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Thema: [Fanfiction] - Die Schatten der Dämmerung

  1. #1

    [Fanfiction] - Die Schatten der Dämmerung

    Liebes SKS-Team, liebe SKS-Spieler und Freunde fantasievoller Geschichten,

    Als ich die Sternenkind-Saga zum 1. Mal gespielt habe, kam mir als erster Gedanke in den Kopf, dass ich gerne noch eine weitere Geschichte in der Welt der Saga erleben würde. Nach einigen Tagen der Überlegung habe ich dann beschlossen, die Geschichte einfach selbst zu schreiben.
    Zwar heißt es im Threadtitel "Fanfiction", aber ich schreibe dennoch eine eigene Geschichte und nicht "SKS 3.0 - Haaki & die besoffenen Anime-Girls.". Ich habe noch nie eine Geschichte geschrieben, die länger als eine Seite war und das ist mein erster Versuch, in einem größeren Maßstab zu erzählen. Nun viel Spaß beim Lesen des ersten, kleinen Kapitels.



    Prolog

    Die Bündnisse alter Tage sind vergessen. So langsam wie die Legende der Heldentaten von Haaki Weykenson und seinen Freunden über viele Generationen hinweg verstummte, löste sich auch der feste Griff der Freundschaft zwischen Karadon, Himathelonia, El Kash, Kerfrek, Tombrien und Trawonien. Neid und Missgunst überkamen abermals die Herzen der Menschen, es tobte Krieg um Macht, Land und Rohstoffe zwischen den Nationen und schon bald sollte von der einstigen Verbundenheit der Völker nichts mehr übrig sein. Lediglich das uralte Bündnis, dass Karadon mit dem Volk der Zwerge verband, vermochte durch nichts gebrochen zu werden...

    ...Nach einem Jahrtausend des Konflikts wusste keine Fraktion mehr, wer den Krieg dereinst begonnen hatte und jedes Land der Erdenscheibe rüstete sich wieder und wieder zum Kampf. In diesen Zeiten des Blutes veränderten sich die Länder und ihre Bewohner. Die Völker Tombriens und Kerfreks wurden von den Flammen des Krieges verschlungen und aus den Büchern verbannt. Viele kleine Ortschaften und Dörfer der Welt fielen unter den Schwerthieben der feindlichen Invasoren und so begab es sich, dass die Menschen in die großen Festungen und Bollwerke fliehen mussten, welche im ewigen Konflikt stetig verstärkt und ausgebaut wurden. Einzig El Kash blieb, durch seine schützenden und schwer durchquerbaren Wüsten, von den meisten dieser Auseinandersetzungen abgeschrimt. Doch heißt dies nicht, dass sein Volk nicht auch kämpfen musste...

    ...Während unter den Kriegsherren Schlachtpläne ersonnen und Rohstoffplünderungen besprochen werden, und die Soldaten der ehemaligen Bündnispartner in blinder Wut aufeinander losstürmen, rotten sich tief in der Dunkelheit Zwei alte, in Vergessenheit geratene Mächte zusammen, um blutige Rache an den Völkern der Erdenscheibe zu üben...


    Kapitel 1 - Thavir

    Thavir's Kopf schlug hart auf dem kalten Steinboden auf. Die Luft war erfüllt von dröhnendem Gelächter, als sein Versuch sich aufzurichten durch einen kräftigen Fußtritt unterbunden wurde und er abermals Bekanntschaft mit der Härte des karadonischen Gesteins machte. Thavir war Zehn Jahre alt und seitdem er denken konnte, war diese Art der Begrüßung nichts ungewöhnliches für ihn. "Bleib' im Staub, wo du hingehörst!", sagte einer der beiden, etwa gleichlaltrigen Jungen in einem Ton, der die Verachtung, die seinen Worten innewohnte deutlich unterstreichte.
    "Ja, genau. Kilk hat recht. Kriechen sollst du vor unseren Füßen, du Klappergestell, du Bastard.", pflichtete der andere Junge seinem Schlägerfreund bei und spuckte dem am Boden liegenden ins Gesicht. Thavir versuchte krampfhaft die in ihm aufkommenden Tränen zu unterdrücken, denn er wußte, dass seine Peiniger nur noch härter zuschlugen wenn er weinte. Das hatte der junge Thavir schon öfter zu spüren bekommen, als er imstande war zu zählen. Doch obschon er jeden Muskel seines schmächtigen und kleinen Körpers anstrengte, löste sich bald jedwede Spannung, die er aufbringen konnte und Thavir brach, wie schon so oft zuvor in bittere Tränen zusammen. Den darauffolgenden Tritt nahm er kaum noch wahr, da es bereits schwarz vor seinen Augen wurde.

    Als Thavir erwachte fuhr ihm ein stechender Schmerz in den Kopf, der sich in Kürze eines Wimpernschlags auf seinen gesamten Körper ausweitete und erschrocken zuckte er zusammen. Doch erfuhr er durch die plötzliche und ruckartige Bewegung seiner geschundenen Muskeln bloß noch größere Schmerzen, die ihn sofort innehalten ließen. Der junge Karadonier entspannte seine Glieder so gut es ihm möglich war. Mit mutlosem Blick und feuchten Wangen stellte er fest, dass er schon wieder unterlegen war und sich wieder nicht gewehrt hatte. Thavir war zuhause, auf der selben hölzernen Schlafstatt, auf der er jeden Morgen aufwachte und darauf hoffte, dass sein Vater ihn später zu sich rufen würde, als es für gewöhnlich üblich war. Während das salzige Leid über sein Gesicht floß, quälte er sich langsam und von Schmerzen gebeutelt in eine kniende Position, um nach einer kurzen Zeit des Sammelns ein Gebet zu sprechen: "Gütige Mutter, goldene Sonne. Ich würde dich niemals darum bitten die Kriege der Welt zu beenden, aber bitte beende die Kriege in Krildje. Bitte hilf Vater, Kilk und Kolm, damit sie erkennen..." Plötzlich wurde Thavir's Gebet vom lauten Knallen einer Tür unterbrochen. In Panik versuchte er die schmerzenden Stellen seines Leibes mithilfe seines löchrigen Leinenhemdes zu schützen, doch war er nicht schnell genug. Der lederne Gürtel seines Vaters traf peitschend auf Thavir's Haut, während dieser seine Glieder eng an seinen Körper zog und sein Gesicht fest in sein mit Stroh gefülltes Kissen drückte, um die Schreie, die seine Kehle verließen abzudämpfen. "Auf die Beine mit dir, du jämmerliches Stück Scheiße! Die Arbeit wartet nicht!", schrie der rund Vierzig Sommer alte Mann, bevor er zum wiederholten Mal ausholte und zuschlug. Als Thavir bemerkte, dass keine weiteren Schläge folgten, blickte er ängstlich und vorsichtig in Richtung der Tür seiner kleinen Kammer und erleichtert stellte er fest, dass sein Vater den Raum verlassen hatte. Thavir verharrte noch einen Moment in der erbärmlich anmutenden Schutzhaltung, die er eingenommen hatte und blickte im Geiste zurück auf sein junges Leben. Der Sohn eines Schmieds und einer Weberin hatte sein ganzes bisheriges Leben, so wie jeder den er kannte, in Krildje verbracht. Krildje war eine riesige, aus Stein und Holz erbaute Stadtfestung und so gewaltig, dass Thavir dachte, es bräuchte ein Zwergenleben an Zeit, um jeden Winkel zu erkunden. Wann immer sein Vater nicht im Haus war und seinen Sohn zwang hart für ihn zu arbeiten oder zu kochen, schlich Thavir nach draußen und tänzelte mit wackligen Schritten über die Dächer der dicht an dicht gebauten Häuserreihen. Obwohl er bei jedem seiner waghalsigen Ausflüge Angst hatte, von den turmhohen Wohnstätten in die Tiefe zu fallen, ging er dieses Risiko mit Freuden ein, weil er es für die einzige Möglichkeit hielt, an der frischen Luft zu sein und im selben Moment den Schlägen seiner beiden Peiniger zu entgehen. Kilk und Kolm, zwei Jungen, die ganz in der Nähe von Thavir's Familie, bei ihren Müttern lebten. Ihre Väter waren im Krieg gefallen, noch bevor die Kinder Vier Sommer zählten und sie gaben Thavir's Vater die Schuld für ihren Verlust. Sie behaupteten, die Krieger seien mit seinen Waffen und Rüstungen in die Schlacht gezogen und deshalb vom Feind getötet worden. Thavir wußte bereits früh, dass die Erzeugnisse aus der Esse seines Vaters einen schlechten Ruf hatten und nur die ärmsten Bürger der Stadt bei ihm kauften. Trotzdem war er jedes mal schockiert, wenn er sah, und vor allem spürte, dass die Wut, die zwei Kinder auf einen Mann hatten, an ihm ausgelassen wurde.

    Thavir erwachte aus seinen Tagträumen und schreckte entsetzt auf. Schnell rannte er durch die Holztür seines Zimmers und die Wohnstube des Hauses hindurch, um zur Schmiede zu eilen. Er wußte welche Strafe es nach sich zog, wenn er verschlief oder nicht genug arbeitete und diese Angst ließ ihn riesenhafte Sätze machen. Am Ende des Raumes, kurz vor der Tür, die in die Schmiede führte, bremste Thavir abrupt ab. Er drehte sich um und sah seinen Vater mit dem Kopf auf dem Tisch liegen. Der Mann schnarchte laut und schien tief und fest zu schlafen. In dem Moment fiel eine große Last von Thavir's Schultern und sofort stürmte er, hinweg über eine Vielzahl leerer Bier- und Metkrüge, die auf dem Boden herumrollten, in das Schlafzimmer seiner Eltern. Am Bett seiner Mutter ging er in die Hocke und streichelte ihr sanft über die Stirn. "Guten Morgen, liebe Mutter." Die zerbrechliche Frau schwitzte stark und atmete schwer, als sie zu sprechen anhob: "Guten Morgen, mein kleiner Turinniafunke. Wärst du so lieb mir einen Schluck Wasser zu geben?" "Natürlich, Mutter.", antwortete Thavir und hob behutsam den Kopf seiner Mutter, um ihr einen Krug mit Wasser an den Mund zu reichen. "Danke, mein Liebling. Was ist mit deinem Vater? Musst du nicht arbeiten?" Die Frau zog fragend die Augenbrauen hoch. "Vater schläft mal wieder." Beschämt blickte Thavir zu Boden und legte die Hände auf seine schmerzenden Körperstellen. "Lass ihn schlafen, mein Junge. Du arbeitest immer so hart. Wenn du dich nicht ab und zu ausruhst, stirbst du noch früher als ich es tun werde." Noch bevor die todkranke Frau den Satz zuende gesprochen hatte, spürte Thavir, wie die Tränen erneut seine Wangen befeuchteten. "Vater sollte an deiner statt sterben..." Er sprach leise und voller Schmerz, doch noch ehe er zum nächsten Satz anheben konnte, vernahm er von draußen eine laute Stimme: "Die Drachenstiefel kommen! Sie kommen!" Thavir's Atem stockte. "Nun geh schon, mein kleiner" Das ließ Thavir sich nicht zweimal sagen, kletterte aus dem Fenster und hoch auf das Dach. Für den Moment waren all seine Sorgen unwichtig. Vor Freude strahlend und mit atemberaubender Geschwindigkeit sauste er die Dachfirsten entlang, bis er eine geeignete Stelle fand, sich hinsetzte und gespannt nach unten auf die Straße blickte. Der Rand des Weges war voller Leben. Menschen und Zwerge standen Schulter an Schulter, aufgereiht in Zwei endlosen Linien und wer das Haus nicht verlassen konnte, schleppte sich ans Fenster. Hektisches Getuschel drang durch die Luft und alle waren sichtlich aufgeregt. Als die Bürger Zwei Wanderer erblickten, wurde es schlagartig leise. Die Massen knieten nieder und senkten ihre Köpfe, während die Drachenstiefel durch die Gasse zogen und aufmerksam sog Thavir jeden Augenblick des Spektakels in sich auf. Als sich die Männer fast direkt unter Thavir befanden, blieben sie stehen: "Willkommen zuhause, Herr Vater.", sagte ein kleines Mädchen aus der Menschenmenge und sprang einem der beiden Drachenstiefel an die Brust. Der muskulöse Krieger hob die winzige Karadonierin auf seine Schultern, dann gingen die beiden Männer weiter die Straße entlang und Thavir starrte ihnen fasziniert hinterher. "Eines Tages werde ich einer von ihnen sein!" Davon hatte Thavir schon geträumt, als er im Alter von Fünf Jahren zum ersten mal einen Drachenstiefel sah. Sie waren seine Helden und in seinen Augen waren sie unbesiegbar, unverwundbar und unsterblich. Wie sollten sie es sonst schaffen, ganz allein oder zu zweit immer wieder den gefährlichen Weg durch das umkämpfte Karadon zu gehen, um den Menschen Briefe und Geschenke ihrer liebsten aus den anderen Städten zu bringen? Immer wenn er Nachts in seinem Bett lag, träumte er davon es ihnen gleich zu tun, so mutig und stark zu sein wie sie es waren und die gefährlichsten Abenteuer zu bestehen. Thavir blieb noch einen Moment auf dem Dachfirst sitzen, bevor er sich auf den Heimweg machte und durch das Fenster zurück ins Haus kletterte.

  2. #2
    Interessant . Ich bin auf jeden Fall schon auf eine Fortsetzung gespannt!

    Die ersten Gedanken, die ich beim Durchlesen hatte:
    - Wenn so viele Jahre vergangen sind, gab es sicherlich technologischen Fortschritt. Wie sieht es diesbezüglich aus?
    - Zuerst dachte ich, Thavir sei aufgrund seines schmächtigen Körpers gar kein Karadonier.
    - Ich finde, du hast die Heranwachsenden sehr gut beschrieben. Kinder können grausam sein.
    - Lässt die Mutter ihren Sohn wirklich ohne Bedenken nach draußen, um auf den Dächern rumzuhampeln? Insbesondere, wenn es ziemlich gefährlich ist, wie es hier beschrieben wird?
    - Die Drachenstiefel erinnern mich sehr an Kuriere aus Peter V. Bretts "Das Lied der Dunkelheit". Das kann aber auch daran liegen, dass ich das gerade lese...

  3. #3
    Hey Gisulf,
    dein Schreibstil ist super, lässt sich richtig gut lesen, danke dir fürs Teilen.

    Wieviele Jahre spielt es denn ungefähr nach den bekannten Ereignissen?

    Sehr cool finde ich den Grund, warum die beiden Jungen sauer auf Thivar sind, das wäre so ein typischer Karadonierstumpfsinnsgrund.

    Und ganz ehrlich - als ich von den Drachenstiefeln las, dachte ich mir, was das wohl für eine coole Spezialeinheit sein könnte und ... dann sind es verdammte Postboten! Sehr, sehr, sehr cool!
    Vor allem weil es nicht so over the top ist. ^^

  4. #4
    Zitat Zitat von Caledoriv Beitrag anzeigen
    Interessant . Ich bin auf jeden Fall schon auf eine Fortsetzung gespannt!
    Das freut mich sehr, vielen Dank.
    Und vielen Dank auch für die Anregungen.

    @Technologischer Fortschritt:
    Ich werde versuchen, im Laufe der Geschichte zu beschreiben, wie es damit aussieht.

    Mini-Spoiler!



    @Thavir's Statur:
    Die Antwort auf die Frage folgt vielleicht schon im nächsten Kapitel, wenn du sie trotzdem direkt wissen willst:

    Mini-Spoiler!



    @Heranwachsene:
    Dankeschön. Ja, das ist wohl leider wahr.

    @Gefährliche Dächer:

    Mini-Spoiler!



    @Drachenstiefel & Peter v. Brett:

    Ich will ganz ehrlich sein: Du hast mich ertappt
    In der Tat ist "Das Lied der Dunkelheit" eines meiner liebsten Bücher, weil es mir, in einer dunklen Zeit meines Lebens, sehr viel Mut gemacht hat.
    Mir kam einfach der Gedanke, dass dieses "Ganz allein durch die Gefahr wandern" in Verbindung mit Transport- & Postwesen, sehr gut in die Welt der Saga passt. Vor allem in Verbindung mit der Grundidee meines Plots, dass es nur noch wenige, aber dafür riesige Städte gibt.

    @Daen:

    Vielen Dank, Daen!

    Toll, dass dir mein Stil gefällt. Das bedeutet mir wirklich sehr viel, da ich eigendlich ziemlich "ungebildet" bin. War in der Schule nicht der hellste

    Das ganze spielt etwa 1500 Jahre nach den Geschehnissen des Spiels. Ca. 500 Jahre nach dem Spiel war die Legende von Haaki vollständig vergessen und der Krieg ist ausgebrochen.

    "Karadonierstumpfsinnsgrund" Ja genau, das ist es.

    Das Wort "Spezialeinheit" ist vielleicht gar nicht mal so abwegig. Du wirst schon sehr bald mehr über sie erfahren Wer weiß? Vielleicht haben sie noch ganz andere und "spezielle" Beweggründe & Pflichten...?

    Auf jeden Fall toll, dass es euch soweit gefällt.
    Noch heute fange ich an das zweite Kapitel zu schreiben.

    Geändert von Gisulf91 (01.02.2018 um 08:30 Uhr)

  5. #5
    Viel Spaß beim Lesen des zweiten Kapitels

    Kapitel 2 - Die Stiefel des Drachen

    Thavir schwang hastig einen Strohbesen über den Boden. Schweißperlen hatten sich auf seiner Stirn gebildet und sein dreckiges Hemd war durchnässt und klebte an seinem Körper. In Windeseile kratzte er jeden Krümel, dem er gewahr wurde aus den Ecken und Ritzen seiner Kammer heraus, bevor er anfing, den steinernen Boden mit Wasser zu säubern. Die Arbeit zehrte an den Kräften, doch für den kleinen Thavir kam diese Erfrischung, im heißen, karadonischen Sommer, wie gerufen. Da sein Vater gerade in der Schmiede arbeitete, nutzte er den Moment des Alleinseins, um seinen Kopf tief in den hölzernen Wassereimer zu tauchen. Für Thavir war es ein Moment des Friedens. Er spürte wie das kalte Nass seinen Schädel umspülte, seinen Mund durchflutete und seine Ohren verschloß. Plötzlich befand er sich an einem fremden Ort. Einem Ort, an dem es keine Häuser gab und kein Hammerschlag durch die Luft schallte. Er sah wilde Tiere und nie enden wollende, grüne und felsige Landschaften, die sich bis zum Horizont erstreckten. Er sah sich in einem langen Ledermantel, Straßen und Pfade entlangwandern und war umringt von Gefahren. Thavir stellte sich vor ein Drachenstiefel zu sein, so wie er es immer tat, wenn er allein und unbeobachtet war. In diesen Augenblicken des Träumens fühlte er sich stark und war von allen Schmerzen befreit. Mit einem kräftigen Ruck zog Thavir seinen Kopf aus dem Wasser und ging anschließend weiter seinen Aufgaben nach, bis er die kleine Kammer von sämtlichem Schmutz befreit hatte. In die Luft starrend und verträumt schlenderte er in die Wohnstube, stellte sich ans Fenster und beobachtete das Geschehen auf der Straße. Die Menschen waren fleißig. Mit Stein und Erz beladene Karren wurden hin und her geschoben und Thavir konnte erkennen, wie die Bürger an den Verkausständen wild gestikulierten und die Händler taten es ihnen gleich. Thavir hatte das Handelswesen noch nie verstanden. Ihm war es unbegreiflich, warum sich die Handelshäuser Geheimnisse vorenthielten oder sich dem Konkurrenzkampf hingaben. Er dachte es wäre am besten, wenn einfach alle zusammenarbeiten würden. Als Thavir sich wieder dem Raum zuwandte, erbleichte er. Noch während er versuchte, sein Gesicht zu schützen, prallte der Handrücken seines Vaters auf Thavir's Wange und er ging mit einem lauten Knall zu Boden. "Was glotzt du so blöd aus dem Fenster?! An die Arbeit mit dir, du fauler Hund!" Der drahtige Mann schrie voller Zorn und sein Kopf war vollständig errötet. Thavir saß auf dem Boden und hielt sich die Wange, als schwache Schreie aus dem Schlafzimmer in sein Ohr drangen: "Edvin! Hör' auf den Jungen zu schlagen!" Im Gegensatz zu Thavir, wagte es seine Mutter in seltenen Momenten des Mutes, sich ihrem Mann entgegenzustellen, auch wenn sie dies nur mit Worten vermochte. "Solange Ich uns ernähre, wird hier nach meiner Pfeife getanzt! Hast du das verstanden, Weibstück?!" Die Antwort seiner Mutter konnte Thavir nicht mehr hören, da sein Vater bereits mit dem Gürtel auf ihn einschlug und sein Geschrei die Stimme aus dem Nebenraum übertönte. Nach einigen Schlägen beugte sich der schwitzende Mann über Thavir und sprach langsam und boshaft: "Heute ist dein Glückstag, Junge. In den letzten Wochen gab es kaum Angriffe auf die großen Konvois. Dadurch sind viele Waren nun für unbestimmte Zeit deutlich billiger und weil ich kein Gold scheißen kann, muss ich diese Gelegenheit natürlich nutzen. Ich habe mir einen Karren und ein Maultier geliehen und werde jetzt zum großen Markt am anderen Ende der Stadt fahren. Da der Tag nicht mehr der jüngste ist, werde ich die Nacht bei einem Freund verbringen und mich erst Morgen auf den Rückweg machen." Innerlich feierte Thavir ein Fest. Seit Wochen schon war sein Vater kaum aus dem Haus gegangen und auch seltener eingeschlafen, als er es sonst tat. "Wenn du götterverdammter Scheißhaufen auf die Idee kommen solltest, irgendeinen verfluchten Unsinn anzustellen, dann wirst du mich von meiner unfreundlichen Seite kennenlernen!" Der Mann grinste, hielt Thavir den Gürtel vor die Augen und deutete mit dem Finger auf dessen eiserne Schnalle, danach verließ er das Haus. Thavir zitterte und weinte, doch tief in sich spürte er große Erleichterung. Er rappelte sich auf und rannte so schnell er konnte zu seiner Mutter. Ihre Arme waren weit ausgebreitet und Thavir warf sich stürmisch, aber dennoch vorsichtig, in eine liebevolle Umarmung. Er kuschelte sich fest an sie und ließ seinen Tränen freien Lauf, während sie ihm zärtlich üder den Hinterkopf streichelte. "Es ist vorbei, mein Junge, er ist fort. Ich weiß, wie sehr du leidest, aber du musst stark sein, kleiner Drache." Thavir liebte es, wenn seine Mutter ihn so nannte. Er nahm sich ihre Worte zu Herzen und sein Schluchzen wurde langsam leiser. "So möchte ich das sehen. Du bist so hübsch wenn du lächelst, weißt du das eigendlich?" Das Lächeln, das sie ihm schenkte, erfüllte Thavir mit Stolz und nahm ihm alle Schmerzen. Er wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und stieg aus dem Bett, um seine Glieder zu straffen. "Danke, Mutter. Wenn du nicht wärst, würde ich das alles nicht aushalten. Ist dein Dunkelfieber immernoch so schlimm?", fragte Thavir und seine Mutter nickte leicht. "Ja, mein Junge. Die Heiler der Turinnia haben noch immer kein wirkungsvolles Heilmittel ersonnen und meine Kraft schwindet mit jedem Tag. Seit Sechs Jahren plagt und schwächt es mich, doch hat es mich noch nicht umbringen können. Ich wehre mich mit aller Kraft gegen das magische Fieber, doch dein Vater verdient bei weitem nicht genug Gold, um dich jeden Tag eine Mahlzeit kochen zu lassen und das spürt mein Körper, genauso wie es der deine spürt." Thavir blickte kurz auf seinen knurrenden Bauch und seine Mutter lächelte ihn an, während sie mit dem Finger auf ihr Kopfkissen zeigte. Behutsam tastete er das Kissen ab, bis er eine eingenähte Tasche entdeckte. Er griff hinein, holte den Inhalt des Verstecks heraus und klappte das Päckchen aus Papier auseinander. Thavir strahlte. Er küsste seine Mutter auf die Stirn und flitzte mit dem Inhalt des Päckchens in die Wohnstube, wo er sich sofort ans Werk machte, um Kartoffeln, Eier, Speck, Spinat und Zwiebeln in ein deftiges Mittagessen zu verwandeln. Während sie aßen, schaute Thivar immer wieder sehnsüchtig durch das Fenster. "Du willst nach draußen, nicht wahr?" Damit hatte sie recht. Thavir wollte an die frische Luft, doch wollte er auch bei seiner Mutter bleiben und den kurzen Frieden im Haus genießen. "Es ist in Ordnung, mein Liebling. Geh schon raus, aber dieses Mal bitte durch die Tür, ja?" "Aber Kilk und Kolm..." Er hatte sehr leise gesprochen. Der Frau stand der Schmerz ins Gesicht geschrieben und so ließ sie ihn gewähren.

    Die Sonne brannte heiß auf seiner Haut, während er über die Dächer schlich und vorsichtig von Haus zu Haus kletterte. Thavir konnte seine Fähigkeiten gut einschätzen. Obwohl er auf den Dachfirsten manchmal strauchelte, fand er immer wieder sein Gleichgewicht und konnte sie, trotz seiner Angst, zügig überqueren. Außerdem wagte Thavir weder einen Sprung, noch einen Kletterversuch, wenn er sich nicht ganz sicher war, dass er ihm auch gelang. Als Thavir auf einem Dach nah am Boden stand, von dem aus er kein weiteres erreichen konnte, beschloß er ein kleines Stück auf der Straße zu gehen, weil er das Gefühl hatte, weit genug von seinem Wohnort entfernt zu sein. Während er durch die Straßen und Gassen spazierte, schaute er den Bewohnern von Krildje bei der Arbeit zu. Die Stadt stand niemals still. Allerlei Waren wurden in endlosen Schlangen aus Karren von einem Ort zum anderen gebracht, Gerüche von deftigen Mahlzeiten hingen in der Luft und die lockenden Schreie der verschiedenen Händler vermischten sich, sodass Thavir kein einziges ihrer Worte verstand. An einer Kreuzung des Weges zog ein Trupp Soldaten in Richtung des Tores und Thavir wurde geblendet, als die Rüstungen der Männer die Sonnenstraheln reflektierten. Thavir war jedes Mal beeindruckt, wenn er Soldaten oder Drachenstiefel sah, die sich auf den Weg machten, um die schützenden Mauern des äußeren Walls hinter sich zu lassen, denn niemand vom gewöhnlichen Volk verließ jemals freiwillig eine Stadt. Die Sonne stand schon recht tief am Horizont. Er wollte gerade mithilfe einer leeren Obstkiste, die er gefunden hatte, zurück auf die Dächer klettern, als er kurz zur Seite blickte und plötzlich erschrak. Kilk und Kolm befanden sich nur wenige Schritte entfernt, in der Menschenmenge. Thavir versuchte schnell seinen Blick von den beiden abzuwenden, doch sie hatten ihn bereits entdeckt. "Da ist er! Auf Ihn!" Der kleine Thavir rannte so schnell er konnte. Seine Verfolger waren ihm dicht auf den Fersen und nahmen keinerlei Rücksicht auf unbeteiligte Menschen. Sie rempelten und schubsten, während Thavir jedem Hindernis geschickt auswich. Dadurch konnte er sich einen kleinen Vorsprung verschaffen und als er dachte, dass seine Peiniger ihn nur noch schlecht sehen konnten, bog er in eine kleine Seitenstraße ab. Seine Beine brannten wie Feuer. Als er nach dieser Kurve wieder Geschwindigkeit aufnehmen wollte, prallte er plötzlich gegen eine Wand aus Leder und stürtzte.

    Thavir blickte zurück und stellte sich bereits darauf ein, jeden Moment den ersten Tritt einstecken zu müssen, doch blieb dieser aus und von Kilk und Kolm fehlte jede Spur. "Du solltest beim Rennen stets nach vorn schauen, mein junger Freund." Als Thavir seinen Blick wieder nach vorne richtete, schlug ihm sein Herz bis zum Hals. Vor ihm stand ein hochgewachsener, etwa Zwanzig Sommer alter Mann in einem langen Ledermantel und lächelte ihn freundlich an. Blitzartig rappelte Thavir sich auf, beugte sein Knie und senkte den Kopf. "Kein Grund für solche Förmlichkeit, Freund. Diese Art von Begrüßung steht uns nur nach einer erfolgreichen Reise zu." Zum ersten Mal in seinem Leben stand Thavir einem Drachenstiefel von Angesicht zu Angesicht gegenüber. Er hatte sie bisher immer nur aus einiger Distanz beobachtet und auch noch nie mit einem von ihnen gesprochen. "Guten Tag, Herr Drachenstiefel." Thavir lächelte und versuchte seine Aufregung zu verbergen. "Wollen wir uns nicht setzten?" Es war eher eine Feststellung, als eine Frage, denn schnell hatte der Mann zwei Körbe am Wegesrand vom Staub befreit und sie ein wenig in die weiche Erde der Seitenstraße gedrückt, damit sie stabil standen. "Ich habe noch nie mit einem von euch gesprochen." Thavir strahlte über das ganze Gesicht, als der Drachenstiefel zu sprechen begann. "Na, dann sollten wir uns doch erstmal einander vorstellen, nicht wahr? Du kannst mich Aaron nennen. Wie darf ich dich nennen, junger Mann?" "Ich bin Thavir. Hocherfreut dich kennenzulernen, Aaron." Thavir zappelte vor Aufregung hastig auf seinem Korb hin und her. "Die Freude liegt ganz auf meiner Seite. Ich sehe, du hast viele Fragen. Nur raus damit und ich werde sie dir beantworten." Thavir überlegte keinen Augenblick und stellte sofort seine erste Frage. "Wer war der Erste?" Aaron lachte herzlich. "Eine sehr gute Frage. Es ist immer weise am Anfang anzufangen. Lass' mich dir die legendäre Geschichte der Entstehung unseres Ordens erzählen. Höre nun gut zu." Thavir sog jedes einzelne Wort in sich auf und unterbrach Aaron kein einziges Mal. "Der Überlieferung des Ordens zufolge, begab es sich vor Dreihundert Jahren. Es war die bisher dunkelste Zeit im ewigen Konflikt und Karadon befand sich so fest im Griff der feindlichen Scharen, wie niemals zuvor.
    Unser Land drohte auseinanderzufallen. Es gab große politische Spannungen zwischen Krildje, Rawinja und der Schildburg auf Bergenthorn.
    Krildje hatte es am schlimmsten getroffen. Die Stadt war unter feindlicher Kontrolle und jeder Soldat, der die Stadt hätte verteidigen können, war in Gefangenschaft oder gefallen. Kein Konvi kam weiter als ein paar Meilen, bevor er entdeckt und vom Feind zerstört wurde. Das Volk war ohne jede Hoffnung. Ein mutiger Mann, kein Soldat, sondern in einfacher Bürger, hat die Angst besiegt. Er hat sich im Schutz der Dunkelheit aus dem besetzten Krildje herausgeschlichen und ist ganz allein den Weg von Krildje nach Rawinja gelaufen, um ein Pergament zu überbringen. Auf dem Schriftstück war ein Hilferuf des Volkes niedergeschrieben, in dem sie die großen Städte beschworen sich wieder zu einen, damit Karadon bestehen bleiben konnte. Der Mann hatte einen beschwerlichen, schmerzvollen und entberungsreichen Weg vor sich. Er schlich sich an den zahlreichen feindlichen Heerlagern vorbei und tötete jeden, der ihn stoppen wollte im Kampf oder meuchelte ihn. Dann geriet er an einen Punkt der Verzweiflung. Er hatte sich verirrt, war schwer verletzt und von feindlichen Stellungen umringt. In diesem Moment der Kraftlosigkeit betete er zum großen Drachen und das einzige worum er ihn gebeten hat, war seinen Füßen neue Kraft zu schenken. Der Herr Alcandor war so beeindruckt vom Mut und der Selbstlosigkeit des Mannes, dass er vom Himmel herabstieg. Er hat den Mann mit seinen Schwingen umschlungen, um ihn vor Wind und Regen zu schützen. Mit seinem feurigen Atem hat der den Mann gewärmt, bis er wieder genesen war und ein langes Gespärch mit ihm geführt. Der große Drache teilte seine Weisheit mit ihm und erklärte ihm den Weg nach Rawinja. Dann haben sie zusammen einen Segensspruch verfasst, der dem Mann Mut für den restlichen Weg geben sollte. Gleichzeitig sollten diese heiligen Zeilen dem Mann als Leitsätze dienen, nach denen er von nun an zu leben hatte, als Gegenleistung für die Gnade des Drachen. Bis heute ist es nur den Drachenstiefeln erlaubt diese heiligen Worte laut auszusprechen.

    Der Stiefel des Drachen dient keinem Herren und keinem Rat. Er dient dem Volk und dem großen Alcandor.
    Der Stiefel des Drachen schützt unter Einsatz seines Lebens, jeden Karadonier, in dem er ein reines Herz erblickt.
    Der Stiefel des Drachen verlangt niemals eine Bezahlung. Das Volk wird sich erkenntlich zeigen.
    Der Stiefel des Drachen trägt Hoffnung durch den schlimmsten Sturm, heim in den Hafen.
    Der Stiefel des Drachen wandert ohne Furcht und unter den Schwingen des großen Alcandor.

    Den Ausdruck 'Der Stiefel des Drachen' haben sie gewählt, weil der mutige Wanderer ein Schuhmacher war. Als er in Rawinja angekommen war, hat er die Menschen durch seinen Mut inspiriert. Er hat den Orden der Drachenstiefel gegründet, dem sich viele Menschen angeschlossen haben. Die Drachenstiefel waren auch diejenigen, die dann Bergenthorn beschworen haben sich ebenfalls wieder mit Karaon zu einen. Dank ihrer selbstlosen und gefährlichen Arbeit konnte zwischen den Drei Städten ein gewaltiger Gegenangriff geplant und vorbereitet werden, der den Griff des Krieges erheblich lockerte, als es fast zu spät war. Dank der Drachenstiefel existiert Karadon noch." In diesem Moment wurde Thavir bewußt, wie wenig er über die Drachenstiefel wußte und er, wenn er davon träumte einer von ihnen zu sein, nie darüber nachgedacht hatte, wie man eigendlich ein Drachenstiefel wird. Die nächste Frage, die er stelle, sollte sein Leben für immer verändern. "Wie wird man denn ein Drachenstiefel?" "Nun, das ist schnell erklärt. Man bittet einen von uns, ihn zu einem Drachenmeister zu bringen. Wenn der Meister im Anwärter ein reines Herz erblickt, muss er ausgebildet werden. Doch es ist ein Leben voller Entbehrungen, zu dem sich Heute nur noch sehr wenige entscheiden." Thavir's Herz raste. "Ich möchte auch ein Drachenstiefel werden!" Aaron's Gesichtsausdruck wurde ernster, aber immernoch freundlich. "Und warum möchtest du ein Drachenstiefel werden?" Thavir blickte auf seinen geschundenen und von Blutergüssen übersähten Körper. Er wußte, dass Aaron seine Verletzungen schon zu Beginn ihres Gesprächs bemerkt hatte, doch der Drachenstiefel hatte ihn nicht darauf angesprochen. Thavir öffnete sein Herz und erzählte Aaron seine ganze Geschichte. Er erzählte ihm alles über seine Mutter, seinen Vater und über Kilk und Kolm. Der Drachenstiefel hörte aufmerksam und mit nachdenklichem Blick zu und als Thavir fertig war, wurde die Stimme des Mannes sehr ernst. "Erblickt der Drachenmeister im Anwärter ein reines Herz, gibt es für den Anwärter kein zurück mehr. Ist dir das bewußt, mein Freund?" Plötzlich dachte Thavir an seine Mutter und daran, dass er sie zurücklassen müsste, um ein Drachenstiefel zu werden. "Aber Mutter..." Aaron legte seine große und kräftige Hand auf Thavir's Nacken und lächelte. "Wenn du wirklich ein Stiefel des Drachen sein willst, dann sei nun ohne Furcht und vetraue auf den großen Drachen Alcandor." Die Berührung des Mannes, sein Blick und der Klang seiner Stimme weckten in Thavir ein ursprüngliches Gefühl von Vertrauen, das er sonst nur in Gegenwart seiner Mutter verspürte und so legte er seine Angst und seine Zweifel ab und verschwand mit Aaron in den Gassen von Krildje.

    Geändert von Gisulf91 (06.02.2018 um 08:53 Uhr)

  6. #6
    Wie immer sehr gut geschrieben.
    Die paar Rechtschreibfehler hier und da (über, Konvoi, Gespräch) passen sogar perfekt zur Saga, wir haben da ja noch heute welche drin.
    Nein, Scherz beiseite, ein paar kleine Fehlerchen haben sich eingeschlichen.

    Vom Text her ist er genau die Art von Prosa, die das Spiel auch prägen, sehr gute Arbeit, gefällt mir sehr gut.

    Das Einzige, was ich gerne anmerken würde ist, dass du vielleicht - aber nur vielleicht - schon am Anfang ein bisschen differenzierter arbeiten könntest. Thivars Vater ist NUR ein Arsch, der Drachenstiefel NUR gut. Da sie beide sehr präsente Figuren sind, würde hier ein bisschen weniger schwarz/weiß den Stil meiner Meinung nach noch ein bisschen verbessern.
    Kilk und Kolm beispielsweise sind auch negativ dargestellt, haben aber durch den unglaublich interessanten Nebensatz über die Schmiedekunst des Vaters stark an Substanz gewonnen, denn sie haben wirklich einen Grund, ihn zu hassen und ein Ventil zu suchen.

    Ansonsten: Klasse, wie immer!

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