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Thema: Reading Challenge 2018 – Zeit zum Lesen!

  1. #121


    Gillian Flynn - Gone Girl
    550 Seiten

    Gone Girl ist eines der beste Bücher die ich in den letzten Jahren und wahrscheinlich eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe, auch wenn ich mich nicht ganz dazu bringen kann, dem ganzen 5/5 zu geben. Ich kann jedem empfehlen, entweder das Buch zu lesen oder den Film zu schauen (den ich noch nicht gesehen hab, der jedoch ebenfalls sehr gut sein soll!), sich aber vorher in keinster Weise über den Inhalt zu informieren.

    Kurze Meinung im Spoilerkasten:



    Mal gucken, ob ich nächstes Jahr noch ein Buch von ihr lese. Angefixt bin ich jedenfalls.

    Geändert von Byder (17.07.2018 um 00:57 Uhr)

  2. #122
    Also just for the records - ich habe alle Bücher bis auf Band 2 und 3 der Stormlightsaga durch.

    Aber ich hab halt noch keine Kurzartikel darüber geschrieben ^^"
    Kommt aber noch! Stormlight fasse ich dann vllt auch einfach zu einem zusammen, wenn ich mit dem dritten durch bin.

  3. #123
    Mal wieder was auf dem BMT durchgelesen, wenngleich ich zu beidem nicht soviel zu sagen habe.

    Roadside Picnic - Arkady and Boris Strugatsky
    Ein interessantes Buch in dem die Menschheit mal kurz von Aliens besucht wurden die aber genauso schnell wieder verschwunden sind, woraufhin sie mysteriöse Zonen voller Artefakte und Anomalien hinterlassen haben. Deswegen haben manche Menschen auch die Theorie, dass die Aliens quasi nur ein Picknick gemacht und daraufhin ihren Müll liegen gelassen haben. Und die Erforschung dieser Zonen mit all ihrer Tücken ist auch richtig gut gemacht. Es gibt nur leider nicht soviel davon. Genauso wenig wie von irgendwas anderem. Das Buch ist nämlich leider nur 200 Seiten lang, weswegen ich kurz nachdem ich damit angefangen hatte auch schon wieder durch war. Und die Story wird leider etwas sprunghaft erzählt, mit einigen Zeitsprüngen die mich anfangs kurz verwirrt hatten, bis ich dann nochmal zurückgegangen und nach dem vorherigen Datum geschaut hatte. Kann mal also durchaus lesen um zu sehen von was die S.T.A.L.K.E.R. Reihe inspiriert wurde, aber es hätte noch soviel länger sein können. Da bleibe ich doch lieber bei Metro 2033, auch wenn die Nachfolger bei weitem nicht so gut sind. Zumindest was die Bücher angeht.

    The Murder of Roger Ackroyd - Agatha Christie
    Hier habe ich echt nicht viel zu sagen. Nettes Buch mit einer guten Enthüllung die sicher davon profitieren würde es nochmal zu lesen. Ist mit 300 Seiten ja auch nicht so lang. Aber nachdem ich jetzt drei Bücher von Agatha Christie gelesen habe, von denen ich eins ja nicht mal wirklich gut fand, habe ich nicht wirklich Interesse noch mehr von ihr zu lesen. Durchaus ein netter Zeitvertreib, auch wenn ich die positiven Meinungen zu And Then There Were None echt nicht verstehen kann, aber sie haben mich nicht so sehr begeistert, dass ich unbedingt noch all ihre anderen Werke lesen müsste.

    Geändert von ~Jack~ (06.08.2018 um 20:45 Uhr)

  4. #124
    Archetypes in Branding
    Margaret Hartwell, Joshua C. Chen

    Dieses Buch wurde mir von meiner Vorgesetzten gegeben, mit dem Auftrag, es zu lesen und die wichtigen Inhalte für unsere Abteilung herauszufiltern. Ich habe jedoch schnell eigene Faszination für die Archetypes entwickelt und die Arbeit damit als sehr interessant empfunden.
    Es geht - wie der Titel schon verrät - grob gesagt um Archetypen, die man zur Findung, Beschreibung und Reflexion seiner eigenen Marke/Firma/whatever einsetzen kann. Man denkt hier in bildlichen und emotionalen Konzepten und "Personas". Personifiziert also seinen Gegenstand der Untersuchung (Meist eine Marke/Firma oder ein Produkt). Die fachliche Basis dieser Typen bietet die Archetypenlehre von Jung. (Üblicherweise sind 12 Typen bekannt, das Buch geht jedoch noch einen Schritt weiter und clustert stolze 60 Archetypen zu 12 Archetypenfamilien.)

    Ich habe schon schnell festgestellt, dass es sich hierbei nicht nicht um ein übliches Fachbuch handelt, sondern um ein Kreativtool. Es gibt ein paar Seiten Text mit mäßig relevantem Inhalt. Der Großteil des Buches besteht jedoch aus den 60 Typbeschreibungen und 60 heraustrennbaren Karten. Die Vorderseiten (für die rechte Gehirnhälfte gedacht, wie das Buch sagt) sind von unterschiedlicher Gestaltung, die in ihrem Wesen den Kern des jeweiligen Archetypen wiederspiegeln soll. Die Rückseite (für die linke Gehirnhälfte gedacht) enthält die Einordnung des jeweiligen Archetypen in die 12 Familien, eine Beschreibung und eine kurze Übersicht über Vorteile und Herausforderungen, die dem Archetypen zu eigen sind.

    Klingt kompliziert und umfangreich, ist es aber nicht wirklich.
    • Die 12 Grundtypen sind schnell zu erfassen und werden innerhalb der Untertypen lediglich variiert. Man kann sich auch lediglich die Grundtypen heraussuchen und ausschließlich mit diesen arbeiten.
    • Da die Vorderseiten der Karten sehr charakteristisch gestaltet sind, kann man sehr intuitiv mit ihnen arbeiten, ohne sich die beschriebenen Rückseiten auch nur anzuschauen. Dann verwendet man die Karten wie eine Art bunteren Rorschachtest.
    • Letztendlich geht es nicht um eine genaue Einordnung, sondern um Denkanstöße, Reflexion und die Gespräche, die aus der kreativen Arbeit mit den Karten entstehen.


    Vor allem der letzte Punkt ist wichtig. Archetypen sind keine Stereotypen. Das heißt: Sie sind nicht präzise, sie sind keine Definitionen. Zwar sind sie intuitiv erfassbar, aber es wird Lücken geben. Sie geben also lediglich eine gedankliche Richtung vor. Die Autoren sagen dazu:

    Perhaps, there are many right ways.
    Perhaps the point isn‘t to do it right.




    Fazit:
    Als Konzepterin für Präsentationen konnte ich die Karten sehr sinnvoll einsetzen, um mir die Unternehmen unserer Kunden emotional begreifbar zu machen und entsprechende Projektentscheidungen daraus abzuleiten. Ich konnte sehr zielführende Gespräche auf Basis der Karten führen. Auch in internen Workshops habe ich gute und interessante Erfahrungen damit gemacht. Zum Beispiel sagt es viel über einen Chef und seine Einstellung zum Thema Führung aus, wenn er für seine Position die Karte des Caregivers wählt. Die Karten "triggern" solche Erkenntnisse.
    Es macht Spaß, mit den Karten zu hantieren und die interessant gestalteten Vorderseiten bieten eine gute Gesprächs- und Reflexionsbasis.
    Wahrscheinlich werde ich mir auch eigenes Set kaufen und es zur Selbstreflexion nutzen. Und ein bisschen sinnlos damit rumspielen, weil es halt Spaß macht ^^

    Es gibt natürlich auch Kritikpunkte: Das System mit den 12 Archetypen wird bereits erfolgreich in der Werbebranche eingesetzt. Man kann sich darüber streiten, ob die Erweiterung auf ganze 60 Typen wirklich sinnvoll ist. Ich sehe es als optionale Vertiefungsmögichkeit, habe aber auch schon Stimmen gehört, die den Umfang irritierend finden und denken, dass er vom Wesentlichen ablenkt.
    Die Gestaltung der Karten ist Geschmackssache. Meine Stichproben haben bisher ergeben, dass Vorderseite und Rückseite erstaunlich gut zusammenpassen scheinen. Man kann also tatsächlich gut intuitiv damit arbeiten. Natürlich ist das Konzept aber fehlbar. Ich finde jedoch wie gesagt auch nicht, dass man die Rückseite dringend braucht (Rorschachtest und so. Letztendlich ist es ja auch einfach interessant, WAS man in einer Karte sieht.) daher stört mich das nicht allzu sehr.
    Was mich dagegen in der Tat stört ist, dass der Name der 60 Typen jeweils auf der Vorderseite abgebildet ist. Das widerspricht einer Herangehensweise, die sich ausschließlich auf die Gestaltung und die - wie das Buch sagt - rechte Gehirnhälfte konzentriert. Man geht automatisch voreingenommener an die Auswahl heran und der Rorschacheffekt wird deutlich getrübt.


    Letztendlich ist "Archetypes in branding" ein Tool. Meiner Meinung nach ein realtiv gutes, wenn auch mit einigen Schwächen. Aber ich mag es.
    Entscheidend ist jedoch, wie man es einsetzt.

    Geändert von Ty Ni (14.08.2018 um 14:34 Uhr)

  5. #125
    Eine sechswöchige Reise mit diversen Flughäfenaufenthalten und mehrstündigen Busfahrten zollen ihren Tribut:

    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit von Proust war wirklich eine verlorene Zeit. Praktisch alles was ich darüber sagen möchte, habe ich schon über der Mann ohne Eigenschaften gesagt. Mich hat der Protagonist und seine Befindlichkeiten nicht die Bohne interessiert. Prosa über den Alltag des Adels ist halt nicht meins. Lediglich ein Zitat war mal ganz gut. Auch der philosophische Unterbau ist mMn total überbewertet.

    Fahrenheit 451 war da schon etwas interessanter. Die Sprache (hab es auf Englisch gehört) war erst gewöhnungsbedürftig, aber sehr lyrisch. Diese Glorifizierung von Büchern find ich nicht ganz so mitreißend, aber Montag ist n ganz solider Protagonist.

    The Ocean at the End of the Lane fand ich ziemlich plump. Viel zu junge Protagonisten (der hier ist 7 Jahre alt) in einer Geschichte, die sich doch eher an Erwachsene richtet, gehen für mich nie so wirklich auf, weil ich das Alter selten abkaufen kann. Außerdem gibt es in der Geschichte etwa drölf Deus Ex Machina Rettungen, was bis zum Schluss keine Spannung mehr aufkommen lässt. Würde durch seine mysteriöse Art und etwas kindgerechter vielleicht einen guten Ghiblifilm machen.

    Bin damit bei 9442 Seiten und habe mein Ziel bereits übertroffen. Dann setz ich noch mal 5000 drauf, um meinen bisherigen Rekord einzustellen.

    Geändert von Itaju (16.08.2018 um 15:55 Uhr)

  6. #126


    a murder is announced hat deutlich länger gedauert als ich es gedacht hätte und auch länger als And then there was no one was zum einen sicher daran liegt, dass das buch auf für mich anstrengendem englisch war und zum anderen, dass ich den inhalt selbst in der ersten hälfte sehr träge und zäh empfand. Die Geschichte und die aufklärung des mordfalls kommt nur sehr, sehr langsam in fahrt, und alles zieht sich in der besagten ersten hälfte beschwerlich. Und ich konnte die meisten charaktere nicht außeinanderhalten. Die paar wichtigsten schon, aber den großteil der bekanntschaft nicht. Zu viele zu gleich klingende namen und kaum persönlichkeit. Ich hatte das buch noch vor dem orientexpress angefangen weil es so dünn ist, aber man kommt trotzdem nicht gut durch. Etwas in fahrt kommt die erzählung endlich, wenn ein bestimmtes, zweites tragisches ereignis passiert. Ab da musste ich mich nicht mehr zum lesen zwingen, weil sich die dramatik und das tempo endlich spürbar erhöhten. Das letzte drittel des buches mochte ich schlussendlich auch noch ganz gern, und die auflösung ist in ordnung. Trotzdem kann ich das buch nicht empfehlen, weil ich es im gegensatz And then there was No One als sehr sperrig und slow-paced empfinde...

    Ich habe direkt danach begonnen, den orient express zu lesen. Das buch habe ich auf deutsch hier und ich erwarte, das es deutlich besser auch ist. Das geht also hoffentlich fixer. Die challenge schaffe ich vielleicht nicht mehr, aber ist ja nicht schlimnm. Der einzige grund warum ich A murder is announced nicht abgebrochen habe ist die challenge, weil ich nach mobby dick und We need to talk about kevin nicht noch ein drittes buch abbrechen wollte...

    Geändert von Pacebook (18.08.2018 um 10:38 Uhr)

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