schul- und Studienzeit schön). Ich erinnere mich, wie die Community (nicht nur hier) gespalten wurde, als der XP kam. Seltsamerweise wurde der 2k3 recht gut aufgenommen, aber die Maker danach hatten im Deutschsprachigen Raum ziemlich polarisiert. Das ist besser geworden, aber eben nur besser (mein Eindruck). Ebenso muss ich leider sagen, dass ich in englischsprachigen Foren viel weniger Feindseligkeiten erlebt oder beobachtet habe. Das ist eben auch nicht sonderlich förderlich. Glücklicherweise gab es aber auch immer viele tolle Menschen hier, mit denen das Makern noch mehr Spass machte. Und solch ein Gefühl, Teil von etwas zu sein, müsste man eben auch Neulingen vermitteln.

    Insgesamt kann man aber auch wieder sagen, dass die vielen Möglichkeiten (nur schon die Zahl an Engines) zu einer weiteren Zersplitterung führte. Auch hier wäre es wichtig von einem solchen Denken wegzukommen und sich als Game Designer anstatt RPG Maker 2k, 2k3, XP, MV Ersteller oder was auch immer zu begreifen.

    Man beobachtet solche Trends aber auch in ganz anderen Bereichen. Ich war ja lange Tänzer (lateinamerikanische Tänze, das was man so bei Let's Dance sieht), und zumindest in der Schweiz ist die Zahl der Wettkämpfer hier auch stetig rückläufig. Leider ist es auch da nicht gelungen, gemeinsam dem entgegenzuwirken. Nein, der Verband hat sich zerstritten und zersplittert, und nach ein paar weiteren Jahren ist die Situation noch prekärer.

    Darum rate ich, Brücken zu bauen anstatt sich zu isolieren. Die Bedürfnisse werden diverser und anspruchsvoller. Umso mehr sollte man sich auf das Gemeinsame konzentrieren.
    So, genug gepredigt. Amen.

    Ich hoffe meine Gedanken sind etwas rübergekommen.
    Ich wünschte, ich könnte präsenter und aktiver sein. Momentan lässt das mein beruflicher Alltag nur schwer zu.
    Immerhin habe ich mir etwas Zeit für ein neues Projekt freigeschaufelt, insofern sollte ich wieder ab und zu hier sein.

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