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  1. #41
    Mal so als kleines Update für Zwischendurch: Diesen Monat kommt wohl kein Bericht zu Cold Steel 2 mehr, was nicht am Spiel liegt, sondern an Zeitmangel.

    Daher liegt mein Ziel für den März jetzt darin, Trails of Cold Steel 2 und Ar Tonelico 1 durchzuspielen. Bravely Default verschiebt sich aus Motivationsgründen daher auf... bessere Tage. Viel Glück schon mal an mich selbst.

  2. #42
    Gestartet: 14.02.
    Beendet: 06.05.

    Ich hab im März und April irgendwie so überhaupt gar nicht gezockt. Zumindest keine JRPGs, weshalb auch dieser Bericht etwas später kommt, als ich es ursprünglich geplant habe. Nico und seine Motivationsprobleme schlagen zu und ich wollte dem Spiel die Aufmerksamkeit und Liebe widmen, die es verdient.

    Warum gerade The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel 2?
    Diese Frage ist sehr leicht zu beantworten, weil es der direkte Nachfolger von Trails of Cold Steel 1 ist und ich das Spiel unglaublich gefeiert habe. Außerdem war es dieser Teil von dem besagter Freund vom anderen Bericht mir die Musik gezeigt hat, also umso mehr Grund, diesen Teil auch zu spielen. Allerdings habe ich bis kurz vor Ende des Spiels mal wieder versäumt, Screenshots zu machen, daher fallen diese mal wieder aus. Bei Atelier Lydie & Suelle habe ich aber schon einige und bin da auch gerade erst beim Anfang!

    Eindrücke beim Spielen:
    Trails of Cold Steel spielt story-technisch sehr nah an seinem Vorgänger an. Genau genommen liegt ein Monat zwischen dem Ende von ToCS 1 und 2, eine Zeit, die Rean ohnmächtig in der Eisengard-Bergkette verbracht hat. Nach den vergangenen Ereignissen aus ToCS1 liegen schon einmal 2 Ziele direkt auf der Hand: Die Klassenkameraden finden und einem gemeinen Dude mal gehörig den Hintern versohlen.
    Zunächst einmal: Alles, was ich über die Charaktere in ToCS1 gesagt habe, trifft natürlich auch in diesem Teil zu. Sie sind, Hauptcharaktere und Nebencharaktere (wobei die Anzahl von spielbaren Charakteren von 11 auf am Ende des Spiels... 23...? gestiegen ist. Ich werd's nicht genau nachzählen), wieder realistisch gestaltet und man erkennt in ihnen auch die Entwicklung, die sie im Vorgänger gemacht haben und wie ihre weitere Vergangenheit und Lebensgeschichte sich auf ihre jetzigen Handlungen auswirken und wie sie überhaupt mit dem Krieg umgehen. Am Ende des Tages werden sich jedoch alle Mitglieder von Klasse VII entscheiden, eine Rolle in diesem Krieg zu spielen. Ebenso die Charakterentwicklung von nicht nur den Protagonisten, sondern auch den Antagonisten und Nebencharakteren wird in diesem Teil wieder sehr stark deutlich. Auch die Welt ist hier wieder wunderbar gestaltet und man lernt wieder eine Menge über die Vergangenheit des Kaiserreiches Erebonia, vor allem den Krieg der Löwen, welches ein zentrales Ereignis in der Landesgeschichte ist und andere wichtige Informationen über das Verhältnis zwischen Erebonia und den anderen Ländern, was vor allem auch in einem Nebenkapitel nahe dem Ende des Spiels nochmal verdeutlicht wird. Daher kann ich hier nur mal wieder sagen: Charaktere und Lore/World Bulding sind hier wieder sehr gut vertreten und bereichern das Spiel sehr. Wie genau sich die Story entfaltet möchte ich nicht so ganz anreißen, um den Bericht so spoilerfrei wie möglich zu halten, auch wenn wir natürlich über den zweiten Teil einer Reihe (Cold Steel) und dem wohl siebten Reihe einer ganzen Serie von Spielen (Trails) reden. Für mich persönlich war allerdings ein wichtiger Motivationspunkt, herauszufinden, wie es mit der Story und den Charakteren weitergeht und ich kann so viel sagen, dass mich das Spiel in diesem Fall auch wirklich nicht enttäuscht hat und dass Trails of Cold Steel 2 ein mehr als nur würdiger Nachfolger des ersten Teils ist, wenn wir jetzt auf die Charaktere, Lore und Story schauen.

    Beim Gameplay gibt es hier nicht viel Neues zum Vorgänger. Habe wieder auf dem Schwierigkeitsgrad "Normal" gespielt, weil ich mir noch nicht zutraue, ein Trails Spiel auf Hard oder Nightmare first time zu spielen. Das Argument der Lieblingscharaktere kann ich nicht bringen, weil Rean, Alisa und Fie/Gaius in jede Gruppe reinpassen können, wenn man es denn so will. Allerdings hat jeder der Hauptcharaktere immer noch Fähigkeiten, die gut genug sind, um darüber nachzudenken, sie zu spielen. Die einzige große Neuerung zum Standardkampf ist wohl der Overdrive Modus, in dem man sich noch mal 3 Züge ergaunern kann, HP, MP und CP wiederherstellt, Statusveränderungen heilt und Instant Cast aktiviert. Allerdings sollte man diesen Modus dennoch nicht unüberlegt benutzen, da es immer noch die Zugboni gibt, auf die man auch bei den Gegnern achten muss und man muss den Overdrive erst aufladen, weshalb der Modus zwar übelst stark klingt, aber im Endeffekt doch sehr balanced wirkt. Ansonsten haben wir nur im späteren Spielverlauf die Möglichkeit, mit Rean richtig die Sau rauszulassen, da wir die aus ToCS1 bekannte Ogerform/Dämonenform temporär im Kampf aktivieren können und ein wenig später noch ein weiteres nettes Spielzeug haben, um Standardkämpfe zu vereinfachen. Es gibt auch noch eine andere Art von Kämpfen, aber da ich Spoiler weitgehend vermeiden will, werde ich darüber nichts genaues sagen. Allerdings fühlte sich diese Art von Kampf sehr repetitiv an, wobei sie mir persönlich dennoch Spaß gemacht hat, was allerdings auch an der musikalischen Untermalung (Transcend Beat <3) liegen kann. Ein Gameplay Element außerhalb des Kampfes war es auch, die Schüler der Thors-Akademie einzusammeln, um bestimmte Boni und Möglichkeiten freizuschalten. Dadurch konnte man auch Möglichkeiten erspielen, schneller durch den Osten Erebonias zu jagen, was ziemlich nett war. Vor allem im Nord-Hochland.

    Grafisch war dieses Spiel quasi exakt ToCS1, was auch Sinn macht, weil die Spiele in sich selbst extrem verknüpft sind und es keinen großartigen Sinn machen würde, Grafiken über den Haufen zu werfen, die natürlich noch Relevanz haben. Die neuen Outfits von Klasse VII sind allerdings teilweise ein echter Hingucker, was natürlich für mich punktet. Musikalisch ist ToCS2 meiner Meinung nach ebenfalls on par mit ToCS1. Ich muss sagen, dass ich, bevor ich ToCS2 gespielt habe, nur wenige Soundtracks aus diesem Teil wirklich mochte. Ich denke da an Blue Destination, welches mein einziger persönlicher Favorit war. Während des Spiels, durch die Nutzung und Umsetzung des Soundtracks, kann ich aber sagen, dass der Soundtrack wirklich genial ist. Battle Themes wie Heated Mind (Hab viele gesehen, die's nicht mögen, ich find's klasse), Transcend Beat und Take the Windward! (welches auch für ein Snowboard Minispiel benutzt wird, der Hauptgrund, warum ich es so gerne gespielt habe) sind absolut genial. Aber auch die restliche Musik trifft an sich immer den Punkt, den sie treffen soll, was natürlich der Atmosphäre auch wieder sehr hilft.

    Alles in allem würde ich sagen, dass ToCS2 genauso wie der Vorgänger ein verdammt gutes Spiel ist, an sich meiner Meinung nach sogar besser. Für mich war es der perfekte Nachfolger für einen bereits echt guten ersten Teil.

    Endstatus:
    Story durchgespielt, versucht, so viel Optionales wie möglich mitzunehmen, Rang A0 erreicht.
    Finales Bonding Event mit Fie Claussell
    Spielzeit: ca 71 Stunden
    Wertung: 10/10
    Volle Punktzahl ist immer sehr heikel zu vergeben, das weiß ich. Allerdings möchte ich hier wirklich dem Spiel das geben, was es verdient und es ist ein Spiel, was mich wirklich dazu gebracht hat, mit den Charakteren mitzufühlen. Das habe ich auch schon im Vorgänger, aber gerade dieser Teil konnte mich extrem mitreißen und es war, wie schon gesagt, für mich ein perfekter Nachfolge für ein ohnehin schon geniales Spiel.

    Ich hoffe, dass wir die Lokalisierung und den PC Port des dritten Teils noch vor 2020 kriegen, wobei ja auch diesen Sommer eine vielversprechende Fan-Übersetzung von Zero no Kiseki erscheinen soll, wobei ich da eher auf Ende 2018 tippe, was nicht böse gegenüber den Machern gemeint ist, aber die haben ja schließlich auch mal ein Leben, das vielleicht hin und wieder mal mehr Zeit in Anspruch nimmt.
    Geändert von Zirconia (07.05.2018 um 22:58 Uhr)

  3. #43
    Gestartet: 22.02
    Beendet: 06.06

    Warum gerade Ar Tonelico - Melody of Elemia?
    Zuallererst möchte ich festhalten, dass die Länge der Zeit zwischen Start und Ende nicht den gleichen Grund hat, wie bei BLUE REFLECTION. Es war meine eigene Schuld, mehrere Spiele über Kreuz anzufangen und Ar Tonelico hat hierbei leider den kürzesten gezogen. Ich habe mich für Ar Tonelico entschieden, weil es ein non-Atelier GUST Titel ist, damit auch der zweite, den ich in dieser Challenge durchspiele, die bei mir zu einem Viertel aus GUST Titeln besteht. Bisher. Ein Freund hat mir empfohlen, auch mal Ar Tonelico anzuschauen und nach einigen Monaten dachte ich mir so "Boa Nico, warum probierst du das Spiel nicht mal aus?".

    Eindrücke beim Spielen:
    Zum Spiel, es ist im Januar 2006 in Japan erschienen, direkt zwischen Atelier Iris 2 und Atelier Iris 3, beides Spiele, die ich bereits im vergangenen Jahr durchgespielt habe und welche mir den Einstieg ins GUST Universum ermöglicht haben (ja, den ersten Teil habe ich selbstverständlich auch gespielt), also war ich hier auch auf ein eher mehr traditionelles RPG gefasst. Und das habe ich auch bekommen.

    Ar Tonelico - Melody of Elemia spielt... joa an einem Turm. Die Welt besteht quasi aus einem einzigen Turm (Ar Tonelico) wo unten an "der Hüfte" ein bisschen Landmasse (Wings of Horus) anhängt. Zur Verdeutlichung ist weiter unten ein Bild. Auf dieser Welt leben 2 Arten von humanoiden Lebensformen: Menschen und Reyvateil. Was Menschen sind, ist ja ganz klar. Reyvateil sind quasi lebendige Maschinen, welche Kraft aus dem Turm ziehen um Song Magie zu erschaffen und anzuwenden, welche unterschiedlichste Formen annehmen kann.
    Wir schlüpfen in die Rolle von Lyner Barsett, einen Ritter von Elemia, welcher in Platina, der höchstgelegenen Stadt der Welt lebt. Der Turm, welcher eine riesige Maschine ist, wird von Viren angegriffen und er, sowie sein Ritterkollege Ayatane und die Turmadministratorin Shurelia eilen zum Altar der Apostel, um die Viren, welche immer von dort hervorquellen, auszuschalten. Allerdings scheint es diesmal alles anders zu sein, als gewohnt. Der Virus ELMA-DS ist ein bisher völlig unbekannter Virus, welcher seine materielle Struktur so ändern kann, dass physische Angriffe keine Wirkung mehr haben. Dadurch dem Virus hilflos ausgeliefert versuchen die 3 zurück nach Platina zu flüchten. Ayatane gibt vor, sich für Lyner und Shurelia zu opfern, sieht allerdings zuversichtlich aus, die Lage zu kontrollieren und Shurelia gibt Lyner den Auftrag, den Hymnos-Kristall [Linker] auf dem Horusflügel (Wing of Horus) ausfindig zu machen und nach Platina zu bringen. Dafür begeben wir uns in ein Luftschiff und verlassen den oberen Teil des Turms, wobei wir von einem Drachen angegriffen werden und im Viola-Forst eine fette Bruchlandung hinlegen.
    Von einem Mädchen aufgepeppelt suchen wir jetzt natürlich unser Luftschiff und außerdem Hilfe im Dorf Karulu, um [Linker] zu finden und Platina, und damit auch so ziemlich den ganzen Kontinent von Sol Ciel zu retten.

    Die Story von Ar Tonelico ist komplett ausgerichtet auf die Rolle von Mensch und Reyvateil und wie sich diese im oberen und unteren Teil des Turms unterscheidet. Das Spiel ist in 3 Phasen unterteilt: Phase 1, in der es gilt, den Hymnos-Kristall [Linker] zu finden und zurück nach Platina zu bringen, Phase 2 in welcher das Team aufgeteilt wird, bei dem Team A mit Reyvateil Aurica zurück nach Nemo geht, um der Kirche auszuhelfen und dabei ein dunkles Geheimnis des Bischofs aufzudecken und Team B, welche nach dem Hymnos-Kristall für [Chronicle Key], den Song von Reyvateil Misha suchen, welcher Viren zurückschrecken lässt und dann im AB-Pfad Shurelia von einem Virusbefall zu befreien, und Phase 3, in der es gilt, die Wurzel des Problems zu bekämpfen. Das Spiel lässt sich auch unmittelbar nach Phase 2 und mitten in Phase 3 beenden, allerdings habe ich mich dagegen entschieden, um in den vollen Genuss der Story (und Shurelia als Reyvateil) zu kommen. Die Phasen sind vom Spiel selbst eingeteilt und haben einen klaren Anfang und ein klares Ende. Das Storytelling und die Handlung der Charaktere war meist ziemlich flach, aber zumindest logisch und förderlich für das Spiel, wobei es auch Momente gab, in denen Lyner tatsächlich auch mal wirklich gehaltvolle Entscheidungen getroffen hat. Die Story an sich ist wirklich nicht schlecht und ich finde, sie wurde auch gerade für die Zeit und Ansprüche von 2006 recht gut erzählt.

    Da wir hier ein GUST Spiel von 2006 haben, sind die Charaktere relativ flach, allerdings effektiv gehalten. Ich finde sogar, dass die Charaktere hier etwas mehr Fülle haben, als in den neueren Atelier-Spielen. Gerade Lyner macht im Laufe des Spiels eine Charakterentwicklung vom Teenager, der bloß nichts von der Profession seines Vaters (Quasi Bürgermeister und Kommandant von Platina) wissen will, in der er ihn einarbeiten möchte, zu einem fähigen Anführer, welcher über seine Optionen und Möglichkeiten nachdenkt, um vielleicht auch mal ohne Gewalt an eine Lösung zu kommen. Hierbei helfen ihm natürlich die Reyvateil Aurica Nestmile, ein schüchternes Mädchen, welches konstant an sich selbst zweifelt und durch Lyner Mut erlangt und Misha Arsellec Lune, die Starsängerin und Lyner's Kindheitsfreundin, welche in ihren eigenen Konflikt steht, was die Geschichte um die Viren angeht, und auch der Support Cast, wobei einige gefühlt nur da sind, um eine bestimmte Rolle zu erfüllen. Radolf, ein hochrangiger Ritter von Nemo's Kirche und Ayatane sind hier die Charaktere, bei denen es wohl am meisten Sinn macht, warum sie überhaupt mithelfen. Die Luftschiff-Mechanikerin Krusche und der Schrottsammler/Söldner Jack sind hier eher nur als Plotdevice gut, weil Jack's Abstammung und Krusche's Profession gebracht werden. Wobei Jack's Bindung mit Misha wohl auch eine wichtige Rolle in Phase 2 des Spiels spielt. Außerdem ist Jack absolut lustig und ein perfekter erster Begleiter im Spiel, welcher Lyner die untere Welt ein wenig erklärt. Auch Shurelia wird in Phase 3 des Spiels in die Gruppe aufgenommen als dritte Reyvateil, welche quasi dabei ist, weil sie als Administrator auch mal ihren Job zu tun hat und alles irgendwie einfacher ist, wenn man Admin-Rechte hat.

    Das Gameplay des Spiels war recht klassisch gehalten, was für mich etwas Positives ist. Man hatte eine Gruppe von 3 Gefährten (bei mir grundsätzlich Lyner, Jack und Radolf) an der Front und ein Reyvateil (Aurica Best Girl) in der hinteren Reihe. Die Front beschützt den Reyvateil während dieser Songmagie benutzt, um entweder den Gegner zu schaden oder anzugreifen. Das Kampfsystem ist Rundenbasiert mit Zeitleisten (CTB), wobei der Reyvateil frei agieren kann. Das ist an sich ein sehr nettes System gewesen. Wäre das Spiel ein bisschen schwerer, hätte es auch sehr herausfordernd werden können. Außerhalb von Kämpfen hat man klassische Welterkundung und Gespräche mit den Reyvateils über Storyelemente oder Themen, die auf der Reise gefunden werden können. Wenn bestimmte Themen gefunden und darüber gesprochen wurde, schaltet man dann eine Ebene des Soulspaces des Reyvateils frei. Der Soulspace ist ein weiteres Gameplay-Mittel, welches auch zur Charaktervorstellung von Aurica und Misha beiträgt und ihnen über VN-technische Geschichten mehr Zauber und einige Kostüme zur Verfügung stellt, welche die MP und den MP-Verbrauch beeinflussen. Aurica und Misha haben hierbei 9 Ebenen und eine Extra-Ebene, die auf ein Atelier-Spiel der Salburg-Reihe anspielt (Elie und Marie). Shurelia fällt hierbei etwas aus der Reihe. Ihr Soulspace erzählt eine komplett frei erfundene Geschichte und man schaltet keine Kostüme frei, allerdings erhält man am Ende jeder Ebene einen neuen Zauber. Außerdem besitzt Shurelia nur 5 Ebenen. Außerdem gab es, wir sind immerhin in einem GUST Spiel, ein Crafting System, hier genannt Grathmelding, mit dem man verschiedene Waffen, Medikamente und sonstiges herstellen kann. Ich hab das eigentlich nur für Ausrüstung und Storyrelevantes benutzt, was ich im letzten Kampf bereut habe, weil ich da tatsächlich Heilitems brauchte und nur das im Spielverlauf gefundene hatte. Dazu konnte man noch seine Ausrüstung und die Zauber von Reyvateil mit Grathnode-Kristallen, die man überall finden kann, aufpowern. Hierbei gilt: Lilane Kristalle für Ausrüstung, Rote Kristalle für Schadensmagie, Blaue Kristalle für Heilmagie und Grüne Kristalle für Feldmagie. Feldmagie ist einfach nur was, was man so rumwerfen kann, um bestimmte Dinge zu zerstören, um an andere Orte zu kommen. Grüne Kristalle hab ich auch nur einmal gebraucht, um an ein Rezept zu kommen, dass ich für die beste Waffe für Radolf brauchte (welche ich dann doch nicht benutzt habe, weil sie Elementarresistenzen auf 0 setzt und Radolf ist ein Tank).

    Wer Atelier Iris kennt, sollte sich grafisch schon exakt vorstellen können, wie das Spiel aussieht. Ich werde allerdings weiter unten einige Screenshots zeigen, die allerdings nicht von mir sind. Ich persönlich mag die Grafik von Ar Tonelico, aber es ist ja auch das vierte Spiel, das ich mit solcher Grafik durchgespielt habe. Der Soundtrack ist, wie man von einem GUST Spiel erwarten kann, wieder einmal sehr schön und vor allem auch für die Welt und Ereignisse immer sehr passend. Super gut fand ich, dass einige Leitmotive auch in mehreren Stücken zu hören waren. So hat man mehrere Variationen von "Brave Beat" gehört, welches als Kampfthema bekannt ist, allerdings sehr viel öfter im Spiel vorkommt, entweder als direkter Schnitt, oder als Verlängerung des Intros "Prayer". An sich kann und sollte man über den Soundtrack nicht meckern. Interessant war, dass gesamplete Rap-Passagen in einigen Kampfthemen versteckt sind, welche auch in anderen Spielen benutzt wurden, aber das ist ja nicht weiter tragisch. Die Tracks sind an sich auch alle recht kurz, kaum ein Stück geht länger als 2 Minuten, allerdings funktioniert das im Spiel auch, ohne das es irgendwann langweilig und repetitiv klingt, weil es halt auch immer sehr gut passt. In einem fetten Blechbläser wird auch fette Blechblasmusik gespielt. Wobei es natürlich auch ironisch wäre, wenn ein Spiel, welches sich größtenteils auch um Musik dreht, einen schlechten Soundtrack hätte.

    Zusammengefasst würde ich sagen, dass Ar Tonelico - Melody of Elemia für seine Zeit ein ziemlich cooles Spiel ist, welches ich bestimmt irgendwann noch mal spielen würde. Vielleicht schafft es der Nachfolger ja auch doch noch in diese Challenge.



    Endstatus:
    Story durchgespielt, alle 3 Soulspaces durchgespielt
    Final Good Ending mit Aurica
    Spielzeit: ca 32 Stunden
    Wertung: 7/10
    Ar Tonelico - Melody of Elemia war für mich ein echt unterhaltsames Spiel, gerade für seine Zeit. Es hätte an einigen Ecken und Kanten definitiv besser sein können und Nebencharaktere wie Krusche hätten besser ausgeschmückt werden können. Vieles wurde allerdings auch gut gemacht, weswegen ich von meinen erst angedachten 6 dann doch auf 7 Punkte gesprungen bin.

    So, jetzt wo ich wieder halbwegs in der Zeit bin, ist es wohl Zeit für den letzten GUST Titel in meiner Liste: Atelier Lydie & Suelle: The Alchemists and the Mysterious Painting. Ich hoffe, ich schaffe das in diesem Monat.
    Geändert von Zirconia (07.06.2018 um 00:55 Uhr)

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